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hobbes
Geschlecht:weiblichTretbootliteratin


Beiträge: 3521

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 05.08.2020 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Das heißt, wer E schreibt, hat sich gefälligst an offizielle Themenvorgaben zu halten? Oder sich gar nach "Beliebtheit" zu richten (also möglichst wenig Leser anzusprechen)? Klingt ein wenig absurd. Oder nennt man das "künstlerische Freiheit"?

Aber wie kommst du denn jetzt darauf? Das hat doch niemand so geschrieben?

Niederrheiner hat Folgendes geschrieben:

Rache,
Psychopathen,
Serienmörder,
Schizophrenie und andere psychische Erkrankungen,

dazu Zwangs-Hypnose, Zeugenschutzprogramm, illegale Gedankenexperimente usw.

Wenn man den Serienmörder aus dem ersten Teil streicht, würde ich sagen, das sind doch ganz großartige E-Themen. Oder anders gesagt: Wenn man daraus kein E machen kann, weiß ich auch nicht.

Aber so hattest du das ja auch nicht geschrieben und der zweite Teil, da wird es dann schon spezieller, da merkt man dann doch, dass das Hauptaugenmerk auf (vereinfacht gesagt) Action liegt. Die Handlung muss vorankommen, so in die Richtung.

Andersherum könnte man aus Krieg und Alter natürlich auch wieder prima Unterhaltung machen. Wie war das z.B. mit dem 100jährigen, der dem Krieg davonlief?  Cool smile

Willebroer hat Folgendes geschrieben:

Liebe, Tod, Balkon

Aber, aber. Das ist kein Thema, das ist eine Reizwortgeschichte. Bei der du die Nachtigall vergessen hast smile
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Elbenkönigin1980
Eselsohr


Beiträge: 460
Wohnort: Trier


BeitragVerfasst am: 05.08.2020 19:35    Titel: Antworten mit Zitat

Niederrheiner hat Folgendes geschrieben:
hobbes hat Folgendes geschrieben:
Was sind denn Fitzeks Themen?


Rache,
Psychopathen,
Serienmörder,
Schizophrenie und andere psychische Erkrankungen,

dazu Zwangs-Hypnose, Zeugenschutzprogramm, illegale Gedankenexperimente usw. (ich krieg das jetzt nicht mehr alles auf die Kette).

Vor allem diese Kombination aus der ersten und der zweiten Kategorie würde es bei E niemals geben.

Wie gesagt: Da braucht man sich nur mal die E-Titel der aktuellen Belletrikstik-Bestsellerliste (Hardcover z.B.) anzugucken. Da kriegt man einen guten Eindruck davon, was da für Themen relevant sind (Kriege und Alter sind z.B. zwei sehr beliebte Themen bei E).


Fitzeks Romane ähneln sich leider oft zu sehr: So wusste ich bei zwei Romanen schon im Voraus, dass es sich um Experimente mit Versuchspersonen handelte, weil das in anderen Fitzek Romanen schon so gewesen war...die Romane sind zwar superspannend, aber weil er leider zu oft das gleiche Handlungsmuster wählt, zu vorhersehbar.
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Niederrheiner
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 393



BeitragVerfasst am: 05.08.2020 19:51    Titel: Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Das heißt, wer E schreibt, hat sich gefälligst an offizielle Themenvorgaben zu halten?


Das gilt doch bei U genauso.

Da sind die Vorgaben sogar noch deutlich strikter (durch die Genre-Konventionen).
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Willebroer
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3357
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 05.08.2020 21:51    Titel: Antworten mit Zitat

Niederrheiner hat Folgendes geschrieben:

Das gilt doch bei U genauso.

Da sind die Vorgaben sogar noch deutlich strikter (durch die Genre-Konventionen).


Es sind eher Verlagswünsche als echte Konventionen.
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Thomas74
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 46
Beiträge: 673
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 05.08.2020 22:15    Titel: Antworten mit Zitat

Niederrheiner hat Folgendes geschrieben:


Da sind die Vorgaben sogar noch deutlich strikter (durch die Genre-Konventionen).


Sowas gibt es? Wo kann man die denn einsehen? (neugierigerweise)


_________________
Optimismus ist, bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf dem höchsten Berg zu stehen und "Scheiß Götter!!" zu rufen.
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Willebroer
Geschlecht:männlichBücherwurm


Beiträge: 3357
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 05.08.2020 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Thomas74 hat Folgendes geschrieben:
Niederrheiner hat Folgendes geschrieben:


Da sind die Vorgaben sogar noch deutlich strikter (durch die Genre-Konventionen).


Sowas gibt es? Wo kann man die denn einsehen? (neugierigerweise)


Pssst! Blink Das sind geheime Listen. Sonst könnte ja jeder E schreiben. Oder U? Das ist dann zweifellos schwieriger, weil die Vorgaben strenger sind.
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Willebroer
Geschlecht:männlichBücherwurm


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Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 05.08.2020 22:58    Titel: Antworten mit Zitat

Also U ist schwieriger?
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Mumienfreund
Schmierfink


Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 06.08.2020 00:50    Titel: Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Also U ist schwieriger?


Kurz gesagt: Ja. (Das kurz gesagt würde übrigens bei E durchgehen, bei U unerwünscht, weil ja bereits ein sehr kurzes Wort ist. Also Redundanz, Tautologie = Teufelswerk.

U-Literatur ist wie Dichtung (was ja von Ver-dichtung) kommt. Das bedeutet, dass ein U-Autor mit weniger Worten auskommen muss (Verlagsvorgabe.)

Beispiel in E:

Als ich klein war, stellte das in Altrosa gestrichene Studierzimmer meines Großvaters den geheimnisvollsten Ort für uns dar. Das von Staub und Sonne geschwängerte Licht erzeugte einen zähen, metamorphösen Dunst, der stumm, gleich nebligem Honigtau wie ein Erinnerungshauch im Sonnenhauch durchs Zimmer wogte, während wir – meine acht Schwestern und ich –  an den endlos erscheinenden Nachmittagen unserer Kindheit darin heimlich Verstecken spielten.

Die selbe Aussage in U:

Opas verqualmte Bude war gruselig. Trotzdem spielten wir tagsüber dort oft Verstecken.
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CIPO86
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 34
Beiträge: 193



BeitragVerfasst am: 06.08.2020 04:16    Titel: Antworten mit Zitat

Weder ist U noch E zwingend schwieriger oder leichter.
Es hängt von der Präferenz und den Qualitäten des Autors ab.
Nur weil man gut U schreiben kann, heißt das noch lange nicht, dass man auch gut E schreiben kann. Und nur, weil man gute E-Literatur beherrscht, heißt es wiederum nicht, dass man gute U-Literatur verfassen kann.

Ich weiß gar nicht, was daran so schwer sein soll.
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CIPO86
Geschlecht:weiblichLeseratte

Alter: 34
Beiträge: 193



BeitragVerfasst am: 06.08.2020 04:53    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Als ich klein war, stellte das in Altrosa gestrichene Studierzimmer meines Großvaters den geheimnisvollsten Ort für uns dar. Das von Staub und Sonne geschwängerte Licht erzeugte einen zähen, metamorphösen Dunst, der stumm, gleich nebligem Honigtau wie ein Erinnerungshauch im Sonnenhauch durchs Zimmer wogte, während wir – meine acht Schwestern und ich –  an den endlos erscheinenden Nachmittagen unserer Kindheit darin heimlich Verstecken spielten.

Nehme mal an, dass du das aus dem Handgelenk geschüttelt hast.
Ein Beispiel für gute E-Literatur ist das imho nicht.
E-Literatur heißt nicht, eine Aneinanderreihung von irgendwelchen schön oder hochtrabend klingenden, hochsprachlichen Begriffe zu konstruieren oder eigene Wortkreationen zu erschaffen, ungeachtet dessen, ob deren Bild Sinn ergibt oder nicht.

"zähe metamorphöse Dunst" sagt mir gar nichts. "Zäher Dunst" für sich geht noch in Ordnung, auch wenn ich dichter Dunst präferieren würde. Denn Dunst besteht aus feinsten Teilchen. Aber in dem Kontext von Staubteilchen, die in der Sonne in der Luft herumwirbeln, macht für mich weder zäher noch dichter Dunst Sinn.

"Metamorphös"? Das Adjektiv gibt es m.E. überhaupt nicht. Ich kenne nur "metamorph".

Und warum "stumm"? Ein Dunst hat nun einmal die Eigenschaft, keinen Ton von sich zu geben.

"Nebliger Honigtau?" Honigtau ist eine Ausscheidungsprodukt von Insekten auf Blättern. Auch das Adjektiv "neblig" macht es für mich nicht besser. Ich frage mich: wie kann ein Dunst, mit dem Staubpartikel im sonnenlichtgefluteten Raum beschrieben werden sollen,"gleich nebligem Honigtau" durch das Zimmer wogen?

"wie ein ErinnerungsHAUCH im SonnenHAUCH" - ähmja, das ist mir eindeutig zu viel Hauch. Und wenn der zähe, stumme Dunst gleich nebligem Honigtau schon wenig Sinn macht, macht es das "wie ein Erinnerungshauch im Sonnenhauch" auch nicht besser, sondern schlechter.


Zitat:
Opas verqualmte Bude war gruselig. Trotzdem spielten wir tagsüber dort oft Verstecken.

Das ist eine andere Aussage als die, die mir beim vermeintlichen E-Text vermittelt wird.
Im E-Text kommt für mich nicht heraus, dass der Raum verqualmt ist. Ein Studierzimmer muss schließlich nicht immer verqualmt sein. Und die Beschreibung lässt mich auch nicht an ein Gemisch aus Staubpartikeln in der Sonne und Tabakqualm denken. Die Beschreibung gibt das imho nicht her.
Ebenso kommt keine unheimliche Atmosphäre auf.
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Thomas74
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 46
Beiträge: 673
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 06.08.2020 06:26    Titel: Antworten mit Zitat

CIPO86 hat Folgendes geschrieben:
Im E-Text kommt für mich nicht heraus, dass der Raum verqualmt ist. Ein Studierzimmer muss schließlich nicht immer verqualmt sein. Und die Beschreibung lässt mich auch nicht an ein Gemisch aus Staubpartikeln in der Sonne und Tabakqualm denken. Die Beschreibung gibt das imho nicht her.
Ebenso kommt keine unheimliche Atmosphäre auf.


Ich glaube, er will damit ausdrücken, dass U per se prolliger ist. Wink

Oder anders gesagt, der E-Protagonist hat Diarrhö, der U-Prota Scheißerei.


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Niederrheiner
Geschlecht:männlichEselsohr


Beiträge: 393



BeitragVerfasst am: 06.08.2020 09:16    Titel: Antworten mit Zitat

CIPO86 hat Folgendes geschrieben:
Weder ist U noch E zwingend schwieriger oder leichter.
Es hängt von der Präferenz und den Qualitäten des Autors ab.
Nur weil man gut U schreiben kann, heißt das noch lange nicht, dass man auch gut E schreiben kann. Und nur, weil man gute E-Literatur beherrscht, heißt es wiederum nicht, dass man gute U-Literatur verfassen kann.

Ich weiß gar nicht, was daran so schwer sein soll.


Bester Beitrag des Threads!

 Daumen hoch²
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Mumienfreund
Schmierfink


Beiträge: 71



BeitragVerfasst am: 06.08.2020 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

CIPO86 hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Als ich klein war, stellte das in Altrosa gestrichene Studierzimmer meines Großvaters den geheimnisvollsten Ort für uns dar. Das von Staub und Sonne geschwängerte Licht erzeugte einen zähen, metamorphösen Dunst, der stumm, gleich nebligem Honigtau wie ein Erinnerungshauch im Sonnenhauch durchs Zimmer wogte, während wir – meine acht Schwestern und ich –  an den endlos erscheinenden Nachmittagen unserer Kindheit darin heimlich Verstecken spielten.

Nehme mal an, dass du das aus dem Handgelenk geschüttelt hast.
Ein Beispiel für gute E-Literatur ist das imho nicht.
E-Literatur heißt nicht, eine Aneinanderreihung von irgendwelchen schön oder hochtrabend klingenden, hochsprachlichen Begriffe zu konstruieren oder eigene Wortkreationen zu erschaffen, ungeachtet dessen, ob deren Bild Sinn ergibt oder nicht.

"zähe metamorphöse Dunst" sagt mir gar nichts. "Zäher Dunst" für sich geht noch in Ordnung, auch wenn ich dichter Dunst präferieren würde. Denn Dunst besteht aus feinsten Teilchen. Aber in dem Kontext von Staubteilchen, die in der Sonne in der Luft herumwirbeln, macht für mich weder zäher noch dichter Dunst Sinn.

"Metamorphös"? Das Adjektiv gibt es m.E. überhaupt nicht. Ich kenne nur "metamorph".

Und warum "stumm"? Ein Dunst hat nun einmal die Eigenschaft, keinen Ton von sich zu geben.

"Nebliger Honigtau?" Honigtau ist eine Ausscheidungsprodukt von Insekten auf Blättern. Auch das Adjektiv "neblig" macht es für mich nicht besser. Ich frage mich: wie kann ein Dunst, mit dem Staubpartikel im sonnenlichtgefluteten Raum beschrieben werden sollen,"gleich nebligem Honigtau" durch das Zimmer wogen?

"wie ein ErinnerungsHAUCH im SonnenHAUCH" - ähmja, das ist mir eindeutig zu viel Hauch. Und wenn der zähe, stumme Dunst gleich nebligem Honigtau schon wenig Sinn macht, macht es das "wie ein Erinnerungshauch im Sonnenhauch" auch nicht besser, sondern schlechter.


Zitat:
Opas verqualmte Bude war gruselig. Trotzdem spielten wir tagsüber dort oft Verstecken.

Das ist eine andere Aussage als die, die mir beim vermeintlichen E-Text vermittelt wird.
Im E-Text kommt für mich nicht heraus, dass der Raum verqualmt ist. Ein Studierzimmer muss schließlich nicht immer verqualmt sein. Und die Beschreibung lässt mich auch nicht an ein Gemisch aus Staubpartikeln in der Sonne und Tabakqualm denken. Die Beschreibung gibt das imho nicht her.
Ebenso kommt keine unheimliche Atmosphäre auf.


Du hast ganz richtig erkannt, dass ich mit den Satz aus dem Ärmel geschüttelt habe und bin überrascht , dass du dir sogar die Mühe gemacht hast ihn abzuklopfen. Selbstverständlich ist er Blödsinn, wie mein ganzer Beitrag.

Ebenso erstaunlich finde ich aber auch immer wieder die Veränderung, die entsteht, wenn man den Kontext ändert. Nur weil ich behaupte, etwas sei E, muss es dass nicht sein.

Aber damit auch das zweite Beispiel zum Gruseln anregt. (show don't tell)

Opas verqualmte Bude war oft so vernebelt, dass uns vor lauter Beklemmung der Schweiß meterweit aus den Achselhöhlen schoss und sich sämtliche Härchen an unseren Körpern im neunzig-Grad-Winkel aufrichteten, wie stramme Soldaten, die sich trotzig einem Erschießungskommando entgegenstellten, während Opa irgendwo im Dunst auf uns lauerte und versuchte uns mit seiner brüchigen Stimme zu locken, die so verrottet klang, als würde sie direkt aus den Tiefen einer vermoderten Gruft aufsteigen.
"Kommt ruhig", kicherte er  "Kommt! ich habe auch etwas für euch…"
Was dieses etwas war, habe ich nie herausgefunden, aber am Ende meiner Kindheit waren von meinen ehemals acht Schwestern nur noch Lizzy und ich übrig …
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CIPO86
Geschlecht:weiblichLeseratte

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Beiträge: 193



BeitragVerfasst am: 06.08.2020 16:08    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Selbstverständlich ist er Blödsinn, wie mein ganzer Beitrag.


Warum schreibt man Blödsinn, zumal in diesem Thread? Erschließt sich mir nicht.
Thomas74 hat deinen Beitrag offensichtlich auch ernst genommen, wenn er ihn auch völlig anders interpretiert hat als ich. Und auch anders als du ihn laut deinem letzten Beitrag verstanden haben wolltest.
Ich dachte: da will jemand zum Ausdruck bringen, dass U schwieriger als E zu schreiben ist, und will das anhand eines Beispiels beweisen (was aber gründlich in die Hose gegangen ist).

Und diesen Gedanken hatte ich wegen deines vorigen Beitrags:

Zitat:
Zitat:

Also U ist schwieriger?

Kurz gesagt: Ja. (Das kurz gesagt würde übrigens bei E durchgehen, bei U unerwünscht, weil ja bereits ein sehr kurzes Wort ist. Also Redundanz, Tautologie = Teufelswerk


Zitat:

Ebenso erstaunlich finde ich aber auch immer wieder die Veränderung, die entsteht, wenn man den Kontext ändert. Nur weil ich behaupte, etwas sei E, muss es dass nicht sein.

Ich hätte es auch rüder formulieren können: Das, was du da geschreibselt hast, ist kein E. So rüde bin ich aber normalerweise nicht. Gedacht habe ich es aber sehr wohl.

Was willst du mir/den anderen also mit deinen Beiträgen hier sagen?
Bei mir kommt nach deinem letzten Beitrag an: E-Autoren sind aufgeblasene, inkompetente Gockel, die, weil sie kein U schreiben können, sich E zuwenden, und da ihre Inkompetenz unter aufgebauschten, sich in Beschreibungen ergehenden, unsinnigen Formulierungen verstecken können (...ungeachtet der Tatsache, dass auch in der E-Literatur die Sprache schnörkellos sein kann)

Willst du also deine Geringschätzung gegenüber E-Autoren zum Ausdruck bringen?

Unabhängig von deiner Antwort: Ich habe langsam den Eindruck, dass es mehr U-Autoren gibt, die E-Autoren ihre Fähigkeit, gut zu schreiben absprechen, als umgekehrt, wie es sonst immer gerne behauptet wird.
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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 06.08.2020 17:13    Titel: Antworten mit Zitat

CIPO86 hat Folgendes geschrieben:
Ich habe langsam den Eindruck, dass es mehr U-Autoren gibt, die E-Autoren ihre Fähigkeit, gut zu schreiben absprechen, als umgekehrt, wie es sonst immer gerne behauptet wird.


Verständlich, wenn es überhaupt mehr U-Autoren gibt, dann ist das eine schlichte Rechenaufgabe. Abgesehen von der immer wieder auftauchenden (und immer wieder umgangenen) Frage, was "gut" ist.
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CIPO86
Geschlecht:weiblichLeseratte

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Beiträge: 193



BeitragVerfasst am: 06.08.2020 17:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Abgesehen von der immer wieder auftauchenden (und immer wieder umgangenen) Frage, was "gut" ist.


Was gut ist, kann man ohne Kontext und die Kriterien, die in diesem gelten, meist nicht beantworten.
Es gibt wenige Werke, die über jeden Zweifel erhaben sind, dass sie gut sind.
Ansonsten ist die Sache schwieriger.
Viel eher lässt sich allerdings sagen, was schlecht ist.
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CIPO86
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BeitragVerfasst am: 06.08.2020 17:38    Titel: Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
CIPO86 hat Folgendes geschrieben:
Ich habe langsam den Eindruck, dass es mehr U-Autoren gibt, die E-Autoren ihre Fähigkeit, gut zu schreiben absprechen, als umgekehrt, wie es sonst immer gerne behauptet wird.


Verständlich, wenn es überhaupt mehr U-Autoren gibt, dann ist das eine schlichte Rechenaufgabe. Abgesehen von der immer wieder auftauchenden (und immer wieder umgangenen) Frage, was "gut" ist.


Verständlich ist für mich das falsche Wort. Es ist numerisch nachvollziehbar, wenn es mehr U-Autoren als E-Autoren gibt und offenbar viele U-Autoren Vorurteile gegenüber E-Autoren hegen, wobei sie die E-Autoren beschuldigen, Vorurteile gegenüber U-Autoren zu haben.
Aber verständlich wird mir eine solche Attitüde deswegen nicht.
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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 06.08.2020 20:16    Titel: Antworten mit Zitat

Mit fiktiven Vorurteilen kann man alles mögliche "berechnen".
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 06.08.2020 22:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

M.E. ist der Versuch einer Unterscheidung zwischen E und U anhand des Themas ziemlich schwierig, weil ich keine thematischen Welten sehe, die exklusiv nur von E oder nur von U beackert würden.

Themenfelder, die von einem der Vorposter als reine U-Domäne genannt wurden:

Rache,
Psychopathen,
Serienmörder,

Wobei es (angeblich) eine Kombination aus der ersten (Rache) und der zweiten Kategorie (Psychopathen) bei E niemals geben würde.

Dem würde ich widersprechen. Zur Kombination aus Rache und Psychopathen fällt mir z.B. Dürrenmatt Der Richter und sein Henker ein. Der Böse ist ein ziemlicher Psychopath, und der der Gute übt Rache, um (seiner Vorstellung von) der Gerechtigkeit Genüge zu tun.
Selbst beim Serienmörder fällt mir ein Beispiel ein. Das Wittgenstein-Programm von P. Kerr ein, welches m.E. weit über reine Unterhaltung hinausgeht.

Ich würde – wenn überhaupt – ein hauptsächliches Unterscheidungskriterium sehen: Das der Vielschichtigkeit, der Komplexität, um die sich E in höherem Maße bemüht, als U, die eher die Tendenz hat, Realität zu vereinfachen. Aber das ist auch schon wieder verdammt schwammig.
Ich persönliche finde gerade Bücher spannend, die sich auf der einen Seite durchaus bestimmter Genres (Krimi, SciFi) bedienen, sie aber dann gekonnt – wie soll ich sagen – erweitern.

LG
Dlurie
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sleepless_lives
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BeitragVerfasst am: 09.08.2020 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Niederrheiner hat Folgendes geschrieben:


Rache,
Psychopathen,
Serienmörder,
Schizophrenie und andere psychische Erkrankungen,

dazu Zwangs-Hypnose, Zeugenschutzprogramm, illegale Gedankenexperimente usw. (ich krieg das jetzt nicht mehr alles auf die Kette).

Vor allem diese Kombination aus der ersten und der zweiten Kategorie würde es bei E niemals geben.

Aber das kommt doch ständig in E vor. Alles erstere schon so früh wie "Macbeth". Insgesamt liest sich das fast wie eine Liste der Themen, die in mancher E-Lit bevorzugt behandelt wurde, zumindest zu bestimmten Zeiten.


_________________
Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, dass es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann. (Jean-François Lyotard)

If you had a million Shakespeares, could they write like a monkey? (Steven Wright)
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Niederrheiner
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Beiträge: 393



BeitragVerfasst am: 10.08.2020 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
Aber das kommt doch ständig in E vor. Alles erstere schon so früh wie "Macbeth". Insgesamt liest sich das fast wie eine Liste der Themen, die in mancher E-Lit bevorzugt behandelt wurde, zumindest zu bestimmten Zeiten.


Wenn wir jetzt Bücher von vor 400 Jahren mitdiskutieren, wird's schwierig.

Gibt es überhaupt Bücher von vor dem 19. Jahrhundert, die heute als U gelten?

Die Themen waren natürlich für heutige Bücher gemeint.
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Maunzilla
Klammeraffe


Beiträge: 671



BeitragVerfasst am: 10.08.2020 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Schon zu Goethes Zeiten gab es billige Schauer- und Räubergeschichten. Die Abenteuer des Casanova sind auch reine U-Literatur. genauso wie die Geschichten um den Baron von Münchhausen.
Bis ungefähr in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts war U-Literatur merheitlich auf Kalender und Kurzgeschichten, Fliegende Blätter u.ä. beschränkt. Bücher von mehreren hundert Seiten waren in der Herstellung teuer und somit nicht für die Masse geeignet. Später war die Herstellung von Paper billiger und die ersten halbautomatischen Bindemaschinen kamen in Gebrauch, was die Preise für Bücher stark reduzierte. Auch verbreiteten sich Leihbüchereien zunehmend.


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"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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