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Luhmanns Letztgrundverweigerung


 
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Oskar
Gänsefüßchen


Beiträge: 38



BeitragVerfasst am: 19.09.2022 12:28    Titel: Luhmanns Letztgrundverweigerung eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Man kann mit gutem Gewissen behaupten, dass Niklas Luhmann ein extrem moderner Denker war. Aber wir befinden uns bekanntlich ja nicht mehr in der Moderne, sondern in der Extreme der Postmoderne. Subjekt bezogene Begriffe wie Identität und Gefühl haben als Zielsetzung für eine normative Agenda Hochkonjunktur. Lässt man Luhmanns Beobachter zweiter Ordnung mal außen vor (Beobachten der Beobachtung), so weist sein Theorie Gebäude gerade aus, dass in ihm der Begriff des Subjekts nicht auftaucht. Das epistemologische Problem des Subjekts schien ihm (ähnlich wie für Edmund Husserl das Objekt) nicht mehr zielführend zu sein. Es dürfte daher wohl zutreffen, dass die Moralisten dieser unserer Episode Niklas Luhmann ablehnen werden. Das klare Übergewicht an medialen Beiträgen von Geistes- und Kulturwissenschaftlern in den Medien, die von der Ausrichtung ihres Denkens her wohl eher der Frankfurter Schule (Adorno, Habermas und so) zuzuordnen sind (dort, wo es also noch klare Feindbilder gibt; also etwas, gegen das sich kämpfen lässt und man auch kämpfen sollte), scheint für diese These zu sprechen. (Nur mal ein Zitat von Luhmann: "Ich kenne nur eine ethische Maxime, Ethik zu vermeiden.") Das Palaver von geradezu hündisch kläffenden Aktivisten, die mit dem Finger stets nur auf andere zeigen, sowieso.
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HansGlogger
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BeitragVerfasst am: 19.09.2022 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

Dem Text konnte ich gerade noch so folgen, obwohl ich von Luhmann nie etwas gelesen habe.

 
Zitat:
weist sein Theorie Gebäude Theoriegebäude? gerade aus, dass in ihm der Begriff des Subjekts nicht auftaucht. Das epistemologische Problem des Subjekts schien ihm (ähnlich wie für Edmund Husserl das Objekt) nicht mehr zielführend zu sein. Es dürfte daher wohl zutreffen, dass die Moralisten dieser unserer Episode Niklas Luhmann ablehnen werden. Warum hier das Futur? Warum einfach "ablehnen" oder ablehnen würden (wenn sie ihn läsen)
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Christof Lais Sperl
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BeitragVerfasst am: 20.09.2022 05:53    Titel: Komposita Antworten mit Zitat

Theoriegebäude.
Luhmann war ein Riese. Aber die Debatte führt natürlicherweise im Jahre 22 viel weiter. Daher muss dieser Text nun weiterlaufen.


_________________
Lais
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Oskar
Gänsefüßchen


Beiträge: 38



BeitragVerfasst am: 20.09.2022 12:04    Titel: Re: Komposita pdf-Datei Antworten mit Zitat

Christof Lais Sperl hat Folgendes geschrieben:
Theoriegebäude.
Luhmann war ein Riese. Aber die Debatte führt natürlicherweise im Jahre 22 viel weiter. Daher muss dieser Text nun weiterlaufen.


Nachdem ich grad so ein paar Sachen von ihm gelesen habe, ist es auch mein Eindruck, dass es ein extrem starker und origineller Denker war. Anders einzustufen, als so Leute wie Adorno und Habermas, die man im Vergleich zu Luhmann vielleicht eher als gedanklich konservativ einstufen sollte. Gruß, Tim
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Oskar
Gänsefüßchen


Beiträge: 38



BeitragVerfasst am: 20.09.2022 12:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

HansGlogger hat Folgendes geschrieben:
Dem Text konnte ich gerade noch so folgen, obwohl ich von Luhmann nie etwas gelesen habe.

 
Zitat:
weist sein Theorie Gebäude Theoriegebäude? gerade aus, dass in ihm der Begriff des Subjekts nicht auftaucht. Das epistemologische Problem des Subjekts schien ihm (ähnlich wie für Edmund Husserl das Objekt) nicht mehr zielführend zu sein. Es dürfte daher wohl zutreffen, dass die Moralisten dieser unserer Episode Niklas Luhmann ablehnen werden. Warum hier das Futur? Warum einfach "ablehnen" oder ablehnen würden (wenn sie ihn läsen)


Mein Gott... Scheiß drauf, auf diesen Krimskram Theoriegebäude ---- Theorie Gebäude------ Futur .... bläh, bläh. Bist du etwa ein Deutsch Lehrer? Also ich bin es nicht. Und in Rechtschreibung war ich immer schon eine Niete. Und Schriftsteller bin ich erst recht nicht. Ein komisches Selbstverständnis haben so einige Leute hier.
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HansGlogger
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BeitragVerfasst am: 20.09.2022 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bist du etwa ein Deutsch Lehrer?


Ne, Informatiker.

Oskar > /dev/null 2>&1
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Kojote
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BeitragVerfasst am: 20.09.2022 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Auweia. Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden.
Zu Oskars Reaktion fehlen mir echt die Worte.


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 20.09.2022 19:21    Titel: Antworten mit Zitat

Kojote hat Folgendes geschrieben:
Zu Oskars Reaktion fehlen mir echt die Worte.
Mir auch, aber zum Glück hat HansGlogger ja die passenden Shellscriptbefehle gefunden:
HansGlogger hat Folgendes geschrieben:
Oskar > /dev/null 2>&1
Genau das hab ich nämlich auch gedacht. Laughing Für Nicht-Informatiker: aller Textoutput und Fehlermeldungen von Quelle "Oskar" gehen ab jetzt unbeachtet ins Schwarze Loch.

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Christof Lais Sperl
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BeitragVerfasst am: 21.09.2022 05:50    Titel: Kojote/VKB Antworten mit Zitat

In der Tat. Da verbirgt sich wohl bereits im Forum Bekanntes.

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Oskar
Gänsefüßchen


Beiträge: 38



BeitragVerfasst am: 21.09.2022 12:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

HansGlogger hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Bist du etwa ein Deutsch Lehrer?


Ne, Informatiker.

Oskar > /dev/null 2>&1


Aha! Dann bist du also möglicherweise einer von diesen if this then do this Menschen. Einer von denen, die letztendlich nur Technik akzeptieren. Schreiben ist in diesem Sinne ja auch etwas recht technische, gelle? Man kann sich an Regeln abarbeiten. Mein Tipp an dich: Versuche es doch mal mit dem Malen/Zeichnen, anstatt mit der Korrektur von Rechtschreibung. Oder bist du sogar etwa einer von denen, die selbst im analogen Zeichnen (nur ein weißes Blatt Papier und ein Bleistift und dann drauf los) keinen Sinn mehr sieht?
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Kojote
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BeitragVerfasst am: 21.09.2022 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Oskar hat Folgendes geschrieben:
Mein Tipp an dich: Versuche es doch mal mit dem Malen/Zeichnen, anstatt mit der Korrektur von Rechtschreibung.


Selbstverständlich, schließlich sind wir hier ja auch in einem Zeichner- und Malerforum, in dem es absolut absurd ist, übers Schreiben zu reden … Sarkasmus off. Rolling Eyes

Mein Tipp an dich: Der Ton macht die Musik.


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Christof Lais Sperl
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BeitragVerfasst am: 21.09.2022 13:04    Titel: Eugen Roth Antworten mit Zitat

Ein Mensch, will er auf etwas pfeifen, darf sich im Tone nicht vergreifen. Eugen Roth[/list]

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Oskar
Gänsefüßchen


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BeitragVerfasst am: 23.09.2022 12:17    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kojote hat Folgendes geschrieben:
Oskar hat Folgendes geschrieben:
Mein Tipp an dich: Versuche es doch mal mit dem Malen/Zeichnen, anstatt mit der Korrektur von Rechtschreibung.


Selbstverständlich, schließlich sind wir hier ja auch in einem Zeichner- und Malerforum, in dem es absolut absurd ist, übers Schreiben zu reden … Sarkasmus off. Rolling Eyes

Mein Tipp an dich: Der Ton macht die Musik.


Na gut, habe mich ein bisschen im Ton vergriffen. Ich sehe es ein. Mir geht dieses "auf Rechtschreibfehler Hingeweise" allerdings in der Tat ab und an mal auf den Sack! Hab dann immer den Eindruck, als ob sich lauter pensionierte Lehrer hier tummeln, die seit ihrer Pension die Langeweile plagt. aber stimmt schon, hast recht, da habe ich mich im Ton vergriffen. Ein sorry an Herrn Gloggner
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Oskar
Gänsefüßchen


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BeitragVerfasst am: 23.09.2022 12:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kojote hat Folgendes geschrieben:
Auweia. Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden.
Zu Oskars Reaktion fehlen mir echt die Worte.


Da sich mein halb ironischer, halb ernst gemeinter Textschnipsel ja auf Niklas Luhmann bezieht: Vielleicht liest du mal Luhmanns Aufsatz über "Die Unwahrscheinlichkeit der Kommunikation". Da findest du sicherlich einige Anregungen. Wenn du mich fragst: Mir kleiner Leuchte will das jedenfalls sonnenklar sein, was mit "der Gesellschaft" los ist. So sonnenklar, dass man beinahe schon keine Lust verspürt, auf diese Frage einzugehen. Eine spannende Frage ist jedoch, ob wir schon den Peak dieser Entwicklung durchlaufen haben. Da bin ich mir unschlüssig. Es spricht jedoch auch einiges dafür, dass "wir" den Peak noch nicht erreicht haben. P.S. Was "die Gesellschaft" ist, auch hinsichtlich dieser Frage lohnt es sich vielleicht Luhmann zu lesen
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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 23.09.2022 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Es lohnt sich aber (zumindest hier) noch mehr, die Überschriften und Beschreibungen der Forenbereiche zu lesen. Du hast diesen Text in die WERKSTATT gestellt, das ist der Bereich für Texte, an denen man arbeiten will und für die man sich auch Verbesserungsvorschläge von anderen wünscht. Da zu Hinweisen auf Rechtschreibung dann zu schreiben:
Zitat:
Mir geht dieses "auf Rechtschreibfehler Hingeweise" allerdings in der Tat ab und an mal auf den Sack! Hab dann immer den Eindruck, als ob sich lauter pensionierte Lehrer hier tummeln, die seit ihrer Pension die Langeweile plagt.
ist geradezu absurd. Denn indem du einen Text in die Werkstatt stellst, bittest du quasi darum. Will man einen Text veröffentlichen, ist das auch wichtig, sonst macht der Text einen unprofessionellen Eindruck und wird gar nicht erst gelesen.

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Pickman
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BeitragVerfasst am: 23.09.2022 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Kojote hat Folgendes geschrieben:
Zu Oskars Reaktion fehlen mir echt die Worte.
Mir auch, aber zum Glück hat HansGlogger ja die passenden Shellscriptbefehle gefunden:
HansGlogger hat Folgendes geschrieben:
Oskar > /dev/null 2>&1
Genau das hab ich nämlich auch gedacht. Laughing Für Nicht-Informatiker: aller Textoutput und Fehlermeldungen von Quelle "Oskar" gehen ab jetzt unbeachtet ins Schwarze Loch.


Ich spreche zwar kein "Mathematisch", aber den Sinn der Formel konnte ich gut erahnen, schließlich dachte ich gerade ähnlich. Danke, V. K. B., für die Bestätigung meiner Annahme. Ich habe den Gedanken auch gleich in die Tat umgesetzt.

Schade eigentlich.


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HansGlogger
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BeitragVerfasst am: 24.09.2022 09:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich spreche zwar kein "Mathematisch", aber den Sinn der Formel konnte ich gut erahnen, schließlich dachte ich gerade ähnlich.


Mathematik ist das nicht. Es handelt sich um einen Linux-Befehl. Es war etwas patzig von mir, das nicht zu erklären.
V.K.B. hat das ja nachgeholt. Danke.

Das > ist kein Größerzeichen sondern eine Ausgabe-Umleitung. Alles was der Prozess, hier mit dem Namen Oskar, auf die Standardausgabe (Bildschirm) schreiben will geht nach /dev/null. (dev steht für device. Null für ein virtuelles Ausgabegerät, das alles verwirft, was auf es geschrieben wird)

Eine häufige Verwendung ist das Verwerfen von nicht weiter interessierenden Datenströmen.

2>&1 ist auch eine Ausgabe-Umleitung. Fehlermeldungen, die aus dem Prozess kommen, werden auf die Standard-Ausgabe umgeleitet und verschwinden damit wie die Standard-Ausgabe auch im virtuellen Nichts.

BTW: Ich war bei der Einschulung Legastheniker, wie man heute sagen würde, die Lehrerin wollte mich auf die Hilfsschule schicken. Was mir eine Karriere als Hilfsarbeiter auf dem Bau oder in einer Fabrik beschert hätte.

Dank meiner engagierten Mutter, die, damals sehr ungewöhnlich, eine psychologische Beratung für Kinder aufsuchte, wurde das verhindert.

Heute gibt es genug technische Hilfsmittel korrekt zu schreiben, diese nicht zu benützen ist IMHO pure Arroganz gegen die Leser. Wenn dann noch dazu kommt, dass Kritiker dumm angemacht werden und die Texte anderer nie kommentiert werden, dann rundet das das Bild ab.
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Pickman
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Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 24.09.2022 10:57    Titel: Antworten mit Zitat

HansGlogger hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Ich spreche zwar kein "Mathematisch", aber den Sinn der Formel konnte ich gut erahnen, schließlich dachte ich gerade ähnlich.


Mathematik ist das nicht. Es handelt sich um einen Linux-Befehl.


Macht nichts. Linux kann ich auch nicht.


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Oskar
Gänsefüßchen


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BeitragVerfasst am: 24.09.2022 12:15    Titel: Re: Komposita pdf-Datei Antworten mit Zitat

Christof Lais Sperl hat Folgendes geschrieben:
Theoriegebäude.
Luhmann war ein Riese. Aber die Debatte führt natürlicherweise im Jahre 22 viel weiter. Daher muss dieser Text nun weiterlaufen.


Übrigens: Wenn du Riese sagst...... In revidiere mein Sicht über Luhmann hiermit im folgenden Sinne: Mit zunehmender Lektüre gewinnt man den Eindruck, dass Luhmanns Denken stark mathematisch-funktional (bzw. relational) ausgerichtet war. Diese Ausrichtung hat er dann unter Verwendung sozio-philosophischer Termini sprachlich verarbeitet. Vielleicht könnte man sogar zugespitzt sagen: Verschleiert. (Sein Beobachter zweiter Ordnung beispielsweise. Der ist dann doch wohl weniger transzendentalphilosophisch zu verstehen, als schlicht relational) Ob aber in seiner mathematisch-funktionalen Ausrichtung die Dinge zu betrachten grundsätzlich etwas Neues liegt, darf durchaus bezweifelt werden. Genauso ob er dem mathematisch abstrakten Modell Denken dadurch etwas Neues hinzugefügt worden ist. Allerdings sind wir ja alle vor einem gewissen Obrigkeitsdenken nicht gefeit. Wenn also jemand als Riese von anderen Autoritäten schon mal tituliert worden ist, so neigt man dazu, diese Titulierung fortzuschreiben. Also: Ein extrem schlauer Kopf, das steht ja ganz außer Frage. Aber ein geistesgeschichtlicher Riese, den man auch noch in 100, 200, 300 Jahren lesen wird? Über diese Frage ein Urteil abzugeben ist immer ein guter Gradmesser dafür, ob man einen Autor verstanden hat. Ich beziehe zu dieser Frage keine Position, aber das nur nebenbei.

P.S. Noch etwas Humor: Würde man auf das Urteil von Literaturkritikerinnen allzu viel geben (man denke nur an das Hohelied auf all die Identitätsgeschichten), dann müsste es in unserer Zeit vor lauter Kafkas nur so wimmeln. Würde man auf die Kritik in Internet Foren allzu viel geben, dann dürfte man gespannt sein, wie wohl die Kritik eines Luhmann Textes in solchen Foren ausfallen würde, wenn man ihn dort anonymisiert einstellen würde. Mein Credo wäre: Luhmann hätte wohl seinen Heidenspaß daran, solch eine Kritik vom Himmel aus zu beobachten.
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Oskar
Gänsefüßchen


Beiträge: 38



BeitragVerfasst am: 24.09.2022 12:25    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Heute gibt es genug technische Hilfsmittel korrekt zu schreiben, diese nicht zu benützen ist IMHO pure Arroganz gegen die Leser. Wenn dann noch dazu kommt, dass Kritiker dumm angemacht werden und die Texte anderer nie kommentiert werden, dann rundet das das Bild ab.[/quote]

Ja mei, ich hatte mich bei dir doch schon entschuldigt. tue es hiermit noch einmal. Hatte mich in der tat im Ton vergriffen. P.S.: Was allerdings deinen hinweis auf das Texte kommentieren anbelangt........ Da vertrete ich die These: Man kann das machen (Texte kommentieren), muss es aber nicht. Das Motiv hinter dem Kommentieren (ohne dafür bezahlt zu werden), muss letztlich jeder in sich selbst suchen.
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HansGlogger
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Alter: 63
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Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 24.09.2022 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

Entschuldigung angenommen.

In den Einführungstexten steht, dass ein Verhältnis von 1 zu 5 (eigene Texte vs. Kommentare zu fremden) als angemessen betrachtet wird.
Aber das kann jeder für sich entscheiden, richtig.


Hier sind die Regeln:

https://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?t=44515&sid=745e338ebba9b1a6b4fd730a66be46f2

Muss man sich nicht dran halten, aber wer auf dem Tennisplatz die Bälle mit der Hand wirft, wird bald keine Mitspieler mehr finden.

Gruss Hans
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Oskar
Gänsefüßchen


Beiträge: 38



BeitragVerfasst am: 24.09.2022 16:06    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

HansGlogger hat Folgendes geschrieben:
Entschuldigung angenommen.

In den Einführungstexten steht, dass ein Verhältnis von 1 zu 5 (eigene Texte vs. Kommentare zu fremden) als angemessen betrachtet wird.
Aber das kann jeder für sich entscheiden, richtig.


Hier sind die Regeln:

https://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?t=44515&sid=745e338ebba9b1a6b4fd730a66be46f2

Muss man sich nicht dran halten, aber wer auf dem Tennisplatz die Bälle mit der Hand wirft, wird bald keine Mitspieler mehr finden.

Gruss Hans



Danke
 
P.S. Ich habe übrigens deinen Text über Information und Endlichkeit gelesen. Interessantes Thema, das du da anschneidest. Vielleicht schreibe ich dazu mal einen Kommentar. Aber nicht gleich. Denn so schnell, schnell aus der Hüfte geschossen, will mir das angesichts des Themas und meines unscharfen Wissenshorizontes hinsichtlich des Begriffes der Information albern erscheinen (Stichwort: Motiv des Kommentares). Gruß, Tim
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