15 Jahre Schriftstellerforum!
 
Suchen
Suchabfrage:
erweiterte Suche

Login

Jetzt erhältlich! Eine Anthologie von und mit unseren Usern. Jetzt bestellen! Die erste, offizielle DSFo-Anthologie! Lyrikwerkstatt Das DSFo.de DSFopedia


Erstversuch in neuem Genre

 

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Selbsthilfe -> Plot, Handlung und Spannungsaufbau
 Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
joachim Tritschler
Geschlecht:männlichGänsefüßchen

Alter: 62
Beiträge: 47
Wohnort: Raum Freiburg im Breisgau


BeitragVerfasst am: 10.01.2021 12:31    Titel: Erstversuch in neuem Genre eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

seit einigen Jahren liegt mir meine bessere Hälfte damit in den Ohren, dass ich mich auch einmal mit einem Krimi beschäftigen soll. Ich habe es lange genug geschafft, mich davor zu drücken. Gegen Ende vergangenen Jahres habe ich mich dafür entschieden, und lese gerade wieder einen Krimi.
Mittlerweile habe ich eine fertige Geschichte im Kopf, einen beinahe fertigen Plot, aber dennoch gibt es Dinge welche geklärt werden müssen.

In den bisherigen Krimis die ich gelesen habe, ist vorne ein sogenannter Prolog das erste was man zu lesen bekommt. Ich kann nicht, oder momentan noch nicht beurteilen, ob das als Standard dazu gehört. Ich kann derzeit nur sagen dass eben dieser Prolog in meinem Kopf mehr Unordnung stiftet als nötig.
Wie seht ihr das? Gehört das zwingend dazu und vergleicht man das mit einem Vorwort beispielsweise wie bei einem Sachbuch.

Für ein bisschen Aufklärung wäre ich mehr als froh.

Ansonsten euch allen noch ein frohes neues Jahr und bleibt gesund.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1388



BeitragVerfasst am: 10.01.2021 12:44    Titel: Antworten mit Zitat

Prologe kann man immer weglassen. Man muss die Informationen halt später anders vermitteln.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mumienfreund
Leseratte


Beiträge: 103



BeitragVerfasst am: 10.01.2021 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Kommt darauf an, wozu der Prolog dient. In vielen Büchern (Genreliteratur) ist der Prolog nämlich gar keiner, sondern ist ein "cold open". D.h. eine actionreiche Szene die man voranstellt, um den Leser nicht mit der meist eher gemächlicher daherkommenden Exopsition zu langweilen. Ein Appetizer sozusagen.
Dient in erster Linie dazu die interessierten Leser zugreifen zu lassen. Verzichtbar, wenn man gleich mit einer interessanten Szene beginnt, die neugierig auf mehr macht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Logan
Geschlecht:männlichSchmierfink


Beiträge: 76



BeitragVerfasst am: 10.01.2021 13:19    Titel: Antworten mit Zitat

Mumienfreund hat Folgendes geschrieben:
Kommt darauf an, wozu der Prolog dient. In vielen Büchern (Genreliteratur) ist der Prolog nämlich gar keiner, sondern ist ein "cold open". D.h. eine actionreiche Szene die man voranstellt, um den Leser nicht mit der meist eher gemächlicher daherkommenden Exopsition zu langweilen. Ein Appetizer sozusagen.
Dient in erster Linie dazu die interessierten Leser zugreifen zu lassen. Verzichtbar, wenn man gleich mit einer interessanten Szene beginnt, die neugierig auf mehr macht.


Wenn der erste Akt im Geschehen startet und nicht am Morgen beim Aufstehen brauchst du kein Prolog. Viele Ratgeber raten ohnehin davon ab.


_________________
"Omega: Das Erbe der Gottmaschine" von Oscar Winter. Im Hybrid Verlag erschienen.

»Ernest Hemingway hat mal geschrieben: Die Welt ist so schön, und wert, dass man um sie kämpft. Dem zweiten Teil stimme ich zu.«
William Somerset
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Gerling
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 55
Beiträge: 2098
Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 10.01.2021 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Logan hat Folgendes geschrieben:
Mumienfreund hat Folgendes geschrieben:
Kommt darauf an, wozu der Prolog dient. In vielen Büchern (Genreliteratur) ist der Prolog nämlich gar keiner, sondern ist ein "cold open". D.h. eine actionreiche Szene die man voranstellt, um den Leser nicht mit der meist eher gemächlicher daherkommenden Exopsition zu langweilen. Ein Appetizer sozusagen.
Dient in erster Linie dazu die interessierten Leser zugreifen zu lassen. Verzichtbar, wenn man gleich mit einer interessanten Szene beginnt, die neugierig auf mehr macht.


Wenn der erste Akt im Geschehen startet und nicht am Morgen beim Aufstehen brauchst du kein Prolog. Viele Ratgeber raten ohnehin davon ab.


Hört mir auf mit diesen „Ratgebern“. Ist euch schon mal aufgefallen, das nicht ein einziger Ratgeber von jemanden geschrieben worden ist, der sich erfolgreicher Autor nennen kann? Die besten Tipps kann man auf der Homepage von Andreas Eschbach finden.


_________________
Das Programm - Bookspot Verlag (Juli 2014)
Falsche Fährten - Bookspot Verlag (Juli 2015)
Sieben Gräber - Bookspot Verlag (März 2016)
Die Farm - Bookspot Verlag (Sep 2017)
Die Ewigen (Juni 2018)
Architekt des Bösen - Edition M (Aug 2019)
Tag X - Bookspot Verlag (2020)
Caldera - Bookspot Verlag (März 2021)
Brandmal - Rowohlt Verlag (Okt 2021)
Das Phantom - Rowohlt Verlag (Okt 2021)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Willebroer
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3703
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 10.01.2021 13:45    Titel: Antworten mit Zitat

Nicht jeder Prolog wird auch so genannt. Und solange man immer wieder Prologe in Krimis findet und die sich trotzdem verkaufen, kann es nicht gar so falsch sein.

Meist sind Prologe aus einer anderen Perspektive geschrieben (bei Krimis z. B. des Opfers/Täters). Wenn man nur einmal die Perspektive wechselt, kann man das gut mit einem Prolog tun.

Stefanie hat Folgendes geschrieben:
Prologe kann man immer weglassen. Man muss die Informationen halt später anders vermitteln.


Weglassen kann man alles, was überflüssig ist, egal wie das heißt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mumienfreund
Leseratte


Beiträge: 103



BeitragVerfasst am: 10.01.2021 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Gerling hat Folgendes geschrieben:


Hört mir auf mit diesen „Ratgebern“. Ist euch schon mal aufgefallen, das nicht ein einziger Ratgeber von jemanden geschrieben worden ist, der sich erfolgreicher Autor nennen kann? Die besten Tipps kann man auf der Homepage von Andreas Eschbach finden.


Von Ratgebern schrieb ich nichts. Das mit dem Prolog und dem Cold open stammt von Brandon Sanderson, der mit Sicherheit mehr Bücher verkauft als Andreas Eschbach. Er rät weder zu noch ab, sondern erklärt schlichtweg die Funktion, der diese Art der Eröffnung dient. Es kommt auf das Buch an, ob es einem sinnvoll erscheint oder nicht.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Gerling
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 55
Beiträge: 2098
Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 10.01.2021 17:47    Titel: Antworten mit Zitat

Mumienfreund hat Folgendes geschrieben:
Gerling hat Folgendes geschrieben:


Hört mir auf mit diesen „Ratgebern“. Ist euch schon mal aufgefallen, das nicht ein einziger Ratgeber von jemanden geschrieben worden ist, der sich erfolgreicher Autor nennen kann? Die besten Tipps kann man auf der Homepage von Andreas Eschbach finden.


Von Ratgebern schrieb ich nichts. Das mit dem Prolog und dem Cold open stammt von Brandon Sanderson, der mit Sicherheit mehr Bücher verkauft als Andreas Eschbach. Er rät weder zu noch ab, sondern erklärt schlichtweg die Funktion, der diese Art der Eröffnung dient. Es kommt auf das Buch an, ob es einem sinnvoll erscheint oder nicht.

Warum fühlst du dich angesprochen?


_________________
Das Programm - Bookspot Verlag (Juli 2014)
Falsche Fährten - Bookspot Verlag (Juli 2015)
Sieben Gräber - Bookspot Verlag (März 2016)
Die Farm - Bookspot Verlag (Sep 2017)
Die Ewigen (Juni 2018)
Architekt des Bösen - Edition M (Aug 2019)
Tag X - Bookspot Verlag (2020)
Caldera - Bookspot Verlag (März 2021)
Brandmal - Rowohlt Verlag (Okt 2021)
Das Phantom - Rowohlt Verlag (Okt 2021)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
jon
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 54
Beiträge: 258
Wohnort: Leipzig


BeitragVerfasst am: 23.02.2021 18:26    Titel: Antworten mit Zitat

Gerling hat Folgendes geschrieben:

Hört mir auf mit diesen „Ratgebern“. Ist euch schon mal aufgefallen, das nicht ein einziger Ratgeber von jemanden geschrieben worden ist, der sich erfolgreicher Autor nennen kann?

Ich bin auch kein Fan von "irgendwelchen Ratgebern"(*), aber dieses Argument ist nicht stichhaltig. Nicht der beste Sportler ist der beste Trainer, sondern der beste Trainer ist der beste Trainer. Zu einem erfolgreichen Autor gehört einiges mehr als das analytische Wissen um die Ausführung - z. B. Geschichten und Themen, die bei Lesern ankommen. Zum anderen gehört weniger dazu: Der Ratgeber muss erklären und vermitteln, wie es geht, der Autor muss es "einfach nur können" (dazu muss ihm im Extremfall nicht mal bewusst sein, welche Regeln und Tricks er da anwendet.)

(* Oft erzählen sie Falsches oder nur Halbrichtiges und/oder werden von den Lernenden falsch verstanden.)


_________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt. (Klaus Klages)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Willebroer
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3703
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 23.02.2021 19:20    Titel: Antworten mit Zitat

Um zu merken, ob es schmeckt, braucht man kein Koch zu sein.

Wenn es aber nicht schmeckt, dann können Fachkenntnisse bei der Ursachenforschung nützlich sein.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Maunzilla
Klammeraffe


Beiträge: 953



BeitragVerfasst am: 23.02.2021 22:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe Prologe bislang erst zweimal eingesetzt. Und zwar um ein Ereignis, das etliche Jahre in der Vergangenheit liegt, aber für die aktuelle Handlung essentiell ist, zu schildern.

Ein weiterer Verwendungszweck eines Prologes wäre es, eine Rahmenhandlung aufzusetzen. In einer Kriminalerzählung beispielsweise könnten sich zwei Ermittler treffen und der eine berichtet, was sich damals zugetragen hatte, als er jenen Fall untersuchte.


_________________
"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Taranisa
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 51
Beiträge: 1460
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 25.02.2021 10:02    Titel: Antworten mit Zitat

Prolog und der dann zwingend dazugehörige Epilog (so habe ich es mal gelesen, bislang jedoch noch nicht angewendet) bilden einen Rahmen um die eigentliche Geschichte. Pro- und Epilog setzen sich meist zeitlich vom Rest ab.
Spontanes Beispiel:
Prolog: "Knastologe" wird von Mitgefangenem gefragt, was er verbrochen hat,
Hauptgeschichte: genauer Bericht des "Knastologen" von Vorbereitung Tat bis erwischt werden,
Epilog: wie es im Gefängnis weitergeht.


_________________
"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
"Die Ehre des Henkersweibs", Burgenwelt Verlag, ET 12/20
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 68
Beiträge: 5116
Wohnort: 50189 Elsdorf/Rhld.
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 25.02.2021 10:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde auch, dass Prologe und Epiloge in den meisten Fällen unnötig sind.

_________________
LG
Ralphie
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Taranisa
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 51
Beiträge: 1460
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 25.02.2021 10:38    Titel: Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Ich finde auch, dass Prologe und Epiloge in den meisten Fällen unnötig sind.

Richtig, falls eine Vorgeschichte notwendig ist, kann diese auch "Kapitel 1" genannt werden. Kapitel 2 könnte dann beginnen mit "Zehn Jahre später ...".
Alles andere würde ich an den passenden Stellen in der Geschichte selbst einbauen.


_________________
"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
"Die Ehre des Henkersweibs", Burgenwelt Verlag, ET 12/20
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Selbsthilfe -> Plot, Handlung und Spannungsaufbau Alle Zeiten sind GMT - 11 Stunden
Seite 1 von 1



 
 Foren-Übersicht Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
In diesem Forum darfst Du Ereignisse posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Welchem Genre ordnet Ihr meine Romane... Anna Schweizer Diskussionen zu Genre und Zielgruppe 8 16.02.2021 14:57 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge das passende Genre finden... floko Genre, Stil, Technik, Sprache ... 26 15.11.2020 14:12 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Das arme Genre Jugendbuch Lilijune Agenten, Verlage und Verleger 28 02.11.2020 14:03 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Jugendbuch oder science fiction - gen... Ca_Su_ Genre, Stil, Technik, Sprache ... 14 16.09.2020 22:18 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Alle Bücher unter Pseudonym oder ande... Tahoe Profession Schriftsteller (Leid und Lust) 12 11.07.2020 18:41 Letzten Beitrag anzeigen

EmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungBuchEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungBuchEmpfehlung

von Probber

von Gießkanne

von Nicki

von Literättin

von spinat.ist.was.anderes

von Valerie J. Long

von Maestro

von Soraya

von BirgitJ

von madrilena

Impressum Datenschutz Marketing AGBs Links
Du hast noch keinen Account? Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!