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Es juckt


 

 
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Taras
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 75
Beiträge: 54
Wohnort: Am Niederrhein


BeitragVerfasst am: 02.04.2021 14:30    Titel: Es juckt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Frühling fährt uns unters Hemd,
macht alle geil und lose.
Der Wintermuff wird ausgekämmt,
es stürmt in jeder Hose.

Der Täuberich gurrt auf dem Dach,
der Hengst schielt nach den Stuten.
Der Hahn legt alle Hühner flach,
er muss sich ganz schön sputen.

Der Maulwurf gräbt sein Weibchen an,
der Ziegenbock die Ziege.
Der Rammler ist fast immer dran,
am Fenster tut’s die Fliege.

Im Mai kehrt wieder Ruhe ein,
es naht die Sonnenwende.
Es tummeln sich die Kinderlein
im Wald und im Gelände.



_________________
„Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.“ Erich Kästner
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 27
Beiträge: 971



BeitragVerfasst am: 02.04.2021 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

schön smile musste herzhaft lachen und ich denke, das war das ziel dieser zeilen.

lg
patrick


_________________
in unserer welt
gehen wir hin über höllen
und sehen die blumen

"Issa"
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Taras
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 75
Beiträge: 54
Wohnort: Am Niederrhein


BeitragVerfasst am: 03.04.2021 07:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke, Ziel erreicht. Very Happy

LG Taras


_________________
„Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.“ Erich Kästner
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Soleatus
Klammeraffe


Beiträge: 570



BeitragVerfasst am: 03.04.2021 07:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Taras!

Nun weiß man ja, dass du dich dem kreuzgereimten Vierzeiler verschrieben hast und mit anderen Vorschlägen gar nicht zu kommen braucht (na gut, aber nur in Klammern: Ich könnte mir das auch als Sonett vorstellen); manchmal, und hier, im Gegensatz zu "Du", eben auch, habe ich aber das Gefühl, das tiefe Vertrautsein mit der Form führt dazu, dass ihre Erfüllung die inhaltlichen Anforderungen des Textes "überschreibt". Ein Beispiel scheint mir die letzte Strophe, in der V2 und V4 auf mich wie reine Füllverse wirken. Welchen inhaltlichen Grund hat die "Sonnenwende"? Die Tage werden düsterer, weil es nicht mehr "in der Hose stürmt"?! Und warum "Wald"? Keines der angeführten Tiere lebt da ... Und dann "Gelände" (schließt "Wald" ein, denke ich?!), was den Text schließt, aber nicht nachdrücklich, sondern nur reimerfüllend als ein sehr allgemeines Wort.

Rein inhaltlich finde ich etwas schade, dass es nur in männlichen Hosen "stürmt", während die "holde Weiblichkeit" klischeehaft auf eine hinnehmende / erduldende Rolle beschränkt wird in diesem Frühlings-Drama.

Gruß,

Soleatus
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Taras
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 75
Beiträge: 54
Wohnort: Am Niederrhein


BeitragVerfasst am: 03.04.2021 09:26    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Soleatus,

Soleatus hat Folgendes geschrieben:
Hallo Taras!

Nun weiß man ja, dass du dich dem kreuzgereimten Vierzeiler verschrieben hast und mit anderen Vorschlägen gar nicht zu kommen braucht


das würde ich nicht sagen, ich hoffe, ich werde dich bald vom Gegenteil überzeugen können, ob sich dieser Text allerdings für ein Sonett eignet, da bin ich mir nicht sicher.
Du fragst, welchen inhaltlichen Grund die "Sonnenwende" hat. Nun, da ist der Frühling definitiv zu Ende und - natürlich nur in der Tierwelt - ist der Trieb zur Erhaltung der Art (vielleicht bis auf wenige Ausnahmen) erloschen.

    Soleatus hat Folgendes geschrieben:
    Und warum "Wald"? Keines der angeführten Tiere lebt da

Ich will mich nicht herauswinden, aber kann man die aufgeführten Tiere nicht als stellvertretend für die gesamte Tierwelt sehen?

    Soleatus hat Folgendes geschrieben:
    "Gelände schließt den Wald ein"

Da kann ich dir nicht widersprechen, Punkt für dich!

Ganz sicher stürmte es auch in weiblichen (menschlichen) Hosen, im Tierreich allerdings sind es die männlichen Vertreter, die sich z.T. wie wild gebärden, wogegen der weibliche Part meistens nur beobachtet und prüft, bevor er sein "Ja-Wort" gibt.

Danke, dass du dich so intensiv und konstruktiv mit dem Gedicht befasst hast.

LG Taras


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HierKommtKurt
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 56
Beiträge: 113
Wohnort: Prenzlauer Berg


BeitragVerfasst am: 03.04.2021 18:03    Titel: Antworten mit Zitat

Das stimmt schon, aber in der ersten Zeile sagst du uns und setzt die Menschen damit den Tieren gleich.

(Und schlägst dann auch noch in der vorletzten Zeile der letzten Strophe mit Kinderlein den Bogen.)


Ich wünsche mir, daß die Menschenweibchen ihre Sexualität selbstbestimmter ausleben, denn ich bin schüchtern.
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Taras
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 75
Beiträge: 54
Wohnort: Am Niederrhein


BeitragVerfasst am: 03.04.2021 18:34    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

HierKommtKurt hat Folgendes geschrieben:
Das stimmt schon, aber in der ersten Zeile sagst du uns und setzt die Menschen damit den Tieren gleich.

Ist es so besser?

Der Frühling macht die Tiere scharf,
fährt allen in die Lenden.
Ein jedes Mannsbild, wenn es darf,
will seinen Samen spenden.
HierKommtKurt hat Folgendes geschrieben:
Ich wünsche mir, daß die Menschenweibchen ihre Sexualität selbstbestimmter ausleben, denn ich bin schüchtern.

Dann setze die richtigen Signale! Laughing

LG Taras


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HierKommtKurt
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 56
Beiträge: 113
Wohnort: Prenzlauer Berg


BeitragVerfasst am: 03.04.2021 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Taras hat Folgendes geschrieben:
HierKommtKurt hat Folgendes geschrieben:
Das stimmt schon, aber in der ersten Zeile sagst du uns und setzt die Menschen damit den Tieren gleich.

Ist es so besser?

Der Frühling macht die Tiere scharf,
fährt allen in die Lenden.
Ein jedes Mannsbild, wenn es darf,
will seinen Samen spenden.



Nein, das ist nur schlechter und unterstreicht das, was Soleatus gemeint hat, noch besser.


Deine ursprüngliche erste Strophe ist gut, aber die Einsprüche von Soleatus sind nicht von der Hand zu weisen, abgesehen von der Sonnenwende, denn das war ja klar.




HierKommtKurt hat Folgendes geschrieben:
Ich wünsche mir, daß die Menschenweibchen ihre Sexualität selbstbestimmter ausleben, denn ich bin schüchtern.

Dann setze die richtigen Signale! Laughing

Aber dann bin ich ein AlphaMännchen, doch das will ich nicht sein.


LG Kurt
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Taras
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 75
Beiträge: 54
Wohnort: Am Niederrhein


BeitragVerfasst am: 04.04.2021 08:16    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

HierKommtKurt hat Folgendes geschrieben:



Nein, das ist nur schlechter und unterstreicht das, was Soleatus gemeint hat, noch besser.


Deine ursprüngliche erste Strophe ist gut, aber die Einsprüche von Soleatus sind nicht von der Hand zu weisen, abgesehen von der Sonnenwende, denn das war ja klar.


Die Formulierung "ein jedes Mannsbild" soll sich nur auf die Tierwelt beziehen, aber das kommt wohl nicht so rüber. Ich werde also weiter grübeln.

Ich wünsche Frohe Ostern
Taras


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HierKommtKurt
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 56
Beiträge: 113
Wohnort: Prenzlauer Berg


BeitragVerfasst am: 04.04.2021 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

Oh, du hast einen Sinn für Ironie.
Das mag ich so an dir, Taras Bulba.
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Taras
Geschlecht:männlichWortedrechsler

Alter: 75
Beiträge: 54
Wohnort: Am Niederrhein


BeitragVerfasst am: 04.04.2021 14:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

HierKommtKurt hat Folgendes geschrieben:
Oh, du hast einen Sinn für Ironie.


Das habe ich völlig ernst gemeint, HKK.


_________________
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HierKommtKurt
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 56
Beiträge: 113
Wohnort: Prenzlauer Berg


BeitragVerfasst am: 06.04.2021 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

...
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Peter0185
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 37
Beiträge: 16
Wohnort: Heppenheim


BeitragVerfasst am: 29.08.2021 10:54    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Taras,

Dein Gedicht besteht aus Kreuzreimen, die Du konsequent umgesetzt hast. Die ungeraden Verse (1,3,5 etc.) bestehen aus 8, die geraden Verse (2,4,6 etc.) aus sieben Silben. Das ist schon eine Kunst, das so hinzubekommen.

Die erste Strophe verstehe ich als Einleitung, als einen Übergang vom lustlosen Winter in den hitzigen Frühling.

Die dritte und vierte Strophe beschreibt dann den Akt. In der vierten Strophe klingt das Ganze aus, wobei die Früchte aller Anstrengungen ersichtlich werden.

Kritik kann ich keine hinzufügen, weil Dein Gedicht in meinen Augen technisch einwandfrei ist.

LG
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