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Hereinspaziert! Ausschreibung des Verlags ohneohren, 31.07.2021

 
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1547



BeitragVerfasst am: 13.07.2021 22:41    Titel: Antworten mit Zitat

Grendel hat Folgendes geschrieben:


Von diesen Triggerwarnungen habe ich erstmals im Zusammenhang mit Vorlesungen an einer Universität gelesen und war gelinde gesagt entsetzt. Wenn das auch in der Literatur die Zukunft sein soll, sind das für mich keine guten Aussichten. Gerade beim Lesen kann ich mich mit problematischen Themen hervorragend auseinandersetzen. Wenn wirklich ein Leser mit manchen Szenen nicht klarkommt, hat er immer die Möglichkeit dann weiterzublättern.

LG
Sabine


Das ist schön für dich, dass du dich so gut mit problematischen Szenen auseinandersetzen kannst.
Andere können das halt nicht, die wollen ein unterhaltsames Buch lesen, aber manche Themen vermeiden, weil das schlimmste Erinnerungen hervorruft. Und einfach weiterblättern funktioniert da nicht, da hat man es ja schon gelesen.
Durch die Triggerwarnungen können sie solche Bücher vermeiden, aber für alle, die das nicht stört, werden die Geschichten trotzdem herausgebracht. Insofern schränkt es nicht die Autoren ein, sondern schützt nur eine Gruppe von Menschen vor traumatischen Flashbacks.

Letztlich ist das wie die Warnungen vor "explicit language" bei manchen amerikanischen Filmen oder Musikstücken. Als Warnung gemeint, kann aber sogar verkaufsfördernd wirken, weil die Botschaft "hier gehts richtig zur Sache" vermittelt wird.
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1547



BeitragVerfasst am: 13.07.2021 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube, dass es kein Sensitive Reading braucht, um - sagen wir - einen Roman, in dessen "Happy End" Hitler zum strahlenden Weltpräsident erklärt wird, abzulehnen. Das dürfte ein herkömmliches Lektorat schon hinbekommen.


Um so offensichtliche Dinge geht es wohl nicht, aber oft schreiben Autoren etwas in bester Absicht, was aber ziemlich schräg oder beleidigend rüberkommt und somit den gegenteiligen vom gewünschten Effekt hat.
Wenn es um andere Dinge geht, z. B. historische Korrektheit von Kleidung oder damaligen Gewohnheiten, betreibt man doch auch Recherche. Wenn es um Rassismus etc. geht, ist es auf einmal eine Zumutung, sich zu informieren bzw. Hilfe dabei zu bekommen, wie man etwas nicht diskriminierend schreibt?
Letztlich ist das nur Hilfe bei der Umschiffung von Fettnäpfchen.
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Grendel
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BeitragVerfasst am: 13.07.2021 23:19    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:
Grendel hat Folgendes geschrieben:


Von diesen Triggerwarnungen habe ich erstmals im Zusammenhang mit Vorlesungen an einer Universität gelesen und war gelinde gesagt entsetzt. Wenn das auch in der Literatur die Zukunft sein soll, sind das für mich keine guten Aussichten. Gerade beim Lesen kann ich mich mit problematischen Themen hervorragend auseinandersetzen. Wenn wirklich ein Leser mit manchen Szenen nicht klarkommt, hat er immer die Möglichkeit dann weiterzublättern.

LG
Sabine


Das ist schön für dich, dass du dich so gut mit problematischen Szenen auseinandersetzen kannst.
Andere können das halt nicht, die wollen ein unterhaltsames Buch lesen, aber manche Themen vermeiden, weil das schlimmste Erinnerungen hervorruft. Und einfach weiterblättern funktioniert da nicht, da hat man es ja schon gelesen.
Durch die Triggerwarnungen können sie solche Bücher vermeiden, aber für alle, die das nicht stört, werden die Geschichten trotzdem herausgebracht. Insofern schränkt es nicht die Autoren ein, sondern schützt nur eine Gruppe von Menschen vor traumatischen Flashbacks.

Letztlich ist das wie die Warnungen vor "explicit language" bei manchen amerikanischen Filmen oder Musikstücken. Als Warnung gemeint, kann aber sogar verkaufsfördernd wirken, weil die Botschaft "hier gehts richtig zur Sache" vermittelt wird.


Zunächst einmal ist es natürlich Eure Entscheidung, ob Ihr solche Methoden übernehmt oder nicht. Meins ist es nicht. Und natürlich schränkt es den Autor ein, da es den Inhalt der Texte etikettiert und in Schubladen steckt und damit den Leser beeinflusst.

Du vergleichst die Triggerwarnung hier mit dem Triggern bei Traumapatienten. Das halte ich für ziemlich weit hergeholt. Ein Flashback kann durch eine Lichtsituation, ein Geräusch, einen Geruch ausgelöst werden. Das kann niemand verhindern. Einzig der Betroffene kann mit therapeutischer Hilfe Schutzmechanismen aufbauen.

Was Etikettierungen bewirken, ist hingegen, dass man alles, was irgendwie unangenehm sein könnte, von vorneherein ausschließt, oder im Sinne der amerikanischen Doppelmoral gerade deshalb liest. Nur, weil in Amerika Triggerwarnungen gerade modern sind, sind sie noch lange nicht sinnvoll. In Amerika werden auch bei Gemälden im Internet Brustwarzen verpixelt, die Arche Noah wird eins zu eins nachgebaut und evangelikale Sekten bestimmen, was moralisch ist.

Nimm als Beispiel eine Biographie von Nelson Mandela - die hätte dann Triggerwarnungen? Oder eine Geschichte von einem Neonazi, der den Ausstieg schafft? Oder eine historische Betrachtung von Sinti? Triggerwarnungen? Im Ernst? Lass den Rassismus/die Diskriminierung/die Armut aus den Geschichten raus und sie existieren nicht mehr. Das sieht auch ein empfindlicher Leser anhand von Genre und kurzer Inhaltsangabe.
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 13.07.2021 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:

Andere können das halt nicht, die wollen ein unterhaltsames Buch lesen, aber manche Themen vermeiden

Das führt mich zur Anthologie zurück. Immerhin ist mein Interesse geweckt, wie es Leute schaffen, einerseits Steampunk zu schreiben, andererseits historisch korrekt zu bleiben; einerseits das Thema menschlicher Ausbeutung zu beachten, andererseits soll es (das kam mir auch so vor) ein "unterhaltsames Buch" werden - also quasi harmlos sein, ohne zu verharmlosen. Vielleicht fehlt mir dafür einfach die Fantasie. Als Werbung für die Anthologie aber nicht schlecht ... vielleicht bestelle ich mir das Ding ja aus Neugier, trotz meiner Vorbehalte.

Stefanie hat Folgendes geschrieben:

Letztlich ist das wie die Warnungen vor "explicit language" bei manchen amerikanischen Filmen oder Musikstücken. Als Warnung gemeint, kann aber sogar verkaufsfördernd wirken, weil die Botschaft "hier gehts richtig zur Sache" vermittelt wird.

Wenn du damit das hier *klick* meinst, erkennst du selbst den Unterschied. Es handelt sich um einen Hinweis an Eltern bzw. Erziehungsberechtigte, also eine (faktisch nur symbolische) Maßnahme zum Jugendschutz.
In der Ausschreibung steht aber:
ohneohren.com hat Folgendes geschrieben:
Die Kurzgeschichten sollen von einem erwachsenen Publikum gelesen werden.

Das verstehe ich so, dass sich die Hinweise (oder gar pädagogischen EingriffeEDIT: oder "Empfehlungen"?) auf ein erwachsenen Publikum beziehen.


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 04:46    Titel: Antworten mit Zitat

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:
einerseits Steampunk zu schreiben, andererseits historisch korrekt zu bleiben; einerseits das Thema menschlicher Ausbeutung zu beachten, andererseits soll es (das kam mir auch so vor) ein "unterhaltsames Buch" werden - also quasi harmlos sein, ohne zu verharmlosen. Vielleicht fehlt mir dafür einfach die Fantasie.
Oder die ganze Aufgabenstellung (zumindest wie du sie verstehst) steckt voller Widersprüche und ergibt keinen richtigen Sinn. Ich verstehe sie aber ähnlich wie du und kann damit auch nichts anfangen.

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Thomas74
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 06:19    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:




Durch die Triggerwarnungen können sie solche Bücher vermeiden, aber für alle, die das nicht stört, werden die Geschichten trotzdem herausgebracht. Insofern schränkt es nicht die Autoren ein, sondern schützt nur eine Gruppe von Menschen vor traumatischen Flashbacks.



Wie naiv-dumm ist das denn? Rolling Eyes
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VirReDo
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 07:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag ja Herausforderungen. Die Widersprüche und Kriterien in der Ausschreibung sind echt heftig und dadurch eigentlich schon fast zu verlockend, um nicht daran teilzunehmen. Die Konkurrenz dürfte daher auch nicht allzu groß sein. Zeitlich wird’s allerdings eng...
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Stefanie
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 08:45    Titel: Antworten mit Zitat

Grendel hat Folgendes geschrieben:
Du vergleichst die Triggerwarnung hier mit dem Triggern bei Traumapatienten. Das halte ich für ziemlich weit hergeholt. Ein Flashback kann durch eine Lichtsituation, ein Geräusch, einen Geruch ausgelöst werden. Das kann niemand verhindern. Einzig der Betroffene kann mit therapeutischer Hilfe Schutzmechanismen aufbauen.

Genau darum geht es bei Triggerwarnungen, Traumapatienten zu helfen, dass sie eben nicht überraschend mit einem Trigger konfrontiert werden. Klar lässt sich das nie komplett vermeiden, je nachdem, was der Trigger ist, aber man kann es doch zumindest versuchen. Weder der Autor noch seine Leser werden dadurch eingeschränkt.
Es wird ja nicht verlangt, keine Dinge zu schreiben, die jemanden triggern könnten, sondern nur, darauf hinzuwiesen.
Wenn auf einem Schokoriegel steht, er könnte Spuren von Erdnüssen enthalten, um Allergiker vorzuwarnen, beschwerst du dich ja auch nicht über die Warnung, oder?
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 09:47    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:

Wenn auf einem Schokoriegel steht, er könnte Spuren von Erdnüssen enthalten, um Allergiker vorzuwarnen, beschwerst du dich ja auch nicht über die Warnung, oder?

Da ich Nussallergiker bin, möchte ich mal kurz darüber informieren, was nach unbeabsichtigter Einnahme (ab einer gewissen Dosis) passiert:
1. Ich nehme zwei Notfallmedikamente.
2. Wenn die nicht ausreichen (oder ich sie nicht greifbar habe), suche ich innerhalb einer Stunde ein Krankenhaus auf. Die haben dann eine weitere Stunde Zeit, mein Leben zu retten.
Symptome sind: sich kontinuierlich steigernde Atemnot, Erbrechen, unerträglicher Juckreiz im Hals und auf den Schleimhäuten.

Vielleicht sollte man mit einem solchen Vergleich etwas sensibler(!) umgehen?
Oder sind lebensbedrohliche Fälle (durch Lesen eines triggernden Satzes oder Abschnitts) bekannt, die ihn rechtfertigen?
Wenn ja, würde eine solchen Person das Risiko, die entscheidende Content Note sei vergessen worden (denn Vollständigkeit ist ja zugegebenermaßen nicht möglich), nie eingehen. Dann lieber nicht lesen - essen dagegen muss man irgendwas.
(mal abgesehen vom Vergleich literarischer Werke mit Schokoriegeln, der auch einiges über die Wertschätzung geistiger Produktion aussagt).


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Kris
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 10:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mache bei der Ausschreibung mit, weil ich das Genre (Steampunk) und das Setting (Zirkus) sehr mag. smile

Content Notes finde ich unkritisch, da hat mir aber eine Autorenkollegin beim Testlesen geholfen und wir haben einfach mal alles aufgelistet, was in Frage kommen könnte.

Das Sensitive Reading ist etwas schwieriger, da es meiner Ansicht nach in hohem Maße individuelle Befindlichkeit und Interpretationssache ist. Und ich bin schon Fan von mündigen Lesern, die selbst entscheiden sollen, was ihnen zu viel wird und was sie noch mitgehen.

Auf der anderen Seite finde ich Sensitive Reading für mich als Autorin insofern eine gute Übung, weil es mich dazu bringt, mich noch bewusster z. B. mit Figurengestaltung zu befassen. Ist das ein guter Charakter oder zu sehr Clicheé? Ist das eine negative Stellvertreterfigur, der gegenüber ich mich (und die Leser) positionieren können oder unreflektiertes Übernehmen gängiger Muster? Repliziere ich einfach verletzende Vorurteile oder schaffe ich es, diese Punkte so aufzubereiten, dass sie nachdenklich machen, etwas bewegen?  

Diesen Aspekt von Sensitive Reading finde ich spannend, vorausgesetzt, man erzeugt sich selbst damit nicht zu viele Scheren im Kopf. Denn die Kunst ist frei und muss frei bleiben!

Insgesamt schreckt mich das deshalb alles nicht ab – ich schreib, wie mir die Feder gewachsen ist und entweder wird die Geschichte genommen oder nicht. Laughing
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Globo85
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 10:17    Titel: Antworten mit Zitat

Kris hat Folgendes geschrieben:
Ich mache bei der Ausschreibung mit, weil ich das Genre (Steampunk) und das Setting (Zirkus) sehr mag. smile

Content Notes finde ich unkritisch, da hat mir aber eine Autorenkollegin beim Testlesen geholfen und wir haben einfach mal alles aufgelistet, was in Frage kommen könnte.

Das Sensitive Reading ist etwas schwieriger, da es meiner Ansicht nach in hohem Maße individuelle Befindlichkeit und Interpretationssache ist. Und ich bin schon Fan von mündigen Lesern, die selbst entscheiden sollen, was ihnen zu viel wird und was sie noch mitgehen.

Auf der anderen Seite finde ich Sensitive Reading für mich als Autorin insofern eine gute Übung, weil es mich dazu bringt, mich noch bewusster z. B. mit Figurengestaltung zu befassen. Ist das ein guter Charakter oder zu sehr Clicheé? Ist das eine negative Stellvertreterfigur, der gegenüber ich mich (und die Leser) positionieren können oder unreflektiertes Übernehmen gängiger Muster? Repliziere ich einfach verletzende Vorurteile oder schaffe ich es, diese Punkte so aufzubereiten, dass sie nachdenklich machen, etwas bewegen?  

Diesen Aspekt von Sensitive Reading finde ich spannend, vorausgesetzt, man erzeugt sich selbst damit nicht zu viele Scheren im Kopf. Denn die Kunst ist frei und muss frei bleiben!

Insgesamt schreckt mich das deshalb alles nicht ab – ich schreib, wie mir die Feder gewachsen ist und entweder wird die Geschichte genommen oder nicht. Laughing


Nur kurz ein herzliches Dankeschön für den differenzierten und ausgewogenen Kommentar!!

Zum sensitive Reading hab ich mir noch keine Meinung gebildet, hab ich hier im Faden das erst mal von gehört. (Aber der zitierte Kommentar bringt einen interessanten Aspekt mit rein).

Zu content notes: ich hab noch keine erstellen müssen, aber mich würde das nicht stören. Erscheint mir relativ wenig Aufwand, Anspeuch auf Vollstänsigleit gibt es ja nicht, wie erwähnt wurde und von Consumer-Seite aus kann ich nur meine Erfahrung mitteilen: hat mich noch nie gestört/interessiert. In Büchern wird es überblättert, bei den Streamingangeboten achte ich nicht mehr drauf. Aber es gibt bestimmt jede Menge Leute, die sich dafür interessieren (und auch wenn’s nur ne kleine Gruppe ist). Welcher Zacken bricht mir also aus der Krone? Bzgl Spoiler: seh ich irgendwie nicht die Gefahr, den die CN sind ja allgemein gehalten, da soll ja nicht stehen „in Kapitel 3 stirbt ein Kind“. Wenn man dann erst mal entschieden hat (ok, kein Trigger der problematisch ist oder es einen trotzdem reizt das Werk zu konsumieren), dann vergisst man das Zeug doch eh wieder ziemlich schnell. Ansonsten hat das Werk wohl andere Probleme, wenn man ständig nur auf das Auftauchen der Trigger wartet.

Zum Wettbewerb: wollte eig auch teilnehmen, aber mir ist die Ausschreibung auch zu diffus, nicht wegen SR und CN sondern den bereits angesprochenen Widersprüchen. Aber das ist ja mein Problem. Das einfachste wäre ja, beim Verlag um Konkretisierung bitten...
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Stefanie
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 10:25    Titel: Antworten mit Zitat

Was das sensitivity reading angeht, so soll es helfen, Fettnäpfchen zu vermeiden.
Ein Beispiel (nicht von mir, habe ich in einem Youtubevideo zum Thema gehört):
Jemand will einen Homosexuellen als Nebenfigur einbringen, der opfert sich am Ende für die Hauptfigur und stirbt den Heldentod.
Homosexuelle kamen vor im Buch, wurden zum Helden, alles gut?
Denkste! Dass Homosexuelle sich aufopfern für Heterosexuelle, die "wertvoller" sind, weil sie sich fortpflanzen (auch wenn das nicht der genannte Grund im Buch ist), ist leider ein ziemlich negatives, abwertendes Klischee.
Ein anderes Beispiel sind Personenbeschreibungen mit Lebensmitteln (mandelförmige Augen, Haut wie Milchkaffee), die positiv klingen sollen, aber es nicht tun.
Wenn dann auch noch nur die Hautfarbe der Nichtweißen beschrieben wird, weil man ja davon ausgeht, dass alle sonst weiß sind, ist das auch wieder ausgrenzend.
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 10:31    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:
Weder der Autor noch seine Leser werden dadurch eingeschränkt.
Es wird ja nicht verlangt, keine Dinge zu schreiben, die jemanden triggern könnten, sondern nur, darauf hinzuwiesen.

Ich würde meinen, das Anliegen eines Autorys ist, dass sein Text gelesen wird. Nun aber soll es recherchieren, wer alles warum von dem Lesen (zumindest potenziell) abzuhalten ist. Außer gelesen werden bleibt bei einer solchen Anthologie nicht viel, nenneswerte Einnahmen kann man vergessen. Also ist das gewissermaßen ein Aufruf zum Selbstboykott.
Ich fühle mich sehr wohl dadurch eingeschränkt. Denn die Beschäftigung damit, dass theoretisch irgendjemand auf meine Darstellung überreagieren könnte, kann durchaus Auswirkungen auf den Text haben.
Da scheint mir auch genauso erwünscht zu sein, sonst würde micht ausdrücklich um Sensibilität gebeten, un der Begriff "Sensitivity Reading" nicht im Tweet der Verlegerin fallen.


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Stefanie
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 10:44    Titel: Antworten mit Zitat

Dann nimm halt nicht teil.

Am schwierigsten finde ich, eine interessante Geschichte überhaupt mit 25000 Zeichen zu erzählen, wenn sich ein großer Anteil davon mit Worldbuilding beschäftigen muss.

Einschränkungen regen meine Kreativität eher an.
Wenn mein Held im Wald übernachten soll und er hat ein Zelt im Rucksack, ist es langweilig, hat er nur ein Messer und eine Plastikplane, wird es interessant, wie er das Problem löst.
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 10:45    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:

Denkste! Dass Homosexuelle sich aufopfern für Heterosexuelle, die "wertvoller" sind, weil sie sich fortpflanzen (auch wenn das nicht der genannte Grund im Buch ist), ist leider ein ziemlich negatives, abwertendes Klischee.

Finde ich an den Haaren herbeigezogen, oder in einem Wort: Quatsch.
Ein Klischee ist laut Wikipedia eine "ehemals innovative Vorstellung, Redensart, ein Kunstwerk oder ein Stilmittel, die mittlerweile veraltet, abgenutzt oder überbeansprucht erscheint" und laut duden.de eine "unschöpferische Nachbildung; Abklatsch" bzw. eine "eingefahrene, überkommene Vorstellung".
Wurden den Beispiele dafür gebracht, wo (in der Gesellschaft, der Literatur, sonstwo) dieses Klischee ständig reproduziert wird oder wurde? Ich frage, weil ich davon noch nie das Geringste mitbekommen habe.
Und selbst wenn: Wieso maßt sich das Sensitivity Reading an, den im Buch genannten Grund für die Opferung zu ignorieren, und zu meinen, die eigene, davon abweichende (klischeehafte) Interpretation sei quasi der heimliche, wahre Grund?


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Minerva
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 11:15    Titel: Re: Hereinspaziert! Ausschreibung des Verlags ohneohren, 31.07.2021 Antworten mit Zitat

Bananenfischin hat Folgendes geschrieben:


- Die Protagonist:innen sollen die Menschen sein, die auf der Bühne stehen. Gebt ihnen eine Stimme!

- Die Protagonist:innen können auch Betrüger:innen sein oder zu solchen gemacht worden sein. Wenn die tätowierteste Frau der Welt in Wahrheit jeden Abend neu bemalt werden muss, wollen wir das erfahren.

- Wir wünschen uns Sensibilität! Es geht hier schließlich um eine historische Praxis der menschlichen Ausbeutung.[/color]


Es ist doch recht offensichtlich, warum das so betont wurde: Es besteht sonst die Gefahr einen Haufen Klischee-Geschichten zu bekommen (bspw. körperliche Abweichungen mit Dummheit gleichzusetzen, Dankbarkeits- oder Undankbarkeitsklischee, Ausblendung der Menschen, die dahinter stehen).
Man möchte die Perspektive derjenigen darstellen, man ermuntert dazu, dass sie auch Betrüger:innen sein können.

Sehe kein Problem darin.


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Stefanie
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 12:24    Titel: Antworten mit Zitat

https://www.youtube.com/watch?v=VWHdM8UwMdI
Stereotypentest

Wen es interessiert, der kann es sich ja mal anschauen.
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nebenfluss
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 13:38    Titel: Re: Hereinspaziert! Ausschreibung des Verlags ohneohren, 31.07.2021 Antworten mit Zitat

Minerva hat Folgendes geschrieben:
Bananenfischin hat Folgendes geschrieben:


- Die Protagonist:innen sollen die Menschen sein, die auf der Bühne stehen. Gebt ihnen eine Stimme!

- Die Protagonist:innen können auch Betrüger:innen sein oder zu solchen gemacht worden sein. Wenn die tätowierteste Frau der Welt in Wahrheit jeden Abend neu bemalt werden muss, wollen wir das erfahren.

- Wir wünschen uns Sensibilität! Es geht hier schließlich um eine historische Praxis der menschlichen Ausbeutung.[/color]


Es ist doch recht offensichtlich, warum das so betont wurde: Es besteht sonst die Gefahr einen Haufen Klischee-Geschichten zu bekommen (bspw. körperliche Abweichungen mit Dummheit gleichzusetzen, Dankbarkeits- oder Undankbarkeitsklischee, Ausblendung der Menschen, die dahinter stehen).


Hm, wenn das quasi der Standardfall bei diesem Thema ist, sollte ich vielleicht doch noch einreichen. Vielleicht gleicht ja die weitgehende Klischeevermeidung meine mangelnde Erfahrung in den genannten Genres aus.
Aber vorher frage ich beim Verlag nach, was passiert, wenn ich unter Content Notes angebe, ich hätte keine gefunden.
Kann aber nicht versprechen, die Antwort hier zu posten, weil der Verlag dafür seine Genehmigung verweigern könnte.


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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:
Wenn mein Held im Wald übernachten soll und er hat ein Zelt im Rucksack, ist es langweilig, hat er nur ein Messer und eine Plastikplane, wird es interessant, wie er das Problem löst.
Ja, klar, und die zugeschnittenen Abfallteile bleiben dann im Wald liegen, Tiere fressen das und verrecken daran. Wie kannst du sowas nur schreiben, es gibt schon genug Idioten, die Plastikmüll in den Wald schmeißen, muss man das noch fördern? Mit sensitivity reading wäre das nicht passiert!

Zitat:
Ein Beispiel (nicht von mir, habe ich in einem Youtubevideo zum Thema gehört)
Ich habe in einem Youtube-Video auch schon gehört, dass die Erde eine Scheibe sei und es keine Pinguine gäbe. Youtube ist voll mit Spinnkram und genau da würde ich dein Beispiel auch einordnen. Was ich zu dem Beispiel sagen wollte, hat aber nebenfluss schon gemacht, von daher brauch ich das nicht zu wiederholen. Ich halte das auch für kompletten Bullshit. Man muss nicht alles, was in Büchern vorkommt, irgendwie generalisieren wollen und eine Message hineininterpretieren wollen, die gar nicht da steht und mit Sicherheit auch nicht gemeint ist. Irgendwas Grenzwertiges kann man überall reininterpretieren (siehe oben) und das bringt niemanden weiter. Oder man kann bald wirklich gar nichts mehr schreiben. Dein Homosexuellen-Beispiel ist da etwa auf der gleichen Stufe wie dass ein Autor wie Klaus-Peter Wolf mit seinen Ostfriesen-Krimis das gesamte Volk der Ostfriesen als Mörder verunglimpfe (und dafür hat der schon Morddrohungen erhalten).

Sensitivity reading (wenn man es so übertreibt jedenfalls) fördert solchen Quatsch doch nur.


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Stefanie
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 13:57    Titel: Antworten mit Zitat

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Ja, klar, und die zugeschnittenen Abfallteile bleiben dann im Wald liegen, Tiere fressen das und verrecken daran. Wie kannst du sowas nur schreiben, es gibt schon genug Idioten, die Plastikmüll in den Wald schmeißen, muss man das noch fördern? Mit sensitivity reading wäre das nicht passiert.

Wer sagt, dass er mit dem Messer die Plastikplane zerschneidet?
Aber ich sehe schon, du bist nicht an einer ernsthaften Diskussion oder Horizonterweiterung interessiert.
Okay, um so weniger Konkurrenz für meine Geschichte.
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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:
Wer sagt, dass er mit dem Messer die Plastikplane zerschneidet?
Wer sagt denn, dass der Schwule im Plot stirbt, weil er schwul ist? Genau das meinte ich doch.

Stefanie hat Folgendes geschrieben:
Aber ich sehe schon, du bist nicht an einer ernsthaften Diskussion oder Horizonterweiterung interessiert.
Würde ich so nicht sagen, ich hab mir das Video z.B. mal angeschaut. Einigem kann ich zustimmen, anderen nicht (ich würde Taras Tod bei Buffy z.B. nicht unter "kill your gays"-trope einordnen, weil der Plot genauso funktioniert hätte, wäre Tara ein Mann und die Beziehung heterosexuell gewesen. Dass sie eine lesbische Frau war, hat mit dem Storyarc also nichts zu tun. Außerdem ist ihre Freundin dann ja auch lesbisch, und wird nicht einmal für ihren Rachefeldzug bestraft, außer dass ihr mal jemand sagt: "das war aber mächtig böse und unverhältnismäßig, komm mal wieder runter". Ist also das "irrsinnige Rache für den Tod eines Geliebten"-Trope, das wir schon in antiken Sagen finden, und nicht das puritanisch-homophobe amerikanische "kill your gays"-Trope (wenn man Trope-Analyse mal richtig betreibt.) Wenn ich in der Geschichte überhaupt eine Message sehe, dann ist diese Anti-Schusswaffen. Bei Buffy wird normalerweise nicht geschossen, und wenn dann doch doch mal jemand sinnlos durch die Gegend ballert, hat das gravierende Konsequenzen und jemand stirbt. Dass er zufällig einen lesbischen Charakter hinter einem Fenster trifft, war aber weder vom Täter intendiert noch war die sexuelle Ausrichtung des Opfers für den Plot relevant.).

Du hast dein Beispiel aber auch arg aus dem Kontext gerissen, da ging es doch ums "kill you gays"-Trope des amerikanischen Kinos der achtziger und neunziger und der TATSÄCHLICHEN Intention dahinter, Charaktere für "unmoralische" sexuelle Ausrichtungen zu bestrafen/richten und heterosexuelle Menschen als etwas Besseres und Wertvolleres darzustellen, und nicht, dass man es nur irgendwo hineinlesen könnte. Das sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe. Und das sagt eher etwas über deinen eigenen Horizont (bzw Beschränkungen dessen) aus, wenn du da keinen Unterschied siehst und das generalisieren willst.

Edit: so, jetzt bin ich fertig mit editieren. Wollte noch einiges deutlicher machen, um nicht wieder missverstanden zu werden.


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BeitragVerfasst am: 14.07.2021 16:53    Titel: Antworten mit Zitat

Stefanie hat Folgendes geschrieben:
V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Ja, klar, und die zugeschnittenen Abfallteile bleiben dann im Wald liegen, Tiere fressen das und verrecken daran. Wie kannst du sowas nur schreiben, es gibt schon genug Idioten, die Plastikmüll in den Wald schmeißen, muss man das noch fördern? Mit sensitivity reading wäre das nicht passiert.

Wer sagt, dass er mit dem Messer die Plastikplane zerschneidet?


Ich weiß nicht, ob es solche Leute gibt, die das dann fordern, aber das würde ich nicht ernst nehmen.
Wenn der Charakter tatsächlich so wäre und das liegenlassen würde, wäre das ja Teil seiner Charakterisierung.
Auch wenn Charaktere hässliche Dinge sagen (darin sind meine ganz gut), würde ich das nicht entfernen, da es den Realismus und die Entlarvung zerstören würde. Es gibt da Ansichten, man dürfe das gar nicht reproduzieren, aber es sind eben Ansichten von irgendwem und die schreiben nicht meine Geschichten.

Trotzdem bemühe ich mich zu hinterfragen, ob ich mir an manchen Stellen genug Zeit genommen habe, etwas zu recherchieren bzw. vielseitig auszuarbeiten oder ob ich ins Klischeetöpfchen griff, um mir Zeit zu sparen.
Das ist schon anstrengend.

Ich denke, so kann man das annehmen (muss man natürlich nicht).

Zitat:
Sensitivity reading (wenn man es so übertreibt jedenfalls) fördert solchen Quatsch doch nur.


Nimm es doch Perspektive, die dir neue Möglichkeiten eröffnet. Gerade Klischees oder Unwissenheit sind für die Qualität von Texten (insofern nicht gewollt) nicht förderlich. Sieh es nicht als Angriff oder Vorschrift.
Stell dir mal das Beispiel Autismus vor: "Rain man" kann man einmal machen, aber das permanent zu wiederholen, würde der Realität nicht gerecht werden.

Und Leute, die einem Ostfriesenkrimi-Autoren mit dem Tod bedrohen, haben einfach den Schuss nicht gehört Laughing

nebenfluss hat Folgendes geschrieben:
Hm, wenn das quasi der Standardfall bei diesem Thema ist, sollte ich vielleicht doch noch einreichen. Vielleicht gleicht ja die weitgehende Klischeevermeidung meine mangelnde Erfahrung in den genannten Genres aus.
Aber vorher frage ich beim Verlag nach, was passiert, wenn ich unter Content Notes angebe, ich hätte keine gefunden.
Kann aber nicht versprechen, die Antwort hier zu posten, weil der Verlag dafür seine Genehmigung verweigern könnte.


Content Notes ... ich denke bzgl. Gewalt oder ähnlichem sind die gewünscht.

Ich denke schon, das Thema reizt ggf. dazu, aus Versehen in Klischees zu schreiben. Solche Wanderzirkusse kennen wir ja nicht, auch nicht, woher diese Menschen kamen und überhaupt.
Wobei das auch egal ist, denn Klischees kommen sicher bei jeder Ausschreibung vor - aber das möchte der Verlag vermeiden.


_________________
... will alles ganz genau wissen ...
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