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Trauen sich Agenturen und Verlage an Transgressive Fiction heran?

 

 
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JRS
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Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 09.06.2022 07:19    Titel: Trauen sich Agenturen und Verlage an Transgressive Fiction heran? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mein neuestes Projekt ist im Bereich Transgressive Fiction angesiedelt. Es lässt den Leser durch die Augen (und in den Kopf) eines Psychopathen blicken, dessen Charakter zwar auch positive Seiten hat, der aber zu Manipulation und Gewalt neigt. In typischer Transgressive Fiction-Manier wird dabei nicht nur eine - wie ich finde: spannende - Geschichte erzählt, sondern auch auf Missstände aufmerksam gemacht und Gesellschaftskritik geübt. Dass es dabei nicht immer zimperlich zur Sache geht, versteht sich bei der Thematik von selbst.

Trauen sich deutsche Agenturen und Verlage in Zeiten der politischen Korrektheit an solchen Stoff heran, oder ist das aktuell eher tabu (sprich: SP-Stoff)?

https://en.wikipedia.org/wiki/Transgressive_fiction
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weltverbesserer
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 61
Beiträge: 226
Wohnort: Brønshøj, Dänemark


BeitragVerfasst am: 09.06.2022 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

In deinem Link unter 'History' ist deine Frage bereits beantwortet, sogar mit Angabe des Verlags. Wink
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 49
Beiträge: 5136
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BeitragVerfasst am: 09.06.2022 13:37    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Trauen sich deutsche Agenturen und Verlage in Zeiten der politischen Korrektheit an solchen Stoff heran
Ich hatte eigentlich eher gegenteilig gedacht, "Transgressive Fiction" gäbe es heute gar nicht mehr, also das Konzept, meine ich. Okay, auf facebook kann alles transgressive sein, sogar schon eine geplante Aokigahara-Anthologie, die gecancelt wird, wenn jemand einen Shitstorm wegen möglicher Selbstmordglorifizierung lostritt. Aber man sollte hier zwischen (a)sozialen Medien und realer Gesellschaft trennen, und in letzterer dürfte es relativ schwierig geworden sein, wegen Fiktion vor dem Kadi zu landen (solange man nicht gerade gewaltverherrlichende Kinderpornographie mit Holocaustleugnung schreibt jedenfalls).

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Christof Lais Sperl
Geschlecht:männlichKlammeraffe

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Beiträge: 700
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BeitragVerfasst am: 09.06.2022 14:49    Titel: Interessant Antworten mit Zitat

Wie wäre ein Indie-Verlag?

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JRS
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Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 09.06.2022 18:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

weltverbesserer hat Folgendes geschrieben:
In deinem Link unter 'History' ist deine Frage bereits beantwortet, sogar mit Angabe des Verlags. Wink


Nur für den englischen Markt - mein Buch ist allerdings auf Deutsch wink


Zitat:
Wie wäre ein Indie-Verlag?


Wäre für mich auch okay. Hättet Ihr mir konkrete Tipps, d.h. Namen? Auf den Homepages wird Transgressive zumeist nicht als eigenes Genre gelistet, sodass ich nicht abschätzen kann, wer dafür prinzipiell offen wäre.
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A.C.
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 41
Beiträge: 23



BeitragVerfasst am: 09.06.2022 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

Es kann ja sein, dass ich die Richtung missverstehe, in die du gehen möchtest - aber wäre das nicht tendenziell ähnlich wie die Dexter Reihe zu verstehen?
Die ja immerhin sehr erfolgreich aus Sicht eines Serienmörders berichtet...

Und die aktuelle Reihe von Ethan Cross (nur von, aber nicht selbst gelesen)?


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Liebe Grüße
A.C
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 49
Beiträge: 5136
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BeitragVerfasst am: 09.06.2022 19:46    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
wird Transgressive zumeist nicht als eigenes Genre gelistet,
transgressive ist ja nun auch kein eigenes Genre, sondern eine mehr eine Eigenschaft, nämlich die Grenzen dessen zu überschreiten, was allgemein als gesellschaftlich akzeptabel gilt. transgressive kann so ziemlich alles sein, von Erotik (Paradebeispiel deSade) über den Thriller bis hin zum anspruchsvollen psychologischen Entwicklungsroman. Sogar ein Bilderbuch für Kinder, wenn du statt der üblichen Freundschaft-und-Toleranz-Hurra-Werte egoistisches Denken und Recht des Stärkeren propagierst.

Ich würde einfach mal kucken, was Verlage sonst so veröffentlichen und z.B. bei Ausschreibungen als No-Gos sehen. Letzteres gilt zwar immer nur für ein Projekt, aber wenn man da z.B. was liest wie "wir möchten generell keine Geschichten lesen, in denen Frauen herabgewürdigt werden" muss man denen bestimmt nicht mit einem Buch aus der Perspektive eines Chauvinisten kommen, nur mal als Beispiel.


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Dyrnberg
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 172
Wohnort: Wien


BeitragVerfasst am: 10.06.2022 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso sollte die Antwort auf die Ausgangsfrage "Nein" sein? Es ist doch mittlerweile fast typisch geworden, eine Geschichte (auch) aus Sicht eines solchen Hauptcharakters zu erzählen? Ich würde es beim Pitchen nur anders "eintüten", es also einem Genre zuordnen, das gängiger ist bzw. ähnliche Werke nennen. Beispielhaft: Zu sagen, es ist ein deutsches Hannibal Lecter oder Dexter erscheint mir strategisch besser als Begriffe eines Subgenres zu verwenden, die erstens extrem schwammig sind und zweitens nur wenige kennen.
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JRS
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Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 10.06.2022 21:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Interessante Diskussion, die sich hier entspinnt!

Dyrnberg hat Folgendes geschrieben:
Wieso sollte die Antwort auf die Ausgangsfrage "Nein" sein? Es ist doch mittlerweile fast typisch geworden, eine Geschichte (auch) aus Sicht eines solchen Hauptcharakters zu erzählen? Ich würde es beim Pitchen nur anders "eintüten", es also einem Genre zuordnen, das gängiger ist bzw. ähnliche Werke nennen. Beispielhaft: Zu sagen, es ist ein deutsches Hannibal Lecter oder Dexter erscheint mir strategisch besser als Begriffe eines Subgenres zu verwenden, die erstens extrem schwammig sind und zweitens nur wenige kennen.


Guter Punkt, danke! Ich hatte mir bereits zwei Titel fürs Namedropping überlegt. Demnächst stehen Anschreiben überarbeiten und Exposé verfassen an, und dann geht es ab auf die Reise. Drückt mir die Daumen.


Zitat:
Es kann ja sein, dass ich die Richtung missverstehe, in die du gehen möchtest - aber wäre das nicht tendenziell ähnlich wie die Dexter Reihe zu verstehen?
Die ja immerhin sehr erfolgreich aus Sicht eines Serienmörders berichtet...  


Stimmt, aber das ist halt eine Serie. Ich war der Auffassung, dass die Bücherwelt zahmer ist - lasse mich aber sehr gerne eines Besseren belehren.
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Levo
Klammeraffe


Beiträge: 543



BeitragVerfasst am: 11.06.2022 06:27    Titel: Antworten mit Zitat

„Dexter“ ist eine Romanreihe, auf der die Serie beruht; dann gingen die Inhalte unterschiedliche Wege. Im Buch ist der Prota deutlich weniger Mainstreamvigilante, sondern einfach nur Killer mit gnadenlosen Absichten, nur unter dem Druck, nicht erwischt zu werden. Geht alles viel tiefer als in der Serie. Die Bücherwelt ist nicht zahmer … Vielleicht eine Leseempfehlung? Jeff Lindsay, „Darkly Dreaming Dexter“
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JRS
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Beiträge: 11



BeitragVerfasst am: 12.06.2022 10:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Levo hat Folgendes geschrieben:
„Dexter“ ist eine Romanreihe, auf der die Serie beruht; dann gingen die Inhalte unterschiedliche Wege. Im Buch ist der Prota deutlich weniger Mainstreamvigilante, sondern einfach nur Killer mit gnadenlosen Absichten, nur unter dem Druck, nicht erwischt zu werden. Geht alles viel tiefer als in der Serie. Die Bücherwelt ist nicht zahmer … Vielleicht eine Leseempfehlung? Jeff Lindsay, „Darkly Dreaming Dexter“


Dankeschön für die Klarstellung und sorry an A.C. für das Missverständnis meinerseits. Damit wandert Dexter in meine Liste an grob vergleichbarem Stoff.
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