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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Exposé Lorettas Schandtat


 

 
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Miné
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

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BeitragVerfasst am: 23.01.2022 20:10    Titel: Exposé Lorettas Schandtat eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Inhaltsangabe des Exposes:

Loretta Levi verfällt in den 80 Jahren dem Kokain und heiratet unter dem Druck der Banken sowie Gläubigern einen exzentrischen Millionär, den sie nach der Hochzeit umbringt. Den Verdacht lenkt sie auf seine Geliebte, die zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wird. Loretta verprasst währenddessen ihr Erbe und verursacht vollgepumpt mit Drogen einen schweren Autounfall. Monate lang liegt sie im Koma, und als sie aufwacht, ist sie fest entschlossen, ihr Leben in Ordnung zu bringen. Sie will reinen Tisch machen, allen die Wahrheit erzählen, aber stattdessen eröffnet sie ein Hotel in der Eifel, wo knapp 20 Jahre später die verurteilte Geliebte auftaucht. Sie hat ihre Haftstrafe abgesessen und will Rache, wobei sie kurz darauf tot ist. Ermordet von Loretta, die ihre Leiche im Wald verscharrt und dabei von einem Mitarbeiter beobachtet wird, den sie zum Geschäftsführer ernennt. Jede Gefahr kann sie mit Geld oder Charme abwenden, obwohl die Angst bleibt, die sie nahezu verrückt und zur Alkoholikerin macht. Sie glaubt, bereits davon gekommen zu sein, aber dann häufen sich plötzlich mysteriöse Todesfälle in ihrem Umkreis ...


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lia88
Geschlecht:weiblichEselsohr

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Beiträge: 207
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BeitragVerfasst am: 23.01.2022 21:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, sehr spannend smile Hast du schon fertig geschrieben oder überlegst du noch, wie du die Idee umsetzen magst?
Fängst du am Anfang an oder streust du die Infos über ihre Vergangenheit als Rückblenden ein?
Ich bin auf einen Textauszug gespannt smile
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Calvin Hobbs
Geschlecht:männlichEselsohr

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Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 24.01.2022 18:19    Titel: Re: Exposé Lorettas Schandtat Antworten mit Zitat

Hallo smile
Miné hat Folgendes geschrieben:
Inhaltsangabe des Exposes:

Loretta Levi verfällt in den (19)80er Jahren dem Kokain und heiratet unter dem Druck der Banken sowie Gläubigern einen exzentrischen Millionär, den sie nach der Hochzeit umbringt. Nur der Kokainsucht wegen machen die Banken (!) Druck? So viel Koks kann keiner verballern. Den Verdacht lenkt sie auf seine Geliebte, die zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wird. Loretta verprasst währenddessen ihr Erbe und verursacht vollgepumpt mit Drogen einen schweren Autounfall. Monate lang liegt sie im Koma, und als sie aufwacht, ist sie fest entschlossen, ihr Leben in Ordnung zu bringen. Sie will reinen Tisch machen, allen die Wahrheit erzählen, aber stattdessen eröffnet sie ein Hotel in der Eifel, wo knapp 20 Jahre später die verurteilte Geliebte auftaucht. Sie hat ihre Haftstrafe abgesessen und will Rache, wobei sie kurz darauf tot ist. Ermordet von Loretta, die ihre Leiche im Wald verscharrt und dabei von einem Mitarbeiter beobachtet wird, den sie zum Geschäftsführer ernennt. Jede Gefahr kann sie mit Geld oder Charme abwenden, obwohl die Angst bleibt, die sie nahezu verrückt und zur Alkoholikerin macht. Sie glaubt, bereits davon gekommen zu sein, aber dann häufen sich plötzlich mysteriöse Todesfälle in ihrem Umkreis ...


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Klingt nett. Mal sehen, wie sich die Textprobe liest.
MfG


_________________
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Miné
Geschlecht:weiblichWortedrechsler

Alter: 36
Beiträge: 70
Wohnort: Köln


BeitragVerfasst am: 25.01.2022 10:10    Titel: Textprobe Loretta pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hier kommt die Textprobe bzw. der Anfang Shocked


Loretta 1980

Loretta war eine Königin, ihre Schleppe Meterlang, wurde von mehreren Mädchen getragen. Hauptsächlich von Älteren. Die Kleineren liefen vor ihr und streuten Blumen. Rosa waren ihre Kleidchen und ihre Gesichter niedlich. Unzählige Male wurde geprobt. Nun war es so weit. In wenigen Augenblicken würde Loretta Derrick Kux heiraten. Einen exzentrischen Millionär. Er wartete bereits am Altar. Neben ihm der Pfarrer. Ein kultivierter Mann mit einer Bibel in der Hand. Ihr Zukünftiger hingegen wirkte abscheulich. Sein Raucherhusten war nervtötend und sein Bauch immense. Daran änderte auch kein Maßgeschneiderter Anzug etwas. Wieso drängten die Banken und Gläubiger auch dermaßen auf ihr Geld? Und wieso bekam sie keine Rollenangebote mehr? Gebettelt und gefleht hatte sie. Sogar Nebenrollen spielen wollen. Doch die Gagen waren ein Witz gewesen. Überwiegend sollte sie noch Geld mitbringen. Obwohl sie Loretta Levi war. Jahrzehntelang hatte sie ein Millionenpublikum begeistert. Das sollten andere erst einmal nachmachen. Nichtsdestotrotz wurde sie immer weniger erkannt. Kaum jemand verlangte noch ein Autogramm. Sie war finanziell am Ende, brauchte dringend einen Ehemann mit Geld.
Derrick Kux kam da gerade recht. Er grinste widerlich. Von Liebe keine Spur. Er war ein unübertreffbarer Narzisst. Sogar ihr Brautkleid hatte er ausgesucht. Aus Blattgold musste es sein und von oben bis unten mit Perlen bestickt. Dadurch wurde es zwar extrem schwer, aber Einwände waren sinnlos. Sie hatte sich zu fügen. Einen Knallharten Ehevertrag unterzeichnet. In Millionärskreisen war das so üblich. Hoffentlich käme er nur nie auf die Idee sich scheiden zu lassen. Dann wäre sie nämlich wieder da, wo sie jetzt auch war. Wie er wohl auf ihre Schulden reagieren würde? Immerhin sollte er diese bezahlen.
Schwer atmend setzte sie einen Fuß vor den anderen. Loretta fühlte sich erschöpft. Diese Hitze und dann auch noch das schwere Kleid. Am liebsten hätte sie sich kurz gesetzt. Doch wie hätte das ausgesehen? Als, ob sie sich unsicher wäre. Sie wurde sowieso schon skeptisch genug gemustert. Hunderte von Gästen waren anwesend, die Kathedrale bis auf den letzten Platz gefüllt. Jeder stand. Auf der Orgel wurde der Hochzeitsmarsch gespielt. Das Blumenmädchen vor ihr summte die Melodie mit. Wie unbeschwert die Kinder waren. Die Erwachsenen hingegen verhielten sich wie bei einer Beerdigung. Sie begegnete bloß monotonen Gesichtern und suchte vergeblich nach einem wohlgesonnen Lächeln. Wer waren diese Leute bloß? Sie kannte niemanden.
Der Weg zum Altar zog sich und schien plötzlich ellenlang. Wieso mussten sie auch derart hohe Schuhe tragen? Nicht, dass sie noch stolpern würde. Das fehlte gerade noch. Am Ende müsste sie den Gang noch humpelnd fortsetzen. Dabei sollte sie wie eine Elfe schweben. Derrick hatte diesbezüglich klare Vorstellungen. Durch sein Geld war er unfassbar eitel und glaubte, er könnte sich alles erlauben. Jegliche Frechheit musste sie sich gefallen lassen. Ansonsten würde er sie eiskalt fallen lassen. Dessen war sie sich hundertprozentig sicher.
Wie auf Autopilot schritt sie vorwärts. Ihre Gedanken überschlugen sich, ihr Kreislauf spielte verrückt. Ihre Hände schwitzten. Ihr Mund war Staubtrocken und ihre Spucke klebte regelrecht am Gaumen. Wieso stand ihr niemand bei? Nicht einmal ein Familienmitglied war anwesend. Wie auch, wenn alle tot waren. Ihren Vater hatte sie nicht einmal kennengelernt.
Allein meisterte sie den Mittelgang der Kathedrale. Diese unerträgliche Hitze. Im Gegensatz zu den Männern musste sie wenigstens kein Jackett oder ein bis obenhin zugeknöpftes Hemd tragen. Ganz im Gegenteil. Ihre Schultern waren frei. Ihr Ausschnitt erschreckend tief. Derrick wollte das so. Jeder sollte sehen, was sie zu bieten hatte. Anstand war für ihn ein Fremdwort und Moral erst recht. Schließlich prahlte er mit ihren Brüsten. Zumindest durfte sie ein prachtvolles Collier tragen. Ein Geschenk von ihm. Sie selbst besaß nichts mehr dergleichen. Nicht einmal ein Ring war ihr geblieben.
Sie bereute ihre Verschwendungssucht. Nie wieder würde sie achtlos mit Geld umgehen. Noch besaß sie aber nichts und laut Ehevertrag blieb das auch so. Ihr stand lediglich das zu, was er ihr geben würde. Es sei denn er starb. Wieder einmal wünschte sie ihm den Tod. Möglichst bevor der Pfarrer: „Sie dürfen die Braut jetzt küssen“, sagen würde. Sie hasste seine feuchten Lippen und wie er in ihren Mund sabberte. Unbeschreiblich war das. Davon hatte sie bereits mehr als genug. Wieso konnte er nicht gutaussehend und charmant sein? Loretta überlegte immer noch die Hochzeit platzen zu lassen. Derrick Kux vor dem Altar stehen zu lassen. Doch welche Alternative bliebe dann? Nein, ihr Ansehen musste gewahrt werden. Koste es was es wolle. Sie hatte bereits zu viel durchgemacht, um nun aufzugeben.
Sie bemühte sich zu lächeln und weniger zu schwitzen. Damit der Brautstrauß sich weniger rutschig anfühlte. Sie hielt ihn mit beiden Händen. Schon allein, weil er riesig war. Derrick wollte in jeder Hinsicht alle übertrumpfen. Geld spielte keine Rolle. Davon hatte er genug. Er war ein Meister der Verhandlung. Derrick arbeitete aber mit allen Tricks und scheute sich nicht davor, Menschen unter Druck zu setzen. Er kämpfte immer mit harten Bandagen. Angst war seine stärkste Waffe. Damit bekam er jeden. Sogar sie. Selbst, wenn sie alles hinschmeißen wollte, sie hätte es niemals getan. Weil, er ihr das nie verziehen hätte. Sich mit Derrick anzulegen wagte niemand. Wie hätte er auch dagestanden, wenn die Braut plötzlich einen Rückzieher machte? Noch dazu Kommentarlos. Sie hätte sich zwar entschuldigen können, aber eine solch prunkvolle Hochzeit sagte man doch nicht ab. Der Gesichtsverlust für Derrick wäre zu groß gewesen. Es wäre Wahnsinn gewesen das zu tun. Ein Selbstmord auf Raten.
In Gold und auf einem roten Teppich ging sie ihrem Schicksaal entgegen. Mit erhobenem Kopf und Tränen in den Augen. Sie war schockiert über sich selbst. Doch es gab kein zurück. Damit musste sie sich endlich abfinden. Derrick war eine gute Wahl. Schließlich hatte sie 20 Millionen Schulden. Wenn nicht sogar mehr.
Beinahe hätte sie mit dem Kopf geschüttelt. So fassungslos war sie über sich selbst. Dass sie es soweit hatte kommen lassen. Derrick wollte sie wie eine Trophäe besitzen und vor allen Dingen als seine Eroberung vorführen. Warum sonst war sie dermaßen herausgeputzt? Die besten Frisöre und Maskenbildner hatte er einfliegen lassen. Selbstverständlich zwei Dutzend. Eine Haarverlängerung hatte sie bekommen. Sie gefiel sich zwar, so wie sie war, aber Derrick hatte grundsätzlich das letzte Wort. Er bestimmte ihre Frisur. Wie die Kaiserin Elisabeth von Österreich musste sie aussehen. Dunkel wurde ihr Haar gefärbt und Stundenlang geflochten. Weg war die blonde Farbe und die Dauerwelle. Alles nur um Derrick zu gefallen. Einem entsetzlichen Angeber. Und doch bestimmte er von nun ab über ihr Leben.
Ein Schauder lief ihren Rücken hinab. Oder war es Schweiß? Wer wollte schon einen 75-Jährigen heiraten? Egal, ob Millionär oder nicht. Sie verabscheute ihn. Schon immer. Auf jeder Gala, jedem Filmfestival, ganz gleich wo sie ihm begegnet war, hatte sie sofort die Flucht ergriffen. Früher war er zwar wesentlich jünger, aber sein Benehmen stets fragwürdig gewesen. Nichtsdestotrotz war er auf jeder Veranstaltung der Ehrengast. Nur, weil er reicher war, wie alle anderen zusammen. Vermutlich waren auch deshalb alle gekommen.
„Hilfe“, hauchte sie. Immer noch wurde der Hochzeitsmarsch gespielt. Und immer noch waren alle Augen auf sie gerichtet. Sie machte ihren Rücken Kerzengerade. Nahm die Schultern zurück, streckte die Brust heraus. So, wie es Derrick gerne hatte. Er sollte zufrieden sein. Zumindest halbwegs. Ihr Puls raste. Schweiß bildete sich überall. Das Kleid klebte am Körper. 40 Grad im Schatten waren definitiv zu viel. Die Luft war viel zu stickig. Drinnen sowie draußen. Wenn es ihr nach gegangen wäre, hätte die Hochzeit irgendwo am Strand stattgefunden. Derrick wollte aber den Kaiser- und Mariendom zu Speyer. Die größte romanische erhaltene Kirche der Welt. Blöd, dass die ausgerechnet in Rheinland-Pfalz stand. Monaco oder Monte Carlo wäre ihr definitiv lieber gewesen, aber Derrick war ein Egoist. Wünsche las er ihr grundsätzlich nicht von den Lippen ab. Ganz im Gegenteil. Er verlangte Unmögliches. Die Schuhe waren unerträglich hoch. Noch nie hatte sie in so etwas laufen können. Jeder Schritt war eine Qual, genau wie das Atmen in dem Korsett.
„Durchzug“, murmelte sie. Den hätte sie gut gebrauchen können. Um ihren Kreislauf zu beschwichtigen. Die Gesichter waren ihr immer noch fremd. Doch wie konnte das sein? Schließlich kannte sie fast jeden in der Filmbranche. Sie hatte mit den berühmtesten Schauspielern und Regisseuren gedreht. Davon musste doch jemand da sein. Fünfzig Personen hatte sie aufgeschrieben. Derrick wollte sich darum kümmern. Immer wieder ließ sie ihren Blick umherschweifen. Das Ergebnis blieb aber gleich. Sie war umgeben von Fremden.
„Ja, ich will“, flüsterte Loretta. Immer wieder. So lange, bis sie es selbst einigermaßen glaubte. Die Musik verstummte. Sie war angekommen. Machthaberisch ergriff Derrick ihre Hand. Wie ein Adler, der seine Beute fest umklammerte. Die Blumenmädchen setzten sich auf die für sie vorgesehenen Bänke. Die Menge hinter ihr nahm Geräuschvoll Platz.
„Ich freue mich sehr…“, begann der Pfarrer. Seine Stimme war lieblich und seine Worte gütig. Ein Mann mit Format. Derrick hingegen versuchte gerade mit der Zunge irgendetwas störendes zwischen den Zähnen wegzumachen. Er nahm sogar seinen Zeigefinger zu Hilfe. Und dann hustete er. In ihre Richtung und ohne sich die Hand vor den Mund zu halten. Der Pfarrer schien zwar verwundert, fuhr aber unbeirrt mit der Trauung fort. Was sonst sollte er tun? Sie fragen, ob das wirklich ihr Ernst wäre? Ob sie wirklich bereit war ihr Leben wegzuschmeißen?
„Sie dürfen sich gerne setzen.“ Der Pfarrer meinte sie. Lächelnd deutete er auf den Stuhl hinter ihr, der genauso gut ein Thron hätte sein können. Derrick saß bereits und puhlte immer noch in seinem Mund.
„Verfluchte Mettwurst“, fluchte er.
Loretta ignorierte ihn. Sie zog es vor, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Nicht, dass sie doch noch schreiend aufspringen und davonrennen würde.
Wie schön alles hergerichtet war. Überall Standen Blumen Bouquets. Teilweise Meterhoch. Trotzdem konnte sie sich kein Bisschen freuen. Die Floristen samt Innendesignern hatten sich zwar selbst übertroffen, aber nichts war so, wie sie es gewollt hätte. Nämlich schlicht und einfach. Ohne eine Schar an Fremden oder überkandiertem Schnickschnack. Ihr fehlte nur noch eine Krone. Naja, dafür musste sie ein Diadem tragen. Auch darauf hatte Derrick bestanden.
„Was für ein schönes Paar“, hörte sie den Pfarrer sagen. Ein zögerliches Klatschen folgte. Ein tobender Applaus blieb jedoch aus. Der Pfarrer zog eine Braue hoch. Er war wohl an größeren Zuspruch gewöhnt.
„Beifall für meine atemberaubende Braut“, sagte Derrick. Er erhob sich. Schamlos zeigte er mit ausgestrecktem Finger auf Loretta. Sie wusste kaum wie ihr geschah. Wieso tat Derrick das? Notgedrungen stand sie auf. Die Menge klatschte. Allerdings kaum hörbar. Sie machte eine leichte Verbeugung, bevor sie sich wieder dem Pfarrer zuwendete.
„Bitte Vater fahren Sie fort“, bat sie. Ihre Stimme bebte. Diese Schmach konnte sie kaum ertragen. Nur Wenige hatten geklatscht.
„Wir haben uns heute hier versammelt…“, sagte der Pfarrer. Jedoch weitaus weniger euphorisch. Der Enthusiasmus war ihm plötzlich abhandengekommen. Sein Lächeln war verschwunden. Der Glanz in seinen Augen erloschen. Nicht einmal er schien an diese Ehe zu glauben. Das alles war eine einzige Farce.
Ununterbrochen dachte sie an Derricks Geld. An die vermutlich 300 Millionen, die er besaß. Sie tröstete sich bereits jetzt schon damit. Was war dagegen schon eine Unannehmlichkeit wie ein zu enges Korsett? Hauptsache sie konnte mit einer engen Taille glänzen. Das war in diesen Kreisen einfach ein Gesellschaftliches muss. Schönsein war alles. Selbstbeherrschung auch. Ein Fehltritt und man war draußen. Nicht einmal Weltstars bekamen eine zweite Chance. Schon gar nicht, wenn man jemanden betrunken zu Tode fuhr. Die Leute verlangten Idole. Jemanden zu dem sie hinaufblicken konnten. Loretta hatte das Jahrzehnte geschafft. Bis sie dann irgendwann übermütig wurde. Kokain und Heroin. Aus purer Langeweile. Der Erfolg war zu schnell zur Routine geworden. Die Villen, Pools und Hausangestellte selbstverständlich. Nun musste sie umso besonnener sein. Der Name Loretta Levi war ihr letzter Trumpf. Nur einmal konnte sie ihn ausspielen. Plötzlich spürte sie eine Berührung. Derrick hatte seine Hand auf ihren Oberschenkel gelegt. Der Pfarrer hielt mitten im Satz inne. Sprach dann aber weiter. Was fiel Derrick nur ein? Sie sagte nichts. Tat nichts. Sollte er sie doch begrabschen. Sie hatte seine Gunst. Das war das Einzige was zählte. Noch wusste er nichts von ihrem Bankrott. Niemand wusste es. Nicht einmal die Presse.  
„Wollen Sie Ihre Frau lieben und achten und Ihr die Treue halten?“
„Ja“, sagte Derrick. Wie aus der Pistole geschossen. Obwohl er noch gar nicht dran war.
„So antworten Sie bitte mit Ja ich will.“
„Ja, ich will“, wiederholte Derrick. Er schien überglücklich. Loretta hingegen kam die Galle hoch. Angewidert schluckte sie die bittere Flüssigkeit hinunter.
„Ich frage Sie…“ Der Pfarrer wendete sich ihr zu. „Wollen Sie Ihren Mann lieben und achten…“, hörte sie ihn sagen. Danach vernahm sie nichts mehr. Nur Stille. Alles drehte sich plötzlich. Der Schweiß brach ihr aus, lief an ihrem Körper hinunter. Ihr Make-Up war bestimmt hinüber, der Mascara verlaufen. Derrick sah sie an. Der Pfarrer ebenfalls.
„Sie sind dran“, flüsterte er. Doch sie hatte den Faden verloren. Was sollte sie noch Mal sagen?
„Ja“, krächzte sie. Durch die trockene Kehle hatte sie kaum Stimme. Der Pfarrer schien sie nicht verstanden zu haben. Er sagte: „So antworten Sie bitte mit einem deutlichen…“
Sie räusperte sich, hustete und sagte dann mit absoluter Entschlossenheit: „Ja, ich will.“ Der Pfarrer schien erleichtert. Doch dann fügte sie noch: „So wahr mir Gott helfe“, hinzu.  
Der Mund vom Pfarrer stand offen. Er schien ihre Abneigung bemerkt zu haben? Derrick etwa auch? Sie traute sich nicht ihn anzusehen. Die Nerven hatte sie verloren. Ausgerechnet kurz vor dem Ziel. Stimmengewirr entfaltete sich. Die Gäste tuschelten. Erst leise und dann immer lauter.
„Sind Sie bereit…“, fuhr der Pfarrer fort und schaute missmutig in die Menge. „…Die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken wird?“
Die Gäste stellten die Gespräche schlagartig ein. Eine beklemmende Stille entstand.
„Wie bitte?“ Loretta war fassungslos. Sah der Pfarrer denn nicht, dass ihr Zukünftiger ein alter Mann war? Kinder? Das sollte wohl ein Witz sein? Derrick sah das aber anders. „Ja sind wir!“, sagte er. Noch dazu voller Tatendrang.
„Sie sind also beide zur christlichen Ehe bereit?“
„Selbstverständlich.“ Derrick grinste. Dermaßen, dass sie ihm am liebsten eine Ohrfeige gegeben hätte.  
„So schließen Sie jetzt vor Gott und vor der Kirche den Bund der Ehe, indem sie die Vermählungsworte sprechen.“
„Vor Gottes Angesicht…“ Derrick hustete „…Nehme ich dich…“, röchelnd machte er eine Pause. „…Als meine Ehefrau…“, Kaum ein Wort war zu verstehen. Doch das schien mittlerweile jedem egal. Selbst dem Pfarrer.
Gleich war sie dran. Im Text lernen war sie geübt. Immerhin war sie Schauspielerin. Dementsprechend hätte sie eigentlich vorbereitet sein sollen. Nichtsdestotrotz hatte sie einen Blackout. Verzweifelt schaute sie zum Pfarrer. Sein Blick sprach Bände. Sie sollte Ruhe bewahren. Alles würde gut. Ein Blumenmädchen stand plötzlich neben ihr. In dessen Hand ein Samtkissen. Derrick nahm einen Ring von diesem und sprach: „Trage diesen Ring als Zeichen…“ Schon wieder hustete er. Er bekam den Satz gerade so vollendet
„Im Namen des Vaters und des Sohnes…“, ergänzte der Pfarrer.
Loretta nahm den anderen Ring. Ihr Blick war in die Ferne gerichtet.
„Ich verspreche dir die Treue.“ Das war der einzige Satz an den sie sich überhaupt erinnerte. Hoffentlich genügte das. Sie ließ den Ring über seinen Finger gleiten.  
„Reichen Sie nun einander die Hand…“ Die Trauung neigte sich dem Ende. Gott sei Dank. Nicht mehr lange und sie würde Ohnmächtig.
„Im Namen Gottes und der Kirche bestätige ich den Ehebund, den Sie geschlossen haben.“ Der Pfarrer klang wenig überzeugt. Doch es war vollbracht. „Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“
Derrick zog sie an sich. Angewidert nahm sie den Geruch von Nikotin und Wurst war. Krampfhaft riss er an dem Schleier. Beinahe hätte er diesen komplett vom Kopf gerissen. Bestimmt war ihre Schminke verlaufen. Dennoch kam er näher. Immer näher. Garantiert hatte er Zwiebeln gegessen. Nichtsdestotrotz presste er seine Lippen auf ihre.

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, vielen lieben Dank smile Bitte lasst ein Kommentar da.
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WaboSG
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BeitragVerfasst am: 25.01.2022 12:47    Titel: Der Konflikt wird nicht ganz klar Antworten mit Zitat

Hallo Mine,
es fällt sofort auf, dass du eine klare Vorstellung davon hast, wie deine Figuren zueinander stehen sollen. Ein Konflikt ist gut. Loretta benötigt Geld und muss sich die Frage stellen ob sie es so nötig hat sich dafür selbst zu verkaufen. Wenn man so will die Frage ob der Zweck die Mittel heiligt.
Aber hier, finde ich, schwimmt die Geschichte ein wenig davon, denn Loretta trägt ihre eigene Entscheidung nicht so richtig. Entweder sollte sie glücklich sein, ihre finanziellen Sorgen endlich gelöst zu wissen. Als Schauspielerin sollte es ihr obendrein doppelt leicht fallen die Rolle der glücklichen Braut zu mimen. Sie behält schließlich ihren Lebensstil etc. Eine Zweckehe ist noch keine Zwangsehe. Hier heiligt ihr Zweck die Mittel.
Oder Lorettas Abneigung gegen ihren Zukünftigen sollte sie brechen, weil es doch nicht ihr Mittel ist. Weil Liebe doch nicht käuflich ist. Dann müsste ihr Hass aber nicht gegen ihn gehen, sondern gegen die Umstände, die sie zwingen das zu tun. In diesem Fall reicht es (oder wäre vielleicht besser), wenn er unattraktiv ist, aber kein Monster.
Ich habe das Gefühl, dass du den Mord an ihm schon rechtfertigst, weil er ein mieses Schwein sein soll, aber aktuell verhilft er einer abgetakelten Schauspielerin, die keine Rollen mehr bekommt zurück in den Geldadel, Zwiebelatem hin oder her.
Dazu zwei kleine Logikfehler: Eine Topschauspielerin mit Millionenpublikum hat keine Probleme mit einem unbequemen Kleid oder hochhackigen Schuhen. Die Wahl des Ortes: Wenn ihr die Ehe so verhasst ist, dann wäre ihr Monaco auch nicht lieber um diese zu schließen.

Der Konflikt ist an sich schon spannend, aber ich glaube, dass du diesen noch besser herausarbeiten kannst. Ich hoffe das klingt nicht zu hart. Lass uns doch Teil haben an Lorettas vergangenem Charme. Daran, dass sie immer noch eine große Schauspielerin ist, daran, dass sie es kaum abwarten kann die verlorene Kontrolle über ihr Leben wieder zurückzubekommen...

LG
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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 25.01.2022 18:46    Titel: Re: Textprobe Loretta Antworten mit Zitat

Hallo smile
Miné hat Folgendes geschrieben:

Loretta 1980

Loretta war eine Königin, ihre Schleppe Komma meterlang, wurde von mehreren Mädchen getragen. Hauptsächlich von Älteren. Die Kleineren Kleine Mädchen liefen vor ihr und streuten Blumen. Rosa waren ihre die Kleidchen und ihre Gesichter niedlich. Unzählige Male wurde geprobt. Nun war es so weit. In wenigen Augenblicken würde Loretta Derrick Kux heiraten. Ist das ein Name oder heißt der Mann Derrick Kux? Einen exzentrischen Millionär. Er wartete bereits am Altar. Neben ihm der Pfarrer. Ein kultivierter Mann mit einer Bibel in der Hand. Ihr Zukünftiger hingegen wirkte abscheulich. Sein Raucherhusten war nervtötend und sein der Bauch immense. Daran änderte auch kein maßgeschneiderter Anzug etwas. Wieso drängten die Banken und Gläubiger auch dermaßen auf ihr Geld? Und wieso warum bekam sie keine Rollenangebote mehr? Gebettelt und gefleht hatte sie. Wo? Bei wem? Sogar Nebenrollen spielen wollen. ??? Doch die Gagen waren ein Witz gewesen. Überwiegend sollte sie noch Geld mitbringen. Obwohl sie Loretta Levi war. Jahrzehntelang hatte sie ein Millionenpublikum begeistert. Das sollten andere erst einmal nachmachen. Nichtsdestotrotz wurde sie immer weniger erkannt. Kaum jemand verlangte noch ein Autogramm. Sie war finanziell am Ende, brauchte dringend einen Ehemann mit Geld.
Derrick Kux kam da gerade recht. Er grinste widerlich. Von Liebe keine Spur. Er war ein unübertreffbarer Dieses Wort kann man nicht steigern Narzisst. Sogar ihr Brautkleid hatte er ausgesucht. Aus Blattgold musste es sein und von oben bis unten mit Perlen bestickt. Dadurch wurde es zwar extrem schwer, aber Einwände waren sinnlos. Sie hatte sich zu fügen. Einen knallharten Ehevertrag unterzeichnet. In Millionärskreisen war das so üblich. Hoffentlich käme er nur nie auf die Idee Komma sich scheiden zu lassen. Dann wäre sie nämlich wieder da, wo sie jetzt auch war. Wie er wohl auf ihre Schulden reagieren würde? Immerhin sollte er diese bezahlen.
Schwer atmend setzte sie einen Fuß vor den anderen. Loretta fühlte sich erschöpft. Diese Hitze und dann auch noch das schwere Kleid. Am liebsten hätte sie sich kurz gesetzt. Doch wie hätte das ausgesehen? Als, ob sie sich unsicher wäre. Sie wurde sowieso schon skeptisch genug gemustert. Hunderte von Gästen waren anwesend, die Kathedrale bis auf den letzten Platz gefüllt. Jeder stand. Auf der Orgel wurde der Hochzeitsmarsch gespielt. Das Blumenmädchen vor ihr summte die Melodie mit. Wie unbeschwert die Kinder waren. Die Erwachsenen hingegen verhielten sich wie bei einer Beerdigung. Sie begegnete bloß monotonen Gesichtern und suchte vergeblich nach einem wohlgesonnen Lächeln. Wer waren diese Leute bloß? Sie kannte niemanden.
Der Weg zum Altar zog sich und schien plötzlich ellenlang. Wieso mussten sie auch derart hohe Schuhe tragen? Nicht, dass sie noch stolpern würde. Das fehlte gerade noch. Am Ende müsste sie den Gang noch humpelnd fortsetzen. Dabei sollte sie wie eine Elfe schweben. Derrick hatte diesbezüglich klare Vorstellungen. Durch sein Geld war er unfassbar eitel und glaubte, er könnte sich alles erlauben. Jegliche Frechheit musste sie sich gefallen lassen. Ansonsten würde er sie eiskalt fallen lassen. Dessen war sie sich hundertprozentig sicher.
Wie auf Autopilot schritt sie vorwärts. Ihre Die Gedanken überschlugen sich, ihr der Kreislauf spielte verrückt. Ihre Die Hände schwitzten. Ihr Mund war staubtrocken und ihre die Spucke klebte regelrecht am Gaumen. Wieso stand ihr niemand bei? Nicht einmal ein Familienmitglied war anwesend. Wie auch, wenn alle tot waren. Ihren Vater hatte sie nicht einmal kennengelernt. Die Frage ergibt keinen Sinn.
Allein meisterte sie den Mittelgang der Kathedrale. Diese unerträgliche Hitze. Im Gegensatz zu den Männern musste sie wenigstens kein Jackett oder ein bis obenhin zugeknöpftes Hemd tragen. Ganz im Gegenteil. Ihre Schultern waren frei. Ihr Ausschnitt erschreckend tief. Derrick wollte das so. Jeder sollte sehen, was sie zu bieten hatte. Anstand war für ihn ein Fremdwort und Moral erst recht. Schließlich prahlte er mit ihren Brüsten. Zumindest durfte sie ein prachtvolles Collier tragen. Ein Geschenk von ihm. Sie selbst besaß nichts mehr dergleichen. Nicht einmal ein Ring war ihr geblieben.
Sie bereute ihre Verschwendungssucht. Nie wieder würde sie achtlos mit Geld umgehen. Noch besaß sie aber nichts und laut Ehevertrag blieb das auch so. Ihr stand lediglich das zu, was er ihr geben würde. Es sei denn er starb. Wieder einmal wünschte sie ihm den Tod. Möglichst bevor der Pfarrer: „Sie dürfen die Braut jetzt küssen“ Kein Komma sagen würde. Sie hasste seine feuchten Lippen und wie er in ihren Mund sabberte. Unbeschreiblich war das. Davon hatte sie bereits mehr als genug. Wieso konnte er nicht gutaussehend und charmant sein? Loretta überlegte immer noch Komma die Hochzeit platzen zu lassen. und Derrick Kux vor dem Altar stehen zu lassen. Doch welche Alternative bliebe dann? Nein, ihr Ansehen musste gewahrt werden. Koste es Komma was es wolle. Sie hatte bereits zu viel durchgemacht, um nun aufzugeben.
Sie bemühte sich Komma zu lächeln und weniger zu schwitzen. Damit der Brautstrauß sich weniger rutschig anfühlte. Sie hielt ihn mit beiden Händen. Schon allein, weil er riesig war. Derrick wollte in jeder Hinsicht alle übertrumpfen. Geld spielte keine Rolle. Davon hatte er genug. Er war ein Meister der Verhandlung. Derrick arbeitete aber mit allen Tricks und scheute sich nicht davor, Menschen unter Druck zu setzen. Er kämpfte immer mit harten Bandagen. Angst war seine stärkste Waffe. Damit bekam er jeden. Sogar sie. Selbst, wenn sie alles hinschmeißen wollte, sie hätte es niemals getan. Weil, er ihr das nie verziehen hätte. Sich mit Derrick anzulegen wagte niemand. Wie hätte er auch dagestanden, wenn die Braut plötzlich einen Rückzieher machte? Noch dazu kommentarlos. Sie hätte sich zwar entschuldigen können, aber eine solch prunkvolle Hochzeit sagte man doch nicht ab. Der Gesichtsverlust für Derrick wäre zu groß gewesen. Es wäre Wahnsinn gewesen Komma das zu tun. Ein Selbstmord auf Raten.
In Gold und auf einem roten Teppich ging sie ihrem Schicksaal entgegen. Mit erhobenem Kopf und Tränen in den Augen. Sie war schockiert über sich selbst. Doch es gab kein Zurück. Damit musste sie sich endlich abfinden. Derrick war eine gute Wahl. Schließlich hatte sie 20 Millionen Schulden. Wenn nicht sogar mehr. Nur vom Koksen? Ansonsten stimmt das Exposè nicht.
Beinahe hätte sie mit dem Kopf geschüttelt. So fassungslos war sie über sich selbst. Dass sie es soweit hatte kommen lassen. Derrick wollte sie wie eine Trophäe besitzen und vor allen Dingen als seine Eroberung vorführen. Warum sonst war sie dermaßen herausgeputzt? Die besten Frisöre und Maskenbildner hatte er einfliegen lassen. Selbstverständlich zwei Dutzend. Eine Haarverlängerung hatte sie bekommen. Sie gefiel sich zwar, so wie sie war, aber Derrick hatte grundsätzlich das letzte Wort. Er bestimmte ihre Frisur. Wie die Kaiserin Elisabeth von Österreich musste sie aussehen. Dunkel wurde ihr Haar gefärbt und Stundenlang geflochten. Weg war die blonde Farbe und die Dauerwelle. Alles nur um Derrick zu gefallen. Einem entsetzlichen Angeber. Und doch bestimmte er von nun ab über ihr Leben.
Ein Schauder lief ihren Rücken hinab. Oder war es Schweiß? Wer wollte schon einen 75-Jährigen heiraten? Egal, ob Millionär oder nicht. Sie verabscheute ihn. Schon immer. Auf jeder Gala, jedem Filmfestival, ganz gleich Komma wo sie ihm begegnet war, hatte sie sofort die Flucht ergriffen. Früher war er zwar wesentlich jünger, Jeder Mensch war früher einmal jünger aber sein Benehmen stets fragwürdig gewesen. Nichtsdestotrotz war er auf jeder Veranstaltung der Ehrengast. Nur, weil er reicher war, wie alle anderen zusammen. Vermutlich waren auch deshalb alle gekommen.
„Hilfe“, hauchte sie. Immer noch wurde der Hochzeitsmarsch gespielt. Und immer noch waren alle Augen auf sie gerichtet. Sie machte ihren Rücken Kerzengerade. Nahm die Schultern zurück, streckte die Brust heraus. So, wie es Derrick gerne hatte. Er sollte zufrieden sein. Zumindest halbwegs. Ihr Puls raste. Schweiß bildete sich überall. Das Kleid klebte am Körper. 40 Grad im Schatten waren definitiv zu viel. Die Luft war viel zu stickig. Drinnen sowie draußen. Wenn es ihr nach gegangen wäre, hätte die Hochzeit irgendwo am Strand stattgefunden. Derrick wollte aber den Kaiser- und Mariendom zu Speyer. Die größte romanische erhaltene Kirche der Welt. Blöd, dass die ausgerechnet in Rheinland-Pfalz stand. Monaco oder Monte Carlo wäre ihr definitiv lieber gewesen, aber Derrick war ein Egoist. Wünsche las er ihr grundsätzlich nicht von den Lippen ab. Ganz im Gegenteil. Er verlangte Unmögliches. Die Schuhe waren unerträglich hoch. Noch nie hatte sie in so etwas laufen können. Jeder Schritt war eine Qual, genau wie das Atmen in dem Korsett.
„Durchzug“, murmelte sie. Den hätte sie gut gebrauchen können. Um ihren Kreislauf zu beschwichtigen. Die Gesichter waren ihr immer noch fremd. Doch wie konnte das sein? Schließlich kannte sie fast jeden in der Filmbranche. Sie hatte mit den berühmtesten Schauspielern und Regisseuren gedreht. Davon musste doch jemand da sein. Fünfzig Personen hatte sie aufgeschrieben. Derrick wollte sich darum kümmern. Immer wieder ließ sie ihren Blick umherschweifen. Das Ergebnis blieb aber gleich. Sie war umgeben von Fremden.
„Ja, ich will“, flüsterte Loretta. Immer wieder. So lange, bis sie es selbst einigermaßen glaubte. Die Musik verstummte. Sie war angekommen. Machthaberisch ergriff Derrick ihre Hand. Wie ein Adler, der seine Beute fest umklammerte. Die Blumenmädchen setzten sich auf die für sie vorgesehenen Bänke. Die Menge hinter ihr nahm geräuschvoll Platz.
„Ich freue mich sehr Leerzeichen …“, begann der Pfarrer. Seine Stimme war lieblich und seine die Worte gütig. Ein Mann mit Format. Derrick hingegen Komma versuchte gerade Komma mit der Zunge irgendetwas störendes zwischen den Zähnen wegzumachen. Er nahm sogar seinen Zeigefinger zu Hilfe. Und dann hustete er. In ihre Richtung und ohne sich die Hand vor den Mund zu halten. Der Pfarrer schien zwar verwundert, fuhr aber unbeirrt mit der Trauung fort. Was sonst sollte er tun? Sie fragen, ob das wirklich ihr Ernst wäre? Ob sie wirklich bereit war ihr Leben wegzuschmeißen?
„Sie dürfen sich gerne setzen.“ Der Pfarrer meinte sie Loretta. Lächelnd deutete er auf den Stuhl hinter ihr, der genauso gut ein Thron hätte sein können. Derrick saß bereits und puhlte immer noch in seinem Mund.
„Verfluchte Mettwurst“, fluchte er.
Loretta ignorierte ihn. Sie zog es vor, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Nicht, dass sie doch noch schreiend aufspringen und davonrennen würde.
Wie schön alles hergerichtet war. Überall standen Blumenbouquets. Teilweise meterhoch. Trotzdem konnte sie sich kein bisschen freuen. Die Floristen samt Innendesignern hatten sich zwar selbst übertroffen, aber nichts war so, wie sie es gewollt hätte. Nämlich schlicht und einfach. Wenn sie es schlicht und einfach mag, wieso hat sie dann so hohe Schulden? Ohne eine Schar an Fremden oder überkandiertem Schnickschnack. Ihr fehlte nur noch eine Krone. Naja, dafür musste sie ein Diadem tragen. Auch Darauf hatte Derrick bestanden.

„Was für ein schönes Paar“, hörte sie den Pfarrer sagen. Ein zögerliches Klatschen folgte. Ein tobender Applaus blieb jedoch aus. Der Pfarrer zog eine Braue hoch. Er war wohl an größeren Zuspruch gewöhnt.
„Beifall für meine atemberaubende Braut“, sagte Derrick. Er erhob sich. Schamlos zeigte er mit ausgestrecktem Finger auf Loretta. Sie wusste kaum Komma wie ihr geschah. Wieso tat Derrick das? Notgedrungen stand sie auf. Die Menge klatschte. Allerdings kaum hörbar. Sie machte eine leichte Verbeugung, bevor sie sich wieder dem Pfarrer zuwendete. Verstehe ich nicht. Derrick steht zuerst, dann sitzt er. Sie steht vor dem Priester, er bittet sie, sich hinzusetzen, dann springt Derrick wieder auf, um auf die Braut zu weisen? Sorry ...
„Bitte Vater Komma fahren Sie fort“, bat sie. Ihre Stimme bebte. Diese Schmach konnte sie kaum ertragen. Nur Wenige hatten geklatscht.
„Wir haben uns heute hier versammelt Leerzeichen …“, sagte der Pfarrer. Jedoch weitaus weniger euphorisch. Der Enthusiasmus war ihm plötzlich abhandengekommen. Sein Lächeln war verschwunden. Der Glanz in seinen Augen erloschen. Nicht einmal er schien an diese Ehe zu glauben. Das alles war eine einzige Farce.
Ununterbrochen dachte sie an Derricks Geld. Stimmt nicht. Wie man gerade lesen konnte. An die vermutlich 300 Millionen, die er besaß. Sie tröstete sich bereits jetzt schon damit. Was war dagegen schon eine Unannehmlichkeit Komma wie ein zu enges Korsett? Hauptsache Komma sie konnte mit einer engen Taille glänzen. Das war in diesen Kreisen einfach ein gesellschaftliches Muss. Schönsein war alles. Selbstbeherrschung auch. Ein Fehltritt und man war draußen. Nicht einmal Weltstars bekamen eine zweite Chance. Schon gar nicht, wenn man jemanden betrunken zu Tode fuhr. Die Leute verlangten Idole. Jemanden zu dem sie hinaufblicken konnten. Loretta hatte das Jahrzehnte geschafft. Bis sie dann irgendwann übermütig wurde. Kokain und Heroin. Aus purer Langeweile. Der Erfolg war zu schnell zur Routine geworden. Die Villen, Pools und Hausangestellte selbstverständlich. Nun musste sie umso besonnener sein. Der Name Loretta Levi war ihr letzter Trumpf. Nur einmal konnte sie ihn ausspielen.
Plötzlich spürte sie eine Berührung. Derrick hatte seine Hand auf ihren Oberschenkel gelegt. Der Pfarrer hielt mitten im Satz inne. Sprach dann aber weiter. Was fiel Derrick nur ein? Sie sagte nichts. Tat nichts. Sollte er sie doch begrabschen. Sie hatte seine Gunst. Das war das Einzige Komma was zählte. Noch wusste er nichts von ihrem Bankrott. Niemand wusste es. Nicht einmal die Presse.  
„Wollen Sie Ihre Frau lieben und achten und Ihr die Treue halten?“
„Ja“, sagte Derrick. Wie aus der Pistole geschossen. Obwohl er noch gar nicht dran war.
„So antworten Sie bitte mit -Ja ich will-.“
„Ja, ich will“, wiederholte Derrick. Er schien überglücklich. Loretta hingegen kam die Galle hoch. Angewidert schluckte sie die bittere Flüssigkeit hinunter.
„Ich frage Sie Leerzeichen …“ Der Pfarrer wendete wandte sich ihr zu.
„Wollen Sie Ihren Mann lieben und achten Leerzeichen …“, hörte sie ihn sagen. Danach vernahm sie nichts mehr. Nur Stille. Alles drehte sich plötzlich. Der Schweiß brach ihr aus, lief an ihrem Körper hinunter. Das macht er schon die ganze Zeit. Ihr Make-Up war bestimmt hinüber, der Mascara verlaufen. Derrick sah sie an. Der Pfarrer ebenfalls.
„Sie sind dran“, flüsterte er. Doch sie hatte den Faden verloren. Was sollte sie noch mal sagen?
„Ja“, krächzte sie. Durch die trockene Kehle hatte sie kaum Stimme. Der Pfarrer schien sie nicht verstanden zu haben. Er sagte: „So antworten Sie bitte mit einem deutlichen Leerzeichen …“
Sie räusperte sich, hustete und sagte dann mit absoluter Entschlossenheit: „Ja, ich will.“
Der Pfarrer schien erleichtert. Doch dann fügte sie noch: „So wahr mir Gott helfe“, hinzu.  
Der Mund vom des Pfarrers stand offen. Er schien ihre Abneigung bemerkt zu haben? Derrick etwa auch? Sie traute sich nicht Komma ihn anzusehen. Die Nerven hatte sie verloren. Ausgerechnet kurz vor dem Ziel. Stimmengewirr entfaltete sich. Die Gäste tuschelten. Erst leise und dann immer lauter.
„Sind Sie bereit Leerzeichen …“, fuhr der Pfarrer fort und schaute missmutig in die Menge. "Die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken wird?“
Die Gäste stellten die Gespräche schlagartig ein. Eine beklemmende Stille entstand.
„Wie bitte?“ Loretta war fassungslos. Sah der Pfarrer denn nicht, dass ihr Zukünftiger ein alter Mann war? Kinder? Das sollte wohl ein Witz sein? Derrick sah das aber anders. „Ja sind wir!“, sagte er. Noch dazu voller Tatendrang.
„Sie sind also beide zur christlichen Ehe bereit?“
„Selbstverständlich.“ Derrick grinste. Dermaßen, dass sie ihm am liebsten eine Ohrfeige gegeben hätte.  
„So schließen Sie jetzt vor Gott und vor der Kirche den Bund der Ehe, indem sie die Vermählungsworte sprechen.“
„Vor Gottes Angesicht Leerzeichen …“ Derrick hustete „…Nehme ich dich Leerzeichen …“, röchelnd machte er eine Pause. „…Als meine Ehefrau Leerzeichen …“, Kaum ein Wort war zu verstehen. Doch das schien mittlerweile jedem egal. Selbst dem Pfarrer.
Gleich war sie dran. Im Text lernen war sie geübt. Immerhin war sie Schauspielerin. Dementsprechend hätte sie eigentlich vorbereitet sein sollen. Nichtsdestotrotz hatte sie einen Blackout. Verzweifelt schaute sie zum Pfarrer. Sein Blick sprach Bände. Sie sollte Ruhe bewahren. Alles würde gut. Ein Blumenmädchen stand plötzlich neben ihr. In dessen Hand ein Samtkissen. Derrick nahm einen Ring von diesem und sprach: „Trage diesen Ring als Zeichen Leerzeichen …“ Schon wieder hustete er. Er bekam den Satz gerade so vollendet
„Im Namen des Vaters und des Sohnes…“, ergänzte der Pfarrer.
Loretta nahm den anderen Ring. Ihr Blick war in die Ferne gerichtet.
„Ich verspreche dir die Treue.“ Das war der einzige Satz Komma an den sie sich überhaupt erinnerte. Hoffentlich genügte das. Sie ließ den Ring über seinen Finger gleiten.  
„Reichen Sie nun einander die Hand Leerzeichen …“ Die Trauung neigte sich dem Ende. Gott sei Dank. Nicht mehr lange und sie würde ohnmächtig.
„Im Namen Gottes und der Kirche bestätige ich den Ehebund, den Sie geschlossen haben.“ Der Pfarrer klang wenig überzeugt. Doch es war vollbracht. „Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“
Derrick zog sie an sich. Angewidert nahm sie den Geruch von Nikotin und Wurst war. Krampfhaft riss er an dem Schleier. Beinahe hätte er diesen komplett vom Kopf gerissen. Bestimmt war ihre Schminke verlaufen. Dennoch kam er näher. Immer näher. Garantiert hatte er Zwiebeln gegessen. Nichtsdestotrotz presste er seine Lippen auf ihre.

Wenn ihr bis hierhin gelesen habt, vielen lieben Dank smile Bitte lasst ein Kommentar da.


Es liest sich im Großen und Ganzen recht flüssig.
Ich empfinde den Text in einigen Teile als absolut geschwätzig, denn wenn der Leser einmal die Abneigung gegen den Zukünftigen sowie die Umgebung wahrgenommen hat, muss das nicht pausenlos erneut durch den Wolf gedreht werden. Ich bin mir sicher, halb so lang wäre der Text ein super Einstieg. So wird die ohnehin dünne Handlung von einem Berg an Infodump erdrückt.
Alles kann, nichts muss.
MfG


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BeitragVerfasst am: 25.01.2022 19:28    Titel: Re: Exposé Lorettas Schandtat Antworten mit Zitat

Miné hat Folgendes geschrieben:
Inhaltsangabe des Exposes:

Loretta Levi hier hätte ich erwähnt, dass sie eine erfolgreiche Schauspielerin war verfällt in den 80 Jahren dem Kokain ist das hier wichtig? Nicht eher, dass sie ihre Karriere ruiniert hat und hochverschuldet ist? und heiratet unter dem Druck der Banken sowie Gläubigern einen exzentrischen Millionär, den sie nach der Hochzeit umbringt. Den Verdacht lenkt sie auf seine Geliebte, die zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wird. Loretta verprasst währenddessen ihr Erbe und verursacht vollgepumpt mit Drogen einen schweren Autounfall. Monate lang liegt sie im Koma, und als sie aufwacht, ist sie fest entschlossen, ihr Leben in Ordnung zu bringen. Sie will reinen Tisch machen, allen die Wahrheit erzählen, aber stattdessen eröffnet sie ein Hotel in der Eifel, komischer Sinneswandel wo knapp 20 Jahre später die verurteilte Geliebte auftaucht. Sie hat ihre Haftstrafe abgesessen und will Rache, wobei sie kurz darauf tot ist. Ermordet von Loretta, die ihre Leiche im Wald verscharrt und dabei von einem Mitarbeiter beobachtet wird, den sie zum Geschäftsführer ernennt. Jede Gefahr kann sie mit Geld oder Charme abwenden, obwohl die Angst bleibt, die sie nahezu verrückt und zur Alkoholikerin macht. Sie glaubt, bereits davon gekommen zu sein, aber dann häufen sich plötzlich mysteriöse Todesfälle in ihrem Umkreis ...

Mir fehlt der Ort für den ersten Teil, aber klingt interessant. Konflikte hast du genug


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BeitragVerfasst am: 25.01.2022 19:57    Titel: Re: Textprobe Loretta Antworten mit Zitat

Miné hat Folgendes geschrieben:

Loretta war eine Königin, ihre Schleppe Meterlang, wurde von mehreren Mädchen getragen. Hauptsächlich von Älteren. Die Kleineren liefen vor ihr und streuten Blumen. Rosa waren ihre Kleidchen und ihre Gesichter niedlich. Unzählige Male wurde geprobt. Nun war es so weit. In wenigen Augenblicken würde Loretta Derrick Kux heiraten. Einen exzentrischen Millionär. Er wartete bereits am Altar. Neben ihm der Pfarrer. Ein kultivierter Mann mit einer Bibel in der Hand. Ihr Zukünftiger hingegen wirkte abscheulich. Sein Raucherhusten war nervtötend und sein Bauch immense. Daran änderte auch kein Maßgeschneiderter Anzug etwas. Wieso drängten die Banken und Gläubiger auch dermaßen auf ihr Geld? Und wieso bekam sie keine Rollenangebote mehr? Gebettelt und gefleht hatte sie. Sogar Nebenrollen spielen wollen. Doch die Gagen waren ein Witz gewesen. Überwiegend sollte sie noch Geld mitbringen. Obwohl sie Loretta Levi war. Jahrzehntelang hatte sie ein Millionenpublikum begeistert. Das sollten andere erst einmal nachmachen.

Bis hierher ist es kompakt und man erhält alle Info, die man braucht: Wer sie ist, dass sie ihn nicht leiden kann, dass sie Geld braucht und was sie gerade macht. Lediglich diese kurzen, abgehackten Sätze wirken auf mich beim Lesen wie stop and go. Und es würde auch helfen, wenn du eine Rechtschreibprüfung drübergehen lässt.


Miné hat Folgendes geschrieben:

Hunderte von Gästen waren anwesend, die Kathedrale bis auf den letzten Platz gefüllt. Jeder stand. Auf der Orgel wurde der Hochzeitsmarsch gespielt. Das Blumenmädchen vor ihr summte die Melodie mit.

Hier wird noch das Setting erklärt. Das ist auch ok.

Miné hat Folgendes geschrieben:
Nicht einmal ein Familienmitglied war anwesend. Wie auch, wenn alle tot waren. Ihren Vater hatte sie nicht einmal kennengelernt.
Allein meisterte sie den Mittelgang der Kathedrale.

Ihr Umfeld wird erklärt. Kann man machen, aber kurz, sonst später.

Miné hat Folgendes geschrieben:
Wer wollte schon einen 75-Jährigen heiraten? Egal, ob Millionär oder nicht. Sie verabscheute ihn. Schon immer. Auf jeder Gala, jedem Filmfestival, ganz gleich wo sie ihm begegnet war, hatte sie sofort die Flucht ergriffen. Früher war er zwar wesentlich jünger, aber sein Benehmen stets fragwürdig gewesen. Nichtsdestotrotz war er auf jeder Veranstaltung der Ehrengast. Nur, weil er reicher war, wie alle anderen zusammen.

Das ist ein Rückblick, den ich auch ganz gut finde. würde ich wahrscheinlich am Anfang des zweiten Kapitels bringen, damit es hier den Erzählfluss nicht verlangsamt, ist aber gut formuliert.

Miné hat Folgendes geschrieben:
Das Kleid klebte am Körper. 40 Grad im Schatten waren definitiv zu viel. Die Luft war viel zu stickig. Drinnen sowie draußen. Wenn es ihr nach gegangen wäre, hätte die Hochzeit irgendwo am Strand stattgefunden. Derrick wollte aber den Kaiser- und Mariendom zu Speyer. Die größte romanische erhaltene Kirche der Welt.

Hier kannst du ggf. noch einbauen, was sie für ein Kleid hat, aber kurz. sonst unterbrichst du die Handlung zu lang.

Miné hat Folgendes geschrieben:
Die Musik verstummte. Sie war angekommen. Machthaberisch ergriff Derrick ihre Hand. Wie ein Adler, der seine Beute fest umklammerte. Die Blumenmädchen setzten sich auf die für sie vorgesehenen Bänke. Die Menge hinter ihr nahm Geräuschvoll Platz.
„Ich freue mich sehr…“, begann der Pfarrer. Seine Stimme war lieblich und seine Worte gütig. Ein Mann mit Format. Derrick hingegen versuchte gerade mit der Zunge irgendetwas störendes zwischen den Zähnen wegzumachen. Er nahm sogar seinen Zeigefinger zu Hilfe. Und dann hustete er. In ihre Richtung und ohne sich die Hand vor den Mund zu halten. Der Pfarrer schien zwar verwundert, fuhr aber unbeirrt mit der Trauung fort. Was sonst sollte er tun? Sie fragen, ob das wirklich ihr Ernst wäre? Ob sie wirklich bereit war ihr Leben wegzuschmeißen?
„Sie dürfen sich gerne setzen.“ Der Pfarrer meinte sie. Lächelnd deutete er auf den Stuhl hinter ihr, der genauso gut ein Thron hätte sein können. Derrick saß bereits und puhlte immer noch in seinem Mund.
„Verfluchte Mettwurst“, fluchte er.
Loretta ignorierte ihn. Sie zog es vor, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Nicht, dass sie doch noch schreiend aufspringen und davonrennen würde.
Wie schön alles hergerichtet war. Überall Standen Blumen Bouquets. Teilweise Meterhoch. Trotzdem konnte sie sich kein Bisschen freuen. Die Floristen samt Innendesignern hatten sich zwar selbst übertroffen, aber nichts war so, wie sie es gewollt hätte. Nämlich schlicht und einfach.
jetzt geht die Handlung weiter. Schön widerlich, gut ausgedacht.

Miné hat Folgendes geschrieben:
„Was für ein schönes Paar“, hörte sie den Pfarrer sagen. Ein zögerliches Klatschen folgte. Ein tobender Applaus blieb jedoch aus. Der Pfarrer zog eine Braue hoch. Er war wohl an größeren Zuspruch gewöhnt.
„Beifall für meine atemberaubende Braut“, sagte Derrick. Er erhob sich. Schamlos zeigte er mit ausgestrecktem Finger auf Loretta. Sie wusste kaum wie ihr geschah. Wieso tat Derrick das? Notgedrungen stand sie auf. Die Menge klatschte. Allerdings kaum hörbar. Sie machte eine leichte Verbeugung, bevor sie sich wieder dem Pfarrer zuwendete.
„Bitte Vater fahren Sie fort“, bat sie. Ihre Stimme bebte. Diese Schmach konnte sie kaum ertragen. Nur Wenige hatten geklatscht.
Diese Szene finde ich schräg. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Pfarrer sowas sagt. Lass doch den Pfarrer weg und nur Derrick sich plötzlich produzieren. Damit wir er noch doofer.

Miné hat Folgendes geschrieben:
„Wir haben uns heute hier versammelt…“, sagte der Pfarrer. Jedoch weitaus weniger euphorisch. Der Enthusiasmus war ihm plötzlich abhandengekommen. Sein Lächeln war verschwunden.


Miné hat Folgendes geschrieben:
Noch wusste er nichts von ihrem Bankrott. Niemand wusste es. Nicht einmal die Presse.  
„Wollen Sie Ihre Frau lieben und achten und Ihr die Treue halten?“
„Ja“, sagte Derrick. Wie aus der Pistole geschossen. Obwohl er noch gar nicht dran war.
„So antworten Sie bitte mit Ja ich will.“
„Ja, ich will“, wiederholte Derrick. Er schien überglücklich. Loretta hingegen kam die Galle hoch. Angewidert schluckte sie die bittere Flüssigkeit hinunter.
„Ich frage Sie…“ Der Pfarrer wendete sich ihr zu. „Wollen Sie Ihren Mann lieben und achten…“, hörte sie ihn sagen. Danach vernahm sie nichts mehr. Nur Stille. Alles drehte sich plötzlich. Der Schweiß brach ihr aus, lief an ihrem Körper hinunter. Ihr Make-Up war bestimmt hinüber, der Mascara verlaufen. Derrick sah sie an. Der Pfarrer ebenfalls.
„Sie sind dran“, flüsterte er. Doch sie hatte den Faden verloren. Was sollte sie noch Mal sagen?
„Ja“, krächzte sie. Durch die trockene Kehle hatte sie kaum Stimme. Der Pfarrer schien sie nicht verstanden zu haben. Er sagte: „So antworten Sie bitte mit einem deutlichen…“
Sie räusperte sich, hustete und sagte dann mit absoluter Entschlossenheit: „Ja, ich will.“ Der Pfarrer schien erleichtert. Doch dann fügte sie noch: „So wahr mir Gott helfe“, hinzu.  
Der Mund vom Pfarrer stand offen. Er schien ihre Abneigung bemerkt zu haben? Derrick etwa auch? Sie traute sich nicht ihn anzusehen. Die Nerven hatte sie verloren. Ausgerechnet kurz vor dem Ziel. Stimmengewirr entfaltete sich. Die Gäste tuschelten. Erst leise und dann immer lauter.

Sehr schöner Abschnitt.

Miné hat Folgendes geschrieben:
„Sind Sie bereit…“, fuhr der Pfarrer fort und schaute missmutig in die Menge. „…Die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken wird?“
Die Gäste stellten die Gespräche schlagartig ein. Eine beklemmende Stille entstand.
„Wie bitte?“ Loretta war fassungslos. Sah der Pfarrer denn nicht, dass ihr Zukünftiger ein alter Mann war? Kinder? Das sollte wohl ein Witz sein? Derrick sah das aber anders. „Ja sind wir!“, sagte er. Noch dazu voller Tatendrang.
„Sie sind also beide zur christlichen Ehe bereit?“
„Selbstverständlich.“ Derrick grinste. Dermaßen, dass sie ihm am liebsten eine Ohrfeige gegeben hätte.  

Auch das ist bei einer Hochzeit nicht üblich, höchsten im Vorgespräch.

Miné hat Folgendes geschrieben:
„So schließen Sie jetzt vor Gott und vor der Kirche den Bund der Ehe, indem sie die Vermählungsworte sprechen.“
„Vor Gottes Angesicht…“ Derrick hustete „…Nehme ich dich…“, röchelnd machte er eine Pause. „…Als meine Ehefrau…“, Kaum ein Wort war zu verstehen. Doch das schien mittlerweile jedem egal. Selbst dem Pfarrer.
Gleich war sie dran. Im Text lernen war sie geübt. Immerhin war sie Schauspielerin. Dementsprechend hätte sie eigentlich vorbereitet sein sollen. Nichtsdestotrotz hatte sie einen Blackout. Verzweifelt schaute sie zum Pfarrer. Sein Blick sprach Bände. Sie sollte Ruhe bewahren. Alles würde gut. Ein Blumenmädchen stand plötzlich neben ihr. In dessen Hand ein Samtkissen. Derrick nahm einen Ring von diesem und sprach: „Trage diesen Ring als Zeichen…“ Schon wieder hustete er. Er bekam den Satz gerade so vollendet
„Im Namen des Vaters und des Sohnes…“, ergänzte der Pfarrer.
Loretta nahm den anderen Ring. Ihr Blick war in die Ferne gerichtet.
„Ich verspreche dir die Treue.“ Das war der einzige Satz an den sie sich überhaupt erinnerte. Hoffentlich genügte das. Sie ließ den Ring über seinen Finger gleiten.  
„Reichen Sie nun einander die Hand…“ Die Trauung neigte sich dem Ende. Gott sei Dank. Nicht mehr lange und sie würde Ohnmächtig.
„Im Namen Gottes und der Kirche bestätige ich den Ehebund, den Sie geschlossen haben.“ Der Pfarrer klang wenig überzeugt. Doch es war vollbracht. „Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“
Derrick zog sie an sich. Angewidert nahm sie den Geruch von Nikotin und Wurst war. Krampfhaft riss er an dem Schleier. Beinahe hätte er diesen komplett vom Kopf gerissen. Bestimmt war ihre Schminke verlaufen. Dennoch kam er näher. Immer näher. Garantiert hatte er Zwiebeln gegessen. Nichtsdestotrotz presste er seine Lippen auf ihre.

Ich kenne es in Deutschland nicht, dass das beides gemacht wird. Es gibt entweder ja, ich will, oder ein Eheversprechen. Beide Szenen sind gut, aber eine von beiden würde reichen.

Alles andere, was ich rausgeschmissen habe, ist zu viel, zu lang, doppelt und dreifach das gleiche gesagt und verlangsamt den Erzählfluss. Vieles kann man auch später in Dialogen einflechten. Am Anfang brauchen wir Action. Aber das haben die anderen ja auch schon gesagt.


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Miné
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BeitragVerfasst am: 26.01.2022 13:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die sehr freundlichen und hilfreichen Rückmeldungen.

Und bitte entschuldigt die Rechtschreibfehler. Es handelt sich um einen alten Text, der sozusagen lange in der Schublade lag und nie fertig wurde.

Ich bin neu und wollte einfach mal etwas einstellen.
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BeitragVerfasst am: 27.01.2022 10:02    Titel: Re: Textprobe Loretta Antworten mit Zitat

Miné hat Folgendes geschrieben:
Sogar ihr Brautkleid hatte er ausgesucht. Aus Blattgold musste es sein und von oben bis unten mit Perlen bestickt.
(Ich weiß nicht, ob ein Kleid aus Blattgold überhaupt getragen werden kann. Das Blattgold, was ich kenne, ist hauchdünn und wird mit größter Vorsicht gehandhabt. Vielleicht eher Verzierungen aus Blattgold oder ähnliches.)


Sie war angekommen. Machthaberisch ergriff Derrick ihre Hand. Wie ein Adler, der seine Beute fest umklammerte.
(Vielleicht "Machthaberisch" durch "herrisch" oder "besitzergreifend" austauschen.)
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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 27.01.2022 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Miné hat Folgendes geschrieben:
Es handelt sich um einen alten Text, der sozusagen lange in der Schublade lag und nie fertig wurde.
Ich bin neu und wollte einfach mal etwas einstellen.


Danke für den Hinweis. Dann spare ich mir die Zeit für Deinen nächsten Text.
MfG


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Miné
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BeitragVerfasst am: 27.01.2022 19:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hmmm Embarassed

Das wäre aber schade, da ich mit deinem Feedback sehr viel anfangen konnte.
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lia88
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BeitragVerfasst am: 27.01.2022 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Möchtest du aus der Idee noch was machen oder bist du inzwischen mit anderen Projekten beschäftigt? Potenzial hat das eventuell schon.


Ich find den Text und deine Idee insgesamt gut, humorvoll und anschaulich umgesetzt. Ich würd aber auch kürzen, besonders Stellen, die sich auf den Mann und sein 'allgemeines' Verhalten beziehen (zb den Absatz darüber, dass er gern Menschen unter Druck setzt). Das Verhalten, das man direkt auf der Hochzeit sieht, zb dass er sie ankleidet und nach Wurst aus dem Mund riecht, passt find ich gut ins Bild smile

Meinst du, dass es gelingen wird, bis zum Ende vom Buch mit Loretta mitfiebern zu wollen, wenn sie einen Mord nach dem anderen begeht?
Ich hatte mir gedacht, du könntest auch beim letzten Satz des Exposés in die Geschichte einsteigen, wo sie über die seltsamen Morde erfährt und dann stückchenweise die Kapitel über die früheren Morde einstreuen. Weiss aber nicht, ob das zu deiner Idee passt.
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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 28.01.2022 13:14    Titel: Antworten mit Zitat

lia88 hat Folgendes geschrieben:

Ich hatte mir gedacht, du könntest auch beim letzten Satz des Exposés in die Geschichte einsteigen, wo sie über die seltsamen Morde erfährt und dann stückchenweise die Kapitel über die früheren Morde einstreuen. Weiss aber nicht, ob das zu deiner Idee passt.


Diese Idee gefällt mir außerordentlich gut. So könnte Loretta am Anfang eine "normale" Frau sein, möglicherweise in irgendeiner Form ein Opfer, z.B. Justizopfer im Zusammenhang mit den seltsamen Morden, um dann im Laufe der Rückblenden dieses Bild umzukehren smile


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BeitragVerfasst am: 29.01.2022 11:46    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hmmm, ich weiß nicht so recht, ob ich aus Loretta noch mal was machen möchte. Zumal ich von Krimi auf Fantasy umgestiegen bin und den Eindruck habe, dass mir das eher liegt.

Vielleicht sollte ich einfach mal was ganz Aktuelles posten. Kopf an die Wand
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Seth Gecko
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BeitragVerfasst am: 30.01.2022 13:33    Titel: Antworten mit Zitat

Moin Miné,

und danke, dass Du Deinen Text hier mit uns teilst.

Also, ich muss zugeben, nicht bis zum Schluss durchgehalten zu haben.
Zu redundant erscheint mir die Struktur, zu sehr erzählst Du mir, wie etwas ist, anstatt dass Du es mich durch Deine Charaktere erleben lässt.
Wenige Stellen haben mich richtig aus dem Lesefluss herausgerissen, wie z.B. das Brautkleid, aus Blattgold. Hast Du Dich im Vorfeld über die Beschaffenheit und Verarbeitungsmöglichkeiten dieses Materials informiert?
Die kurzen Sätze, gerade am Anfang, wirken Stakkato-artig auf mich und erschweren eher den Einstieg, als dass sie ihn erleichtern. Auch die vielen Rechtschreibfehler sorgen für angestrengtes Lesen.
Mir wurde dafür vor einiger Zeit ein ganz cooles Tool empfohlen, vielleicht ist es ja auch etwas für Dich:
https://languagetool.org/de?pk_campaign=addon2-popup-logo

Wenn Dir meine Anmerkungen weiterhelfen konnten, freue ich mich.
Beste Grüße
Seth


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BeitragVerfasst am: 30.01.2022 14:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ist das Programm kostenfrei?
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BeitragVerfasst am: 30.01.2022 15:05    Titel: Antworten mit Zitat

Miné hat Folgendes geschrieben:
Ist das Programm kostenfrei?


Draufklicken und Rausfinden!


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BeitragVerfasst am: 30.01.2022 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde die Finger von diesem Programm lassen, taugt nichts.
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BeitragVerfasst am: 30.01.2022 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Mit dem Blattgold ist wahrscheinlich Goldsatin gemeint.
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BeitragVerfasst am: 30.01.2022 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Ich würde die Finger von diesem Programm lassen, taugt nichts.


Moin Ralphie,

mir hat das Programm bisher ganz gute Dienste geleistet. Kennst Du eine bessere, ebenfalls (Basis-)kostenfreie Möglichkeit?

Danke Dir und beste Grüße
Seth


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BeitragVerfasst am: 30.01.2022 15:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich empfehle Duden Online.
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