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Anfang einer neuen YA Geschichte, Gefängnisszene


 
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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 30.01.2021 11:58    Titel: Antworten mit Zitat

Also die "Cliffhanger" gibt es da echt kein deutsches Wort für?? am Kapitelende.
Schön, das beruhigt mich. Ich habe nämlich immer Bedenken, es könnte alles zu rudimentär und zusammenhanglos wirken.


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Optimismus ist, bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf dem höchsten Berg zu stehen und "Scheiß Götter!!" zu rufen.
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Natalie2210
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BeitragVerfasst am: 30.01.2021 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Also die "Cliffhanger"
gibt es da echt kein deutsches Wort für??
am Kapitelende.
Schön, das beruhigt mich. Ich habe nämlich immer Bedenken, es könnte alles zu rudimentär und zusammenhanglos wirken.


Der Cliffhänger passt sehr gut. Es kommt ganz klar raus, dass Mira July ermordet hat.

Wirklich wegen der Katze? Und des Mobbings? Oder kommt da noch etwas? Dann ist Mira ja wirkliche eine Kriminelle .. Shocked

lg,
Natalie
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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 30.01.2021 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Wink Sie kommt ja auch nicht straffrei aus der Geschichte raus.

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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 03.02.2021 20:23    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schon wieder... Wink
Bei dieser Szene bin ich mir unschlüssig, ob die Personenkonstellation so funktioniert.
Ist der Angriff nachvollziehbar? Kommt klar rüber, wer was tut und sagt?



Seit Mira in die Isolierzelle umgezogen war, führte man sie als eine der Letzten zum Speiseraum.
Was bedeutete, dass sie sich mit dem begnügen musste, was von der gefräßigen Horde übriggelassen war. Missmutig packte Mira zwei schon gewellte Scheiben Brot neben ihre halbkalte Suppe und angelte den letzten, mehr braunen als gelben, Apfel aus der Kiste.
Sie balancierte ihr Tablett zu einem freien Platz am anderen Ende des Raumes, als mit funkelnden Augen Jia En aufsprang und sich mit einem Wutschrei auf Mira stürzte.
„DU DUMME SAU!“, kreischte ihre Freundin übergangslos und packte Mira am Kragen des Overalls. Mira riss abwehrend die Hände hoch. Scheppernd landete ihr Mittagessen auf dem Boden.
„ICH BRING DICH UM!“
Jia En zerrte an Miras Kragen und versuchte, sie zu Boden zu ringen.
„Spinnst du?“, keuchte Mira völlig perplex. „Was ist denn los?“
„RROARRR!“
Mira wehrte sich gegen Jia Ens Hände, die versuchten, sich zum Würgegriff um ihren Hals zu legen. Jia Ens Gesicht war eine rotglühende Fratze aus Hass.
„KRUEGER!! MINH!! AUSEINANDER!“  
Drei Wärterinnen stürzten mit gezogenen Gummiknüppeln zu den kämpfenden Mädchen.
Mira starrte immer noch fassungslos auf Jia En, als sie ein verschwörerisches Zwinkern bemerkte und etwas in ihren Ausschnitt fiel. Doch in diesem Moment knallte schon der erste Gummiknüppel zwischen Miras Schulterblätter .
Mit einem Schmerzensschrei ging Mira zu Boden. Sie sah durch den roten Schleier, dass zwei Wärterinnen die wild um sich schlagende und tretende Jia En packten und aus dem Raum schleiften. Mehrmals klatschte der Gummiknüppel, gefolgt von unterdrückten Schmerzenslauten. Mira zuckte bei jedem Schlag zusammen, als wäre es ihr eigener Körper, der dort verprügelt wurde. An der Tür drehte sich Jia En noch einmal mit einem triumphierenden Grinsen um, bis das Gesicht von einem weiteren Hieb verzerrt wurde. Unwillkürlich griff Mira sich an die Brust, wohin Jia Ens Geschenk gerutscht war und zog den Reißverschluss trotz der Wärme bis ganz oben zu.
„Räum die Schweinerei auf!“, befahl die zurückgebliebene Wärterin und deutete mit dem Schlagstock auf Miras ruiniertes Mittagessen, welches auf dem Linoleum schwamm.
Mira bewegte vorsichtig die Schultern. Es knirschte und knackte, aber nichts war gebrochen. Wenn in den nächsten Stunden der Bluterguss erblühte, würde sie noch richtig Freude daran haben. Egal, an so etwas starb man nicht. Mit spitzen Fingern fischte sie das Brot und den zertretenen Apfel aus der Pfütze.
Langsam setzte das übliche Gemurmel und Tellerklappern wieder ein. Die Gratisvorstellung war vorbei.
Mira brannte vor Neugier, was Jia En herausgefunden hatte. Andererseits hatte sie Angst vor dem Ergebnis.
Erst in der kurzen Pause nach zwei Stunden an der Nähmaschine schaffte es Mira auf die Toilette. Hier in der Produktionshalle gab es keine Kameras, dafür kam jedes Mal eine Wärterin mit in den kleinen Waschraum.
„Mach hin“, murrte ihre Bewachung, als Mira blitzschnell in einer der Kabinen verschwand und in ihren Overall langte.
Zuerst dachte sie, Jia En hätte ihr eine Zigarre geschenkt. Dann erkannte sie, dass es ein straff gewickeltes Papierröllchen war. Das Papier war dunkelfleckig und roch auch nicht besonders gut. Mira wollte gar nicht wissen, wie es Jia En aus dem Sicherheitsbereich geschmuggelt hatte. Mit zitternden Fingern öffnete sie das Röllchen. Es handelte sich um den Ausschnitt einer Tageszeitung. Hektisch überflog sie die Zeilen, bis sie den entscheidenden Absatz fand. Obwohl Mira das Ergebnis geahnt hatte, musste sie sich keuchend zurücklehnen. Dann las sie noch einmal. Aber der Text bleib gleich. Die Initialen T.C.K. standen für niemand anderen als Tatjana Cornelia Krueger, inzwischen Richterin am Obersten Volksgericht. Ihre eigene Mutter hatte Miras Begnadigung abgelehnt, ihr Todesurteil bestätigt, obwohl die Gnade durchaus ihrer Macht gestanden hätte. Wie tief musste der Hass auf ihre nichtsnutzige Tochter sein.
Fassungslos starrte Mira auf den Zettel, als auch schon die Wärterin ungeduldig gegen die Tür pochte.
„Bin gleich fertig!“, rief Mira. Sie zerriss das Blatt in winzige Schnipsel und spülte, bis alle verräterischen Spuren vernichtet waren.     

Es dauerte drei Tage, bis Jia En die Krankenstation wieder verlassen konnte.
„Du hast vielleicht Eier...“, murmelte Mira kopfschüttelnd, als sie Rücken an Rücken jeder auf seiner Seite des Trenngitters saßen.
„Ich stehe sowas von in deiner Schuld.“
Ohne hinzusehen, wusste sie, dass Jia En grinste.
„Später. Ich sammle noch.Wenn wir hier raus sind, komme ich drauf zurück.“
Mira sagte nichts. Sie würde dieses Gefängnis nur auf einem einzigen Weg verlassen. Als eine Handvoll staubiger Asche in einer Blechbüchse. In 813 verschissenen Tagen, um ganz genau zu sein.

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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 09.02.2021 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Da keine Reaktion kommt, scheine ich wohl zu langweilen. Also schiebe ich mal eine etwas heftigere Szene nach.
Triggerwarnung, es wird etwas ekelig.

Frage an die Leser: Geht so etwas, oder ist das einfach nur bäh? Es soll das langsame Durchdrehen der Prota in der Einzelhaft verdeutlichen.

Mit einem satten Ploppen fiel die Zellentür ins Schloss und Mira war mal wieder allein. Allerdings war diese Einsamkeit einseitig. Sie wollte gar nicht wissen, wie viele Augen sich hinter der Kamera an ihrem Elend weideten. Früher hatte Mira gerne einen Film gesehen, über einen Mann, der ohne sein Wissen als Fernsehstar in einer künstlichen Welt unter einer Kuppel lebte. Und jetzt hatte sie die schreckliche Vermutung, dass es hier ebenso lief und sie der heimliche Star einer Realityshow war.
„Meine Damen und Herren, hier wieder die tägliche Folge von: Das Elend der Mira Krueger. Heute: Mira beim Kacken!“, murmelte sie gehässig, während sie über dem Abtritt hockte. „Und da ist es soweit. Tataaa-die Wurst! Und was für ein Prachtexemplar. Applaus!“
Aus unerfindlichen Gründen war es Mira nicht wert, Toilettenpapier zu bekommen.
Wenn sich nicht der ganze Hintern entzünden sollte, blieb ihr nur eine ekelhafte Prozedur übrig.
Mit zusammengepressten Lippen begann sie, sich mit der bloßen Hand zu reinigen und diese unter dem dünnen Rinnsal des Waschbeckens abzuspülen.
Mit Tränen in den Augen starrte sie auf ihre kotschmierige Hand und stellte sich vor, wie sich die heimlichen Beobachter am Monitor vor Lachen kringelten. Erste rote Wölkchen waberten vor ihr Gesichtsfeld.
„Glotzt nicht so, ihr Schweine!“, brüllte sie unvermittelt und schleuderte einen braunen Batzen in Richtung der Kamera.
Der Wurf ging daneben. Klatschend landeten die Fäkalien an der Wand und verteilten braune Sprenkel im ganzen Raum.
Mira stampfte wie ein trotziges Kleinkind mit dem Fuß auf und griff noch einmal ins Klo.
 Der dritte Wurf traf endlich die Kamera. Es spritzte in alle Richtungen, aber der größte Klumpen blieb auf der schwarzen Halbkugel kleben. Ein triumphierendes Geheul drang aus Miras Kehle. Ihre besudelte Hand hinterließ braune Streifen an der Tür. Wie im Wahn beschmierte sie hysterisch kichernd jede freie Oberfläche der Zelle. Laut rauschte das Blut in ihren Ohren, als krachend die Tür aufflog.
„Krueger! Du widerliche Drecksau!“, brüllte der Karpfen mit überschlagender Stimme und fuchtelte wild mit dem Gummiknüppel..
Mira lachte ihr frech ins Gesicht. Sie kreischte erst auf, als zwei Männer in ihre Zelle gestürzt kamen und einen dicken Wasserschlauch auf sie richteten.  
Panisch schreiend wich sie an die Wand zurück und versuchte, ihre Blöße zu bedecken. Doch der eiskalte Wasserstrahl riss Mira von den Beinen und schob sie quer durch den Raum. Wimmernd krümmte sich Mira in einer Ecke zusammen, die Unterarme vors Gesicht gepresst, während das eisige Wasser wieder und wieder über ihren nackten Körper peitschte. Die Männer lachten höhnisch und ließen sich Zeit, die Zelle und Mira gründlich von allen Fäkalien zu reinigen.
Zitternd und schlotternd hockte Mira in der hintersten Ecke, die Arme um den Leib geschlungen und heulte Rotz und Wasser über ihre Dummheit. Ihr Overall, ihre Unterwäsche, einfach alles alles triefte vor Nässe. Zähneklappernd wickelte sie sich in die ebenfalls klatschnasse Decke. Der Zellenboden stand mehrere Zentimeter unter Wasser, welches nur langsam durch den Abtritt versickerte. Träge kreiste eine Sandale um den Abfluss.

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Natalie2210
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BeitragVerfasst am: 11.02.2021 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Also ich finde die erste Szene gut, und die Personenkonstellation passt - zumindest in dieser Szene - auch. Ich weiß nicht, wie die Protagonistinnen vorher/nachher interagieren.

Da der Angriff aber nur vorgetäuscht ist, würde ich den Satz

Zitat:
Jia Ens Gesicht war eine rotglühende Fratze aus Hass.


weglassen - Hass glaubhaft vorzuspielen ist schon sehr schwierig, und der Würgegriff reicht, denke ich, für das, was du ausdrücken willst.

Das "ROARRR" würde ich auch weglassen. Das erinnert ein bisschen an einen Comic Wink
Der Twist in der Szene ist dafür sehr spannend.

Die zweite Szene - die Fäkalien auf der Kamera - ist schön geschrieben, glaubhaft, und du zeigst Miras Verzweiflung gut. "Schreibtechnisch" fiele mir jetzt nichts auf, aber von dem, was ich über deine Handlung bis jetzt weiß, frage ich mich ein bisschen, wo du sie unterbringen willst. Die Beobachtung durch die Kamera und die Verzweiflung hatten wir schon in der allerersten Szene - wirklich etwas Neues ist hier - im Moment - nicht drinnen. Vielleicht, wenn du die Szene drinnenlassen magst, eventuell als "Racheakt" gegenüber dem Gefängnispersonal? Ist aber nur eine Idee.


lg,
Natalie
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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 12.02.2021 16:26    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für deine Rückmeldung.
Ich werde für die weitere Textarbeit um die Einrichtung einer AG bitten.


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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 11.09.2021 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Cool Es ist vollbracht! Heute habe ich das magische Wort ENDE unter die Geschichte gesetzt-vor allem auch durch die unermüdliche Hilfe in der AG.
Jetzt suche ich ein, zwei Testleser für das Gesamtwerk. Aber bitte explizit niemand aus meiner AG. Ich möchte, dass der/diejenige unbefangen an das Thema geht.

Hier nochmal der Klappentext:

Mira ist eine Mörderin.
Die 11-jährige hat ihre Freundin getötet. Im härtesten Jugendgefängnis des Landes wartet Mira auf ihren 18. Geburtstag, den Tag ihrer Hinrichtung. Aber wird sie überhaupt so lange durchhalten? Während Miras Wutausbrüche sie immer wieder vor neue Probleme stellen und Infos über einen bizarren Internetkult um "Bloody Miri" es bis hinter die Gefängnismauern schaffen, bricht draußen die Welt zusammen. Mira erhält eine zweite Chance und die Erlebnisse ihrer Gefangenschaft stellen sie vor die entscheidende Frage: ist es wirklich gerecht, Gleiches mit Gleichem zu vergelten?

Achja, Umfang 60.000 Worte/280 Normseiten.


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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 12.09.2021 07:53    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas74 hat Folgendes geschrieben:
Cool
Hier nochmal der Klappentext:

Mira ist eine Mörderin.
Die 11-jährige hat ihre Freundin getötet. Im härtesten Jugendgefängnis des Landes wartet Mira sie auf ihren 18. Geburtstag, den Tag ihrer Hinrichtung. Aber wird sie überhaupt so lange durchhalten? Während Miras Wutausbrüche sie immer wieder vor neue Probleme stellen und Infos über einen bizarren Internetkult um "Bloody Miri" es bis hinter die Gefängnismauern schaffen, bricht draußen die Welt zusammen. Dieser Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Mira erhält eine zweite Chance und die Erlebnisse ihrer Gefangenschaft stellen sie vor die entscheidende Frage: ist es wirklich gerecht, Gleiches mit Gleichem zu vergelten?

Achja, Umfang 60.000 Worte/280 Normseiten.


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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 12.09.2021 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

Was genau ist jetzt unverständlich? Die Formulierung an sich? Oder der räumliche/zeitliche Zusammenhang? Es kommt zu (politischen) Unruhen, die einen teilweisen Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung zufolge haben, was Mira letztendlich die Flucht ermöglicht.
Aber das erschien mir zu ausführlich und zu spoilernd für den Klappentext.


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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 12.09.2021 15:18    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas74 hat Folgendes geschrieben:
Was genau ist jetzt unverständlich? Die Formulierung an sich? Oder der räumliche/zeitliche Zusammenhang? Es kommt zu (politischen) Unruhen, die einen teilweisen Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung zufolge haben, was Mira letztendlich die Flucht ermöglicht.
Aber das erschien mir zu ausführlich und zu spoilernd für den Klappentext.


Der räumlich/zeitliche Zusammenhang.
Eine 11-jährige kommt wegen Mordes ins Gefängnis = dystopische Zukunft?
Wenn ja, fehlen mir die Zusammenhänge, warum das dann möglich ist/sein soll, in welchem Zusammenhang der Internetkult mit der Tat und der Strafe steht und was lässt die Welt draußen zusammenbrechen?
Welche zweite Chance erhält sie? Im Knast? In der zusammengebrochenen Welt?
"die Erlebnisse ihrer Gefangenschaft" - sie ist 11! Wie viele Jahre sitzt sie denn, um Lebenserfahrung zu sammeln?
Sorry, aber dieser Klappentext lockt mich überhaupt nicht.

PS.: Sicherlich wird sich Miras Gefängnisaufenthalt von denen in z.B. "Sons of Anarchy" gezeigten grundlegend unterscheiden. Obwohl die Serie auch in der "Jetztzeit" spielt.


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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 12.09.2021 15:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ist halt Geschmackssache.

Mal ehrlich? Du unterstellst mir hier unterschwellig, die Idee abgeschrieben zu haben. Jeder, auch du, hatte die Chance, in meiner AG beim Entstehen live dabei zu sein. Also bitte nicht so "hintenrum".


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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 14.09.2021 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas74 hat Folgendes geschrieben:
Ist halt Geschmackssache.

Mal ehrlich? Du unterstellst mir hier unterschwellig, die Idee abgeschrieben zu haben. Jeder, auch du, hatte die Chance, in meiner AG beim Entstehen live dabei zu sein. Also bitte nicht so "hintenrum".


Falls Du mich meinst, muss ich Dich enttäuschen. Ich bin nicht die Zielgruppe für Medien, in denen 11-jährige die Hauptrolle spielen. Deshalb weiß ich auch nicht, von welchem Original Du abgeschrieben haben sollst/willst.
Du erwartest Feedback, hast Du bekommen. Was Du daraus liest und machst, ist nicht mehr mein Problem. Aber danke für Deinen Hinweis. Spare ich mir Zeit und Aufwand, mich mit Deinen Postings zu beschäftigen.


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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 14.09.2021 20:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hörst du dir eigentlich noch selber zu?

Calvin Hobbs hat Folgendes geschrieben:

PS.: Sicherlich wird sich Miras Gefängnisaufenthalt von denen in z.B. "Sons of Anarchy" gezeigten grundlegend unterscheiden. Obwohl die Serie auch in der "Jetztzeit" spielt.


Das IST für mich unterschwellig.

Zitat:
Du erwartest Feedback, hast Du bekommen.


Nein, erwarte ich nicht, zumindest nicht auf den Klappentext.  ich suche Testleser für die komplette Geschichte, wie man meinen Worten entnehmen kann:
[quote="Thomas74]Jetzt suche ich ein, zwei Testleser für das Gesamtwerk.[/quote]


Zitat:
  Aber danke für Deinen Hinweis. Spare ich mir Zeit und Aufwand, mich mit Deinen Postings zu beschäftigen.


Bitte, gern geschehen.


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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 14.09.2021 21:09    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas74 hat Folgendes geschrieben:
Hörst du dir eigentlich noch selber zu?

Calvin Hobbs hat Folgendes geschrieben:

PS.: Sicherlich wird sich Miras Gefängnisaufenthalt von denen in z.B. "Sons of Anarchy" gezeigten grundlegend unterscheiden. Obwohl die Serie auch in der "Jetztzeit" spielt.


Das IST für mich unterschwellig.



Falls Du die Serie "Sons of Anarchy" gesehen hättest, wüsstest Du da bei deren Herstellung ehemalige Mitglieder der "Hells Angels" mitgewirkt haben. D.h., man hat versucht, die Realität zu zeigen. Bei den Gefängnisaufenthalten der Rocker wurden Männer gewaltsam in den A**** gef**** und missliebige Insassen, sei es wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Gesinnung oder weil man jemandem einen Gefallen schuldig war, wie Vieh abgestochen. Es geht hinter diesen Mauern nur darum, jemand zu finden, der einen schützt, damit man nicht unter die Räder kommt. Und dieser Schutz kann ganz verschiedene Zahlungsarten kosten.
Wo siehst Du jetzt Parallelen zu Deiner Geschichte, in der eine 11-jährige im Knast sitzt? Also spar Dir Deine schwachsinnigen Anschuldigungen!
Danke für nichts.


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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 14.09.2021 21:25    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, jetzt verstehe ich deinen Post.

Sorry, das habe ich in den falschen Hals bekommen. Für mich klang das nämlich wie:
 "Ja, ja, natürlich hast du nicht abgeschrieben, die zeitgleich laufende Serie entspricht nur rein zufällig deiner Geschichte...kannst mir ja viel erzählen..."

Ich kenne die Serie nur dem Namen nach, habe sie noch nie gesehen. Danke, dass du den Inhalt erklärst.
Nein, meine Hauptperson erlebt zwar auch Gewalt und Ausgrenzung, aber eben auf "altersgerechtem" Niveau durch andere Jugendliche.

Wenn ich dich missverstanden habe, bitte ich dich hiermit aufrichtig um Entschuldigung. angel

Das ist das Problem an Bildschirmkommunikation, man kann sich verdammt schnell in einem Irrglauben verrennen, was der andere gemeint hat.


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Wohlstandskrankheit
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BeitragVerfasst am: 14.09.2021 22:45    Titel: Antworten mit Zitat

Calvin Hobbs hat Folgendes geschrieben:
Der räumlich/zeitliche Zusammenhang.
Eine 11-jährige kommt wegen Mordes ins Gefängnis = dystopische Zukunft?
Wenn ja, fehlen mir die Zusammenhänge, warum das dann möglich ist/sein soll, in welchem Zusammenhang der Internetkult mit der Tat und der Strafe steht und was lässt die Welt draußen zusammenbrechen?
Welche zweite Chance erhält sie? Im Knast? In der zusammengebrochenen Welt?

Die hier zitierten Fragen stellen sich mir auch. Ich weiß aber nicht, inwieweit der Klappentext die beantworten muss oder zwecks Spannung offenlassen kann. Aber es stellen sich schon unangenehm viele Fragen. Vielleicht könnte man zumindest die Worte "im totalitären Staat xy im Jahr xyz" oder irgendsowas (bitte einsetzen, was es bei dir ist).
Bei historischen Romanen muss man auch immer Setting (Ort & Zeit) im Klappentext erwähnen, warum sollte es bei Dystopien anders sein? Das ist wichtig für die Orientierung.
Das "bricht draußen die Welt zusammen" könnte man vielleicht auch konkretisieren, ohne alle Details zu nennen. ("Trifft ein Asteroid die Welt", "stürmen maskierte Bäcker den Reichstag", ...)
Aber dass der Text nicht spannend wäre, wie Calvin Hobbs behauptet, finde ich dadurch GAR nicht.

Eine Frage stellt sich mir noch, Thomas: Ist das als Jugendbuch nicht etwas zu brutal? Ich bin 31 und mich hat der Text im EP, besonders wie sie die Hinrichtung beschreibt, schon extrem gegruselt. Wie heftig wird es später noch? Wenn es auf der ersten Seite schon so übel ist, geht ja jeder Leser davon aus, das wird noch getoppt. Können jugendliche Leser das verkraften?

Falls du planst, das im Verlag zu veröffentlichen, stellt sich mir auch die Frage, ob ein YA Buch eine 11-17-jährige Protagonistin haben darf. Soweit ich weiß, ist es dadurch automatisch ein Jugendbuch, denn mit 17 ist man ja noch kein Adult. Aber ich kann mich auch irren.
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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 15.09.2021 06:21    Titel: Antworten mit Zitat

Wohlstandskrankheit hat Folgendes geschrieben:

Bei historischen Romanen muss man auch immer Setting (Ort & Zeit) im Klappentext erwähnen, warum sollte es bei Dystopien anders sein? Das ist wichtig für die Orientierung.


Ein "Muss" gibt es nirgends.

Zitat:
Eine Frage stellt sich mir noch, Thomas: Ist das als Jugendbuch nicht etwas zu brutal? Ich bin 31 und mich hat der Text im EP, besonders wie sie die Hinrichtung beschreibt, schon extrem gegruselt. Wie heftig wird es später noch? Wenn es auf der ersten Seite schon so übel ist, geht ja jeder Leser davon aus, das wird noch getoppt. Können jugendliche Leser das verkraften?


Ist es nicht. In anderen, speziell als Jugendbüchern vermarkteten Werken wird viel mehr gemeuchelt und verstümmelt. Spontan fällt mir da "Der goldene Kompass" oder auch der allseits beliebte Harry Potter ein...  

Zitat:
Falls du planst, das im Verlag zu veröffentlichen, stellt sich mir auch die Frage, ob ein YA Buch eine 11-17-jährige Protagonistin haben darf. Soweit ich weiß, ist es dadurch automatisch ein Jugendbuch, denn mit 17 ist man ja noch kein Adult. Aber ich kann mich auch irren.


Auch hier; ein "darf" gibt es nicht. So eng sind die Grenzen nicht gesetzt. Und schon gar keinen Automatismus. Ich verweise hier auf einige Bücher von S. King, die trotz jugendlicher Protas keine Jugendbücher sind. ( ES, Stand by me, Das Mädchen).


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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 15.09.2021 15:49    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas74 hat Folgendes geschrieben:
Okay, jetzt verstehe ich deinen Post.

Sorry, das habe ich in den falschen Hals bekommen. Für mich klang das nämlich wie:
 "Ja, ja, natürlich hast du nicht abgeschrieben, die zeitgleich laufende Serie entspricht nur rein zufällig deiner Geschichte...kannst mir ja viel erzählen..."

Ich kenne die Serie nur dem Namen nach, habe sie noch nie gesehen. Danke, dass du den Inhalt erklärst.
Nein, meine Hauptperson erlebt zwar auch Gewalt und Ausgrenzung, aber eben auf "altersgerechtem" Niveau durch andere Jugendliche.

Wenn ich dich missverstanden habe, bitte ich dich hiermit aufrichtig um Entschuldigung. angel


Das ist das Problem an Bildschirmkommunikation, man kann sich verdammt schnell in einem Irrglauben verrennen, was der andere gemeint hat.


Sorry auch von mir, habe zu heftig reagiert.


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