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rabenrot
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BeitragVerfasst am: 10.12.2009 21:51    Titel: Flucht eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Flucht

Ich hatte mein Zuhause verlassen, um etwas zu lernen. Egal was. Irgendetwas, um nicht als Knecht bei einem Bauern zu enden, von meinen Sehnsüchten getrieben mein Leben in Schnaps und Wein zu ersaufen.
Meine Schulzeit beendete ich mit dreizehn als Analphabet. Mein Vater bedrängte mich in der Holzfabrik zu arbeiten, damit ich die Familie finanziell unterstützen könnte. Mutter gluckte wie eine Henne auf ihren Kindern und ihr wäre es am liebsten gewesen, wenn ich beim Bauern, ganz nah bei ihr in Lohn und Brot gestanden hätte. Ich aber wollte auf die Kunstschule nach Wolkenstein. Solange ich denken konnte, träumte ich davon, zeichnen und malen zu lernen. Meine Lehrerin drängte Mutter, mich weiter auf die Schule zu schicken und mich zum Holzbildhauer ausbilden zu lassen. Aber das war geldlich nicht möglich. Dem stand das neu zu errichtende Haus im Wege. Mutters Traum war dieses Haus und Vater ertränkte seine Ängste bis spät in die Nächte im Südtiroler Rotwein. Oft wurden wir Kinder vom Schreien der beiden geweckt und einmal stand ich auf und sah durch den Türspalt. Vater zog Mutter an den Haaren über den roten Linoleumboden und schlug auf sie ein. Mitten im Hausbau schmiss Vater dem Bürgermeister die Lizenz als Schornsteinfeger vor die Füße und ging in die selbst gewählte Arbeitslosigkeit. Vater war nach meinem letzten Schultag in die Fabrik gegangen, um für mich nach Arbeit zu fragen. Aber dem Fabrikbesitzer war ich zu klein, zu schmächtig. Also arbeitete ich beim Bauern. In einer Nacht, nach stumpfsinniger Arbeit im Stall träumte mir, ich sei fortgelaufen in eine fremde Stadt und wäre als reicher Mann nach Hause zurückgekommen. Als ich aufgewacht war, wusste ich, dass ich dieses stinkende Dorf, diese blödsinnigen Eltern mit ihrem Haus, verlassen musste. Ich schaute nach meinen Ersparnissen. 20.000 Lire. Nicht viele aber genug, um weit in den Süden zu kommen und ausreichend, um über den Brenner in den Norden zu kommen.
An einem Maitag, einen Monat vor meinem vierzehnten Geburtstag war es soweit. Morgens um halb vier zwängte ich mich mit der kleinen Sporttasche durch das schmale Flurfenster meines Elternhauses hinaus in den frischen Morgen. Die Luft roch nach tauigen Wiesen, feuchter Erde und einem Hauch von Kuhdung. Nur langsam gewöhnten sich meine Augen an die finstere Nacht. Über mir zog die Milchstraße eine blinzelnde Schleife über das bergige Land. Die Stille der Nacht lag wie eine schwarze Decke über dem Dorf. Nur alle viertel Stunde wurde die nächtliche Ruhe von einem Glockenschlag zerrissen. Nachdem sich meine Augen der Dunkelheit angepasst hatten, machte ich mich auf den Weg. Leise schlich ich am Haus vorbei, den Weg entlang hinaus zur Waldung. Von dort aus lief ich durch den finsteren Forst hinunter ins Tal. Es roch nach Moos und verfaultem Holz. Blind stolperte ich über den steinigen Weg. Ich spürte die Bewegung der Äste über mir, als wollten die alten Kiefern mit ihrem Geäst mich zum Umkehren drängen. Vereinzelt scheuchte ein Reh oder ein Fuchs durchs Gehölz. Vögel kreischten in die stockdunkle Nacht hinein. Funkelnde Augen starrten mich an. Von der Angst gehetzt und schwitzend rannte ich weiter hinab zum Bahnhof, um den erstmöglichen Zug zu nehmen. Egal ob dieser nach Süden oder in den Norden fuhr.
Weit unter mir hörte ich die nächtlichen Bauarbeiten an der Autobahn. Einzelne Lichter funkelten mir aus den Häusern der Kleinstadt Klausen wie Sterne entgegen. Bläuliches Neonlicht tauchte den Bahnhof in ein unnatürliches blaues Licht. Ich lief unter der Autobahnbrücke durch, über den Kirchplatz der Kleinstadt vorbei und stand schweißgebadet im kalten Licht des Bahnhofs.
Im Osten kündigte ein blasser Streif am Horizont einen sonnigen Tag an. Der Bahnhof roch nach verbranntem Holz, Teer und Pisse. Aus der kleinen Bar zischte die Espressomaschine und verströmte den Kaffeeduft über das Bahnhofsgelände.

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hobbes
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Beiträge: 3226

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 11.12.2009 17:54    Titel: hm... Antworten mit Zitat

Mich überzeugt die Geschichte nicht. Für mich ist da einiges nicht logisch oder passt nicht so ganz zusammen.

Der Vater will, dass der Sohn als Knecht arbeitet, um Geld herbeizuschaffen. Der Vater wirft seinen Job aber hin. Obwohl er von (Geld?)Ängsten geplagt ist? Warum wirft er dann seinen Job hin? Und ist das überhaupt wichtig für die Geschichte, die Du erzählen willst?

Der Erzähler spricht von
Zitat:
diese blödsinnigen Eltern

weint aber später beim Gedanken an die Mutter. Oder weint er, weil er Angst vor dem Neuen hat?

Wie kann der Erzähler überhaupt Ersparnisse haben? Liest sich ansonsten eher so, als würden ihm seine Eltern jegliches Geld abknöpfen.

Wie passt es zusammen, dass er Analphabet ist und die Lehrerin ihn trotzdem unterstützt?

Wie riechen tauige Wiesen?

In welcher Zeit soll die Geschichte spielen? Knecht und Sporttasche sind Wörter, die für mich nicht in die gleiche Zeit passen.

Mich berührt der Erzähler nicht, ich fühle nicht mit ihm. Warum will er unbedingt in die Kunstschule? Malt er, zeichnet er? Gab er bisher das einzige Geld, das er hatte für Zeichenpapier aus? Hat er es "verdient", wegzugehen, soll ich (als Leser) hoffen, dass er es schafft?

Den letzten Satz finde ich übrigens prima.

Liebe Grüße,
hobbes
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rabenrot
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BeitragVerfasst am: 11.12.2009 20:42    Titel: Flucht pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Hobbes,
ich danke Dir für deine scharfe Analyse. Ich beschreibe in diesem kleinen Abschnitt einen Jungen, der Anfang der 70 Jahre Südtirol verlassen hat. Der Vater möchte, dass der Sohn in der Fabrik arbeitet, Mutter, dass er als Knecht arbeitet. Die Gründe warum, werden, finde ich beschrieben. Der Vater wirft seine Arbeit hin. Auch das für mich widersprüchlich, aber eben auch das Leben. Die Angst vorm Versagen muß nicht so stark sein, dass man alles Notwendige einfach stehen läßt.
Natürlich kann ich um jemanden weinen, der mein Nest ausmacht. Auch wenn ich ihn im Grunde verabscheue. Noch dazu ein Kind.
Auch der Analphabetismus ist der Zustand in dem sich der 13 Jährige befindet. Durch den weiteren Schulbesuch würde sich noch einiges entwickeln lassen.
Schade, dass Du den Geruch von tauigen Wiesen nicht kennst.
Naja, kann nicht jedem gefallen, aber von jedem Feedback kann man was mitnehmen und dafür danke ich.
Gruß Eugen
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 13.12.2009 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo rabenrot

Ich habe Deinen Text, wie von Dir gewünscht, nach "Biografisches & Sonstiges" verschoben.
Er ist tatsächlich ein wenig lang geraten, aber meiner Meinung nach noch in einem tolerierbaren Rahmen.
Wenn Du ihn dennoch halbieren oder dritteln willst, bin ich Dir gerne behilflich.

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
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rabenrot
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BeitragVerfasst am: 13.12.2009 19:18    Titel: Flucht pdf-Datei Antworten mit Zitat

EDIT: Auf Wunsch von rabenrot habe ich den Text wegen der besseren Lesbarkeit in zwei Teile geteilt.
Habe dafür seinen letzten Beitrag zweckentfremdet, in dem er sich für die Verschiebung ins Biographische bedankte ... Merlinor


Fortsetzung ...

Ein drehender Klingelton schepperte und eine müde Stimme kündigte auf Italienisch die halbstündige Verspätung des Zuges nach Mailand an. Es ging nach Süden. Nach Mailand. Vielleicht nach Genua. Dann ein erneutes Klingeln und die nächste Durchsage. Der verspätete Zug nach München fährt in zehn Minuten ein. Mit dem Herrgott hatte ich es abgemacht: Ich sollte in den ersten Zug einsteigen, der Einfuhr.
Am Schalter saß wie immer, seit ich denken konnte, der alte Signor Celeste mit seinem vergilbten Hemd, den grauen Haaren über der spiegelnden Glatze und der weinroten Krawatte der Staatlich-Italienischen-Eisenbahn. Ich ging zu ihm und fragte nach dem Preis für eine Fahrkarte nach München. 18.600 Lire. Blieben 1.400 Lire übrig. Quasi eine Deutsche Mark. Ich zahlte, er gab mir den kleinen grauen Karton, ich ging hinaus und wartete am Gleis auf die Bahn nach München. Von Weitem hörte ich den Zug durchs enge Tal heranfahren. Der Stahl der Schienen vibrierte. Ich spürte ein nervöses Gegrummel in meinem Gedärm. Ein Luftzug umarmte mich und die bräunlich grüne Lokomotive donnerte quietschend in den kleinen Bahnhof. Das riesige Gefährt roch nach verrostetem Eisen und Pissoir. Ich ging zu einer der Türen, die ein aussteigender Fahrgast aufgestoßen hatte, stieg die steile Treppe hoch und lief durch den nach Plastik und Zigaretten riechenden Gang. Ich fand ein leeres Abteil mit dem Nichtraucherzeichen an der Schiebetür, legte meine Sporttasche mit meinen sieben Sachen auf den Mittelsitz und setzte mich auf den Platz am Fenster. Mein Herz klopfte: Ich war unterwegs in meine Zukunft. Ein schriller Pfiff, jemand schrie einen Befehl und das stählerne Ungeheuer setzte sich in Bewegung. Schneller und schneller raste die Bahn durchs enge Tal. Fuhr in Städtchen ein, hielt an, beschleunigte und setzte die rasende Fahrt wieder fort, bis hinauf zum Brennerpass. An der italienischen Grenze zeigte ich dem Zöllner meine „carta di indentitá“. Er fragte, wo ich hin wolle und ich antwortete ihm, dass ich auf dem Weg zu einem Onkel sei, der in München wohne. Nur zu Besuch. Er schüttelte den Kopf, gab mir den Personalausweis wieder und ging. Vor diesem Moment hatte ich mich am meisten gefürchtet. Nachdem die „guardia della dogana“ den ganzen Zug kontrolliert hatte, ging es weiter. Der Zug fuhr abwärts und das Tal wurde breiter und die Landschaft immer flacher. Der Horizont immer weiter.
Ich dachte an die Mutter, die zu Hause am Küchentisch saß, meinen Brief las und sich dann für die Kirche zurecht machen würde. Ich schaute aus dem Fenster und weinte still. Ich hatte Angst vor dem, was kommen mochte.
An diesem Tag im Mai 73, mittags um halb zwei, stieg ich aus der Eisenbahn Bologna – Monaco di Baviera aus. Weit weg von Zuhause. Unsicher stand ich auf dem Bahnsteig. Tauben flogen unter dem riesigen Glasdach durch die Halle, pickten geschickt Essbares vom Steinfußboden und flogen in geschützte Höhen davon. Ich spürte Hunger. Über mir ein weißblauer Himmel und um mich herum nichts als Fremde. Es roch käsig, schweißig nach Mensch, gebratenem Fleisch, frischgebackenem Weißbrot und ein süßlich, bitterer Geruch von fermentiertem Hopfen umrahmten alle anderen Düfte. Die Bahnhofshalle hatte die Größe eines Südtiroler Dorfes und in dieser Halle gab es mehr Leute als nach der Sonntagsmesse auf dem Kirchplatz daheim. Laut war es. Krächzende Lautsprecherdurchsagen mischten sich mit dem quietschenden Gebremse der ankommenden Züge und die Menschen wisperten einem Bienenschwarm gleich in tausenderlei fremden Sprachen. In diesem Moment fing für mich das Leben neu an.



.
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 13.12.2009 20:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo rabenrot

Die Einwände Hobbes kann ich nur teilweise nachvollziehen.
Allerdings wusste Hobbes nicht, dass es sich hier um einen autobiographischen Text handelt, da er seine Anmerkungen schrieb, als der Text noch in der „belletristischen Prosa“ stand und nicht im „Biografischen & Sonstigen“.
Seine Kriterien waren daher andere, bezogen sich auf einen fiktiven Plot, erwarteten einen ausgearbeiteten Spannungsbogen und in sich stimmige, weil erklärte Details.

In einer autobiographischen Erzählung kann man dies freier handhaben, darf auch einmal mit Bruchstücken arbeiten.
Manche Dinge sollten aber auch hier erklärt sein. Beispielsweise, wie der Schreiber sich seine Ersparnisse entgegen der widrigen Verhältnisse im Elternhaus geschaffen und erhalten hatte; oder was konkret mit „Analphabet“ gemeint ist, den ich wörtlich verstanden hier auch nicht glauben will.

Dass es vor dreißig, fast vierzig Jahren in Südtirol noch Bauernknechte gab, kann ich mir hingegen schon vorstellen. Auch dass der Vater, weswegen auch immer, den Beruf als Kaminkehrer hingeschmissen hat. Manche Dinge im realen Leben sind eben nicht logisch nachvollziehbar, sondern finden einfach statt.
Und so kann ich durchaus verstehen, dass ein kleiner ungebildeter Junge einen großen Traum hat, malen und zeichnen will und der Enge des Elternhauses entfliehen.

Deine Sprache ist sauber und lässt sich flüssig lesen. Allerdings fehlt ihr gelegentlich noch der Feinschliff.
Was mir aber besonders fehlt, ist eine hier doch durchaus mögliche Lebendigkeit. Du erzählst, aber zeigst uns nichts, obwohl gerade diese Flucht eigentlich viele mögliche Elemente enthält, um mit lebendigen Bildern atemlose Spannung zu erzeugen.

Da kommst Du leider über eine – teilweise sicher mit schönen Bildern  gezeichnete – Landschaftsbeschreibung nicht hinaus.
Wie war das wirklich, als du Dich durch das Fenster gezwängt hast? Bist Du nicht wegen eines leisen Knackens der Diele im Flur zusammengezuckt, ist Dir nicht fast das Herz in die Hose gefallen? Was hast Du gefühlt? Jagte Dein Puls und hat Dich das nicht zu unterdrückende, verräterische Geräusch des eigenen Atems fast zu Tode geängstigt?

Du verstehst, was ich meine?
Auch Autobiographien darf man zum Leben erwecken.
Da geht noch mehr ... smile

LG Merlinor


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rabenrot
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BeitragVerfasst am: 13.12.2009 21:24    Titel: Flucht pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nochmals an diesem Abend, Hallo  Merlinor,
da hast du vollkommen recht mit dem was du mit Lebendigkeit meinst. Dafür danke ich Dir.

Mit dem Analphabeten bin ich zu weit gegangen scheint mir,  ohne den Grad des Analphabetismus aufzuzeigen. Nach acht Jahren Schule ist noch nichts gut entwickelt. Und ich dachte dies kommt dadurch raus. Leider nicht.

Das mit dem Erspartem leuchtet mir ein. Müsste ich wohl eine Brücke zu den Arbeiten in den Wirtshäusern ziehen und dem Trinkgeld.

Ich werde mir, nach einiger Zeit diesen Text nochmal vornehmen und in diesem Sinne ausarbeiten. Ich danke dir sehr für diese erbauende Kritik.

Herzliche Grüsse ('smile extra')
Eugen
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Nordlicht
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BeitragVerfasst am: 13.12.2009 23:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo rabenrot ( love ich bin doch so ein Fan von Raben),

Hobbes und Merlinor haben Dich schon auf den wichtigsten Schwachpunkt aufmerksam gemacht - Dein Erzähler wirkt zu steril. Gerade der Anfang liest sich etwas wie ein Aufsatz, finde ich, oder Lebenslauf. Wenn Du da mehr Details reinbringen würdest, wie Du Dich da gefühlt hast, ein paar lebendige Szenen dazu schrieben würdest, kann der Leser einen Draht zu Dir entwickeln.

Und ich bin mir sicher, Du kannst das auch, denn die zweite Hälfte des ersten Teils (mit der Landschaftbeschreibung) lebt wirklich - da ist man mit Dir im Wald. Und im zweiten Teil kann man auch etwas mehr in Dich reinschauen.

Also vielleicht den Anfang recht radikal umschreiben und am Rest etwas feilen? smile


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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 14.12.2009 10:25    Titel: wieder was gelernt... Antworten mit Zitat

Das passiert mir jetzt schon wiederholt, dass ich eine wahre Geschichte für unglaubwürdig halte... Das Leben ist wohl spannender, als ich es ihm zutraue.

@Merlinor, Danke dafür
Zitat:
Allerdings wusste Hobbes nicht, dass es sich hier um einen autobiographischen Text handelt, da er seine Anmerkungen schrieb, als der Text noch in der „belletristischen Prosa“ stand und nicht im „Biografischen & Sonstigen“.

(stimmt genau - bin allerdings eine sie, kein er)

Hätte ich's gewusst, wären meine Kommentare tatsächlich ein bisschen anders ausgefallen.
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rabenrot
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BeitragVerfasst am: 14.12.2009 10:46    Titel: Flucht pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Nordlicht,

ich kann mit der Kritik die mir von euch entgegengebracht wird eine Menge lernen. Ja, so ist es. Gestern als ich den Kommentar von Merlinor gelesen habe, dachte ich bei mir: Warum kommst du nicht von selbst auf so wichtige Details? ein Haufen Stoff, um an diese Geschichte neu ran zu gehen. Ich danke auch dir für dein Feedback. Nur so kann ich lernen. Und irgendwann - so Gott will -  habe ich eine Runde Geschichte.
('Smile')

Einen schönen Gruß Eugen
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 14.12.2009 13:29    Titel: Re: wieder was gelernt... Antworten mit Zitat

hobbes hat Folgendes geschrieben:
... bin allerdings eine sie, kein er ...


Ups ...  Embarassed
Entschuldigung ... rotwerd


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Hardy-Kern
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BeitragVerfasst am: 14.12.2009 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Eugen, die Geschichte liest sich spannend. Im Aufbau fehlt das, was Merlinor schon angedeutet hat. (finanziell, usw.) Wenn es eine längere Geschichte werden soll, musst du den Leser etwas besser vorbereiten.
Ich als Ostdeutscher habe keine Ahnung wie es in Tirol zugeht, verstehst du?

Dass ein Mensch nicht von der Landwirtschaft leben kann und will, leuchtet mir nicht ein und auch die Krise im Elternhaus nicht. Seine Schul-und Lernfaulheit müsste noch stärker herausgearbeitet werden und dass er seine Eltern in der Krise, als 14-jähriger im Stich lässt?... darüber kann man sicher diskutieren.Smile

Passt nicht, eine harte Nacht im Stall verbracht zu haben um abzuhauen, weil nachts die Tiere auch schlafen oder ruhen und es da bestimmt kaum was zu tun gibt. Im ersten Teil müsste es heißen: Zeichnen und Malen zu lernen. Hier wird wohl substantiviert, nehme ich an. Und ein Fuchs schnürt durch das Unterholz.

Sonst eigentlich in Ordnung, bis auf Kleinigkeiten. Würde es noch mal durchsehen.

Hardy
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 14.12.2009 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hardy-Kern hat Folgendes geschrieben:
... Dass ein Mensch nicht von der Landwirtschaft leben kann und will, leuchtet mir nicht ein und auch die Krise im Elternhaus nicht ... ... Seine Schul-und Lernfaulheit müsste noch stärker herausgearbeitet werden und dass er seine Eltern in der Krise, als 14-jähriger im Stich lässt? ...


@Hardy: Für die Krise im Elternhaus kann er wohl nichts, die war halt da.
Die Eltern im Stich geklassen? Ja und nein. Vielleicht war es ja umgekehrt. Vielleicht hätten die Eltern ihm seine Träume lassen, ja sie fördern sollen.
Von Lernfaulheit lese ich da nichts. Eher davon, dass er lernen wollte und eben deswegen aus den angestammten Verhältnissen floh.
Von der Landwirtschaft kann man sicher leben und es ist ein ehrenwertes, wenn auch hartes Brot. Man muss es aber nicht wollen ...
Sicher nicht, wenn man eigentlich davon träumt, zu zeichnen und zu malen.

Wie auch immer: Es handelt sich hier um eine Autobiographie. Es wird also weniger darüber geschrieben, was richtig oder falsch gewesen wäre, sondern darüber, was tatsächlich geschehen ist.

LG Merlinor


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rabenrot
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BeitragVerfasst am: 14.12.2009 23:14    Titel: Flucht pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Hardy, habe durch Merlinor einen starken Schutzgeist. 'Razz'

Als ich deine Zeilen gelesen habe, dachte ich:
uppsa! Hardy hat mehr zwischen den Zeilen gelesen, als auf den Zeilen.

Aber auch dir danke ich für deine Mühe!

Gruß aus Potsdam, Eugen[/i]
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Hardy-Kern
Kopfloser

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BeitragVerfasst am: 15.12.2009 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Eugen und Merlin,
kann jetzt nicht verstehen wie ihr das meint. War eine ernsthafte gutgemeinte Kritik an einer Geschichte die ich ausbaufähiig finde, was Merlin oben ja selbst bestätigte. Natürlich muss ich in einer Geschichte zwischen den Zeilen lesen können sonst hat sie für mich keinen moralischen Wert.

Ich sehe es dann mal als Bericht an, was ja auch zum Genre gehört.
Merlin als Engel und Beschützer zu bezeichnen halte ich für sehr gewagt, stimmts Merlin? grr  lol

Hardy
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Aknaib
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BeitragVerfasst am: 15.12.2009 21:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Eugen,

dein Protagonist hat mich mitgenommen auf seine Flucht.
Das was andere bemängeln, das Fehlen von Gefühlen des Jungen hat mich nicht gestört. Ich habe es nicht einmal bemerkt.
Deine Bilder, die du vermittelst, wecken meine Phantasie. Ich kann fühlen, was der Junge denkt, ohne dass es in der Geschichte beschrieben wird. Ob es die gleichen Gefühle wären, die der Junge hatte, weiß ich natürlich nicht. Doch das ist nicht wichtig, wenn die Geschichte lebt.
So habe ich mir nicht die Fragen gestellt die Hobbes hatte.
Erst danach dachte ich: Naja, kann man auch so sehen.
Ich würde gern die Neufassung lesen, wissen wollen, ob mir die "Flucht" dann noch besser gefällt.

Liebe Grüße
Bianka


Hallo Hobbes
Hallo Merlinor,

ich bin überrascht.
Eine Geschichte, ob nun fiktiv oder autobiografisch, sollte generell in sich erklärbar und geschlossen sein. Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Kritik jetzt eine andere sein soll als vorher.

Hier meine Frage:
Wird eine als autobiografisch deklarierte Geschichte unter anderen Kriterien beurteilt?
Sorry, wenn es dazu im Forum eine Abhandlung gibt. Ich habe jedenfalls keine entdeckt.

Natürlich können auch andere auf meine Frage eingehen.

Liebe Grüße an alle
Bianka
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rabenrot
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Beiträge: 27



BeitragVerfasst am: 15.12.2009 22:41    Titel: Flucht pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Bianka,

dieses Feedback werde ich mir ausschneiden und an die Wand hängen. Ich danke Dir.'Shocked'

Gruß Eugen
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lupus
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BeitragVerfasst am: 16.12.2009 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo rabenrot.

hab deinen Text in den letzten Tagen ein paar MAl gelesen, weil mich die Kritik daran unsicher gemacht hat.

Aber: ich halte das für eine ausgezeichnete Passage, mit einige wunderbaren Bildern (v.a. der Weg vom Haus zum Bahnhof) Jeder, der schon einmal nächtens durch einen Wald marschiert ist könnte sich leicht darin wieder erkennen.

Der Beweggrund der Flucht ist ausreichend geklärt.

Mir scheint, du bist eher ein olfaktorischer Typ, der Düfte beschreibt, was eigentlich eher selten vorkommt. Möglicherweise könntest du versuchen, mehr Bilder zu zeichnen, die auf visuellen Eindrücken basieren .. aber das nur nebenbei.

ich für meinen Teil, war schon durch deinen Einstieg in der Geschichte drin und sie hat mich nicht mehr losgelassen, hab mit dem Jungen mitgelitten, in auf seiner Flucht begleitet.

Toll gemacht, mE
aufbau gut
Satzlängen gekonnt und passend variiert
Stil: es hat einen feinen Touch von bericht, nicht zu viel, nicht zu wenig

Analphabet ist tatsächlich mißverständlich, aber das is ja eh schon gegessen.
btw.: Bauern'sterben' insb. Nebenerwerbsbauern in den Alpen: ein tägliches Spiel, bes. in den Siebzigern (nix EU-Förderung wie heute)

einige Punkte sind mir aufgefallen:

im .... Rotwein --> in Reotwein
Lire, nicht viele ... --> viel

genug, um ... Süden zu kommen und ausreichend, um ... kommen
is a bisserl  .. naja .. patschert, künstlich ver'schönt', außerdem durch das 'und' mißverständlich (dann bräuchte er 40.000 Lire  Wink )
--> genug, um ...zu kommen oder über den Brenner in den Norden

morgens um halb vier .... in den frühen Morgen
morgens weglassen, weil doppelt gemoppelt, außerdem nicht ganz korrekt. Analog:
Am Sonntag --> diesen einen Sonntag
Sonntags --> jeden Sonntag

roch nach tauiger Wiese ... einfach schön

über den Kirchplatz der Kleinstadt vorbei ... woran vorbei?

verbreitete den Kaffeeduft ... den weglassen, weil ja kein spezieller Kaffeeduft.

also,
mir gefällt's

LGL

Edit: noch was, as mich irritiert

Du steigst mit dem PQP ein und machst dann im Imp. weiter, obwohl die Geschichte an sich vor dem Einstieg passiert. Ich hab das gefühl, dass es (Zeitenfolge) umgekehrt sein müßte:
Imp.
PQP (ein, zwei sätze) und im Imp. weiter

hab gesehen, dass es ein Fortsetzung gibt -- dazu später


_________________
lg Wolfgang

gott ist nicht tot noch nicht aber auf seinem rückzug vom schlachtfeld des krieges den er begonnen hat spielt er verbrannte erde mit meinem leben

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"Ich bin leicht zu verführen. Da muss nur ein fremder Mann herkommen, mir eine Eiskugel kaufen und schon liebe ich ihn, da bin ich recht naiv. " (c) by Hubi
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rabenrot
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BeitragVerfasst am: 19.12.2009 11:52    Titel: Flucht pdf-Datei Antworten mit Zitat

Shocked Hallo Lupus,

ich danke Dir sehr für diese ausführliche Kritik, dein Lob und die Korrekturen.
Entschuldige, dass ich erst jetzt antworte. Eine Grippe hat mich nieder gestreckt. Und während dieser Phase habe ich immer wieder deine Kritik gelesen.

Das mit dem Analphabeten funktioniert nicht. da habe ich es mir zu einfach gemacht. Ich muss ein Bild finden, das die Situation des Nichtschreiben Könnens beschreibt. Vielleicht ist der Legastheniker besser und auf deutsch.

Für alle weiteren Korrekturen hab dank.

Das mit den Zeitfolgen werde ich ausprobieren.

Ich bin mehr der visuelle, auditive Typ. Nur habe ich diesen Text geschrieben, als ich mal wieder "Das Parfüm" gelesen habe. Ich bin aber auch einwenig faziniert, wie man Düfte beschreiben kann und ich lese diese Sinnes Beschreibung kaum oder nur in Nebensätzen.

Lupus, ich wünsche dir frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Und nochmals: besten Dank.
Gruß Eugen
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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 20.12.2009 21:55    Titel: Antworten mit Zitat

Aknaib hat Folgendes geschrieben:

Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Kritik jetzt eine andere sein soll als vorher.

Hier meine Frage:
Wird eine als autobiografisch deklarierte Geschichte unter anderen Kriterien beurteilt?


Hallo Bianka,

nö, ich beurteile eine autobiografische Geschichte nicht nach anderen Kriterien. Ich hätte aber die Kritik anders formuliert, vorsichtiger. Und manche Punkte fallen einfach weg. Hm, oder auch nicht, wenn ich darüber nachdenke. Für mich passte zum Beispiel der Knecht gar nicht in die Zeit, in die ich die Geschichte beim Lesen gesteckt hatte. Wenn ich weiß, es ist autobiografisch, macht es allerdings keinen Sinn, das anzuzweifeln, es war ja tatsächlich so.

Liebe Grüße,
hobbes
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rabenrot
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BeitragVerfasst am: 21.12.2009 20:01    Titel: Flucht pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Hobbes,'Shocked'

ich muss sagen, dass ich das nicht verstehen kann. Geschmack ist eine Sache. Aber das Entscheiden ob Realität gut ist und Phantasie noch besser?
'Cool'
Ich denke in jedem Text stecken autobiographische Sequenzen drin. Und wenn es so einfach ist, werde ich ab jetzt bei harter Kritik immer sagen, dass es autobiographisch ist. 'Embarassed'

Gruß Eugen 'Idea'
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hobbes
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Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 22.12.2009 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, ich versuch's anders...

Nochmal zum Beispiel mit dem Knecht. Mir hat da das Hintergrundwissen gefehlt, ich hätte nicht gedacht, dass es zu der Zeit sowas noch gab bzw. dass man den "Beruf" tatsächlich noch so nennt.
(Ist das übrigens immer noch so? Ich hab bei dem Wort tiefstes Mittelalter vor Augen...)

Das Problem hab ich natürlich in jedem Fall, egal ob es autobiografisch ist oder nicht.

Im Fall von autobiografisch macht es aber keinen Sinn, wenn ich schreibe "Knechte passen nicht in die Zeit, in der die Geschichte spielt". Du weißt es ja besser (nehme ich doch mal an).
Wenn ich vor dem Lesen gewusst hätte, es ist autobiografisch, hätte ich beim Lesen eher in die Richtung gedacht: "Was, da gab es noch Knechte? Unglaublich...".

Dann hätte ich vielleicht eher nachgefragt, ob Du für nicht-Südtirol-Kenner wie mich das Außenrum noch ein bisschen deutlicher machen kannst, in welcher Zeit das spielt und sowas.

Liebe Grüße,
hobbes
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