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Kann er körperliches Flirten lernen oder nicht?


 

 
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Kater
Erklärbär


Beiträge: 3



BeitragVerfasst am: 02.05.2021 11:25    Titel: Kann er körperliches Flirten lernen oder nicht? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein Mann, ich nenne ihn Andreas, ist über 40 und hat keine Partnerschaft gehabt. Auch kaum Affäre und nur zwei Mal ein bisschen Sex, ein wenig mehr für Geld. Er sucht viel, schwärmt und verliebt sich schnell und oft. Er sieht akzeptabel aus, ist gebildet, unternimmt viel und ist freundlich. Woran liegt es und was kann er besser?

INHALT

a) Das Ganze kurz: Wie er gern flirten würde (Wie es geklappt hat, steht unter 3.3)


b) Das Ganze lang:

1) Eine Frau bezaubert ihn

1.1) Erstes Kennenlernen

1.2) Warum fällt ihm Flirten so schwer?

1.3) Sie erzählen sich voneinander: Wie verstehen sie sich?

1.4) Was passiert, wenn er ihr mitteilt, in sie verliebt zu sein?

1.5) Ihr Gefühlsausbruch und wie er sich dazu verhalten kann (Version 1)

2) Nachdenken und Hilfe suchen, Neues über das Flirten wissen

2.1) Zwei Mal etwas wie eine kleine Affäre

2.2) Es passt nie

2.3) Eigene Stärken sehen

2.4) Reden kann er, Berühren und Küssen will er lernen

3) Rück- und Vorausblick: Was hätte er mit jener Frau besser machen wollen und was will er bei anderen Frauen verbessern?

3.1)  Ihr Gefühlsausbruch und wie er sich dazu verhalten kann (Version 2)

3.2)  Ihr Gefühlsausbruch und wie er sich dazu verhalten kann (Version 3)

3.3) Und – was hat‘s gebracht? Besseres Flirten bei anderen Frauen? Erfolglos

4)  Er weiß nicht, warum Gott das zulässt, und findet es sinnlos.

5) Zwei Zitate / Stellen aus Folgen der Serie Star Trek – das nächste Jahrhundert habe ich umgeschrieben, so dass sie auf diese Frauen-Enttäuschung passen.

6) Hilfsangebote
a) Das Ganze nur kurz: Beispiel, wie er gern flirten würde

In der 12. Klasse machten sie eine Klassenfahrt. Einmal fuhren sie mit Paddelbooten. Im Boot saß auch Daniela, er findet sie recht hübsch und angenehm, sie ist schlank, blond und die recht stille Freundin einer der Klassenschönheiten. Sie sprachen nie miteinander – freilich redete er sehr wenig mit seinen Mitschüler*innen. Sie fiel ihm auf, aber irgendwie kam er nie darauf, sie kennenzulernen. Sie saß so hinter ihm, dass ihre Beine wie eine Lehne sein könnten.
Sie sagt: „Willst du dich bei mir anlehnen?“
Er war völlig überrascht, sagte Nein, so vor seinen Mitschüler*innen – das wäre peinlich, sie waren ihm ja fast alle fremd.

Daniela war wahrscheinlich verletzt und meinte, sie gefalle ihm nicht. Er vermutet, sie war nicht in ihn verliebt, aber konnte sich vorstellen, ein bisschen zu kuscheln, sich kennenzulernen. Er war zu unsicher. Sie hat sich durchgerungen und er hat sie abgewiesen. Er weiß nicht, warum er sie nicht später, auf der Klassenfahrt oder danach, angesprochen hat. Verliebt war er zwar nicht, aber er hätte schon Nähe probieren können.

Was würde er aus heutiger Sicht gern machen? Sich umdrehen, sie anlächeln, sich anlehnen, etwas sagen wie „Das finde ich ja nett„ oder „Hey, das finde ich schön, mich so anzulehnen“ oder lächelnd sagen „Schön hier. Wie findest du es?“
Schweigen? Daniela ansehen, anlächeln? Fragen, wie es ihr geht? So viel kann er machen und nichts davon fiel ihm ein. Er hat weder so etwas erwartet noch sich darauf vorbereitet oder mit anderen darüber gesprochen.
Angelehnt bleiben, bis sie etwas anderes sagt oder ich aufstehen muss? Was bedeutet dieses Anlehnen? Ihr und mir? Versuchte sie, ob und wie wir uns miteinander wohlfühlen?
Wenn wir aufgestanden wären, wäre er befangen und unsicher gewesen: Möchte er neben ihr laufen, ihre Hand nehmen?
Gerade so ein Schwanken und Suchen kann sehr verletzlich und angenehm wirken, besser, als wenn jemand kalt und steif herumsteht.
Er konnte sich nicht mal vorstellen, etwas mit einem Mädchen abzusprechen oder auszuhandeln: Küssen? Wie? Welche Gefühle hast du und habe ich...? Was probieren wir?

Was könnten Mitschüler*innen sagen? „Oh… Andreas...wow...“, „Na, geht heute die Post ab?“, spöttisch, neugierig, anerkennend oder ermutigend. Oder nur so grinsen oder eben gutmütig lächeln. All das wäre ihm furchtbar peinlich gewesen, er wäre puterrot geworden und hätte nicht gewusst, was tun. Freilich stellt er sich das alles nur so vor, vielleicht wäre es anders gekommen. Vielleicht hätte eine/r was Fieses gesagt und ein/e Mitschüler/in hätte ihm schlagfertig und angenehm geholfen.

b) Das Ganze lang

1) Eine Frau bezaubert ihn

1.1) Erstes Kennenlernen (1)

Er sehnt sich so sehr danach,  seiner erste Freundin zu bekommen. Würde er sie hier in Heidelberg kennenlernen? In der Küche eines Studentenwohnheims steht Andreas am Tisch und stellt sein Abendbrot bereit. Die Tür geht auf, ein hübsches Frauengesicht schaut herein und geht wieder. Er ist hingerissen: Wow, ist die süß, genau mein Geschmack. Klein, warme und lebhafte Ausstrahlung, offene Augen. Typisch, so eine sieht dich, entfacht ein Feuerwerk in dir, geht sofort wieder, weil sie nichts an dir findet und vielleicht auch noch merkt, dass du was an ihr findest.

Kann er sie überhaupt anmachen? Vor ungefähr sechs Jahren war er in einer Jugendgruppe der Kirche. Ein süßes Mädchen und er fuhren zusammen mit dem Fahrrad von dort weg. Er sieht sich noch heute mit ihr an einer Kreuzung stehen und sie sagte irgendwas von mitkommen. Er antworte irgendwas von „jetzt nicht“. Warum!!?? So allmählich wird ihm klar, dass er überfordert und ahnungslos war und sich für sein Begehren geschämt hat. Er konnte nicht zeigen, wie reizend er sie findet, sich ihr nicht nähern. Er wusste nicht, dass man langsam immer näher an sie herangeht, sie charmant-warmherzig anschaut, Komplimente macht, sie in ein Café einlädt, sie kurz berührt, also eben Nähe von Körper und Gefühl versucht. Es gab mehrere solche Geschichten.

1.2) Warum ist er so?

Er weiß einiges darüber, aber das hilft ihm nicht. Tja Mist. Denn andere sind so ähnlich wie er und trotzdem schlafen sie mit jemanden, streicheln und küssen sie jemanden.

Wichtig ist wohl, wie kalt und angespannt er ihm die Familie vorkam, als er in er Pubertät war. Eltern und alle vier Kinder saßen zusammen am Küchentisch und er fühlte sich gegenüber seinem Vater sehr unsicher, oft ängstlich und fremd. Seine Eltern waren voneinander enttäuscht, vermissten Wärme, Aufmerksamkeit, Lust oder Begehren des anderen. So waren sie miteinander oft kühl und angespannt. Doch seine drei jüngeren Geschwister haben mehr Erfahrung mit Affäre und Partnerschaft. Da kann er es also wenig auf die Eltern schieben, sondern guckt lieber in den Spiegel:

Als ungefähr 15-jähriger hat er viel zu wenig gelernt oder erlebt, als Junge gemocht oder anerkannt zu sein oder wie Jungs mit Mädchen umgehen. Er hat sehr viel gelesen, aber nichts über das Flirten.
Einzelgänger war er immer, hat sich zwar mit anderen immer vertragen, aber nur mit wenigen gut verstanden.Er würde gern mit mehr Menschen gut können und stärker zu Gruppen gehören.
Körperliches war ihm immer schon fremd, er hat seinen Körper wenig beachtet, hat furchtbar viel überlegt und geträumt.

1.3) Erstes Kennenlernen (2)

Andreas ist  weiter in der Küche, sie kommt kurze Zeit später wieder rein und fragt: „Weißt du, wo der Schwimmbad-Club ist? Da läuft heute Abend Der Club der toten Dichter“.

Er antwortet: „Nein, weiß ich nicht, aber ich hole mal meinen Stadtplan.“
Ruhig, Andreas, langsam, ich hasse das Gefühl, wegen einer wunderschönen Frau nach einem Stadtplan zu hetzen. Ich vermute mal, sie weiß, dass sie für viele anziehend ist. Ich will nicht diensteifrig sein, nur weil ich sie toll finde. Sie soll nicht denken, ich mache mich zum Diener einer reizenden Frau. Mach aber nicht zu langsam, sonst ist sie weg.

Luise steht in der Küche und überlegt: Eigentlich wollte sie ja ihre Mutter anrufen – naja, geht auch morgen, Sonntag. Obwohl, Mist, da hat ja jener Afrikaner sie zu seiner Gebutstagsfeier eingeladen, den sie am Freitag in der Disco kennengelernt hat.

Andres kommt in die Küche und schaut sie etwas genauer an:
Sie hat schulterlange schwarze Haare, die ihr Gesicht umrahmen. Ihre warmen, tiefen und lebhaften Augen gehen direkt in sein Herz, ebenso ihre impulsiv-offene Ausstrahlung.
Verflixt, ist sie schön, so zierlich und knuffig - unwiderstehlich, auch für andere, überlegt er.

Er breitet einen Stadtplan aus und zeigt ihr, wo der Schwimmbad-Club ist. Sie schaut ihm aufmerksam in die Augen.
Was ist das für einer?, überlegt sie. Ist er offen für mich? Ich bin neu in Heidelberg, kenne noch wenige, finde es immer schön, freundliche Menschen kennenzulernen und was zu unternehmen.

Er würde gern wissen, ob sie nachdenkt, ob er offen für sie ist. Wie könnte irgendjemand zu einer so reizenden Frau abweisend sein?

Sie meint, er ist bestimmt ein netter Kerl, eher still. Mit ihm würde so ein Kinoabend bestimmt gut werden, wir könnten uns sicher gut unterhalten.
So fragt sie ihn: „Möchtest du mitkommen?“

Er zuckt ein wenig zusammen und erstarrt. Er hat heute Abend einiges vor: Texte für das Studium lesen, einiges ordnen; und er mag so plötzliche Unternehmungen nicht.

Zwar brennt er bereits für sie, verlangt zutiefst danach, sie anzugucken und kennenzulernen. Sie hingegen wird wohl nur einen netten Abend mit ihm haben wollen. Denn sie fragt ihn so einfach. Wenn sie mehr für ihn empfände, wäre sie wohl schüchterner. Sie würde ihn also irgendwann zurückweisen. Sicher kann es sein, dass sie sich in den nächsten Wochen oder Monaten allmählich in ihn verlieben würde und das heute der Anfang ist. Doch sieht er dafür zu wenig Hoffnung.

Denn er hat bisher keine Affäre, Liebschaft oder Partnerschaft gehabt. Er kennt es weder, dass sich etwas entwickelt, noch weiß er, wie man flirtet. Sicher gab es wenige Momente, in denen ein Mädchen oder eine Frau Nähe wollte, ihn vielleicht sogar begehrte. Doch daran erinnert er sich lange Zeit nicht. Die vielen Begegnungen, bei denen eine Frau ihn abgewiesen hat, wiegen viel schwerer.

Außerdem findet er sie so reizend, dass sie viele Männer haben kann. Bestimmt ist sie daran gewöhnt, dass Kerle ihr nachlaufen und sie die meisten von ihnen nicht ranlässt. Das soll ihm nicht auch geschehen. Er möchte seine Zuneigung zu ihr nicht zeigen, solange sie noch kühl für ihn ist. Er fühlt sich ihr hinsichtlich Affäre sehr unterlegen, fast wie ein Bettler zur Königin. Vor dieser Verletzung schützt er sich, indem er so tut, als wäre sie für ihn nur eine Nachbarin im Studentenwohnheim.

Er nimmt sozusagen vorweg, dass sie ihn ablehnen könnte. Er vermeidet damit, dass sie seine Wärme für sie kennt und nicht erwidert. Damit fühlt er sich wohler, denn so behandelt sie ihn nicht wie jemanden, den sie nicht will, sondern lediglich wie jemanden, mit dem sie im gleichen Haus wohnt. Sie weiß also immerhin nicht, dass sie für ihn wie eine Königin ist, und so weiß sie nicht, wie viel schwächer als sie er sich fühlt. Falls sie irgendwann mehr Offenheit für ihn zeigt, kann er immer noch mitmachen.

Wenn er ablehnt, zeigt sie vielleicht einen Anflug von Trauer. Das könnte bedeuten, dass sie ihn gern dabei hätte.

So sagt er: „Nee, hab noch was vor.“
Sie findet das ein wenig schade und sagt: „Okay, bis später“, geht und überlegt, dass sie jetzt noch für das Seminar „Romanistik: Sinn und Unsinn eines Fachs“ ein Kapitel lesen muss. Er denkt sich, siehst du, es ist ihr fast egal.

1.4) Sie erzählen sich voneinander: Wie verstehen sie sich?

Ein paar Tage später kommt er morgens in die Wohnheimküche und zuckt zusammen: Sie frühstückt da. Mühsam überzeugt er sich zu bleiben, nicht zu fliehen. Sie erinnert sich an ihr Gespräch vor einigen Tagen und ist neugierig darauf, weiter mit ihm zu reden. Er ist mutig und redet als Erster:
„Was studierst du?“
„Germanistik und Romanistik auf Lehramt.“ Sie erzählt zunächst wenig, möchte herausfinden, ob er sich um das Gespräch bemüht, ob er also richtig neugierig auf sie ist oder ob es ihm egal ist.
„Du möchtest Lehrerin für Deutsch und Französisch werden?“
„Ja. Und du?“
„Ich studiere evangelische Theologie. Aber Pastor will ich eigentlich nicht werden, vielleicht eher Journalist oder Lehrer. War das schon immer dein Wunsch, Lehrerin zu werden oder hast du auch über anderes nachgedacht?“
Sie grinst: „Naja, ich tanze gern, daher könnte ich mir auch eine Tanzschule vorstellen. Auch so was wie Seelsorger würde ich vielleicht können, ich höre gern Menschen zu.“
Ihr fällt gerade weiter nichts ein und sie wartet, ob er weiter nach ihr fragt oder über irgendetwas wie das Wetter redet.
„Was hast du so für Hobbys?“, fragt er. Danach würde es eng werden, was sollte er noch fragen? Er hoffte, sie würde viel erzählen oder ihn etwas fragen.
„Singen, manchmal Flöte spielen.“
„Du bist ja künstlerisch begabt oder magst das jedenfalls.“
Sie: „Ja, das mache ich schon gern. Und du?“
„Ich fotografiere und schreibe, hab auch Theater gespielt. Und ein bisschen spiele ich Klavier.“
Jetzt lächelt sie freundlich:
„Auch ein bisschen ein Künstler.“
„Jaaa… .“
„Wir können ja mal zusammen Musik machen.“
Er staunt, dass er das jetzt schon fragt. Will er einfach schnell rausfinden, wie offen sie ist? Vertraut er ihr schon so sehr?
„Klar, warum nicht“. Sie findet ihn angenehm, singt gern und ist etwas neugierig auf ihn.
Er hingegen ist traurig, dass passiert ist, was er befürchtete: Es ist ihr recht egal, daher wirkt sie auf ihn entspannt, nicht aufgeregt. Jedenfalls will er  versuchen, ihr nahezukommen.
„Wie wär‘s Donnerstag nächste Woche?“
„Besser Mittwoch, kannst du da?“
„Klar. 20 Uhr?“
„Okay.“ Dann geht sie und er entspannt.

Am Donnerstag geht sie zu Andreas, klopft an und denkt: Ziemlich viele Kerle stehen ja auf mich, vielleicht auch er. Jetzt lieber schnell Klarheit schaffen, ehe er sich was einbildet. Er öffnet und sie stellt klar:
„Ich sag‘s gleich, ich komme nur, damit wir zusammen musizieren. Ich kann mich doch nicht in jeden verlieben.“
Er überlegt kurz und meint : „Ich sag später was dazu, okay?“
Sie lächelte halb gleichgültig und halb amüsiert.
Er spielt drei Lieder und sie singt dazu. Dann verabschiedet sie sich. Sie geht und denkt: Er hat es ja gut aufgenommen, etwas zu kühl und schweigend, ich wüsste schon gern, ob er was für mich empfindet. Aber eigentlich ist es egal. Es kribbelt nicht, wenn ich ihn sehe.
Er ist traurig: „Tja, wieder mal nichts.“ Bin ich ihr zu langweilig, zu harmlos-lieb, sehe ich zu schlecht aus?

1.5) Er teilt ihr mit, in sie verliebt zu sein. Was passiert?

Sie verabreden sich für einen Abend. Er geht zu ihr in ihr Zimmer: Es ist so groß wie seins, auf Bett, Tisch, Stuhl und Regal steht wenig, ein Druck eines Gemälde, eine Landschaft, hängt an der Wand, ein paar Bücher stehen im Regal. Er hat den Eindruck, es ist ein aufgeräumtes Zimmer, bescheidenund hübsch eingerichtet.
Er … „Hallo Sie, wie geht‘s dir?“
„Ach, gut, und dir?“
„Ja, ganz gute Vorlesung. Welche Veranstaltungen hattest du?“
„Eine Vorlesung über Minnesang. Ich hab gar nicht gewusst, dass es neben Walther von der Vogelweide noch einige andere Sänger gab und dass sie teils nicht zur Unterhaltung aufgetreten sind, sondern sich tatsächlich in eine Hofdame verliebten. Sie besangen eine Frau, die sie nicht haben konnten. Traurig, oder?“
Er guckt betreten weg.
„Und du?“, fragt sie.
„Heute war was sehr spannend in einer Vorlesung über Paulus: Du weißt ja, dass Paulus Christen zuerst verfolgte, bevor er selbst einer von ihnen wurde. Er war sehr eifrig und gewalttätig, solange er noch kein Christ war, und hielt sich streng an die Gebote des Alten Testaments. Manche Christen meinen, viele oder alle Juden seien so gewesen. Doch Professor Theißen erklärte, Paulus war ein Außenseiter, ein Radikaler.“
„Ja, das ist spannend“, geht sie warm und leidenschaftlich darauf ein, ihre Stimme und ihr Blick werden lebhafter als davor:
„Es geht ja gar nicht darum, Gebote zu halten – natürlich ist das gut, aber ohne Druck – sondern Gottes Liebe merken und dann geht das von selbst. Und Gott will keinen Krieg und keine Waffen, sondern Frieden.“
Er schaut sie fasziniert an: „Ja, manche Gebote fallen mir echt schwer, andere finde ich vergleichsweise leicht: Zum Beispiel nicht zu töten, geht ganz gut“, er grinst, „aber Gott am wichtigsten zu finden, fällt mir schwer. Da ist so viel anderes, was mir wichtig ist.“
Er denkt jetzt an sie.
Sie geht sanft darauf ein: „Ja, das fällt mir oft auch schwer. Weißt du, manchmal sage ich Gott, dass mir gerade etwas wichtig ist und ich ihn vergessen habe oder gerade nicht an ihn denken will.“
Er schaut gerührt und hingerissen: „Das ist ja toll, das versuche ich.“
Sie strahlt ihn an: „Das freut mich.“
Er druckst einen Moment, dann sagt er stockend: „Ich will dir noch was anderes sagen, was Schwieriges, also vielleicht ist es schwierig. Du warst ja vor kurzem in meinem Zimmer.“
Sie schaut ernst, ermunternd und neugierig und er öffnet sich:
„Also, du hast ja gesagt, du seist nicht in mich verliebt, und ich sagte, ich sage dir später was dazu. Naja, also, ähm, ja, wie soll ich sagen...ich hab Gefühle für dich.“
Sie lächelt warm und verständnisvoll: „Seit wann weißt du es?“
„Bei mir geht so was schnell – als ich dich die ersten Male sah.“
„Was gefällt dir so an mir?“
„Deine Augen sind so unglaublich warm, tief und leuchten. Du hast eine so herzliche und lebhafte Art. Du bist sehr klug und hast eine zierliche Gestalt.“
Sie errötet und lacht: „Ist gut, hör auf, sonst werde ich noch puterrot.“
„Und du, hast du einen Freund?“
„Nein, ich war verlobt, aber mein Verlobter hat sich kurz vor der Hochzeit getrennt. Ich vermute, er will noch ein wenig Kind sein, jugendlich.“
„Jemand trennt sich von dir, als er verlobt war – unglaublich.
„Naja, wie gesagt, er war noch jung, Anfang Zwanzig, er hat dann mit anderen Fußball gespielt und anderes.“
„Das kann er doch auch, wenn er mit dir verheiratet ist.“
„Er fühlte sich eben irgendwie nicht reif für eine Ehe.“
„Und warum bist du ausgerechnet nach Heidelberg – wolltest du von ihm weg?
„Meine Eltern wohnen im Odenwald, da ist Heidelberg in der Nähe.“
„Verstehe.“
„Und deine Eltern?“, fragt sie, „Hast du Geschwister?“
„Ja, drei, eine jüngere Schwester und zwei jüngere Brüder.“

„Du, ich glaube, wir müssen für heute Schluss machen, ich hab noch für die Uni zu tun. Gerne mal wieder.“
„Alles klar, dann bis bald.“

Sie schließt die Tür hinter ihm und denkt sich: Hm, ist ja ein lieber Kerl und es gefällt mir, dass er gesagt hat, dass er mich gut findet. Aber verlieben...nein, kann ich mich nicht. Er ist mir zu...blass, zu zurückhaltend, zu unsicher. Es tut mir ja Leid für ihn. Naja, mal sehen, vielleicht taut er noch auf oder ich lerne noch Seiten an ihm kennen, die mich verzaubern. Daniel in meinem christlichen Hauskreis heute ist auch ein kleiner Mann. Doch der strahlt mehr Entschlossenheit und Stärke aus. In den könnte ich mich verlieben.

Er geht in sein Zimmer zurück und überlegt: Wie gehe ich nun damit um? Eine Freundschaft versuchen, obwohl sie meine Zuneigung nicht erwidert, also so viel mit ihr machen, wie sie zulässt? Oder den Kontakt abbrechen, damit mein Begehren nicht ständig gegen ihre Wand knallt? Ich bin viel zu hingerissen von ihrer warmen und lebhaften Art, als dass ich über einen Kontaktabbruch ernsthaft nachdenken könnte. Zudem hoffte ich ein wenig, sie doch gewinnen zu können.

1.6) Ihr Gefühlsausbruch und wie er sich dazu verhalten kann: Version eins

Später geht Andreas wieder zu ihr.
Sie fragt: „Hallo, na, wie geht‘s?“ Sie freut sich, offen mit ihm reden zu können, und will ihm unbedingt ihr Herz ausschütten: Sie hat gerade viel Sehnsucht nach einem Freund und hofft, Andreas darauf gut ein.
Er leidet gerade sehr darunter, wie immer keine Freundin zu haben. Das möchte er nicht ausgerechnet ihr sagen und antwortet darum eintönig: „Okay, und dir?“
Sie strahlt ihn an, blickte ihn aus umwerfend offenen Augen an:
 „Ich brauch unbedingt einen Mann.“
Er ist verblüfft von diesem Gefühlsausbruch, so hat sie noch nie davon gesprochen, wirkte auf ihn meist gelassen.

Er freut sich darüber, dass sie sich ihm so öffnet. Er findet es schade, dass er nicht als Freund infrage kommt. Jetzt, wo sie so sehr sucht, ist es besonders wichtig, dass er ihr beisteht – auch wenn es ihm wehtut, dass er nicht ihr Freund ist. Freilich ist er etwas stolz darauf, wie sehr er sich beherrscht. Mit einem verständnisvollen Blick akzeptiert er: „Das verstehe ich gut.“
Sie denkt: Krass, er ist wirklich ein toller Freund, dass er so verständnisvoll reagiert.
„Vermisst du Karl, deinen Ex-Verlobten?“
„Nein, das ist vorbei, auch wenn ich immer noch gern an ihn denke.“
„So fällt es einem auch schwer, sich aufs Studium zu konzentrieren“, deutet er eine andere Schwierigkeit an.
„Och...das geht, so viel denke ich nun auch wieder nicht dran.“
„Ja, bisher hatte ich oft den Eindruck, du nimmst das sehr gelassen. Darum war ich gerade sehr erstaunt, dass es dir plötzlich so nahegeht.“
„Ja, gibt halt so Momente.“
Er spricht das an, was auch ihn betrifft: „Es ist manchmal ganz schön schwierig, jemand passenden zu finden.
Sie: „Ja, Gott wird mir schon den Richtigen schicken oder eben nicht. Aber manchmal fällt es mir trotzdem schwer. Partnerschaft ist so was Schönes, da hat sich Gott was Tolles für uns ausgedacht.“
„Ja...manchen könnte er helfen, einfacher jemanden zu finden.“
„Ich wünsch dir Glück“
„Und ich dir.“
Er geht und weiß nicht, ob und wie er etwas dafür tun kann, dass sie ihn zumindest kuscheln oder küssen möchte: Er wird für sie und sich kochen, sie werden über die Bibel reden, ins Kino gehen, oft in Cafés und auf‘s Heidelberger Schloss.
Sie findet ihn einfühlsam und verlässlich, fühlt sich aber nur selten erotisch zu ihm hingezogen.

Noch Jahre später denkt er über dieses Gespräch nach. Sie ist so herzlich, lebhaft, klug und schön, sie beeindruckt ihn zutiefst. Für ungefähr zweieinhalb Jahre sind sie gute Freunde. Luise und ein anderer Mann heiraten ungefähr ein Jahr nach dem Gespräch und die Freundschaft mit Andreas geht zuende.

2) Nachdenken und Hilfe suchen, Neues über das Flirten wissen

2.1)  Es passt nie

Wochen, Monate, Jahre vergehen, ungefähr 15: Hilft Psychotherapie? Er macht einige. Lernt er bei Kuschelabenden jemanden kennen oder genießen eine Frau und er wenigstens den Abend dort? Kaum. Partnerbörse! Endlich viele Frauen, die jemanden kennenlernen möchten. Aber ihn leider kaum, spätestens nach dem ersten Rendezvous ist Schluss. Nie verlieben sich eine Frau und er ineinander; stattdessen möchte meistens sie nicht und selten er. Klar, als Freund und Gesprächspartner ist er beliebt, freilich streichelt und küsst man sich da nicht. Irgendwie fehlt vielen Frauen da was bei ihm.
Einige Male möchten vielleicht eine Frau und er sich gegenseitig, doch beide trauen sich zu wenig. Vielleicht müsste mal jemand in der Mitte stehen und beide ziehen. Oder eine Tafel Schokolade in die Mitte stellen und man kann nur gleichzeitig davon essen. Oder besser ein Bier.

2.2) Zwei Mal etwas wie eine kleine Affäre

Immer wieder lernen Frauen und er sich kennen. Zwei Mal war‘s haarscharf:
Als er über 40 Jahre alt ist, lernt er (über seine beste Freundin) eine Frau kennen, mit der er sich gut versteht. Sie schlafen ein Mal miteinander. Zwei Jahre später sagt sie sogar einmal „Ich liebe dich“. Blödes Gefühl, das nicht erwidern zu können. Sie telefonieren ein paar Monate lang und überlegen dabei, ob sie ein Paar werden. Ein paar Tage lang kuscheln und küssen sie viel, das fanden beide wunderschön. Doch er verliebt sich zu wenig in sie und sie möchte nur dann mit ihm zusammen sein, wenn sie hoffen kann, er liebt sie und bleibt bei ihr.
Eine andere Frau und er flirten bei einer Firmenfeier einen Abend lang und küssen sich ein wenig. Er scheut das Küssen ebenso wie er sich danach sehnt. Am zweiten Abend ist er bei ihr zu Hause und sie poppen, doch er kann nicht so richtig. Dann geht sie auf Abstand zu ihm.

2.3) Eigene Stärken sehen

Das Wichtigste ist ihm, sich immer wieder davon zu überzeugen, dass er für Frauen ein guter Partner sein kann. Er kann gut kuscheln, kann warmherzig-humorvoll (charmant) sein und gut mit anderen reden, ist humorvoll, zielstrebig, hat ein schönes Gesicht und eine feine sowie freundliche Stimme. Zudem ist er zwar dünn, das kann aber auch sportlich sein. Eine Frau bekannte ihm ja sogar „Ich liebe dich“ und sie meinte, „du kannst gut stoßen“ und „du hast ein schönes Glied“. Das geht runter wie Öl.

2.4) Reden kann er – nun will er Berühren und Küssen lernen

Er lernt, wie man nach Küssen und Streicheln fragt: weniger, indem man es ausspricht, und mehr, indem man es vorsichtig tut und dabei Wärme und Zuneigung zeigt. Also nicht sich ängstlich zwingen, sie anzutatschen, sondern sich als tollen Kerl sehen und sie anlachen. So viel machen, bis man spürt oder bis sie deutlich sagt, sie will nicht. Irgendwie ist es ähnlich, ob man versucht, jemanden zu berühren oder mit ihm zu reden: Man spricht dies und das an, fasst so oder so an, probiert, wartet auf Andeutungen sowie Antworten und spürt, inwiefern man sich mag und versteht oder nicht. Er schämt sich immer weniger dafür, eine Frau sexy zu finden und ihr das behutsam zu zeigen.
Frauen können freundlich und respektvoll reagieren, wenn er sie aus Zuneigung heraus anspricht und Begehren zeigt. Nur manchmal reagieren sie hochnäsig oder kalt. Er lernt, dass er Zuneigung zeigen kann: Menschen mögen es, bei anderen Gefühle zu sehen, vor allem gute, und es schafft Nähe.

So überlegt er, was er machen könnte, wenn wieder mal eine Frau vor ihm steht und er den Eindruck hat, sich ihr nähern zu wollen und können. Zunächst stellt er sich vor, wie er sich jetzt verhalten würde, wenn er das Treffen damals wiederholen könnte. Würde sie ihn abweisen oder ranlassen?


3) Rück- und Vorausblick: Was hätte er mit jener Frau besser machen wollen und was will er bei anderen Frauen verbessern?

3.1)  Ihr Gefühlsausbruch und wie er sich dazu verhalten kann: Version zwei
 
Ein paar Wochen später geht Andreas wieder zu ihr.
Sie fragt: „Hallo, na, wie geht‘s?“ Sie freut sich, offen mit ihm reden zu können, und will ihm unbedingt ihr Herz ausschütten: Sie hat gerade viel Sehnsucht nach einem Freund und hofft, er geht darauf gut ein.
Er leidet gerade sehr darunter, wie immer keine Freundin zu haben. Das möchte er nicht ausgerechnet ihr sagen und antwortet darum eintönig: „Okay, und dir?“
Sie strahlt ihn an, blickte ihn aus umwerfend offenen Augen an: „Ich brauch unbedingt einen Mann.“
Er ist verblüfft von diesem Gefühlsausbruch, so hat sie noch nie davon gesprochen, wirkte auf ihn meist gelassen.

Er glotzt sie verblüfft an und überlegt: Sie ist schon einige Monate ohne Freund und sucht zwar nicht direkt, aber hat nie so deutlich gesagt, dass sie jemanden braucht. Hm...sie sagt das so warm und leidenschaftlich zu mir, strahlt mich an...sagt sie das vielleicht nicht, damit ich ihr beistehe, sondern, weil sie doch mehr Nähe probieren möchte? Sie hat zwar oft gesagt, sie verbringe lediglich gern Zeit mit mir, sei nicht verliebt. Doch vielleicht hat sich was in ihr verändert. Mann, sie anzufassen, zu streicheln, das wäre wie in Feuer zu fassen. Er fühlt sich furchtbar unsicher und verletzlich. Aber so gut, wie wir uns verstehen – selbst wenn ich sie falsch verstehe, sie würde es mir verträglich sagen. Es würde trotzdem sehr weh tun, wenn ich mich ranwage und eine solche Schönheit mich abweist. Ich fühl mich so überfordert und klein. Aber komm, sei irgendwie zärtlich zu ihr, ein bisschen.

Sie ist verwirrt: Was is‘n jetzt los? Hat er die Einladung nicht verstanden? Also so schüchtern und beschränkt ist er doch nicht, oder? Oder will er doch nicht so richtig? Mann, ich stehe vor ihm und strahle ihn an. Deutlicher geht‘s nicht. Sicher, verliebt bin ich nicht. Aber er sieht ganz ordentlich aus, ist sehr nett, ein bisschen Kuscheln und Knutschen wäre da schon drin.

Er ringt mit sich: Komm schon, es ist normal, dass Mann Frau toll findet, da ist du kein geiler Bock, kein Lustmolch. Ein bisschen Anfassen ist schon okay. Wenn sie doch nicht will, sagt sie mir das bestimmt so, dass ich es gut ertrage. Ich mach das bestimmt total steif und unsexy. Mann, dieses Kunstwerk, diese strahlende Schönheit darf ich anfassen?

Hm, denkt sie, er scheint mit sich zu kämpfen, das sieht nicht so kühl aus wie bei jemand, der nicht will und das noch nicht sagt, sondern es sieht so aufgewühlt aus wie bei jemandm, der nicht kann. Vielleicht ist er noch schüchterner, als ich dachte. Eigentlich mag ich das nicht, ich stehe auf Männer, die lebhaft sind, die was anbieten, loslegen und ich mache mit oder nicht. Doch bei ihm ...er ist so niedlich und ich spüre ihm so viel Begehren und Zuneigung an, ich kenne ihn schon so weit als Mensch...ich möchte mal sehen, was da kommt, wenn ich ihm entgegenkomme. Sie guckt ihn nicht nur strahlend, sondern auch etwas verführerisch an und geht einen weiteren Schritt auf ihn zu.

Er ist von dieser Ausstrahlung noch mehr geblendet als bisher, gleichzeitig spürt er ihr Entgegenkommen. Er sieht ihr angespannt und intensiv in die Augen, streicht ihr kurz über ihre Schultern und säuselt:
Räusper, „Du...äh...ich finde dich wunderschön... deine tiefen, leuchtenden Augen...ich...ähm… .
Ah, denkt sie, dacht ich mir‘s doch, er traut sich nicht, aber er ist schon näher, jetzt finde ich es spannend, ihn noch mehr aus sich rauszulocken. Sie streift seine Hände scheinbar unwillig ab, dreht sich übertrieben deutlich ein wenig weg und lockt oder zickt: „Das glaube ich dir nicht.“

Er setzt an: „Luise, doch… .“
Moment. Irgendwo hat er gelesen, wenn Frauen so was sagen, meinen sie, man solle es ihnen zeigen, nicht reden. Andreas, jetzt nicht argumentieren, jedenfalls nicht mit Worten, sondern irgendwie körperlich. Überzeuge sie, indem du zärtlich zu ihr bist. Wie...aber...das verbrennt mich...das schaffe ich nicht…ich bin völlig gehemmt...los...zeig ihr zumindest, dass du willst.

Sanft fasst er sie an der Schulter und dreht sie behutsam zu sich, sie lässt es zu. Sie schauen sich intensiv in die Augen und er beugt sich unbeholfen zu ihr, dann weicht er zurück mit hilflosem und begehrendem Blick.

Sie strahlt zurück. Er gibt sich einen Ruck, beugt sich bis auf ein paar letzte Zentimeter zu ihr, bleibt da, sein Blick flackert, sein Herz wühlt seinen Körper um, er meint, kaum noch stehen zu können. Sie küsst ihn kurz auf den Mund. Sie schauen sich an. Er schluckt, schaut verwirrt, ungläubig und entzückt. Sie lächelt einladend. Er  ist immer noch unsicher, beschließt, ihrem Lächeln zu vertrauen und beugt sich diesmal ein wenig schneller als vorher zu ihr, umarmt sie, ist etwas gelöster, wieder kommt sie das letzte Stück zu ihm und sie küssen sich ein paar Sekunden.
Er, stockend: „Schön.“
Sie, warm: „Ja.“
Er atmet tief ein.
Sie: „Das war sehr schwierig für dich, oder?“
Er: „Ja, leider.“
Sie: „Warum? Du bist doch ‘n toller Kerl.“
Er: „Danke… ja, ich muss da noch einiges lernen.“
Sie: „Hauptsache, du taust noch ein bisschen mehr auf.“
Er streicht langsam und tastend über ihre glänzenden und voluminösen Haare und ihr zartes Gesicht, sie lässt es zu und legt ihre Hände auf seine Brust, streicht entlang, er schaut sie hingebungsvoll-genießend-staunend an. Er gibt sich einen Ruck:
„Wollen wir diese Woche in ein Cafe oder in eine Kneipe? Das „Bismarck“ am Bismarckplatz soll sehr schön sein.
Sie: „Klar, gern.“
Er, etwas ungläubig: „Am Freitag gegen 20 Uhr?“
Sie: „Ich freu mich.“
Er guckt sie ungläubig an.
Sie: „Warum so unsicher, ich hab doch „ja“ gesagt.“
Er, immer noch ungläubig: „Ja, ähm, gut.“
Jetzt will er es wissen, würde ein Nein leichter als vorher verkraften, weil er ja viel Zuneigung bekommen hat, zögert, setzt an, weicht zurück, fasst sie dann doch erneut am Hinterkopf, schaut ihr in die Augen, das fällt mächtig schwer, zeigt ihr damit seine Angst und sein Begehren, sieht ihren offenen, neugierigen Blick und küsst sie. Sie legt ihre Hände um seine Seite und ihre Lippen und Zungen gleiten hingebungsvoll ineinander. Er hört mit dem Kuss zuerst auf, traut sich noch nicht zu warten, wann sie aufhört.Sie schauen sich direkt in die Augen, sie offen und erfreut, er verdattert und hingerissen.
„Also dann tschüss, bis heute Abend, war schön, freu mich“, sagt er und
geht verdattert aus ihrem Zimmer.

In ihm wirbelt es, er fühlt sich schwebend, er tapst durch den Flut zurück in sein Zimmer, alles andere scheint egal, er fühlt sich außerhalb der Welt, er ist noch ganz bei ihr. Sie setzt sich zufrieden an ihren Schreibtisch, lächelt und denkt: Na, war doch ganz gut, er ist aus sich rausgekommen, Küssen kann er nicht, aber er kann es mit mir lernen. Auf jeden Fall ist er lieb und ehrlich und halbwegs hübsch, das ist mir wichtig.


3.2)  Ihr Gefühlsausbruch und wie er sich dazu verhalten kann: Version drei

Ein paar Wochen später geht Andreas wieder zu ihr.
Sie fragt: „Hallo, na, wie geht‘s?“ Sie freut sich, offen mit ihm reden zu können, und will ihm unbedingt ihr Herz ausschütten: Sie hat gerade viel Sehnsucht nach einem Freund und hofft, er geht darauf gut ein.
Er leidet gerade sehr darunter, wie immer keine Freundin zu haben. Das möchte er nicht ausgerechnet ihr sagen und antwortet darum eintönig: „Okay, und dir?“
Sie strahlt ihn an, blickte ihn aus umwerfend offenen Augen an: „Ich brauch unbedingt einen Mann.“
Er ist verblüfft von diesem Gefühlsausbruch, so hat sie noch nie davon gesprochen, wirkte auf ihn meist gelassen. Mann, was mach ich jetzt. Sie hat so oft gesagt, sie verbringe lediglich gern Zeit mit mir, sei nicht verliebt. Doch das klingt fast, also würde sie es doch mal probieren wollen. Mann, sie anzufassen, zu streicheln, das wäre wie in Feuer zu fassen. So heiß, dass es einen verbrennen kann. Klar, sie würde es mir verträglich sagen, so gut, wie wir uns verstehen – selbst wenn ich sie falsch verstehe. Es würde trotzdem sehr weh tun, wenn eine solche Schönheit mich abweist. Ich fühl mich so überfordert und klein. Aber komm, sei irgendwie zärtlich zu ihr, wenigstens ein bisschen.
Er strahlt zurück, sieht ihr intensiv in die Augen, legt ihr für zwei Sekunden und vorsichtig seine Hände auf die Schultern und säuselt:
„Luise, deine tiefen, leuchtenden Augen finde ich umwerfend und deine warme und herzliche Art.“
Sie streift seine Hand sanft und bestimmt ab, geht einen Schritt zurück, lächelt weiter, aber kühler: „Du, Andreas, lass das bitte.“ Sie denkt einen Moment nach. „Ich war vielleicht gerade missverständlich. Es ist so, wie ich sagte: Freundschaft ja, mehr nicht. Du bist ein lieber Kerl, ein guter Gesprächspartner, aber mehr für mich nicht.“
Er schluckt, geht auch einen Schritt zurück, guckt unsicher.
„Gut, dass du es sagst. Ist in Ordnung. Ich geh‘ dann erst Mal.“
Raus hier, denkt er, muss mich erstmal sammeln, Abstand gewinnen, meine Gefühle mir sagen können.
Sie kommt ihm sanft und verständnisvoll entgegen: „Ich weiß, dass du traurig bist.“
Er steht an der Tür: „Ja. Hab dich missverstanden. Ich komm mal später wieder oder wir sehen uns so.“
„Ich fände es besser, wenn du noch ein bisschen bleibst. Es ist nichts Schlimmes passiert und wir können ja weiter reden.“
Sie lächelt wieder warm: „Wie gesagt, ich mag dich.“
Er steht unschlüssig, aber schaut auch hoffnungsvoll und überlegt: Hm, naja, eigentlich hat sie recht. Und wenn ich jetzt gehe und wir uns dann wiedersehen, ist es nicht einfacher. Besser jetzt reden und etwas entspannen.
„Eigentlich finde ich es sogar gut, dass du es versucht hast. Bei anderen Frauen muss du es auch versuchen. Bestimmt findest du bald eine. Wie war‘s heute bei der Studentenzeitung? Du machst doch da mit, oder?“
Er fasst sich und erklärt: „Ja, allerdings habe ich bisher den Eindruck, so richtig passe ich nicht da rein: Die schreiben da über viele Themen, die mir recht nebensächlich erscheinen. Auch eine befreundete Studentin hat das gesagt. Immerhin habe ich eine Rezension zu einem Theaterstück geschrieben. Vor ein paar Monaten habe ich mal für ein Stadtmagazin von Heidelberg geschrieben, aber das hat mich zu viel Zeit gekostet und die Tage waren zu zerpflückt.
Wie geht es dir gerade?“
„Ich war vorgestern tanzen, das mache ich so alle zwei bis drei Wochen.
„Gehst du in die Disco oder zu einem Tanzkurs?“
„In die Disco. Da kannst du auch mal mitkommen.“

Er guckt sehr verunsichert: „Damit ich dann da rumstehe oder rumhample, während du tanzt wie eine Göttin und alle Männer dich anmachen?“

Sie kichert: „Danke für das Kompliment, wenn ich eine Göttin bin, kann ich dir helfen, dich zu verkuppeln. Im Ernst, vielleicht lernst du da eine kennen.“

„Ich fühle mich da nicht wohl, weil ich nicht tanzen kann. Lieber gehe ich wohin, wo ich mich wohlfühle. So bin ich auch stark.“

„Wenn du ein paar Mal hingehst, lernst du es vielleicht. Wir können auch mal zusammen tanzen. Und dorthin kommen Leute, weil sie jemanden suchen. So einige tanzen da nur so mittelmäßig und freuen sich, wenn sie dich sehen.“

„Du hast es echt drauf, Menschen zu motivieren, sie anzuregen“

„Toll, dass ich es bei dir schaffe, denn ich mag dich.“

Er verabschiedet sich: „Ich glaub, für heute gehe ich. In die Disco gehe ich mit.“
Er geht aus ihrem Zimmer.

3.3) Und – was hat‘s gebracht? Besseres Flirten bei anderen Frauen? Erfolglos

Er probiert das bei drei, vier Frauen: Er zeigt mehr Zuneigung und berührt sie an am Arm und wartet, ob sie Zärtlichkeiten erwidern oder ihn einladend anlächeln. Taten sie nicht.

Wie, denken Sie jetzt vielleicht, dafür der ganze Aufwand, dafür schreibt er so eine lange Geschichte – nur, um sich zu trauen, eine Frau an der Schulter zu berühren !!!???

Ja, ne, ist verrückt, dass ihm so etwas Leichtes (berühren) so schwerfällt und so viel bedeutet! Nein, nicht ganz, überhaupt das ganze körperliche Flirten, Anbaggern, mehr als freundlich reden...das ist für ihn eine unfassbar schwierige Sehnsucht.
4) Er weiß nicht, warum Gott das zulässt, und findet es sinnlos.

Als er in der Pubertät war und andere Pubertierende heftig an Gott zweifelten oder ihnen Gottesnähe und Kirche egal waren, fühlte er sich ganz wohl damit, Christ zu sein.
Das änderte sich, als er 20 und dann 30 Jahre alt war und immer noch mit keiner Frau zusammen war. Er zweifelt sehr an Gott, v.a. weil die Frau fehlt.

Gott will doch, dass Paare entstehen und bei vielen auch Kinder kommen. Gott hilft doch Menschen und sie hat doch Menschen Sehnsucht gegeben und die Hoffnung, dass sie erfüllt wird. Das Christentum hat diese unfassbare Hoffnung auf Auferstehung, darauf, dass Gott mächtiger als der Tod ist, dass im nächsten Leben alles gut ist und dass schon in diesem Leben Kranke gesunden können, Verzweifelte Hoffnung bekommen können. Christen vertrauen auf einen Gott, der sagt „Es ist schlecht, wenn der Mensch allein ist. Ich will ihm ein Gegenüber machen“ (2. Mose 2, 18).

Was ist Gottes Allmacht? Er hat sie selbst begrenzt. Denn er lässt den Menschen frei, gibt ihm begrenzte Fähigkeiten und einen Willen. Die Bibel erzählt vielfach davon, wie Gott Menschen überzeugen will und es nicht schafft, z.B. Mose und die Profeten. Er will den Menschen dafür gewinnen, nach ihm zu fragen und ihn zu bemerken, ihm zu danken, sein Leid zu klagen und Gott zu bitten. Doch der Mensch hofft gern auf anderes und vertraut anderen. Gleichzeitig erzählt die Bibel, wie Gott eingriff, tötete, belebte, heilte, krank machte und sprach.

Kein/e Partner/in für einige wenige Menschen: Einige wenige Menschen leben unfreiwillig wie ein Mönch (oder römisch-katholischer Priester), sind sexuell ausgehungert, ihnen fehlt total persönlich-intime Nähe, sie sind traurig, wütend und verzweifelt. Andere Menschen hungern nach Nahrung, leiden sie unter Krieg und Verhaftung, müssen für Hungerlöhne arbeiten, finden keine Arbeit, leben jahrelang schwerkrank u.a. Teils sind wir Menschen daran schuld und teils passiert es. Vieles können wir Menschen verbessern und vieles nicht. Wir können Zeit und Geld spenden, Therapien durchführen, Essen und Kleidung anbieten… . Hoffnung, Versöhnung, Liebe oder Frieden passieren dann manchmal.

6) Hilfsangebote, die er kennt und angenommen hat

- eine halbwegs teure Beratung (Coaching), bei der viel körperlich-praktisch geübt wird
- Gemeinsames Essen von Singles, geht 3 Stunden, vier Männer und Frauen sitzen ½ Stunde zusammen, dann wechseln vier davon an einen anderen Tisch, dann nochmal, am Ende treffen sich alle.
- organisierte Spieleabende für Singles Bars
- Psychotherapie
- Seelsorge, Geistliche Begleitung
- bezahlter Sex
- Homöopathie: Konstitutionsbehandlung
- Partnerbörsen
- Kuschelabende

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Kojote
Geschlecht:männlichACME Buchstabenfabrikant

Alter: 31
Beiträge: 721
Wohnort: Wurde erfragt


BeitragVerfasst am: 02.05.2021 12:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich würde dich ja gern konstruktiv unterstützen, Kater, nur habe ich keinen blassen Schimmer, was das Ganze hier darstellen soll.

Abgesehen davon: tl;dr

Was erwartest du dir von diesem Text, und mit welcher Motivation und Erwartungshaltung hast du uns diesen präsentiert? Erst wenn ich darüber Bescheid weiß kann ich meinen Senf dazugeben.

LG
der Kojote


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yoshii
Geschlecht:weiblichSchmierfink


Beiträge: 54



BeitragVerfasst am: 04.05.2021 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich fands gar nicht mal so ununterhaltsam, aber dennoch irgendwie sehr schräg - den Fragen von Kojote muss ich mich aber anschließen.
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Calvin Hobbs
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 231
Wohnort: Deutschland


BeitragVerfasst am: 04.05.2021 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo smile
Hiermit schließe ich mich als Dritter Koyote' Post an.
Diese Art Seelenstriptease, wenn auch nicht in dieser Ausführlichkeit, kenne ich von "Fragenforen" im Netz. Die gängigsten Antworten sind: Geh raus, geh ins Gym, werde Mitglied in einem Verein, mach einen Tanzkurs.
Ansonsten ist das ganz nett geschrieben, hat aber eine wehleidigen Unterton nach dem Motto: Niemand liebt mich - wieso ich?
Wäre es pointiert, ironisch oder gar sarkastisch gefasst, das Feld ist weit für Unterhaltungsliteratur.
So aber ist mir eher unbehaglich bei so viel Selbstfindungsversuchen.
MfG


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Selanna
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 800
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 04.05.2021 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kater,

hier mal ein bisschen konstruktive Kritik:
Zitat:
hat keine Partnerschaft gehabt

Das ist mir so nicht geläufig. Man ist in einer Partnerschaft, das kann man doch nicht haben, oder?
Zitat:
Auch kaum Affäre

Selbst wenn ich annehme, dass das „hat“ in diesem Satz als Prädikat nachwirken soll, ist das kein korrekter deutscher Satz. Er hat auch kaum Affäre? Das geht grammatikalisch nicht.
Zitat:
was kann er besser?

Vielleicht rudern, puzzeln oder vorlesen? Aber was Du meinst ist: Was kann er besser machen (um eine Partnerin zu finden)?

Zur Gliederung: Soll das ein Ratgeber werden und Du stellst hier die ersten Kapitelentwürfe ein?

Beim ersten Kapitel wechselst Du zwischen Präsens und Präteritum. Das ist aus grammatikalischer Sicht falsch. Du musst Dich für eine Zeit entscheiden und sie durchhalten.
Zum ersten Absatz:
Zitat:
In der 12. Klasse machten sie wer sind „sie“? Bisher war nur von Andreas die Rede eine Klassenfahrt. Einmal "Einmal" wann? Auf der Klassenfahrt? Das musst Du anders formulieren fuhren sie mit Paddelbooten. Im Boot Padelboot – Boot: Wortwiederholung saß auch "auch" bezieht sich auf wen? „Sie“ im Satz davor? Wer sind „sie“? Oder auf Andreas? Aber der wurde doch noch gar nicht erwähnt, also läuft das "auch" ins Leere, das geht so nicht Daniela, er Wer ist er? Andreas? Wenn ja, musst Du seinen Namen hinschreiben findet sie recht hübsch und angenehm sympathisch wäre passender, denke ich, sie ist schlank, blond und die recht “recht“ hattest Du erst: Wortwiederholung stille Freundin einer der Klassenschönheiten. Sie Ist „sie“ das undefinierte „sie“ von oben oder jetzt Daniela und Andreas? sprachen nie miteinander – freilich warum ist das „freilich“? redete er sehr wenig mit seinen Mitschüler*innen. Sie fiel ihm auf, aber irgendwie kam er nie darauf, sie kennenzulernen Das ergibt so keinen Sinn. Möglich wäre: er wusste nicht, wie er sie näher kennenlernen sollte. Denn er kennt sie ja, sie ist ja wohl in seiner Klasse. Es geht also ums nähere Kennenlernen. Notfalls ginge noch: er kam nicht darauf, wie er sie näher kennenlernen könnte – aber „nicht darauf kommen“ passt hier im Deutschen nicht wirklich. Oder meinst Du vllt: er kam nie dazu, sie näher kennenzulernen? Das wiederum ginge, hat aber eine andere Bedeutung. Sie saß so hinter ihm, dass ihre Beine wie eine Lehne sein könnten. dass ihre Beine ihm eine Lehne sein könnten – oder – dass ihre Beine wie eine Lehne für ihn standen.
Sie sagt: „Willst du dich bei mir anlehnen?“ Lehne – anlehnen: Wortwiederholung   
Er war völlig überrascht, sagte Nein, so klingt umgangssprachlich  vor seinen Mitschüler*innen – das wäre peinlich, sie waren ihm ja fast alle fremd. Warum sind sie ihm fremd? Das kommt ihm Text nicht rüber. Außerdem ist auch dieser Satz nicht gut formuliert. Eher: Er war überrascht, dass sie ihn das fragte, und verneinte. Vor seinen Mitschüler*innen wäre ihm das peinlich, sie waren ihm ja fast alle fremd.

Weiter habe ich nicht gelesen. Kojote hat es schon erwähnt, der Text ist zu lang. Richtwert für eingestellte Texte sind ca. 2000 Wörter, glaube ich. Steht in den Regeln zum Unterforum „Einstand“. Und, es tut mir leid, das so hart zu sagen, aber der Text spricht mich auch zu wenig an, als dass ich ihn weiterlesen wollte.
Zum Text: Wenn es ein Ratgeber werden soll, musst Du noch ein wenig üben, Deine Art zu schreiben überzeugt noch nicht. Die Sätze sind grammatisch teilweise falsch oder fragwürdig, die Überleitungen und Bezüge fehlen häufig, Du hältst die Zeitform nicht ein, Informationen zum Textverständnis fehlen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll … Lies am besten viele andere Sachbücher und Ratgeber, damit Du ein Gespür dafür bekommst.

Trotzdem viel Erfolg, jeder hat mal angefangen, also lass Dich nicht entmutigen.
Liebe Grüße
Selanna


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Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform. - William Somerset Maugham
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Pickman
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Beiträge: 814
Wohnort: Diaspora


BeitragVerfasst am: 04.05.2021 23:07    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Kater,

an einen konfuseren Einstand kann ich mich nicht erinnern. Geht es um Textkritik? Welcher Text ist dann der zu kritisierende? Geht es um Recherche? Was ist dann die Frage?

Cheers

Pickman


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"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." (Wittgenstein)
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Rike La
Geschlecht:weiblichLeseratte


Beiträge: 147



BeitragVerfasst am: 05.05.2021 09:17    Titel: Antworten mit Zitat

Huch... Na immerhin ist es mal was anderes wink

Ich verstehe nur leider auch nicht, ob es dir um Textkritik geht oder was du ansonsten von uns wissen möchtest...

Vielleicht kannst du das noch klarstellen?

Liebe Grüße
Rike
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Mogmeier
Geschlecht:männlichGrobspalter

Moderator
Alter: 47
Beiträge: 2364
Wohnort: Reutlingen


BeitragVerfasst am: 05.05.2021 22:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Kater,

ich vermute mal, du wolltest hier eventuell auf einen Kontrast zwischen kommentarisch und erzählerisch aufbauen, oder?

Das Ganze würde auch funktionieren, wenn man dabei einen gewissermaßen analytischen Aspekt aufgreift, z.B. im Sinne einer [mathematischen] Beweisführung, für die sich dabei der ‹indirekte Beweis› anbietet. Das heißt, man klatsche eine Hypothese an die Wand und widerlege diese Hypothese im ersten Schritt durch die als Voraussetzung gegebene Annahme des Gegenteils.

Viele Grüße
Mog


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»Nichtstun ist besser, als mit viel Mühe nichts schaffen.«
Laotse
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