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Das Licht von Valrhoda


 

 
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Westmonster
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Beiträge: 100



BeitragVerfasst am: 18.10.2020 18:00    Titel: Das Licht von Valrhoda eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Tinkin stolperte im vollen Galopp über die Wurzel eines Wasserbaums und schlug – Gesicht voran – auf dem steinigen Boden auf. Leise fluchend robbte er unter die Wurzel und rieb sich das vordere linke Bein. Die Wurzel über ihm wogte im Wind und tropfte ihm eine feine Melodie von Wassertropfen auf den Kopf. Tinkin spitzte die Ohren und lauschte. Nach einigen Minuten – seine Verfolger waren nicht zu hören – faltete er das rechte Ohr ein und legte sich vorsichtig auf die sanft wallende Erde. Ausruhen tat gut, aber lange würde er hier nicht bleiben können; hier könnten sehr bald mehr Wurzeln aus dem Boden tauchen und dann würden seine Verfolger ihn entdecken. Er nahm sieben tiefe Atemzüge, betastete noch einmal sein Bein und lugte dann vorsichtig mit einem Stielauge aus seinem Versteck. Nichts zu sehen. Er biss sich nachdenklich auf die Lippe und zuckte zusammen. An diese spitzen Zähne war er noch nicht gewöhnt. Da er bereits schlechte Erfahrungen damit gemacht hatte, sich mit seinen Pranken am Kopf zu kratzen, sinnierte er ohne den Einsatz von Bewegungen weiter.

Das Kreischen der Bediensteten, als er seine Gemächer heute Morgen – völlig ahnungslos – verlassen hatte, klang ihm noch in den weichen Ohren. Die Damen und Herren der Palastwache hatte er vor Jahren selbst aus hunderten von Bewerbern ausgewählt und dafür gesorgt, dass sie bestens ausgebildet wurden. Heute hatten sie ihre Arbeit nur zu gut gemacht, er war kaum mit dem Leben davongekommen. Zum Glück hatte er auch den Palast mit seinen verwinkelten Gängen und geheimen Kammern selbst entworfen. Vielleicht war es egoistisch, Fluchtwege einbauen zu lassen, die außer ihm niemand kannte, aber heute hatte genau das seine schuppige rote Haut gerettet.

Tinkin schob einen verächtlichen Laut aus seiner langen Kehle und flüsterte: „Meine schuppige Haut. Pah! Das ist nicht meine schuppige Haut. Meine Haut war weich und zartgelb.“ Er streckte einen viel zu kurzen Arm aus und betrachtete die roten Stummelfinger mit den langen grauen Krallen.
„Ich zahle es ihm heim“, knurrte er leise.
Aber zuerst musste er den Dieb wiederfinden. Wahrscheinlich lief er ganz in der Nähe in seinem Körper herum. Er konnte noch nicht weit gekommen sein.

Da er sicher war, die Palastwache abgehängt zu haben, faltete er all seine Gliedmaßen etwas mühsam auseinander und verließ sein feuchtes Versteck. Er klopfte sich die kleinen Steinchen aus dem Fell an Knien und Fersen und schüttelte sich das Wurzelwasser aus dem lockigen Kopfhaar. Tinkin verschränkte die Arme vor der Brust – und sog scharf die Luft ein. Mehr Schnittwunden in den Ellbogen. Egal, war ja nicht sein Körper. Er setzte sich in Trab, der Boden zitterte unter seinem Gewicht. Vier Beine sind schneller als zwei, dachte er noch, da hatte er schon die ersten Hütten des Dorfes Valrhoda erreicht und kam ungelenk mit etwas Mühe zum Stehen. Die Dorfbewohner um mindestens zwei Köpfe überragend, mit schweißglänzendem Schuppenpanzer und bebenden Flanken, war er eine imposante Erscheinung. Drei junge Mädchen starrten ihn mit offenen Mündern an.
„Bringt mir Korrodin Farnheim!“, verlangte er mit donnernder Stimme.
Eine Alte, die Tinkin nicht bemerkt hatte, trat aus einem Hauseingang und sprach ihn an.
„Korrodin ist seit gestern verschwunden. Er stahl unser Licht und machte sich aus dem Staub.“
Tinkin zog die lockigen Augenbrauen zusammen. Er schlug die rechte Faust in die linke Handfläche und ignorierte die neuerlichen Schmerzen und Blutspritzer, die das Ballen der Faust verursachte. Die Alte sah ihn forschend an.
„Ihr seid der Graf, an den er es verkaufen wollte“, sagte sie.
Tinkins Augenbrauen schnellten in die Höhe, die Locken wippten nach.
„Woher…?“
Doch sie winkte ab.
„Er hat eine Kate im Rauschenden Wald, nahe den Höhlen von Karka, sucht ihn dort.“ Und dann fügte sie hinzu: „Ihr begehrt das Licht für Euch selbst, Herr. Aber merkt Euch meine Worte: Ihr werdet nur Erlösung finden, wenn Ihr zusammenbringt, was zusammengehört.“

Die letzten Worte der Greisin hörte Tinkin nur, weil er seine Ohren windschnittig zurückdrehte, nachdem er in einer nicht ganz eleganten Levade kehrt gemacht hatte und auf den Rauschenden Wald zu preschte. Mit neuem Schwung überwand er den schlammigen Strom am Rand des Waldes und stürzte sich ins Unterholz. Zweige barsten unter seinen dröhnenden Hufen, dass das Wasser nur so spritzte. Doch da sackte plötzlich der Boden unter ihm weg und er stürzte schreckliche Sekunden lang in die Tiefe. Mit einem pudrig-dumpfen Schlag kam er unten auf und schickte eine staubige Wolke aus trockenem Laub, Zweigen und kleinen Krustentieren gen Himmel.

Tinkin reckte den Hals und die Augenstiele, und als sich die Staubwolke verzogen hatte, grinste ihm vom Rand des Erdloches sein eigener Mund entgegen.
„Korrodin! Du elender Dieb!“, fauchte er.
Dieser legte mit spöttischem Lächeln Tinkins wunderschöne Hand an ein wohlgeformtes Ohr und sagte nur: „Was sagst du? Sprich doch bitte etwas lauter!“
Darauf lachte er laut, und Tinkins eigene, wohlklingende Stimme schallte durch den Wald, brach sich an von Blättern perlenden Wassertropfen und verband sich mit den Lauten des Landes zu einem herrlichen Gesang.
Als er bemerkte, dass er sich in Bewunderung und Selbstmitleid verloren hatte, riss Tinkin schnell alle Augen wieder auf, warf sich in Pose und herrschte Korrodin an: „Wo ist das Licht? Ich habe dich dafür bezahlt, du niederer, schleimiger Warzenolm, und alles was ich bekommen habe ist dein nutzloser, hässlicher Körper.“
Korrodin schmunzelte mit seinen eigenen, sanft geschwungenen Lippen auf ihn herunter und seine Worte liefen wie goldener Honig zu ihm in die Grube: „So wie ich das sehe, hat dieser Körper hier jenen Körper dort unten bezahlt. Damit gehört das Licht wohl eher mir, findest du nicht auch?“
Tinkin erschauerte, als ihm klar wurde, dass ihn in diesem Körper niemand erkennen würde. Er konnte sich gut erinnern, wie abschätzig er Korrodin Farnheim bei ihrer ersten Begegnung gemustert hatte. Die vielen Beine, die vielen Augen, die echsenartige Haut. Er musste jemanden finden, um ihn von diesem seltsamen Chimären-Körper zu erlösen. Nicht nur dazu musste er das Licht haben. Der Legende nach würde es ihm den Weg weisen, so wie es alles andere aufdeckte, was im Verborgenen lag – essbare Wurzeln, unterirdische Wasserspeicher… und vor allem die sagenumwobenen Diamantenminen von Karka.

„Hochgeschätzter Meister Farnheim“, begann er nach einer kurzen Denkpause. „Ich glaube, wir beide haben das gleiche Ziel. Irgendwo in diesen Höhlen“, ein Ärmchen zeigte wage in die Richtung, in die er zuvor gehetzt war, „warten ungeahnte, nie gesehene Schätze auf den, der sie, gelenkt durch das Licht von Valrhoda finden und davontragen kann. Ich hatte gedacht – wie du vielleicht auch – ich könnte es alleine schaffen, aber nun ist mir klar: wir müssen zusammenarbeiten!“
Mit hoffnungsvollem Nicken sah er Korrodin in die Augen. In seine eigenen, zauberhaften Augen, so blau und dunkel wie die Tiefsee.
„Wie willst du mit meinen zarten Händen, die noch nie in meinem Leben schwere Arbeit verrichten mussten, all die Diamanten abbauen? Du brauchst diese Pranken!“, und er schwenkte eine wuchtige Hand, dass die Krallen nur so klirrten.
„Und wie willst du die Schätze aus dem Berg herausschaffen? Dieser Körper kann in Windeseile riesige Lasten transportieren, aber meine schwachen Knochen, die du nun trägst…?!“
Bevor er weiter versuchen konnte, Korrodin zu becircen, hob dieser müde lächelnd eine Hand.
„Mein Lieber, glaubst du nicht, dass ich mir genau das auch überlegt habe? Und weißt du, zu welchem Schluss ich gekommen bin? Das Wichtigste von allem kann dein Körper viel besser als meiner: all die neuen Schätze ausgeben. Und all deine alten Reichtümer gleich mit!“
Und damit warf er Tinkins Kopf in den Nacken und lachte, lachte, lachte. Dem melodischen Klang seines eigenen Lachens lauschend hatte Tinkin einen Augenblick Zeit zu überlegen. Korrodin hatte sich beruhigt und legte grüßend den Finger an die Krempe seines Hutes.
„Wenn Eure Durchlaucht mich dann entschuldigen würde, ich habe Diamanten bergen zu lassen“, sagte er und wandte sich zum Gehen.
Tinkin kniff gerissen ein Stielauge zu.
„Du hast ja sicher Hobau und seine Crew mit dieser diffizilen Aufgabe betraut, nicht wahr? Grular ist talentiert und kennt sich in dunklen Höhlen aus, aber meiner Erfahrung nach mangelt es ihm an Feingefühl, wenn es darum geht, Opal von Kohle zu unterscheiden.“
Korrodin zögerte.
„Und bestimmt hast du auch schon längst über einen Vermögensverwalter nachgedacht, welche Regierungsunfähigkeitsversicherung für dich am besten sein wird und welchem Vergesellschafter du dich anvertrauen willst!?“
Korrodin drehte sich langsam zurück, und als er mit geschürzten Lippen über den Grubenrand lugte, versetzte Tinkin ihm den entscheidenden Stoß: „Natürlich weißt du auch, welcher Schneider meine Maße so hervorragend umsetzt, dass du, wie jetzt, höchst elegant gekleidet bist und gleichzeitig kaum merkst, dass du überhaupt etwas anhast.“
Unwillkürlich führte Korrodin mit den gestohlenen Armen und Beinen kleine, prüfende Bewegungen aus, als ihm offensichtlich langsam dämmerte, dass er keine Ahnung hatte, wie man Geld richtig ausgibt.

„Ich weiß genau, dass du versuchst mich auszutricksen“, sagte er, „aber du wirst schon sehen, Korrodin legt keiner aufs Kreuz!“
Daraufhin nestelte der Körperdieb an seiner Weste und zog ein kleines, silbrig funkelndes Fläschchen hervor, das er eifersüchtig in seiner Hand verbarg.
„Zeig mir, wo mein Geld am besten aufgehoben ist!“, rief er.
Als er den Deckel der Phiole abzog, schoss ein gleißender Lichtstrahl heraus, zitterte suchend nach links und rechts und tauchte schließlich zu Tinkin in das dunkle Erdloch hinunter. Das Seil aus Licht spiegelte sich in Korrodins zahlreichen Pupillen, hinter denen Tinkins Geist fieberhaft arbeitete. Ohne viel Hoffnung streckte er eine Hand nach dem Licht aus und stellte überrascht fest, dass er es greifen konnte. Blitzschnell wickelte er sich den leuchtenden Strang zweimal um den Arm und riss Korrodin mit einem Ruck die Phiole aus der Hand. Das Licht von Valrhoda surrte blitzschnell in sein Fläschchen zurück und Tinkin verschloss es umgehend mit seinem Daumen.
„Ha!“, rief er zu Korrodin hinauf. „Das Licht hat durchschaut, dass dein Geld zu mir gehört!“
Und jetzt war es an ihm zu lachen, lachen, lachen. Er hörte erst auf, als ihn ein Batzen Schleim am Kopf traf, den Korrodin in die Grube gespuckt hatte.
„Na dann viel Erfolg, Hochwürden! Das will ich sehen, wie du mit dem Körper in deiner Welt zurechtkommst!“
Mit diesen Worten wand er sich ab und verschwand mit Tinkins wohlgeformtem Leib auf Nimmerwiedersehen im Wald.

Er sollte Recht behalten. Farnheims Fluch schien auf Tinkin zu lasten, denn obwohl er im Besitz des Lichts von Valrhoda war, wollte ihm die nächsten Jahre nichts gelingen, wohin er auch immer ging, was immer er auch begann. Er hatte sich längst in sein trostloses Schicksal ergeben, als er eines Tages völlig abgehärmt und halb blind nach einem Streit mit vier moradischen Halbgurten wieder in das Dorf Valrhoda stolperte. Zu seiner großen Verwunderung empfing ihn die Alte, die ihm damals die warnenden Worte nachgerufen hatte, mit einem warmen Lächeln und offenen Armen.
„Ihr bringt uns das Licht zurück, Herr! Eine gute Entscheidung“, lobte sie.
Und als er, verdutzt, nicht widersprach, sprang die kleine Phiole aus Tinkins Manteltasche direkt in die Hände der Alten.
Die umschloss das Fläschchen mit ihren knochigen Fingern und flüsterte: „Es soll zusammen sein was zusammengehört!“
Das schillernde Seil aus Licht, das Tinkin mittlerweile nur mit Unheil assoziierte, stieg langsam aus seinem Glas und wand sich um die schuppige Kreatur, die Graf Tinkin beherbergte. Im nächsten Moment verschwamm die Welt ein wenig, als er sie nur noch aus seinen eigenen beiden Augen sah. Überrascht blickte er an sich herunter. Seine Arme endeten in langen Fingern, der rote Schuppenpanzer war seiner eigenen, weichen, gelben Haut gewichen, und er konnte in seinen glänzenden Schuhen mit den Zehen wackeln. Da wusste er, dass er endlich in sein altes Leben zurückkehren konnte. Sein Leben ohne Korrodin Farnheims ungeliebten Körper, der ihn beinahe sein ganzes Lebensglück gekostet hatte.

Die nächsten Jahre verbrachte er mit der Suche nach Korrodin. Schließlich fand er ihn (in seinem eigenen Körper, vom Unglück verfolgt) in den hördiesischen Seidenplantagen unter Ohigua, und brachte ihn als Freund und Bruder mit sich nach Hause. Sie würden gemeinsam versuchen, das universelle Unrecht wiedergutzumachen, das Tinkin erst jetzt verstanden hatte: Schönheit und Erfolg gehörten zusammen wie die Alte aus dem Dorf und das Licht von Valrhoda.

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Raven1303
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 37
Beiträge: 418
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 18.10.2020 22:13    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe/r Unbekannte/r,

eine geniale Geschichte mit tiefgründigem Ende.
Gefällt smile

Edit: Hm, jaaaa, Mist! Jetzt sind doch noch ein paar andere Geschichten daher gekommen, die deine leider nach unten abdrängen.
Das ist sehr schade und ich hätte gerne noch mehr Punkte übrig ...


_________________
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den Nächsten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm und ich kreise Jahrtausende lang.
Und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm? Oder ein großer Gesang... (R.M. Rilke)
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silke-k-weiler
Geschlecht:weiblichKlammeraffe

Alter: 45
Beiträge: 512



BeitragVerfasst am: 19.10.2020 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Text,

der Anfang liest sich bis auf den etwas üppigen Gebrauch des Wortes "Wurzel" gut und vielversprechend. Offenbar gab es einen Körpertausch, ein gewisser Graf Tinkin steckt nicht mehr im eigenen wohlgestalten Leib, sondern in dem einer schuppigen Kreatur mit Stielaugen und einigen anderen Gadgets. Das alles hat etwas mit dem Licht von Valrhoda zu tun.

Der Graf stellt den Körperdieb, überlistet ihn, luchst ihm das Licht ab, hat aber trotzdem nicht viel davon. Erst als das Licht zu seiner rechtmäßigen Besitzerin zurückkehrt, bekommt der Graf seinen Körper zurück.

Bis zu der Szene in der Grube zwischen dem echten und dem "falschen" Tinkin habe ich gerne gelesen (bis auf Kleinkram). Dann wird mir der Rest zu schnell abgefrühstückt und die Moral verstehe ich überhaupt nicht. Schönheit und Erfolg gehörten zusammen wie die Alte aus dem Dorf und das Licht von Valrhoda. Schönheit und Erfolg gehören zusammen? Ist das ein hördiesisches Sprichwort? Ich verstehs nicht.

Vorgaben:
Licht -> check!
Verfolgungsjagd: Ist die nicht schon gelaufen, als die Geschichte einsetzt?

VG
Silke
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RAc
Eselsohr


Beiträge: 412



BeitragVerfasst am: 19.10.2020 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hat nicht zu Punkten gereicht; auf Grund der Vielzahl der Einreichungen habe ich leider auch keine Zeit für eine detaillierte Rezension (vielleicht später)...
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Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1324



BeitragVerfasst am: 20.10.2020 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Interessante Grundidee, aber die Umsetzung bereitet mir Schwierigkeiten. Ich weiß nicht, wie dieses Monster überhaupt aussieht, so vielseitig sind die Beschreibungen, und ich verstehe nicht, wie er sein Leben verbringt.
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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3675

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
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BeitragVerfasst am: 20.10.2020 18:02    Titel: Antworten mit Zitat

Hä? Ich verstehe die Moral der Geschichte nicht.

Überhaupt verlangt einem diese Geschichte einiges ab. Wer spricht gerade aus welchem Körper? Und wer war noch mal wer? Ob Korrodin der gleiche "Mensch" wie Farnheim ist (ja, ich weiß, das ist er, steht da doch, aber es bleibt nicht unbedingt beim ersten Mal hängen und dann verwendest du einmal den einen Namen, dann wieder den anderen und machst es mir so nicht eben leicht).
Überhaupt die Namen - Tintin? Hört sich irgendwie mehr nach niedlicher, harmloser kleiner Elfe an.

Jedenfalls weiß ich nach dem ersten Lesen noch nicht so genau, wie ich das nun wirklich finde, ob mir der Erzählstil zusagt oder eher nicht, weil ich noch mit Herumsortieren beschäftigt bin.

Achter Platz.
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Katinka2.0
Geschlecht:weiblichEselsohr


Beiträge: 265



BeitragVerfasst am: 21.10.2020 19:54    Titel: Antworten mit Zitat

Und die Moral von der Geschicht‘: Habgier führt zu nichts! wink

Liebe/r Autor/in,

eine außergewöhnliche Idee hast du hier wortgewandt zu Papier gebracht. Die Geschichte liest sich kurzweilig und überzeugt mit einer wohlüberlegten Handlung, in der sich durchaus ein tieferer Sinn zeigt. Die Vorgaben sind erfüllt und das Gesamtpaket gefällt mir gut.

Möglicherweise ist hier der ein oder andere Punkt drin ...

LG Katinka
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V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 47
Beiträge: 3067
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BeitragVerfasst am: 22.10.2020 02:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo unbekannter Autor, Autorin, heimlich mitschreibende KIs, magische Wesen oder was auch immer,

Ich kommentiere direkt beim ersten Lesen und während ich lese, damit die Leseeindrücke so frisch wie möglich sind. Daher kann es sein, dass ich mal auf etwas hinweise, was sich später im Text noch klärt.
Disclaimer vorweg: All meine Kritiken sind in diesem Wettbewerb hochgradig subjektiv und bedeuten damit eigentlich gar nichts, außer wie mir ein Text persönlich gefallen hat. Ich neige zu Sarkasmus und mache mich auch gerne mal über Dinge lustig. Ich bitte diejenigen, die eine gefühlt zu harte Kritik von mir abbekommen, das nicht persönlich und mit Humor zu nehmen, denn es ist ganz bestimmt nicht böse gemeint. Ich nehme aber auch kein Blatt vor den Mund, wenn jemand seinen Text bei einem Wettbewerb der ungeschönten und schonungslosen Kritik vorwirft. Wer ein Problem damit hat, möge das Lesen meines Kommentars an dieser Stelle abbrechen.

So, los geht‘s, you have been warned …


Zitat:
und Tinkins eigene, wohlklingende Stimme schallte durch den Wald, brach sich an von Blättern perlenden Wassertropfen und verband sich mit den Lauten des Landes zu einem herrlichen Gesang.
Wie nar­ziss­tisch ist der eigentlich?

Zitat:
In seine eigenen, zauberhaften Augen, so blau und dunkel wie die Tiefsee.
Langsam nervt es.

Zitat:
Schönheit und Erfolg gehörten zusammen wie die Alte aus dem Dorf und das Licht von Valrhoda.
Oha, eine Moral.

Und damit bin ich durch. Ich hätte das jetzt fast komplett als belanglose Fantasy-Geschichte verworfen, eben jenem Zeug ohne Realitätsbezug, das das ganze Phantastik-Genre in Verruf bringt, aber dann kommt dieser Satz am Ende daher, so rotzfrech und billig mit erhobenem Zeigefinger, wie ich es eigentlich gar nicht mag, und sagt mir dann: Hey, da ist ja doch was dran. Und es gelingt mir nicht ganz, ihm mit dem Mittelfinger zu antworten. Allerdings – stimmt das überhaupt? Ist Schönheit ein integraler Bestandteil von Erfolg? Schönheit halte ich für übertrieben, aber andersrum formuliert, Hässlichkeit ist definitiv ein Hindernis. Ich frage mich nur, wie der Graf seine neue Erkenntnis umzusetzen gedenkt. Er mag Korrodin verzeihen, ihn anerkennen und ihm helfen, aber wie hilft das anderen Hässlichen auf der Welt?

Bleibt unterm Strich also eine gut geschriebene Fantasy-Geschichte, die sich wirklich gut lesen lässt und am Schluss trotz bisher fehlendem Realitätsbezug noch eine bisschen zum Nachdenken anregt. Ich frage mich nur, ob man das weniger mit dem Holzhammer hätte machen können, aber das wäre bei dem knappen Wortlimit wahrscheinlich nur schwer möglich.

gerne gelesen,
Veith


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
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d.frank
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 41
Beiträge: 1047
Wohnort: berlin


BeitragVerfasst am: 22.10.2020 23:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ok, ja, ist das jetzt so richtig, richtige Fantasy?
Ich habe keine Ahnung davon. Ich hab auch keine Ahnung, ob richtig, richtige Fantasy in den Beschreibungen mit so vielen Adjektiven arbeiten muss, aber mir ist schon aufgefallen, dass viele das denken und tun.
Ich habe nichts gegen Adjektive! Um eine Welt oder ein Wesen korrekt zu beschreiben, sind die auch sicher sehr sinnvoll.  Aber wenn die dann auch noch in diesen typischen Formationen kommen:

voller Galopp
Leise fluchend
nachdenklich auf die Lippe beißen

und das gehäuft gleich im ersten Absatz, dann hat mein Enthusiasmus schon das erste Mal zum Mantel gegriffen. Naja, und deswegen hätte ich fast die eigentlich doch schöne Prämisse und den klug gebauten Plot verpasst.
Bisschen weniger Verfolgung und Beschreibung am Anfang, vielleicht auch gleich zugeben, dass da einer in dem Körper eines anderen steckt, und ich denke, dann hätte auch ich (als Gegenwartsliteraturleser) mich viel besser hier drin einrichten können.

Punkteedit:

3

Nochmal so richtig, richtige Phöntösie, löl
Hey, ich mach doch nur Spaß! wink
Erkennbar daran, dass ich dem Text meine Punkte gönne. Ich denke sogar, dass man sich nach dem Wettbewerb ruhig nochmal daran setzen könnte, die Verfolgungsjagd eintütet und viel mehr Augenmerk auf die Reise im fremden Körper legt. Weil der Gedanke gefällt mir, dass es am Ende eben doch nicht ausreicht, eine schöne Hülle vor sich herzutragen.


_________________
Die Wahrheit ist keine Hure, die sich denen an den Hals wirft, welche ihrer nicht begehren: Vielmehr ist sie eine so spröde Schöne, daß selbst wer ihr alles opfert noch nicht ihrer Gunst gewiß sein darf.
*Arthur Schopenhauer
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Ribanna
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BeitragVerfasst am: 24.10.2020 07:22    Titel: Antworten mit Zitat

So kann Fantasy eben auch sein, mit richtig guten Einfallen und überraschenden Wendungen, mit Figuren, über die noch niemand geschrieben hat. Gefällt mir sehr gut!

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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 1595
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Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 25.10.2020 11:04    Titel: Antworten mit Zitat

Leerer Kommentar. Auf Wunsch kann ein ausführliches Feedback gern bei mir erfragt werden.

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NEU - NEU - NEU im September 2020:
"Hexenherz - Goldener Tod"
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"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
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Taranisa
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Alter: 51
Beiträge: 1378
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 25.10.2020 13:03    Titel: Antworten mit Zitat

Vorgaben erfüllt und unterhaltsam umgesetzt, sogar mit "Moral von der Geschicht".

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"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
"Die Ehre des Henkersweibs", Burgenwelt Verlag, ET 12/20
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nicolailevin
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Beiträge: 150
Wohnort: Süddeutschland


BeitragVerfasst am: 27.10.2020 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Der Text beginnt prächtig und entwickelt sich zu einer hübschen runden Story. Die Namen, die Gestalten, das klingt alt und vertraut und ist doch eigen und originell. Korrodin, der Warzenolm, der die Gestalt mit dem Grafen Tinkin getauscht hat und sich nun mit Hilfe des wunderbaren Lichtes auf Schatzsuche machen will. Ich mag den Schreibstil, diese Geschichte habe ich richtig gern gelesen. Gelungener Humor, wenn sich Tinkin selbst mit den ungewohnten Krallen immer wieder verletzt. Tinkins Versuch, den neureichen Parvenu auszubooten – auch das ist im Dialog witzig und gut umgesetzt.

Zum Ende hin wird es mir zu gedrängt: Die Jahre des Unglücks in ein, zwei trockenen und sehr vagen Sätzen abgetan, das hätte ich mir ein bisschen ausführlicher und konkreter gewünscht – und ich begreife nicht ganz die Moral vom „universellen Unrecht“: Ist es nun hinzunehmen, dass die Schönen erfolgreicher sind als die Hässlichen oder will Tinkin etwas dagegen tun?

Insgesamt aber eine amüsante, sehr schöne und märchenhafte Geschichte! Ist ganz vorne mit dabei.
Punkte: 10
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anderswolf
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 500
Wohnort: Bad Nauheim


BeitragVerfasst am: 28.10.2020 15:28    Titel: Antworten mit Zitat

Karl, mei Droppe! Oder: Moradische Warzenolme würde Phiolen klauen.

Als Graf Tinkin eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Naja. Sein Körper ward ihm geklaut, und er muss in veränderter Form vor dem eigenen Personal fliehen. Wie lästig. Und dann auch noch eine weise Alte mit der dunklen Prophezeiung, er müsse zusammenbringen, was zusammengehört. Klingt nach Wiedervereinigung, ist aber nur verklausuliert dafür, dass er a) das örtliche Artefakt zurückbringen soll und b) Größe zeigen soll und seinen Erzfeind als ihm ebenbürtig anerkennen muss, bevor er glücklich werden kann.

Das Ganze ist unfreiwillig komisch, zeigt aber, wie wichtig es manchmal sein kann, erfundene Namen nochmal zu prüfen. Oder aber man darf weder von Valrhona-Schokolade oder von den Herz-Kreislauf-Tropfen namens Korodin gehört haben. Falls es jedoch Absicht sein sollte, dann versteht der Rezensent die Anspielung nicht. Freiwillig (sprich: absichtlich) amüsant hingegen der Versuch des Grafen, den Dieb mit den eher abseitigen Beschwernissen des Kapitalismus auszutricksen.

Was sich anlässt wie eine tragische Verwechsfolgungsjagd à la Dingdongdilli, entpuppt sich schnell als rumpelstilziges Gegenseitig-über-den-Tisch-Geziehe, bei dem am Ende beide Parteien feststellen, dass das nur zu zweit Spaß macht. Vielleicht also doch Wiedervereinigung (inklusive Treuhand-Anspielung). Die Moral jedenfalls ist so tränenrührend wie Zwiebelschneiden, seltsame Formulierungen und unfreiwillige Komik machen aus einem theoretischen Schelmenroman-Lesespaß eher ein verwirrendes Sammelsurium von Phantastik-Fragmenten und verdecken subtil jede ohnehin schon versteckte Anspielung auf potentielle Gesellschaftskritik.

Fünf Punkte.
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Constantine
Geschlecht:männlichExposéadler


Beiträge: 2969



BeitragVerfasst am: 29.10.2020 21:59    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour Inko,

ich mache es kurz:
Zitat:
Mit einem pudrig-dumpfen Schlag kam er unten auf und schickte eine staubige Wolke aus trockenem Laub, Zweigen und kleinen Krustentieren gen Himmel.


Da steckt eine interessante Welt in deiner Story. Dein Beitrag ist voll mit Details, mit Farbe, Gerüche, Geräusche und viel Herz. Die Wortlimitierung muss Hölle gewesen sein, dem Drang widerstehen zu müssen, noch weiter in die Charaktere und die Welt einzutauchen und zum Ende eine runde Story zu schaffen. Eventuell musstest du den Text auf die finalen 1989 Wörter trimmen - teilweise spüre ich eine Kürze im Text, die mir den Text leider etwas zu getrimmt erscheinen lässt - und eventuell hast du noch die gekürzten Passagen und eventuell kommt ein Directors Cut davon und noch eventueller kommen noch Erweiterungen  die dem Text als Extended Directors Cut gut stehen würden.
Das Ende hat mir sehr gefallen, dass Tinkin nach Korrodin sucht und eine fruchtbare Freundschaft zwischen beiden entsteht. Fein.

Mein fünfter Platz: cinq points.

Merci beaucoup.
Constantine
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Maunzilla
Klammeraffe


Beiträge: 795



BeitragVerfasst am: 30.10.2020 06:43    Titel: Antworten mit Zitat

Endlich mal eine klassische Fantasy-Geschichte.
Sie ist spannend erzählt, etwas action-lastig. Ich wünschte, man würde ein wenig früher erfahren, wer die handelnden Figuren sind. So fällt es ein wenig schwer, sich zu orientieren.


_________________
"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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Kojote
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BeitragVerfasst am: 30.10.2020 11:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ein sehr angenehm zu lesender Text, dem es auch an Tiefsinnigkeit nicht mangelt. Danke dafür!

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Abari
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Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 31.10.2020 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Schönes Märchen. Gern gelesen.

_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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Eliane
Geschlecht:weiblichKlammeraffe


Beiträge: 818



BeitragVerfasst am: 01.11.2020 05:55    Titel: Antworten mit Zitat

Damit ich die Beiträge einigermaßen gerecht bewerten kann, vergebe ich jeweils maximal 5 Punkte für:
Thema "Licht": 5
Beginn "Stille / Unfall / Verfolgungsjagd": 5
Genre Phantastik: 5
Schreibstil: 3
persönlicher Eindruck: 2
Summe: 20

Schön geschrieben, nur für mein Gefühl ein bisschen zu viel versucht: 2000 Wörter für so viel Inhalt sind einfach zu wenig, die beiden langen Zeiträume, die überbrückt werden, zu viel. Hier hätte ich mir eine schnellere Auflösung gewünscht - oder aber mehr Platz in der Geschichte, um die Teile nicht nur schnell heruntererzählt zu bekommen.
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Minnewall
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 29
Beiträge: 126
Wohnort: Oberhausen


BeitragVerfasst am: 01.11.2020 11:37    Titel: Antworten mit Zitat

Der Anfang war vielversprechend, die Idee mit dem Körpertausch eine packende wenn auch nicht originelle.
Danach wurde es mir leider etwas zu generisch und stumpf. Was mich vor allem störte, das war die alte Frau. Wiese muss diese dem Helden gegenüber in Rätseln sprechen, wenn es doch so einfach wäre, die Sache mit dem Licht zu erläutern. Will sie denn nicht, dass das Licht zu ihr zurückkehrt?
Die Moral von der Geschicht' habe ich nicht recht verstanden: Schönheit und Erfolg gehören zusammen? Warum?
Trotz allem: Den Text las ich insgesamt ohne große Mühen zu Ende, da er von einer Erzählstimme begleitet wird, von der ich mich gerne an die Hand nehmen ließ. Auch wurden die Vorgaben vollends umgesetzt.

Punkte wird es wahrscheinlich geben -- wie viele, das weiß ich noch nicht.


_________________
Der bewusste Gedanke ist auch nur einer, der aus dem Dunkel kommt.
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Sue Ulmer
Geschlecht:weiblichEselsohr

Alter: 27
Beiträge: 363
Wohnort: Göttingen


BeitragVerfasst am: 01.11.2020 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ein Text, der gegen Ende sehr märchenhaft wird - mit Zeitraffern, einem Happy-End und einer Moral. Das Licht steht im Zentrum und die Geschichte wird mit einer großen Liebe zum Detail erzählt.

_________________
Hier ruht ein gelynchtes Gedicht.
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Westmonster
Leseratte


Beiträge: 100



BeitragVerfasst am: 01.11.2020 21:29    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ganz herzlichen Dank für eure Kritiken und Löbnisse!
Ich freue mich ehrlich über beides und bin hin und weg, wie unterschiedlich meine kleine Geschichte angekommen ist.
Besonderen Dank an alle, die mir ein Feedback zu bestimmten Elementen des Textes gegeben haben, denn damit kann ich jetzt richtig gut weiterarbeiten. smile

Und ja, genau: das Wortlimit war tatsächlich einfach der Horror! smile extra

Übrigens, weil mehrere danach gefragt haben: tatsächlich ist es so, dass subjektiv als schön empfundenen Menschen mehr Kompetenz unterstellt wird als denen, die man hässlich findet. Da gibt es eine ganze Menge Studien dazu, eine besonders plakativ betitelte heißt "beauty is talent", das wäre evtl. bei weiterführendem Interesse ein passender Google-Begriff.


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