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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Brocken vom Brocken des Sisyphos


 

 
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 971



BeitragVerfasst am: 21.12.2021 17:19    Titel: Brocken vom Brocken des Sisyphos eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

16.12.2021

 x.
Das „Ich“ ist die Spiegelbox, in deren Mitte das „Ur“ und das „Abgegrenzte“ liegt, es ist die Architektur, die sich gleichermaßen nach allen Seiten ausrollt. Das „Ich“ ist der irreale Raum, der Wurf und Geworfenes fasst und verzerrt. Es ist die Abstraktion seiner Begegnungen.

x.
Das Ich spricht sich aus, indem es sich anspricht.

x.
Ein schlechthin vom „Ich“ unabgrenzbares „Es“, ist zb. die Grammatik. Es ist die Verschränkung, eines nicht abzubrechenden Dialogs, zum Atom. Der Zusammenfall des „Abgegrenzten“ als Metapher, mit den Reiznervositäten des „Ur“. Das "Ich" ist das Wasser, wenn die Grammatik der Fluss ist.

x.
Ich gehe um die Ecke und erschrecke mich vor einer Fremden Person. Ich greife mit der Hand zum Herzen. Was ist da passiert? Ich habe nicht gedacht, ich war sprachlos. Evoziert das „Ur“ diese Handlung, ohne sich mit dem „Ich“ zu verschränken? Und müsste man die Handlung Instinkt nennen?

x.
Das „Ur“ und das „Abgegrenzte“, sind das Buch, aus denen das „Ich“ ließt. Das „Ich“ übersetzt sie. Es ist wie ein Drehkreuz, in das die Reize des „Ur“ und das „Du, Es“ eintreten und als Geschichte wieder hinaustreten. Die Geschichte, di. das „Ich“. Es erzählt sich, indem es übersetzt.

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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 971



BeitragVerfasst am: 21.12.2021 17:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

17.12.2021

x.
Das „Kunst-Es“ ist der Ersatz eines „Vollkommenen-Du“ Ein Geschöpf, dass in einem vollkommenen „Ich-Du“ Bezug stände, hätte die Kunst nicht nötig. Ein Mensch, der wahrhaftig mit einem Gott verkehrte, wäre an Kunst nicht interessiert. Kunst, di. ist die „Prothese“ des „Einsamen Ichs“, der Wunsch einer vollkommenen Begegnung, die allen Ansprüchen des „Ichs“ entspricht. Sie ist die Gänsehaut dieser Erwartung. Sie ist seine Musik.

x.
Der Mensch ist die Schichtung vieler Grammatiken und jede Schicht ist eine Übersetzung ins Halbwahre,. Das „Ich“ ist der Gipfel dieser Fehlübersetzung, die Begrifflich Verzerrung der „Reiz-Grammatik“ ins „Mitteilbare“. Es ist dem „Ur“ selber ein „Du“, der taube Übersetzer, den das „Ur“ anruft, um sich in „Ich-Du, Ich-Es“ Bezüge zu setzen. Denn jeder „Ich-Du, Ich-Es Bezug, ist am Grunde ein ‚Ur-Du, Ur-Es“ Bezug, den das „Ich“ nur vermittelt und dabei unversehens zum Eigentlichen wird.

x.
Wir sagen; sie haben sich überworfen. Genauer müsste man sagen; sie haben ihr „Ich“ über den Anderen geworfen., bis das „Du“ des jeweiligen „Gegenüber“ verdeckt war. Sie haben ihren vertrauten „Gesellschaftsraum“ verdunkelt, jetzt sind sie beide blind. Jetzt tasten sie nach der Türe.

x.
Im „Unverstehen“ wird das „Du“ zum „Er, Sie“. Es wird zum Widerspruchs-Objekt, das dass „Ich“ des Widersprechenden evoziert.

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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 971



BeitragVerfasst am: 21.12.2021 17:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

18.12.2021

x.
Der Tastsinn, ist nur eine Art Interpunktion des Holzes, der Geruchssinn, nur eine Art Grammatik des Deodorants usw.

x.
Sieben plus Sieben, ist Vierzehn.
7+7=14
Übersetzung von Grammatik, in eine andere Grammatik. Das „=“ in der Rechenaufgabe, ist nicht das Äquivalent zu dem „ist“ in dem Satz darüber, sondern das des Kommas, das sich mit dem „ist“ erst zu einer Aussage verschränkt.

x.
Ist das Komma nötig, um den ersten Satz zu verstehen? Sicher nicht. Ist das Verstehen losgelöst von der Grammatik, gibt es einen Anti-Grammatikalischen Zug im Verstehen? Oder setzt das grammatikalische „Es“, dass sich unauflösbar mit dem „Ich“ verschränkt hat, imaginativ das Komma? Und wenn ja, warum wird diese Setzung nicht zu einem „Gedanken“? Liegt sie im „Ur“ des Menschen, oder ist das „Ich“ selber verschränkt, mit einem „Gefühls-Es“ einem „Imaginations-Es“, dass mit seinem „Verschränktsein“ den „Sprachprozess“ seiner Nötigkeit entzieht. - Liegt also außerhalb der Sprache, ein „Verstehen“ das Grammatik setzen kann? Und zuletzt, wäre das Bewusstsein, nur „Gesprochenes-Ich“, wäre ihm ohne Grammatik „Verstehen“ möglich?


x.
„Das ist ein Baum“ sage ich, ich kann es sagen, weil ich es meinen kann, könnte ich es nicht meinen, könnte ich es nicht sagen. Stell dir ein Wesen vor, das nie in Interaktion mit einem „Du“ getreten wäre, es könnte nichts sagen, denn wenn es nie gelernt hätte, das es abgegrenzt „ist“, wie wüsste es sich abzugrenzen?

x.
Das Ich wird An-getan. Erst indem ich mir An-Getan werde, kann ich meinen. Meinen, di. sagen, denken, fühlen usw.

x.
Die „An-Tat“ ist „Du“ sagen, „Du“ tun. Dabei werden bestimmte Reize angesprochen, die Wiederholung bestimmter Reize, später ihre begriffliche Form, schaffen erst die Person. Am Grunde ist Person Reizwiederholung.

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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

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Beiträge: 971



BeitragVerfasst am: 21.12.2021 17:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

19.12.2021

x.
So wie die Angst vor dem Dunkel entsteht, weil das „Ich“ unfähig wurde, sich in vollständige Sinnes-Bezüge zu setzen. Im Dunkel begreift der Mensch sein eigentliches Wesen, er verneint es nicht mehr, indem sich sein „Sinnes-Es“ mit dem „Ich“ verschränkt. Er begreift, dass sein eigentliches Wesen, sein „Urzustand“, Angst ist.

x.
Die Angst, ist vor allem Anderen. Die Angst ist das eigentliche, der einzige Körperunverschränkte Reiz, die Idee, das Wesen des Menschen.



x.
Alles Glück, ist nicht eingetretene Gefahr, die ins Absurde geführte Angst, die Erleichterung der ausgebliebenen Gefährdung.

x.
Alles was sich Zu-trägt, trägt sich tatsächlich etwas zu, einem „Es“, einem „Ich“, einem „Du“. Der Mensch im Bezug, ist erst der Mensch. Die Welt im Bezug, erst die Welt usw.

x.
Das Gesetz einhalten, dh. sich am Staat verschlucken.

x.
Das Törichte ist heiliger, als die Philosophie.

x.
Dieses Kunstwerk, ist vergeblich schön. Dh. Ich vergebe ihm, dass es schön ist, wenn ich es verlasse und mich wieder der Realität widme.

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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 971



BeitragVerfasst am: 21.12.2021 17:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

21.12.2021

x.
Etwas aus der „Abgegrenzten“ Welt, wirkt als Reiz auf die Sinne, die wiederum das „Ich“ reizen, dass sie in Begriffe übersetzt. Im Grunde einfach, bloß bei genauerer Betrachtung; Etwas in der Welt, wird zum Sinnesreiz, in dem dieses „Etwas“ sich verfremdet. Dieses „Etwas“, springt also über sein Wesen, in den Sinnesapparat hinein. Der wiederrum, springt über sein Wesen, in den Begriff hinein, in dem er sich verfremdet. Dh. hier springt etwas zweimal, in ein nicht auszumachendes Maß der Verfremdung, nur damit der Begriff, der auf dem Rücken den Reiter von allerlei „Ich-Du-Es“ Verschränkungen hat, über die vorherigen Sprünge hinwegsetzt um wiederrum bei diesem „Etwas“ zu landen. Wie entscheide ich jetzt, ob der Begriff an dieses „Etwas“ überhaupt rührt? Und wenn ich es nicht entscheiden kann, muss ich den Begriff, vom diesen „Etwas“  nicht wie eine Metapher behandeln?

x.
Ich sage zb. „Er hat ein kaltes Herz“. Wie kann ich entscheiden, wenn alles verfremdet ist, ob der Begriff Herz nicht eine größere Metapher ist, als seine Fügung zu „Kaltes Herz“?

x.
Den Begriff bildet Wiederholte Erfahrung.

x.
Das Neue, hat keinen Begriff.

x.
Das von dem Bekannten völlig verschiedene, tritt urtümlicher in die Wahrnehmung, weil sich das „Ich“ nicht mit den gewohnten Begriffen verschränkt. Das ist die absolute Metapher, die eigentlich religiöse Erfahrung.

x.
Man könnte sich einen Menschen vorstellen, der wahrhaftig in einer entrückenden Beziehung zu einem Gott stände, würde man diesem Menschen einen Begriff für diese Beziehung geben, er verlöre das Interessen an seinem Gott, er würde Alltagsgegenstand, schal.

x.
Die Angst, führt Tagebuch im Gebet.

x.
Die Welt fängt auf der Haut an, im Ohr, im Auge usw. Der Mensch strömt in sich und wirft nach außen die Metapher, dorthin, zu der vermuteten Heimat der Reize.

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wohe
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Alter: 69
Beiträge: 340
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 21.12.2021 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Patrick,

mit Verlaub: ich muss gestehen, dass ich Deinen Text nicht verstehe.
Ich kann die Gedanken nicht nachvollziehen und sehe darin auch kein Ziel.
Ich bin gespannt auf die Kommentare anderer, denn vielleicht können die mir das Ganze mal interpretieren - andernfalls wäre es schön, wenn du dies übernehmen würdest.

MfG Wohe
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 971



BeitragVerfasst am: 21.12.2021 18:31    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo wohe smile

Mit Verlaub: 23 Minuten sind in der Regel für eine einzige philosophische Sentenz zu wenig wink

Nun, aber - wenn mir ein Leser vorwerfen wird (passiert mit Sicherheit, passiert eigentlich immer) dass ich zu kompliziert schreibe... nun ja, hätte ich es einfacher ausdrücken können, ohne dabei für jeden Satz ein halbes Buch verfassen zu müssen, hätte ich es getan. Das können andere sicher besser.

Aber natürlich kann ich dir etwas erklären, wenn du wirklich interesee hast, kannst du dir ja mal eine einzelne Sentenz herauspicken (bitte nicht die Grammatik Sachen, die sind am kompliziertesten) und ich versuche dir diese näherzubringen. Und dann vielleicht eine Zweite, eine Dritte ... wer weiß.

PS; Es hängt zwar alles irgendwie zusammen, es ist aber leichter erstmal ein paar Stränge offenzulegen, bevor man sie zusammenführt, das Ganze sind ja tatsächlich nur Brocken, Bruchstücke. Es werden mehr, bis sich hoffentlich ein stimmiges Bild ergibt. Aber es entsteht erst, wenn ich es schreibe ...

LG
Patrick


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Pickman
Geschlecht:männlichReißwolf


Beiträge: 1317
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 23.12.2021 06:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Patrick Schuler,

Dein Text erinnert stark an Wittgensteins Tractatus. Leider kann ich mit ihm noch weniger anfangen.

Cheers

Pickman


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Tempus fugit.
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 971



BeitragVerfasst am: 13.02.2022 18:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hello smile

Klaro, überhaupt kein Problem! Ich weiß, dass ich hier hart am Geschmack der allermeisten vorbeischramme. Aber ich mag die Ästhetik des Ganzen smile

LG
Patrick


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