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Wie strukturiert ihr euch und eure Projekt-Vorarbeiten?

 
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Autor Nachricht
Nina C
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 33
Beiträge: 643
Wohnort: Nordrhein-Westfalen


BeitragVerfasst am: 06.04.2020 04:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mache erst einmal ein wildes Sammelsurium auf, sowohl handschriftlich als auch auf dem Rechner, einfach untereinander – weil ich bei einer neuen Idee meistens extrem heißlaufe. Very Happy Das können schon mal zehn oder elf Seiten sein, mit Charakternotizen, Szenenideen, ganzen Plotideen, Links zu Quellen, Fakten ... Wenn der Druck dann einigermaßen nachlässt, sammele ich das Ganze in einem Worddokument und sortiere es ordentlich unter Überschriften – je nach Geschichte beispielsweise unter den einzelnen Charakteren, beginnend mit deren Eckdaten oder aber als Handlungsstränge und manchmal auch beides. Das ergänze ich dann während der Schreibphase, wenn ich noch Ideen, Nachträge oder mehr Quellen habe. Und markiere bunt, was ich beispielsweise bereits verwendet habe. Smile

Alles Liebe

Nina


_________________
Wenn ihr nicht die gequälten Sklaven der Zeit sein wollt, macht euch trunken, ohn’ Unterlass! Mit Wein, mit Poesie mit Tugend, wie es euch gefällt. (Charles Baudelaire)
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Orochi Neko
Leseratte


Beiträge: 124
Wohnort: Hängematte


BeitragVerfasst am: 06.04.2020 10:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ichhabe zuerst die grobe Idee, dann die Charaktere(Aussehen,Handeln etc.).

Wenn es ein neuer Planet Kontinent oder eine neue Stadt ist, mache ich eine Karte.
Auf dieser Karte kannst du dir den Weg der Charaktere einzeichnen,sofern notwendig.
Dann kommt zuerst die grobe Handlung,welche neuen Personen tauchen auf neue Orte etc.
Dann arbeite ich während des Schreibens die Handlung besser aus.
Ich weiss nicht unbedingt ob diese Methoden dir weiterhelfen, aber ich hoffe es.
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Vogelsucher
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 16
Beiträge: 130



BeitragVerfasst am: 07.04.2020 19:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lege mir vor jeder Geschichte Steckbriefe auf LibreOffice an; sowohl zu Figuren, als auch zur Welt.
Für Ideen, Aphorismen oder originelle Formulierungen, die mir spontan einfallen, führe ich eine Art digitales Notizbuch im Programm "Pure Writer" auf dem Telefon. Ein "echtes" Notizbuch fände ich zwar schöner, aber ein digitales ist einfach viel praktischer, denn ich habe es immer in meiner Jacken-/Hosentasche oder meiner Schulmappe dabei (ein Heft ist da viel sperriger), es ist unauffällig (keine "Was schreibst du denn da?"-Kommentare) und ich kann meine EInträge besser verwalten, d. h. bei Bedarf löschen, ändern, etc.
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Galgenfrau
Gänsefüßchen


Beiträge: 49



BeitragVerfasst am: 05.05.2020 18:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe Karteikarten. Eine für jede Figur. Und dann einen Szeneplan. Außerdem ganz viele Post-its.
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Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 68
Beiträge: 5701
Wohnort: Elsdorf
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 05.05.2020 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe immer aus dem Kopf und ohne besonderes Exposé geschrieben - und bin immer gut damit gefahren.

 Very Happy
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sovaltor
Geschlecht:männlichGänsefüßchen


Beiträge: 23
Wohnort: Sachsen


BeitragVerfasst am: 06.05.2020 10:36    Titel: Antworten mit Zitat

Spannendes Thema, ich arbeite auch komplett digital (und das sieht man dann auch an meiner Handschrift, wenn ich doch mal einen Einkaufszettel oder so schreibe).

Notizen und neue Ideen kommen in Evernote, da habe ich leicht Zugriff drauf, entweder am Notebook oder am Handy.

Die Notizen werden dann in die entsprechenden Dokumente bei Scrivener eingearbeitet.

Meine Scrivener Unterlagen werden dann mit der Zeit auch immer etwas chaotisch, weil ich manchmal auch dort einfach Notizen aufschreibe, wenn sie mir einfallen, und dann gleich wieder zurück ins Schreiben will. Wenn alles nach einer gewissen Zeit zu unübersichtlich ist, sortiere ich dann alles und habe für ein paar Momente Ordnung. Very Happy

Generell bin ich mit einer Idee für das Ende gestartet und habe dann eine sehr grobe Handlung skizziert. Dann kam der erste Entwurf des ersten Kapitels. Nachdem weitere Textpassagen ausformuliert waren, bin ich wieder in das erste Kapitel und habe das entsprechend überarbeitet. Viele Probleme bei Charakteren und Story fallen mir erst auf, wenn ich wirklich schreibe, wie zum Beispiel:

- Mist, diesen Fakt kann der Charakter ja gar nicht wissen, dadurch wird sein Handeln unlogisch

- Damit das und das passiert brauche ich noch die und die Handlung, dafür brauche ich einen Charakter mit diesen Eigenschaften,...

Das Worldbuildung und Charaktereigenschaften mache ich dann meist "nebenbei", wenn ich es im Text brauche.

Mittlerweile habe ich das erste Kapitel noch zwei weitere Male überarbeitet und jeweils weitere Details eingefügt, gekürzt, umformuliert, etc.

Generell ist Scrivener super, da ich einfach so viele einzelne Dokumente und Ordner habe, um schnell hin- und herzuspringen. Am Anfang habe ich noch in Word geschrieben, aber das war mir schnell zu unübersichtlich, wobei manche Autoren ja damit auch super auskommen.
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MarVeRiCk94
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 27
Beiträge: 112
Wohnort: Dülmen


BeitragVerfasst am: 06.05.2020 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Falls ich schon konkrete Ideen für einzelne Charaktere, Schauplätze, Fraktionen oder Sonstiges habe, aber noch kein verbindendes Element (Das Buch, der Plot), dann halte ich gerne einfach alles auf Notizblöcken fest. Damit meine ich aber keine Notizblöcke wie die alten Genossen unter uns es noch kennen mit Stift und echtem Papier aus dem Wald, sondern digitale Notizblöcke - in Form von Dokumentdateien.

Ich schreibe mir einfach alle guten Ideen auf, die ich gerade so habe - ob sie nachher so verwertet werden oder nicht, daran bin ich ja nicht gebunden. Aber Hauptsache, ich vergesse sie nicht, denn dafür wäre es mir für die guten Ideen zu schade. Und dann denk ich etwas darüber nach, spreche mit meinen Geschwistern mal über die Ideen und lass sie Anmerkungen machen (und ich weiß, dass das nicht zwangsläufig förderlich ist, die Geschwister dafür zu fragen Laughing ), schreibe hier mal was dazu, streiche da mal was raus, und irgendwann erstelle ich dann in einem neuen Dokument die eigentliche Geschichte, wenn ich denke, dass die Zeit dafür reif ist.

Allerdings muss ich dazu sagen, hat es bei mir bislang besser funktioniert, wenn ich die Geschichte aus dem Bauch heraus zu digitalem Papier gebracht habe, dann war ich am Ende mit dem Ergebnis zufriedener. Bei mir kam quasi erst das Buch, und dann die Ideensammlung, nicht andersherum Very Happy

Damit will ich aber nicht die Wichtigkeit von Ideensammlungen und Leitfäden abstreiten. Dennoch ist es ein Stück weit für mich der Zauber des Schreibens, dass die richtig guten Ideen erst spontan kommen, wenn ich schon bei voller Fahrt in die Tasten haue.


_________________
"Life is more than the Real Life."
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Yorinde
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 33
Beiträge: 169
Wohnort: Stendal


BeitragVerfasst am: 07.05.2020 17:48    Titel: Antworten mit Zitat

Echt interessant, wie unterschiedlich die Herangehensweisen sind.
Seit ich für mich festgestellt hab, dass ich viel schneller und effektiver zum Ziel (nämlich zum Schluss) eines Projekts komme, habe ich angefangen, ordentlich zu plotten und alle Ideen und Szenen-Fragmente, die mir so zufliegen, stichpunktartig festzuhalten. Das mache ich handschriftlich in ein Notizbuch, in dem alle Projekte ihren Platz haben. So kann ich sie jederzeit mit mir rumtragen, auch in den Garten oder sonstwohin.
Wenn es ans Schreiben und Überarbeiten geht, mache ich das nur noch digital, mit dem Notizbuch neben dem Laptop.


_________________
Es heißt, das Leben schreibe die besten Geschichten. Hin und wieder sollten wir dem Leben aber auch einen Stift leihen.
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Schreiberlingin
Schneckenpost


Beiträge: 12



BeitragVerfasst am: 13.05.2020 13:21    Titel: Schreibgewohnheiten Antworten mit Zitat

Wenn mir eine Idee kommt, notiere ich auf allem was ich gerade da habe. Sogar auf einem Kassenzettel. Sitze ich zuhause auf der Couch, habe ich einen Din A 4 Notizblock in der Nähe um einen Einfall zu skizzieren.
Ich recherchiere meistens im Internet.
Wenn die Idee gedanklich mehr Form annimmt, arbeit ich sie noch etwas aus  und setze sie als Datei in meinen Computer.
Das ist es dann aber auch. Danach fange ich einfach anzuschreiben, schaue was draus wird, korrigiere, schreibe um usw.


_________________
Ich schreibe weil ich eine Geschichte habe,
schön wenn sie euch gefällt.
Frei nach Konstatin Wecker.
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agu
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 46
Beiträge: 2075
Wohnort: deep down in the Brandenburger woods


BeitragVerfasst am: 13.05.2020 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schreibe während des Denkprozesses viel auf Papier, weil das bei mir am besten funktioniert, um Ideen zu strukturieren und auch am Fließen zu halten. Ich übertrage danach aber ALLES in digitale Form, weil sich so auch bei zunehmender Materialfülle gut die Übersicht behalten lässt und es einfacher ist, schnell und gezielt etwas nachzusehen.

Digital bedeutet bei mir ein Mix aus Excel-Tabellen und One Note - vor allem letzteres ist toll, um alle möglichen Schnipsel - Bilder, Texte, Links - zu sammeln und sehr übersichtlich zu strukturieren.
Ich habe mittlerweile innerhalb von One Note mehrere Projekte, zu denen sich dann jeweils eine große Baum-Struktur aufmacht, in der alles drin liegt.
Auf die gleiche Weise sammle ich auch Kurz-Ideen für neue Roman-Projekte.


_________________
Meine Bücher:
Engelsbrut (2009 Sieben, 2011 LYX) | Engelsjagd (2010 Sieben) | Engelsdämmerung (2012 Sieben)
Die dunklen Farben des Lichts (2012, SP)
Purpurdämmern (2013, Ueberreuter)
Sonnenfänger (2013, Weltbild)
Kill Order (2013 Sieben)
Choice / als Chris Portman (2014, Rowohlt)
Wie man ein Löwenmäulchen zähmt / als Eva Lindbergh (2016, Droemer Knaur)
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Eva-Katharina
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 42
Beiträge: 22



BeitragVerfasst am: 01.06.2020 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe eine Datei für die Biografien von Figuren und eine Datei für wichtige Orte und deren Beschreibung. Habe mit dem Schreiben aber erst angefangen
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Gast







BeitragVerfasst am: 24.07.2020 15:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe eine Zusammenfassung der Geschichte (womöglich nur eine halbe Seite), die den roten Fade und wesentliche Elemente darin zusammenfasst.

Eine Charakter Beschreibung, wobei sich so etwas auch entwickeln kann aus meiner Sicht.

Eine ganze Notizzettel-Bibliothek mit Einfällen für weitere Stationen, Hindernisse, Ereignisse, die die Geschichte versüßen können.
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AgarwaenCran
Geschlecht:männlichSchneckenpost

Alter: 32
Beiträge: 10
Wohnort: Brandenburg


BeitragVerfasst am: 26.10.2020 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

Ohje... Mein Prozess ist, glaube ich, ziemlich chaotisch und hat sich eher aus meiner "Arbeit" als Spielleiter für Pen and Paper-Rollenspiele entwickelt:

Ideen kommen mir meist, wenn ich körperlich etwas mache, bei dem ich nicht viel denken muss. Sei das ein Spaziergang, beim Spielen gewisser Spiele (Beat Saber zum Beispiel), Sport oder ähnliches. Dieses "Nebenbeidenken" geht dann meist bei mir so lange, bis ich die wichtigsten Charaktere und den (sehr groben) Plot habe.

Dann erstelle ich mir entweder auf Papier oder in Photoshop Mindmaps für den Plot, je nach Umfang. Kleinere Ideen, mit etwa 3-4 wichtigen Charakteren/Fraktionen kommen auf Papier, größere Sachen kommen in Photoshopdateien, die 10k x 10k Pixel groß sind - da man da so herrlich vom Groben ins Feine rein und wieder raus zoomen kann. Früher habe ich es mit Stichpunktlisten versucht, aber irgendwie sind die für mich weniger übersichtlich...

Danach einzelne Textdokumente für Charaktere, Gruppen und ähnliches. Für das Buch, an dem ich schreibe, habe ich da aktuell drei: Charaktere, Familien und Infos über die Stadt in der die Geschichte spielt.

Dieser Vorgang kann von Anfang bis zum eigentlichen Start (Spielstart im Rollenspiel, Erstellung des Textdokuments für den eigentlichen ersten Entwurf) bei mir Wochen bis Monate dauern. Durch das regelmäßige "Nebenbeidenken" habe ich einzelne Szenen oder ganze Kapitel aber teilweise schon dutzende Male vor meinem geistigen Auge durchgespielt, wodurch ich dann relativ schnell und ohne große "Nachdenkpausen" schreiben kann.

Ein schönes Beispiel ist da aktuell:
Im Kapitel, dass ich entweder Morgen oder heute Nacht noch anfange (je nachdem, ob ich heute noch dazu komme oder zu müde werde), passiert ein Mord, durch den der eigentliche Plot startet. Das Buch spielt aber auch in der Stadt, in der ich seit kurzem lebe (ursprünglich nicht so geplant, aber hier angekommen und der Ort ist von der Stadtgeschichte, den Örtlichkeiten und auch der Atnosphäre perfekt für meine Geschichte), also bin ich heute an den Ort gelaufen und habe ihn mir genau angesehen und sozusagen Regie für die Szene vor Ort durchgedacht. "Hier stehen die Charaktere wenn sie x hören und rennen da rüber. Dort sehen sie dann..." *geht hin* "ah, von hier aus können sie das und das sehen, wenn sie in diese Richtung schauen".
Nachteil dabei war, dass es Nacht war, da Vampire (ich weiß...) und ich dann irgendwann so "drin" war, dass ich quasi die Nervösität/Angst meiner Charaktere live vor Ort gefühlt hatte. Am Ende war ich zwar froh, das so durchgeplant zu haben, aber auch froh, als ich den Ort dann unbeschadet verlassen hatte Laughing
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Natalie2210
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 34
Beiträge: 556



BeitragVerfasst am: 27.10.2020 08:54    Titel: Antworten mit Zitat

Mir kommen die meisten Ideen beim Schreiben. Also ich schreibe - dann versuche ich das, in einen plot zu kondensieren - dann schreibe ich wieder, um herauszufinden, was als nächstes passiert.
irgendwann ist dann so der Plot fertig, und dann werden die fehlenden Szenen geschrieben und beim überarbeiten geht es dann an die Details.

ach, und das kreative schreiben mache ich von hand in ein Notizbuch, und dann wird mit hilfe von papyrus Autor überarbeitet. Plotplan, Charaktersheets - auch alles in papyrus Autor.

lg
Natalie
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Raven1303
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 38
Beiträge: 562
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 27.10.2020 11:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Zusammen,

habe eure Beiträge mit Interesse gelesen, ich bin nämlich noch nicht so organisiert. Wäre es aber gerne.

Im Grund überlege ich mir das Grundthema und schreibe dann drauf los und schaue, was so passiert. Dazu viele Notizzettel mit Ideen in einer Sammelmappe.
Wenn ich Hintergrundinfos oder Fachliches brauche, dann hab ich mein Notizbuch.
Ehrlich gesagt plotte ich kaum und mache mir im Vorfeld auch keine großen Gedanken über meine Figuren.
Das kommt irgendwie während des Schreibens und ich kopiere mir dann nur Charaktereigenschaften oder Äußerlichkeiten in meine Excellübersicht rüber, damit meine brünette Prota nicht plötzlich rote Haare hat.

In dieser Excellübersicht hat dann jede Figur einen Reiter und ein Reiter für das Inhaltsverzeichnis, denn ich liebe Formeln und setze mir Schreib- und Seitenziele, die man da schön verformeln kann.

Für mein aktuelles Projekt habe ich so eine Art Moodbook angefangen, wo ich meine ganzen Gedanken ordne.
Ich hantiere gerne mit Schere und Kleber und wenn ich in einer Zeitung oder so ein Bild sehe, das zu meinem Prota passt oder eine Landschaft oder einfach etwas, das mich in eine bestimmte Stimmung zur Geschichte versetzt, dann schneide ich es aus und klebe es dazu.

Aber an einem routinierten System muss ich noch feilen.


_________________
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den Nächsten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm und ich kreise Jahrtausende lang.
Und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm? Oder ein großer Gesang... (R.M. Rilke)
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1579



BeitragVerfasst am: 27.10.2020 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Erste Ideen und Entwürfe mache ich in einem Notizbuch.
Die übertrage ich dann in Papyrus, wo ich eine Datei mit solchen Bruchstücken habe. Da lege ich mir dann auch die Charaterdatenbank etc. an.
Wobei ich die Möglichkeiten des Programms bisher nicht einmal annähernd ausgeschöpft habe.
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Yves Holland
Schmierfink


Beiträge: 58
Wohnort: Wilder Süden


BeitragVerfasst am: 27.10.2020 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

Spannend, wie ihr alle an eure Projekte herangeht!

1. Ich bin KEIN Plotter. Das mache ich tatsächlich ausschließlich, wenn ich mit einem Co-Autor ein Projekt gemeinsam angehe. Da ist es dann allerdings unverzichtbar.

2. Wenn das Projekt übersichtlich ist (etwa eine Kurzgeschichte oder ein 0,5--1-stündiges Hörspielskript), dann habe ich meistens eine Datei mit Namen und Figuren, eine Datei mit Hintergründen und Recherchen (Zeit, Örtlichkeit...) und eine Datei, in die ich einfach die Geschichte hineinschreibe... Ich sehe euch schon ohnmächtig umfallen, aber es gibt Tage, da beginne ich eine Geschichte tatsächlich im Wordpad! Laughing  Irgendwann, wenn sie wächst, übernimmt dann allerdings der Open-Office-Writer.

3. Da ich kein Plotter vor dem Herrn bin, gehöre ich wohl zur Spezies der "Ins-kalte-Wasser-spring-und-Abenteuer-Schreiber", d.h. ich habe ein Gerüst im Kopf, dazu spuken mir kichernd die Hauptfiguren durchs Gehirn - und dann gehts los! Erstaunlicherweise komme ich so immer klar.
Das Schöne an dieser Herangehensweise ist, dass ich mich selbst beim Schreiben überrasche(n lasse) - und das gefällt mir außerordentlich.
Wenn ich plotte, bin ich eigentlich auch schon fertig mit der Geschichte - das Klein-Klein-Schreiben nach einem vorgegebenen Faden ist mir einfach oftmals zu/sehr langweilig.

4. Dadurch, dass ich nicht plotte, schreibe ich linear. D.h., andere schreiben auch schonmal ein Kapitel oder eine Szene vom Schluss ihrer Geschichte. Ich niemals. Bei mir gehts vorne los und endet auch tatsächlich hinten.


_________________
Eins und eins ist zwei - von London bis Shanghai!
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Hans60
Geschlecht:männlichSchmierfink

Alter: 60
Beiträge: 57
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 01.11.2020 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Alles sehr interessant.

Ich schreibe mir zuerst die Kapitel Überschriften auf und arbeite dann Kapitel für Kapitel ab, wobei ich das " Gerüst" praktisch schon im Kopf habe. Während des Schreibens ergeben sich dann aber zumeist neue Details / Ideen die ich einfach mit einbaue und so noch an Text zulege.

Liebe Grüße

Hans
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CBG
Erklärbär


Beiträge: 4



BeitragVerfasst am: 09.05.2021 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Schön, dass so viele ihre persönliche Erfahrungen teilen.

Wenn bei mir eine Idee kommt, fange ich meistens direkt an zu schreiben. Deswegen habe ich auch unendlich viele Buchanfänge auf der Festplatte, von denen die wenigsten weiter verfolgt werden. Aber wenn ich mit meinen Gedanken bei der Geschichte und den Charakteren bleibe, dann werden weiter Ideen gesammelt. Mit einem Berg aus Zetteln, beschrieben Servierten und digitalen Textschnipseln wird dann die Geschichte zusammengesetzt.
Dann fange ich an zu Plotten, da ich sonst leicht den Überblick verliere. Teilweise geht das so weit, dass ich die einzelnen Szenen im Kapitel aufschreibe und kurz beschreibe... Schließlich muss man die Szenen nur noch ausmalen. wink
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shina84
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 37
Beiträge: 25
Wohnort: Gronau


BeitragVerfasst am: 26.05.2021 14:39    Titel: Antworten mit Zitat

Echt interessant, wie ihr so vorgeht.
Früher war ich auch der "Drauflos-Schreiber", was allerdings dazu geführt hat, dass ich viele lose Handlungsstränge hatte, die ich einfach nicht zu Ende geführt habe.
Inzwischen bin ich doch eher Plotter. Die ersten Ideen, Gedanken, Szenen etc. werden in ein Notizbuch geschrieben. Die einzelnen Bruchstücke, egal ob Idee, Szene, Beschreibung markiere ich mir mit Textmaker. Wenn es dann soweit ist, dass ich mir eine Idee vornehme, kommt ein Grundgerüst, dass ich handschriftlich aufschreibe. Dazu dann erste Charakterentwürfe, Ausdrucke von Recherchen oder Literaturbestellungen zu dem Thema. Alles wird in Hängemappen, wie es früher die Ärzte hatten pro Projekt gesammelt.

Geht es dann an die genauere Planung, kommen Karteikarten dazu. Zu erst nur mit kurzen Kapiteldetails und dann weitere Karteikarten mit Szenedetails. Das liegt dann alles auf dem Tisch und ich kann Kapitel und Szenen so schieben und ergänzen, wie es mir passt.
Habe ich da meine Struktur gefunden, werden Kapitel- und Szenedetails von den Karten in Papyrus in den Organizer übertragen. Ja, und dann gehts ans Schreiben.
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angelikamaria
Gänsefüßchen


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 23.07.2021 23:56    Titel: Antworten mit Zitat

Früher habe ich immer drauflos geschrieben, jetzt muss ich planen. Ich nutze dafür einfach Word, Excel und die Notizenapp zum Sammeln und Darstellen meiner Ideen. Excel nutze ich sehr gerne, weil ich dort tabellarisch meine Kapitelgliederung darstellen kann, sodass ich echt schnell nachschauen kann, was inhaltlich als Nächstes ansteht.
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mariasbuecherbox
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen


Beiträge: 24



BeitragVerfasst am: 29.07.2021 14:19    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab das meistens alles in einem Block oder Hefter. Aber wirklich sortiert ist da tatsächlich nichts lol2
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