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Schwindel


 

 
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Fred K. Linden
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 50
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 08.07.2020 22:44    Titel: Schwindel eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Schwindel

Oben hoch auf der Brücke
gelang es meinem Schatten schließlich,
mich zu überzeugen,
dass ich sein Schatten sei.

Von nun an
ging alles viel leichter.



_________________
Das verstehst du noch nicht, sagten sie. Ich verstand.
- Fred K. Linden -
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 25
Beiträge: 595



BeitragVerfasst am: 09.07.2020 20:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ohh wow, das ist echt gut.
Ja, das eigene Abbild kann sich schnell verselbstständigen.
Erinnert mich an dieses Märchen von Anderson, wo der Schatten eines Mannes plötzlich eigene Wege geht und der Text erst dann endet, wenn der Schatten erfolgreich für den Tod seines einstigen Besitzers gesorgt hat. Bei dir geht das ja am Ende in eine andere Richtung. Auch wenn es sich wie ein Selbstbetrug liest, ich möchte am Ende gerne widersprechen, das lässt das Gedicht nachklingen.

L.G
Patrick


_________________
in unserer welt
gehen wir hin über höllen
und sehen die blumen

"Issa"
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Fred K. Linden
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 50
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 10.07.2020 11:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber Patrick,
vielen Dank für Dein freundliches Urteil.

Zitat:
Auch wenn es sich wie ein Selbstbetrug liest, ich möchte am Ende gerne widersprechen, das lässt das Gedicht nachklingen.


Das versteh ich nicht. Erklärst Du's mir in einfachen Worten?

Liebe Grüße,
Manfred


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Das verstehst du noch nicht, sagten sie. Ich verstand.
- Fred K. Linden -
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 25
Beiträge: 595



BeitragVerfasst am: 10.07.2020 20:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fred K. Linden

Ich wollte nur sagen, dass ich es dem lyrischem Ich nicht abkaufe, das am Ende alles viel leichter geht.
Deswegen denke ich nach dem Lesen noch über das Gedicht nach.

L.G
Patrick

Nachtrag: ich habe erst jetzt den Titel mit dem Gedicht in Verbindung gebracht. Du sagst ja auch, dass es ein Schwindel ist.


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"Issa"
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Tula
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 684
Wohnort: die alte Stadt


BeitragVerfasst am: 14.07.2020 00:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Fred

geistreich und ironisch. Ein cooles Kurz-Gedicht.

LG
Tula


_________________
aller Anfang sind zwei ...
(Dichter und Leser)
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Fred K. Linden
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 50
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 18.07.2020 23:13    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,

lieber Tula, auch Dir danke für Dein freundliches Urteil. Es freut mich.

Lieber Patrick, danke für Deine Erklärung. Klingt plausibel.
Es ist einem Gedicht ja oft nicht anzusehen/anzuhören, wodurch seine Entstehung ausgelöst wurde. Bei den großen Dichtern machen sich die Wissenschaftler darüber her - bei mir bestimmt nicht.
Die Idee zum Gedicht kam mir tatsächlich oben hoch auf der Brücke - 37 Meter über dem Boden im Urwald von Costa Rica - eine der wenigen großen Mutproben in meinem Leben. Und beim Schwindel (ich bin sowas von nicht-schwindelfrei) habe ich nicht im Entferntesten an Schwindelei gedacht - aber das ist ein schöner Doppelsinn, den Du da entdeckt hast.
"Von nun an ging alles viel leichter" - ich hab nicht groß über den Satz nachgedacht; er war einfach da. Im Nachhinein aber kann ich ihn so interpretieren: Wenn ich nur noch der Schatten bin, trage ich nicht mehr die Verantwortung für mich. Ich laufe nur noch hinterher, das ist viel einfacher. Ausdrücklich: Dies spiegelt nicht meine Haltung wider!
ALs mir auf der Brücke die Idee zum Gedicht gekommen war, ging es allerdings (ein wenig) leichter!

Liebe Grüße,
Manfred



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- Fred K. Linden -
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