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Kinderreime bis zum Abwinken


 
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davidmuc
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 54
Beiträge: 412
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 27.04.2021 23:25    Titel: Antworten mit Zitat

Die halb durchwachte Nacht, der schlimme Tag,
ich lass sie gehn und winke munter ihnen,
und was auf der belegten Stimme lag,
samt dünnem Kaffee, Pflichten und Terminen.

Doch sind der Kopf und auch die Glieder müd,
dann such ich lieber andre Gegenwelten,
im Rest von mir, der unterm Mieder glüht,
und sollte ich auch als verwegen gelten.
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Michel
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 49
Beiträge: 2958
Wohnort: bei Freiburg
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 28.04.2021 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

Die halb durchwachte Nacht, der schlimme Tag,
die gingen auf nach zwei, drei wilden Feten,
und was auf der belegten Stimme lag,
war russisch Ei und kleine Lachs-Pasteten.

Der dünne Kaffee? halbe Reue nur,
weil mir der Kopf noch in den Gegenwelten
verloren war. Jetzt gibt's Rotkäppchen pur
und das Gesetz der Nacht darf wieder gelten.


_________________
Ab Dezember 2020 im Handel: "Ishabel", der zweite Band der Flüchtlings-Chroniken
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davidmuc
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 54
Beiträge: 412
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 28.04.2021 23:43    Titel: Antworten mit Zitat

Wir sind gerüstet für den ernsten Fall.
Wir tauchen ein in die Magie der Welten.
Wir fliegen gerne hoch im fernsten All,
Und das Gesetz der Nacht darf wieder gelten.

Und wenn sich unser Sinn in Summe deckt,
dann  taumeln wir im Glück und tanzen Lippen,
und morgens dämmert uns: der dumme Sekt
war wenig hilfreich fürs Bilanzen tippen.
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Tula
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 791
Wohnort: die alte Stadt


BeitragVerfasst am: 29.04.2021 02:17    Titel: Antworten mit Zitat

über die Lust und ihre Nachfolgen

Ich bin gerüstet für den faden Rest
der Nacht: ein kaltes Laken, altes Kissen.
Was sich darinnen vielleicht fühlen lässt,
will selbst die dümmste Gans jetzt nicht mehr wissen.

Vor einer Stunde erst - Was für ein Fest!
Berauscht im Sog von Wein und süßem Schleime,
zog ich drei Aphroditen in mein Nest ...
Doch waren sie in Wirklichkeit nur Reime.

Was nun von ihnen übrig blieb, durchnässt,
entkräftet, schwer wie eine Ankerkette -
ein Zweifel, der sich durch's Geschlinge presst:
Ob ich's nicht besser 'so' geschrieben hätte.


_________________
aller Anfang sind zwei ...
(Dichter und Leser)
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Michel
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 49
Beiträge: 2958
Wohnort: bei Freiburg
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 29.04.2021 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Vor einer Stunde erst: Was für ein Fest!
Du zogst vor einen Mann, der ganz in Plastik.
Du hast fürs Fest den Test gekonnt durchnässt
und er vollzog an dir die Rotz-Gymnastik.

Was du an Körpersäften offenbarst,
drückt er per Stab mit Schleim ins Testkit-Kissen.
Und warum du in Quarantäne warst,
will selbst die dümmste Ganz jetzt nicht mehr wissen.

Ein Balken? Zwei? Davon hängt alles ab:
Darfst Du zum Sog des Weins und süßen Schleime?
Schickt man dich heim und schließt von außen ab?
Dann bleiben weitre Testkits nur. Und Reime.


_________________
Ab Dezember 2020 im Handel: "Ishabel", der zweite Band der Flüchtlings-Chroniken
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Tula
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 791
Wohnort: die alte Stadt


BeitragVerfasst am: 29.04.2021 22:38    Titel: Antworten mit Zitat

Daumen hoch² Sich kaputt lachen Kopf an die Wand

_________________
aller Anfang sind zwei ...
(Dichter und Leser)
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menetekel
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Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 30.04.2021 07:06    Titel: Antworten mit Zitat

Daumen hoch²
Das schmiegt sich alles aufs Feinste ineinander.
Aber "wehe, wehe, wehe ..."


Langzeitgedächtnis

Was du an Schleim dem Apotheker gibst,
wird dereinst wohl die Staatsannalen füllen;
kann sein, dass du solch Impformatik liebst -
das wird im Jenseits, später, sich enthüllen.


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Alles Amok! (Anita Augustin)
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menetekel
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 101
Beiträge: 2200
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 01.05.2021 07:31    Titel: Antworten mit Zitat

Na gut,
es dröbbelt nix mehr; wenden wir uns also dem nächsten Part zu.
Hier werden zwei weiblich endende, jambische Fünfheber von zwei männlichen umarmt, was uns aus Sonetten und durch Herrn Rilke geläufig ist. a b b a.

Impfung für Untote

Kaum spürte ich den kleinen Pieks, den mir
ein Apotheker heute geben durfte
als ich in seinen Drogenladen schlurfte:
Bin nun immun und lebe als Vampyr.


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Alles Amok! (Anita Augustin)
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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 67
Beiträge: 812

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 01.05.2021 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schwöre, ich tanze nur ausnahmsweise aus der Reihe, abba wird themengerecht nachgeholt. Embarassed
Das hier noch zu vorher. Nicht böse sein, Frau Menetekel.

Gedichtes Leiche nur im Kopfe steht
ich war durchs Impfen ab vom Reim gedröbbelt
Die Lust am Jenseits kam dadurch sehr spät
Zu spät, genau, kam ich ins Netz gehöbbelt

Und ein großes Chapeau zu euren tollen Gedichten. Das liest sich richtig, richtig gut.
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menetekel
Geschlecht:weiblichExposéadler

Alter: 101
Beiträge: 2200
Wohnort: Planet der Frühvergreisten


BeitragVerfasst am: 01.05.2021 17:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ausnahmsweise? Mr. Green
Das ist bei deinem anarchischen Grundgemüt gar nicht möglich!

Ich mein ja nur

Zwar gilt uns Rainer nicht als imphoman,
schon gar nicht als ein Querulantendenker,
gibt allerseltenst den Verschwörungslenker -
doch chaostechnisch schafft er simultan!

 wink Razz


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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 67
Beiträge: 812

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 01.05.2021 19:36    Titel: Antworten mit Zitat

Shocked  Laughing  Cool
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poetnick
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Beiträge: 743
Wohnort: Europa


BeitragVerfasst am: 01.05.2021 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Impfinstren Zentrum haust die Imphomanin
und haut mir gleich zwei Dosen Astra rein,
mit Finsterblick - der Titer sei recht klein;
ich rate dringend: haltet nur den Arm hin!


_________________
Wortlos ging er hinein,
schweigend lauschte er der Stille
und kam sprachlos heraus
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davidmuc
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 54
Beiträge: 412
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 02.05.2021 00:24    Titel: Antworten mit Zitat

Ist lange her, dass ich Mykene sah,
und lange her, dass ich auf Rügen zechte,
Seit sich der Tod mit scharfen Zügen rächte
So warte ich auf Astra Zeneca.

Wir sind früh aufgewacht, erinner dich,
um noch ein Erdbeereis am Strand zu lecken.
der Himmel schien sich um das Land zu strecken.
Du zahltest das Hotel, das Dinner ich,

Jetzt lese ich zu Hause Seneca
doch fühle mich bei jedem Worte elend
und nur in meinem Kopf die Orte wählend:
Ist lange her dass ich Mykene sah.
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Rainer Zufall
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 67
Beiträge: 812

Pokapro und Lezepo 2014


BeitragVerfasst am: 02.05.2021 12:01    Titel: Antworten mit Zitat

Das Reisen wird für mich zur Illusion,
zum fernen Traum, in dem ich mich verliere,
doch aufgewacht, seh ich mich am Klaviere.
Im Mund schmeckts mir nach Flaum und Erosion.


Am Notenständer hängt das „Lied vom Mohn“,
am Hals hängt Schaum vom allerletzten Biere.
Auch wenn ich streng in meine Noten stiere,
der Kater kreischt frohlockend: Hab dich schon.
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davidmuc
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 54
Beiträge: 412
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 03.05.2021 00:39    Titel: Antworten mit Zitat

Am Notenständer hängt das „Lied vom Mohn“,
am Tisch der Tee, ein Päckchen Reis, Gebete -
zwar hab ich reichlich morsche Beißgeräte,
doch heimlich kauf ich Dynamit vom Lohn.

Dort in der Ecke steht der Beilkarton,
Erst wird man auf die Katakomben blicken,
dann werd ich auf die andern Bomben klicken,
mein Fluchtrad ist ein scharfes Teil, Carbon.

Und meine Steuerapp ist super, die,
schau her, die App: erst wählen wir die mission
Und dann erscheint als Popup mir die vision...
Wir sind ab heute, was sagst du - per Sie?
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Michel
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BeitragVerfasst am: 03.05.2021 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

Am Notenständer hängt das „Lied vom Mohn“.
die Imphomanin droht mit dritter Spritze.
Der Arzt macht übers Impfen schlechte Witze
und Undank ist der Welten wahrer Lohn.

Dort in der Ecke steht noch der Karton,
in dem ich meine Masken aufbewahrte,
bevor ich sie zum Abschied noch aufbahrte:
Ich trage jetzt ein Gitter aus Carbon.

Denn meine Steuerapp ist super, die
mir sagt, ich könne Masken jetzt absetzen.
(Nur von der Steuer leider. Denn die weißen Fetzen
verraten: Immer noch ist Pandemie.)

Das Reisen? Keineswegs nur Illusion!
Im Astra feg ich Autobahnen runter.
Der Pollenfilter filtert. Und darunter,
Zylinder vier, die nächste Explosion.

Auch wenn ich streng in meine Noten stiere,
das Singen durch Carbon strengt mächtig an.
Die Stimme rostet. Auch hier nagt der Zahn
der Zeit, wie an dem Schaum vom letzten Biere.

... Nur dada oder einfach grottig? Sad


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poetnick
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BeitragVerfasst am: 03.05.2021 23:09    Titel: Antworten mit Zitat

Laughing

dada oder grottig? Da breche ich doch.
Lanze statt Stab


Dies führt uns immerhin zurück zur Niere,
die, reserviert und ganz Dada verträumt,
den Springquell erpresst der des Nachts gebäumt
und lang gezogen, Zeugnis gibt vom Biere,

das in Kaskaden durch die Speiseröhre
ins Innre schwappt, den Leberlappen schürzt
und außerdem die Tage kappt, verkürzt,
sie tränkt, mit Hopfen und Malz, bis zur Möhre.

Begreiflich ist dies kaum dem Anatomen,
der mahnend jeden Schaum drauf untersucht,
ob er Ganglien mit Dada verflucht;
der Weise lauscht den Klängen des Abdomen.


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menetekel
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BeitragVerfasst am: 04.05.2021 06:06    Titel: Antworten mit Zitat

Allesamt herzergreifend! Da vibriert einer doch der linke Leberlappen. cry Mr. Green love

Sooo schön traurig und gleichzeitig aberwitzig komisch. Ein lyrisches Serien-B-Movie.

Schluchzend-lachende Grüße
m.


Geschlossene Gesellschaft

Die Nierchen schimmeln auf dem Rummelplatz -
vorbei die Zeit der Sauersüßgenüsse;
aus Jahrmarktsbuden hallen dumpfe Schüsse
und Witwen träumen von mehr Pflegesatz.

Zuweilen dröhnt Helenes Schlagersound
und Kasperpuppen schlenkern ihre Köpfe,
doch ich, ich müder Schlendergast, ich schöpfe
schlecht Luft und bin kein bisschen frohgelaunt!


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Michel
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BeitragVerfasst am: 04.05.2021 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ein echtes Endzeit-Szenario … Daumen hoch²

Es ist was los am alten Rummelplatz.
Aus Jahrmarktsbuden hallen dumpfe Schüsse.
Herr Wachtmeister a.D. zieht seine Schlüsse
und denkt: Da hinten gibt es wohl Rabatz.

Und sieh: Da hinten gibt es echt Rabatz!
Schon liegt der Wachtmeister in seinem Blute.
Die Nierchen: Längst schon sauer, und der Gute
verblich, wie er geträumt: Im Dienst am Platz.


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davidmuc
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BeitragVerfasst am: 05.05.2021 00:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hier aßen wir kurz nach der Wende Eis,
wo Alte, die gequält von Nierenbuckeln
mit Kippen an den warmen Bieren nuckeln,
- bevor es keiner mehr am Ende weiß.

Es hatte sonst so spät nichts offen hier,
Die alte Stricherbar, wo Schlager liefen,
wo wir bis morgens früh im Lager schliefen,
- wer’s wissen will, ich möchte hoffen, ihr.
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menetekel
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BeitragVerfasst am: 06.05.2021 20:04    Titel: Zwischendurch Antworten mit Zitat

Danke schön, ihr Lieben! smile

Für zwischendurch jetzt einmal etwas anderes:
Erich Fried wäre ja heute 100 Jahre alt gworden. Und extra für uns Corona-Gebeutelte erdachte er seinerzeit ein wunderbares Gedicht:


Zitat:
Liebesgedicht für die Freiheit und Freiheitsgedicht für die Liebe

Mit der Freiheit ist das
so ähnlich wie mit der Liebe

Wenn dann das sogenannte Glück mich nach Jahren
wieder herausholt aus dem verschlossenen Schrank

und sagt: "Nun darfst du wieder!
Nun zeig was du kannst!"

Werde ich dann einatmen und meine Arme ausbreiten
und wieder jung sein und voller Lebensmut

oder werde ich dann nach Mottenkugeln riechen
und mit den Knochen klappern im Takt eines fremden Herzschlags?

Mit der Freiheit ist das
so ähnlich wie mit der Liebe

und mit der Liebe ist das
so ähnlich wie mit der Freiheit


Aus: Die bunten Getüme, Quarthefte Wagenbach



Nachdenkliche Grüße
m.

Nun wieder normal weiter, nä?


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Michel
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BeitragVerfasst am: 06.05.2021 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wir wissen nicht, ob Erich Fried auch Eis
genossen, oder ob er's an der Niere
gehabt. Ob manchmal ihm im Biere
ein Tropfen platzte von der Stirne heiß.

Ob er vielleicht nach Mottenkugeln roch
und klapperte im Takt des fremden Herzschlags,
vielleicht sich krümmte während eines Schmerz-Tags
und vielleicht harrte schon der Fahrt ins Loch.

Egal: Ein jeder hier zeigt, was er kann,
und Fried ermuntert uns: "Nun darfst du wieder!"
Wir lesen nach und singen seine Lieder
und lassen uns ergreifen.
(Dann und wann.)


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