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Unter der spanischen Sonne


 

 
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Düsterhöft
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Beiträge: 13
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 13.09.2020 20:52    Titel: Unter der spanischen Sonne eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Kapitel 1


„Lisa! Beeil dich gefälligst, sonst verpasst du noch deinen Flug!“
„Bin doch schon da.“ Lisas Kopf war hochrot, vom schleppen ihrer Koffer. Ihr Vater kam ihr zur Hilfe geeilt und nahm ihr den großen Reisekoffer ab. Ihre Eltern standen schon eine Weile ungeduldig am Auto und warteten auf ihre Tochter, denn Lisa war auf dem Weg nach Spanien. Nicht etwa in den Urlaub, sondern um für ein Jahr oder zwei dort in einem großen Hotel zu arbeiten. Es war nichts besonderes, nur einer dieser riesigen drei Sterne Hotelkomplexe in denen hauptsächlich All-Inklusive-Touristen eincheckten. Sie hatte keinerlei Erfahrung im Servicebereich. Als gelernte Automechatronikerin war sie froh überhaupt eine Stelle ergattert zu haben. Anfangen würde sie als Küchenhilfe und wenn sie sich gut anstellte, würde man sie vielleicht irgendwann an der Rezeption einsetzen oder wenigstens bei den Zimmermädchen.
Komme was wolle, sie freute sich auf dieses Abenteuer.
Ihr Chef war weniger begeistert gewesen als sie kündigte. Er hielt die Idee für Zeitverschwendung durch die er einen seiner besten Arbeiter verlor.
„Melde dich, wenn du wieder da bist.“, hatte er nur zum Abschied gesagt und sie mit gespieltem Ärger aus der Werkstatt geworfen.
„Hast du auch nichts vergessen?“, fragte ihre Mutter besorgt. Sie zupfte unnötiger weise den Kragen von Lisas Bluse zurecht.
„Ich denke nicht.“, sagte sie und nahm die Hände ihrer Mutter in ihre, damit sie aufhörte.
„Willst du das wirklich machen? Was machst du denn da, ganz alleine?“
„Mama, ich bin fünfundzwanzig Jahre alt, ich schaffe das schon und ja, ich will das unbedingt.“ Das hatte sie ihrer Mutter heute schon zum hundertsten Mal versichert.
„Na gut, dann los geht’s!“, sagte sie resignierend und half ihrer Tochter, das restliche Gepäck im Kofferraum zu verstauen. Ihr Vater verwuschelte ihr im Vorbeigehen die Haare und zwinkerte ihr zu. Ihm viel es besonders schwer seine Tochter so weit weg ziehen zu lassen. Er hatte schon Probleme gemacht, als sie mit zweiundzwanzig in eine eigene Wohnung, in der Nähe ihrer Arbeit zog. Aber als sie mit der Idee kam, für einige Zeit ins Ausland zu gehen, hatte er nichts unversucht gelassen, ihr das wieder auszureden. Doch schließlich gab er sich geschlagen und half ihr sogar dabei ihre Zelte in Deutschland abzubrechen. All ihr Zeug lagerte jetzt in dem nun hoffnungslos überfüllten Keller ihrer Eltern und in den letzten drei Wochen hatte sie wieder zu Hause gewohnt. Ihr Auto war verkauft, von dem Geld der Flug bezahlt und eine stattliche Spanien Garderobe gekauft worden. Denn die Sommer in Deutschland waren kaum lang oder heiß genug um ausreichend kurze Hosen und luftige Oberteile zu haben. Ihr Vater hatte die letzten Wochen, die er seine Tochter wieder ganz bei sich hatte sehr genossen und konnte so dieser ganzen Auswanderungsidee wenigstens etwas Gutes abgewinnen.

Während der Autofahrt nutzte Lisa die Zeit um weiter an ihrem spanisch zu feilen. Sie war dem Umstand dankbar, dass sie vor einigen Jahren dem Drang nachgegeben hatte, eine zweite Fremdsprache zu lernen. Deutsch und Englisch waren ja kein Problem und da im VHS-Kurs für Spanisch noch ein Platz frei war, fiel ihre Wahl auf diese Sprache.
Doch so recht konnte sie sich nicht konzentrieren. Immer wieder schweifte ihr Blick aus dem Fenster und langsam wurde ihr etwas mulmig. Sie dachte an ihre Freunde und an die Abschiedsfeier am Abend zuvor. Es war eine kleine Feier gewesen. Lisa hatte nicht besonders viele Freunde, was vor allem daran lag, dass sie ein etwas rüpelhaftes und temperamentvolles Wesen hatte. Der Beruf in einer Männerdomäne steuerte auch seinen Teil dazu bei. Sie war bei ihren Kollegen wegen ihrer unkomplizierten und einfachen Art geschätzt und konnte vielleicht den einen oder anderen als Freund bezeichnen. Doch der Abschied war ihr von jedem einzelnem schwergefallen. Viele Tränen waren geflossen, besonders als sie sich von ihrer besten Freundin Tine verabschiedete. Eine halbe Stunde lang waren sie sich immer wieder um den Hals gefallen und Tine hatte ihr hoch und heilig versprochen, sie im nächsten Sommer zu besuchen.
Jetzt noch der Abschied von ihren Eltern und sie konnte sich endlich voll und ganz auf das Kommende konzentrieren.
Als sie am Flughafen ankamen, hakte ihre Mutter sich bei Lisa unter und ließ sie nicht mehr los, bis sie am Check-in-Schalter angekommen waren. Hier war Endstation für ihre Eltern. Lisa warf sich ihre Tasche, die sie als Handgepäck mitnehmen wollte, über die Schulter und stellte die Koffer auf das Förderband am Schalter. Natürlich überschritt sie das Freigewicht hoffnungslos und bezahlte verärgert die zusätzlichen Gebühren. Dann drehte sie sich zu ihren Eltern um, die sich gegenseitig festhielten und Lisa mit Tränen in den Augen ansahen.
„Ihr habt es mir versprochen.“, sagte Lisa gespielt empört und nahm beide in die Arme.
„Ach was willst du schon dagegen machen.“, brummte ihr Vater und wischte sich hastig die Tränen aus dem Gesicht.
„Es ist ja kein Abschied für immer und schließlich arbeite ich in einem Hotel. Ihr könnt mich jeder Zeit besuchen kommen.“ Jetzt kämpfte auch Lisa mit den Tränen. Doch sie lächelte tapfer und drückte zum Abschied fest die Hände ihrer Eltern. Dann ging sie zum Kontrollschalter und durch den Metalldetektor. Als sie sich wieder umdrehte, winkten ihre Eltern und ihre Mutter formte mit ihren Lippen die Worte `Ruf an!´
Lisa nickte und ging weiter. Sie musste sich erst einmal hinsetzen um sich wieder zu fangen, dann stapfte sie durch den Wartebereich am Gate und wartete.

Der Flug war angenehm, sie hatte sogar einen Fensterplatz ergattert. Als das Flugzeug zur Landung ansetzte, setzte bei Lisa leise Panik ein. Sie hatte schreckliche Angst zu versagen, nicht gemocht zu werden oder zu tölpelhaft zu sein. Sie wollte es nur noch hinter sich bringen.
Als sie ihre Koffer endlich alle auf einen Gepäckwagen gehievt hatte, fuhr sie in die Eingangshalle des Flughafens und sah sich unsicher um. Zum Glück war wenig los und so sah sie den Mann, der ein Schild mit dem Namen ihres Hotels hochhielt, ziemlich schnell. Es hatten sich schon andere Frauen und Männer in ihrem Alter um ihn versammelt und einige plapperten aufgeregt miteinander. Erleichtert steuerte sie auf die Gruppe zu und merkte dabei zu spät, dass sie zu schnell war um den Gepäckwagen noch rechtzeitig zu stoppen. Sie stemmte sich noch mit aller Kraft dagegen, doch es half nichts. Lisas Gepäckwagen krachte in den, einer missmutig dreinblickenden Frau um die dreißig.
„Kannst du nicht aufpassen, blöde Ziege!“, rief sie in wütendem spanisch aus und schubste sie an der Schulter.
„Kein Grund gleich handgreiflich zu werden, es war ja keine Absicht! Entschuldige bitte und schick mir die Rechnung.“, sagte Lisa in ruhigem, jedoch scharfem Ton.
`Super, machst dir gleich mal Freunde´ dachte sie und schluckte die blöde Ziege einfach hinunter.
„Gut, dann sind wir ja jetzt alle.“, begann der Mann mit dem Schild und rollte über die Zickereien nur die Augen.
„Ola, mein Name ist Angelo. Ich arbeite in der Personalabteilung des Hotels und fahre Sie jetzt zum Hotel. Dort gebe Ihnen dann eine kurze Einweisung, bevor Sie etwas Essen und dann Schlafen gehen können. Es ist jetzt zwanzig Uhr zweiunddreißig, wir werden in etwa Zwei Stunden im Hotel ankommen.“ Damit machte Angelo sich auf den Weg in Richtung Ausgang und der Trupp von sieben Leuten setzte sich in Bewegung, ihm zu folgen.
„Das wird ein Nachspiel haben.“, zischte die Frau in deren Gepäckwagen Lisa gerauscht war. Doch Lisa war nicht der Typ um sich von halbgaren Drohungen einschüchtern zu lassen. Die Frau wollte schnell an ihr vorbeiziehen, doch Lisa beschleunigte. So leicht wollte sie diese Person nicht davonkommen lassen.
„Du bist wohl im Kindergarten nicht oft geschubst worden, was? Wieso regst du dich so auf, es war ein Versehen und ich habe mich dafür entschuldigt“
„Ich rege mich auf wie ich will und DU hast mich zu siezen!“, giftete sie.
„ICH sieze niemanden, der mich eine blöde Ziege nennt.“, entgegnete Lisa trocken.
„Oh, das tust du doch. Als Zimmermädchen stehst du unter meiner Fuchtel und wenn ich in den Zimmern auch nur eine Kleinigkeit zu beanstanden habe, dann sorge ich dafür, dass du ein Ticket nach Hause bekommst.“, damit zog sie ab. Lisa hätte ihr  gerne noch gesagt, dass sie für die Küche eingeteilt war, doch falls sich die Pläne kurzfristig geändert hatten und sie noch nichts davon wusste, war es besser jetzt die Klappe zu halten.
Im Bus setzte sich eine aufgekratzt wirkende kleine Blondine neben Lisa.
„Mach dir nichts draus, die ist immer so drauf. Lass dir einfach nichts zu Schulden kommen, dann bekommst du sie kaum zu Gesicht.“, sie grinste Lisa bis über beide Ohren zu und Lisa konnte nicht anders als zurück zu lächeln.
„Danke, da kann ich ja nur hoffen. Ich bin Lisa.“, sie streckte dem Mädchen die Hand hin, die diese energisch ergriff.
„Ich bin Manuela, aber nenn mich Manu.“, wenn überhaupt möglich, grinste Manu noch breiter.
„Dann bist du also keine Neue?“, fragte Lisa neugierig.
„Nein, ich habe gerade meine Familie in Holland besucht. Marta hat mich auch auf dem Kieker.“, flüsterte sie. „Aber ich hoffe, dass wird besser.“ Vergnügte rutschte sie auf ihrem Sitz hin und her, bis sie bequem saß.
„Und du? Warst du vorher schon Mal im Ausland arbeiten?“, fragte sie. Lisa betrachtete gerade Manu´s Sommersprossen, die ihr ganz Dick über Wangen und Nase gingen. Sie hatte einen kleinen, vollen Mund und große blaue Augen. Sie war wie ein zierliches Püppchen, mitsamt Stupsnase, hatte aber Energie wie ein Wirbelsturm.
„Nein, das ist das erste Mal. Ich bin schon total nervös.“, gab sie zu und lächelte unsicher.
„Das kann ich total verstehen. Als ich das erste Mal hier ankam, habe ich vor Nervosität so viel gequasselt, dass mir der Busfahrer Sprechverbot erteilt hat.“
Lisa lachte, sie konnte sich das nur zu gut vorstellen.
Dank Manu verging die Fahrt wie im Flug. Am Hotel angekommen, verabschiedete sie sich und Lisa ging mit den Neuankömmlingen, Angelo und Marta in die Hotelhalle. Dort bekamen sie ihre ersten Instruktionen und wurden dann aufgeteilt. Die beiden Männer wurden an der Bar, die beiden Mädchen als Reinigungspersonal und sie als Küchenhilfe eingesetzt. Als Marta das hörte, verzog sie das Gesicht noch missmutiger und warf Lisa einen bösen Blick zu. Lisa musste lachen, als sie das sah und schüttelte den Kopf. Wie konnte sich jemand wegen einer solchen Lappalie so aufregen? Es war ja nicht einmal ein Gepäckstück vom Wagen gefallen.
„Jetzt gehen wir zur Rezeption, da werdet ihr auf eure Zimmer verteilt. Es sind Doppelzimmer, ihr werdet sie euch also teilen müssen und ich will keine Beschwerden darüber hören.“ Angelo winkte, dass sie ihm folgen sollten. Allgemeines Murren hatte sich eingestellt, ob dieser Neuigkeit. Lisa lief ein Schauer über den Rücken als ihr bewusst wurde, dass sie vielleicht mit Marta ein Zimmer bekam. Doch natürlich hatte die ein Einzelzimmer. Sie machte sich schnell aus dem Staub, ohne Lisa noch eines Blickes zu würdigen. Lisa war überrascht, als sie an der Rezeption Manu entdeckte. Sie redete auf die Dame hinter der Theke ein und als sie Lisa sah, warf sie ihr schnell noch ein paar Worte hin und kam dann auf sie zu gerannt.
„Du bist bei mir im Zimmer!“, jubelte sie. „Ich habe gerade die Einteilung ändern lassen, ich habe nämlich sonst immer voll langweilige Zimmergenossen. Das wird bestimmt total toll! Das macht dir doch nichts aus, oder? Du kannst auch mit jemand anders aufs Zimmer, wenn du das möchtest.“
Lisa grinste, weil sie einfach nicht anders konnte. Wenn man Manu ansah, musste man einfach gut drauf sein.
„Du wirst mir zwar manchmal furchtbar auf die nerven gehen, aber solange du mich am Morgen nicht ansprichst und nicht gleich beleidigt bist, wenn ich dich mal pampig bin glaube ich, dass es ganz lustig werden könnte.“
Kumpelhaft legte sie Manu einen Arm um die Schulter und ging zur Rezeption um sich ihren Schlüssel abzuholen.
Den ganzen Weg zum Zimmer plapperte Manu auf Lisa ein. Selbst, als sie schon das Licht gelöscht hatten, schnatterte sie immer noch wie eine Gans, ohne, dass Lisa ihr antworten musste.
„Manu?“, murmelte Lisa irgendwann schlaftrunken.
„Ja?“ Sie klang aufgeregt.
„Halt endlich die Klappe.“
„Ja, tschuldige. Gute Nacht.“ Und dann war tatsächlich Ruhe.

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Raven1303
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 37
Beiträge: 127
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BeitragVerfasst am: 13.09.2020 22:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Düsterhöft,

ich muss gestehen, dein Titel hat mich nicht sehr gereizt deine Geschichte zu lesen. Zusammen mit dem Genre, das du angegeben hast, klang das für mich wie eine langweilige Schnulze, die meine Oma immer im TV angeschaut hat.
Habe dann aber doch gelesen und muss nun sagen, dass ich interessiert bin, wie es weiter geht.
Neues Land, direkt eine potentielle Zickenfeindin und eine lustige Zimmergenossin, mit der - vermutlich - noch viel Abwechslungsreiches passieren wird. Vielleicht kommen noch andere Hotelbewohner hinzu?
Du hast den Anfang gut aufgebaut, wobei ich persönlich Bücher lieber mag, wo man nicht erst so viel Erklärung und Hintergrundinfos überwinden muss, bevor es los geht.
Es ist zwar bei dir nicht so viel, aber es wäre fesselnder, wenn du vielleicht direkt mit dem Konflikt mit der Kofferzicke anfängst und dann im Bus erinnert sich deine Protagonistin an die Vorbereitungen zu hause usw.
Dann ging es direkt interessanter los.

Habe noch ein paar Fehlerchen und falsche Kommas gefunden, aber die findest du sicher auch, wenn du den Text ne Weile bei Seite legst und dann neu überarbeitest.
Was du grundsätzlich falsch machst ist der Punkt bei der wörtlichen Rede. Man setzt ein Komma nach ? und ! und da, wo man einen Punkt machen würde, lässt man ihn weg. Also so z.B.

"Schönes Wetter heute", sagte die Putzfrau
"Hä?", fragte der Koch.

LG Raven

P.S. Ich hoffe, du bist nicht bös, wegen der "Oma-TV-Schnulze". Ich lese aber auch nicht so gerne Liebesromane. Also zählt meine Meinung auch gar nicht smile
Mach auf jeden Fall weiter! smile


_________________
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den Nächsten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm und ich kreise Jahrtausende lang.
Und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm? Oder ein großer Gesang... (R.M. Rilke)
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hans1
Schmierfink


Beiträge: 79



BeitragVerfasst am: 14.09.2020 00:28    Titel: Antworten mit Zitat

tja, dann fange ich mal an.
wenn deine Personen sprechen, reden sie wie geschrieben.
es gibt eine Schreibsprache und eine Sprechsprache. die Schreibsprache ist wunderschoen grammatisch und formuliert und daher langweilig.
SO SPRICHT KEIN MENSCH!

nur als Beispiel: "„Ola, mein Name ist Angelo. Ich arbeite in der Personalabteilung des Hotels und fahre Sie jetzt zum Hotel. Dort gebe Ihnen dann eine kurze Einweisung, bevor Sie etwas Essen und dann Schlafen gehen können. Es ist jetzt zwanzig Uhr zweiunddreißig, wir werden in etwa Zwei Stunden im Hotel ankommen."

"Ola" ist absolut falsch. Im spanischen wird es geschrieben "HOLA",aber gesprochen wird es "OLA". Anderes Beispiel "Honga". Der Pilz. geschrieben mit "H", gesprochen ohne "H".

wenn du also schon spanische Konversation treibst, dann bitte richtig.

Naechstes.  Hola. Mein Name ist Angelo. Ich arbeite in der Personalabteilung und finde es grausam, wie du mich sprechen laesst, als schreibe ich eine Bewerbung fuer die Kochkueche..."

Redet man so wie du es schreibst? Nein.
" Hola, soy (ich bin) Angelo, ich soll dich abholen. Guten Flug gehabt? Du wirst sicher viele Fragen haben, das klaeren wir alles im Hotel. Da gibt es auch noch was zu Essen"

Also bitte die Menschen normal sprechen lassen.

Das naechste Problem ist das "SIE" und das "DU". Ich gehe davon aus, die Protagonisten sprechen spanisch?

usted hablar espanol? (SIE sprechen spanisch?)
Tu hablas español  (DU sprichst spanisch?)

Usted, Sie sprechen spanisch?  Man spricht sich per SIE an. Nur wenn es vertraulich ist, kommt das Du zu gebrauch. Tu. (Auch die Kinder sprechen ihre Eltern mit SIE an !Aus Respekt)

Und solche Schnippichkeiten, wie sie die junge Frau sich leistet, sind unglaubwuerdig. De junge Frau ist den ersten Tag in Spanien, im Hotel, sie ist unsicher, sie ist aufmerksam, sie will alles richtig machen, sie verhaelt sich nicht so wie in Hinterkrotzingen!  Ja kruzituerck du Hirsch, hoastes in deim Schaedel rein ?
Das sind nur kurze Hinweise. Also, schau dir den ganzen Text nochmal an auf genau diese Punkte. Sprechsprache. Stimmt die psychologie?

Dann sehen wir weiter. Und denke daran,   die Menschen in Spanien sind anders als die Deutschen, sie sind so gut wie immer freundlich, sehr freundlich. Und auch in Hotels: Keine Hetze und Eile. Immer tranquillo, immer ruhig, langsam.

Saludos companera, hasta proximo vezes.
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Rodge
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BeitragVerfasst am: 14.09.2020 07:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Düsterhoft,

im Grunde finde ich es ganz gut geschrieben, nicht alle Dialoge sind gelungen, dafür gibt es ja schon Beispiele. Was mich eher stört, ist der ganze Infodump am Anfang, in wenigen Absätzen wird mir die Welt erklärt. Warum nicht am Flughafen mit einer ausführlichen Szene anfangen, in der wir ganz langsam erfahren, wer die Prota ist, wie sich fühlt im fremden Land usw. Ansonsten wird das schnell eine chronologische Abfolge der Handlung und nach 80 Seiten bist du fertig.
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Düsterhöft
Geschlecht:weiblichSchneckenpost


Beiträge: 13
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 14.09.2020 08:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Also zuerst mal: ich freue mich gerade riesig über die konstruktiven Kritiken! Niemals wäre ich irgendjemandem böse, weil er oder sie sachlich seine oder ihre Meinung kundtut Wink
Dann hab ich gleich noch eine Frage zum technischen Ablauf:
Überarbeite ich jetzt das Kapitel und stelle es anschließend als Neufassung noch einmal ein, oder überarbeite ich den Text für mich und geb Euch nur das nächste Kapitel als Fortsetzung?
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Raven1303
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Alter: 37
Beiträge: 127
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 14.09.2020 09:14    Titel: Antworten mit Zitat

Das kannst du machen wie du magst.

Überarbeite den Text und poste ihn hier noch einmal, dann lese ich gerne nochmal drüber smile


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Rodge
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Beiträge: 568
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 15.09.2020 07:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Düsterhoft,

das kommt darauf an, wie umfangreich du Änderungen planst und wie dir das Forum helfen soll. Ich vermute, dass die Vergleichbarkeit Vorteile bringt, also würde ich vermutlich den Anfang noch mal einstellen (nach Überarbeitung).

Wenn du das tust, gibt es im Editor unten ein Häkchen, mit dem du mitteilst, dass es eine neue Version der Geschichte ist. Das hat den Vorteil, dass jeder, der das neu liest, nicht erst die alte Version lesen muss (sondern gleich beim Einstieg sieht, dass es eine neue Version gibt).

Grüße
Rodge
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marinaheartsnyc
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Alter: 27
Beiträge: 22



BeitragVerfasst am: 16.09.2020 13:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Düsterhöft,

ich habe das grundsätzlich gerne gelesen, wirkt auf jeden Fall wie Stoff für eine unterhaltsame Geschichte. Mir sind allerdings tendenziell deine Figuren und ihre Emotionen ein bisschen zu "drüber", was vielleicht auch die vielen sehr gängigen Wendungen wie "mit Tränen in den Augen", "hoch und heilig versprochen", "Zelte abzubrechen" ausmachen - so etwas wirkt für mich schnell etwas abgedroschen.
Die Charaktere finde ich grundsätzlich auch ein bisschen überzeichnet, deine Hauptfigur ist z.B. zugleich "rüpelhaft und temperamentvoll", aber auch "unkompliziert und einfach", das widerspricht sich meines Erachtens nach ein bisschen. Aber grundsätzlich ist so etwas wohl auch Geschmackssache und nur meine subjektive Meinung, und dein Text ist auf jeden Fall gut zu lesen!

Liebe Grüße
Marina


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Yesterday I was clever, so I wanted to change the world. Today I am wise, so I am changing myself.

- Rumi
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Düsterhöft
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Beiträge: 13
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BeitragVerfasst am: 17.09.2020 21:43    Titel: unter der spanischen Sonne Neue Version Kapitel 1 pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Überarbeitung ist jetzt nicht so umfangreich wie ich es mir zu Anfang vorgenommen hatte. Ich versuche mich jetzt einfach mal langsam heran zu tasten.

„Lisa! Beeil dich gefälligst, sonst verpasst du noch deinen Flug!“
„Bin doch schon da“ Lisa´s Kopf war hochrot, vom Schleppen ihrer Koffer. Ihr Vater kam ihr zur Hilfe geeilt und nahm ihr den großen Reisekoffer ab. Ihre Eltern standen schon eine Weile ungeduldig am Auto und warteten auf ihre Tochter, denn Lisa war auf dem Weg nach Spanien. Nicht etwa in den Urlaub, sondern um für ein Jahr oder zwei dort in einem großen Hotel zu arbeiten.
„Hast du auch nichts vergessen?“, fragte ihre Mutter besorgt. Sie zupfte unnötiger Weise den Kragen von Lisa´s Bluse zurecht.
„Ich denke nicht“, sagte sie und nahm die Hände ihrer Mutter in ihre, damit sie aufhörte.
„Willst du das wirklich machen? Was machst du denn da, ganz alleine?“
„Mama, ich bin fünfundzwanzig Jahre alt, ich schaff das schon und ja, ich will das unbedingt“ Das hatte sie ihrer Mutter heute schon zum hundertsten Mal versichert.
„Na gut, dann los geht’s!“, sagte sie resignierend und half ihrer Tochter, das restliche Gepäck im Kofferraum zu verstauen. Ihr Vater verwuschelte ihr im Vorbeigehen die Haare und zwinkerte ihr zu. Ihm viel es besonders schwer seine Tochter so weit weg ziehen zu lassen. Er hatte schon Probleme gemacht, als sie vor ein paar Jahren in eine eigene Wohnung, in der Nähe ihrer Arbeit gezogen war. Aber als sie mit der Idee kam, für einige Zeit ins Ausland zu gehen, hatte er nichts unversucht gelassen, ihr das wieder auszureden. Doch schließlich gab er sich geschlagen und half ihr sogar dabei ihre Zelte in Deutschland abzubrechen. All ihr Zeug lagerte jetzt in dem nun hoffnungslos überfüllten Keller ihrer Eltern und in den letzten drei Wochen hatte sie wieder zu Hause gewohnt. Ihr Auto war verkauft, von dem Geld der Flug bezahlt und eine stattliche Spanien Garderobe gekauft worden. Denn die Sommer in Deutschland waren kaum lang oder heiß genug um ausreichend kurze Hosen und luftige Oberteile zu haben.

Während der Autofahrt nutzte Lisa die Zeit um noch ein paar Vokabeln zu lernen. Sie war dem Umstand dankbar, dass sie vor einigen Jahren dem Drang nachgegeben hatte, eine zweite Fremdsprache zu lernen. Deutsch und Englisch waren ja kein Problem und da im VHS-Kurs für Spanisch noch ein Platz frei war, fiel ihre Wahl auf diese Sprache.
Doch so recht konnte sie sich nicht konzentrieren. Immer wieder schweifte ihr Blick aus dem Fenster und langsam wurde ihr etwas mulmig. Sie dachte an ihre Freunde und an die Abschiedsfeier am Abend zuvor. Es war eine kleine Feier gewesen. Lisa hatte nicht besonders viele Freunde, was vor allem daran lag, dass sie ein etwas rüpelhaftes und temperamentvolles Wesen hatte. Viele Tränen waren geflossen, besonders als sie sich von ihrer besten Freundin Tine verabschiedete. Eine halbe Stunde lang waren sie sich immer wieder um den Hals gefallen und Tine hatte ihr hoch und heilig versprochen, sie im nächsten Sommer zu besuchen.
Jetzt noch der Abschied von ihren Eltern und sie konnte sich endlich voll und ganz auf das Kommende konzentrieren.
Als sie am Flughafen ankamen, hakte ihre Mutter sich bei Lisa unter und ließ sie nicht mehr los, bis sie den Check-in-Schalter erreichten. Hier war Endstation für ihre Eltern. Lisa warf sich ihre Tasche, die sie als Handgepäck mitnehmen wollte, über die Schulter und stellte die Koffer auf das Förderband am Schalter. Natürlich überschritt sie das Freigewicht hoffnungslos und bezahlte verärgert die zusätzlichen Gebühren. Dann drehte sie sich zu ihren Eltern um, die sich gegenseitig festhielten und Lisa mit Tränen in den Augen ansahen.
„Ihr habt es mir versprochen“, sagte Lisa und kämpfte gegen den Klos in ihrem Hals, als sie ihre Eltern in eine Umarmung zog.
„Ach was willst du schon dagegen machen“, brummte ihr Vater und wischte sich hastig die Tränen aus dem Gesicht.
„Es ist ja kein Abschied für immer und schließlich arbeite ich in einem Hotel. Ihr könnt mich jeder Zeit besuchen kommen“ Jetzt kämpfte Lisa doch noch mit den Tränen. Aber sie lächelte tapfer und drückte zum Abschied fest die Hände ihrer Eltern. Dann ging sie zum Kontrollschalter und durch den Metalldetektor. Als sie sich wieder umdrehte, winkten ihre Eltern und ihre Mutter formte mit ihren Lippen die Worte `Ruf an!´
Lisa nickte und ging weiter. Sie musste sich erst einmal hinsetzen, um sich wieder zu fangen, dann stapfte sie durch den Wartebereich am Gate und wartete.

Der Flug war angenehm, sie hatte sogar einen Fensterplatz ergattert. Als das Flugzeug zur Landung ansetzte, setzte bei Lisa leise Panik ein. Sie hatte schreckliche Angst zu versagen, nicht gemocht zu werden oder zu tölpelhaft zu sein.
Als sie ihre Koffer endlich alle auf einen Gepäckwagen gehievt hatte, fuhr sie in die Eingangshalle des Flughafens und sah sich unsicher um. Zum Glück war wenig los und so entdeckte sie den Mann, der ein Schild mit dem Namen ihres Hotels hochhielt, ziemlich schnell. Es hatten sich schon andere Frauen und Männer in ihrem Alter um ihn versammelt und einige plapperten aufgeregt miteinander. Erleichtert steuerte sie auf die Gruppe zu und merkte dabei zu spät, dass sie zu schnell war um den Gepäckwagen noch rechtzeitig zu stoppen. Sie stemmte sich noch mit aller Kraft dagegen, doch es half nichts. Lisas Gepäckwagen krachte in den, einer missmutig dreinblickenden Frau um die dreißig.
„Kannst du nicht aufpassen!“, schimpfte sie in wütendem spanisch los.
„Entschuldigen Sie bitte, das war keine Absicht“, sagte Lisa in ruhigem, jedoch scharfen Ton.
`Super, machst dir gleich mal Freunde´ dachte sie.
„Gut, dann sind wir ja jetzt alle“, begann der Mann mit dem Schild und rollte über die Zickereien nur die Augen.
„Hola, ich heiße Angelo. Ich arbeite in der Personalabteilung und fahre Sie jetzt zum Hotel. Sie haben alle sicher eine Menge Fragen, aber dafür werden wir morgen ausreichend Zeit haben“, sagte er zu den Neulingen gewandt. Er wirkte etwas steif, so wie er seinen Text herunter ratterte, wirkte er fast wie einer vom Militär. „Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden, dann können Sie noch etwas Essen oder etwas Trinken gehen und dann starten wir morgen ausgeruht in den Tag“ Damit machte Angelo sich auf den Weg in Richtung Ausgang und der Trupp von sieben Leuten setzte sich in Bewegung, ihm zu folgen.
„Das wird ein Nachspiel haben“, zischte die Frau in deren Gepäckwagen Lisa gerauscht war. Doch Lisa war nicht der Typ um sich von halbgaren Drohungen einschüchtern zu lassen.
„Sie sind wohl im Kindergarten nicht oft geschubst worden, was? Es war ein Versehen und ich habe mich dafür entschuldigt“
„Werd bloß nicht auch noch frech! Die Zimmermädchen stehen unter meiner Fuchtel und wenn ich in deinen Zimmern auch nur eine Kleinigkeit zu beanstanden habe, dann sorge ich dafür, dass du ein Ticket nach Hause bekommst“, damit zog sie ab. Lisa hätte ihr gerne noch unter die Nase gerieben, dass sie für die Küche eingeteilt war, doch falls sich die Pläne kurzfristig geändert hatten und sie noch nichts davon wusste, war es besser jetzt die Klappe zu halten.

Im Bus setzte sich eine aufgekratzt wirkende kleine Blondine neben Lisa.
„Mach dir nichts draus, die ist immer so drauf“, sie grinste Lisa bis über beide Ohren zu und Lisa konnte nicht anders, als zurück zu lächeln.
„Danke, da kann ich ja nur hoffen“ , sie streckte dem Mädchen die Hand hin „Ich bin Lisa“
„Ich bin Manuela, aber nenn mich Manu“, wenn überhaupt möglich, grinste Manu noch breiter. Für eine so zierliche Person hatte sie einen ordentlichen Handschlag.
„Dann bist du also keine Neue?“, fragte Lisa neugierig.
„Nein, ich habe gerade meine Familie in Holland besucht. Marta hat mich auch auf dem Kieker“, flüsterte sie. „Aber das wird bestimmt irgendwann besser“ Vergnügt rutschte sie auf ihrem Sitz hin und her, bis sie bequem saß.
„Und du? Warst du vorher schon mal im Ausland arbeiten?“, fragte sie. Lisa betrachtete gerade Manu´s Sommersprossen, die ihr ganz Dick über Wangen und Nase gingen. Sie hatte einen kleinen, vollen Mund und große blaue Augen. Sie war wie ein zierliches Püppchen, mitsamt Stupsnase, hatte aber Energie wie ein Wirbelsturm.
„Nein, das ist das erste Mal. Ich bin schon total nervös“, gab sie zu und lächelte unsicher.
„Das kann ich voll verstehen. Als ich das erste Mal hier ankam, habe ich vor Nervosität so viel gequasselt, dass mir der Busfahrer Sprechverbot erteilt hat“
Lisa lachte, sie konnte sich das nur zu gut vorstellen.
Dank Manu verging die Fahrt wie im Flug. Am Hotel angekommen, verabschiedete sie sich und Lisa ging mit den Neuankömmlingen, Angelo und Marta in die Hotelhalle. Dort bekamen sie ihre ersten Instruktionen und wurden dann aufgeteilt. Die beiden Männer wurden an der Bar, die beiden Mädchen als Reinigungspersonal und sie als Küchenhilfe eingeteilt. Als Marta das hörte, verzog sie das Gesicht noch missmutiger und warf Lisa einen bösen Blick zu. Lisa musste lachen, als sie das sah und schüttelte den Kopf. Wie konnte sich jemand wegen einer solchen Lappalie so aufregen? Es war ja nicht einmal ein Gepäckstück vom Wagen gefallen.
„Ihr könnt euch jetzt an der Rezeption eure Zimmerschlüssel holen. Es sind Doppelzimmer, ihr werdet sie euch also teilen müssen und ich will keine Beschwerden darüber hören“
Allgemeines Murren hatte sich eingestellt, ob dieser Neuigkeit. Lisa lief ein Schauer über den Rücken als ihr bewusst wurde, dass sie vielleicht ihr Zimmer mit Marta würde teilen müssen. Doch natürlich hatte die ein Einzelzimmer. Sie machte sich mit ihren neuen Untertanen schnell aus dem Staub, ohne Lisa noch eines Blickes zu würdigen.
Lisa war überrascht, als sie an der Rezeption Manu entdeckte. Sie redete auf die Dame hinter der Theke ein und als sie Lisa sah, warf sie ihr schnell noch ein paar Worte hin und kam dann auf sie zu gerannt.
„Du bist bei mir im Zimmer!“, jubelte sie. „Ich habe gerade die Einteilung ändern lassen, ich habe nämlich sonst immer voll langweilige Zimmergenossen. Das wird bestimmt total toll! Das macht dir doch nichts aus, oder? Du kannst auch mit jemand anderes aufs Zimmer, wenn du das möchtest“
Lisa grinste, weil sie einfach nicht anders konnte. Wenn man Manu ansah, musste man einfach gut drauf sein.
„Du wirst mir zwar manchmal furchtbar auf die nerven gehen, aber das möchte ich um nichts auf der Welt verpassen“, lachte sie
Kumpelhaft legte sie Manu einen Arm um die Schulter und ging zur Rezeption um sich ihren Schlüssel abzuholen.
Den ganzen Weg zum Zimmer plapperte Manu wieder auf Lisa ein. Selbst, als sie schon das Licht gelöscht hatten, schnatterte sie immer noch wie eine Gans, ohne, dass Lisa ihr antworten musste.
„Manu?“, murmelte Lisa irgendwann schlaftrunken.
„Ja?“ Sie klang aufgeregt.
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„Ja, tschuldige. Gute Nacht“ Und dann war tatsächlich Ruhe.
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BeitragVerfasst am: 18.09.2020 18:06    Titel: Re: unter der spanischen Sonne Neue Version Kapitel 1 Antworten mit Zitat

Düsterhöft hat Folgendes geschrieben:
Die Überarbeitung ist jetzt nicht so umfangreich wie ich es mir zu Anfang vorgenommen hatte. Ich versuche mich jetzt einfach mal langsam heran zu tasten.

rot ist ueberfluessiges fuellwort
orange ist schreibsprache, also nichtwie man redet

braun: knapper

„Lisa! Beeil dich gefälligst, sonst verpasst du noch deinen (den)  Flug!“
„Bin doch schon da“ Lisa´s Kopf war hochrot, vom Schleppen ihrer Koffer. Ihr Vater kam ihr zur Hilfe geeilt und nahm ihr den großen Reisekoffer ab. Ihre Eltern standen schon eine Weile ungeduldig am Auto und warteten auf ihre Tochter, denn Lisa war auf dem Weg nach Spanien.
(Ihre Eltern standen schon eine Weile ungeduldig am Auto und warteten auf  Lisa, die auf dem Weg nach Spanien war).

Nicht etwa in den Urlaub, sondern um für ein Jahr oder zwei dort in einem großen Hotel zu arbeiten.
„Hast du auch nichts vergessen?“, fragte ihre Mutter besorgt. Sie zupfte unnötiger Weise den Kragen von Lisa´s Bluse zurecht.
„Ich denke nicht“, sagte sie und nahm die Hände ihrer Mutter in ihre, damit sie aufhörte.
„Willst du das wirklich machen? Was machst du denn da, ganz alleine?“
„Mama, ich bin fünfundzwanzig Jahre alt, ich schaff das schon und ja, ich will das unbedingt“ Das hatte sie ihrer Mutter heute schon zum hundertsten Mal versichert.
„Na gut, dann los geht’s!“, sagte sie resignierend und half ihrer Tochter, das restliche Gepäck im Kofferraum zu verstauen. Ihr Vater verwuschelte ihr im Vorbeigehen die Haare und zwinkerte ihr zu. Ihm viel (fiel) es besonders schwer seine Tochter so weit weg ziehen zu lassen. Er hatte schon Probleme gemacht, als sie vor ein paar Jahren in eine eigene Wohnung, in der Nähe ihrer Arbeit gezogen war. Aber als sie mit der Idee kam, für einige Zeit ins Ausland zu gehen, hatte er nichts unversucht gelassen, ihr das wieder auszureden. Doch schließlich gab er sich geschlagen und half ihr sogar dabei ihre Zelte in Deutschland abzubrechen. All ihr Zeug lagerte jetzt in dem nun hoffnungslos überfüllten Keller ihrer Eltern und in den letzten drei Wochen hatte sie wieder zu Hause gewohnt. Ihr Auto war verkauft, von dem Geld der Flug bezahlt und eine stattliche Spanien Garderobe gekauft worden. Denn die Sommer in Deutschland waren kaum lang oder heiß genug um ausreichend kurze Hosen und luftige Oberteile zu haben.

Während der Autofahrt nutzte Lisa die Zeit um noch ein paar Vokabeln zu lernen. Sie war dem Umstand dankbar, dass sie vor einigen Jahren dem Drang nachgegeben hatte, eine zweite Fremdsprache zu lernen. Deutsch und Englisch waren ja kein Problem und da im VHS-Kurs für Spanisch noch ein Platz frei war, fiel ihre Wahl auf diese Sprache.
Doch so recht konnte sie sich nicht konzentrieren. Immer wieder schweifte ihr Blick aus dem Fenster und langsam wurde ihr etwas mulmig. Sie dachte an ihre Freunde und an die Abschiedsfeier am Abend zuvor. Es war eine kleine Feier gewesen. Lisa hatte nicht besonders viele Freunde, was vor allem daran lag, dass sie ein etwas rüpelhaftes und temperamentvolles Wesen hatte. Viele Tränen waren geflossen, besonders als sie sich von ihrer besten Freundin Tine verabschiedete. Eine halbe Stunde lang waren sie sich immer wieder um den Hals gefallen und Tine hatte ihr hoch und heilig versprochen, sie im nächsten Sommer zu besuchen.
Jetzt noch der Abschied von ihren Eltern und sie konnte sich endlich voll und ganz auf das Kommende konzentrieren.
Als sie am Flughafen ankamen, hakte ihre Mutter sich bei Lisa unter und ließ sie nicht mehr los, bis sie den Check-in-Schalter erreichten. Hier war Endstation für ihre Eltern. Lisa warf sich ihre Tasche, die sie als Handgepäck mitnehmen wollte, über die Schulter und stellte die Koffer auf das Förderband am Schalter. Natürlich überschritt sie das Freigewicht hoffnungslos und bezahlte verärgert die zusätzlichen Gebühren. Dann drehte sie sich zu ihren Eltern um, die sich gegenseitig festhielten und Lisa mit Tränen in den Augen ansahen.
„Ihr habt es mir versprochen“, sagte Lisa und kämpfte gegen den Klos in ihrem Hals, als sie ihre Eltern in eine Umarmung zog.
„Ach was willst du schon dagegen machen“, brummte ihr Vater und wischte sich hastig die Tränen aus dem Gesicht.
„Es ist ja kein Abschied für immer und schließlich arbeite ich in einem Hotel. Ihr könnt mich jeder Zeit besuchen kommen“ Jetzt kämpfte Lisa doch noch mit den Tränen. Aber sie lächelte tapfer und drückte zum Abschied fest die Hände ihrer Eltern. Dann ging sie zum Kontrollschalter und durch den Metalldetektor. Als sie sich wieder umdrehte, winkten ihre Eltern und ihre Mutter formte mit ihren Lippen die Worte `Ruf an!´
Lisa nickte und ging weiter. Sie musste sich erst einmal hinsetzen, um sich wieder zu fangen, dann stapfte sie durch den Wartebereich am Gate und wartete.

Der Flug war angenehm, sie hatte sogar einen Fensterplatz ergattert. Als das Flugzeug zur Landung ansetzte, setzte bei Lisa leise Panik ein. Sie hatte schreckliche Angst zu versagen, nicht gemocht zu werden oder zu tölpelhaft zu sein.
Als sie ihre Koffer endlich alle auf einen Gepäckwagen gehievt hatte, fuhr sie in die Eingangshalle des Flughafens und sah sich unsicher um. Zum Glück war wenig los und so entdeckte sie den Mann, der ein Schild mit dem Namen ihres Hotels hochhielt, ziemlich schnell. Es hatten sich schon andere Frauen und Männer in ihrem Alter um ihn versammelt und einige plapperten aufgeregt miteinander. Erleichtert steuerte sie auf die Gruppe zu und merkte dabei zu spät, dass sie zu schnell war um den Gepäckwagen noch rechtzeitig zu stoppen. Sie stemmte sich noch mit aller Kraft dagegen, doch es half nichts. Lisas Gepäckwagen krachte in den, einer missmutig dreinblickenden Frau um die dreißig.
„Kannst du nicht aufpassen!“, schimpfte sie in wütendem spanisch los.
„Entschuldigen Sie bitte, das war keine Absicht“, sagte Lisa in ruhigem, jedoch scharfen Ton.
`Super, machst dir gleich mal Freunde´ dachte sie.
„Gut, dann sind wir ja jetzt alle“, begann der Mann mit dem Schild und rollte über die Zickereien nur die Augen.
„Hola, ich heiße Angelo. Ich arbeite in der Personalabteilung und fahre Sie jetzt zum Hotel. Sie haben alle sicher eine Menge Fragen, aber dafür werden wir morgen ausreichend Zeit haben“, sagte er zu den Neulingen gewandt. Er wirkte etwas steif, so wie er seinen Text herunter ratterte, wirkte er fast wie einer vom Militär. „Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden, dann können Sie noch etwas Essen oder etwas Trinken gehen und dann starten wir morgen ausgeruht in den Tag“ Damit machte Angelo sich auf den Weg in Richtung Ausgang und der Trupp von sieben Leuten setzte sich in Bewegung, ihm zu folgen.
„Das wird ein Nachspiel haben“, zischte die Frau in deren Gepäckwagen Lisa gerauscht war. Doch Lisa war nicht der Typ um sich von halbgaren Drohungen einschüchtern zu lassen.
„Sie sind wohl im Kindergarten nicht oft geschubst worden, was? Es war ein Versehen und ich habe mich dafür entschuldigt“
„Werd bloß nicht auch noch frech! Die Zimmermädchen stehen unter meiner Fuchtel und wenn ich in deinen Zimmern auch nur eine Kleinigkeit zu beanstanden habe, dann sorge ich dafür, dass du ein Ticket nach Hause bekommst“, damit zog sie ab. Lisa hätte ihr gerne noch unter die Nase gerieben, dass sie für die Küche eingeteilt war, doch falls sich die Pläne kurzfristig geändert hatten und sie noch nichts davon wusste, war es besser jetzt die Klappe zu halten.

Im Bus setzte sich eine aufgekratzt wirkende kleine Blondine neben Lisa.
„Mach dir nichts draus, die ist immer so drauf“, sie grinste Lisa bis über beide Ohren zu und Lisa konnte nicht anders, als zurück zu lächeln.
„Danke, da kann ich ja nur hoffen“ , sie streckte dem Mädchen die Hand hin „Ich bin Lisa“
„Ich bin Manuela, aber nenn mich Manu“, wenn überhaupt möglich, grinste Manu noch breiter. Für eine so zierliche Person hatte sie einen ordentlichen Handschlag.
„Dann bist du also keine Neue?“, fragte Lisa neugierig.
„Nein, ich habe gerade meine Familie in Holland besucht. Marta hat mich auch auf dem Kieker“, flüsterte sie. „Aber das wird bestimmt irgendwann besser“ Vergnügt rutschte sie auf ihrem Sitz hin und her, bis sie bequem saß.
„Und du? Warst du vorher schon mal im Ausland arbeiten?“, fragte sie. Lisa betrachtete gerade Manu´s Sommersprossen, die ihr ganz Dick über Wangen und Nase gingen. Sie hatte einen kleinen, vollen Mund und große blaue Augen. Sie war wie ein zierliches Püppchen, mitsamt Stupsnase, hatte aber Energie wie ein Wirbelsturm.
„Nein, das ist das erste Mal. Ich bin schon total nervös“, gab sie zu und lächelte unsicher.
„Das kann ich voll verstehen. Als ich das erste Mal hier ankam, habe ich vor Nervosität so viel gequasselt, dass mir der Busfahrer Sprechverbot erteilt hat“
Lisa lachte, sie konnte sich das nur zu gut vorstellen.
Dank Manu verging die Fahrt wie im Flug. Am Hotel angekommen, verabschiedete sie sich und Lisa ging mit den Neuankömmlingen, Angelo und Marta in die Hotelhalle. Dort bekamen sie ihre ersten Instruktionen und wurden dann aufgeteilt. Die beiden Männer wurden an der Bar, die beiden Mädchen als Reinigungspersonal und sie als Küchenhilfe eingeteilt. Als Marta das hörte, verzog sie das Gesicht noch missmutiger und warf Lisa einen bösen Blick zu. Lisa musste lachen, als sie das sah und schüttelte den Kopf. Wie konnte sich jemand wegen einer solchen Lappalie so aufregen? Es war ja nicht einmal ein Gepäckstück vom Wagen gefallen.
„Ihr könnt euch jetzt an der Rezeption eure Zimmerschlüssel holen. Es sind Doppelzimmer, ihr werdet sie euch also teilen müssen und ich will keine Beschwerden darüber hören“
Allgemeines Murren hatte sich eingestellt, ob dieser Neuigkeit. Lisa lief ein Schauer über den Rücken als ihr bewusst wurde, dass sie vielleicht ihr Zimmer mit Marta würde teilen müssen. Doch natürlich hatte die ein Einzelzimmer. Sie machte sich mit ihren neuen Untertanen schnell aus dem Staub, ohne Lisa noch eines Blickes zu würdigen.
Lisa war überrascht, als sie an der Rezeption Manu entdeckte. Sie redete auf die Dame hinter der Theke ein und als sie Lisa sah, warf sie ihr schnell noch ein paar Worte hin und kam dann auf sie zu gerannt.
„Du bist bei mir im Zimmer!“, jubelte sie. „Ich habe gerade die Einteilung ändern lassen, ich habe nämlich sonst immer voll langweilige Zimmergenossen. Das wird bestimmt total toll! Das macht dir doch nichts aus, oder? Du kannst auch mit jemand anderes aufs Zimmer, wenn du das möchtest“
Lisa grinste, weil sie einfach nicht anders konnte. Wenn man Manu ansah, musste man einfach gut drauf sein.
„Du wirst mir zwar manchmal furchtbar auf die nerven gehen, aber das möchte ich um nichts auf der Welt verpassen“, lachte sie
Kumpelhaft legte sie Manu einen Arm um die Schulter und ging zur Rezeption um sich ihren Schlüssel abzuholen.
Den ganzen Weg zum Zimmer plapperte Manu wieder auf Lisa ein. Selbst, als sie schon das Licht gelöscht hatten, schnatterte sie immer noch wie eine Gans, ohne, dass Lisa ihr antworten musste.
„Manu?“, murmelte Lisa irgendwann schlaftrunken.
„Ja?“ Sie klang aufgeregt.
„Halt endlich die Klappe“
„Ja, tschuldige. Gute Nacht“ Und dann war tatsächlich Ruhe.


weil ich leider bettlaegerig bin, faellt es mir schwer viel zu korrigieren. ich hab ein paar beispiele gemacht. bitte straffe den text, und, obwohl schon viel besser, lasse sie normal reden. aber ich erkenne absolut, dass du bereits viel am text gearbeitet hast. sehr gut.
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Düsterhöft
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BeitragVerfasst am: 18.09.2020 20:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das Ding ist tatsächlich, dass ich die Geschichte vor gut sieben Jahren geschrieben habe. Da habe ich mit dem Schreiben sozusagen angefangen. Jetzt hab ich die wieder ausgegraben und find sie nicht schlecht, nur weiß ich gar nicht genau wo ich ansetzen soll. Die Dialoge stören mich teilweise so arg, dass ich am liebsten nochmal ganz neu anfangen würde. Macht das Sinn? Ich habe bereits 124 Normseiten, aber ist das durchforsten von Kapitel zu Kapitel nicht mühsamer als es gleich nochmal neu zu machen?
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hans1
Schmierfink


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BeitragVerfasst am: 18.09.2020 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Düsterhöft hat Folgendes geschrieben:
Das Ding ist tatsächlich, dass ich die Geschichte vor gut sieben Jahren geschrieben habe. Da habe ich mit dem Schreiben sozusagen angefangen. Jetzt hab ich die wieder ausgegraben und find sie nicht schlecht, nur weiß ich gar nicht genau wo ich ansetzen soll. Die Dialoge stören mich teilweise so arg, dass ich am liebsten nochmal ganz neu anfangen würde. Macht das Sinn? Ich habe bereits 124 Normseiten, aber ist das durchforsten von Kapitel zu Kapitel nicht mühsamer als es gleich nochmal neu zu machen?

erfahrung: ganz neu  anfangen. so ist das manchmal. ich kenne das selber. manchmal merkt man erst am ende, dass man in die falsche kurfe kam.
wenn dich  der stoff wirklich interessiert, er dir heute noch wichtig ist, faengst du neu an.
gespannt auf deine entscheidung! viel  glueck.  SUERTE.
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Düsterhöft
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BeitragVerfasst am: 22.09.2020 21:19    Titel: Neuanfang pdf-Datei Antworten mit Zitat

Also dann nochmal. Was würdet ihr sagen? Vom Schreibstil her besser oder schlechter? Von der Erzählung her besser oder schlechter? Oder alles gleich?

Mit klopfendem Herzen ging Lisa durch den Metalldetektor und nahm anschließend ihre Sachen, unter dem strengen Blick des Zollbeamten, wieder aus der Plastikwanne. Sie warf sich ihre Tasche über den Rücken und drehte sich noch einmal unsicher um. Ihre Eltern standen auf der anderen Seite der Absperrung und hielten sich aneinander fest. Lisa presste ihre Lippen aufeinander, winkte noch einmal verhalten zum Abschied und schritt dann eilig in Richtung Gate davon.
Im Wartebereich vor dem Gate, setzte sie sich erst einmal auf eine Bank und stützte die Hände vor´s Gesicht. Am liebsten wäre sie zurück gelaufen und hätte die ganze Sache abgeblasen, doch sie zwang sich dazu durchzuhalten. Gestern noch, hatte sie sich auf dieses Abenteuer gefreut und sie konnte sich glücklich schätzen es erleben zu dürfen. Aber irgendwie schien die Aussicht darauf, ein Jahr im Ausland zu arbeiten, plötzlich nicht mehr besonders verlockend. Es hatte sie so viel Mühe gekostet, von der Idee bis zum lang ersehnten Reiseantritt in dieser Minute. Ihr war klar, dass sie es ewig bereuen würde, wenn sie jetzt einen Rückzieher machte.
Lisa dachte an den Abend zuvor, als sie mit ein paar Freunden ihren Abschied gefeiert und sich mit vielen Tränen von ihrer besten Freundin Tine verabschiedet hatte. Alle hatten sich mit ihr gefreut, Witze darüber gerissen, dass ausgerechnet sie ein Auslandsjahr angeleiert hatte, wo sie doch immer Probleme hatte sich auf fremde Menschen einzulassen.
Solche Feste hätte sie viel öfter feiern sollen, dachte sie jetzt bei sich.
Sie kramte in ihrer Tasche nach ihren Ohrstöpseln und suchte auf ihrem Handy nach der spanischen Musik, die sie sich extra für die Reise auf das Handy geladen hatte, als Stimmungsmacher.
Sie schloss die Augen, lauschte der Musik und langsam beruhigte sie sich wieder. Mit einem tiefen seufzen lehnte sie sich zurück – noch eine Stunde bis sie abheben würde.

Im Flugzeug war sie wieder voll freudiger Spannung. Sie konnte sich gar nicht mehr erinnern, wann sie das letzte mal so aufgeregt gewesen war.
Während die Stewardess unverständliches Zeugs über die Lautsprecher plapperte, setzte sich das Flugzeug langsam in Bewegung. Sie glitten über das Rollfeld, wurden unter lautem Getöse immer schneller und schließlich hoben sie ab. Das Getöse schrumpfte augenblicklich zu einem Rauschen im Hintergrund zusammen und Lisa fühlte sich schwerelos. Gedanklich hatte sie allen Ballast auf dem Boden zurück gelassen. Während sie aus dem Fenster hinunter sah stellte sie sich vor, wie er in Form von Koffern und Taschen unten auf der Startbahn des Flughafens in Flammen stand und sie nie wieder belästigen würde.

Das sanfte `Pling´ der Anzeige über ihrem Kopf, riss sie aus ihren Gedanken. Sie hatten die Flughöhe erreicht und sie durfte sich nun abschnallen. Sie suchte auf ihrem Handy nach der sprachlern App und steckte sich ihre Kopfhörer wieder in die Ohren. Während eine Frauenstimme ihr die Vokabeln erst auf spanisch und dann auf deutsch vorsagte versuchte sie sich die jeweilige Schreibweise einzuprägen. Etwa eine halbe Stunde konnte sie sich gut konzentrieren, dann schweiften ihre Gedanken immer wieder ab.
Sie dachte an den hoffnungslos überfüllten Keller in ihrem Elternhaus, in dem jetzt all ihre Sachen lagerten. An ihre alte Wohnung, die erste eigene Wohnung im dritten Stock eines großen Mehrparteien Hauses, am Rand einer Parkanlage mit Balkon ins Grüne. Fünfunddreißig Quadratmeter Freiheit waren es für sie gewesen. Jetzt würde sie dann ein Hotelzimmer bewohnen, am Rand der Hotelanlage, extra für Saisonarbeiter bereitgestellt und ohne Klimaanlage, ohne Ausblick und ohne Balkon.
Die Frau, die neben Lisa platz genommen hatte, tippte sie plötzlich an. Mit fragendem Blick wandte sie sich ihr zu.
„Ob Sie auch etwas möchten?“, wiederholte sie offensichtlich die Frage der Stewardess, nie auf dem Gang stand und beide sahen sie abwartend an.
„Nein danke“, antwortete Lisa mit belegter Stimme, woraufhin sie sich räuspern musste. Sie lächelte die Stewardess und die Frau neben sich freundlich an und wandte sich dann wieder ihrem Handy zu.
Interaktion mit Fremden – sie konnte es einfach nicht besonders gut. Was fragte man fremde Menschen? Lisa verstand die Notwendigkeit nicht sich mit jemandem unterhalten zu müssen, nur weil er oder sie zufällig neben einem saß. Manchmal versuchten die Leute sich mit ihr zu unterhalten und Lisa gab auch immer freundlich Antwort, nur fehlte ihr einfach das Talent dafür, ein Gespräch am Laufen zu halten. Es ging einigermaßen, wenn sie angetrunken war, aber sie konnte sich ja nicht bei jeder Gelegenheit die Kante geben.
Lisa mochte diese Eigenschaft an sich nicht besonders. Es war einer der Gründe warum sie sich in dieses Abenteuer stürzte. Sich selbst herauszufordern, sich selbst zu Veränderungen zu zwingen, die man unter normalen Bedingungen selber nicht erreichen konnte.
Nach der Sache mit Tom war sie ein Wrack. Völlig gegen die Wand gefahren, Totalschaden.
Sie wollte zurück zu sich selbst und zu noch viel mehr. Sie musste sich verändern, denn sonst würde sie Tom erlauben ihr Leben zerstört zu haben und das konnte sie nicht zulassen.

Der Landeanflug kam viel zu schnell und nervös krallte sich Lisa in ihrem Sitz fest. Mit klopfendem Herzen folgte sie den anderen Passagieren aus dem Flugzeug und ließ sich mit der Masse treiben.
Sobald sich die Meute etwas zerschlagen hatte und man stehen bleiben konnte ohne  angerempelt zu werden, hielt Lisa inne um sich zu orientieren. Zum Glück fand sie die Gepäckausgabe schnell und auch der Durchlass beim Zoll ging zügig.
Sie schob ihren Gepäckwagen aus der Kontrolle, sah sich um und entdeckte bald einen Mann, der ein Schild mit dem Namen von ihrem Hotel hochhielt. Es standen schon andere Männer und Frauen in ihrem Alter bei ihm und erleichtert eilte sie auf die Gruppe zu. Dabei bemerkte sie zu spät, dass sie zu schnell war und den Gepäckwagen nicht mehr rechtzeitig würde stoppen können. Sie stemmte sich noch mit aller Kraft dagegen, doch es half nicht mehr viel, sie krachte in einen der anderen Gepäckwagen und die Mädchen der Gruppe schrien erschrocken auf.
Eine von ihnen drehte sich zu Lisa um und sagte irgendetwas zu ihr. Sie verstand kein Wort, doch sie konnte sehen und hören, dass es nichts freundliches gewesen war.
„Bitte entschuldigen Sie“, sagte Lisa hastig auf spanisch und zog ihren Gepäckwagen ein Stück zurück. „Ist etwas kaputt gegangen?“ Sie besah sich die Gepäckstücke in die sie gekracht war, doch es schien alles in Ordnung zu sein.
Wieder plapperte das Mädchen mit zornigem Gesicht und wütendem Tonfall auf sie ein. Verwirrt hob Lisa ihre Augenbrauen bis sie erkannte, dass ihr Gegenüber nicht spanisch, sondern französisch sprach. Unwillkürlich zog Lisa die Nase kraus. Sie konnte den klang dieser Sprache nicht besonders gut leiden. Genauso wie Schriftdeutsch, klang es immer irgendwie nervtötend.
„Ich kann Sie leider nicht verstehen“, sagte sie deswegen und bemühte sich sehr um einen höflichen Tonfall. Ihr gegenüber rollte nur genervt mit den Augen.
„Natürlich nicht, ir scheint niemand der französischen Sprache mächtisch zu sein“, echauffierte sie sich überheblich und funkelte Lisa dabei immer noch feindselig an. „Ich habe disch gefragt, ob du keine Augen im Kopf hast und disch eine blöde Ziege genannt“, wetterte sie weiter.
„Und ich habe mich bei Ihnen entschuldigt“, antwortete Lisa nun ihrerseits in scharfem Tonfall.
Die Französin wollte noch etwas erwidern, doch ihr wurde das Wort von dem Mann vom Hotel abgeschnitten.
„Da wir nun vollzählig sind möchte ich mich kurz vorstellen. Ich bin Angelo, ich leite die Personalabteilung im Sunrise Resort. Für diejenigen unter Ihnen, die schon länger bei uns arbeiten, willkommen zurück und für die Neuankömmlinge, herzlich willkommen.“
Angelo machte eine Pause, bis sich das Hallo-Gemurmel der anderen gelegt hatte.
„Wir fahren jetzt zum Hotel, die Fahrt dauert etwa zwei Stunden, dort können Sie noch etwas zu Abend essen und in Ruhe Ihre Zimmer beziehen. Alles weitere besprechen wir im Hotel oder dann Morgen vor Schichtbeginn. Bitte folgen Sie mir.“
Mit einer freundlichen Geste wies Angelo ihnen die Richtung und die Gruppe setzte sich in Bewegung.
„Wollen wir offen, dass die Deutsche nicht auch noch den Bus kaputt fährt“, zischte die Französin bissig und schob mit gestrecktem Kinn an Lisa vorbei.
„Ist gut jetzt, Monique!“, verteidigte Angelo Lisa, noch bevor sie etwas erwidern konnte. Sein genervter Ton machte klar, dass er keine weiteren Sticheleien dulden würde.
Am Bus angekommen verstauten sie ihr Gepäck in den großen Laderaum an der Seite und als Lisa gerade einsteigen wollte, sah sie aus dem Augenwinkel wie Monique angeschossen kam und sich vor ihr in den Bus drängen wollte.
Doch Lisa war nicht bereit sich gleich zu Beginn unterkriegen zu lassen. Sie war mindestens einen halben Kopf größer und kräftiger gebaut, als die zierliche Monique, also stellte sie sich mit festem Stand vor der Bustüre auf und hielt sich mit festem Griff an der Treppenstange ein. Monique, die mit dem stabilen Stand von Lisa nicht gerechnet hatte, prallte fast wie ein Gummiball an Lisa ab und geriet ins Stolpern. Schnell griff Lisa nach ihr und verhinderte so, dass sie hinfiel.
„Hoppla, Monique“, rief Lisa aus. „Nicht, dass du dir noch weh tust.“, die beiden Männer, die hinter Lisa in der Reihe standen lachten verhalten und schüttelten den Kopf über den Zickenkrieg.
„Pass bloß auf!“, giftete Monique.
„Worauf?“, fragte Lisa kühl und stieg dann, unter den zornfunkelnden Blicken von Monique, in den Bus.
Im Bus setzte sich eine aufgekratzt wirkende kleine Blondine neben Lisa.
„Mach dir nichts draus, die ist immer so drauf“, sie grinste Lisa bis über beide Ohren an und Lisa konnte nicht anders, als zurück zu lächeln.
„Danke, da kann ich ja nur hoffen“ , sie streckte dem Mädchen die Hand hin „Ich bin Lisa“
„Ich bin Manuela, aber nenn mich Manu“, wenn überhaupt möglich, grinste Manu noch breiter. Für eine so zierliche Person hatte sie einen ordentlichen Handschlag.
„Dann bist du also keine Neue?“, fragte Lisa neugierig.
„Nein, ich habe gerade meine Familie in Holland besucht. Monique hat mich auch auf dem Kieker, aber eigentlich ist sie kein schlechter Mensch“, flüsterte sie. Vergnügt rutschte sie auf ihrem Sitz hin und her, bis sie bequem saß.
„Und du? Warst du vorher schon mal im Ausland arbeiten?“, fragte sie. Lisa betrachtete gerade Manu´s Sommersprossen, die ihr ganz Dick über Wangen und Nase gingen. Sie hatte einen kleinen, vollen Mund und große blaue Augen. Sie war wie ein zierliches Püppchen, mitsamt Stupsnase, hatte aber Energie wie ein Wirbelsturm.
„Nein, noch nie. Ich bin schon total nervös“, gab sie zu und lächelte unsicher.
„Das kann ich voll verstehen. Als ich das erste Mal hier ankam, habe ich vor Nervosität so viel gequasselt, dass mir der Busfahrer Sprechverbot erteilt hat“
Lisa lachte, sie konnte sich das nur zu gut vorstellen.
Dank der pausenlos quatschenden Manu verging die Busfahrt wie im Flug. Sie erzählte ihr so gut wie alles über ihren Urlaub zu Hause, über ihre Familie, dass ihre Eltern geschieden waren und ein Teil ihrer jüngeren Geschwister bei der Mutter lebte und ein Bruder mit dem Vater gegangen war. Sie fand es furchtbar stressig, ständig zwischen den Wohnungen hin und her zu pendeln und allen gerecht zu werden, und so weiter.
Als der Bus hielt, rieb sich Lisa ihre schwitzigen Handflächen an ihrer Jeans trocken, bevor sie hinter Manu aufstand und ausstieg.
Das Hotel sah im Halbdunkel der Abenddämmerung richtig nobel aus. Die Außenbeleuchtung war bereits eingeschaltet und das viele Licht brach sich funkelnd in der von Säulen unterbrochenen Glasfront, welche den Blick auf die Lobby und die Rezeption freigab. Der Eingang befand sich hinten am Hotel und somit in einem der oberen Stockwerke. Nach Vorne viel das Gelände zum Meer hin ab und die vielen Etagen des Hotels waren wie treppenartige Terrassen angelegt. Die Flure, Treppenhäuser und Gänge vor den Zimmern waren somit offen gestaltet und befanden sich ausnahmslos unter freiem Himmel. Es war, als würde man auf einer nicht enden wollenden Terrasse zu den Zimmern oder den verschiedenen Pool Anlagen gelangen. Dazu waren die Stockwerke durchzogen von Beeten und begrünten Randstreifen die mit Palmen und Farnen bepflanzt und hin und wieder mit Sitzbänken ausgestattet waren.
Obwohl die Sonne schon fast untergegangen war, war die Luft über dem Pflaster immer noch drückend heiß und man hatte das Gefühl auf einer heißen Herdplatte zu laufen.
Lisa bereute es, eine lange Hose angezogen zu haben, was hatte sie sich nur dabei gedacht? Zum Glück war die Hotellobby angenehm kühl und Lisa atmete erleichtert auf.
„So, den alten Hasen wünsche ich einen angenehmen Abend, vergessen Sie nicht ihren Schichtplan an der Rezeption abzuholen. Der Rest darf dort hinten Platz nehmen, ich komme gleich zu Ihnen.“
Manu, Monique und die beiden Männer aus der Gruppe gingen zur Rezeption. Der nun übrig gebliebene Rest aus fünf Frauen, setzte sich in die Lobby und wartete ab. Die anderen unterhielten sich miteinander und beschnupperten sich vorsichtig. Lisa saß daneben, versuchte freundlich zu lächeln und wartete auf eine Gelegenheit sich in das Gespräch mit einzubringen. Sie waren alle als Zimmermädchen hier, nur Lisa hatte sich für eine Stelle als Küchenhilfe gemeldet. Da sie schon während ihrer Ausbildung vor ein paar Jahren nebenbei als Küchenhilfe gejobbt hatte, war es ihr als die logische Wahl erschienen.
Angelo kam zu ihnen herüber, doch er konnte nicht mal Luft holen, als Manu an ihm vorbei zischte sich vor ihnen aufbaute und verkündete „Du bist bei mir im Zimmer!“
Die Mädchen lachten, nicht zuletzt wegen Angelo´s überraschten Gesichtsausdrucks.
„Wie bitte?“, fragte er verdutzt.
„Entschuldige Angelo, ich hab an der Rezeption die Einteilung ändern lassen, Lisa ist jetzt bei mir.“, sie lächelte ihn schüchtern an und man konnte deutlich erkennen, wie er von ihrem süßen Lächeln verzaubert wurde. Er verdrehte die Augen und legte freundschaftlich einen Arm um Manu, die daraufhin rot anlief.
„Wollen Sie sich das antun?“,fragte er Lisa und sah sie dabei belustigt an.
„Hey!“, protestierte Manu und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Das will ich mir auf gar keinen Fall entgehen lassen.“, antwortete Lisa und lachte. Sie zwinkerte Manu zu, die ihr Zimmerschlüssel und Schichtplan reichte.
„Yippie!“, jubelte Manu, als sie zusammen zu ihrem Zimmer aufbrachen.
Wie Lisa es schon vermutet hatte lagen die Zimmer der Angestellten ganz außen und ganz hinten in der Hotelanlage. Die Luft war stickig und sie schüttelte nur den Kopf über den Deckenventilator der mittig über den beiden Einzelbetten hing, die mitten im Raum standen. Um eine kleine Vormauerung herum stand ein Sofa, vor dem ein alter Röhrenfernseher stand. Dahinter war noch eine Tür, die in die Nasszelle führte.
Die beiden Mädchen packten ihre Kleidung in die Schränke, duschten sich und gingen dann zu Bett. Als Abendessen diente Lisa ein Müsliriegel aus ihrer Reisetasche. Sie hatte keine Lust mehr irgendwo hin zu gehen. Sie war geschafft und wollte nur noch schlafen. Morgen Vormittag würde sie die Hotelanlage erkunden, bevor sie mittags zur Spätschicht antreten musste.
Den ganzen Weg zum Zimmer hatte Manu ohne Pause auf Lisa eingeplappert. Auch während dem Auspacken und sogar als sie in der Dusche stand, redete sie ohne Unterlass. Selbst, als sie schon das Licht gelöscht hatten, schnatterte sie immer noch wie eine Gans, ohne, dass Lisa ihr antworten musste.
„Manu?“, murmelte Lisa irgendwann schlaftrunken.
„Ja?“ Sie klang aufgeregt.
„Halt endlich die Klappe“
„Ja, tschuldige. Gute Nacht“ Und dann war tatsächlich Ruhe.
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KlaraAnna
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BeitragVerfasst am: 23.09.2020 12:38    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Smile
Ich habe mir die letzte Version durchgelesen und sie gefällt mir sehr viel besser als die erste. Die Sätze wirken irgendwie harmonischer und auch den ein oder anderen Rechtschreibfehler hast Du ja ausgemerzt.
Der Text gefällt mir auch, ich bin allerdings ein Fan von mitreißenden Anfangsszenen, die mich neugierig machen, weiterzulesen.
Mir waren es anfangs auch ein wenig zu viele Informationen ohne das etwas passiert. Infos kann man auch in Szenen einflechten, in denen etwas passiert, nicht nur erzählt wird. Wie, z. B. Deine Kofferszene. Die fand ich super. Zeigt etwas vom Charakter, ohne nur zu erzählen (die ist mürrisch, die ist ruppig, die ist quasselig usw.)
Wird bestimmt ein toller Text. Und Respekt: 124 Normseiten klingt super!!!
Die Idee ist ja anscheinend schon ausgereift. Jetzt „nur“ noch etwas feilen Very Happy
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Düsterhöft
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Beiträge: 13
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 23.09.2020 14:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Das "nur" ist genau der Knackpunkt! Man liest und feilt und formuliert und macht... jetzt bin ich an einem Punkt angelangt, an dem mir nichts mehr gefällt! Wo sich alles irgendwie abgedroschen anhört und man am liebsten nach jedem Wort ein Komma setzen würde...
Darum bin ich jetzt froh hier zu sein love
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