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Nachts halb Zwei


 

 
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Elena
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 79
Beiträge: 182
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 05.02.2021 16:29    Titel: Nachts halb Zwei eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Bin aufgeschreckt aus einem Traum.
Verstehe nicht, was mir geschehen.
Um mich die Wände nur, der Raum –
ein Traum, kann der mir nahegehen?

Durchs Fenster blickt der Mond herein.
Im Hause nichts als tiefe Stille.
Ich seh mich um, ich bin allein –
ach was, der Traum war eine Grille.

Des Tages Kummer, der mich plagt,
erinnert nachts sich mit Gestalten,
als ob die Seele mir dann sagt,
sie sei ein bisschen ungehalten.

Stumm steh ich vor dem Fenster jetzt,
versuch mich langsam einzufangen.
Doch ein Gefühl (wie leicht verletzt)
gibt Rätsel auf und lässt mich bangen.

Dort drüben gehen Lampen aus.
Der Nebel wird jetzt immer dichter.
Ich glaub, nun schläft das ganze Haus.
Ein paar Laternen streuen Lichter.

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Babella
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 58
Beiträge: 719

Das goldene Aufbruchstück Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 05.02.2021 23:52    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schön eingefangen, diese unwirkliche Situation nachts, wenn Gespenster kommen, Träume, Stimmungen, Eindrücke, alles so verschwommen und doch: Sie geben ein Zeichen.

Danke fürs Einstellen. Es ist immer schön, wenn man mitschwingen kann.
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Elbenkönigin1980
Klammeraffe


Beiträge: 925



BeitragVerfasst am: 06.02.2021 00:25    Titel: Antworten mit Zitat

Wow, das gefällt mir echt gut.
Ich bin um diese Zeit immer noch auf und finde mich in diesem tollen Gedicht total wieder, genauso fühle ich mich oft wenn ich aus dem Fenster schaue um diese Zeit.
Danke fürs Reinstellen, war echt schön zu lesen Very Happy
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CarolinMai
Gänsefüßchen


Beiträge: 22
Wohnort: Oberösterreich


BeitragVerfasst am: 10.02.2021 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Gern gelesen
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funkentanz
Geschlecht:weiblichGänsefüßchen

Alter: 55
Beiträge: 20
Wohnort: Seewen, Schweiz


BeitragVerfasst am: 13.02.2021 04:04    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr schönes Gedicht. Es gefällt mir, wie der Verstand mit dem Gefühl hadert, das sich scheinbar übertrieben stark mit dem Traum beschäftigt, den man doch als Lappalie abtun will, der aber eine Stimmung hinterlässt. Und die Natureindrücke sind wunderbarv hineinverwoben.
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Peter Hort
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 34
Beiträge: 135
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 21.02.2021 17:19    Titel: Hallo Elena. Antworten mit Zitat

Ein sehr schönes Gedicht, das mich an die ganz großen Dichterinnen der 30er Jahre denken lässt. Wunderbar eingefangen im Wasserglas der Zärtlichkeit. Unbefangen und doch nicht naiv.

Freundschaftliche Grüße

Peter


_________________
Wenn man es besser machen kann, dann soll man`s besser machen.
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HierKommtKurt
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 55
Beiträge: 163
Wohnort: Prenzlauer Berg


BeitragVerfasst am: 23.02.2021 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann mich nur anschließen, mir gefällt das Gedicht auch.

Aber die erste Zeile ist etwas umständlich, natürlicher klingt:

Ich schrecke auf aus einem Traum

Damit wäre auch das Problem der Persperktive geklärt:

was mir ergehen ist Vergangenheit, also als ob du vor 10 Jahren aus einem Traum aufgeschrocken worden bist.
Aber es passiert ja jetzt.


Vielleicht ist es so stärker:

Ich schrecke auf aus einem Traum,
verstehe nicht, was mir geschieht


Dann springt mir der Traum direkt ins Gesicht.
Der Reim ist zwar futsch, doch auf geschieht reimen sich auch viele schöne Sachen
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