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postcard from nowhere


 

 
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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

Alter: 25
Beiträge: 664



BeitragVerfasst am: 06.07.2020 19:50    Titel: postcard from nowhere eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Es gibt, sagst du, keine Handlung, die sich verändern würde, beginge sie Gott. Die reine Wiederholung. Alles ist gut. Alles liegt geordnet. Geordnet in ewigen Spiegeln, in Spiegeln die er vor die Wirklichkeit stellt.

So verzweifelt bist du.

Ich sage dir nicht, dass ich dein zweites Gesicht kenne. (Unter so vielen Masken eine müde Metapher.) Das ich die Spiegel leergeräumt, die Wirklichkeit entfernt, und Platz geschaffen habe für Träume. Ja, so verzweifelt bin ich.

Du bist eine Mauer.
Du bist eine Grenze.
Aber sieh, sieh nur: im Balztanz der Variablen.

Ein kühnerer Sprung
als

wird nicht gelingen.



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"Issa"
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Nina
Geschlecht:weiblichDichterin


Beiträge: 4813



BeitragVerfasst am: 06.07.2020 20:50    Titel: Re: postcard from nowhere Antworten mit Zitat

Lieber Patrick,

ein sehr schöner Text. Ein berührender Text.

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
Es gibt, sagst du, keine Handlung, die sich verändern würde, beginge sie Gott.


Was sagt dieser erste Satz? Für mich ist das ein unlogischer Satz.
Es gibt, sagst du, keine Handlung ...
bis hierhin macht es noch Sinn.
... die sich verändern würde ...
ja, immer noch stimmig *g*, aber dann:
beginge sie Gott.
Das ist merkwürdig verdreht. Wie ein Korkenzieher, der Satz.
Er ergibt keinen Sinn.

Gott möchte sich durch Menschen erfahren.
Gott lenkt. Mensch denkt. (So heißt es).

Aber Gott begeht keine Handlung, was nicht bedeutet, er sei tatenlos,
und darin liegt kein Widerspruch.
Der Satz da oben stimmt nicht. Ich kann es nicht genauer begründen,
aber er stimmt einfach nicht. Oder ich verstehe es nicht, ist natürlich
auch möglich.

Weil mir der Text ansonsten sehr gefällt, würde ich ein Überarbeiten
des ersten Satzes (es sei denn, Du meinst etwas ganz anderes und ich habe
es einfach nicht verstanden), begrüßen und für sehr lohnenswert erachten.

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
Die reine Wiederholung. Alles ist gut. Alles liegt geordnet. Geordnet in ewigen Spiegeln, in Spiegeln die er vor die Wirklichkeit stellt.


Alles ist gut, ja. Sogar dann, wenn es nicht gut ist, ist es gut und auch darin liegt
kein Widerspruch. Es liegt geordnet, es liegt auch durcheinander. Ewige Spiegel,
ja, doch das sieht nur so aus. Sie sind endlich. Aber solang man mittendrin steht,
sieht es aus, als seien sie ewig. Spiegel, die vor der Wirklichkeit stehen, das ist
eine tolle Formulierung. Und ich weiß genau, was Du meinst.

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
So verzweifelt bist du.


Ja. So ist das. Manchmal ist man verzweifelt. Manche sind es selten, manche sind
es nie, manche sind es öfter. Es hat, so vermute ich, damit zu tun, womit man ringt.

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
Ich sage dir nicht, dass ich dein zweites Gesicht kenne. (Unter so vielen Masken eine müde Metapher.) Das ich die Spiegel leergeräumt, die Wirklichkeit entfernt, und Platz geschaffen habe für Träume. Ja, so verzweifelt bin ich.


Grandioser Part! Toll! (Den eingeklammerten Satz mit der Metapher würde ich allerdings ersatzlos streichen, den braucht es m.E. nicht).

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
Du bist eine Mauer.
Du bist eine Grenze.
Aber sieh, sieh nur: im Balztanz der Variablen.

Ein kühnerer Sprung
als

wird nicht gelingen.


Noch toller! Wow, das Ende haut voll rein. Unerwartet. Auch dass es am Ende einem Gedicht gleich, Schritte versinnbildlichend, step by step ... ins Finale kracht. Sehr, sehr gut gemacht! Ich bin begeistert. Großartig. Wirklich, großartig.

Liebe Grüße
Nina


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Patrick Schuler
Geschlecht:männlichKlammeraffe

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Beiträge: 664



BeitragVerfasst am: 06.07.2020 22:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Nina smile

Voltreffer! Der erste Satz bereitet mir auch Kopfzerbrechen.
Eigentlich wollte "ich" nur sagen, wenn alle Handlungen, die von Menschen begangen wurden, von Gott nachgemacht würden - sie würden gleich sein. Gott würde gleich Auto fahren, gleich küssen, gleich weinen und gleich Bier trinken.
So eine Art alberner Theodizee Versuch, es ist alles gut, Gott würde es genauso machen.

Allerdings ist das irgendwie falsch ausgedrückt, den Satz muss ich dringend bearbeiten, ich weiß nur noch nicht so recht wie ...
Falls du eine Idee hast - immer her damit. Du weißt ja, es ist manchmal kompliziert eigene Texte zu überarbeiten.

Über dein Lob hab ich mich außerordentlich gefreut smile
Hat mir den Abend versüßt wink

L.G
Patrick


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"Issa"
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Nina
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Beiträge: 4813



BeitragVerfasst am: 06.07.2020 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
Falls du eine Idee hast - immer her damit. Du weißt ja, es ist manchmal kompliziert eigene Texte zu überarbeiten.


Ja, das kenne ich. Vor allen Dingen ist es schwer, wenn man zwar weiß, was
man sagen will, aber das Gesagte immer irgendwie genau etwas neben dem
liegt, was man meint, das irgendwie nicht überein bekommt.

Ich habe gerade mal Brainstorming gemacht:

Die Handlung sähe nicht anders aus, würde sie von Gott ausgeführt / getan.
Gott würde nicht anders handeln als Du, wenn er handeln würde.
Keine der/deiner Handlungen, würden sich unterscheiden von denen, wären sie von Gott getan (in derselben Stiuation).
Wäre Gott an Deiner Stelle gewesen, hätte er gehandelt wie Du.
Hätte Gott anstelle Deiner gehandelt, hätte er dasselbe getan wie Du.
Gott kritisiert keine Deiner Handlungen.
Gott akzeptiert / liebt (Dich), egal wie Du handelst oder gehandelt hast.
Wäre Gott an Deiner Stelle gewesen, er hätte gehandelt wie Du.

Was dabei?

Liebe Grüße
Nina


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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 23:04    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Gott handelt wie du, nicht besser, nicht schlechter. Die reine Wiederholung. Alles ist gut. Alles liegt geordnet. Geordnet in ewigen Spiegeln. In Spiegeln, die er vor die Wirklichkeit stellt.

So verzweifelt bist du.

Ich sage dir nicht, dass ich dein zweites Gesicht kenne. (Unter so vielen Masken eine müde Metapher.) Das ich die Spiegel leergeräumt, die Wirklichkeit entfernt, und Platz geschaffen habe für Träume. Ja, so verzweifelt bin ich.

Du bist eine Mauer.
Du bist eine Grenze.
Aber sieh, sieh nur: im Balztanz der Variablen.

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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 23:05    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

So, dank deinen Anregungen auf eine gänzlich andere Idee gekommen lol2

Aber ich denke so funktioniert es smile

Vielen Dank Nina smile
Patrick


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Patrick Schuler
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Beiträge: 664



BeitragVerfasst am: 06.07.2020 23:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Gott handelt wie ich, nicht besser, nicht schlechter. Die reine Wiederholung. Alles ist gut. Alles liegt geordnet. Geordnet in ewigen Spiegeln. In Spiegeln, die er vor die Wirklichkeit stellt.

So verzweifelt bist du.

Ich sage dir nicht, dass ich dein zweites Gesicht kenne. (Unter so vielen Masken eine müde Metapher.) Das ich die Spiegel leergeräumt, die Wirklichkeit entfernt, und Platz geschaffen habe für Träume. Ja, so verzweifelt bin ich.

Du bist eine Mauer.
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Nina
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BeitragVerfasst am: 07.07.2020 20:06    Titel: Antworten mit Zitat

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
So, dank deinen Anregungen auf eine gänzlich andere Idee gekommen lol2

Aber ich denke so funktioniert es smile

Vielen Dank Nina smile
Patrick


gern geschehen, lieber patrick. freut mich sehr.

so, dank deiner anregungen ... muss es heißen Embarassed Smile


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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 07.07.2020 21:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ooohhh Hupsi. lol2

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Nina
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Beiträge: 4813



BeitragVerfasst am: 07.07.2020 21:23    Titel: Antworten mit Zitat

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
Ooohhh Hupsi. lol2


damn it! deutsche sprache, schwere sprache. Laughing


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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 07.07.2020 21:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Manches ist mir einfach zu hoch. Seufz ...

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Nina
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Beiträge: 4813



BeitragVerfasst am: 07.07.2020 21:53    Titel: Antworten mit Zitat

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
Manches ist mir einfach zu hoch. Seufz ...


kenn ich. geht mir mit der neuen, vereinfachten kommasetzung.
und mit der neuen vereinfachten schreibweise mancher worte so.  
vorher ging besser. ich kann wohl besser kompliziert als einfach. Laughing
vielleicht muss ich mir die regeln, die ja alles jetzt so einfach machen,
noch mal durchlesen. und noch mal. und noch mal. Laughing


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Willebroer
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Beiträge: 3493
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 07.07.2020 22:10    Titel: Antworten mit Zitat

Laut Duden kann "dank" mit Dativ oder Genitiv stehen. Genitiv klingt natürlich edler. ohh
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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 07.07.2020 22:20    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Und das ist meine Muttersprache ... Arrrggghhh

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Minnewall
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Beiträge: 126
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BeitragVerfasst am: 07.07.2020 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Patrick Schuler hat Folgendes geschrieben:
Und das ist meine Muttersprache ... Arrrggghhh


Jung, du schreibst verdammt gute Texte. Lass das andere beiseite. Merk dir Dinge nicht des Müssens wegen. Lass es kommen, indem du dran bleibst.


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Der bewusste Gedanke ist auch nur einer, der aus dem Dunkel kommt.
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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 08.07.2020 11:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dankeschön smile

Tatsächlich wird meine Rechtschreibung langdam etwas besser.
Aber ich hab schon immer eine kleine Rechtschreibschwäche gehabt, ganz werde ich das sicher nicht los.

L.G
Patrick


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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 08.07.2020 14:24    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ein Sterbliches. Die Meteoritenmetapher. Aber die tönernen Versfüße stehen fest auf der Erde, bis der Stein durch den Traum rollt und sie zerschlägt.

Erwartung in mondkalter Statik.

Du sagst etwas über den Flügel, spielst Haydn und lächelst entrückt.

Ein Niemandsland voll vergessener Bewegung ist dieser Raum. Vom Himmel hängt ein Faden mit einem Schlangenkopf am unteren Ende.

Sieh mal, sage ich: Gott sieht mit Raubtiergebiss beinah aus wie ein Mensch.

Etwas im Heimwehkristall bewegt sich, langsam.
Wird sichtbar, wenn du nur schaust.

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BeitragVerfasst am: 09.07.2020 18:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wir haben Asche gesammelt, als es zu spät war, für ein weiteres Leben.

*

Der trochäische Herzschritt. Das Sternenkaleidoskop.
Der Tod, den sich der Staub erfand.
(Wer weiß, vielleicht aus Eitelkeit.)

*

„nicht“ sagt das Kind.
Da gelang es ihm beinah, mit dem Gesicht so gewöhnlich zu tun, wie wir alle, wenn wir über uns reden.

*

Einer zählt ein Leben lang rückwärts.
„Nullsummenspiel“ entfährt es ihm manchmal.
Das ist beinahe albern…

*

Der Raum strömt herauf aus den Spiegeln.
Die Schatten, ja die Schatten, die haben eine Stimme,
eine Stimme, die nur der hört,

der taub ist.

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BeitragVerfasst am: 10.07.2020 13:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

In der Nacht erscheint Gott
in der Uniform eines Soldaten.
Er legt sich schlafen in dir und du
erwachst am Morgen ohne Gesicht,
ohne Sprache, ohne Gedächtnis,
aber erfüllt. - Es ist, wie es ist.

Den Tag lang, der Abhang.
Die sanfte Predigt der Glockenblume.
Das Nullsummendiktat ihrer Blüte,
Doch du willst sprechen, sprechen, nicht hören.

Ein Kind ist in dir, das liegt auf den Knien.
Da steht etwas auf in ihm
und zerbricht es dabei.

Etwas, dessen Gesicht erst erscheint,
wenn es zuschlagen kann

und das blind ist
vor Eifer.

« Was vorher geschah123456Wie es weitergeht »



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BeitragVerfasst am: 11.07.2020 15:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Verunsicherung
hat ein Loch in der Hand.
Wer da hindurch schaut,
sieht das Licht brennen,
in einem hellerem Licht.

*

Ich passiere.
Im nachhinein,
erfinde ich ein Motiv,
warum ich passiert bin.

Es passt. Immer.

*

„Auf der Erde rauschen die Wasser beinah
wie Wasser rauschen“, könnte er sagen.

„Ich bin noch dumm genug, weise zu sein,
aber nicht weise genug, dumm zu sein“,
sagt er stattdessen.

Wir lachen ihn aus.

*

Kaum hat das Denken ein Ziel
wird es käuflich. Ich kaufe es
in genormten Schablonen
und gehe hausieren damit. –

Kaum wird das Denken durchscheinend klar
wird es zur Last. Ich lege es ab.

*

Einer, der nichts zu sagen hat,
schreibt Romane. Sie sind voller Wahrheiten.

Das kann nicht sein, flüstere ich:

*

er wird es nicht hören. -

« Was vorher geschah123456Wie es weitergeht »



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Patrick Schuler
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BeitragVerfasst am: 13.07.2020 15:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wenn wir beisammen sind,
lässt sich jede Sekunde zerlegen
in zwei Ewigkeiten. Die eine ist schön,
sie gehört mir. Die andere? –
Davon willst du nicht reden.

Mein Lächeln,
ein gefrorener Halbmond.

Dein Lächeln,
Eine blitzende Sense.

Wenn wir getrennt sind,
lässt sich jede Sekunde zerlegen
in zwei Ewigkeiten. Die eine ist schön,
sie gehört dir. Die andere? -
Davon will ich nicht reden.

« Was vorher geschah123456Wie es weitergeht »



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Patrick Schuler
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Beiträge: 664



BeitragVerfasst am: 14.07.2020 15:48    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Traum –
müde von Melancholie.
In stillen Stauden, Blüten.
Die Nacht lang,
ein Kind vielleicht, wurzellos,
ein Kind, - ein Junge,
ein Niemandsgeblüt, eine Pause,
zwischen zwei Flächen
gekrümmt.

In manchen Menschen ist Etwas
das will sich erlösen,

in immer neuen Metaphern
auf altem Papier.

Ungefähr so,

wie das Blatt
den Baum überlistet

und fällt.

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