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Der Looping

 
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Schalmali
Gänsefüßchen


Beiträge: 33
Wohnort: Rügen


BeitragVerfasst am: 22.11.2021 18:44    Titel: Der Looping eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das Buch an dem ich Schreibe, an dem Schreibe ich schon lange. Einfach weil es immer wieder große Pausen (Jahre) gab. Dann liest Man sich noch Mal alles durch und dann, wenn ich gerade beim Ende des Textes ankomme, merke ich, dass die Power nachlässt.

Jetzt hab ich z.B den Schreibratgeber in der Hand gehabt, voll motiviert mich an den Prolog gemacht, komme beim ersten Kapitel an, dann kommen Fragen wie: "Zuviel Infos zu wenig Handlung?" in mein Hirn die sich ausgleichen mit: "Muss aber weil Sci Fi und neue Spezies wo man sonst nichts versteht". Zweifel sind so ein schöner Dämpfer und etwas Verbessern zu vollen ist schön und gut aber wenn es dann nicht voran geht?

Das eigentliche Problem scheint mir zu sein dass ich der Kreislauf des noch nicht fertigen Romans schlicht wiederholt. Ich lese die Geschichte durch, die ich habe, weil ich ja wieder reinkommen will, überarbeite vielelicht was und wenn ich Glück hab schreib ich noch ein paar neue Zeilen. Dann darf der Roman wieder unbestimmte Zeit ruhen. So war es zumindest bisher, möchte aber gern Mal da durch kommen, anstatt dass sich der Looping oder die Spirale wiederholt.

Erinnert mich etwas daran wenn ich male und die Details angucke und noch und nöcher überarbeite bis ich merke: "Nope muss jetzt so passen, lass sein." Bevor es sich schlimmbessert oder einfach das Interesse verliere. Geht aber schlecht mit einem unfertigen Roman, denn schreiben möchte ich ihn ja! Nur wann und wie ist wohl die Frage. Wenn euer Buch noch unfertig ist und euch zumindest "bestimmte Punkte" nicht gefallen, haltet ihr es für sinnvoller erst das Buch bis dahin zu bearbeiten dass diese Punkte euch wirklich gefallen, oder sagt ihr eher "erstmal Augen zu und durch" und danach könnt ihr immernoch an der Geschichte rumnörgeln und sie von vorne bis hinten zerstückeln/überarbeiten/umschreiben? Laughing


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"Wenn die Winde des Wandels wehen, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen." ~ Chinesisches Sprichwort
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Maunzilla
Reißwolf


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BeitragVerfasst am: 22.11.2021 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Du könntest versuchen, zuerst die Geschichte bis zum Ende zu schreiben, ohne viel nachzudenken und alsdann mit der Überarbeitung beginnen.

Alternativ würde ich dir raten, statt eines Romanes lieber Kurzgeschichten zu schreiben, die du in überschaubarer Zeit fertig bekommst. Zum einen braucht das weniger Zeit und Energie, und zum anderen hast du schneller das Erfolgserlebnis, etwas fertiges in Händen zu halten, was dir Motivation gibt.
Hast du erst einmal mehr Routine, kannst du dich immer noch an längere Texte wagen.


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lia88
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen


Beiträge: 44
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BeitragVerfasst am: 22.11.2021 21:21    Titel: Antworten mit Zitat

Wieso machst du denn so lange Pausen? Weil du aktuell nur wenig Zeit hast oder weil du nach einmal Durchlesen etwas ratlos wirst und die Motivation verlierst? Kannst du evtl im Vorfeld schon einplanen, dass du zb drei Sonntage in Folge den Vormittag oder Nachmittag zum Schreiben verwendest? Dann weißt du bereits, dass diesmal was vorwärts gehen muss smile


Ich hab (bei meinem aktuellen Buch) geschaut, dass ich möglichst schnell durchkomm und möglichst keine langen Pausen mache. Als ich einmal ne Figur geändert hab, hab ich einmal das Weiterschreiben unterbrochen und erst überarbeitet. Ansonsten hab ich bewusst erst lesen wollen, was rausgekommen ist, als die Rohfassung fertig war. Ich geh von ner ziemlich langen Korrekturphase bei mir aus... eben weil ichs bis zum Ende aufgeschoben hab.
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Schalmali
Gänsefüßchen


Beiträge: 33
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BeitragVerfasst am: 23.11.2021 12:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Maunzilla: Den Gedanken dahinter versteh ich aber da ich Kurzgeschichten selten lese wäre das schräg was zu machen was man selbst nicht wirklich anrührt. Das hat für mich was von: "Ich bin Spieleentwickler aber spiele keine Spiele" Very Happy

@lia88: Ich fürchte für irgendwelche festen Routinezeiten bin ich nicht routiniert genug Smile Ich bin mehr der "nach Lust und Laune" Typ.

Aber ich glaub ihr beide könntet recht haben und ich sollte es wirklich weiterschrieben. Wenn ich die Hälfte danach wieder rumradiere und ausbesser oder den halben Schinken umschreibe, steht das Grundgerüst zumindest Mal wackelig Wink Danke für den Gedankenanstoß Cool


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Maunzilla
Reißwolf


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BeitragVerfasst am: 23.11.2021 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

Was soll ich da sagen... Embarassed
Ich schreibe Fantasy-Geschichten, lese selber aber fast nie welche. Laughing


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Schalmali
Gänsefüßchen


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BeitragVerfasst am: 24.11.2021 00:47    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hehe "die" Leseratte schlechthin bin ich tatsächlich auch nicht, meistens sind die Romane eher mit einem Spiel oder Filmen verknüpft gewesen die ich mochte oder aus Neugierde für das Rollenspiel - zusätzliche Infos aus Büchern dafür.  Aber ich lese zumindest alle Jubeljahre mal noch was Roman mäßiges, also ist zumindest das "gar nicht" gestrichen.

Wenn ich schon etwas lese dann richtig und dann will ich auch darin eintauchen. Wenn die dann schon gleich vorbei ist wo ichgerade erst angefangen habe wäre ich nicht so begeistert! Laughing


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PaulaSam
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Beiträge: 309



BeitragVerfasst am: 24.11.2021 11:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ständige Überarbeitung ist das Leid eines jeden Schriftstellers, ganz besonders des Anfängers. In der Regel sind Erstlingswerke immer eine Art Gesellenstück, an dem ein Jungautor lernt und feilt, bis er sein Fach beherrscht. Es ist sogar nicht selten so, dass das erste Werk nie zur Veröffentlichung kommt, weil es eben nach zig Überarbeitungen irgendwann den Reiz verliert.

Schreiben ist ein ständiger Lernprozess, der niemals endet. Auch weil sich literarische Trends immer wieder ändern, neue Erkenntnisse dazu kommen und andere widerlegt werden. Das einzige Mittel, um damit umzugehen, ist Selbstbewusstsein und Risikobereitschaft. Irgendwann muss ein Autor entscheiden: Jetzt reicht`s! Das gilt übrigens für jeden Künstler, denn für einen Künstler ist ein Werk niemals perfekt.

Grundsätzlich dauert es in der Regel Jahre, bis ein Autor seinen Stil gefunden und gefestigt hat. Einen Stil, der auf dem Markt bestehen kann und gleichzeitig zu ihm passt. Dabei können Kurzgeschichten ein Zwischenziel sein, müssen sie aber nicht. Kurzgeschichten trainieren zwar Sprache und Stil, können aber nicht alle Techniken, die für einen Roman nötig sind, repräsentieren. Sie folgen zum Teil ganz anderen Gesetzmäßigkeiten, was oft schon bei der Idee zur Handlung beginnt. Gleichwohl ist das Lernen an einem Roman weit anstrengender und langwieriger. Dafür aber auch nachhaltiger und globaler.

LG Sam
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1621



BeitragVerfasst am: 24.11.2021 11:24    Titel: Antworten mit Zitat

Schreib ein Ende, auch wenn es erstmal nicht gut ist. Du kannst es später immer noch ändern, aber es ist ein wichtiger Schritt, etwas zuende zu bringen.
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PaulaSam
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Beiträge: 309



BeitragVerfasst am: 24.11.2021 13:02    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:
Schreib ein Ende, auch wenn es erstmal nicht gut ist. Du kannst es später immer noch ändern, aber es ist ein wichtiger Schritt, etwas zuende zu bringen.

Das kann nur individuell beurteilt werden. Dem Einen hilft es, erst einmal bis zum Ende fertig zu schreiben und dann zu korrigieren. Dem anderen hilft es, die Korrektur während des Schreibens zu machen. Das Eine birgt die Gefahr, bei der Überarbeitung die innere Logik oder gar den roten Faden zu verlieren. Das Andere, sich so sehr auf Details zu konzentrieren, dass der Blick fürs Ganze verloren geht oder einem einfach die mittendrin die Energie ausgeht.

Auf jeden Fall kann ein grober Plot und eine zunächst noch lose Szenensammlung helfen. So gehen Ideen, Logikfäden und eingefangene Stimmungen nicht verloren, egal wie lange es dauert.

LG Sam
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Nachtvogel
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BeitragVerfasst am: 25.11.2021 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

Schalmali hat Folgendes geschrieben:
Ich fürchte für irgendwelche festen Routinezeiten bin ich nicht routiniert genug Smile Ich bin mehr der "nach Lust und Laune" Typ.

Das kann ich nachvollziehen, aber tatsächlich ist es in den meisten Fällen eher so, dass die Routine der erste Schritt zur "Lust und Laune" ist. Ich kenne das von meinen Projekten bei der Arbeit. Bei meiner Arbeit gibt es einige Tätigkeiten, die mir generell Spaß machen, aber trotzdem brauche ich lange, mich dazu aufzuraffen, überhaupt anzufangen. Wenn ich aber mal angefangen habe, macht es oft auch Spaß. Ich glaube, wenn du dein Projekt wirklich abschließen möchtest, ist es wichtiger, stetig dran zu bleiben, als immer nur zu warten, bis die Lust wiederkommt. Wenn du nicht der Typ für feste Routinezeiten bist (bin ich auch nicht), hilft dir vielleicht ein Prinzip, das ich auch mal (auch wieder in Bezug auf Arbeit) angewandt habe: Im Laufe des Tages muss ich zumindest 20 Minuten an dem Projekt arbeiten. Wenn die 20 Minuten vorbei sind, darf ich guten Gewissens aufhören. Aber oft genug kommt es vor, dass ich dann doch noch länger daran arbeite, weil ich dann gerade schön drin bin. Übertragen auf deinen Roman müssen das natürlich nicht 20 Minuten pro Tag sein - du könntest z.B. 20 Minuten am Stück innerhalb einer Woche festlegen. Und selbst, wenn du dann wirklich nur 20 Minuten pro Woche machst, hat es doch den Effekt, dass du den Roman nicht aus den Augen verlierst, er im Grunde ständig in deinem Kopf präsent ist und du dann vielleicht auch mal spontan beim Duschen eine Idee bekommst, die dich wieder motiviert.
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PaulaSam
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BeitragVerfasst am: 25.11.2021 14:32    Titel: Antworten mit Zitat

Gute Idee, Nachtvogel. Aber wenn schon wöchentlich, dann mindestens eine Stunde. Alles darunter würde nur aufs nochmal "Reinlesen" hinauslaufen. Bei täglicher Einteilung der 20 Minuten liefe es sogar nur auf 3 Minuten pro Tag hinaus. Da ist selbst ein Reinlesen nicht mehr möglich. Unter einer Stunde wtl. böte also zu viele Schlupflöcher zum Schummeln. Smile

LG Sam
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Nachtvogel
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BeitragVerfasst am: 25.11.2021 23:32    Titel: Antworten mit Zitat

@PaulaSam:
Das stimmt wahrscheinlich, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass solche zeitlichen Vorgaben schnell abschreckend wirken können, wenn sie mehr als 20 oder 30 Minuten umfassen. Bei einer Stunde ist bei mir z.B. die Gefahr größer, dass ich es erst gar nicht durchziehe und dann hinterher ein schlechtes Gewissen mit mir rumtrage. Auf 20 Minuten kann ich mich aber selbst bei der größten Abneigung irgendwie noch einlassen. Da muss aber jeder sein eigenes System finden. Und du hast Recht, es müssten definitiv 20 Minuten am Stück sein, nicht auf eine Woche verteilt!
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PaulaSam
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BeitragVerfasst am: 26.11.2021 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtvogel hat Folgendes geschrieben:
Auf 20 Minuten kann ich mich aber selbst bei der größten Abneigung irgendwie noch einlassen. Da muss aber jeder sein eigenes System finden.


Es ist schwieriger als man glaubt, am Ball zu bleiben. Fast in jedem Job bekommt man hin und wieder Anerkennung oder verdient zumindest etwas Geld. Ein Jungautor muss meistens ohne Motivation von außen auskommen. Ohne ein gewisses Mindestmaß an Passion/Obsession fürs Schreiben, geht ihm sonst die Puste aus.

Das mit den 20 Minuten, die gerade noch als verträgliches Maß an erzwungener Selbstdisziplin empfunden werden, leuchtet ein. Was sind schon 20 Minuten? "Halbe Stunde" klingt komischerweise schon wie eine Ewigkeit. Im Vergleich zu den vielen Jahren, die ein Autor braucht, um ein Buch zu schreiben, sind 30 Minuten (pro Tag/pro Woche) geradezu lächerlich wenig. Was also kann man tun, um dieser, uns selbst gestellten, Herausforderung entgegenzutreten, ohne sich unter Druck gesetzt zu fühlen?

Mein Vorschlag wäre: Das Arbeiten am Projekt mit täglichen Ritualen verbinden. Dabei geht es noch gar nicht ums Schreiben, sondern nur darum, durch das Lesen den Flow lebendig zu halten oder wieder aufleben zu lassen. Denn genau das ist es, was anregt, motiviert und antreibt, wenn es sonst keiner tut.
Ein Beispiel wäre: Die Tasse Tee oder das Glas Bier zum täglichen Feierabend vor dem PC trinken und dabei in seinem Projekt lesen. Das geht bei einigen auch in der Mittagspause. Oder beim morgendlichen/nachmittäglichen Kaffee am Wochenende. Manchmal reicht sogar eine Zigarettenpause oder der Toilettengang. (Hier wäre allerdings ein Tablet von Vorteil, damit man nicht mit dem Laptop auf dem Schoß auf der Schüssel sitzen muss. Recht brauchbare Tablets gibt's aber schon ab 50 €.)

Das klingt jetzt komisch, ja manches sogar unangenehm befremdlich. Soll 5- oder 10-minütiges Lesen wirklich helfen, konsequenter zu schreiben? Ja. Natürlich aber nur, wenn man Zeit und Raum schafft, in denen wirklich geschrieben werden kann. Da bietet es sich an, einen festen Termin und einen festen Ort einzurichten, der nur dem Schreiben gehört. Dabei ist es wichtig, für die richtigen Bedingungen zu sorgen. Zeiten in denen quengelnde Kinder oder ein hungriger Partner in Erscheinung treten könnten, sind also zu meiden. Ein Raum, den Familienmitglieder jederzeit durchqueren könnten oder der Hund ständig bellt, weil Nachbarn sich erdreisten, vorm Gartenzaun rumzulaufen, ebenso. Zusätzlich können Dinge wie Musik, Kerzen, eine Tasse Tee oder Kaffee das Wohlbefinden steigern und so den Flow unterstützen.

Auch in diesen Schreibzeiten beginnt alles wieder mit dem Lesen. Kommt kein Feeling auf, dann eben nicht. Dann bleibt es beim vielleicht 10 bis 15-minütigen Lesen. Wenn aber doch, sind die Bedingungen geschaffen, um seiner Energie freien Lauf zu lassen.
Dabei ist es erstmal nicht wichtig, wie viel und wie oft man Schreibzeiten plant. Wichtig ist nur, dass sie regelmäßig stattfinden und konsequent eingehalten werden. Nur so bildet sich Routine, die sich ganz ohne Druck nach und nach erweitern und in den Alltag integrieren lässt.
Mit dieser Methode können auch Schreibblockaden gelöst werden. Dann sollte man sich aber auf jeden Fall vornehmen irgendetwas (es muss nicht am Projekt sein) zu schreiben. Das müssen keine sinnvollen oder langen Texte sein. Kurze Gedanken, Text- oder auch nur Satzschnipsel u. Ä. reichen völlig. Damit sollen die Gehirnareale aktiviert werden, die Gedanken mit dem Prozess des Schreibens verbinden. Ist diese Verbindung irgendwann wieder hergestellt, löst sich die Schreibblockade auf. Man muss nur dranbleiben.

LG Sam
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Schalmali
Gänsefüßchen


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BeitragVerfasst am: 28.11.2021 14:36    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Zitat:
Ständige Überarbeitung ist das Leid eines jeden Schriftstellers, ganz besonders des Anfängers. In der Regel sind Erstlingswerke immer eine Art Gesellenstück, an dem ein Jungautor lernt und feilt, bis er sein Fach beherrscht. Es ist sogar nicht selten so, dass das erste Werk nie zur Veröffentlichung kommt, weil es eben nach zig Überarbeitungen irgendwann den Reiz verliert.


Na dann bin ich ja wenigstens nicht der Einzige. Es ist nicht so dass ich nie geschrieben habe oder es nicht tue. Fanfiction hab ich durchaus schon Geschichten zu ende geschrieben. Natürlich ist "Fanfiction" auch noch was ganz anderes und seien wir ehrlich da gibt es von der Qualität Kinderfantasie bis vernünftige Roman gleiche Geschichten alles. Ich kann mich gut in Charaktere versetzen die schon da sind - so glaube ich - früher war die Charaktererstellung eher ein Problem, durch mein Hobby Rollenspiel, aber auch nicht mehr das Thema, wenngleich ich wohl mehr der bin, der weniger plant, sondern lieber losschreibt.

Beim Rollenspiel merke ich zumindest das Charaktere bei mir erst lebendig werden und sich ihre Geschichte nach und nach bildet. Hab aber auch schon Charaktere gehabt die ich wegen Ermangelung des "Loslegen-könnens" sehr detailliert geplant habe. Bevorzuge aber wohl das "Eckdaten" und loslegen, dann sieht man wie er sich so macht, entwickeln sich die Gewohnheiten. Aber zurück zum Text.

Ich hoffe nicht dass ich ihn schon zu überdrüssig bin. Der Prolog/Kapitel 1  ging ja noch mit Elan des überarbeiten wollends und dann kam ein wenig das "ist das nicht zu viel Infodump? " usw. usw. wo es dann bremste. Durch die Anmerkung hier hab ich wenigstens Mal wieder ein weiteres aber kürzeres Kapitel als die anderen gemacht - vielleicht ergibt sich ja mehr noch später -  und werde wohl zukünftig immer nur aus der Sicht eines Charakters schreiben. Ich bin da gern Mal ein wenig vom Charakter zu Charakter je nach Szene gewechselt - oder mitten im Dialog. Allerdings gewinne ich den Eindruck, dass es teils reizvoller ist, wenn man nicht von jedem Charakter gleich alle Gedankenmuster kennt und nur die Sicht von einer Seite sieht, vorzugsweise natürlich des Hauptcharakters aber da und dort auch Mal mit Blick auf andere. Das kann immer noch in einem anderen Kapitel vom Charakter XY aufgegriffen werden der nicht dran war. Es birgt aber - so finde ich - die Gefahr, dass man auch langweilit. Ich kenne es zumindest, dass wenn ich etwas lese und zu oft gewechselt wird und ich eigentlich nur wissen will wie die "Hauptstory" weitergeht es mich nervt wenn ich dann zu irgendwelchen Nebendingen gezogen werde.

Ich schätze ich bin gerade so schön in der Mitte... keine Ahnung wie viel Normseiten weil ich derzeit noch auf Standard von Libre Office Schreibe, aka Schriftgröße 12.. Times New Roman etc. Da müsst ich erst gucken wie sich die etwa 70 Seiten nun umrechnen oder mir nochmal ein Normseiten Tutorial für Libre anschauen das ich letztens gesehen habe Very Happy

Ich hab aber auch zur Motivation den 5-Akter Übung aus der Schreibstube Mal für den Roman für mich geschrieben, oder die Charaktere grob Mal in einem Heft dargestellt, statt wie sonst, nur an den PC - kann 10 Finger, also geht das einfach soviel schneller als per Hand. Es beginnt also schon wieder zu laufen, wenn es auch nur Kleinigkeiten sind. Eigentlich wollte ich eine Stunde am Tag schaffen, hat in den letzten zwei Tagen nicht geklappt. Man sollte meinen gerade wenn man die Zeit hat, sollte das klappen aber es ist irgendwie trotzdem nicht so leicht. Wie Leute mit allen möglichen an den Hacken noch dazu kommen... sportlich! Smile
Noch einen neuen Schreibradgeber geholt aber bisher noch nicht viel spannendes drin gewesen. Vielleicht ist das auch mehr Ablenkung als Nützlichkeit aber ich habe zumindest das Gefühl ich tue was für das Buch. Gestern z.B auch einfach Mal meine Notizdatei etwas sortiert und schreib ggf. auf was ich an dem Tag so alles gemacht hab oder vor hatte zu machen.
Vor zwei drei Tagen auch Mal 8 Seiten von etwas völlig anderem runtergerattert was mich gerade beschäftigt aber dann denk ich doch so im Stillen: "Nutz doch gefälligst deine Schreiberei Mal für deinen Roman" oder "wieso kannst das nicht Mal wieder bei deinem Roman so haben" aka Zeit vergessen und ratta-tatatt! Laughing

Sind eben alles noch Kleinigkeiten aber ich denk es hilft schon etwas dran zubleiben. Danke aber euch allen für die Rückmeldungen. Da bekommt man doch ein wenig das Gefühl was "nicht nur im Schreibratgeber" steht sondern auch Leute wie es Leuten ergeht, die ggf. noch keine Schreibprofis sind - und selbst denen ergeht es ja wohl manchmal so Laughing


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PaulaSam
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BeitragVerfasst am: 29.11.2021 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

Schalmali, du bist also gerade dabei, das Mysterium um die Erzählperspektive zu erkunden. Ein wichtiger Schritt im Autorenhandwerk.
Lass dich nicht entmutigen, wenn du mal nicht an deinem Roman schreibst, sondern dein Fokus sich hin und wieder auf etwas anderes verschiebt. Das ist völlig normal und hat auch einen guten Nebeneffekt - du gewinnst Abstand und erliegst dadurch weniger einer Betriebsblindheit, die sich einstellt, wenn man zu dicht dran ist.

Sich feste Zeiten vorzunehmen, in denen man an seinem Projekt schreibt, kann ein Weg sein, muss aber nicht. Manche setzen sich auch quantitative Ziele wie eine bestimmte Anzahl an Worten/NS, andere nehmen sich vor, mindestens so und so viele Worte/NS zu schreiben, wenn sie denn einmal mit dem Schreiben begonnen haben. Wichtig ist nur, dass du deinem Herzen die Chance gibt`s, weitermachen zu wollen. Das geht nur, wenn du dein Projekt wenigstens immer mal wieder liest.

Ich drück dir die Daumen!

LG Sam
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Schalmali
Gänsefüßchen


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BeitragVerfasst am: 29.11.2021 11:03    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hmm ja, hatte mich gestern auch noch ein wenig schlau gemacht nochmal, bzgl. der Erzählperspektiven. Nicht dass ich da nicht auch wieder was finden würde mir den Kopf zu zerbrechen. Angeblich soll man die Perspektive ja am besten nur wechseln mit wichtigem Grund, damit die Leser nicht so herausgerissen wird. Auch besser wenn man es wohl nur macht, wenn es sich um wichtigere Charaktere handelt. Das spaltet mich auch schon wieder etwas. Den Fokus wollte ich zwar so oder so auf meinem Hauptcharakter belassen, aber vielelicht so alle zwei drei Kapitel einen der Nebencharaktere einen Blick gönnen, auch um Sachen zu beleuchten die mein Hauptcharakter nicht weiß. Aber jetzt muss ich mir nochmal überlegen wie weise das wäre Surprised

Ansonsten, gestern zwar wieder nichts Neues geschrieben, aber zumindest weiter im Heft gekritselt mit möglichen Änderungen an den einzelnen Kapiteln. Auch ob ich den Prolog behalte oder nicht im Sinne der Namensgebung. Scheinbar wird ja heute mehr empfohlen den weg zu lassen und mit Kapitel eins anzufangen.

Es wird sicher alles noch ewig dauern aber ich bemüh mich mir "zumindest" mal täglich ein paar Gedanken drum zu machen und bestenfalls auch aktiv dran zu schreiben, und sei es, dass ich bereits geschriebene Kapitel umschreibe... Looping! Wink


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PaulaSam
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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 12:34    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist doch schon eine gute Strategie, Schalmali. Dranbleiben, egal wie und was dabei rauskommt.

Es gehört hier zwar nicht rein, aber da es dich wirklich sehr zu beschäftigen scheint ...
Die Erzählperspektive ist der Blickwinkel des Erzählers. Man könnte auch sagen, die Position der Kamera bzw. des Erzählers innerhalb des Geschehens. Nun stell dir vor, die "Kamera" springt nun ständig und unerwartet hin und her. Mal sitzt sie im Kopf von Hauptfigur A, mal im Kopf von Nebenfigur B, dann wieder schwebt sie über der Szene, nur um gleich auf die Schulter eines Statisten zu springen. Und das alles vielleicht sogar innerhalb einer Szene oder gar eines Absatzes. Und ja, die möglichst richtige Wahl der Erzählperspektive spielt bei der richtigen Technik zur Informationsvermittlung eine entscheidende Rolle. Ein Autor ist nicht frei, Informationen einzustreuen, wann, wo und wie es ihn beliebt. Die Erzählperspektive gibt ihm den genauen Weg vor.

LG Sam
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 01.12.2021 12:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Schalmali,

ich kämpfe auch immer wieder mit diesem Phänomen. Ich würde am ehesten Maunzilla und Stefanie zustimmen, dass man zunächst versuchen sollte, seine Geschichten zu Ende zu bringen. Je länger, desto schwieriger natürlich das Durchhalten. Kurzgeschichten bringen da schnellere Erfolgserlebnisse.
Lass dich von all den angeblichen "Regeln" nicht so verrückt machen. Fürs erste reicht es, wenn du selbst von der Story überzeugt bist. Kann sein, dass du in der Überarbeitung komplette Szenen neuschreiben oder rauswerfen wirfst. Aber die Geschichte ist schon da, und zwar "wirklich", nicht nur in deinem Kopf. Das macht einen erheblichen Unterschied.


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PaulaSam
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BeitragVerfasst am: 04.12.2021 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, Nebenfluss, es stimmt, dass das Überarbeiten eines fertigen Werkes zunächst einfacher erscheint. Allerdings besagt eine Faustregel, dass mindestens 80% der Arbeit an einem Roman aus Überarbeitung besteht. Nun muss man sich entscheiden, ob man diesen Kanten auf einmal oder lieber häppchenweise "abnagen" will. Hier beantwortet sich eine grundlegende Frage zur Arbeitsweise, was nur jeder Autor subjektiv für sich selbst tun kann.

LG Sam
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Schalmali
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BeitragVerfasst am: 04.12.2021 12:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja also, wenn bei mir was nicht stimmig vorkommt, dann kommt es mir so vor als schreibe ich auf Stelzen weiter. Kein gutes Grundgerüst. Deshalb, ja, ich überarbeite gerade wieder etwas mehr bevor ich weiterschreibe. Sollte ich nach dem Durchlauf dann wieder stehen bleiben, statt weiterzuschreiben, oder gar nochmal zurückzugehen wollen (!!!) meld ich mich lieber hier nochmal Laughing Aber Schreibratgeber und Tipps und Tricks haben mir doch zu denken gegeben und bin da nicht zufrieden genug für um nicht erst Mal das Bestehende etwas sauber zu kehren. Und ich hab mir mal einen anderen Science-Fiction Roman geholt, weil mich mal Infodump in der Praxis interessierte, wo ich kein Vorwissen durch andere Filme und Geschichten habe. Fängt schon Mal interessant an aber das Herausgeber Datum ist nicht mehr gerade aktuell mit 19..74 rum oder so Laughing Alter Schinken!

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BeitragVerfasst am: 04.12.2021 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Schalmali hat Folgendes geschrieben:
Fängt schon Mal interessant an aber das Herausgeber Datum ist nicht mehr gerade aktuell mit 19..74 rum oder so Laughing Alter Schinken!

Wenn es aber doch schon mal interessant anfängt (und vielleicht sogar interessant weitergeht), kann man doch auch heute noch so schreiben - weil es einem so gefällt und dann sicherlich auch manch anderem. Ich selbst erlebe beides: Bei manchen "alten Schinken" denke ich "Boah, zum Glück schreibt man heute so nicht mehr", aber auch das Gegenteil: "Damals hat man sich noch Zeit gelassen, eine Geschichte interessant aufzubauen statt in-medias-res, bloß kein Info-Dump usw." Die Leserschaft legt sich ja am Ende auch nicht den Schreibratgeber daneben und überprüft, ob du alles "richtig" gemacht hast.
Aber ich will nicht auf dich einreden, sondern dich lediglich ermutigen, es dir nicht schwerer zu machen als nötig.


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PaulaSam
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BeitragVerfasst am: 04.12.2021 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Dem kann ich mich nur anschließen. So sehr auch versucht wird, einen kreativen Akt durch Regeln zu lenken, es bleibt ein kreativer, höchst subjektiv empfundener Akt. Schreibratgeber können nur einen pauschalisierten Abriss geben, wie es funktionieren könnte. Die aus der Norm fallende Individualität einzelner Autoren bzw. Leser kann dabei nicht berücksichtigt werden, selbst wenn diese möglicherweise einen neuen Trend hervorbrächte.

LG Sam
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