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sehr kurze Kurzgeschichte mit Nerdfaktor


 

 
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Roman Ramon
Gänsefüßchen

Alter: 37
Beiträge: 19
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 20.09.2021 12:46    Titel: sehr kurze Kurzgeschichte mit Nerdfaktor eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kurze Geschichte zum Einstieg, weil eigentlich will ich ja Auszüge aus meinem Buch hier zum Begutachten vorwerfen, bin aber verzagt, leg also erstmal was Kurzes auf den Platz, verzieh mich dann hinter eine nahstehende Hecke und behalte mit großen Augen hervorluckend im Auge, was als Nächste passieren mag....

12 Minutengeschichte

Er hatte nun einmal im Alter von 12 damit begonnen; und mochte er sich auch weder besonders wohl damit fühlen noch einen tieferen Sinn darin erkennen, geschweige denn Vergnügen dabei empfinden, es blieb dabei, dass er zählte. Kaum ein Tag, den er ausgelassen hätte, an dem er nicht einige Zeit am frühen Abend oder manchmal gar einige Minuten morgens - zur Beruhigung gewissermaßen, wenn die anstehenden Ergebnishorizonte des Tages ihn nervös zu machen drohten - seiner Zählerei gewidmet hätte. Etwas Besänftigendes hatte es ja wohl, das schon, wie das Häkeln einer alten Frau vielleicht, oder das Fingernägelkauen eines großen Mädchens.
Es war nicht so, dass er „etwas Bestimmtes“ zählen würde, besessen von einem Trieb zur Inventur oder dergleichen. Er zählte einfach. In Fortsetzung.
Das ging, wie gesagt, seit er 12 war schon so, ohne dass er gewusst hätte, warum eigentlich. Er war wohl irgendwann einmal auf die Idee gekommen und hatte begonnen, wie man es nun mal mit 12 mitunter zu tun pflegt. Jedes Mal, wenn er für den Tag aufhörte mit dem Zählen, notierte er die Zahl, bis zu der er gelangt war, auf einer Kassenbonrolle, wie man sie für Registrierkassen verwenden muss, und verstaute diese dann in einer Schreibtischschublade. Das wäre aber eigentlich nicht unbedingt nötig gewesen, denn ohnehin vergaß er merkwürdigerweise nie, bei welcher Nummer er geendet hatte, auch wenn sein Gedächtnis sonst nicht besonders war.
Vielleicht betrieb ihn so etwas dazu wie Wohlgefallen (wenn nicht gar ein zaghafter, schüchterner Stolz) an der Erfüllung einer selbstauferlegten Pflicht: wenn man nach Feierabend noch seine Yoga-Übungen erledigt hat oder sich selbstgefällig im gerade ausgemisteten Kühlschrank umsieht.

Mehr sogar als das war es aber wohl, dass er beim Gedanken daran, ein für alle Mal mit dem Zählen aufzuhören, das Gefühl bekam, jemanden ganz schmählich im Stich zu lassen, einen Vertrag zu brechen, eine Schuld nicht zu begleichen - obgleich er beim besten Willen nicht hätte erklären können, warum dem so sein sollte - hatte er doch nie wirklich Wert auf diese seine Zählerei gelegt.
Er war einfach irgendwie dazu gekommen, und wie bei den meisten anderen Angewohnheiten auch, war es bei Weitem leichter, einfach damit fortzufahren, als etwas daran zu ändern.

Nun, eines Tages also, er war gerade bis zur 4817922837112 gelangt, klopfte es, was unseren Hobbyzähler überaus wunderte, empfing er doch nie Besuch und kaum jemand wusste überhaupt, wo er wohnte. Als er argwöhnisch die Tür einen Spalt weit öffnen wollte, drängte sich sogleich eine leicht silbrig schimmernde Person an ihm vorbei in den Raum. Sie war in so etwas wie die Lumpen eines antiken Bettlers gekleidet und ließ sich auf das Fußende des Bettes fallen, der einzigen Sitzmöglichkeit bis auf den ursprünglich drehbaren Schreibtischstuhl, auf dem er selbst bis eben gehockt hatte. Die Erscheinung lehnte ihren Kopf gegen die Wand, verschränkte die Hände auf dem Bauch und sah ihren unfreiwilligen Gastgeber herausfordernd und neugierig an. Dazu tappte sie nervös und arrhythmisch mit den Füßen und sagte: „Alter, du hast den verdammten Scheiß-Code geknackt.“
Der Angesprochene stand immer noch in der offenen Tür und starrte den Eindringling entgeistert an. Ein gestottertes: „Äh, aber.... wer?, was für ein..?...?..WAS?!", war alles, was er zustande bekam. Der andere ließ mit dem Getrappel nach und entgegnete, die Hände dieses Mal hinter dem Kopf verschränkend: „Der heilige Fernando vom Grabensrück, das bin ich.“ Das Gesicht des Zählers versuchte mit den Schultern zu zucken. „Sagt dir nichts, ich weiß. Die wirklich Wichtigen von damals kennt heute kein Schwein mehr. Von Assisi, ...wer is schon von Assisi, wie auch immer, zurück zu deinen Fragen: also das Glitzern kommt daher, das ich in einem Zustand bin, den du wohl als Geist oder Engel oder sowas bezeichnen würdest. Und hier bin ich, weil du den verdammten Code geknackt hast, verdammte Scheiße noch mal. Herzlichen Glückwunsch!“, womit er Aufstand und dem nach wie vor verblüfften Zähler heftig die Hand schüttelte. „Du musst wissen“, dabei nahm er die Kassenbonrolle und ließ seinen Blick über die Zahlen schlendern: „Es gibt da so einige Codes, ähnlich wie bei Computerspielen von früher. Das kennst du doch, wenn man im Pausenmenü eine bestimmte, komplizierte Tastenkombination drücken muss oder 5-mal mit einer bestimmten Waffe auf eine bestimmte Mauer schießen, um eine geheime Fähigkeit oder ein verstecktes Level freizuschalten.“ Der Zähler nickte zögerlich. „Nun, auch im Leben gibt es etliche solcher versteckten Cheat-Codes, von denen allerdings bislang nur die Wenigsten gefunden wurden. Und wenn, haben es die betroffenen Personen oft nicht mal gemerkt. Schön blöd, wenn man fliegen kann, aber nichts davon weiß.“ Der silbrig schimmernde Besucher schüttelte bedauernd den Kopf. „Wir haben im Wartungsmeeting oft genug darauf hingewiesen, aber du weißt ja, wie Schöpfer so sind.“ Die Geichtszüge des Zählers schienen allmählich routinierter im Schulterzucken zu werden. Oder vielleicht lag es daran, dass sie diesmal von seinen leibhaftigen Schultern unterstützt wurden.

„Wie auch immer.“ Der Heilige aus längst vergangenen Zeiten wandte sich vom Schreibtisch ab und direkt seinem Gegenüber zu: „Wir haben also beschlossen, einen Feldversuch zu machen und Leuten Bescheid zu geben, wenn sie auf einen solchen Code gestoßen sind. Und bis 4817922837112 zu zählen ist wirklich eines der besser versteckten Exemplare, also wie gesagt: meinen Glückwunsch."
Das erste Mal, seit sein schimmernder Besucher bei ihm reingeplatzt war, hatte der Zähler das Gefühl, etwas gehört zu haben, dass ihm irgendetwas sagte. Es schien da etwas zu holen zu geben. Wie alle Menschen hatte er einen geschärften Sinn für derlei Angelegenheiten. „Heißt das, ich werde fliegen können oder durch Wände gucken oder sowas?“ „Nun..", setzte der Schimmernde an zu entgegnen. Diesen Tonfall erkannte der Heimgesuchte sofort, schon beim ersten, zögerlich hervorgebrachten Füllwort. Es war derselbe, den sein Vater benutzt hatte, wenn er anfangen wollte zu erklären, warum man diese Süßigkeit oder jene Karussellfahrt zu eben jenem Zeitpunkt gerade nicht bekommen könne.
„Nun..", sagte die Erscheinung also: „Wie ich schon sagte, war der Code, den du da geknackt hast, ziemlich schwer zu finden, was dich für die nächsthöhere Kategorie, nach dem bloßen Erhalt von Fähigkeiten qualifiziert.“ Der Blick des Zählers ließ dieses Mal einen grobkörnigen Unverständnis/Argwohn Mix erkennen. „Wie du sicher, gleich vielen anderen, schon gemerkt hast, krankt diese Welt und Zeit eher an einem zu-viel als an einem zu-wenig. Zu viele Menschen, um sich nicht allein zu fühlen unter ihnen, zu viele Möglichkeiten, um nicht ständig das Gefühl zu haben, sich eventuell falsch entschieden, etwas verpasst zu haben. Die niedrigste Kaste der zu ergatternden Preise ist demnach die, in der man etwas erhält. Seien es Fähigkeiten oder Gelegenheiten oder sonstiger Kram. Eine nette Spielerei, nicht mehr. Die nächst Höhere ist dann die, in der einem Möglichkeiten genommen werden. Schließlich führt Reduzierung zu Entfaltung und Höher-Entwicklung, nicht weitere Überfrachtung."
„Du nimmst mir also zur Belohnung was weg?“, fragte unser Zähler mäßig begeistert.

Und so war es tatsächlich. Dem Zähler wurde, ironischerweise, die Fähigkeit genommen, den Zahlen Bedeutungen beizumessen. So konnte er nach wie vor eine an die andere reihen, wie er es stets in seinen Mußestunden getan hatte, aber aus ihnen den Stand seines Bankkontos oder die Anzahl seiner Lebensjahre zu entziffern, war ihm fortan unmöglich.
„Wo liegt denn da der Vorteil drin?“, mag man sich fragen.
Und wirklich, wird es einem kaum gelingen, diesen zu erkennen, wenn man seit seinen Kindertagen nie einen herzhaften Luftzug getan hat, frei vom Joch der Uhr, des Kontostandes und des Kalenders.

(Jener Zahlen Zähler soll immerhin ziemlich selig damit geworden sein, und mächtig alt obendrein. Vielleicht lebt er ja noch irgendwo, und zählt unter dämmrig blauen Himmelszelten weiter, ohne jede Eile, gegen unendlich gehend.)

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Pickman
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BeitragVerfasst am: 20.09.2021 16:50    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Roman Ramon,

gut geschrieben, gern gelesen!

Alles, was ich Dir auf den Weg geben kann, sind diese zwei Ratschläge:

Sie Dir jedes Adverb zweimal an und streiche die, die nicht zwingend nötig sind.

Manchmal verwendest Du zwei Adjektive hintereinander. Suche Dir das Wichtigere aus und streiche das Andere.

Ich freue mich, auf die nächste Geschichte.

Liebe Grüße

Pickman


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Tempus fugit.
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V.K.B.
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 20.09.2021 17:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roman Ramon und herzlich Willkommen im Forum!

Zitat:
er war gerade bis zur 4817922837112 gelangt
Müsste mindestens im stolzen Alter von 152775 Jahren sein, wenn wir annehmen, er würde im Durchschnitt eine Sekunde pro Zahl brauchen. Und das ist schon minimal gerechnet, denn schon eine Zahl wie 42764 (zufälliges Beispiel) im Kopf aufzusagen schafft man kaum in einer Sekunde, jedenfalls nicht fortlaufend. Und bei der Rechnung würde er auch 24/7 nichts anderes als Zählen tun. Ein bisschen realistischer gesehen, wenn er vielleicht 12 Stunden pro Tag zum Zählen kommt, würde er die Zahl vielleicht etwa im Alter von dreihunderttausend Jahren erreichen. Edit nach Lesen des Endes: Damit muss er den Cheatcode für mächtig-hohes-Alter und Zahlen-keine-Bedeutung-mehr-beimessen eigentlich schon vorher gefunden haben, oder wirkt der rückwirkend?

Zitat:
Das Gesicht des Zählers versuchte mit den Schultern zu zucken.
Sehr schiefes Bild, aber vermutlich Absicht, oder?

Zitat:
wer ist schon von Assisi
passt nicht ganz, sollte er tatsächlich ein anderer Heiliger sein. Dann wüsste er nämlich, dass das "von" kein Titel oder Namensteil ist, sondern lediglich eine Ortsbezeichnung, um den guten Franz von anderen Franzen unterscheiden zu können. Folglich kommt es mir schräg vor, ihn "von Assisi" zu nennen, bei kurz wäre "Franz" passender.

Zitat:
also das Glitzern kommt daher, das ich in einem Zustand bin, den du wohl als Geist oder Engel oder sowas bezeichnen würdest
Gott sei Dank scheint er Stephenie Meyer nicht gelesen zu haben …

Zitat:
… herzlichen Glückwunsch!“, womit er Aufstand und
Punkt nach den Redezeichen, denn das kommende ist kein Inquit. Und "aufstand" natürlich klein, ist ein Verb.

Zitat:
Die Geichtszüge des Zählers schienen allmählich routinierter im Schulterzucken zu werden. Oder vielleicht lag es daran, dass sie diesmal von seinen leibhaftigen Schultern unterstützt wurden.
Okay, du greifst das schräge Bild wieder auf und lampshadest es, damit passt es für mich.

Zitat:
um nicht ständig das Gefühl zu haben, sich eventuell falsch entschieden, etwas verpasst zu haben.
besser: "sich eventuell falsch entschieden oder etwas verpasst zu haben". Oder "sich eventuell falsch zu entscheiden oder etwas verpasst zu haben." Oder irgendwie so. Wie der Satz im Moment ist, passt die Grammatik aber nicht.

Zitat:
Und wirklich, wird es einem kaum gelingen, diesen zu erkennen, wenn man seit seinen Kindertagen nie einen herzhaften Luftzug getan hat, frei vom Joch der Uhr, des Kontostandes und des Kalenders.
Ich weiß zwar, was du damit aussagen willst, aber so ganz passt es mMn noch nicht. Denn diese Alltagsprobleme gehen ja nicht weg, wenn man sie nicht mehr wahrnimmt, seine Rechnungen muss man ja trotzdem bezahlen. Es sei denn, er kann in Zukunft vom Zählen leben, ohne noch was anderes zu brauchen, und würde auch nichts anderes mehr tun wollen. Aber wäre das nicht noch mehr nicht-Leben-erlebendes Uhrwerk als das Fokussieren auf Einkommen, Kalender und Berufsleben, das wohl eigentlich kritisiert werden sollte?

Aber trotz meiner Einwände gefällt mir die Idee, und schlecht geschrieben ist das auch nicht.

Gerne gelesen,
Veith


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Pickman
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BeitragVerfasst am: 20.09.2021 17:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Roman Ramon,

bei mir muss es natürlich heißen "Sieh Dir jedes Adverb ..."

V. K. B. hat Deinen Text genauer gelesen als ich, sich mehr Zeit zum Kommentieren genommen und, wie mir scheint, in den meisten Fällen Recht.

Cheers

Pickman


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V.K.B.
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
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BeitragVerfasst am: 20.09.2021 17:27    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Zitat:
um nicht ständig das Gefühl zu haben, sich eventuell falsch entschieden, etwas verpasst zu haben.
besser: "sich eventuell falsch entschieden oder etwas verpasst zu haben". Oder "sich eventuell falsch zu entscheiden oder etwas verpasst zu haben." Oder irgendwie so. Wie der Satz im Moment ist, passt die Grammatik aber nicht.

EDIT nachträglich, weil Pickman schon geantwortet hat und ich oben nicht mehr editieren kann: Hölle und Giftzahn, da steht ja schon "entschieden" und nicht "entscheiden", wie ich fälschlich gelesen hatte. Diesen Einwand kannst du damit streichen.

Soviel dann zu "genauer gelesen" … Embarassed


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Schattenmännchen
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BeitragVerfasst am: 20.09.2021 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hi!

Also das Problem mit der Zeit vs. Zählerei bis 4817922837112 wurde ja schon angesprochen.

Was mich noch etwas irritiert:
Wieso nutzt ein Heiliger Wörter wie "Alter"? Alle Heiligen sind doch seit... etwas längerer Zeit tot? Oder ist das quasi ein neuer Heiliger? Also abseits der uns bekannten Religionswelt?

Ansonsten - coole Idee, und wenn man nach den ersten paar Sätzen die Erzählstruktur verinnerlicht hat (ich hab da zumindest einen Moment gebraucht), liest sichs auch ziemlich gut. smile
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Roman Ramon
Gänsefüßchen

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BeitragVerfasst am: 21.09.2021 12:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Leute

vielen Dank

Ich weiß es zu schätzen, dass ihr mein Geschichtchen so sorgfältig gelesen und mir derart hilfreiche Hinweise gegeben habt.

Ich such mir jetzt eine Zahl die man realistisch erreichen kann als Hobbyzähler und stell hier ganz unverzagt was aus meinem Buch rein.

Dank euch
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Pickman
Geschlecht:männlichReißwolf


Beiträge: 1255
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 21.09.2021 19:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Roman Ramon,

Dein Zähler, vielleicht spricht der nicht jede Zahl aus, sondern sieht sie nur durchrauschen wie die Zehntelsekunden auf einer digitalen Stoppuhr. Er redet sich dabei nicht den Mund fusselig und er spart Zeit. Das geht sogar im Traum. So kann er bei gleichbleibendem Zeitaufwand viel weiter zählen.

Cheers

Pickman


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Mogmeier
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Moderator
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BeitragVerfasst am: 21.09.2021 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roman Ramon,

ich habe mich mal der Zahlenmenge pro Jahr angenommen und kam dabei auf einen Wert von 505.890.000 Zahlen innerhalb von 30 Jahren, vorausgesetzt es wird jeden Tag 14 Stunden lang straff durchgezählt. (Der Typ wäre dann also schon 42 Jahre alt.) Wobei ich das Ganze nur grob überschlagen habe, indem ich mir drei Mittelwerte bildete, deren Durchschnitt ich dann nahm und auf 55 Zahlen pro Minute kam.
Der genaue Durchschnitt dürfte dabei allerdings weit geringer sein, da man die Anteile der zugrundeliegenden Zehnerpotenzen mit einbeziehen muss und man hierbei besser mit dem ‹gewogenen Durchschnitt› rechnet. Oder man bastelt sich die eine oder andere Funktion zusammen.

55 Zahlen pro Minute kann man durchaus gelten lassen, wenn man bedenkt, dass es sich bei dem Typen um einen Zähl-Freak handelt.

 Arrow Alle Angaben ohne Gewähr!


Mein Vorschlag für eine Zahl, bis zu der er zählen könnte, und er bräuchte unter den angegebenen Voraussetzungen dazu nur 18 Jahre und knapp 8 Monate (also gut aufgerundet 20 Jahre) …

314.159.265 Laughing

Viele Grüße
Mog


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»Nichtstun ist besser, als mit viel Mühe nichts schaffen.«
Laotse
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V.K.B.
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 22.09.2021 02:37    Titel: Antworten mit Zitat

Mogmeier hat Folgendes geschrieben:

314.159.265
Oh mein Gott, das ist ja genau pi (mal einer Zehnerpotenz), das kann kein Zufall sein, das ist der Cheatcode, das muss er sein, du hast ihn gefunden, und ich jetzt auch und … äh, was bedeutete die Zahl jetzt noch mal? Und wieso stehen da immer so komische Zahlen bei Wörter und Zeichen, und verändern sich, während ich tippe, bedeutet das was?

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Tribalis
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 151



BeitragVerfasst am: 22.09.2021 07:16    Titel: Antworten mit Zitat

Herrlich hier Laughing
Sowas mag ich ja!
Danke Roman, für dieses Vergnügen.
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Roman Ramon
Gänsefüßchen

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Beiträge: 19
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BeitragVerfasst am: 22.09.2021 11:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Mogmeier hat Folgendes geschrieben:

314.159.265
Oh mein Gott, das ist ja genau pi (mal einer Zehnerpotenz), das kann kein Zufall sein, das ist der Cheatcode, das muss er sein, du hast ihn gefunden, und ich jetzt auch und … äh, was bedeutete die Zahl jetzt noch mal? Und wieso stehen da immer so komische Zahlen bei Wörter und Zeichen, und verändern sich, während ich tippe, bedeutet das was?


HeHe

so langsam hab ich richtig Spaß hier,

vielen Dank für eure Anteilnahme.

Ich bin selbst bei einer lediglich achtstelligen Zahl gelandet, aber deine Pi Abwandlung finde ich auch sehr atraktiv.
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Constantine
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Beiträge: 3217

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 24.09.2021 12:10    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roman Ramon,

ich möchte dich auch willkommen im Forum heißen und all zu viel habe ich nicht zu deinem Einstandstext zu sagen, was nicht schon durch meine Vorredner angemerkt worden ist, außer:
Ein unterhaltsamer Text, der mittels übernatürlichen Bruch eine weitere Ebene zur Alltagsrealität hinzufügt und somit eine überraschende Wendung und einen pflichtbewusst_kauzigen, "ehrlichen" Engel bezüglich des Zählens beinhaltet.

Gerne gelesen.

LG Constantine
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RAc
Klammeraffe


Beiträge: 591



BeitragVerfasst am: 24.09.2021 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roman Ramon,

da sind interessante Ideen drin, allerdings ist der Gesamteindruck eher unrund. Die Zeichensetzung hat viele Probleme, dann ein paar das/dass Verwechselungen, manche unklare Satzkonstruktionen (z.B. "Etwas Besänftigendes hatte es ja wohl, das schon, wie das..."  welche Bedeutung hat hier das "das schon"?). Auch ist mir da zu viel Erklärbär drin. Die Wiederholung der Tatsache, dass dein Prota mit 12 mit dem Zählen angefangen hat, ist redundant (LeserIn bekommt deswegen im Hinterkopf den Eindruck, dass etwas relevantes in der Zahl 12 oder in seinem Anfangsalter liegt, was aber nicht aufgelöst wird).

Die Auflösung finde ich eher antiklimaktisch.

Ansonsten: Bleib dran!
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Grim
Gänsefüßchen


Beiträge: 19



BeitragVerfasst am: 29.09.2021 15:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fand es sehr angenehm zu lesen. Es beginnt direkt mit einem originellen Hook, verläuft dann weiter originell und teilweise skurril. Am Ende schwenkt es dann doch noch zu einem ernsteren Ton, der das ganze abrundet und klar macht, dass der Text nicht nur (unterhaltsamer) Quatsch ist. Es ist j auch irgendwie ein Twist, dass der Zähler das dann doch genießt. Hätte man evtl. besser vorbereiten können, indem man das Thema Stress durch Zeitdruck vorher einbaut.

Zur Lesbarkeit: Wenn der Sprecher wechselts ist ein neuer Absatz für wörtliche Rede die Norm. Also:
„Heißt das, ich werde fliegen können oder durch Wände gucken oder sowas?“
„Nun..", setzte der Schimmernde an zu entgegnen.


„Äh, aber.... wer?, was für ein..?...?..WAS?!" war mir zu comichaft.
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Roman Ramon
Gänsefüßchen

Alter: 37
Beiträge: 19
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 29.09.2021 22:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure Rückmeldungen..


So spezifisches Feedback bekommt man nur hier. Das hilft mir sehr weiter.
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