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Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Allgemeines rund um die Schriftstellerei -> Profession Schriftsteller (Leid und Lust)
Ist Selfpublishing Massenproduktion von Billigware? Haben SP-Leser weniger Anspruch?

 
 
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Levo
Klammeraffe
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Beiträge: 590



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Beitrag04.10.2022 08:42

von Levo
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Die meisten erfolgreichen SPler schreiben, weil sie das Schreiben lieben und weil die Geschichten aus ihnen rauswollen. Die Leseprobe verrät, ob man Groschenromane vor sich hat (die gewollt einfach geschrieben sind) oder höheres Sprachniveau.
Wie bei Verlagslesern auch finden sich unter SP-Lesern Repräsentanten unterschiedlicher Zielgruppen. Ich denke, sie alle können treue Leser sein, wenn sie vom Produkt überzeugt sind.
Der 99ct-Markt ist der Eintritt, den beide Seiten zahlen. Mit der Zeit erfolgreiche SP-Autoren, die nicht Groschenroman schreiben, bieten ihre nächsten Bücher nicht einmal mehr zum Einstieg unter 3EUR an. Print entsprechend noch teurer.
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Dyrnberg
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 251
Wohnort: Wien


Beitrag04.10.2022 09:52

von Dyrnberg
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Nietzsche war übrigens Selfpublisher.

Man kann es also auch schaffen, als Selfpublisher das Image des "Groschenromanschreibers" abzulegen. Laughing


_________________
Ein Roadtrip durch die Philosophie: "Die Nacht der Fragen und der Morgen danach" (Roman)
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Melory
Geschlecht:weiblichWortedrechsler
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Beiträge: 83



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Beitrag04.10.2022 09:56

von Melory
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An alle diejenigen, die behaupten, man kann durchaus zwei, drei, vier Bücherim Jahr auf den Markt werfen, ohne dass die Qualität leidet, habe ich eine Bitte: Bitte nennt mir konkrete Namen von solchen Autoren. Ich werde mir die Bücher noch heute bestellen, sofern es sich um (Liebes)Romane handelt, und den Autoren eine Chance geben. Denn ich selbst habe in den letzten zehn/zwölf Jahren keinen einzigen Roman der Gegenwartsliteratur gelesen, der mich wirklich überzeugt hat. Das heißt nicht, dass es sie nicht gibt, ich habe natürlich nicht alles gelesen. Aber dann ist mir eben das ein oder andere entwischt.
Schreiben ist Kunst und der kreative Flow lässt sich niemals erzwingen, erst recht nicht von nine to five. Das kann mir einfach keiner erzählen. Natürlich kann man das machen, aber ist es qualitativ auch gut? Ich bezweifle es. Ich bin so oft die Rezensionen von Autoren durchgegangen, die viele Bücher im Jahr veröffentlichen, und sie alle haben eines gemeinsam: Die negativen Rezensionen lesen sich alle gleich. Keine Tiefe in der Geschichte, keine tiefgründigen Charaktere, seitenlange Beschreibungen, die nur dazu dienen, das Buch mit Seiten zu füllen. Bei einer Autorin, die jedes Jahr mindestens zwei Bücher veröffentlicht, stand auch: Ich habe das Gefühl, die Protagonistin ist immer, wirklich immer, dieselbe Person. Daran sieht man, dass solche Bücher in den meisten Fällen nur an der Oberfläche kratzen. Kann man damit Geld verdienen? Sicher. Ist es dann nicht auch Erfolg? Natürlich. Aber ist es qualitativ hochwertig? Ich bezweifle.
Die Tatsache, dass es Literaturpreise wie den Lit.nobelpreis oder den Pulitzer gibt, zeigt doch, dass Literatur sich sehr wohl in Qualität messen lässt. Und man muss keine literarischen Hochergüsse produzieren (die kein Mensch versteht), um solche Preise zu gewinnen. Bestes Beispiel: Hemingways der alte Mann und das Meer. Die Geschichte ist dermaßen von simpel, selbst ein fünfjähriges Kind versteht sie. Aber genau dafür hat er den Literaturnobelpreis gewonnen. Es geht nicht darum, was er schreibt, sondern wie er schreibt, und die Art, wie er schreibt, grenzt m.E. schon an einen Genie und Hochbegabung.
Also bitte noch einmal: hier sind viele, die behaupten, man könne mehrere Bücher im Jahr veröffentlichen, inklusive Qualität: Bitte nennt mir Beispiele. Ich werde sie mir noch heute bestellen. Aber bitte versprecht mir Folgendes:
1) Das Buch hat tiefgründige, gut ausgearbeitete Charaktere
2) Die Geschichte überzeugt mit Authentizität
3) Jedes Buch dieser Autoren hat vollkommen andere Figuren, die sich nicht ähneln
4) Es wird mit ordentliche Energie erzählt, nicht seitenlang langweilig beschrieben.
5) Am Ende lässt das Buch einen tief berührt und beeindruckt zurück. Am besten lässt es einen noch nach Tagen nicht los.

Ist das zu viel verlangt? Nein! Zahlteiche Beispiele dafür finden sich in der klassischen Literatur. Gerade aus der Epoche des Realismus. Einfache Geschichten, mitten aus dem Leben, aber die haben es in sich.
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Levo
Klammeraffe
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Beiträge: 590



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Beitrag04.10.2022 10:25

von Levo
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Was ist für Dich Authentizität? Was ist tiefe Berührung? Das ist so subjektiv, dass ein Tipp zum Scheitern verurteilt ist. Warum soll überhaupt jemand Dir gegenüber in Beweispflicht sein?

Mit Preisen könnte  man mich nicht beeindrucken, erst recht nicht zum Kauf überzeugen. Das müssen Stil und Story, gemessen an meiner subjektiven Meßlatte. Wenn jemand Stephen King oder Ernest Hemingway oder den xten Milliardärsroman nicht lesen mag, ist es doch OK. Aber derjenige muss den resp. Leser nicht herabwürdigen.
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Caliban
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 48
Beiträge: 173
Wohnort: Passau


Beitrag04.10.2022 10:33

von Caliban
Antworten mit Zitat

Levo hat Folgendes geschrieben:
Was ist für Dich Authentizität? Was ist tiefe Berührung? Das ist so subjektiv, dass ein Tipp zum Scheitern verurteilt ist. Warum soll überhaupt jemand Dir gegenüber in Beweispflicht sein?

Mit Preisen könnte  man mich nicht beeindrucken, erst recht nicht zum Kauf überzeugen. Das müssen Stil und Story, gemessen an meiner subjektiven Meßlatte. Wenn jemand Stephen King oder Ernest Hemingway oder den xten Milliardärsroman nicht lesen mag, ist es doch OK. Aber derjenige muss den resp. Leser nicht herabwürdigen.


Dito ...
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Sanny
Geschlecht:weiblichLeseratte
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Alter: 29
Beiträge: 175



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Beitrag04.10.2022 10:41

von Sanny
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Ich habe bisher leider nur schlechte Erfahrungen mit SP-Büchern gemacht. Seitdem bin ich sehr vorsichtig geworden. Obwohl alle Bücher ein Lektorat und Korrektorat hatten, fand ich viele Rechtschreib-, Grammatik- und Logikfehler im Text und sie waren nicht annähernd so innovativ wie erwartet. Der Schreibstil lässt meistens auch zu wünschen übrig.
Bisher hatte ich den Eindruck, dass SP-Autor:innen, die vom Schreiben leben, besonders gründlich in der Klischee-Kiste kramen - klar, sie müssen schreiben, was sich gut verkauft, und solche Bücher nach dem Fließbandprinzip raushauen, um ihre Reichweite nicht zu verlieren.
So entstehen dann die immer gleichen Charaktere, die nach den immer gleichen Tropes interagieren. Tiefe? Originalität? Fehlanzeige.

Dafür brillieren manche dieser Autor:innen im Marketing. Lassen wunderschöne Illustrationen erstellen, ein Bombencover gestalten, schreiben einen neugierig machenden Klappentext, posten herzzerreißende Schnipsel auf Instagram und teilen Rezensionen, die das Buch bis zum Himmel loben.
Und am Ende sitzt man da und denkt sich: Was habe ich da gekauft?

Übrigens bin ich auch oft von Verlagsbüchern enttäuscht worden, so ist es nicht. Es gibt ein paar Verlage, bei denen das Lektorat praktisch nicht vorhanden zu sein scheint, und da werde ich mir in Zukunft zweimal überlegen, ob ich ein Buch von ihnen kaufe.
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Melory
Geschlecht:weiblichWortedrechsler
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Beiträge: 83



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Beitrag04.10.2022 10:53

von Melory
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Ich gebe Sanny vollkommen recht. Auch ich unterscheide hier nicht zwischen Verlag und SP.

@Levo: Genau das habe ich befürchtet. Du musst Hemingway weder mögen noch lesen. Du musst auch von den Literaturpreisen nicht überzeugt sein. Aber Faktoren wie "Authentizität, tiefgreifende Charaktere, tiefgründige Recherchen" sind objektiv sehr wohl messbar, und bitte erzähle mir nicht, dass das alles ja rein subjektiv ist. Das ist es nicht, und genau das ist das, was die meisten Leser in den negativen Rezensionen bei Autoren bemängeln, die mehrere Bücher im Jahr veröffentlichen. Auch ich bin dir gegenüber an dieser Stelle nicht in der  Beweispflicht.

Warum gibst du mir nicht einfach ein paar konkrete Beispiele, die deine Behauptung untermauern?
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Caliban
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Wohnort: Passau


Beitrag04.10.2022 10:59

von Caliban
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Ich kann nur SPler nennen, die sehr gut und schon lange vom Schreiben leben können. Ob diese Romane jemandem gefallen oder nicht, kann ich natürlich nicht garantieren. Dan Brown oder Stephen King haben auch zig schlechte Rezensionen oder Bewertungen erhalten. Ist halt so, weil man es nicht jedem recht machen kann. Und ist auch egal, solange es genug Leser gibt, denen es eben doch gefällt.

Romance: Poppy J. Anderson, Lotti Tomke, Nancy Salchow, C.R. Scott, Karin Koenicke, Mia Kinglsey etc. ...

Hard-SF / SF-Thriller: Brandon Q. Morris, Joshua Tree, Thariot, Phillip P. Peterson ...

Fantasy: Sam Feuerbach, Mira Valentin, Greg Walters ...

Historischer Roman (WW2): Iris Krumbiegel

Thriller: Catherine Shepherd, Marcus Hünnebeck ...

Gibt sicher noch mehr Beispiele.
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lia88
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Beitrag04.10.2022 10:59

von lia88
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@Melory: Viele Jugendbuchautoren haben nen sehr hohen Output. ZB Enid Blyton, aber es gibt viele mehr. Kannst ja selbst mal googeln.
Meinst du sowas? Oder was genau?


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Melory
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Beiträge: 83



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Beitrag04.10.2022 11:01

von Melory
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Ich kann dir gerne ein Beispiel für authentische Werke nennen: Die Werke von Simon Beckett, die David Hunter Reihe.
Ich selbst lese kaum Thriller, aber dieser Autor hat mit David Hunter eine Figur kreiert, die dermaßen authentisch ist, was die forensische Anthropologe anbelangt, dass man niemals glauben würde, der Autor selbst sei kein Forensiker. Ich weiß auch, dass er für seine Recherchen sogar eine Zeit lang auf der Body Farm in Tennessee  recherchiert hat.  Hier verschmilzt die Realität komplett mit der Fiktion. Und hey, was für ein Wunder, Beckett veröffentlicht eher selten. Diese Art von Recherchen erfordern nun einmal viel Aufwand und Energie, und genau das macht auch Qualität aus, die durchaus objektiv messerbar ist. Niemals könnte ein Simon Beckett mehrere Bücher im Jahr veröffentlichen.
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Caliban
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Beitrag04.10.2022 11:07

von Caliban
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Melory hat Folgendes geschrieben:
Ich kann dir gerne ein Beispiel für authentische Werke nennen: Die Werke von Simon Beckett, die David Hunter Reihe.
Ich selbst lese kaum Thriller, aber dieser Autor hat mit David Hunter eine Figur kreiert, die dermaßen authentisch ist, was die forensische Anthropologe anbelangt, dass man niemals glauben würde, der Autor selbst sei kein Forensiker. Ich weiß auch, dass er für seine Recherchen sogar eine Zeit lang auf der Body Farm in Tennessee  recherchiert hat.  Hier verschmilzt die Realität komplett mit der Fiktion. Und hey, was für ein Wunder, Beckett veröffentlicht eher selten. Diese Art von Recherchen erfordern nun einmal viel Aufwand und Energie, und genau das macht auch Qualität aus, die durchaus objektiv messerbar ist. Niemals könnte ein Simon Beckett mehrere Bücher im Jahr veröffentlichen.


Das ist dann nur toll für Leser, die auf realistische Forensik etc. Wert legen. Gibt aber auch genug, denen das zu langweilig und damit zu viel ist. Ich hab mal den Roman zum Film Shooter gelesen. Am Anfang fast zwanzig Seiten über Füllmengen diverser Projektile plus ballistische Kurven etc. hab ich alles überblättert. Mag bei Amerikanern mit zig Knarren zuhause anders sein, die finden das bestimmt toll. Mich hat's nur gelangweilt. Am Ende ist alles subjektiv.
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Maunzilla
Reißwolf


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Beitrag04.10.2022 11:10

von Maunzilla
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Es hat niemand behauptet, daß alle Bücher von Selfpublishern schlechte Massenware und untalentiertes Geschreibsel von Teenagern wären, aber der Anteil derselben ist weit höher als bei jenen aus Verlagen, weil letztere eben sich die besten Manuskripte aussuchen, während erstere einfach alles ungeprüft auf den Markt werfen können. Und nicht selten eben ganz viele Manuskripte, die von Verlagen zu recht zurückgewiesen wurden, im SP landen.
SP ist der große Komposthaufen, der gewaltig stinkt, aber auf dem ab und zu auch eine edle Blume gedeiht. Wink

Um auf die Eingangsfrage zu rückzukommen: "Haben SP-Leser weniger Anspruch?"
Wer nur 99 Ct. für einen Roman auszugeben bereit ist, hat natürlich nicht denselben Anspruch, wie jemand, der 8 € für ein E-Buch oder 29 € für ein Hardcover hinblättert.
Bei McDonald's erwartet man auch nicht dieselbe Qualität wie in einem Restaurant mit drei Michelin-Sternen, wo das Essen zwanzigmal so viel kostet.


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Sanny
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Beitrag04.10.2022 11:26

von Sanny
Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Es hat niemand behauptet, daß alle Bücher von Selfpublishern schlechte Massenware und untalentiertes Geschreibsel von Teenagern wären, aber der Anteil derselben ist weit höher als bei jenen aus Verlagen, weil letztere eben sich die besten Manuskripte aussuchen, während erstere einfach alles ungeprüft auf den Markt werfen können. Und nicht selten eben ganz viele Manuskripte, die von Verlagen zu recht zurückgewiesen wurden, im SP landen.
SP ist der große Komposthaufen, der gewaltig stinkt, aber auf dem ab und zu auch eine edle Blume gedeiht. Wink


Ich stimme zu, das ist leider Fakt. Bei SP gibt es keine Türsteher und ich bin mir auch sicher, dass die meisten SP-Autor:innen sofort zu einem Verlag gehen würden, wenn sie die Möglichkeit hätten.
Auf Amazon-Rezensionen kann man sich eh nicht verlassen (viele Fakes/Gefälligkeiten), die Leseprobe ist oft gepimpt, während der Rest hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Das macht es für Leser:innen schwer, die wenigen Perlen aus der Masse an Büchern herauszufischen.
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Caliban
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Beitrag04.10.2022 11:39

von Caliban
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Sanny hat Folgendes geschrieben:
ich bin mir auch sicher, dass die meisten SP-Autor:innen sofort zu einem Verlag gehen würden, wenn sie die Möglichkeit hätten.


Ganz sicher nicht. Einige der oben von mir angeführten Beispiele haben bereits bei Verlagen veröffentlicht, nachdem diese nach den SP-Erfolgen auf sie zugekommen sind, bleiben ihrem SP-Dasein aber trotzdem treu, weil sie dort mehr Geld verdienen können und die volle Kontrolle behalten.
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Dyrnberg
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Beitrag04.10.2022 11:54

von Dyrnberg
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Caliban hat Folgendes geschrieben:
Sanny hat Folgendes geschrieben:
ich bin mir auch sicher, dass die meisten SP-Autor:innen sofort zu einem Verlag gehen würden, wenn sie die Möglichkeit hätten.


Ganz sicher nicht. Einige der oben von mir angeführten Beispiele haben bereits bei Verlagen veröffentlicht, nachdem diese nach den SP-Erfolgen auf sie zugekommen sind, bleiben ihrem SP-Dasein aber trotzdem treu, weil sie dort mehr Geld verdienen können und die volle Kontrolle behalten.


Aber der These, dass die meisten SP-Autoren und Autorinnen lieber bei einem Verlag wären, stimmst Du schon zu, oder? (Wie oft liest man hier im Forum beispielsweise den Gedanken, dass alle Agenturen und Verlage abgesagt haben und man nun an SP denkt? Oft.)

Die von Dir genannten sind ja die Speerspitze des Erfolgs. Ein Phillip P. Peterson würde natürlich bei jedem Verlag mit Handkuss genommen werden (bzw. vielleicht publiziert er mittlerweile eh bei einem Verlag, keine Ahnung), aber das ist doch nicht "der durchschnittliche SP-Autor", oder? Ich denke bei durchschnittlichem SP-Autor eher an Masterarbeiten, Lokalkrimis und Romanzen, die keinen Verlag fanden und ganz besonders an Autobiographien, die man für seine Familienmitglieder schreibt. Daran ist freilich nichts ehrrührig, aber derartige Bücher dürften doch den großen, großen Teil von SP ausmachen - und nicht Erfolgsgeschichten wie jene von Peterson.

Ich meine das alles nicht als Kritik an SP. Ich habe selbst SP "betrieben" obwohl ich ein Angebot von einem Verlag hatte. Und würde es ohne zu zögern wieder tun. In manchen Fällen erscheint mir das die weit bessere Option - aber solche Fälle bleiben in meinem Verständnis die Ausnahme.


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lia88
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Beitrag04.10.2022 12:08

von lia88
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Ich hab das Gefühl, dass hier Äpfel und Birnen miteinander verglichen werden.
Ich persönlich will Geschichten schreiben, die Charme und/oder Humor haben und den Leser gut unterhalten. Und ich glaube, dass es möglich ist, solche Geschichten (mit etwas Routine) in 3 Monaten Vollzeit hinzubekommen. 70.000 Wörter, Zielgruppe Jugendliche.
Ich hab nicht vor, irgendwas extrem recherchelastiges oder hohe Literatur zu schreiben.
Nur, weil man viel Zeit in ein Buch steckt, heißt auch nicht automatisch, dass es GUT wird.
Manchmal geht auch sowas daneben. Und jemand, der 4 Bücher im Jahr schreibt, kann trotzdem welche mit Tiefgang dabei haben. Vll nicht jedes. Wenn man nen hohen Output hat, probiert man denk ich auch viel und merkt erst hinterher, was davon funktioniert hat.

Das ist aber unabhängig von SP.
Bei SP kann man ja selbst entscheiden, was man schreibt und wie viel man reinsteckt. Ich mag aber selbst auch nicht so gern Bücher lesen, die pro Seite 5 Rechtschreibfehler enthalten. Wobei ich, wenn ich SP machen würde, beim ersten Buch wohl auch erst mal kein Lektorat bezahlen wollen würde - um erst mal den Markt kennen zu lernen. Irgendwo ist es schon klar, dass der schlechte Ruf von SP daher kommt, dass an Ausgaben gespart wird. Aber was will man machen? Irgendwie muss man sich ja rantasten. Im schlimmsten Fall lernt man was draus.


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Caliban
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Beitrag04.10.2022 12:17

von Caliban
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Dyrnberg hat Folgendes geschrieben:


Aber der These, dass die meisten SP-Autoren und Autorinnen lieber bei einem Verlag wären, stimmst Du schon zu, oder? (Wie oft liest man hier im Forum beispielsweise den Gedanken, dass alle Agenturen und Verlage abgesagt haben und man nun an SP denkt? Oft.)

Die von Dir genannten sind ja die Speerspitze des Erfolgs. Ein Phillip P. Peterson würde natürlich bei jedem Verlag mit Handkuss genommen werden (bzw. vielleicht publiziert er mittlerweile eh bei einem Verlag, keine Ahnung), aber das ist doch nicht "der durchschnittliche SP-Autor", oder? Ich denke bei durchschnittlichem SP-Autor eher an Masterarbeiten, Lokalkrimis und Romanzen, die keinen Verlag fanden und ganz besonders an Autobiographien, die man für seine Familienmitglieder schreibt. Daran ist freilich nichts ehrrührig, aber derartige Bücher dürften doch den großen, großen Teil von SP ausmachen - und nicht Erfolgsgeschichten wie jene von Peterson.

Ich meine das alles nicht als Kritik an SP. Ich habe selbst SP "betrieben" obwohl ich ein Angebot von einem Verlag hatte. Und würde es ohne zu zögern wieder tun. In manchen Fällen erscheint mir das die weit bessere Option - aber solche Fälle bleiben in meinem Verständnis die Ausnahme.


Also ich hab nie daran gedacht, unbedingt einen Verlag finden zu müssen, weil's ohne auch funktioniert hat. Sollte mal einer auf mich zukommen, klar, warum nicht. Wenn ich irgendwann bei meiner Wunschagentur unterkommen sollte, auch gerne. Aber ich muss nicht ums Verrecken bei einem Verlag unterkommen. Schon gar nicht bei Kleinverlagen etc., die mir ja im Grunde auch nichts bringen.

Dass die meisten SP-Autoren zu Verlagen wollen, würde ich so auch nicht unterschreiben, weil es eben genug andere gibt, die könnten aber nicht wollen.

Und dass im SP ganz viele unterwegs sind, bei denen es nie was werden wird, ist auch klar. Hab ich ja oben schon geschrieben. Andersrum gesagt, dürften aber Autoren, die schon im SP keine positiven Rückmeldungen von Lesern bekommen, bei Verlagen oder Agenturen überhaupt keine Chancen haben, weil man aus schlechten Geschichten mal eben mit ein bisschen Lektorat keine guten machen kann. Die Mehrheit kann die eigenen Texte diesbezüglich aber nicht einschätzen.

Und natürlich hab ich nur erfolgreiche SPler genannt. Würd ja keinen Sinn machen, schlechte als Beispiele zu nehmen. Smile
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nebenfluss
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Beitrag04.10.2022 13:14
Re: Ist Selfpublishing Massenproduktion von Billigware? Haben SP-Leser weniger Anspruch?
von nebenfluss
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Wohlstandskrankheit hat Folgendes geschrieben:

Wenn ich mir die SP-Autoren auf ihren Webseiten und Amazon anschaue, scheint sich fast alles innerhalb der 2-3 bestverkäuflichen Genres zu bewegen, vor allem Romance.

https://www.splendid-research.com/de/statistiken/umfrage-krimi-thriller-genre-beliebtheit
(auch wenn die Zahlen bereits von 2017 sind)


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fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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Caliban
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Beitrag04.10.2022 13:29
Re: Ist Selfpublishing Massenproduktion von Billigware? Haben SP-Leser weniger Anspruch?
von Caliban
Antworten mit Zitat

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:
Wohlstandskrankheit hat Folgendes geschrieben:

Wenn ich mir die SP-Autoren auf ihren Webseiten und Amazon anschaue, scheint sich fast alles innerhalb der 2-3 bestverkäuflichen Genres zu bewegen, vor allem Romance.

https://www.splendid-research.com/de/statistiken/umfrage-krimi-thriller-genre-beliebtheit
(auch wenn die Zahlen bereits von 2017 sind)


Deshalb versuche ich auch im Moment, im Genre Krimi / Thriller Fuß zu fassen. Mal sehn, ob es was wird Confused
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Taranisa
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Beitrag06.10.2022 12:47

von Taranisa
Antworten mit Zitat

lia88 hat Folgendes geschrieben:
Bei SP kann man ja selbst entscheiden, was man schreibt und wie viel man reinsteckt. Ich mag aber selbst auch nicht so gern Bücher lesen, die pro Seite 5 Rechtschreibfehler enthalten. Wobei ich, wenn ich SP machen würde, beim ersten Buch wohl auch erst mal kein Lektorat bezahlen wollen würde - um erst mal den Markt kennen zu lernen. Irgendwo ist es schon klar, dass der schlechte Ruf von SP daher kommt, dass an Ausgaben gespart wird. Aber was will man machen? Irgendwie muss man sich ja rantasten. Im schlimmsten Fall lernt man was draus.

Das auf-dem-Markt-Herantasten sehe ich kritisch. Wenn ich etwas lese, das mir aus welchen Gründen auch immer nicht gefällt, kaufe ich nie wieder etwas von der Autorin / dem Autor, da ich davon ausgehen kann, dass mir weitere Werke der Person ebenfalls nicht zusagen. Und nach einem Flop (ständig?) unter neuem Namen veröffentlichen?
Dann lieber zuerst (z.B. hier) das Handwerk richtig lernen und sich (z.B. in AGs) Rückmeldungen geben lassen. Allen kann man es nicht Recht machen, aber auch für sich selbst das aktuell Beste aus der Geschichte herausholen.


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Henkersweib, Burgenwelt Verlag, ET 12/18
Die Ehre des Henkersweibs, Burgenwelt Verlag, ET 12/20
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Maunzilla
Reißwolf


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Beitrag06.10.2022 13:10

von Maunzilla
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Taranisa hat Folgendes geschrieben:
[ Wenn ich etwas lese, das mir aus welchen Gründen auch immer nicht gefällt, kaufe ich nie wieder etwas von der Autorin / dem Autor, da ich davon ausgehen kann, dass mir weitere Werke der Person ebenfalls nicht zusagen.


Das scheint mir eine etwas zu rigide Anschauung zu sein, denn selbst Titanen wie Goethe oder Shakespeare haben nicht durchwegs auf dem selben hohen Niveau geschrieben. Gerade Autoren, die künstlerische Ansprüche haben, versuchen sich stets an neuen Stoffen, Themen, Formen und Genres, und schreiben nicht 50 Bücher nach dem selben Schema F. Mithin können nie alle Bücher dem selben Leser gefallen.
Beruht das Mißfallen hingegen auf mangelnder Beherrschung der Rechtscheibung und Grammatik, dem Fehlen von Ausdruckskraft und allgemein schlechtem sprachlichem Niveau, dann mag ich dir zustimmen, daß die restlichen Bücher auch nicht unbedingt ersprießlicher zu Lesen sein werden.


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lia88
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Beiträge: 330
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Beitrag06.10.2022 13:43

von lia88
Antworten mit Zitat

Taranisa hat Folgendes geschrieben:
lia88 hat Folgendes geschrieben:
Bei SP kann man ja selbst entscheiden, was man schreibt und wie viel man reinsteckt. Ich mag aber selbst auch nicht so gern Bücher lesen, die pro Seite 5 Rechtschreibfehler enthalten. Wobei ich, wenn ich SP machen würde, beim ersten Buch wohl auch erst mal kein Lektorat bezahlen wollen würde - um erst mal den Markt kennen zu lernen. Irgendwo ist es schon klar, dass der schlechte Ruf von SP daher kommt, dass an Ausgaben gespart wird. Aber was will man machen? Irgendwie muss man sich ja rantasten. Im schlimmsten Fall lernt man was draus.

Das auf-dem-Markt-Herantasten sehe ich kritisch. Wenn ich etwas lese, das mir aus welchen Gründen auch immer nicht gefällt, kaufe ich nie wieder etwas von der Autorin / dem Autor, da ich davon ausgehen kann, dass mir weitere Werke der Person ebenfalls nicht zusagen. Und nach einem Flop (ständig?) unter neuem Namen veröffentlichen?
Dann lieber zuerst (z.B. hier) das Handwerk richtig lernen und sich (z.B. in AGs) Rückmeldungen geben lassen. Allen kann man es nicht Recht machen, aber auch für sich selbst das aktuell Beste aus der Geschichte herausholen.


Ich denke mal, wenn mein erstes Buch floppt, wirds fast niemand mitbekommen, weil es sich dann unter 100 Mal verkaufen wird wink
Man könnte es dann evtl auch einfach offline setzen (?).

Ich stimme dir aber zu, dass man das für sich bestmögliche rausholen sollte und es prinzipiell Sinn macht, erst mal das Schreibhandwerk und die Grundlagen übers Plotten zu lernen, ehe man irgendwas auf Amazon stellt wink

Ich find die AGs hier im Forum auch ne tolle Möglichkeit, dazu zu lernen und kanns ebenfalls sehr empfehlen.

Ich persönlich möchte das aber nicht für immer machen, sondern eben besonders bei meinem aktuellen Buch - durch ne AG lernt man ja auch Dinge, die man für Folgeprojekte wiederverwenden kann.
Danach muss ich sehen, ob mein eines (unaufwändigeres) Buch aufm SP-Markt ankommt, ob das andere (aufwändigere) Buch von ner Agentur genommen wird oder das dritte Buch im Bunde am Ende beim Rowohlt-Wettbewerb gewinnt. Wenn alles nichts wird, such ich mir vermutlich ein neues Hobby Razz Hat sich irgendwie so ergeben, dass aktuell noch kein Buch von mir fertig ist, aber bis März 23 wohl gleich drei fertig werden smile

Wenn auch nur eines davon was wird, werd ich vermutlich (um den Schreiboutput zu erhöhen) nur noch Gesamtmanuskript-Leser suchen, die nur den letzten Korrekturdurchlauf mit mir machen, statt dass ich wie gehabt kapitelweise alles in eine AG stelle.
Mir ist ein hoher Schreibtoutput eigtl sehr wichtig, da ich mich dann am stärksten in die Geschichte hineinvertiefen kann.
Trotzdem seh ich aktuell halt auch die Vorteile einer AG und bin froh, dass ich meine AG hab smile


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