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schlechteste Geschichte-Die Schulschwänzerin

 

 
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Elbenkönigin1980
Eselsohr


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BeitragVerfasst am: 02.07.2020 00:07    Titel: schlechteste Geschichte-Die Schulschwänzerin eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Die Schulschwenzerin

Trier, 29. März 2004

Martina hatte die Schule schon immer gehasst, jedes Mal wenn sie dort hingehen musste, fühlte sie sich wie ein zum Tode verurteilter Häftling auf dem Weg zur Hinrichtung. Zwar drohte ihr dort nicht der Tohd, aber nach jedem weiteren Tag, an dem sie unter den Demütigungen ihrer Mitschüler zu leiden hatte, starb wieder ein Stück von ihrer Seele. Sie bespuckten sie, traten ihr auf dem Schulhof in den Hintern, lästerten stendig über sie, gaben ihr hessliche Namen wie Vierauge(wegen ihrer Brille) und Quasimada(weil sie in der Grundschule einen Rundrücken gehabt hatte) und im Unterricht spukten sie ihr ekelhaft feuchte Papierkugeln in den Rücken.Sie war froh, dass sie im Juni endlich ihren Abschluss machen und somit endlich ihre Ruhe vor ihren Peinigern haben würde. Und weil sie genau wusste, dass auf dem Abschlusszeugnis keine Fehltage mehr eingetragen werden würden, ließ sie sich immer seltener in der Schule blicken. Ihre Noten waren trotzdem ganz okay, weil sie zu Hause viel lernte und deswegen bei fast allen Klassenarbeiten gut abschnitt. Was nach der Schule kommen würde, wusstsie noch nicht, einen Ausbildungsplatz hatte sie bisher keinen gefunden und auf eine weiterführende Schule wollte sie auf keinen Fall gehen.Vor zwei Jahren hatte man bei ihr Autismus festgestellt und damit kam sie immer noch überhaupt nicht klar. Autismus...das fühlte sich für sie so an, als ob ihr jemand bei der GEburt das Wort "Loser" auf die Stirn tätowiert hätte. Wenn man mit dreizehn erfahren musste, dass man niemals wie alle anderen sein würde, war das wie ein Schlag ins Gesicht. Trost fand sie nur in ihren Tagträumen, in denen sie eine erfolgreiche Schriftstellerin und die beste Freundin ihrer Lieblingsschauspielerin sein konnte.An diesem sonnigen Morgen Ende Merz machte sie wieder einmal blau und hielt sich im Kreuzgang aus, wo vor zehn Uhr morgens meistens keiner vorbeikam. Sie genoss die himmlische Ruhe, während sie im Schatten der Arkaden saß, und verträumt auf die Grabmäler der Waibischöfe im Innenhof blickte, auf deren Marmorplatten sich das Licht der Morgensonne spiegelte.ber dann vernahm sie ein lautes Quietschen, das jedes Mal zu hören war, wenn jemand die Tür die vom Dom in den Kreuzgang führte, öffnete. Mürrisch verzog Martina das Gesicht. So früh am Morgen kam eigentlich niemand hier vorbei. Sie hoffte, dass es niemand war, der sie fragen würde, warum sie um diese Zeit nicht in der Schule war.eDann örte sie, dass die Leute Englisch miteinander redeten und atmete erleichtert auf. Turis, nichts weiter, und anscheinend welche von der "der frühe Vogel fängt den Wurm" Sorte, die schon um sechs Uhr am Frühstücksbüfeh im Hotel hockte, um dann bereits um halb acht die City zu erkunden.Es waren zwei Menner und eine Frauh. Die Menner waren groß und von schwerem Körperbau. Sie sahen aus wie Türsteher in einer Disco, jedoch trugen beide Cordhosen und Tweedjacken, was ihnen ein durchaus seriöses Aussehen verlieh. Die Frau trug einen blauen ,bis an die Knie reichenden Mantel und Bluh Jeans. Obwohl es ein warmer Morgen war, hatte sie ihre Kapuze, eine wirklich große Kapuze, über den Kopf gezogen, so dass von ihrem Gesicht nichts zu erkennen war. Zu dem Mantel gehörte auch ein Gürtel, der ihre schmale Taille betonte.Martina fand es seltsam, dass jemand bei diesem schönen Wetter eine Kapuze aufhatte, ob die Frauh vielleicht ein entstelltes Gesicht hatte? Nun, sei es drum, ihr konnte das ja egal sein, bestimmt würden diese Leute in fünf Minuten wieder verschwunden sein und sie würde endlich ihre Ruhe haben.Während die Turisten in den Innenhof gingen, um sich die Bischofsgräber anzuschauen, holte sie einen Apfel aus ihrem Rucksack und begann zu essen."Wirklich schön, dieser Ort hier", sagte die Frau zu ihren Begleitern, "die Fahrt hierher hat sich echt gelohnt."Diese Stimme...Martina kannte sie...sie hatte die ersten beiden Teile von Herr der Ringe schon oft auf Englisch zu Hause angeschaut, und auch "Elizabeth". Diese Frau da, sie hatte eine Stimme wie Cate Blennschett,, ihre absolute Lieblingsschauspielerin. War das möglich, dass zwei Menschen genau die gleiche Stimme hatten, diese unverkennbar melodische dunkle Stimme mit dem feinen Timbre? Cate konnte es jedenfalls nicht sein, denn Trier war keine Stadt, in der Promis einem einfach mal eben so über den Weg laufen konnten.Doch als die Frau die Kapuez vom Kopf nahm, stand Martina der Mund sperangelweit offen, so perplex war sie. Die Ähnlichkeit mit der berühmten Schauspielerin war geradezu verblüffend. Mit ihren azurblauen Augen, dem schmalen Gesicht mit den hohen Wangenknochen, den vollen Lippen, der geraden Nase, der makellos reinen Haut und dem langen hellen Haar hätte diese Frau ein Zwilling von Cate sein können. Konnte sie es tatsächlich sein?Blödsinn, sagte Martina sich, denn warum sollte Cate Blenschett sich um halb acht Uhr morgens hier im Kreuzgang oder überhaupt in Trier aufhalten? Oder waren ihre Tagträume Schuld, spielte ihre Fantasie ihr einen Streich?Die blonde Frau betrachtete interessiert die Grabplatten und las deren Inschriften, während die bulligen Männer nicht von ihrer Seite wichen. Sie verhielten sich genau so, wie das die Bodygards in den Filmen immer taten, sie behielten ihre Umgebung wachsam im Auge und entfernten sich nie weiter als einen halben Meter von der Frauh..Andauernd blickten sie argwöhnisch zu Martina herüber, sie hatten sie also längst entdeckt. Einer der beiden sagte irgendwas zu der Frau und deutete dabei direkt zu der Stelle wo sie unter den Arkaden saß.Martina war extrem nervös und überlegte sich, was sie nun tun sollte. Nach einem Autogramm und einem Foto fragen? Nein, dafür war sie leider viel zu schüchtern.Nun kam die Frau genau auf sie zu, gefolgt von den Bodigards, die Martina genau im Auge behielten.OJe, was kommt denn jetzt?, fragte Martina sich, und sie war so nervös, dass sie ganz schwitzige Hände bekam."Schönes Wetter heute, nicht wahr?", sagte die Blonde im schönsten Ochs-fort Englisch und lächelte verschmitzt, "viel zu schön, um in die Schule zu gehen, stimmts?"Zunächst brachte Martina kein Wort heraus und ihr Kopf lief flammendrot an. Wie sie diesen blöden Autismus hasste! Immer dann, wenn sie verzweifelt nach Worten suchte, wenn jemand sie ansprach, war ihr Kopf wie leergeräumt, und sie brachte keinen vernünftigen Satz zustande. Und natürlich passierte ihr das auch jetzt, in dieser besonders aufregenden Situation.Alles, was sie zusammengestammelt bekam, war auf englisch "are you" zu sagen, dabei hatte sie die freundliche Frau eigentlich fragen wollen, ob diese wirklich die echte Cate war. Doch so sehr sie sich auch bemühte, mehr als diese zwei Wörter bekam sie nicht heraus."Ja, ich bins wirklich", sagte die Blondine und streckte ihr dann die Hand hin, "aber du brauchst echt nicht so nervös zu sein. Weißt du, wir Schauspieler sind auch einfach nur Mänschen, ganz normale Menschen, nichts weiter.  Wie heißt du denn eigentlich? Meinen Nahmen kennst du ja bereits, aber du hast mir deinen noch nicht verraten." Verlegen schüttelte Martina ihr die Hand , sie war immer noch in einer Art Schreckstarre . Wenn das die echte Cate war, wie konnte die dann so nett sein? Waren solche Promis nicht normalerweise total abgehoben?"Ich heiße...ähm...Martina..", stammelte sie auf Englisch und schämte sich, weil ihr nicht mehr einfiel, was sie sagen konnte.Cate war so nett zu ihr, und sie verhielt sich wieder mal wie der letzte Nörd.  Wie sehr sie das hasste, dieses Gefühl der Hilflosikeit, dieses Gefühl, der Situation nicht gewachsen zu sein. Wie oft hatte sie das schon erleben müssen, und heute war es besonders schlimm. Bestimmt würde Cate jetzt denken, sie wäre geistig zurückgeblieben oder sowas. In ihren Tagträumen war das immer ganz anders verlaufen, da hatte sie ganz cool und selbstbewusst Gespräche mit Cate geführt und war ihre beste Freundin geworden.Zum Glück half die Schauspielerin ihr aus ihrer Verlegenheit heraus."Martina, das ist wirklich ein wunderschöner Name. Erpasst zu dir, denn du bist ein hübsches Mädchen.  Du wirst in der Schule gemobbt, oder? Mach dir nichts draus, das habe ich früher auch durchgemacht, und sieh dir an, wo ich heute bin. Alles wird gut werden, du wirst schon sehen. Es wird nicht immer so sein wie jetzt, also sei nicht traurig und sag dir immer wieder, dass du ein ganz toller Mensch bist dass eine gute Zukunft vor dir liegt."Genauso hatte Cate immer in ihren Tagträumen mit ihr geredet, wie konnte das sein?Woher weißt du denn, dass ich gemobbt werde`?"Sie fand es seltsam, ihr Idol einfach so zu duzen, aber die englische Sprache kannte nun mal keine andere Anredeform, also war das wohl okay so."Deine Augen strahlen eine Traurigkeit aus, wie es bei einem Mädchen in deinem Alter nicht sein sollte", sagte die Schauspielerin und strich ihr behutsam über die Wange, "es tut mir weh, zu sehen, was das Mobbing aus dir gemacht hat. Weißt du, ich finde dich sehr sympathisch, denn das bist du nun mal, und wenn die in deiner Schule das anders sehen, dann pfeif drauf. Du bist gut so wie du bist, und das ist alles, was zählt."Krass...fast der gleiche Wortlaut wie in ihren Tagträumen. Merkwürdig war das schon, das musste sie zugeben, aber diese lieben Worte taten ihr so gut, dass sie über diese Tatsache nicht nachdenken wollte. Sie wünschte sich einfach, dass es real war. Allmählich taute sie ein wenig auf, und sie schaffte es sogar zu antworten."Danke Cate, das ist sehr lieb von dir, du hast mir wirklich Mut gemacht."Wow, Cate war echt total nett, es gab bestimmt nicht viele Stars, die sich so viel Zeit für einen Fan nahmen."Das habe ich gerne getan"; sagte sie und lechelte freundlich, "und ich hoffe, ich konnte ein wenig Freude in denen Tag bringen. Und ich würde dir gerne noch eine kleine Überraschung bereiten. Ich glaube, das hast du verdient, Martina, was meinst du?"Dass ich dich heute treffen konnte, war schon Freude genug, ich hätte nie gedacht, dass ich das mal erleben darf. Sag, was machst du eigentlich hier in Trier?"Sie hoffte, dass die Schauspielerin ihr ihre Neugierde nicht übel nehmen würde, denn eigentlich ging das sie ja gar nichts an.Du hast bestimmt schon von Jaques Trudeaux gehört, dem berühmten Regisseur, mit dem drehe ich gerade in den Ardännen. Er stammt aus der Gegend und wollte deswegen den Film gerne in den dortigen Wäldern drehen. Von da ists nicht so weit bis nach Trier, und ich wollte mir diese malerische Stadt unbedingt mal anschauen."Natürlich hatte sie schon von dem weltbekannten belgischen Regisseur gehört, aber nicht gewusst, dass Cate in den Ardennen einen Film drehte. Märkwürdig, sonst fand sie solche News auf der Fansite der Schauspielerin immer schon lange vor Drehbeginnet.Eine Neuverfilmung von Planet der Affen", erzählte Cate ihr, "ich spiele davon eine von intelligenten Affen entfühte Astronautin, die von ihren Kollegen befreit werden muss."Martina war davon total begeistert, das klang einfach zu schön um wahr zu sein."Wow, das ist ja echt genial, ich liebe Planet der Affen, ich kanns kaum erwarten, den Film im Kino zu sehen!"Heute Mittag gehen die Dreharbeiten weiter", sagte Cate, "hast du Lust, mit uns zu fahren und zuzuschauen? Mein Chauffeur, Henry, kann dich danach zurück nach Trier fahren. Ich habe ja gesagt, dass ich dir eine Freude bereiten will, du hast es verdient. Na, wäre das etwas für dich?"Martina musste an das dänken, was ihre Eltern ihr eingescherft hatten, als sie noch klein gewesen war: Steig niemals zu Främden ins Auto, du waißt nie, was für Leute das sind, ja, es gibt böse Leute, die Kinder mitnehmen und sie dann spurlos verschwinden lassen.Sie hatte diesen Rat nie vergässen und war bis heute Fremden gegenüber sehr misstrauisch. Innerhalb des letzten halben Jahres waren in Trier und Umgebung vier Jugendliche und eine alte Frau verschwunden, bis heute gab es keine Spur von ihnen. ast so, als wären sie einfach vom Erdboden verschluckt worden.War es da wirklich eine gute Idee, einfach so in ein fremdes Auto zu steigen? Das war eigentlich etwas, von dem sie gedacht hätte, dass sie es niemals tun würde. Aber das hier war doch etwas ganz anderes, hier handelte es sich nicht um irgendwelche Fremden, sondern um Cate Blanchett. Die war doch selbst Mutter und entführte ganz sicher keine Kinder.Ihre Tagträume wurden gerade wahr und sie wusste, wenn sie jetzt nicht mitfuhr, würde ihr das später sicher leidtun, denn ein zweites Mal würde sie Cate bestimmt nicht begegnen.Zwar sagte ihr eine innere Stimme, dass all das hier zu schön war um wahr sein zu können, aber sie ignorierte sie einfach."Kuhl,, danke, ich komme gerne mit, du machst mir damit eine echt große Freude.""Gut, dann fahren wir gleich los. Unser Auto steht dort draußen:"Mit diesen Worten zeigte Cate auf den Hinterausgang des Kreuzganges, der zu einem kleinen Platz, dem Bischof Stein Platz führte, der von einer großen Linde dominiert wurde, und in deren Schatten sich ein paar Parkplätze befanden.Aber wolltest du dir nicht Trier anschauen?", fragte Martina, "ich will nicht, dass dir das nur wegen mir entgeht.""Ich habe bereits alles gesehen, wir sind schon um fünf Uhr morgens in der Stadt eingetroffen und der Bürgermeister hat uns alle Sehenswürdigkeiten gezeigt. Ich bin ihm sehr dankbar, dass er das möglich gemacht hat, denn nur so konnte ich ohne lästige Paprazils das Seightseeing genießen. Als wir dich getroffen haben, waren wir bereits auf dem Rückweg zum Auto, denn um diese Zeit erwacht die Stadt allmählich.", erklärte Cate und deutete dann auf ihre Bodyguards, "und zum Glück gab es für Tom und William zu dieser frühen Stunde nichts zu tun."Konnte das wirklich sein, dass der Bürgermeister so etwas machte? Aber wieso eigentlich nicht? Martina wäre sogar noch viel früher aufgestanden, wenn ihr jemand gesagt hätte, dass sie ihrem Idol die Stadt zeigen dürfte.Und sie konnte verdammt gut verstehen, dass die berühmte Schauspielerin keine Lust hatte, ständig von Papraziis umzingelt zu sein, und einfach mal etwas Ruhe genießen wollte.Ihre Therapeutin hatte ihr schon oft gesagt, dass es nicht gut wäre, wenn Misstrauen und Angst das Leben derart dominierten, dass ihr dann viele schöne Dinge entgehen würden, un dass sie lernen müsse, Vertrauen zu anderen Menschen zu fassen. Also warum nicht jetzt gleich, bei ihrem Idol damit anfangen?Autismus..für sie fühlte sich das so an, als ob sie in einem großen dunklen Zihmmer hocken würde, in dem es zwar viele Tühren gab, jedoch alle ohne Griff, und somit für sie nicht zu öffnen. Doch jätzt war da an einer Tür ein Griff, und sie musste nur den Mut aufbringen, sie zu öffnen. Verdammt, warum war sie bloß so feige?Plötzlich stand Cate neben ihr und ergriff behuhtsam ihre Hand. "Glaub mir, du brauchst nicht nervös zu sein. Deine Eltern werden gar nicht merken, dass du heute geschwänzt hast. Bei Schulschluss wirst du längst wieder in Trier sein."Nein, sie wollte kein Feigling sein, sie wollte die Freude, die Cate ihr machen wollte, intensiv genießen können. Also warf sie sich ihren Rucksack über die Schulter und verließ mit Cate und den Bodigards den Kreuzgang.,Im Schatten der Linde parkte ein großer schwarzer Märcedes, dessen dunkel getönte Scheiben keinen Einblick nach innen gewährten. Zunächst war ihr das ganz und gar nicht geheuer, aber dann sagte sie sich, dass dass bei Prominenten sicherlich so üblich war, wegen der PaparazzisIch liebe die Musik von Neigthtwish und Blackmores Night", sagte Cate, während die Bodigards die hintere Autotür öffneten und einstiegen, "wäre es für dich okay, wenn wir die auf der Fahrt hören?"Martina fand diese Bands total super und hörte ihre Musik jeden Tag. Wow...wie konnte es sein, dass Cate genau den gleichen Musikgeschmack hatte? Wieder ignorierte sie ihre innere Stimme, die reine Intuition, die ihr sagte, dass das alles einfach nur merkwürdig, ja fast schon unheimlich war. Was, wenn das hier nur ein ungewöhnlich intensiver Tagtraum war? IHre Therapeutin, Frau Mersch, hatte sie schon oft davor gewarnt, dass es gefährlich wäre, sich allzu häufig in die Fantasie zu flüchten, weil das dazu führen könnte, dass man irgendwann nicht mehr in der Lage wäre, zwischen der realen und der selbstgeschaffenen Fantasiewelt zu unterscheiden. Geschah das gerade mit ihr? War sie dabei verrückt zu werden?Alles in Ordnung mit dir, Martina?", fragte Cate und musterte sie besorgt, "du bist ja ganz blass im Gesicht. Wenn du diese Musik nicht magst, können wir auch gerne was anderes hören."Äh, nein, mir gehts gut, das ist nur die Offregung", erwiderte sie und lächelte verlegen, "ich finde Neigthwitsch und Bläckmores Neight übrigens super, sind meine Lieblingsbands."Oh schön, da haben wir ja was gemeinsam", freute Cate sich, "was ist dein Lieblingssong? Meiner ist Nemo"Cool, meiner auch"; antwortete Martina, mehr fiel ihr leider nicht zu sagen ein sie war zu aufgeregt.Cate ging zum Auto und klopfte gegen die Scheibe der Fahrertür, die daraufhin ein Stück nach unten gekurbelt wurde, und den Blick auf den dunklen Haarschopf des Chöfförs freigab. Henry, bitte leg Nemo auf", sagte Cate und kurz darauf ertönte eben jenes Lied im Auto.Komm, steig ein"; forderte Cate sie sanft lächelnd auf, "und falls du auf der Fahrt Hunger bekommst, kannst du Sandwiches oder Snickers haben und Coke haben wir auch im Auto."Frau Mersch hatte Recht, sie durfte nicht immer so misstrauisch sein. Schon bald würde ihre Angst nachlassen und dann würde sie einen tollen Tag mit Cate haben, eine Chance die ihre Peiniger in der Schule niemals kriegen würden.Nein, an die Warnung der Psychologin wegen der Tagträume wollte sie nicht mehr denken. Sie verdrängte das einfach, atmete tief durch und stieg in das Auto.Ich bin kein Feigling, alles ist gut, dachte sie noch, hielt dann jedoch erschrocken inne. Verflucht, wo war sie hier bloß gelandet? Nein, der Innenraum eines Autos war das hier eindeutig nicht. Sie befand sich in einem Raum, der so riesig war, dass der Trierer Dom mindestens fünfmal hineingepasst hätte. Er war rund und von einer gewaltigen Kuppel überwölbt, die wie eine virtuelle Simulation aussah, sie bestand aus ihr fremdartig erscheinenden, ständig wechselnden Farben. In der MItte des gigantischen Raumes befand sich ein etwa acht Meter langes Rondell, auf dem computerartige Schaltpulte nebeneinander angeordnet waren.Martina war völlig verstört und kaum in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen.Tardis...das hier ist so ähnlich wie die Tardis, war alles, was ihr zunächst durch den Kopf ging.Die Tardis, das war eine als kleine blaue Telefonzälle getarnte riesige Zaittmaschine in ihrer Lieblingsserie Dr. Hu, die sie sich jeden Dienstag anschaute. Das hier war auch ein Raumschiff, ganz eindeutig, und ihr wurde sofort klar, dass seine Insassen, ganz im Gegensatz zum Doctor Hu, keine guten Absichten haben konnten.Warum hatten sie sie hierher gelockt?  Oh Scheißdreck....das wusste sie doch ganz genau! Wie konnte sie nur so verdammt naiv sein, in so eine blöde Falle zu tappen?Noch immer war die Musik von Nightwish zu hören, doch hier drinnen klang sie seltsam verzerrt. Sie wollte blitzschnell durch die Tür, durch die sie gekommen war, wieder verschwinden, doch ehe sie wusste wie ihr geschah, hatten die falsche Cate und ihre ebenso falschen drei Begleiter einen engen Kreis um sie gebildet.Das Ding sah noch immer so aus wie die Schauspielerin, doch nun war die Sanftheit der blauen Augen einem heimtückischen, lauernden Ausdruck gewichen.Martinas Herz raste wie ein Schnällzug und sie hatte das Gefühl, jeden Moment in Ohmacht zu fallen.Ihr Menschen seid wirklich die dümmsten Wesen im Universum", sagte das Cate-Ding und lachte hämisch, "ihr seht immer nur das, was ihr sehen wollt, deswegen seid ihr auch so leicht zu fangen. Und du scheinst mir ein besonders blödes Exemplar zu sein...es ist selten, dass jemand so schnell mit uns kommt. Nun, du bist wohl das, was man bei euch einen Loser, und auf unserem Planeten einen Crazzelhoggel nennt...naja, Hauptsache dein Fleisch ist schön zart."Die Tarnung hat wieder viel Energie gekostet, ich denke, wir können uns jetzt zurückverwandeln", schlug einer der falschen Bodigards vor, und das gierige Funkeln in seinen Augen ließ Martina das Schlimmste befürchten, "das Schiff muss für den nächsten Beutezug Energie sammeln, und das Futter hier kann eh nicht mehr abhauen! Ich werf schon mal den Gorglox an, damit das Fleisch schön knusprig wird!"Vor den Augen der entsetzten Schulschwenzerin verwandelten die vier sich nun in grauenhaft schleimige Wesen, deren Beine und Arme riesige Tentakel waren. Die Körper bestanden aus einer eklig aussehenden glibberigen Masse, ebenso die Köpfe, von denen einer mit Augen geradezu gespickt war, eines am anderen, so dass es aussah, als ob sie nur aus Augen bestünden, am unteren Ende befand sich an jedem Kopf ein großer Mund, aus dem spitze, heifischartige Zähne herausragten."Wo ist denn der Kuldatsch?", fragte ein anderes Alien, "ohne Kuldatsch schmeckt das Fleisch doch nicht."Das Ding sprach das Wort Kuldatsch so aus wie ein Mensch "Ketchap" sagen würde, und Martina vermutete, dass das auch so etwas ähnliches sein musste.Sie konnte nicht mehr aufhören zu schreien, fast so, als hoffte, sie, so ihr Leben retten zu können.Du brauchst nicht zu schreien, kleines Fressi, unser Raumschiff ist schalldicht, die Leute die vorbeigehen, werden nur ein Auto auf dem Parkplatz sehen weiter nichts. Niemand wird dich retten können"; sagte ein weiteres Alien.Die vier Außerirdischen sahen absolut gleich aus, für sie waren sie nicht zu unterscheiden.Nein, sie konnte nicht aufhören zu schreien, und sie hörte selbst dann nicht auf, als sich Zähne, viele spitze Zähne ihrem Körper näherten....und dann wurde es tiefe Nacht....eine ewige Naaaacht, aus der sie nie wieder erwachen würde.
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Michel
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BeitragVerfasst am: 02.07.2020 08:38    Titel: Antworten mit Zitat

Immerhin: Ich habe es bis Zeile 17 geschafft. lol

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Elbenkönigin1980
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BeitragVerfasst am: 02.07.2020 18:32    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Gut, dann habe ich mein Übungsziel ja erfüllt.....durch die vielen Rechtschreibfehler und Absätze wollte ich genau das was in der Übung verlangt ist erfüllen...das keiner es bis zum Ende schafft Twisted Evil
Da würden sich sicherlich auch Goethe, Schiller und Co. nach wenigen Zeilen geschlagen geben Cool
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agto
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Gut, dann habe ich mein Übungsziel ja erfüllt.....durch die vielen Rechtschreibfehler und Absätze wollte ich genau das was in der Übung verlangt ist erfüllen...das keiner es bis zum Ende schafft Twisted Evil
Da würden sich sicherlich auch Goethe, Schiller und Co. nach wenigen Zeilen geschlagen geben Cool


Ich habe die ganze Geschichte gelesen. (Bin ich jetzt besser als Goethe oder schlechter?)

Allerdings nicht hier im Forum, denn der Textsatz in einer Zumutung.

Aber noch dem Einfügen von Absätzen, Leerzeichen, Anführungszeichen, hin und wieder einen Buchstaben ... Sieh selbst in der PDF.

[Nachdem du die PDF angeschaut, vielleicht deinen Text noch einmal gelesen hast:]

Nach dem ersten Satz hatte ich schon genug Cool

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
... fühlte sie sich wie ein zum Tode verurteilter Häftling auf dem Weg zur Hinrichtung.


Meine Fresse! Ich glaube, niemand, der es nicht schon einmal erlebt hat (überlebt hat, weil die Hinrichtung abgebrochen, verschoben oder das Urteil aufgehoben wurde), kann es sich vorstellen. Dachte ich.

Trotzdem war ich neugierig.

Michel hat es nur bis Zeile 17 geschafft – das muß ja ein extremer Text sein ... Cool

Wenn man schon über Autismus schreibt, sollte man vielleicht auch mitteilen, um welchen es sich handelt.

Außerdem: warum so spät festgestellt (falls es so spät ist und nicht üblich, weil vorher nicht zu diagnostizieren). Ansonsten bleibt es ein Begriff, unter dem ich mir nicht vorstellen kann, wie die Krankheit Marinas Leben beeinflußt (obwohl ich eine Vorstellung von Autismus habe, aber es gibt nicht den einen Autismus).

Ich hätte wetten können, Martina trifft Cate tatsächlich!

Auch den Dialog fand ich nicht übertrieben. (Ich weiß von weltbekannten Menschen, daß sie den Kontakt zu uns wie du und mir vermissen, und dann solche Zufälle, günstigen Situationen ausgiebig nutzen.)

Autismus macht einen schüchtern?  

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Gut, dann habe ich mein Übungsziel ja erfüllt.....durch die vielen Rechtschreibfehler und Absätze wollte ich genau das was in der Übung verlangt ist erfüllen...das keiner es bis zum Ende schafft.


Das glaube ich nicht.

Davon abgesehen: wenn es Absicht war, dann würdest du es nicht auch hier tun:

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
ja erfüllt.....durch die


Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
ist erfüllen...das keiner


Was die Rechtschreib"fehler" betrifft: das sind nur Fehler, weil irgend jemand festlegt, was richtig ist. (Eben war noch "daß" richtig, jetzt nur noch "dass".)

Mich stört die "Recht"schreibung der Geschichte nicht. Ich sehe deine Schreibung als Ausdrucksmittel.

Wenn du Goethe & Co ins Spiel bringst, dann ist vielleicht auch James Joyce zugelassen: dessen Text sollte man (auch, wie deine) so lesen, wie sie geschrieben sind.

Für mich ist die Geschichte mit dem letzten Satz nicht zu Ende:

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Nein, sie konnte nicht aufhören zu schreien, und sie hörte selbst dann nicht auf, als sich Zähne, viele spitze Zähne ihrem Körper näherten ... und dann wurde es tiefe Nacht ... eine ewige Naaaacht, aus der sie nie wieder erwachen würde.


Wobei es aber ein stimmige Abschluß ist. Kapitelabschluß.

Das nächste kannst du schreiben, oder du überläßt es dem Leser.

Danke, daß du "Die Schulschwenzerin" hier eingestellt hast!
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Michel
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 13:41    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab mir jetzt doch noch die letzten 17 Zeilen (oder so) angetan. Beeindruckend, und möglicherweise sogar ein Plagiat. Gab es da nicht bei Amazon diesen SP-Band für vierzig Ocken, in dem so ein Loser dann in einer Art Drittem Reich auf dem Mars landete und Karriere machte? Schade, den Link hätte ich speichern sollen.
Oder hast Du bei Rico Beutlich abgeschrieben? Der konnte das auch noch richtig geil vorlesen.


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agto
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Nachtrag:

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
... während die Bodigards die hintere Autotür öffneten und einstiegen ...


Hier bin ich gestockt.

Bodigards steigen nicht hinten ein. Da sitzt die Person, die sie beschützen.

Außerdem:

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Die Menner waren groß und von schwerem Körperbau.


Da ist dann nicht mehr viel Platz für eine Frau.

Falls es "ein Wink mit dem Zahlpfahl" ist, ein Hinweis für den Leser, daß etwas nicht in Ordnung ist, paßt es.

Ansonsten würde ich einen zweiten Mercedes parken.

Oder einen Van nehmen. Da passen alle rein, ohne daß Cate und du gequetscht werden.

Eine Kleinigkeit:

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
... klopfte gegen die Scheibe der Fahrertür, die daraufhin ein Stück nach unten gekurbelt wurde ...


Wenn du Cate nicht in der Vergangenheit triffst, dann werden bei solchen Autos keine Scheiben mehr "gekurbelt", weder hoch noch runter.

Vermutlich sind die Scheiben gepanzert (was man von außen meist nicht sieht), dann würde man das gar nicht schaffen.

Elbenkönigin, es ist zwölf Stunden nach meinem ersten Beitrag zu "Die Schulschwenzerin", und die Geschichte klingt noch in mir nach. Cool

Bin gespannt, ob du sie fortsetzt ... Oder bleibt Martina ewig gefangen?
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Elbenkönigin1980
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 21:45    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Michel

Ich hab bei niemandem abgeschrieben, hab ich gar nicht nötig bei anderen abzuschreiben hab genug selbst Ideen.
Hoffe, du willst mir hier nicht wirklich Ideenklau unterstellen, da werd ich richtig sauer wenn jemand das macht.
Glaub mir, diesen Schund hab ich ganz alleine verfasst Very Happy
Und wer ist eigentlich Rico Beutlich?

@Agto

Nun, Martina ist tot..die Aliens futtern sie, deswegen nennen sie sie auch "Kleines Fressi" Twisted Evil
Aber vielleicht hab ich beim Schreiben der Geschichte zu sehr darauf geachtet, sie möglichst schlecht zu schreiben, so dass die Sache mit ihrem Tod nicht deutlich genug wurde.
Nee, ne Fortsetzung gibts da nicht mehr....Martina endete als "kleines Fressi" auf dem Speiseplan der Aliens.
Und es ist echt witzig, mal eine Geschichte mit so vielen Rechtschreibfehlern und so fiesen Aliens zu schreiben.
Naja, eigentlich hätte ich für Aliens ja auch Eyliehens schreiben können, wäre auch witzig gewesen.
Und wie gesagt, in dieser Geschichte muss nichts logisch oder stimmig sein..ich sollte ja schließlihc die schlechteste Geschichte schreiben, da  muss auch nicht erklärt werden was für ein Autismus es ist oder warum sie schüchtern ist, das ist alles nicht relevant für diese Geschichte, die vor allem unlesbar sein soll Twisted Evil
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agto
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 22:27    Titel: Antworten mit Zitat

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Nun, Martina ist tot..die Aliens futtern sie, deswegen nennen sie sie auch "Kleines Fressi" Twisted Evil
Aber vielleicht hab ich beim Schreiben der Geschichte zu sehr darauf geachtet, sie möglichst schlecht zu schreiben, so dass die Sache mit ihrem Tod nicht deutlich genug wurde.


Nur, weil sich "viele spitze Zähne ihrem Körper näherten" wird man weder sterben, noch gefressen.

Ich wurde schon mehrmals von Wölfen und Geiern gefressen. Da braucht es mehr, als daß sich "Zähne nähern".

Jetzt weiß ich es: Martina ist tot.

Schade.

In meiner Fortsetzung lebt sie nicht nur weiter, sondern hat sich auch befreit.

Falls du wirklich eine schlechte Geschichte schreiben wolltest, ist das dir, nach meinem Empfinden, nicht gelungen.

Da mußt du noch etwas üben ... Cool

Auf meinem eBook-Leser hab ich "DarkSky" und "Shevon", aber ich hab "Die Schulschwenzerin" noch einmal gelesen, um die aus der Tiefe kommende Energie zu spüren.
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Wer ist eigentlich Rico Beutlich?
Der ungekrönte König der megaschlechten Schundliteratur - und ein großartiges Experiment der 42er Autoren, um Druckkostenzuschussverlage zu entlarven. Findet sich auf der Vereinshomepage der 42er - und soweit ich weiß, ist Rico Beutlich auch auf YouTube. Moment … Hier.

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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 22:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich frage mich ehrlich gesagt, weswegen Leute ihre Zeit damit verschwenden, bewußt (?) Dinge zu fabrizieren, von denen sie wissen, das diese Dinge schlecht sind. Zeit ist knapp, die sollte man meiner Überzeugung nach damit verbringen, Dinge zu produzieren, die einen Wert haben. Selbst wenn bzw. gerade weil es länger dauert, gute Sachen zu produzieren als schlechte.

Warum sollte ich meine Zeit damit verschwenden, etwas zu lesen, von dem ich weiß, dass es sich nicht lohnt, weil es schon als schlecht angekündigt wird?

Außer natürlich, AutorIn kokettiert mit der Schlechtheit der Geschichte, ist in Wirklichkeit so unnachahmlich gut, dass er/sie es sich leisten kann, bewußt etwas brillantes als trash zu verkleiden, führt LeserIn durch die Ankündigung der Schlechtigkeit aufs Glatteis und kassiert dann nächstes Jahr den LitNobelpreis ein. Oder so.

Wäre aber eine schlechte Vermarktung, außer AutorIn hat bereits ausgesorgt und braucht keine LeserIn mehr.

Wie auch immer, ich erspare es mir, diesen Text zu lesen. Vielleicht entgeht mir dabei ja der wichtige Baustein, der mir fehlt, um das Geheimnis unserer Existenz und den Grund dafür zu finden, warum wir hier sind und mit Dingen wie Katzenkacke, Coronaviren und Dieter Bohlen leben müssen.

Vielleicht aber auch nicht.
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agto
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

@Elbenkönigin

"Die Schulschwenzerin" liest sich auch gut als eBook.

Danke, Cate ... Cool
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agto
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

RAc hat Folgendes geschrieben:
Ich frage mich ehrlich gesagt, weswegen Leute ihre Zeit damit verschwenden, bewußt (?) Dinge zu fabrizieren, von denen sie wissen, das diese Dinge schlecht sind. Zeit ist knapp, die sollte man meiner Überzeugung nach damit verbringen, Dinge zu produzieren, die einen Wert haben. Selbst wenn bzw. gerade weil es länger dauert, gute Sachen zu produzieren als schlechte.

Warum sollte ich meine Zeit damit verschwenden, etwas zu lesen, von dem ich weiß, dass es sich nicht lohnt, weil es schon als schlecht angekündigt wird?

Außer natürlich, AutorIn kokettiert mit der Schlechtheit der Geschichte, ist in Wirklichkeit so unnachahmlich gut, dass er/sie es sich leisten kann, bewußt etwas brillantes als trash zu verkleiden, führt LeserIn durch die Ankündigung der Schlechtigkeit aufs Glatteis und kassiert dann nächstes Jahr den LitNobelpreis ein. Oder so.

Wäre aber eine schlechte Vermarktung, außer AutorIn hat bereits ausgesorgt und braucht keine LeserIn mehr.

Wie auch immer, ich erspare es mir, diesen Text zu lesen. Vielleicht entgeht mir dabei ja der wichtige Baustein, der mir fehlt, um das Geheimnis unserer Existenz und den Grund dafür zu finden, warum wir hier sind und mit Dingen wie Katzenkacke, Coronaviren und Dieter Bohlen leben müssen.

Vielleicht aber auch nicht.


So viel Text würde ich nicht schreiben, wenn ich keine Zeit hätte ... Cool

Hat die AutorIn denn schon die Nägel hübsch?
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agto
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BeitragVerfasst am: 06.07.2020 23:08    Titel: Antworten mit Zitat

Michel hat Folgendes geschrieben:
Elbenkönigin1980 hat Folgendes geschrieben:
Wer ist eigentlich Rico Beutlich?
Der ungekrönte König der megaschlechten Schundliteratur - und ein großartiges Experiment der 42er Autoren, um Druckkostenzuschussverlage zu entlarven. Findet sich auf der Vereinshomepage der 42er - und soweit ich weiß, ist Rico Beutlich auch auf YouTube. Moment … Hier.


So schlecht finde ich es nicht (für einen Sachsen). Cool

Richtig schlecht zu schreiben, ist nicht einfach. Das können wahrscheinlich nur Leute, die sehr, sehr wenig schreiben.

Druckkostenzuschlußverlage sind so wichtig wie Bordelle. In beiden Fällen bezahlt man für Liebe. Die Buch-Liebe hält allerdings länger. Cool
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Elbenkönigin1980
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BeitragVerfasst am: 07.07.2020 16:07    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@agto

Ja, schlecht zu schreiben ist schwer, gerade deswegen fand ich diese Übung ja so interessant........aber es ist auch ganz schön ermüdend, schlecht zu schreiben und keine Absätze zu machen und viele Rechtschreibfehler einzubauen.
Interessant wars aber mal, das auszuprobieren, ne echt witzige Übung.
Kann auch gute Geschichten über Aliens schreiben, die sind dann aber richtig gruselig Twisted Evil
Das hier war nur ne Art Parodie meiner richtigen Horrorgeschichten.

@Rac

Prima, damit hab ich den Sinn und Zweck der Übung erfüllt, dass der Text auf dich so abschreckend wirkt Very Happy
Genau deswegen habe ich beim Schreiben gar keine Absätze gemacht.
Ich selbst tue mich nämlich immer schwer, Texte ohne Absätze zu lesen, da dachte ich, das macht das Ganze so richtig schön unlesbar.
Aber wie gesagt, du verpasst nichts, wenn du diese Geschichte nicht liest...es geht um hungrige Aliens, die sich als Stars verkleiden, um Menschen auffressen zu können..also richtig schön trashy Twisted Evil

@Michel

Ich hab von dem Typen noch nie gehört, aber ich werde mir das mal anschauen....der schreibt also absichtlich  schlecht? Twisted Evil
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Michel
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BeitragVerfasst am: 07.07.2020 16:18    Titel: Antworten mit Zitat

"Der" ist eine Konstruktion dreier Autoren, die beweisen wollten (und konnten), dass DKZV jeden Sch... drucken, solange man sie dafür bezahlt. Das Video zeigt einen von ihnen in der Rolle des Rico Beutlich, der nur eine Rolle ist und nicht existiert.

Aber mal abgesehen davon, dass mir nach 30 Sekunden schlecht wird beim Zusehen, steckt noch einiges mehr dahinter. Die 42er bekamen für ihren Schund nämlich begeisterte Zusagen der Bezahlverlage und standen vor dem Problem, innerhalb weniger Tage einen unsäglichen Roman aus dem Ärmel zu schütteln. Ich glaube, das Telefonbuch haben sie nicht abgeschrieben, aber sie sind nur knapp darunter geblieben.

Und die "Verlage" hätten das allen Ernstes gedruckt. Gegen Bares natürlich. Hier nachzulesen.


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BeitragVerfasst am: 08.07.2020 10:06    Titel: Antworten mit Zitat

Michel hat Folgendes geschrieben:
... die beweisen wollten (und konnten), dass DKZV jeden Sch... drucken, solange man sie dafür bezahlt.


Das erwarte ich, wenn ich bezahle.

Das Problem bei einigen Zuschußverlagen ist doch, daß man die Bücher, für die man bezahlt hat, nicht bekommt, weil sie gar nicht gedruckt wurden und/oder weil man sie nur über den Verlag veräußern kann und dann ein zweites Mal für sie bezahlt werden muß.
Oder daß Korrektur und Lektorat bezahlt, aber nicht oder nur teilweise (auf den ersten Seiten) ausgeführt werden.

Das ist nicht "es wird jeder Sch... gedruckt", sondern Betrug.

Heutzutage ist man aber nicht auf Zuschußverlage angewiesen:
- Korrektur/Lektorat & Textsatz -> Papyrus Autor ("erstellt druckreife PDF").
- PDF zu einem Print on Demand Verlag, und schon hat man sein Buch.
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Michel
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BeitragVerfasst am: 08.07.2020 11:56    Titel: Antworten mit Zitat

Dass zweimal gezahlt werden musste, hab ich noch nicht gehört. Interessant.
Ein wesentliches Problem sehe ich darin, dass den Leuten vorgegaukelt wird, sie wären ein schreiberisches Genie und könnten hohe Verkaufszahlen generieren. Man müsste eben nur ein kleines, kleines Bisschen nachhelfen. Die Lobhudelein, die auf Rico Beutlichs Text eingingen, sprechen eine beredte Sprache. Dabei hat der Verlag mit dem "Zuschuss" bereit seinen Schnitt gemacht und muss sich nicht weiter krummlegen.


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agto
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BeitragVerfasst am: 08.07.2020 12:08    Titel: Antworten mit Zitat

Michel hat Folgendes geschrieben:
Ein wesentliches Problem sehe ich darin, dass den Leuten vorgegaukelt wird, sie wären ein schreiberisches Genie und könnten hohe Verkaufszahlen generieren.


Deshalb mein Vergleich mit einem Bordell ... Cool

Bezahlen ist einfacher als es zu sein.

Zumal zwar jeder Millionär, aber nicht Bestseller-Autor werden kann. Cool
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agto
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BeitragVerfasst am: 09.07.2020 08:41    Titel: Antworten mit Zitat

Michel hat Folgendes geschrieben:
Ein wesentliches Problem sehe ich darin, dass den Leuten vorgegaukelt wird, sie wären ein schreiberisches Genie und könnten hohe Verkaufszahlen generieren.


Würde bei mir nicht funktionieren. Schon gar nicht, wenn ich jemand Geld gebe.

Außerdem sehe ich darin nichts Verwerfliches. Wir haben doch alle schon einmal jemand mit Worten aufgewertet, weil wir etwas von ihm haben wollten. Oder wurden von jemand aufgewertet, weil er etwas von uns haben wollte.

Jeder Autor sollte sein Werk einordnen können, wenn er eine gewissen Distanz zu ihm hat.

Wenn ein Verlag sagt: das wird ein Bestseller, aber vorher brauchen wir noch x.000 Euro, sollte doch jeder Autor stutzig werden.

So recht verstehe ich deine Bedanken nicht. – Läßt du dich (generell) leicht verführen?

Michel hat Folgendes geschrieben:
Man müsste eben nur ein kleines, kleines Bisschen nachhelfen.


Man sollte es dann auch tun. Nicht nur versprechen und abkassieren.

Davon abgesehen: kann man aus jedem Manuskript einen Bestseller machen. Daß vom ursprünglichen Entwurf nichts mehr übrig ist – geschenkt.

Man kann nicht alles haben. Cool
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