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Wie realistisch ist es eine Agentur zu finden

 
 
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tintenteufelchen
Wortedrechsler
T


Beiträge: 56



T
Beitrag30.09.2022 20:03

von tintenteufelchen
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Absolut! Das ist mir auch aufgefallen love
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Sanny
Geschlecht:weiblichLeseratte
S

Alter: 29
Beiträge: 177



S
Beitrag30.09.2022 21:18

von Sanny
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Oh, dann sind die Gewinner beim Phantastikwettbewerb schon draußen. Danke, ich hab jetzt auch gleich nachgesehen.
Heftig, dass sie mit 80 Beiträgen gerechnet und 538 bekommen haben :O
Auch interessant, dass sie die Qualität so gelobt haben. Es zeigt, wie stark die Konkurrenz zurzeit ist. Das macht es natürlich nicht leichter, eine Agentur im Fantasy-Bereich zu finden.
Ich würde es trotzdem immer versuchen, bevor man sich an Kleinverlage wendet oder über SP nachdenkt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt smile
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1942



Beitrag01.10.2022 00:39

von Maunzilla
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tintenteufelchen hat Folgendes geschrieben:
Was sagt denn ihr dazu, dass beim Phantastik-Wettbewerb von Keil und Keil nicht wie anvisiert zwei, sondern vier Agenturverträge vergeben wurden?


Das klingt so, als würden die etwas verschenken. Ich nehme nicht an, daß sie die Gewinner gratis vertreten. Rolling Eyes
Die lassen sich ihre Dienste bezahlen und haben dementsprechend ein Interesse daran, möglichst viele Kunden zu gewinnen. Die könnten auch zehn oder 50 Autoren unter Vertrag nehmen, wenn sie wollten, oder auch Leute, die gar nicht an dem Wettbewerb teilgenommen haben. Ganz wie es ihnen beliebt.

Da ich schwer davon ausgehe, daß sie nicht nur vier Autoren pro Jahr aufnehmen, ist dieser Wettbewerb völlig irrelevant. Denn das bedeutet, daß man auch außerhalb desselben genau so gut die Möglichkeit hat, mit denen ins Geschäft zu kommen.
Das wäre so, als würde ein Frisör einen Wettbewerb ausschreiben, bei dem man die Chance gewinnt, sich die Haare schneiden zu lassen, anstatt einfach so vorbeizuschauen. Sich kaputt lachen


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zauberdepp
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 24
Beiträge: 21



Beitrag19.10.2022 16:12
Re: Wie realistisch ist es eine Agentur zu finden
von zauberdepp
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Dyrnberg hat Folgendes geschrieben:
Wieso sollte es in diesem Genre schwerer sein als in anderen Genres? Ich nehme es fast gegenteilig wahr: Fantasy als Genre ist "in".


Vielleicht ist deine Wahrnehmung durch die gesamte Medienlandschaft da aber ein bisschen gefärbt. Auf anderen Kanälen ist Fantasy sicher sehr angesagt; "Dream" auf Netflix, "House of the Dragon" auf Sky (?) und "Die Ringe der Macht" fallen mir da als aktuelle Beispiele für Serien ein. Auch in der Videospielbranche ist das Genre meinem Erleben nach ein regelrechter Dauerbrenner.

Aber in der Literaturindustrie? Hm. Ich versuche selbst gerade, einen Fantasyroman an die Frau oder den Mann zu kriegen und höre von vielen Seiten, dass es tatsächlich schwer ist, auf dem Wege einen Fuß in die Tür zu bekommen. Meine These lautet, dass der Großteil der Werke Übersetzungen insbesondere aus dem englischsprachigen Raum sind, die außerhalb Deutschlands bereits eine breitere Fanbase generieren konnten. Bei uns scheint die Leserschaft für Fantasy einfach eine zu kleine Zielgruppe darzustellen, als dass man als unbekannter Schriftsteller*in eine Veröffentlichung locker aus dem Ärmel schütteln könnte.

Natürlich geht es nicht nicht. Es scheint aber wirklich mit einigen zusätzlichen Hürden verbunden zu sein, die man gerade als Debütautor*in nehmen muss.


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realo
Wortedrechsler


Beiträge: 99



Beitrag20.10.2022 09:57

von realo
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Fantasy ist 'in'. Es wird geschrieben, noch und nöcher. In den Verlagen stapeln sich die Fantasy-Manuskripte, und genau deshalb ist es schwer herauszukommen. Die Flucht aus der Realität in die Fantasy hat mal wieder Hochkonjunktion, wie schon so oft in Krisenzeiten.
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WSK
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 32
Beiträge: 1084
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Beitrag20.10.2022 10:06

von WSK
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Es ist doch ganz einfach: Die Zielgruppe bei den Lesern für Fantasy ist eher klein. Bei den Autoren allerdings ist Fantasy das mit Abstand beliebteste Genre. Beides macht das Veröffentlichen im Vergleich zu anderen Genres schwieriger: Überdurchschnittliches Angebot bei unterdurchschnittlicher Nachfrage.

Ich wundere mich immer, warum man im DSFo so selten Liebesroman-AGs findet. Auch Thriller und Krimi schreiben offenbar vergleichsweise wenige. Beides sind aber die Genres, die die Buchhandlungen füllen. Und bei Sachbüchern ist es ja noch krasser - sehr beliebt bei den Lesern, aber kaum einer will sie schreiben. Kann mich nicht erinnern, mal einen Sachbuch-Text im Einstand oder der Werkstatt gelesen zu haben. Deswegen hat man bei Sachbüchern wohl auch statistisch die größten Chancen auf Veröffentlichung.
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realo
Wortedrechsler


Beiträge: 99



Beitrag20.10.2022 10:34

von realo
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Ganz so krass sieht es in der Landschaft hoffentlich nicht aus, es werden auch gute Sachbücher geschrieben, nur eben nicht am Fließband.
Das mit der Fantasy ist ein Massenphänomen, weil jeder, der in der Schule mal Schreiben gelernt hat und aufgrund der Umstände Schlafstörungen hat, die Zeit nutzt und sich schreibend in tolle Welten denkt. Es ist wie Träumen im Wachzustand und das macht jedem Spaß, der eine Tastatur bedienen kann, früher hat man gesagt einen Stift halten kann. So entstehen viele Fantasy Texte in der breiten Bevölkerung als Alternative zur Realität. Jedoch die Texte von Schriftstellern, wie sie meist im Buchladen zu finden sind, gehen durch alle Genres in guter Qualität. Ich kenne persönlich einige Leute, die Fantasy schreiben in ihren schlaflosen Nächten, jedoch ihre Chance in den Buchladen zu kommen ist sehr gering.
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WSK
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Beitrag20.10.2022 10:47

von WSK
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Ein Grund könnte auch sein, dass der typische Fantasy-Nerd, eigenbrötlerisch veranlagt, eher selbst zur Tastatur greift. Während der Normalo, der Liebesromane und Krimis mag, sich lieber dem Reallife widmet, statt einem einsamen Schreibhobby nachzugehen. ^^
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realo
Wortedrechsler


Beiträge: 99



Beitrag20.10.2022 10:52

von realo
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Kreative Geschichten ausdenken ist schon bessere Qualität, als sie zu konsumieren, was das Selbermachen angeht. Nur ich fürchte, die vielen Fantasy-Texte entstehen als geistige Flucht aus der Realität und das von jedermann, nicht nur von Schriftstellern.
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Tetz
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Alter: 42
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Beitrag20.10.2022 11:31

von Tetz
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Wohlstandskrankheit hat Folgendes geschrieben:
Ein Grund könnte auch sein, dass der typische Fantasy-Nerd, eigenbrötlerisch veranlagt, eher selbst zur Tastatur greift. Während der Normalo, der Liebesromane und Krimis mag, sich lieber dem Reallife widmet, statt einem einsamen Schreibhobby nachzugehen. ^^


*hust* Ich fühle mich ertappt...


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Willebroer
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Beitrag20.10.2022 11:40

von Willebroer
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realo hat Folgendes geschrieben:
Kreative Geschichten ausdenken ist schon bessere Qualität, als sie zu konsumieren, was das Selbermachen angeht. Nur ich fürchte, die vielen Fantasy-Texte entstehen als geistige Flucht aus der Realität und das von jedermann, nicht nur von Schriftstellern.


Wenn einer was gegen Flucht hat, dann vor allem der Gefängniswärter.
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Sanny
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Beiträge: 177



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Beitrag20.10.2022 11:54

von Sanny
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Oh, es gibt bestimmt genug Leser für Fantasy. In irgendeiner Umfrage (müsste jetzt den Link suchen) reihte sich Fantasy sogar über dem Liebesroman ein, nur um ein oder zwei Prozent zwar, aber trotzdem beachtlich. Gerade junge Erwachsene greifen tendenziell zu Romantasy oder New Adult Liebesromanen, oft zu beidem.

Das eigentliche Problem ist, dass es zu viele Autoren für Fantasy gibt. Das sieht man in jeder Schreibgruppe. Wenn man bedenkt, dass die Verlage neben der Flut an Fantasy-Nachwuchsschreibern, die auf den Markt drängt, auch Hausautoren für dieselben Programmplätze haben, wird das Nadelöhr natürlich immer enger.
Das bedeutet: Ein Fantasy-Debüt muss qualitativ noch mehr herausstechen, um die Konkurrenz abzuhängen. Deswegen gilt Fantasy unter den Agenturen auch als schwer vermittelbar.
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Taranisa
Geschlecht:weiblichExposéadler

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Beitrag20.10.2022 12:07

von Taranisa
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realo hat Folgendes geschrieben:
Kreative Geschichten ausdenken ist schon bessere Qualität, als sie zu konsumieren, was das Selbermachen angeht. Nur ich fürchte, die vielen Fantasy-Texte entstehen als geistige Flucht aus der Realität und das von jedermann, nicht nur von Schriftstellern.

Bitte nicht pauschalisieren. Gewiss schreibt ein (wie auch immer großer/kleiner) Teil "einfach fröhlich vor sich hin", ohne Konzept, ohne sich groß Gedanken zu machen. Wer jedoch wirklich gute Texte abliefern will, sollte sich -neben dem Schreibhandwerk- u.a. mit der dargestellten Welt, auch deren Politik, beschäftigen, und ebenfalls mit den Charakteren selbst. Will ich glaubwürdige Charaktere erschaffen, muss ich mich mit den Facetten des Menschseins, den unterschiedlichen Erfahrungen auseinandersetzen. Das hat für mich mit einem genauen Hinsehen zu tun, nicht mit Realitätsflucht.


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Henkersweib, Burgenwelt Verlag, ET 12/18
Die Ehre des Henkersweibs, Burgenwelt Verlag, ET 12/20
Spielweib, Burgenwelt Verlag, ET 12/21
Das Gegengift des Henkersweibs, Burgenwelt Verlag, ET 11/22
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WSK
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Beitrag20.10.2022 12:27

von WSK
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Sanny hat Folgendes geschrieben:
In irgendeiner Umfrage (müsste jetzt den Link suchen) reihte sich Fantasy sogar über dem Liebesroman ein, nur um ein oder zwei Prozent zwar, aber trotzdem beachtlich.

Die Umfrage hab ich auch gesehen und sie war ziemlicher Schwachsinn. Nach Liebesroman kam dann schon irgendein wüstes Nischengenre. Das entspricht definitiv nicht der Realität. Ein Blick in die Buchläden reicht doch, um die Verteilung anzuzeigen. Fantasy ist i.d.R. irgendwo hinten in einer düsteren Ecke versteckt, mit nur zwei oder drei Regalen, während Liebesromane, Sachbücher und Thriller den ganzen vorderen Bereich und die Tische dominieren. Sicher nicht, weil die Buchhändler Fantasyfeinde sind, sondern weil sie den maximalen Profit aus ihrem Laden rausholen wollen, bevor sie wegen Amazon pleitegehen. Die paar Fantasyfans machen nur einen kleinen Teil des Umsatzes aus und können daher ruhig nach dem Regal suchen, solange die Masse schnell das findet, was sie lesen will.
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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1942



Beitrag20.10.2022 13:05

von Maunzilla
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Schaut euch doch einfach die Amazon-Bestsellerliste an. Der erste Fantasyroman kommt z.Zt. auf Platz 13 (und das wohl nur weil gerade der Film dazu herausgekommen ist) und danach lange nichts. Am meisten verkaufen sich übrigens immer noch Sachbücher.

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realo
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Beiträge: 99



Beitrag20.10.2022 17:45

von realo
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Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Am meisten verkaufen sich übrigens immer noch Sachbücher.

Gute Aussage, dann liege ich richtig, bin vor allem Sachbuch-Autor. Nur wie gesagt gibt es Sachbuch nicht am Fließband wie es mit Fantasy derzeit zu sein scheint. Ein Sachbuch macht vor allem viel Arbeit, denn es muss realistisch sein, sonst bekommt man es von den Lesern um die Ohren. Das ist bei Fantasy eindeutig nicht der Fall, obwohl es Experten gibt, die meinen, auch die ausgedachte Fantasie muss in sich stimmig sein. Harry Potter und Herr der Ringe vor allem als Verfilmung gingen durch die Decke, jedoch macht das im Genre insgesamt einen kleinen Bereich aus. Wenn bei Amazon am meisten Sachbuch verkauft wird, ist das auch nur dieser Online-Händler. Habe bei Amazon auch Fachbücher gebraucht gekauft für Recherche. Bei Thalia liegen im Eingangsbereich neben den ganzen Bestsellern vor allem die Romane. Im Parterre gibt es die Krimis, Heimatkrimis, die Thriller, der ganze Bereich E-Book-Reader, der Bereich Zeitungen und Zeitschriften und der große Bereich Souvenirs. Die Sachbücher gibt es ein Stock tiefer, jedoch komplett über die ganze Etage. Ein Stock höher gibt es vor allem Kinderbücher und Spiele, das Café mit Sitzgruppen und zwei Regale Fantasy. Es nehmen im Laden den größten Bereich, die Sachbücher ein, da gibt es jedoch auch viele Untergruppen.
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Bananenfischin
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Beitrag20.10.2022 18:01

von Bananenfischin
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Tatsächliche Umsatzanteile der Warengruppen

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Gerling
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Beitrag20.10.2022 18:29

von Gerling
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Bananenfischin hat Folgendes geschrieben:
Tatsächliche Umsatzanteile der Warengruppen


Immer wieder schön mit anzusehen, wenn Gerüchte von Fakten eingeholt werden.


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Maunzilla
Reißwolf


Beiträge: 1942



Beitrag20.10.2022 18:57

von Maunzilla
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Was meinst du damit?
Nach der Tabelle machen Belletristik + Kinderbücher rund 47% aus. Also weniger als die Hälfte des Marktes.


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Willebroer
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Beiträge: 4703
Wohnort: OWL


Beitrag20.10.2022 23:28

von Willebroer
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Ich finde diese Aufteilung auch ziemlich merkwürdig.

Reise und Ratgeber sind zwei Kategorien. Was ist mit Reiseratgebern?

Und sind Ratgeber keine Sachbücher? Dürfen die "Sachbücher" keine Naturwissenschaften, Medizin oder Technik enthalten?  

Wo würde man ein Kochbuch verorten? Sachbuch oder Ratgeber? Und womit lernen Köche an der Berufsschule?

Immerhin: Zusammen sind es dann doch genau 100%. Glück gehabt! Daumen hoch
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zauberdepp
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 24
Beiträge: 21



Beitrag21.10.2022 07:27

von zauberdepp
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realo hat Folgendes geschrieben:
Ein Sachbuch macht vor allem viel Arbeit, denn es muss realistisch sein, sonst bekommt man es von den Lesern um die Ohren. Das ist bei Fantasy eindeutig nicht der Fall, obwohl es Experten gibt, die meinen, auch die ausgedachte Fantasie muss in sich stimmig sein.


Okay, realo, ich sag's mal in aller Deutlichkeit und ein für alle Mal. Deine schrankenlose Arroganz in wirklich ausnahmslos jedem Beitrag, den ich bislang von dir gelesen habe, widert mich an. Jede Zeile trieft nur so vor Selbstüberhöhung und Abwertung eines anderen Genres, was du in anderen Threads sogar über die inhaltlichen Grenzen hinaus auf den persönlichen Lebensbereich überträgst und mit peinlichen ad-hominem-Argumenten zu untermauern versuchst.

Zum Thema:
Zitat:
es muss realistisch sein, sonst bekommt man es von den Lesern um die Ohren. Das ist bei Fantasy eindeutig nicht der Fall, obwohl es Experten gibt, die meinen, auch die ausgedachte Fantasie muss in sich stimmig sein

Vielleicht ist das ja der Grund dafür, warum Fantasy so schwer zu vermarkten ist. Übersättigung des Marktes + inkongruentes Storytelling beim Großteil der angebotenen Werke. Fantasy ist nämlich, um dich deiner Illusion zu berauben, realo, keinesfalls "mal eben so dahingeschrieben", vor allem dann, wenn man eine qualitativ hochwertige Geschichte bauen möchte.

J.K. Rowling (auch wenn dieser Name wirklich mit äußerster Vorsicht zu genießen ist), J.R.R. Tolkien oder George R.R. Martin stell(t)en eindrücklich unter Beweis, wie aufwändig die zu leistende Vorarbeit ist, wenn man eine stimmige Welt kreieren möchte. Stichwort Worldbuilding: Sich ein komplett neues, in sich kohärentes Setting auszudenken, erfordert Zeit, Recherche und damit Arbeit. Und zwar viel.

Irgendwann erkennst womöglich auch du das in deiner offenbar niemals endenden Selbstbeweihräucherung an, realo.


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Immanuel
Wortedrechsler

Alter: 43
Beiträge: 78
Wohnort: bei Freiburg


Beitrag21.10.2022 10:12

von Immanuel
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Fantasy verlangt, wie jedes andere Genre auch, ein exzellentes Beherrschen des schriftstellerischen Handwerks (@realo: Gute Fantasy verkauft sich nicht, weil sie ach so "fantastisch und dahergeträumt" ist und sich nicht an Regeln halten muss). Auch sie muss die drei Säulen der Belletristik perfekt vereinen: Charaktere, Handlung und Setting.

Achtung, was darauf basierend jetzt folgt, ist nur eine These, die nach Gegenargumenten sucht:

Ich glaube nicht, dass man mit Fantasy grundsätzlich schwerer eine Agentur findet. Ich glaube stattdessen, dass es schwerer ist, Fantasy (und SF) zu einem Pageturner zu machen, als einen Krimi, Thriller oder einen Liebesroman. Und daher gelingt es seltener. Denn FantasyautorInnen müssen mit einer Herausforderung klar kommen, die bei den anderen Genres viel geringer ist:
Sie müssen ihr Setting, ihre ganze ausgedachte Welt dem Leser näherbringen, damit er die Handlung versteht. Doch gleichzeitig ist jede Erklärung des Settings wie ein schleichendes Gift, das man dem Leser verabreicht. Und wenn er davon zuviel zu sich nimmt, erkrankt er an Langeweile und legt das Buch zur Seite.

Man muss dieses Gift dem Leser daher heimlich verabreichen, zwischen den Zeilen, mit den Worten der Protagonisten, wenn diese über anderes reden, mit der Handlung, wenn diese von Aspekten der Welt beeinflusst ist. Nur wenn das gelingt, klappt es auch mit den LeserInnen.
Und das macht es eventuell schwerer, Fantasy zu schreiben, die von den kritischsten Lesern überhaupt, nämlich AgentInnen und LektorInnen, für gut befunden wird. Stattdessen bekommen die vermutlich massenweise Manuskripte zugeschickt, aus deren Seiten das Worldbuilding nur so heraustrieft, und das unabhängig davon, ob sich darin auch spannende Charaktere und Handlungen befinden.

Oder in ganz kurzen Worten:
"Magie wird völlig überbewertet. Agenturen suchen nach neuen Harrys, nicht nach neuen Zaubersprüchen!"

Soweit meine These.
Könnte da was dran sein?


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