14 Jahre Schriftstellerforum!
 
Suchen
Suchabfrage:
erweiterte Suche

Login

Jetzt erhältlich! Eine Anthologie von und mit unseren Usern. Jetzt bestellen! Die erste, offizielle DSFo-Anthologie! Lyrikwerkstatt Das DSFo.de DSFopedia


Wie seid Ihr so gut geworden?

 
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Allgemeines rund um die Schriftstellerei -> Profession Schriftsteller (Leid und Lust)
 Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 15.09.2020 20:58    Titel: Wie seid Ihr so gut geworden? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Abend zusammen,

mich interessiert, was Euch am meisten geholfen hat, Euch beim Schreiben zu verbessern? War es das Lesen? Das Schreiben selbst? Waren es gute Tipps? Wenn ja - welche? Und habt Ihr das Gefühl Euch verbessert zu haben? Woran macht Ihr das fest? Und was hast Du zuletzt gelernt oder begriffen?

Mir hat es am meisten geholfen, dass ich einfach immer weiter geschrieben habe. Ehrlich gesagt ging das gar nicht anders, es war wie verselbständigt. Was mir auch geholfen hat, ist, Gedichte zu schreiben. Nicht nur, weil es dabei (für mich) darauf ankommt, nach Möglichkeit ohne viel Firlefanz zu schreiben was gesagt werden soll und sich aufs Wesentliche zu beschränken, mich möglichst präzise auszudrücken und Füllworte wegzulassen. Ich lese auch sehr viel Lyrik, was sicherlich auch einen Einfluss hat. Was mir auch geholfen hat, was vermutlich seltsam klingt, sind Texte, die mir misslungen sind. Außerdem: Dem inneren Kritiker zwischendurch mal den Mund zu verbieten. *g* Der soll mich machen lassen! *g*

Und wie ist das bei Euch?

LG
Nina


_________________
Liebe tut der Seele gut.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 67
Beiträge: 4878
Wohnort: 50189 Elsdorf/Rhld.
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 15.09.2020 21:03    Titel: Antworten mit Zitat

Bei mir war es das Lesen - und ein paar Nackenschläge von Stephen King.

_________________
LG
Ralphie
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 15.09.2020 21:10    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Bei mir war es das Lesen - und ein paar Nackenschläge von Stephen King.

Was hat er denn gesagt/geschrieben (King), was Dir geholfen hat?


_________________
Liebe tut der Seele gut.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
BrianG
Geschlecht:männlichEselsohr

Alter: 43
Beiträge: 211



BeitragVerfasst am: 15.09.2020 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Primär fallen mir zwei Dinge ein:

(1)
Schreiben.
Aber nicht nur Schreiben, sondern vor allem auch fertig Schreiben.

Ich habe jahrelang Geschichten angefangen und als ich nach einigen Seiten das Interesse verlor, nicht damit weitergemacht. In dieser Zeit habe ich mich kaum weiterentwickelt. Erst seit ich das, was ich anfange, auch zu Ende bringe, merke ich eine Entwicklung. Wenn ich heute das ansehe, was ich vor fünf Jahren produziert habe und mit meinen heutigen Texten vergleiche, erkenne ich eine positive Entwicklung. Nicht das Ende der Fahnenstange, aber ich glaube, ich bin auf einem guten Weg.

(2)
Überarbeiten.
Denn indem ich das, was ich zuvor (zu Ende) geschrieben habe, nochmal durchgehe, es Wort für Wort lese und mir überlege, ob da wirklich nichts mehr geht, lerne ich aus meinen eigenen Fehlern. Und beseitige sie. Und beim nächsten Mal mache ich hoffentlich weniger Fehler.

(2b)
Beim Überarbeiten ist es nötig, ehrlich zu sich selbst zu sein. Nicht vor Ehrfurcht über sein geniales Werk erstarren, sondern sich bewusst zu machen, dass es fehlerbehaftet ist. Dass es Schwächen hat. Und davor darf man die Augen nicht verschließen. Chronische Unzufriedenheit kann dabei hilfreich sein.


_________________
Aus dem Chaos sprach die Stimme: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen."
Und ich lächelte und war froh.
Und es kam schlimmer.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
MrT
Geschlecht:männlichKlammeraffe


Beiträge: 540

Ei 3


BeitragVerfasst am: 15.09.2020 22:47    Titel: Antworten mit Zitat

Mit der chronischen Unzufriedenheit sehe ich etwas anders, da dies schnell zum Hemmnis werden kann. Aber ansonsten kann ich meinem Vorschreiber nur zustimmen.

Wobei viel (vor allem unterschiedliche Genre) lesen und sich gezielt mit aktuellen Themen aller Art regelmäßig auseinandersetzen mM unabdingbar sind, um sich weiterzuentwickeln.


_________________
"Zwei Engel wider Willen", theaterboerse, 08/2017
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Mogmeier
Geschlecht:männlichGrobspalter

Moderator
Alter: 46
Beiträge: 2173
Wohnort: Reutlingen


BeitragVerfasst am: 15.09.2020 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nina,

ja, zumindest kann ich behaupten, dass in mir – was die Schreiberei anbelangt – eine Entwicklung stattfand, ob diese aber nun zum Guten verlief, sei einmal dahingestellt.

Zum Schreiben kam ich, nachdem ich mehrere S.-King-Bücher durchhatte und irgendwann dann auch satt hatte (was jetzt nicht abwertend gegenüber diesen Romanen gemeint ist, aber irgendwann wird so etwas mitunter monoton).
Klar, ich versuchte mich dann selbst an solchen Geschichten, merkte dann aber schnell, dass ich eine ganz andere Schiene fahre. Diesbezüglich las sich dann mal einer aus meiner buckligen Verwandtschaft (er recht literaturbewandert) einen meiner ersten Entwürfe durch und gab mir daraufhin eine Buchempfehlung, die er mir mit den folgenden Worten ans Herz legte: »Junge, das hier dürfte was für dich sein!«
Und keine Ahnung, ob ich mir damals darauf etwas hätte einbilden sollen, oder auch nicht; denn er ließ die Frage offen, ob er mir dieses Buch aufgrund meiner Kreativität ans Herz legte, oder ich für sein Empfinden grottenschlecht bis kacke schrieb.

Wie dem auch sei, dieses Buch sorgte in mir für einen regelrechten Umbruch. Man könnte es fast schon als göttlichen Richtungsgeber bezeichnen. Die Rede ist von: »Der Besen im System«, geschrieben von – wer hätte das gedacht – David Foster Wallace.

Später kam dann noch ein Thomas Pynchon dazu, der das Ganze komplettierte.

Was ich aber aktuell feststellte: ernstere Projekte meinerseits (wobei bei mir stets der Schalk mitschreibt, den ich seit jeher faustdick hinter den Ohren sitzen habe) finden weniger Anklang als der Pfeffer, den ich gerne in der Rubrik »Die schlechteste Geschichte der Welt« verstreue. – Sollte uns das zu denken geben?
Vielleicht sollte ich es doch lieber eher mit Töpfern probieren, oder ich lerne auf so ’nem peruanischen Instrument zu spielen, so ’nem überdimensionalen Panflöten-Dingens; oder ich fange generell erstmal mit ’ner handelsüblichen Panflöte an, denn die sollte ausreichen, damit ich mir mein ganz persönliches »el condor pasa« pfeifen kann.
(Und ja. Der Typ im Video verkörpert absolut glaubwürdig die peruanische Mentalität, Natur und Natürlichkeit in Person!!! – Ja, ganz bestimmt!) Laughing

Viele Grüße
Mog


_________________
»Nichtstun ist besser, als mit viel Mühe nichts schaffen.«
Laotse
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ralphie
Geschlecht:männlichForenonkel

Alter: 67
Beiträge: 4878
Wohnort: 50189 Elsdorf/Rhld.
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 15.09.2020 23:14    Titel: Antworten mit Zitat

Nina hat Folgendes geschrieben:
Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Bei mir war es das Lesen - und ein paar Nackenschläge von Stephen King.

Was hat er denn gesagt/geschrieben (King), was Dir geholfen hat?


Ich habe eine Autobiografie von Stephen King gelesen und darin stand sinngemäß, dass man Adverbien und Adjektive nach Möglichkeit vermeiden soll. Das war so etwas wie eine Initialzündung.


_________________
LG
Ralphie
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
V.K.B.
Geschlecht:männlich[Error C7: not in list]

Alter: 47
Beiträge: 2844
Wohnort: Nullraum
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 16.09.2020 01:24    Titel: Antworten mit Zitat

Was mir am meisten geholfen ist – ganz ehrlich – die Kritik hier im Forum. Ich habe jahrelang für mich selbst oder kleinen Freundeskreis geschrieben, immer die gleichen Anfängerfehler gemacht und mich kaum weiterentwickelt, weil niemand nie etwas moniert hat. Erst als ich hier ins Forum kam und mir wiederholt gesagt wurde, das und das geht so aber nicht, habe ich wirklich angefangen zu lernen, viele neue Sachen ausprobiert, tatsächlich mal was über Perspektiven gelesen und so weiter.

Mein ganzer Dank gilt hier also wirklich dem Forum. Hätte ich mich da nie angemeldet und mir Feedback geholt, würde ich heute wahrscheinlich immer noch so schreiben wie vor einigen Jahren – und zwar grottig.


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally jumpscare people …
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
agu
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 45
Beiträge: 1991
Wohnort: deep down in the Brandenburger woods


BeitragVerfasst am: 16.09.2020 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Bei mir war und sind es einfach die vielen Jahre des Schreibens (und Lesens). Ich habe mal irgendwo gelesen, dass man ungefähr alle 1000 Normseiten einen Sprung macht, also eine signifikante Verbesserung des eigenen Handwerks erreicht. Insbesondere für meine Anfangszeiten kann ich das bestätigen. In dieser Phase haben mir auch Schreibratgeber sehr geholfen. Ich habe an die 4 Romanmanuskripte gebraucht, bis ich an einem Punkt war, den ich als 'veröffentlichungsreif' bezeichnen würde. Also einschließlich aller Fingerübungen und abgebrochener Projekte um die 2.000 Normseiten.

Wenn man mal auf einem soliden handwerklichen Niveau ist, fallen die Sprünge nicht mehr so drastisch aus, dann sind es eher schleichende Veränderungen (ob Verbesserungen, liegt im Auge des Betrachters).

Ich habe meinen Stil über die Jahre z.B. immer mehr verknappt, vor allem beeinflusst durch andere Bücher bzw. Autoren, die ich gut finde.
Früher habe ich blumiger und ausschweifender geschrieben, auch auf Drängen meines ersten Verlags. Jetzt tendiere ich in dem Gegenschwung eher zu sehr kurzen, knappen Sätzen mit wenig Kringeln und Dekoration.


_________________
Meine Bücher:
Engelsbrut (2009 Sieben, 2011 LYX) | Engelsjagd (2010 Sieben) | Engelsdämmerung (2012 Sieben)
Die dunklen Farben des Lichts (2012, SP)
Purpurdämmern (2013, Ueberreuter)
Sonnenfänger (2013, Weltbild)
Kill Order (2013 Sieben)
Choice / als Chris Portman (2014, Rowohlt)
Wie man ein Löwenmäulchen zähmt / als Eva Lindbergh (2016, Droemer Knaur)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Stefanie
Reißwolf


Beiträge: 1244



BeitragVerfasst am: 16.09.2020 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lese viel, auch Schreibratgeber, schreibe und setze mich mit konstruktiver Kritik auseinander.
Außerdem schaue ich mir viele andere Texte an und kritisiere die, dann schaue ich, ob ich selbst die gleichen Fehler mache.
Die Auseinandersetzung mit fremden Texten hilft mir sehr viel, weil ich da objektiver bin.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 16.09.2020 10:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

hallo kien,

weil das, worüber du hier schreibst, "kritik, das zweischneidige schwert" nicht zum thema meines fadens gehört, nämlich wodurch und wie konkret leute besser geworden sind im schreiben, habe ich die moderation gebeten, dein posting abzuschneiden, heraus zu trennen und als eigenes thema zu posten. dort kann ja dann über (vermeintliche oder tatsächliche) sinnigkeit und (angebliche oder tatsächliche) unsinnigkeit von kritik(ern) diskutiert werden. weil mich das thema kritik in den letzten tagen auch beschäftigt hat, werde ich dort sicherlich auch den ein oder anderen beitrag dazu schreiben.

lg
nina

Kien hat Folgendes geschrieben:
Kritik ist aus meiner Sicht immer ein zweischneidiges Schwert. Nicht falsch verstehen, ich halte sie, insbesondere von Menschen außerhalb des eigenen Verwandtschafts- und Freundeskreises, für wichtig und ohne kritische Betrachtung von außerhalb würde ein eigener Entwicklungsprozess vermutlich nur schwer in Gang gesetzt werden. Aber was ich, auch während meiner kurzen Zeit hier im Forum, mitbekommen habe, läuft die meiste Kritik sehr oft auf das Gleiche hinaus: Vermeide lange Schachtelsätze, spare mit Adjektiven, "show don't tell" (ist für mich schon jetzt zu einem "Hassbegriff" geworden, sorry) etc. Ich habe manchmal das Gefühl, dass versucht wird, die Leute ein wenig "einzunorden", die Ecken und Kanten, die man hat, abzuschleifen und den Stil so weit es geht anzugleichen, sodass das Ganze für den Kritiker gut lesbar wird und sich an dem orientiert, was er bereits kennt. Natürlich gibt es auch schriftstellerische Vorgaben, an die man sich halten sollte und wenn ein Text gänzlich unlesbar ist, sollte klar sein, dass es von Vorteil ist, ihn zu überarbeiten. Aber die Grenze zwischen "Verbesserungsvorschläge annehmen" und "es den Kritikern recht machen" ist aus meiner Sicht eine sehr schmale.
Nur meine zwei Pfennig zu dem Thema.

MOD-EDIT: Der Beitrag auf den sich hier bezogen wird, befindet sich nun hier.


_________________
Liebe tut der Seele gut.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Prosagonistin
Geschlecht:weiblichSchmierfink

Alter: 47
Beiträge: 84
Wohnort: Settingshausen


BeitragVerfasst am: 16.09.2020 13:22    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo zusammen.

Bei mir war es das Lesen. Und zwar nicht das übliche Lesen zur Zerstreuung und Unterhaltung (ja, auch E-Lit kann einen unterhalten... Rolling Eyes ), sondern das bewusste Lesen bzw. beinahe schon Auseinanderpflücken des Textes half mir mich weiterzuentwickeln. Witzig ist, dass dann meine eigenen Schreibversuche sich den jeweiligen Büchern angepasst hatten. Aber solange man es merkt, oder auch bewusst versucht einen Stil zu kopieren (des Lernen willens) ist das in Ordnung. Es braucht halt eine gewisse Zeit, seinen eigenen Stil zu entwickeln. Und wenn man ihn gefunden hat, entwickelt man sich weiter und schwupps ist er wieder obsolet.

Ach ja, natürlich hat mir das Schreiben geholfen. Am Besten drauflos schreiben, ohne den Anspruch zu haben es zu veröffentlichen. Sich zwingen ein Thema aufzugreifen, das einem vielleicht nicht unbedingt liegt und sich durchzubeißen.

Prosagonistin Buch


_________________
"Eat & Chill" - Kurzgeschichte (Anthologie im Storia Verlag)
"Der Frühling neigt sich dem Sommer zu" - Gewinnertext des Monats August 2020 (Schreibwettbewerb Literaturhaus Zürich)
"Jäger, Tröster" - Roman-MS (noch nicht veröffentlicht)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Michel
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 48
Beiträge: 2589
Wohnort: Südwest
Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 16.09.2020 13:39    Titel: Antworten mit Zitat

Die Überschrift hat mich erst mal zurückzucken lassen - "so gut" fühle ich mich keineswegs, lediglich "so gut, wie ich es derzeit schaffen kann". Aber im Text hast Du ja beschrieben, worum es Dir geht.

Für mich: Lesen. Viel. Schreiben. Viel. Enthusiasmus, ohne den ich mein erstes Buch nie vollendet hätte. Die Erkenntnis, bei weitem nicht so gut schreiben zu können, wie ich es angenommen hatte. Der Entschluss, nun erst mal schreiben zu lernen. Das Lesen von erst ganz allgemeinen und dann immer spezielleren Schreibratgebern. Schreibwettbewerbe, vor allem unter Zeitdruck. (Deshalb liebe ich das Festival der Flinken Feder so. Es zwingt mich, meinen Kritiker ins Eck zu stellen und loszuschreiben, etwas zu Themen zu versuchen, die ich sonst niemals angepackt hätte.) AGs hier im Forum, meine eigene ebenso wie andere. Die Erkenntnis, dass ich bestimmte Fähigkeiten, die ich hier lese, selbst wohl nicht erreichen werde, weil sie mit meinem (Schreib-, Persönlichkeits-, ect.-)Stil nicht kompatibel sind. Das Dranbleiben. Das Wieder-Versuchen. Das …

… Kürzen. lol


_________________
Ab November 2019 im Handel: "Shevon", erster Band der Flüchtlings-Chroniken
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Bunt Speck
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 428
Wohnort: Brimm


BeitragVerfasst am: 16.09.2020 14:22    Titel: Antworten mit Zitat

Gute Frage, Nina!

Die Fähigkeit zur Annahme von Kritik.

Am meisten hat mir die Kritik von anderen geholfen, vor allem von Profis und denjenigen, die sich mit dem Schreiben wirklich beschäftigen. Testleser haben mir dagegen eher wenig gebracht, also außer ein wenig Rechtschreibung und Logikfragen.

Bei meiner wissenschaftlichen Arbeit habe ich Kritikfähigkeit, Disziplin und Durchhaltevermögen gelernt und ein dickes Fell bekommen. Als ich dann selbst Arbeiten betreut habe, wurde mir bewusst, wie wichtig der Blick von Außen ist, wenn man andere erreichen will, und dass man auf die anderen hören sollte. Das hat mir dann viel für das kreative Schreiben und die Kritik von Profis und guten Amateuren gebracht. Dazu zwei Schreibratgeber und Übung ...

Grüße
Bunt


_________________
Don't worry, we're in no hurry.
School's out, what did you expect?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Taranisa
Geschlecht:weiblichReißwolf

Alter: 51
Beiträge: 1274
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 16.09.2020 17:05    Titel: Antworten mit Zitat

"Gut" liegt im Auge des Betrachters. Wink
Anfangs verschlang ich, neben dem Schreiben, viele Ratgeber, dann meldete ich mich im Forum an. Die konstruktive Kritik, erst recht, nachdem ich meine AG eröffnete, möchte ich niemals missen. Ich lechze förmlich danach, auf Unstimmigkeiten und/oder Schwachstellen hingewiesen zu werden, da ich nur so weiterlernen und mich stetig verbessern kann.
Von daher kann ich mich V.K.B.s Dank nur von Herzen anschließen. smile extra


_________________
"Henkersweib", Burgenwelt Verlag, ET 12/18
"Die Ehre des Henkersweibs", Burgenwelt Verlag, ET 12/20
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Willebroer
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3368
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 16.09.2020 17:21    Titel: Re: Wie seid Ihr so gut geworden? Antworten mit Zitat

Nina hat Folgendes geschrieben:


Und wie ist das bei Euch?


Ich sage Bescheid, wenn es bei mir soweit ist. Embarassed
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Elbenkönigin1980
Eselsohr


Beiträge: 466
Wohnort: Trier


BeitragVerfasst am: 16.09.2020 20:26    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe 25 Jahre lang(seit ich 15 Jahre alt bin) nur für mich geschrieben und erst hier im Forum Testleser gefunden und schon in den drei Monaten die ich hier bin sehr viel gelernt, wie ich meinen Schreibstil noch verbessern kann.
So weiß ich jetzt, dass ich manches viel zu ausführlich beschrieben habe, Dinge, die der Leser sich auch so denken kann, und dass ich bei Horror nicht gleich am Anfang die ganze Gruselkiste über dem Leser ausschütten darf.
Ich hoffe sehr, dass dieses Feedback mir helfen wird, meinen Schreibstil zu verbessern, habe aber schon das Gefühl, dass es mir schon bisher sehr viel gebracht hat und ich hier noch viel mehr lernen kann.
Wenn man nur für sich schreibt, lernt man wohl nicht sich zu verbessern, weil einem die Fehler die man macht ja gar nicht bewusst sind.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Mogmeier
Geschlecht:männlichGrobspalter

Moderator
Alter: 46
Beiträge: 2173
Wohnort: Reutlingen


BeitragVerfasst am: 16.09.2020 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Nina,

ein kleines Off-Topic meinerseits vorab:

Kiens Beitrag habe ich von hier abgetrennt und neuplatziert. Ja, ich fand sogar einen Thread zum Thema Kritik und dieser ganzen „Metaphysik“ darum herum.
Das wollte ich hier an dieser Stelle als MOD-Mog nur mal angebracht haben, nicht dass sich noch jemand wundert, wo denn der Beitrag hin ist, auf den du dich bezogen hattest.

………………………………………………

Aber noch mal zurück zum eigentlichen Thread-Thema:

Meine zwei Schriftsteller-Idole hatte ich namentlich ja schon erwähnt (und dies – so unter uns gesagt – bereits schon mehrfach zuvor, also nicht nur hier).

Was ich dem David Foster Wallace z.B. dabei abgewinnen konnte und ich mich dahingehend so verbesserte, dass das schon zu meinem Steckenpferd geworden ist (zumindest kann ich das aufgrund überwiegend positiver Rückmeldungen dazu behaupten), ist das Nachbilden bzw. Erschaffen authentischer Dialoge.

Viele Grüße
Mog


_________________
»Nichtstun ist besser, als mit viel Mühe nichts schaffen.«
Laotse
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beka
Geschlecht:weiblichBücherwurm


Beiträge: 3246



BeitragVerfasst am: 17.09.2020 08:40    Titel: Antworten mit Zitat

Geholfen hat mir bei meinem ersten Manuskript  das Forum hier, vor allem die Arbeit in den AGs. Meine Texte wurden zerpflückt, aber ich fand es auch sehr hilfreich, die Texte von anderen und die Kritiken dazu zu lesen.
Dann viel lesen. Bei Büchern, die mir gefallen, schaue ich genau hin, was mich fesselt und wie der Autor es anstellt, mich zu fesseln. Schreibratgeber habe ich in meiner Anfangszeit auch gelesen, aber nicht viele.

Zitat:
Und habt Ihr das Gefühl Euch verbessert zu haben? Woran macht Ihr das fest? Und was hast Du zuletzt gelernt oder begriffen?


Ich bin routinierter geworden. Ob ich mich wirklich verbessert habe, weiß ich gar nicht. Wenn ich heute in meinen Erstling reinlese, finde ich ihn immer noch toll und manchmal denke ich, so was kriege ich nicht mehr hin, das ist einfach was besonderes.
 Obwohl, eigentlich habe ich bei jedem Roman den ich gerade schreibe, auch beim aktuellen, das Gefühl, dass die Vorgänger alle viel besser sind ...

Was ich zuletzt gelernt habe: Dass ich auch oder gerade unter Zeitdruck (drohender Abgabetermin) gut schreiben kann, selbst wenn ich eigentlich keine Lust dazu habe.  Mir geht es wie Jack London: “You can't wait for inspiration. You have to go after it with a club.”


_________________
*Die Sehnsucht der Albatrosse* (Aufbau Taschenbuch)
*Das Geheimnis des Nordsterns* (Aufbau Taschenbuch)
*Die Tochter der Toskana - Wie alles begann* ( Aufbau Digital)
*Die Tochter der Toskana* (Aufbau Taschenbuch)
*Das Gutshaus in der Toskana* (Aufbau Taschenbuch)
*Sterne über der Toskana* (Aufbau Taschenbuch)
*Tage des Aufbruchs* (Tinte & Feder)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 17.09.2020 18:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

danke dir, mog. ich dachte halt, dass ihr seinen und dann gleich meinen noch dazu rauszieht, aber so geht es auch, danke.
danke auch schon mal an alle fürs fleißige aufschreiben und eure interessanten gedanken hier.

Mogmeier hat Folgendes geschrieben:
Hallo Nina,

ein kleines Off-Topic meinerseits vorab:

Kiens Beitrag habe ich von hier abgetrennt und neuplatziert. Ja, ich fand sogar einen Thread zum Thema Kritik und dieser ganzen „Metaphysik“ darum herum.
Das wollte ich hier an dieser Stelle als MOD-Mog nur mal angebracht haben, nicht dass sich noch jemand wundert, wo denn der Beitrag hin ist, auf den du dich bezogen hattest.

………………………………………………


_________________
Liebe tut der Seele gut.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Elbenkönigin1980
Eselsohr


Beiträge: 466
Wohnort: Trier


BeitragVerfasst am: 17.09.2020 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Ralphie hat Folgendes geschrieben:
Bei mir war es das Lesen - und ein paar Nackenschläge von Stephen King.


Hast du auch seine Biographie gelesen?
Die ist quasi meine persönliche Bibel, ich hab da viele gute Ratschläge für mich herausziehen können, als ich mir dieses Buch (Über das Leben und das Schreiben) vor 20 Jahren gekauft habe.
Ein Buch mit guten Tipps das auch Mut macht nicht aufzugeben.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4682



BeitragVerfasst am: 17.09.2020 20:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

hallo elbenkönigin, kannst du das bezüglich der autobiographie bitte woanders oder per pn klären? wär mir sehr lieb, wir blieben hier beim thema. danke dir. lg, nina.

_________________
Liebe tut der Seele gut.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Deutsches Schriftstellerforum Foren-Übersicht -> Allgemeines rund um die Schriftstellerei -> Profession Schriftsteller (Leid und Lust) Alle Zeiten sind GMT - 11 Stunden
Gehe zu Seite 1, 2  Weiter
Seite 1 von 2



 
 Foren-Übersicht Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst Deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht teilnehmen.
In diesem Forum darfst Du Ereignisse posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht posten
Du kannst Dateien in diesem Forum nicht herunterladen

Thema Autor Forum Antworten Verfasst am
Keine neuen Beiträge Nicht mehr wie zuhause mikeykania Feedback 0 28.09.2020 23:46 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Wie habt ihr euer Pseudonym gewählt? Stefanie Dies und Das 12 20.09.2020 12:12 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Wie wichtig ist das, was Du schreibst? Nina Profession Schriftsteller (Leid und Lust) 26 11.09.2020 11:54 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Wie sieht es bei Euch mit der PR aus? Bumblebee Sonstige Diskussion 19 08.09.2020 17:38 Letzten Beitrag anzeigen
Keine neuen Beiträge Wie alles begann cathys_story Einstand 4 07.09.2020 21:13 Letzten Beitrag anzeigen

EmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungEmpfehlungBuchBuchBuchEmpfehlungEmpfehlung

von MShadow

von Lapidar

von Thomas74

von Hitchhiker

von silke-k-weiler

von BirgitJ

von Jana2

von Nina C

von poetnick

von Fao

Impressum Datenschutz Marketing AGBs Links
Du hast noch keinen Account? Klicke hier um Dich jetzt kostenlos zu registrieren!