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Nummer 11 – Das Licht der neuen Zeit


 

 
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Schlomo
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 64
Beiträge: 181
Wohnort: Waldperlach


BeitragVerfasst am: 18.10.2020 18:00    Titel: Nummer 11 – Das Licht der neuen Zeit eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nummer 11 – Das Licht der neuen Zeit

Ewut Umleh Ewarg saß am 4. Mai 2055 zusammen mit anderen Kosmophilosophen in Raum Nummer 11, einem der Besprechungsräume des IDI, des Instituts für Dadaismus und Informatik in München, von dem aus die meisten und genialsten Ideen das Institut verlassen. Eigentlich war es ja eine der unzähligen Kaffeeküchen des Instituts, aber da man hier immer irgend welche Leute traf, waren sie ideal für Besprechungen jeder Art geeignet. Und berüchtigt als Ideenschmiede.

Sein Kollege Nob Postman klopfte seinem Kaffeelöffel gegen seine Tasse, erzeugte damit ein Art Klingeln, was die Diskussionen seiner Freunde zum Erliegen brachte.
»Nachdem jetzt vermutlich bald andere Planeten besiedelt werden, und dort die Jahreslänge anders sein wird als auf der Erde, muss eine neue Zeitrechnung her. Etwas wie das Julianisches Datum, nur  universeller. Später werden noch ein paar Astrophysiker und Astronomen dazu kommen, vielleicht auch ein Mathematiker, aber erst sollten wir uns mal Gedanken machen, wie eine solche Zeitrechnung prinzipiell aussehen könnte.«

Anja Keller nickte: »Das Julianische Datum ist schon mal nicht schlecht. Aber wir sollten den Nullpunkt weit in die Vergangenheit vorverlegen, damit wir nicht irgendwann das Problem bekommen, mit negativem Datum arbeiten zu müssen.«

Tamara Trefil stimmte ihr zu: »Zu dem Schluss bin ich auch schon gekommen. Und da ich nicht gerne halbe Sachen mache, sollte die Zählung beim Urknall zu beginnen. Es ist dann die Zeit SDUK – Seit dem UrKnall.«

Nob kratzte sich am Kinn: »So ganz genau weiß man doch gar nicht, wann der Urknall war. Nennen wir es besser SKNDUK – Seit kurz nach dem Urknall.«

Ewut schüttelte entschieden den Kopf: »Und wenn wir uns irren? Wenn wir unseren Nullpunkt ein paar Millionen Jahre zu spät, oder noch schlimmer, zu früh ansetzen? Außerdem ist SKNDUK unaussprechlich. Ich schlage daher vor, den Nullpunkt USDU – Ungefähr seit dem Urknall zu nennen, weil eh kein Schwein weiß, wann er sich genau ereignete. Damit machen wir uns bei Aliens, die es vielleicht besser wissen, nicht ganz so lächerlich.«

Die Idee gefiel den anderen offensichtlich. Zumindest kam ein zustimmendes
»Perfekt!«
»Post! Äh, passt!«
»So machen wir es.«

Da das somit geklärt war, warf Anja Keller einen fragenden Blick in die Runde:
»Weiß eigentlich jemand, wo genau der Urknall stattfand?«
Ewut sah sie ernst und wissen an: »Ja. Ein alter Freund hat es mir mal verraten.« Dann hielt er die Hand auf, deutete mit dem Zeigefinger der anderen auf einen Punkt oberhalb der Handfläche. »Genau hier!«
»Ja, dann.«

Ein Student der Physik, der am IDI seine Diplomarbeit schrieb und sich gerade einen Kaffee holte, - Der Kaffeeverbrauch am IDI war legendär. Angeblich lag dessen Anteil am Münchner Kaffeebedarf bei etwa 30%. Woran sich Ewut Umleh Ewarg jedoch nicht beteiligte. Der trank nur Tee. Aber das hatte historische Gründe, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen. - schüttelte irritiert den Kopf. Was  jedoch niemand bemerkte.


Tamara Trefil grübelte: »Ob sich das durchsetzt?«
Ewut zuckte mit den Schultern: »Erklären wir es eben zum Provisorium.«
Da musste ihm der Postman zustimmen: »Gut. Bekanntlich hält nichts so lange wie ein Provisorium.«
Und Anja Keller stellte überzeugt fest: »Gebongt.«

Wolfi Heintz, der es hasste, wenn man ihn Wolfi nannte, und der gerade an seiner Doktorarbeit bastelte – ein Thema aus dem Bereich Astrophysik, das eh niemand verstand – betrat die Kaffeeküche, wollte gerade seinen Becher auffüllen, als er bemerkte, dass hier anscheinend eine spannende Diskussion am Laufen war. »Klingt interessant. Worum geht es?« fragte er mehr höflich als neugierig.
Ewut grinste ihn an: »Wir führen gerade eine neue Zeitrechnung ein.«
»Spannend!« begeisterte sich Heintz. »Von den bisherigen Zeitrechnungen sind ein paar so derart tierisch gekrasht, das Problem jagt uns jetzt schon viel zu lange, da wird es echt Zeit, mal was Vernünftiges einzuführen.«
»Finden wir auch«, beeilte sich Anja zu erwidern. Und dann begannen die vier, Heintz ihr Konzept zu erläutern.

»Und was habt ihr als kleinste Einheit geplant?« wollte Heintz ergänzend wissen.
Ewut, der sich wunderte, dass sie noch nicht daran gedacht hatten: »Eine Tageszählung wie beim Julianischen Datum wäre zu terrazentrisch. Vielleicht Sekunden.«
Heintz dachte einem Moment lang nach. »Die natürliche kleinste Zeitdauer wäre die Planckzeit. Aber dann muss man immer so riesige Exponenten mitschleppen. Bei Sekunden auch, wenn die Zählung über 14 Milliarden Jahre laufen soll. Das wären dann bis heute rund 4 mal 10 hoch 17 Sekunden. Aber mal nachdenken. Wenn ihr die Zeit in Epochen einteilt, wird es etwas weniger.«
Ewut spielte geistesabwesend mit seine Teetasse: »Wie meinst du das mit den Epochen?«
»Als lineares Zeitmaß wäre das eine 17 stellige Dezimalzahl, wenn ihr das Universum zeitlich in sagen wir 10.000 Epochen einteilt, wäre die Zahl jeweils nur 12 Stellen lang. Hm. Viel gewinnt man dadurch nicht. Andererseits verliert man dadurch den Vorteil eines durchgehenden Maßes. Und da man es ja nur braucht, um von einem Kalender in einen anderen umzurechnen, wird man die Zahl ja nicht oft benutzen. Daher scheint mir eure ursprüngliche Idee durchaus geeignet zu sein.«
Ewut bemerkte den nachdenklichen Blick im Gesicht von Heintz: »Aber?«

»Habt ihr schon überlegt, wie ihr die Zeit in weit auseinander liegenden Planetensystemen synchronisieren wollt?« stellte Heintz eine zwingende Frage.

Anja kratze sich an einer Augenbraue: »So richtig nachgedacht haben wir darüber noch nicht.«
Das hatte Heintz schon erwartet. Philosophen eben: »Die TSA plant gerade einen Zeitzeichen Hypersender. Das ist technisch nicht so extrem aufwändig, wie es sich anhört. Damit hat man eine aktive Hypergleichzeitigkeit.«

»Hypergleichzeitigkeit?« kam die erstaunte Gegenfrage von Tamara. Sie klang, als hätte sie davon noch nie gehört. Ewut dagegen schon. Noch bevor Heintz etwas sagen konnte, grinste er: »Es gibt drei Arten von Gleichzeitigkeit: Die bürgerliche, bei man sich keine Gedanken machen muss, die relativistische, die Einstein erfunden hat und die Hypergleichzeitigkeit, die – hm,  die -«
Hier kam ihm Heintz zu Hilfe:
»Gleichzeitigkeit hat etwas mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Information zu tun. Stell dir vor, es gäbe in Bayern noch so viele Dörfer wie früher® und du stehst auf einem Hügel, von dem aus du drei Dörfer sehen kannst. Sie liegen alle an einer langen geraden Straße, die von dir weg führt. Das erste Dorf ist 1km entfernt, das zweite 2km, und das dritte 3km. In jedem Dorf steht ein Kirchturm mit einer Uhr, die um ganz genau 12 Uhr Mittag schlägt. Es ist Mittag, du hörst die erste Uhr schlagen. Nach drei Sekunden schlägt die zweite, und nach weiteren drei Sekunden hörst du die dritte. Das war also nicht gleichzeitig. Oder etwa doch? Vielleicht hatten die Kirchturmuhren damals Sekundenzeiger, und wenn ja, dann steht der Sekundenzeiger der ersten Uhr auf 3 Sekunden nach Zwölf, wenn du sie schlagen hörst, bei der zweiten auf 6 Sekunden und bei der dritten auf 9 Sekunden. Wenn du am nächsten Tag in das mittlere Dorf gehst, hörst du die Glocke zu dem Zeitpunkt schlagen, in dem der Sekundenzeiger auf zwölf steht. Dann dauert es drei Sekunden, bis du die Glocken von Dorf eins und drei gleichzeitig hörst. So seltsam ist das mit der Gleichzeitigkeit.

Bei Einsteins relativistischer Gleichzeitigkeit verhält es sich genau so, nur dass die Informationen diesmal mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden. Kannst das Gedankenexperiment ja mit drei Raumschiffen wiederholen, die jeweils zehn Lichtminuten voneinander entfernt sind. Kompliziert wird es, wenn sich die Raumschiffe auch noch bewegen. Speziell, wenn die Geschwindigkeiten bei mehr als ein paar Prozent der Lichtgeschwindigkeit liegen. Aber um sich das zu veranschaulichen gibt es das Minkowsky Diagramm. Dann zur Kausalität. In diesem Diagramm stehen nur Ereignisse in kausalem Zusammenhang zueinander, wenn sie sich alle im Lichtkegel oberhalb der 45° Linie befinden. Der Grund ist: Mit Lichtgeschwindigkeit kann man keinen Ort in der Raumzeit unterhalb dieser Geraden erreichen.

Aber: Wenn man sich mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen kann, geht das sehr wohl. Wenn man sich ansieht, wie in unserem Universum Überlichtgeschwindigkeit funktioniert, sie eigentlich keine Geschwindigkeit, sondern ein instantaner Vorgang ist, kann man leicht beweisen, dass ein Antitelefon, also ein Gerät, mit dem man Informationen in die Vergangenheit senden kann, nicht möglich ist. Der Grund ist, dass bei Übertragungsgeschwindigkeiten gegen Unendlich die Lorentztransformationen kollabieren, also keine Übertragungszeit berechenbar ist. Das hätte bereits seit den 1930 Jahren bekannt sein müssen, als man den Hyperraum entdeckte, es aber nicht bemerkte. Und der ist bekanntlich nichts weiter als ein Null-Raum, also ein Raum ohne Metrik, der aufgespannt wird von verschränkten Zuständen von Teilchenpaaren. Hyperfunk nutzt solche verschränkten Zustände von Raumquanten, den Entires. Wenn man ein Hyperfunksignal erzeugt, beeinflusst es Verschränkungen bis zurück zur Inflationsphase am Beginn des Universums, also tatsächlich erst einmal zurück in die Zeit, was aber nur eine oder einige wenige Planckzeiten dauert, und dann wieder vorwärts in der Zeit, was ebenfalls nur einige Planckzeiten dauert. Sobald man aufhört zu senden, verschwindet die Verschränkung in Richtung fernster Zukunft. Daher kommt auch der winzige Nachhall, mit dem man eine Richtung zur Quelle des Hyperfunksignals bestimmen kann. Und da wir Physiker oft gefragt werden, ob man mit viel Hyperfunkverkehr oder vielen Transitionen nicht irgend wann den Hyperraum aufbrauchen könnte, hier die Antwort: Nein. Ein Kubikmeter Raum enthält 10 hoch 105 Raumquanten, und bis man die alle aufgebraucht hat, ist das Universum längst Geschichte. Von der aber dann niemand mehr weiß, da niemand mehr existiert.«

Ewut, sichtlich erschlagen: »Dann verletzt Hyperfunk oder die Transitionstechnik der Raumschiffe also nicht die Kausalität?«
Heintz grinste etwas schräg: »Nein. Das ändert nur unsere Vorstellung von Kausalität. Wie heißt es so schön? Die Hyperphysik ist die Fortsetzung der Quantenphysik mit noch verrückteren Mitteln.«
»Ja, dann«, wobei unklar blieb, wer das gesagt hatte.

*

Am 30. Oktober 2055 um 23:58h UTC schaltete die TSA, die Terranian Space Agency, einen starken Hypersender, stationiert auf Makemake, einem der transneptunischen Asteroiden, ein. Die Sendung begann mit:

»Dong dong dong DOOONG -  Dong dong dong DOOONG -  Hier ist Radio Terra - Hier ist Radio Terra -  Dong dong dong DOOONG - Dong dong dong DOOONG.

Das ist der Zeitzeichensender von Radio Terra auf 1,573263GHz+j0,738234GHz. Wir übertragen alle 128 Sekunden die aktuelle Kennzahl der neuen Zeitrechnung. Die 17-stellige Zahl, gefolgt von der Kennung der Zeitrechnung USDU wird im ASCII Format in einer Geschwindigkeit von 300 Baud, 8 Bit und 1,5 Startbits sowie einem Stopbit übertragen. Anschließend folgt ein einsekündiger 440 Hz Ton, dessen letzte abfallende Flanke den Moment angibt, an dem die angegebene Zeit eintritt. Diese Information wird nach 1024 Zeitzeichen wiederholt.«

Es folgte das typische Geräusch eines antiken Modems, gefolgt vom Kammerton a`. Danach folgten 2 Minuten Pause, bis der Modemton wieder begann.

Die erste Zahl war übrigens 43551216957952106 USDU, und die letzte abfallende Flanke des 440 Hz Tons wurde am 31.Oktober 2055 um exakt 0h UTC gesendet. Damit hatte die neue Zeitrechnung begonnen. Die Menschen hatten bewiesen, dass sie sich nie mehr wieder von der Zeit jagen lassen würden. Alle, die das Signal empfingen, würden wissen: Den Menschen ist ein Licht aufgegangen.

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hobbes
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BeitragVerfasst am: 18.10.2020 20:34    Titel: Antworten mit Zitat

Tja. Das ist dann die Geschichte, bei der ich aussteige. Hier wird mir zu viel erzählt, was mich nicht interessiert.
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RAc
Eselsohr


Beiträge: 412



BeitragVerfasst am: 19.10.2020 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich ist in diesem Text außer den ansatzweise phantastischen Elementen keinerlei Bezug zu den Vorgaben erkennbar, in so fern erspare ich es mir, inhaltlich darauf einzugehen. Möglicherweise ist der Text für einen anderen Wettbewerb gedacht gewesen.

P.S. Wenn das eine hommage sein soll, müßte der Prota nicht "Ewut Umleh Evarg" heißen?
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Raven1303
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BeitragVerfasst am: 19.10.2020 16:35    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Unbekannte/r,

tja, nun ja ... also im letzten Satz deiner Geschichte stellst du nochmal klar, inwieweit du die Wettbewerbsbedingungen mit deiner Geschichte erfüllt hast.
Ohne diesen erklärenden Satz, hätte ich deine Geschichte direkt in die "Anforderungen-nicht-erfüllt-Ecke" geschoben.
Sooo phantastische Elemente waren jetzt allerdings auch nicht drin.
Auch wenn du einen flüssigen Schreibstil hast, dem man - trotz des tonnenschweren Themas - recht gut folgen kann, fand ich persönlich deine Geschichte nicht sehr spannend.
Professoren der Uni hätten sicher ihren Spaß daran, aber mich begeistert deine Geschichte nicht so.

Liebe Grüße


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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
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Und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm? Oder ein großer Gesang... (R.M. Rilke)
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Constantine
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BeitragVerfasst am: 20.10.2020 19:01    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour Schlomo,


Das ist unheimlich, dass in diesem Text der im Februar 2018 verstorbene Autor Uwe Helmut Grave genannt wird

, ob im Nachnamen mit "v" oder "w" sei vorerst nicht wichtig,

und in seinem Profil sehe ich, dass er dieses Jahr im März das letzte Mal online war Shocked


das nenne ich phantastischen Stoff für eine Story.

Schlomo, was soll uns all das sagen? Shocked

Mir jedenfalls so viel: Für die Reminiszenz an UHG bekommst du Punkte.
Der gesamte Text liest sich ab dem zweiten Drittel weniger nach einer Geschichte, sondern mir kommt es vor, als würden sich die Protagonisten ständig Stichwörter geben, es ist für mich kein wirklicher Dialog zwischen ihnen, sondern es ist wie ein Kartenspiel wie 4 Gewinnt und jeder gibt dem anderen den passenden Einsatz.

Trotzdem, das Fachgesimple gerne gelesen und danke für die Erinnerung an UHG.

Leider keine 11 Punkte, aber dafür: Mein dritter Platz: huit points.

Merci beaucoup.
Constantine
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V.K.B.
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Beiträge: 3068
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 21.10.2020 02:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekannter Autor, Autorin, heimlich mitschreibende KIs, magische Wesen oder was auch immer,

Ich kommentiere direkt beim ersten Lesen und während ich lese, damit die Leseeindrücke so frisch wie möglich sind. Daher kann es sein, dass ich mal auf etwas hinweise, was sich später im Text noch klärt.
Disclaimer vorweg: All meine Kritiken sind in diesem Wettbewerb hochgradig subjektiv und bedeuten damit eigentlich gar nichts, außer wie mir ein Text persönlich gefallen hat. Ich neige zu Sarkasmus und mache mich auch gerne mal über Dinge lustig. Ich bitte diejenigen, die eine gefühlt zu harte Kritik von mir abbekommen, das nicht persönlich und mit Humor zu nehmen, denn es ist ganz bestimmt nicht böse gemeint. Ich nehme aber auch kein Blatt vor den Mund, wenn jemand seinen Text bei einem Wettbewerb der ungeschönten und schonungslosen Kritik vorwirft. Wer ein Problem damit hat, möge das Lesen meines Kommentars an dieser Stelle abbrechen.

So, los geht‘s, you have been warned …


Zitat:
Ewut Umleh Ewarg
Puh, das finde ich aber gerade ein bisschen grenzwertig, echt. Mal sehen was das wird. Eine Homage? Memoria? Hier wird doch hoffentlich niemand über verstorbene Forenmitglieder herziehen, oder?

Zitat:
Woran sich Ewut Umleh Ewarg jedoch nicht beteiligte. Der trank nur Tee. Aber das hatte historische Gründe, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen.
Ich nehme mal an, das stimmt und das hat ein Freund geschrieben, der ihn gut kannte? Dann lassen wir es als Memoria durchgehen. Shit, Uwe fehlt mir bei den Wettbewerben, der hatte immer schöne Kommentare. Frank übrigens auch, mit seinen abgedrehten Geschichten und Gedichten. Deine Geschichte stimmt mich jetzt gerade echt traurig, auch wenn sie wahrscheinlich das Gegenteil sein soll.

Zitat:
Wie heißt es so schön? Die Hyperphysik ist die Fortsetzung der Quantenphysik mit noch verrückteren Mitteln.«
Okay, nach diesen Abschnitten ist mir jetzt endgültig klar, wer das geschrieben hat und ich bin beruhigt bezüglich des leicht verdrehten Namens. Der darf das, denke ich. Sorry, dass ich es erst geschmacklos fand.

Was trotzdem fragwürdig bleibt ist die Berechtigung der Geschichte in diesem Wettbewerb, denn sie tunnelt sich diesmal nicht geschickt an Vorgaben vorbei, sondern ignoriert diese schlichtweg komplett. Wo ist der geforderte Anfang? Da ist kein Unfall und keine Verfolgungsjagd. Absolute Stille und Bewegungslosigkeit auch nicht. (Höchstens auf einer Metaebene, die ich dann aber echt grenzwertig fände, sollte das so gemeint sein.)
Ein Lichtschein, eine Laterne oder ein Lampion spielt auch keine wirkliche Rolle in der Geschichte. Für mich erfüllt sie damit die Vorgaben nicht und ich muss sie leider aus der Wertung nehmen.

mit sehr gemischten Gefühlen gelesen, muss ich ehrlich sagen,
Veith


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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d.frank
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 41
Beiträge: 1047
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 21.10.2020 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz schön theoretisch. Daher auch zu trocken. Mir jedenfalls, ich hab´s gelesen, weil ich´s musste

_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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silke-k-weiler
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 45
Beiträge: 512



BeitragVerfasst am: 21.10.2020 20:15    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Text,

einige Menschen sitzen in Raum Nummer 11, einer Kaffeeküche, des Instituts für Dadaismus und Informatik in München, und diskutieren über ... weiß ich nicht. Während sie dies tun, suche ich nach den Vorgaben und habe Schwierigkeiten sie zu finden. Dabei verliere ich den Faden und beginne von vorne. Bis zur 17 stelligen Dezimalzahl versuche ich zu folgen, dann schweifen meine Gedanken zu den Vorgaben ab. Ich beginne sie zu suchen, prüfe zuvor, ob ich den Herd ausgeschaltet und die Haustür abgeschlossen habe. Auch am Ende des Dorfes finde ich die Vorgaben nicht. Ich gehe in den Nachbarort, auch dort sind sie nicht, mehr noch, man wirft mir schräge Blicke zu, ein Mob rottet sich zusammen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde, die Vorgaben sind überhaupt nicht erfüllt und das ist schade, denn es gehört einfach zum Wettbewerb dazu, dass man probiert, in diesem Korsett was zu wuppen. Inhaltlich bist Du, glaube ich, nicht meine Zielgruppe. Ich fand den Verlauf der Diskussion für mich weder erhellend noch amüsant. Tut mir leid.

Danke trotzdem, dass ich Dich lesen durfte.
Silke
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Kojote
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Beiträge: 510
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BeitragVerfasst am: 22.10.2020 11:54    Titel: Re: Nummer 11 – Das Licht der neuen Zeit Antworten mit Zitat

Lieber Autor, liebe Autorin!

Puh, was soll ich sagen? Ich drösel das Ganze mal Schritt für Schritt auf.

Señora Incógnita hat Folgendes geschrieben:

Ewut Umleh Ewarg saß am 4. Mai 2055


Da hast du mich schon mal gepackt! Das ist nämlich zufällig genau das Datum meines 65. Geburtstags. Laughing

Señora Incógnita hat Folgendes geschrieben:
zusammen mit anderen Kosmophilosophen in Raum Nummer 11, einem der Besprechungsräume des IDI, des Instituts für Dadaismus und Informatik in München, von dem aus die meisten und genialsten Ideen das Institut verlassen.


Die von mir hervorgehobenen Wiederholungen lassen das Ganze etwas unrund wirken.

Señora Incógnita hat Folgendes geschrieben:

Sein Kollege Nob Postman klopfte seinem Kaffeelöffel gegen seine Tasse, erzeugte damit ein Art Klingeln, was die Diskussionen seiner Freunde zum Erliegen brachte.


Irgendwie störe ich mich am "erzeugte damit ein (sic!) Art Klingeln". Wirkt ungelenk. Müsste nicht jeder wissen, wie sich das Geräusch anhört?

Señora Incógnita hat Folgendes geschrieben:
»Nachdem jetzt vermutlich bald andere Planeten besiedelt werden, und dort die Jahreslänge anders sein wird als auf der Erde, muss eine neue Zeitrechnung her. Etwas wie das Julianisches Datum, nur  universeller. Später werden noch ein paar Astrophysiker und Astronomen dazu kommen, vielleicht auch ein Mathematiker, aber erst sollten wir uns mal Gedanken machen, wie eine solche Zeitrechnung prinzipiell aussehen könnte.«
Anja Keller nickte: »Das Julianische Datum ist schon mal nicht schlecht. Aber wir sollten den Nullpunkt weit in die Vergangenheit vorverlegen, damit wir nicht irgendwann das Problem bekommen, mit negativem Datum arbeiten zu müssen.«

Tamara Trefil stimmte ihr zu: »Zu dem Schluss bin ich auch schon gekommen. Und da ich nicht gerne halbe Sachen mache, sollte die Zählung beim Urknall zu beginnen. Es ist dann die Zeit SDUK – Seit dem UrKnall.«

Nob kratzte sich am Kinn: »So ganz genau weiß man doch gar nicht, wann der Urknall war. Nennen wir es besser SKNDUK – Seit kurz nach dem Urknall.«

Ewut schüttelte entschieden den Kopf: »Und wenn wir uns irren? Wenn wir unseren Nullpunkt ein paar Millionen Jahre zu spät, oder noch schlimmer, zu früh ansetzen? Außerdem ist SKNDUK unaussprechlich. Ich schlage daher vor, den Nullpunkt USDU – Ungefähr seit dem Urknall zu nennen, weil eh kein Schwein weiß, wann er sich genau ereignete. Damit machen wir uns bei Aliens, die es vielleicht besser wissen, nicht ganz so lächerlich.«


Die Idee ist nicht schlecht. Aber die Umsetzung des Humors (ich nehme an, es ist humorvoll beabsichtigt?) hinterlässt bei mir leider nur ein minimales Schmunzeln, mehr nicht.

Fallen dir die fetten Markierungen durch mich auf? Hier gehen sie weiter:

Señora Incógnita hat Folgendes geschrieben:
Die Idee gefiel den anderen offensichtlich. Zumindest kam ein zustimmendes
»Perfekt!«
»Post! Äh, passt!«
»So machen wir es.«

Da das somit geklärt war, warf Anja Keller einen fragenden Blick in die Runde:
»Weiß eigentlich jemand, wo genau der Urknall stattfand?«
Ewut sah sie ernst und wissen an: »Ja. Ein alter Freund hat es mir mal verraten.« Dann hielt er die Hand auf, deutete mit dem Zeigefinger der anderen auf einen Punkt oberhalb der Handfläche. »Genau hier!«
»Ja, dann.«

Ein Student der Physik, der am IDI seine Diplomarbeit schrieb und sich gerade einen Kaffee holte, - Der Kaffeeverbrauch am IDI war legendär. Angeblich lag dessen Anteil am Münchner Kaffeebedarf bei etwa 30%. Woran sich Ewut Umleh Ewarg jedoch nicht beteiligte. Der trank nur Tee. Aber das hatte historische Gründe, auf die wir hier nicht näher eingehen wollen. - schüttelte irritiert den Kopf. Was  jedoch niemand bemerkte.


Tamara Trefil grübelte: »Ob sich das durchsetzt?«
Ewut zuckte mit den Schultern: »Erklären wir es eben zum Provisorium.«
Da musste ihm der Postman zustimmen: »Gut. Bekanntlich hält nichts so lange wie ein Provisorium.«
Und Anja Keller stellte überzeugt fest: »Gebongt.«

Wolfi Heintz, der es hasste, wenn man ihn Wolfi nannte, und der gerade an seiner Doktorarbeit bastelte – ein Thema aus dem Bereich Astrophysik, das eh niemand verstand – betrat die Kaffeeküche, wollte gerade seinen Becher auffüllen, als er bemerkte, dass hier anscheinend eine spannende Diskussion am Laufen war. »Klingt interessant. Worum geht es?« fragte er mehr höflich als neugierig.
Ewut grinste ihn an: »Wir führen gerade eine neue Zeitrechnung ein.«
»Spannend!« begeisterte sich Heintz. »Von den bisherigen Zeitrechnungen sind ein paar so derart tierisch gekrasht, das Problem jagt uns jetzt schon viel zu lange, da wird es echt Zeit, mal was Vernünftiges einzuführen.«
»Finden wir auch«, beeilte sich Anja zu erwidern. Und dann begannen die vier, Heintz ihr Konzept zu erläutern.

»Und was habt ihr als kleinste Einheit geplant?« wollte Heintz ergänzend wissen.
Ewut, der sich wunderte, dass sie noch nicht daran gedacht hatten: »Eine Tageszählung wie beim Julianischen Datum wäre zu terrazentrisch. Vielleicht Sekunden.«
Heintz dachte einem Moment lang nach. »Die natürliche kleinste Zeitdauer wäre die Planckzeit. Aber dann muss man immer so riesige Exponenten mitschleppen. Bei Sekunden auch, wenn die Zählung über 14 Milliarden Jahre laufen soll. Das wären dann bis heute rund 4 mal 10 hoch 17 Sekunden. Aber mal nachdenken. Wenn ihr die Zeit in Epochen einteilt, wird es etwas weniger.«
Ewut spielte geistesabwesend mit seine Teetasse: »Wie meinst du das mit den Epochen?«
»Als lineares Zeitmaß wäre das eine 17 stellige Dezimalzahl, wenn ihr das Universum zeitlich in sagen wir 10.000 Epochen einteilt, wäre die Zahl jeweils nur 12 Stellen lang. Hm. Viel gewinnt man dadurch nicht. Andererseits verliert man dadurch den Vorteil eines durchgehenden Maßes. Und da man es ja nur braucht, um von einem Kalender in einen anderen umzurechnen, wird man die Zahl ja nicht oft benutzen. Daher scheint mir eure ursprüngliche Idee durchaus geeignet zu sein.«
Ewut bemerkte den nachdenklichen Blick im Gesicht von Heintz: »Aber?«

»Habt ihr schon überlegt, wie ihr die Zeit in weit auseinander liegenden Planetensystemen synchronisieren wollt?« stellte Heintz eine zwingende Frage.

Anja kratze sich an einer Augenbraue: »So richtig nachgedacht haben wir darüber noch nicht.«


und so weiter und so fort ...

Warum ich diese Passagen fett markiert habe?
Ich weiß von meiner Schulbildung im Deutschunterricht noch, dass einem immer eingebläut wurde, Alternativen für "sagte er" oder "rief sie" zu finden.
Gute Schriftsteller bleiben in Rufweite hinter dieser Praxis, denn das wird sehr schnell zu viel des Guten. So wie hier.

Señora Incógnita hat Folgendes geschrieben:
Das hatte Heintz schon erwartet. Philosophen eben: »Die TSA plant gerade einen Zeitzeichen Hypersender. Das ist technisch nicht so extrem aufwändig, wie es sich anhört. Damit hat man eine aktive Hypergleichzeitigkeit.«

»Hypergleichzeitigkeit?« kam die erstaunte Gegenfrage von Tamara. Sie klang, als hätte sie davon noch nie gehört. Ewut dagegen schon. Noch bevor Heintz etwas sagen konnte, grinste er: »Es gibt drei Arten von Gleichzeitigkeit: Die bürgerliche, bei man sich keine Gedanken machen muss, die relativistische, die Einstein erfunden hat und die Hypergleichzeitigkeit, die – hm,  die -«
Hier kam ihm Heintz zu Hilfe:
»Gleichzeitigkeit hat etwas mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Information zu tun. Stell dir vor, es gäbe in Bayern noch so viele Dörfer wie früher® und du stehst auf einem Hügel, von dem aus du drei Dörfer sehen kannst. Sie liegen alle an einer langen geraden Straße, die von dir weg führt. Das erste Dorf ist 1km entfernt, das zweite 2km, und das dritte 3km. In jedem Dorf steht ein Kirchturm mit einer Uhr, die um ganz genau 12 Uhr Mittag schlägt. Es ist Mittag, du hörst die erste Uhr schlagen. Nach drei Sekunden schlägt die zweite, und nach weiteren drei Sekunden hörst du die dritte. Das war also nicht gleichzeitig. Oder etwa doch? Vielleicht hatten die Kirchturmuhren damals Sekundenzeiger, und wenn ja, dann steht der Sekundenzeiger der ersten Uhr auf 3 Sekunden nach Zwölf, wenn du sie schlagen hörst, bei der zweiten auf 6 Sekunden und bei der dritten auf 9 Sekunden. Wenn du am nächsten Tag in das mittlere Dorf gehst, hörst du die Glocke zu dem Zeitpunkt schlagen, in dem der Sekundenzeiger auf zwölf steht. Dann dauert es drei Sekunden, bis du die Glocken von Dorf eins und drei gleichzeitig hörst. So seltsam ist das mit der Gleichzeitigkeit.

Bei Einsteins relativistischer Gleichzeitigkeit verhält es sich genau so, nur dass die Informationen diesmal mit Lichtgeschwindigkeit übertragen werden. Kannst das Gedankenexperiment ja mit drei Raumschiffen wiederholen, die jeweils zehn Lichtminuten voneinander entfernt sind. Kompliziert wird es, wenn sich die Raumschiffe auch noch bewegen. Speziell, wenn die Geschwindigkeiten bei mehr als ein paar Prozent der Lichtgeschwindigkeit liegen. Aber um sich das zu veranschaulichen gibt es das Minkowsky Diagramm. Dann zur Kausalität. In diesem Diagramm stehen nur Ereignisse in kausalem Zusammenhang zueinander, wenn sie sich alle im Lichtkegel oberhalb der 45° Linie befinden. Der Grund ist: Mit Lichtgeschwindigkeit kann man keinen Ort in der Raumzeit unterhalb dieser Geraden erreichen.

Aber: Wenn man sich mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen kann, geht das sehr wohl. Wenn man sich ansieht, wie in unserem Universum Überlichtgeschwindigkeit funktioniert, sie eigentlich keine Geschwindigkeit, sondern ein instantaner Vorgang ist, kann man leicht beweisen, dass ein Antitelefon, also ein Gerät, mit dem man Informationen in die Vergangenheit senden kann, nicht möglich ist. Der Grund ist, dass bei Übertragungsgeschwindigkeiten gegen Unendlich die Lorentztransformationen kollabieren, also keine Übertragungszeit berechenbar ist. Das hätte bereits seit den 1930 Jahren bekannt sein müssen, als man den Hyperraum entdeckte, es aber nicht bemerkte. Und der ist bekanntlich nichts weiter als ein Null-Raum, also ein Raum ohne Metrik, der aufgespannt wird von verschränkten Zuständen von Teilchenpaaren. Hyperfunk nutzt solche verschränkten Zustände von Raumquanten, den Entires. Wenn man ein Hyperfunksignal erzeugt, beeinflusst es Verschränkungen bis zurück zur Inflationsphase am Beginn des Universums, also tatsächlich erst einmal zurück in die Zeit, was aber nur eine oder einige wenige Planckzeiten dauert, und dann wieder vorwärts in der Zeit, was ebenfalls nur einige Planckzeiten dauert. Sobald man aufhört zu senden, verschwindet die Verschränkung in Richtung fernster Zukunft. Daher kommt auch der winzige Nachhall, mit dem man eine Richtung zur Quelle des Hyperfunksignals bestimmen kann. Und da wir Physiker oft gefragt werden, ob man mit viel Hyperfunkverkehr oder vielen Transitionen nicht irgend wann den Hyperraum aufbrauchen könnte, hier die Antwort: Nein. Ein Kubikmeter Raum enthält 10 hoch 105 Raumquanten, und bis man die alle aufgebraucht hat, ist das Universum längst Geschichte. Von der aber dann niemand mehr weiß, da niemand mehr existiert.«

Ewut, sichtlich erschlagen: »Dann verletzt Hyperfunk oder die Transitionstechnik der Raumschiffe also nicht die Kausalität?«
Heintz grinste etwas schräg: »Nein. Das ändert nur unsere Vorstellung von Kausalität. Wie heißt es so schön? Die Hyperphysik ist die Fortsetzung der Quantenphysik mit noch verrückteren Mitteln.«
»Ja, dann«, wobei unklar blieb, wer das gesagt hatte.

*

Am 30. Oktober 2055 um 23:58h UTC schaltete die TSA, die Terranian Space Agency, einen starken Hypersender, stationiert auf Makemake, einem der transneptunischen Asteroiden, ein. Die Sendung begann mit:

»Dong dong dong DOOONG -  Dong dong dong DOOONG -  Hier ist Radio Terra - Hier ist Radio Terra -  Dong dong dong DOOONG - Dong dong dong DOOONG.

Das ist der Zeitzeichensender von Radio Terra auf 1,573263GHz+j0,738234GHz. Wir übertragen alle 128 Sekunden die aktuelle Kennzahl der neuen Zeitrechnung. Die 17-stellige Zahl, gefolgt von der Kennung der Zeitrechnung USDU wird im ASCII Format in einer Geschwindigkeit von 300 Baud, 8 Bit und 1,5 Startbits sowie einem Stopbit übertragen. Anschließend folgt ein einsekündiger 440 Hz Ton, dessen letzte abfallende Flanke den Moment angibt, an dem die angegebene Zeit eintritt. Diese Information wird nach 1024 Zeitzeichen wiederholt.«

Es folgte das typische Geräusch eines antiken Modems, gefolgt vom Kammerton a`. Danach folgten 2 Minuten Pause, bis der Modemton wieder begann.

Die erste Zahl war übrigens 43551216957952106 USDU, und die letzte abfallende Flanke des 440 Hz Tons wurde am 31.Oktober 2055 um exakt 0h UTC gesendet. Damit hatte die neue Zeitrechnung begonnen. Die Menschen hatten bewiesen, dass sie sich nie mehr wieder von der Zeit jagen lassen würden. Alle, die das Signal empfingen, würden wissen: Den Menschen ist ein Licht aufgegangen.


Uff. Als ich neulich den biografischen Spielfilm "Die Entdeckung der Unendlichkeit" über Steven Hawking gesehen habe, hat mich eines gestört: Dass an Unterricht immer nur gezeigt wurde, wie der Professor am Pult steht und über die Raum-Zeit-Krümmung berichtet, über Schwarze Löcher oder Gase, die angeregt werden. Mit der Realität in einem naturwissenschaftlichen Studium hat das kaum noch was zu tun, denn da steht in erster Linie eines vom Vordergrund: Schnöde Mathematik und das sture Aufstellen von mathematischen Beweisen, das Integrieren und Differenzieren oder staubtrockenes Umstellen von Gleichungen nach Kubikwurzel aus Eins durch Sinus e geteilt durch n Fakultät hoch Logarithmus naturalis aus Rho.

Um auf den Punkt zu kommen: In der ersten Hälfte deiner Geschichte war absehbar, dass das etwas Humorvolles, Satirisches werden soll. Leider hast du in der Mitte den Pfad des Humors verlassen und begonnen, eher langatmig deine Charaktere über Sachen berichten zu lassen, die in deren Kreisen doch eigentlich selbsterklärend sein müssten. (Die Idee mit den Kirchturmglocken, hast du die aus "Leschs Kosmos", Folge "Was ist Gleichzeitigkeit"?)

Um es etwas überspitzt rüberzubringen: In einem Elternabend werden die Lehrkräfte wohl auch kaum anfangen, den anwesenden Eltern das Kleine Einmaleins zu erklären.

Hinzu kommt als kleiner Makel noch der eine oder andere Rechtschreibfehler.

Danke für den Text, aber den wirklich großen Wurf sehe ich nicht darin.


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"Doobedoobedoo." (Frank Sinatra)
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A.J.Triskel
Leseratte

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Beiträge: 110



BeitragVerfasst am: 22.10.2020 22:07    Titel: Antworten mit Zitat

fehlte mir etwa der unterhaltungsfaktor
zu technisch um sie entspannt zu lesen


_________________
Natürlich spreche ich mit mir selber. Auch ich brauche kompetente Beratung
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Rodge
Geschlecht:männlichKlammeraffe


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Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 23.10.2020 07:03    Titel: Antworten mit Zitat

Für meinen Geschmack sind die Wettbewerbsbedingungen nicht erfüllt. Die Tatsache allein, das Licht in Lichtgeschwindigkeit vorkommt und das ein zentraler Punkt für die neue Zeitrechnung sein soll, reicht für mich nicht. Man könnte dann jede beliebige Geschichte einreichen, man müsste nur irgenwo ein Licht einbauen. Dennoch fand ich die Geschichte interessant, dann aber wieder nur eingschränkt, da es die Lösung eines Problems ist, das keiner Lösung bedarf.
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shatgloom
Geschlecht:weiblichEselsohr


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Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 23.10.2020 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir gefällt:
Die Idee, über die Einführung einer neuen Zeitrechnung zu schreiben.
Der Humor in der Geschichte.

Was ich vermisse:
Vorgabe 1  Ich sehe weder Stille und Bewegungslosigkeit noch eine Verfolgungsjagd oder Unfall oder ähnliches.
Vorgabe 2  Licht oder ähnliches spielt keine Rolle, kommt nur im letzten Satz kurz vor.

Irgendwann haben mich auch die physikalischen Erklärungen überfordert. Ich finde das an sich interessant, hatte aber nicht die Zeit oder Lust bei einer Kurzgeschichte "hinterherzugoogeln". Vielleicht lese ich das nach dem Wettbewerb nochmal in aller Ruhe.

Wird wohl nicht in meinen Top 10 landen wegen fehlender Erfüllung der Vorgaben.
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MoL
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Beiträge: 1596
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Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 23.10.2020 20:50    Titel: Antworten mit Zitat

Leerer Kommentar. Auf Wunsch kann ein ausführliches Feedback gern bei mir erfragt werden.

_________________
NEU - NEU - NEU im September 2020:
"Hexenherz - Goldener Tod"
----------------------------------
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag, Januar 2019.
"Die Tote in der Tränenburg", Alea Libris, 31. Oktober 2019.
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holg
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Beiträge: 1693
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 24.10.2020 13:51    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt, schon allein wegen der Referenz an UHG und der Planckzeit, sehr nach Schlomos Technobabble. Wie immer sehr unterhaltsam und hart am Rande des totalen Unsinns.

Die Interpretation des Lichts etc. als Funksignal finde ich ok.
Nur finde ich am Beginn der Geschichte weder Unfall noch Verfolgungsjagd noch Stille und Bewegungslosigkeit.


_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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Eliane
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 818



BeitragVerfasst am: 26.10.2020 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Damit ich die Beiträge einigermaßen gerecht bewerten kann, vergebe ich jeweils maximal 5 Punkte für:
Thema "Licht": 1
Beginn "Stille / Unfall / Verfolgungsjagd": 0
Genre Phantastik: 1
Schreibstil: 4
persönlicher Eindruck: 3
Summe: 9

Hallo Schlomo smile Sowas kannst nur Du schreiben, oder?

Auch wenn ich die Gehirngymnastik irgendwo genossen habe, muss ich halt leider sagen, dass das in meinen Augen nicht wirklich eine Geschichte ist. Und auch das Licht als Thema kommt mir irgendwo zu kurz - das Thema ist Zeit, nicht Licht, auch wenn die Lichtgeschwindigkeit eine große Rolle spielt. Der Start mit Stille/Verfolgungsjagd/Unfall fehlt mir auch, und ehrlich gesagt fällt es mir auch schwer, das Ganze als Phantastik einzuordnen.

Daher: Leider kein Kandidat für die Punkteränge. Sorry!
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anderswolf
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 505
Wohnort: Bad Nauheim


BeitragVerfasst am: 27.10.2020 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Per Infodump aus der Kaffeeküche an der Neuen Zeit vorbei in den Nullraum. Oder: Uwe Helmut Grawe geht rückwärts und liest nochmal die Vorgaben.

Der Wissenschaftliche Dienst Interplanetarer Temporalnomenklatur trifft sich in der Kaffeeküche zum Brainstorm und erleuchtet angeblich die Menschen.
Was soll man da anderes sagen außer: Ja, dann.  

Hätte auch disqualifiziert werden können, da die Hauptaufgabe des Wettbewerbs, eine Leuchtsache in den Mittelpunkt des Textes zu stellen, m. E. verfehlt wurde. Keine Punkte.

[Tage später nochmal die Geschichte angelesen, um vielleicht mehr Text in die Rezension zu knallen, damit es nicht so aussieht, als hätte ich vor lauter Geärgere einfach die Lektüre abgebrochen, aber da stolpere ich gleich im ersten Absatz über einen Bezugsfehler und im Weiteren auch über andere Vermeidbarkeiten, was mich denken lässt, dass sich hier mehr Mühe hätte gegeben werden können. Warum außerdem muss Urknall mal UrKnall geschrieben werden und dann wieder nicht, wenn man es so oder so mit UK abkürzt? Und die gesamte Abhandlung über den Hyperraum ist ein Infodump, den ich in der Länge kaum in dicken Fantasybüchern ertrage. In einer Geschichte von maximal 2000 Worten sollte nicht gefühlt die Hälfte reine Theorie sein.]
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Katinka2.0
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 254



BeitragVerfasst am: 27.10.2020 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Autor/in,

ein herrlich schräger Plot ist dir da eingefallen! Die Story wäre auch ganz unterhaltsam, gäbe es da nicht Wolfis nerdige und aus meiner Sicht ausschweifende Erklärungen. Too much information, wo bleibt da die Action?

In deinem Text finden sich einige Flüchtigkeitsfehler, die du beim nochmaligen Durchlesen wahrscheinlich bemerkt hättest. Hinsichtlich der Wettbewerbsvorgaben ist mir aufgefallen, dass deine Geschichte weder mit völliger Bewegungslosigkeit und Stille, noch mit einem Unfall oder einer Verfolgungsjagd beginnt? Habe ich da etwas verpasst?

Leider kann mich das Gesamtpaket nicht fesseln, was an meinem persönlichen Lesegeschmack liegt und keinesfalls an deiner Kreativität.

LG Katinka
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Maunzilla
Klammeraffe


Beiträge: 796



BeitragVerfasst am: 28.10.2020 06:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich verstehe diese Geschichte nicht. (Vielleicht ist es zu spät und ich bin zu müde.)
Aber für mich ist das zu viel Technogebabbel. Die Vorgaben werden nicht erfüllt. Daher kann ich auch keine Wertung vergeben.
Übrigens: ein Langstreckensender im Weltraum würde nicht im Gigaherzbereich senden, sondern auf Langwelle. wink


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nicolailevin
Geschlecht:männlichLeseratte


Beiträge: 150
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 28.10.2020 08:40    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Reihe von Wissenschaftlern in einer zivilisierten Welt, die weit über unsere Erde hinausreicht, arbeitet an einer neuen Zeitmessung, die universell gelten soll und nicht nur erdbezogen funktioniert. Problem: Einen einheitlichen Zeitpunkt überall kann es nicht geben, weil die Übertragung von vereinbarten Zeitpunkten im Raum ihrerseits Zeit benötigt und verzerrt wird, wenn die Übertragung sehr schnell geschieht (so verstehe ich es jedenfalls).

Was ist das für ein Text? Die Namen der Figuren sind anspielungsreich verdreht, es beginnt wie eine anekdotische Schnurre aus dem Unimilieu, selbstironisch, wodehouse-mäßig, verfasst von jemandem, der in der Szene verhaftet ist und sich über ihre Eigenheiten und kleinen Schwächen lustig macht.

(Das vermeintliche Problem ist bei näherem Hinschauen gar keines: Sekunden, Minuten, Stunden, funktionieren ja überall im All; erst bei Tagen, Monaten und Jahren sind wir von rein irdischen Bedingungen geleitet, die von Mond und Sonne bestimmt werden. Auch die Skalierbarkeit kann uns wurscht sein – mach es wie bei Bits und Bytes, nimm Giga-, Tera- und Wasweißichwassekunden, um viele Nullen oder Exponenten zu vermeiden.)

Dann aber dreht der Text ab, verlässt mein Schulphysikwissen, erzählt mir was von Hyperlichtgeschwindigkeit und Hyperfunk, ich steige aus, bei Wikipedia gibt es das alles jedenfalls nicht, es verwirrt mich, alles dreht sich, und das soll es ja auch wohl.

Am Ende dann ein (haha!) Zeitsprung. Wie in Opas Dampfradio (atmosphärisches Rauschen im Volksempfänger, dann eine pathetische Männerstimme: „Hier ist Berlin!“), wie in der Zeitansage am Telefon meiner Jugend wird per Uralttechnik die aktuelle Zeit verkündet.

Was soll das alles? Ich begreife es nicht, ist aber auch nicht weiter schlimm; ich komme mir hier ohnehin vor, wie früher auf einer der Studentenpartys, wo sich die E-Techniker abendelang über „Sei Epsilon kleiner Null“ beömmeln konnten, während die BWLer Aktientipps tauschten und wir andern zusahen, wie am Ende doch wieder die braungebrannten Skilehrer (Englisch / Sport Lehramt) die attraktiven Mädels abschleppten.
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Abari
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Alter: 39
Beiträge: 1370
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 30.10.2020 21:17    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist mir zu abstrakt, aber UHG (RIP) hätte es womöglich gefreut.

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Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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