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DLurie
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BeitragVerfasst am: 30.06.2020 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal die Fortsetzung der Geschichte. Ich frage mich, ob man nicht besser sogar dieses Kapitel als Einstiegskapitel nimmt und das bereits existierende mit der Katamaran-Episode folgen lässt...   

Im riesigen Speisesaal des All-inclusive-Hotels in Varadero hat die allabendliche Schlacht am Buffet begonnen. Clara bleibt zunächst sitzen, will den ersten Ansturm vermeiden. Nach drei Tagen kommt es ihr vor, als schmecke alles irgendwie gleich, trotz der reichhaltigen Auswahl. Am Nachbartisch: ein russisches Pärchen. Er kommt gerade zurück vom Buffet, setzt sich und beginnt mit finsterer Miene und konzentriert mit der Vernichtung des Fleischbergs auf seinem Teller. Clara versteht einzelne Wortfetzen, sie hatte ein paar Jahre russisch in der Schule, das meiste hat sie vergessen. Seine platinblonde und deutlich jüngere Begleiterin stochert mit einer Hand lustlos in einem Salat herum und spielt mit der anderen mit ihrem Smartphone. Die Beiden sind irgendwie typisch für die russischen Touristen. Martialisch dreinblickende, breitbeinig ausschreitende Männer mit haarigen Bäuchen, über denen sich die Haut spannt, oft in Armeehosen (warum eigentlich?) und blonde, vollbusige Frauen, die sich immer zu langweilen scheinen.
Eine Reisegruppe nimmt an einem der Nebentische Platz. Deutsche, unverkennbar. Die Zipp-Off-Hosen aus atmungsaktivem Material, die Trekkingsandalen, wahrscheinlich eine Wandergruppe. Es dauert eine Weile, bis man sich über die Sitzordnung einig ist und feststellt, dass an dem langen Tisch zwei Plätze fehlen. Ein dunkelhäutiger Kubaner kommt auf sie zu und spricht sie in akzentfreiem Deutsch an.
»Hätten Sie noch zwei Plätze an ihrem Tisch frei?«
Sie nickt und fragt sich, woran er wohl erkannt hat, dass sie Deutsche ist. Er und ein weiterer Mann  setzen sich zu ihr.
»Danke! Ich bin Ernesto«, sagt der Kubaner lächelt sie an und reicht ihr die Hand.
»Ich heiße Clara.«
Er sieht blendend aus, dieser Ernesto. Schneeweißes Guayabera-Hemd, schwarze, weit geschnittene Leinenhose und ein Che-Beret mit dem goldenen Stern. Wie sich herausstellt, ist er der Reiseleiter der Gruppe. Er spricht fließend Deutsch, sie fragt ihn, wo er das so gut gelernt habe.
»Ich habe als junger Mann zwei Jahre in Deutschland studiert. In der ehemaligen DDR.«
»Ich stamme aus der ehemaligen DDR«, sagt sie erfreut.
Er prostet ihr zu.
»Es war eine schöne Zeit. Die DDR war damals ein großes Vorbild für viele Kubaner. Es klappte alles so gut bei euch «
Ja, es war eine schöne Zeit, trotz allem, denkt sie und nippt an ihrem Mangosaft.
»Na ja – ganz so gut hat es dann ja wohl doch nicht geklappt«, sagt sie.
»Im Vergleich zu Kuba schon. Kommt immer darauf an, mit wem man sich vergleicht.«
Da ist was dran, denkt sie. In der DDR hatten sie mit der BRD immer einen der erfolgreichsten Musterschüler des Kapitalismus direkt vor der Nase.
»Beinahe hätte ich sogar eine Deutsche geheiratet.«
»Ach ja?«
Er nickt.
»Es ist wahrscheinlich daran gescheitert, dass ich regelmäßig zu spät zum Essen kam, wenn ich bei ihr eingeladen war. Sie war eine leidenschaftliche Köchin.«
Er klopft sich mit beiden Händen auf die Schenkel.
»Unglaublich! In Kuba kommt kein Mensch pünktlich. Aber Frieda war da eigen. Eines Abends hat sie mir einfach nicht mehr die Tür aufgemacht. Wegen eines halben Stündchens Verspätung! Da stand ich dann mit meinem selbst gepflückten Blumenstrauß. Das banale Ende einer deutsch-kubanischen Liebe.«
Er schüttelt sich vor Lachen, ein Lachen, das so ansteckend ist, dass sie mitlachen muss.
»Sie reisen alleine?«
»Ja - eine Art tour de nostalgie. Ich wollte sehen, ob wenigstens hier noch etwas übrig ist vom sozialistischen Traum, den auch ich damals geträumt habe.«
»Und? Schon erste Erkenntnisse?«
Sie weist mit der Hand um sich in den Speisesaal.
»Sie meinen also, dass er hier noch lebt, der Sozialismus?«
Ernesto grinst. Der Schalk blitzt ihm aus den Augen.
»Er hat’s nicht leicht, der Sozialismus. Er hat viele mächtige Feinde, die ihn bekämpfen und verteufeln. Die seine Errungenschaften kleinreden und nur die Fehler, die er gemacht hat, herausstellen. Nicht zuletzt aus Angst, er könne auch bei ihnen noch mal Schule machen. Denn die Idee an sich hat immer noch ihren Charme. Oder?«
Clara zögert.
»Ja, zumindest als Utopie, als Entwurf einer gerechten Gesellschaft. Auf der anderen Seite: Er scheint nirgendwo so recht funktioniert zu haben. Ob das nun an seinen vielen Feinden liegt, die ihm das Leben schwer machen oder daran, dass er einfach die egoistische Natur des Menschen verkennt… ich bin noch zu keinem abschließenden Urteil gelangt. «
»Und die Reise nach Kuba soll Ihnen diese Frage beantworten?«
Sie nickt.
»Ein wenig schon.«
Er lächelt.
»Ich fürchte, Sie werden verwirrter abreisen, als sie gekommen sind, verehrte Clara. Meine Heimat war schon immer ein Land voller Widersprüche.«

« Was vorher geschah12

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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 30.06.2020 17:20    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo smile
Fast könnte ich meine allererste Antwort in diesem Thread hier wiederholen.
Für mich ich das eindeutig zu viel Tell und kein Show.
Was empfindet sie, als sie ihre Umgebung beobachtet? Sie versteht ein paar Brocken Russisch, aber der Leser wird außen vor gelassen?
Dann setzen sich zwei Herren zu ihr. Ernesto und ein stummer Unsichtbarer?
Der Dialog selbst böte Möglichkeiten, die Figur der Clara zu formen, an den Leser zu bringen, stattdessen werden Nettigkeiten ausgetauscht.
Schade.
MfG


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DLurie
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BeitragVerfasst am: 30.06.2020 18:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Calvin,

danke für deinen Kommentar.

Das mit dem Show don't tell ist ein vielbemühter und m.E  ziemlich  überschätzter Topos hier im Forum. Aber sicher könnte man noch ein paar ihrer Empfindungen explizit einstreuen und auch den bislang Stummen noch ein paar Worte sagen lassen.
Dass die beiden nur Nettigkeiten austauschen, kann ich nicht sehen.

LG
DLurie
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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 30.06.2020 19:13    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, aber dann hast Du, in meinen Augen, "Show don't tell" nicht verstanden.
Ist Geschmackssache.
MfG


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DLurie
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BeitragVerfasst am: 30.06.2020 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Calvin Hobbs hat Folgendes geschrieben:
Sorry, aber dann hast Du, in meinen Augen, "Show don't tell" nicht verstanden.
MfG


So wird's wohl sein...

LG
DLurie
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Rodge
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BeitragVerfasst am: 01.07.2020 07:54    Titel: Antworten mit Zitat

Moin DLurie,

für mich ist die Szene so, wie sie sich vermutlich immer wieder in ähnlichen Hotels abspielt oder abspielen könnte. Das ist gut geschrieben, aber die Figuren bleiben mir fremd. Es gibt keinen Konflikt und niemanden, mit dem ich mitfiebern könnte. Es klingt eher wie ein Reisebericht, dem man lauscht, während man sich die Bilder dazu ansieht.

Nun ist es schwer, hier etwas zu raten, wenn man nicht die Gesamtgeschichte kennt, aber warum nicht in der ersten Szene schon mal den Grundkonflikt zeigen, dabei aber noch nicht alles beschreiben, was wesentlich ist, sondern den Leser zappeln lassen.

Ist natürlich alles nur mein subjektiver Eindruck...

Grüße
Rodge
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 01.07.2020 11:05    Titel: Antworten mit Zitat

Rodge hat Folgendes geschrieben:
Moin DLurie,

für mich ist die Szene so, wie sie sich vermutlich immer wieder in ähnlichen Hotels abspielt oder abspielen könnte. Das ist gut geschrieben, aber die Figuren bleiben mir fremd. Es gibt keinen Konflikt und niemanden, mit dem ich mitfiebern könnte. Es klingt eher wie ein Reisebericht, dem man lauscht, während man sich die Bilder dazu ansieht.
Rodge


Moin Rodge,

danke für den Kommentar.

Im Prinzip soll es genau das werden. Ein weitgehend szenischer Reisebericht aus der Brille einer Frau, die in der DDR sozialisiert wurde und als eine Art Archäologin des Sozialismus nach Kuba reist.

Nicht sehr spannend von der Grundkonstellation her, ich weiß. Kein Plot mit gezieltem Spannungsaufbau, kein überraschendes Ende etc., weshalb ich das auch nicht als Kurzgeschichte qualifiziert habe. Neuland für mich.
Die Frage ist, ob trotzdem etwas herauskommen kann, was einen bestimmten Leserkreis interessiert.
Ich will schon mal ein bisschen üben für nächstes Jahr – da plane ich eine laaange Reise mit einer Art Reisetagebuch…

LG
DLurie
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Rodge
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BeitragVerfasst am: 01.07.2020 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

ok, dann macht das Setting natürlich Sinn. Die Frage wäre dann, ob du das nur für Dich schreibst, oder ob du dir Leser wünschst. Ist zweiteres der Fall, wird es in meiner Vorstellung schon so etwas wie eine Dramatisierung brauchen. Das Maß davon, hinge dann von der Zielgruppe ab, also der Personenkreis, der am Wahrscheinlichsten als Leser in Frage kommt.

Wenn ich es mal auf mich beziehe (ältere Herren um die 60 - hüstel), dann wäre das für mich nicht dramatisch genug.

Grüße
Rodge
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 01.07.2020 11:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Rodge

Über die Zielgruppe habe ich mir keine großen Gedanken gemacht. Der Stoff eignet sich natürlich nicht für Leser, die ausschließlich reine Spannungsliteratur konsumieren.
Ich finde das Ganze ja auch ein wenig schlapp – und ich gehöre auch zu den älteren Herren.
Bleibt also die Frage: Wie dramatisiert man solch einen per se eher undramatischen Stoff. Ich geh noch mal in mich.

LG
DLurie
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nicolailevin
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BeitragVerfasst am: 01.07.2020 13:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hiho

ich möchte @DLurie ermuntern, sich von den Einlassungen hier nicht ins Bockshorn jagen zu lassen!

Reisebücher sind für meine Begriffe ein eigenes Genre, an das man nicht so ohne weiteres die Maßstäbe der Unterhaltungsliteratur anlegen kann. Betrachtungen über das Land, witzige Begebenheiten, Beobachtungen, Lokalkolorit, Dialoge mit Einheimischen und Mitreisenden machen den Charme und Unterhaltungswert aus - je nach Ausrichtung des Autors ironisch-heiter oder melancholisch oder ernst-interessiert-tief oder irgendwo dazwischen. Es sollte natürlich so was wie ein Spannungsbogen zu finden sein, aber es braucht keinen Antagonisten und keine zwei Wendungen.

Beispiele finden sich: Tucholsky, nicht nur Schloss Gripsholm (ja, ich weiß, das ist fiktiv und sehr literarisch durchkomponiert, und es gibt sogar eine Antagonistin!) und Rheinsberg, sondern vor allem sein Pyrenäenbuch. Bölls Irisches Tagebuch. Steinbecks Reise mit Charley. Bruce Chatwin und meinetwegen sogar Hape Kerkelings Ich bin dann mal weg.

Was ich überdenken würde, ist die Perspektive: Alle Reisebetrachtungen, die ich kenne, sind in der Ersten Person geschrieben (ja, ich weiß um die Vorbehalte des Originalposters gegen Icherzähler Smile ), und dass die Reisende fiktionalisiert wird, ist natürlich auch ein bissl exotisch, aber warum denn nicht?

Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass so eine Kubareisebetrachtung verkaufsmäßig der nächste Fitzek wird, aber eine grudsätzliche Abnehmerschaft für diese Art von Buch seh ich schon. Ob es marketingtaktisch klug ist, als weitgehend Unbekannter mit sowas zu debütieren, mag auf einem andern Blatt stehen, aber da würd ich mir keinen Kopf machen, solang man nicht unter materiellem Zwang steht, jetzt unbedingt einen Verkaufsschlager raushauen zu müssen. Es spricht nichts gegen Genre und Thema. Man darf den potenziellen Leser / Käufer halt nicht aufs Glatteis führen, sondern muss in aller Aufmachung klarmachen, was ihn da erwartet.

VG
Nico.
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 01.07.2020 17:36    Titel: Antworten mit Zitat

nicolailevin hat Folgendes geschrieben:
Hiho

Was ich überdenken würde, ist die Perspektive: Alle Reisebetrachtungen, die ich kenne, sind in der Ersten Person geschrieben (ja, ich weiß um die Vorbehalte des Originalposters gegen Icherzähler Smile ), und dass die Reisende fiktionalisiert wird, ist natürlich auch ein bissl exotisch, aber warum denn nicht?

 
Nico.


Hi Nico,

danke für deinen Kommentar.
 
Das ist eine gute Idee: Ich mache mich mal an eine Version in der ICH-Perspektive. Zwingt mich dann auch näher ran an meine Prota, denn das mit der Fiktionalisierung der Reisenden werde ich beibehalten. Ich wollte schon immer mal eine Geschichte aus der Perspektive einer Frau erzählen.  

LG
DLurie
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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 01.07.2020 17:37    Titel: Antworten mit Zitat

DLurie hat Folgendes geschrieben:

Bleibt also die Frage: Wie dramatisiert man solch einen per se eher undramatischen Stoff. Ich geh noch mal in mich.

LG
DLurie


Hallo smile
Clara hat einen Charakter, Wünsche, Träume, Vorstellungen, eine Vergangenheit. Was hat sie im Grunde ihres Herzens dazu gebracht, auf diese Reise zu gehen? Was erhofft sie sich zu finden? Was sind ihre Ängste dabei? Lernt sie dabei auch etwas über sich selbst?
Nur einfach zu schildern, was ihr widerfährt, ist meiner Meinung nach, keine Dramatisierung, denn die Geschichte sollte auf jeden Fall charaktergetrieben sein. Clara als kleines Schiff zu zeigen, welches zwischen Urlaubsimpressionen hin und her geworfen wird, greift da zu kurz.
MfG


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Rodge
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BeitragVerfasst am: 01.07.2020 18:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde die Idee von Nico auch gut. Das macht es erlebbar und man kann der Figur Eigenschaften mitgeben (die sich vielleicht sogar im Laufe der Geschichte wandeln).

Grüße
Rodge
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 02.07.2020 12:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hier mal probehalber eine ICH-Fassung des Einstiegs, die auch einige andere Anregungen aufnimmt.

1.

Im riesigen Speisesaal des All-inclusive-Hotels in Varadero hat die allabendliche Schlacht am Buffet begonnen. Ich bleibe zunächst sitzen, will den ersten Ansturm vermeiden. Nach drei Tagen kommt es mir vor, als schmecke alles gleich, trotz der reichhaltigen Auswahl.
Am Nachbartisch: ein russisches Pärchen. Er kommt gerade zurück vom Buffet, setzt sich und beginnt mit finsterer Miene und konzentriert mit der Vernichtung des Fleischbergs auf seinem Teller. Seine platinblonde und deutlich jüngere Begleiterin stochert mit einer Hand lustlos in einem Salat herum und spielt mit der anderen mit ihrem Smartphone. Die Beiden sind irgendwie typisch für die russischen Touristen. Martialisch dreinblickende, breitbeinig ausschreitende Männer in Armeehosen (warum eigentlich?), mit haarigen Bäuchen, in Begleitung blonder, vollbusiger Frauen, die sich immer zu langweilen scheinen.
Ich sitze alleine am Tisch, fühle mich etwas einsam inmitten all dieser Menschen.
 
Eine Reisegruppe nimmt an einem der Nebentische Platz. Deutsche, unverkennbar. Die Zipp-Off-Hosen aus atmungsaktivem Material, die teuren Trekkingsandalen, wahrscheinlich eine Wandergruppe. Es dauert eine Weile, bis man sich über die Sitzordnung einig ist und feststellt, dass der lange Tisch nicht für alle reicht. Ein dunkelhäutiger Kubaner kommt auf mich zu und fragt mich in akzentfreiem Deutsch, ob an meinem Tisch noch zwei Plätze frei wären. Ich nicke, frage mich, woran er wohl erkannt hat, dass ich Deutsche bin. Er und ein hagerer Mann mit randloser Brille, der asketisch wirkt, setzen sich zu mir.
»Danke! Ich bin Ernesto«, sagt der Kubaner, lächelt mich an, reicht mir die Hand. Der Hagere stellt sich als Rudolf vor.
»Ich heiße Clara.«
Er sieht blendend aus, dieser Ernesto. Schneeweißes Guayabera-Hemd, schwarze, weit geschnittene Leinenhose und ein Che-Beret mit dem goldenen Stern. Wie sich herausstellt, sind er und Rudolf die beiden Reiseleiter der Gruppe.
»So groß ist die Gruppe doch gar nicht. Warum gleich zwei Reiseleiter?«, will ich wissen.
Ernesto grinst breit.
»Ich bin die Stimmungskanone. Zuständig für Rum, Salsa, gute Laune. Und Rudolf ist schuld, wenn was schief geht. Dafür wird er auch besser bezahlt.«
Rudolf nickt.
»Stimmt. Ich bin der Sündenbock. Falls Sie mal einen Sündenbock brauchen, Clara –egal wofür -  bin ich ihr Mann. So zerknirscht wie ich schaut keiner. Ich übe das täglich vor dem Spiegel.«
Ich muss lachen, frage Ernesto, wo er so gut Deutsch gelernt habe.
»Als junger Mann habe ich zwei Jahre in Deutschland studiert. In der ehemaligen DDR.«
Ich freue mich. Kein richtiger Ossi, aber irgendwie trotzdem ein Landsmann.
»Ich stamme aus der ehemaligen DDR.«
Immer wenn ich den Satz ausspreche, hört es sich für mich an wie ein trotziges Geständnis. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
Ernesto prostet mir mit seinem Plastikbecher zu.
»Es war eine schöne Zeit. Damals war die DDR ein großes Vorbild für viele Kubaner. Es klappte alles so gut bei euch.«
»Na ja – ganz so gut hat es dann ja wohl doch nicht geklappt«, werfe ich ein.
»Im Vergleich zu Kuba schon. Kommt immer darauf an, mit wem man sich vergleicht.«
»Da ist was dran. In der DDR hatten wir mit der doofen BRD immer einen der erfolgreichsten Musterschüler des Kapitalismus direkt vor der Nase.«
»Der wurde aber auch von Anfang an gewaltig gefördert. Ganz im Gegensatz zu seinem kleineren sozialistischen Bruder«, sagt Rudolf, steht auf und geht in Richtung Buffet.

»Beinahe hätte ich sogar eine Deutsche geheiratet«, wechselt Ernesto das Thema.
»Ach ja?«
Er nickt.
»Es ist wahrscheinlich nur daran gescheitert, dass ich regelmäßig zu spät zum Essen kam, wenn ich bei ihr eingeladen war. Sie war eine leidenschaftliche Köchin.«
Er klopft sich mit beiden Händen auf die Schenkel.
»Unglaublich! In Kuba kommt kein Mensch pünktlich. Aber Frieda war da eigen. Eines Abends hat sie mir einfach nicht mehr die Tür aufgemacht. Wegen eines halben Stündchens Verspätung! Da stand ich dann mit meinem selbst gepflückten Blumenstrauß. Das banale Ende einer deutsch-kubanischen Liebe.«
Er schüttelt sich vor Lachen, ein Lachen, das so ansteckend ist, dass ich mitlachen muss.
Rudolf kehrt mit einem randvoll gefüllten Teller Obst zurück und schiebt sich mit der Hand ein Stück Ananas in den Mund. Er muss mein Erstaunen über die Wahl seiner Vorspeise bemerkt haben.
»Veggie-Day«, erklärt er mit halbvollem Mund.
»Und ich bin auf Diät. Kubanische Trennkost. Rum only«, sagt Ernesto und nimmt einen Schluck aus seinem Plastikbecher. »Wollen Sie auch einen Drink?«
Ich lehne dankend ab. Ein drolliges Gespann. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihre Gruppe sich köstlich amüsiert. Die Beiden gefallen mir.

»Sie reisen alleine, Clara?«, fragt Ernesto.
»Ja – eine Art tour de nostalgie. Ich will herausfinden, ob wenigstens hier noch etwas übrig ist vom sozialistischen Traum. Den habe ich auch mal geträumt.«
»Hoho! Und? Schon erste Erkenntnisse?«
Ernestos Art reizt mich irgendwie. Ich verspüre Lust, ihm ein wenig auf den Zahn zu fühlen, ihn aus der Reserve zu locken. Ich weise mit der Hand um mich in den Speisesaal.
»Er kümmert sich jedenfalls gut um die, die sich seine Fürsorge leisten können, der kubanische Sozialismus.«
Ernesto zögert einen kurzen Moment, dann blitzt ihm wieder der Schalk aus den Augen.
»Urteilen Sie nicht vorschnell, Clara! Er kümmert sich auch um die anderen. Aber er hatte es nie leicht, der Sozialismus. Schon gar nicht in Kuba. Da gab und gibt es mächtige Feinde, die ihn bekämpfen und verteufeln. Die seine Errungenschaften kleinreden und nur die Fehler, die er gemacht hat, herausstellen. Nicht zuletzt aus Angst, er könne auch bei ihnen noch mal Schule machen. Denn die Idee an sich hat immer noch ihren Charme. Finden Sie nicht?«
Ein Profi, dieser Ernesto, soviel steht fest. Elegant hat er den Ball zu mir zurück gespielt. Und eine Spielernatur. Ich kann beim besten Willen nicht einschätzen, ob er das Gesagte wirklich ernst meint und beschließe, nicht weiter zu bohren. Dieser Speisesaal ist irgendwie auch nicht das richtige Ambiente für Grundsatzdiskussionen.
»Was den Charme des kubanischen Sozialismus anbelangt, bin ich noch zu keinem abschließenden Urteil gelangt.«
»Ich fürchte, verehrte Clara, ich fürchte, Sie werden verwirrter abreisen, als sie gekommen sind. Meine Heimat war schon immer ein Land voller Widersprüche.«
»Oh ja«, sagt Rudolf und nickt zustimmend. »Ich bereise Kuba schon seit Jahren und verstehe das Land immer noch nicht. Aber Spaß macht’s trotzdem.«
»Apropos Spaß,« sagt Ernesto. »Übermorgen machen wir eine Radtour im Landesinneren. Zwei Mitglieder unserer Gruppe sind ausgefallen - unser Essen bekommt ihnen nicht. Start um 08:00 Uhr ab hier. Hätten Sie Lust, mitzukommen, Clara?«
Warum eigentlich nicht denke ich und willige ein.
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 02.07.2020 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

doppelt gepostet..
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 02.07.2020 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Das liest sich schon mal fantastisch!

 Daumen hoch


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Ralphie
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 02.07.2020 14:04    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Ralphie,

danke für den Kommentar. Freut mich!

LG
DLurie
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Calvin Hobbs
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BeitragVerfasst am: 02.07.2020 16:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo smile
Das liest sich wesentlich flotter und interessanter, als die beiden vorherigen Texte Daumen hoch²

Einzige Stolperstelle für mich:
DLurie hat Folgendes geschrieben:

Ich muss lachen, frage Ernesto, wo er so gut Deutsch gelernt hat.


MfG


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DLurie
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BeitragVerfasst am: 02.07.2020 19:28    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Calvin,

danke für die Rückmeldung. Freut mich, dass dir der Text so besser gefällt.

LG
DLurie
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DLurie
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BeitragVerfasst am: 03.07.2020 10:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hier dann, der Vollständigkeit halber, das (nunmehr) zweite Kapitel  in der ICH-Form.

 2

Ich sitze unter einem Sonnensegel im Heck eines Katamarans, der scheinbar schwerelos über die nahezu unbewegte Wasseroberfläche gleitet. In der Ferne kann ich bereits die Umrisse unseres Ausflugsziels erkennen, die kleine, vor der Südküste Kubas gelegene Insel Cayo Blanco.
Aus den Lausprechern dröhnt Hasta siempre, Commandante, das Lied zu Ehren Che Guevaras. Ich summe die Melodie mit und erinnere mich an einige Zeilen der deutschen Fassung des Liedermachers Wolf Biermann:

        Sie fürchten dich, und wir lieben
        dich vorn im Kampf, wo der Tod lacht,
        wo das Volk Schluss mit der Not macht.
        Nun bist du weg - und doch geblieben.


Damals habe ich Biermann verehrt und bewundert. Ein Poet, unangepasst, mutig, unbestechlich. Ich erinnere mich, als sie ihn aus der DDR rauswarfen, weil er ihnen zu unbequem geworden war. 1976. Da war ich vierzehn und sehr traurig.
Wie nannte Biermann Che? Ach ja: Den Jesus Christus mit der Knarre.

Auf dem Vordeck tanzen einige Gäste, manche halten dabei Pappbecher mit Bier oder Rum in den Händen. Der schokoladenbraune Hintern einer jungen Frau im String Bikini wackelt um einen fettleibigen Hünen in Badehose herum. Die Haut des Dicken glänzt bereits hochrot in der Sonne, er wird sich ordentlich den Pelz verbrennen. Geschieht ihm ganz recht. Die kubanische Crew schielt verstohlen auf den nackten Po der Frau. Die Kleine weiß nicht, was sich gehört.
Ein Mitglied der Crew hat alle Hände voll zu tun, die Becher der Bootsgäste nachzufüllen. Armer Che, die Spaßgesellschaft macht auch vor dir nicht halt. Was mache ich nur hier?

Um die Mittagszeit erreichen wir die Insel und gehen an Land. In einer kleinen Bar mit Holztischen und -bänken ist ein Mittagsbuffet für uns vorbereitet.
Eine Kolonie Einsiedlerkrebse wuselt im Sand vor der Bar. Mit einer Mischung aus Interesse und Widerwillen betrachte ich eine ganze Weile die herumkriechenden Tiere, ihr chaotisches, blindes Gedränge. Mein Widerwille rührt vermutlich daher, dass mein Mathematikerinnen-Hirn erfolglos versucht, irgendeine Ordnung in diesem Gewühle zu erkennen. Das war schon immer so: Ich brauche Logik, sonst fühle ich mich unwohl.

Leguane und Baumratten kreisen um die Tische, fauchen sich gegenseitig an – es geht wohl um die besten Plätze am Fressnapf. Wie alle mache ich ein paar Handyfotos von den Tieren, die dafür zu posieren scheinen - aus sicherer Distanz, wer weiß, ob die Viecher vielleicht doch zubeißen.

Die Gäste bedienen sich am Buffet, eine Paella, und nehmen Platz.
Leider setzen sich die Halbnackte – immerhin hat sie sich zum Essen wenigstens ein rotes Seidentuch um die Hüfte gebunden –  und der Fettwanst auf die Plätze mir gegenüber. Sie ist wohl Italienerin, er vermutlich Holländer. Die Beiden unterhalten sich auf Englisch.
Sie schwärmt von Kuba, den lovely and fantastic places, den extremely friendly people.
Er nickt nur, wobei er dümmlich lächelt, stopft Paella in sich hinein, die er mit Unmengen Bier hinunterspült. Von Zeit zu Zeit füttert er einen Leguan unter dem Tisch mit den Resten der Langusten von seinem Teller. Mir ist die Echse da unten in der Nähe meiner Beine unheimlich.
Plötzlich springt das Tier an ihm hoch, er erschrickt, schnellt erstaunlich behände hoch, stößt dabei seinen Pappbecher um, so dass etwas Bier auf meine Tischseite und über meine Papierserviette schwappt. Die Krallen des Leguans haben einige Kratzer auf seinem Oberschenkel hinterlassen, was er gar nicht zu bemerken scheint, weil er wahrscheinlich schon zu betrunken ist. Er hält seinen Becher in die Höhe, Cerveza, ein Bediensteter füllt nach, er prostet mir zu:
Where do you come from? Let me guess. Germany?
Ich nicke nur. Der Proll könnte sich wenigstens entschuldigen.

Nach dem Essen begeben wir uns wieder an Bord und schippern halb um die Insel. Schnorcheln in einem Korallenriff steht auf dem Programm, die Mannschaft verteilt Flossen und Taucherbrillen.  
Ich wickele mir ein Badetuch um, entkleide mich darunter und ziehe meinen Badeanzug an. Immer wieder schaue ich mich um, ob mich jemand beobachtet und ärgere mich über mich selbst: Die umständliche Prozedur hätte ich mir ersparen können, wenn ich schon im Hotel die Badesachen angezogen hätte.
Beim Schnorcheln kommt dauernd Wasser in meine Maske, ich pruste und schnaube, kriege keine Luft und verlasse genervt das badewannenwarme Wasser vor den anderen wieder, ohne auch nur einen einzigen Fisch gesehen zu haben. Ich sehe den Dicken unweit des Boots neben dem italienischen Nacktarsch, beide scheinen die Technik zu beherrschen, liegen ganz entspannt auf der Wasseroberfläche. Fett schwimmt.

Auf der Rückfahrt fließt noch mehr Alkohol. Fast alle tanzen wie entfesselt zu einer Techno-Version von Bella Ciao. Noch so eine Hymne des Kampfs gegen Unterdrückung, die inzwischen zum Partysong verkommen ist.
Der Holländer übergibt sich auf der Tanzfläche, die Italienerin rutscht beinahe in dem Erbrochenen aus, wird gerade noch von einem anderen Mann aufgefangen. Die Musik verstummt, die Tanzfläche leert sich, Rucksäcke werden in Sicherheit gebracht, ein Mann der Crew packt den Holländer am Arm, führt ihn ins Heck und platziert ihn zwei Sitze neben mir. Der Mann ist inzwischen krebsrot, zwei blutunterlaufene Striemen ziehen sich quer über seinen Oberschenkel. Er hat das Gesicht in den Händen vergraben. Irgendwie tut er mir auf einmal Leid. Ein anderes Mitglied der Crew reinigt unterdessen die Füße der Italienerin, dann das Vordeck mit Meerwasser, das er mit Hilfe eines Eimers an einem Seil aus dem Meer schöpft. Als er damit fertig ist, geht er zur Musikanlage und legt erneut den Che Guevara-Song auf. Dann lacht er mich an, wobei zwei wunderschöne weiße Zahnreihen in seinem schwarzen Gesicht aufblitzen. Ich frage mich, was es zu lachen gibt, lächele aber schließlich zurück.
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