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Wie können meine Charaktere ein Eigenleben entwickeln?

 
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Outsider
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 13
Beiträge: 16
Wohnort: am Meer


BeitragVerfasst am: 03.06.2020 11:13    Titel: Wie können meine Charaktere ein Eigenleben entwickeln? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,
Ich lese immer wieder von Autoren und Hobbyautoren, dass ihre Charaktere sich selbstständig machen, sozusagen ein Eigenleben entwickeln. Dass nicht mehr der Autor seinen Figuren die Worte in den Mund legen muss, sondern die Protagonisten, Antagonisten und Nebenfiguren leiten die Hand ihres Erschaffers über das Papier.
Nur funktioniert das bei mir irgendwie nicht. Ich schreibe immer Steckbriefe, die ich aus dem Internet habe, und versuche möglichst alle Felder auszufüllen. Also eigentlich sauge ich mir irgendwas aus den Fingern, nur um den Charaktersteckbrief voll zu bekommen. Ich denke, dass das auch die falsche Methode ist, aber ich kenne keine anderen.
Also wollte ich fragen, was macht ihr um euren Figuren zu einem Eigenleben zu verhelfen?


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Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.
-Albert Einstein
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Kiara
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 40
Beiträge: 1182
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 03.06.2020 12:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mag ja diese Formulierung nicht so sehr - als ob Charaktere ein Eigenleben entwickeln. Ich entscheide ja immer, ob ich es auch so aufschreibe, wie sich etwas in meinem Kopf gebildet hat.

Damit ist selbstverständlich gemeint, dass sich während des Schreibens für die Figuren andere Optionen ergeben, weil man in Gedanken auch erst darauf gekommen ist, als die vorherige Entscheidung getroffen wurde. Man könnte also ableiten, dass die Charaktere dies entschieden haben, aber eigentlich hat man selbst nur vielfältigere Optionen entwickelt und eine davon genommen.

Nichtsdestotrotz fühlt es sich gut an, wenn es so läuft, denn das Schreiben fühlt sich flüssiger an.

Würde ich alles aufschreiben, was die Charaktere so machen können, wäre das Buch schrecklich. Und lustig. Beispielsweise, wenn die Magd zum Knecht anno 1545 sagt: "Ey, Alda, noch nie Titten gesehen oder was?"
Das wäre die Art Eigenleben, die nicht so sinnvoll wäre. Ich habe so viele Gedanken, insbesondere bei der Überarbeitung, die manchmal wirklich unpassend sind. Gut, dass ich entscheide, welche ich verwende und der Römer nicht doch noch eine Uzi auspackt. Auch, wenn es eine "interessante" Wendung wäre.

Wie du dir helfen kannst - ich weiß es nicht. Mir hilft es, mich voll und ganz in die Situation zu versetzen, in der ein Charakter sich befindet. Alles um ihn herum zu spüren, zu hören, zu riechen. Wie hat er vorher in einer ähnlichen Situation reagiert, was erwarten andere Charaktere, wie er reagieren sollte. Hast du einen Charakter geformt, wirst du auch wissen, auf welcher "Linie" er sich bewegt. Verlässt er sie, kann er unglaubwürdig werden, aber eben auch überraschend - eine Gratwanderung zwischen "super Charaktere" oder "so ein Schmarrn".


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- Düstere Lande: Das Mahnmal (2018/2020)
- Düstere Lande: Schatten des Zorns (2020)
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RAc
Schreiberling


Beiträge: 221



BeitragVerfasst am: 03.06.2020 13:10    Titel: Antworten mit Zitat

Tja, Du willst sozusagen das Beste vom Besten vom Besten deines Handwerks...

Ich kenne Formulierungen wie "mein Charakter erstaunt mich, wenn ich ihn/ sie nur machen lasse" hauptsächlich aus Comics, und zwar nur den Besten (Calvin&Hobbes, Gaston etc). Vermutlich müssen die lange genug "existieren" (also Dauergäste in deinem Werk werden, vermutlich über Jahre), um als Persönlichkeit eigenständig zu werden UND Dir in dieser Eigenständigkeit so vertraut zu werden, dass ihre Handlungen "von selber" kommen.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es Formeln oder Rezepte gibt, um das gezielt hervorzurufen. WENN es passiert, stelle ich mir das als eines der wunderbarsten und seltensten Geschenke vor, die ein charakterbildender Künstler bekommen kann - auch deswegen, weil ein Charakter, der "von selber" funktioniert, den Autor bei der Arbeit enorm entlastet. Niemals mehr writer's block, denn Du und dein Charakter schreiben von nun an miteinander!
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nothingisreal
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4496
Wohnort: unter einer Brücke


BeitragVerfasst am: 03.06.2020 13:20    Titel: Antworten mit Zitat

Indem du dich mit den Charakteren beschäftigst. Extrem viel. Mir hilft es, Szenen aus ihren Leben zu erfinden, die vor dem Handlung stattfinden. Die spiele ich einfach im Kopf durch, ohne jegliche dramaturgische Mittel.

Was noch hilft: Aus der Sicht der Figuren frei Schnauze schreiben. Eine Art innerer Monolog. Keine Szenen. Dann bekommt man ein sehr gutes Gefühl für die Figur.


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Ribanna
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 57
Beiträge: 484
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 03.06.2020 13:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube, das A und O der Sache ist tatsächlich, sich mit der Geschichte und mit den Figuren zu beschäftigen.
Wenn ich über etwas schreibe, womit ich mich identifizieren kann, was aus meiner Lebenserfahrung oder aus meinen Beobachtungen resultiert, dann kann ich lebensnahe Figuren erschaffen, und dann wirkt es manchmal auch, als handelten sie selbständig.
Konstruiere ich irgend etwas, was mir völlig fremd ist (für mich z.B. Thriller oder Horror), dann bleiben die Figuren "flacher" und eben konstruierter. Das muss nicht heißen, sie sind schlecht, aber ein Quäntchen fehlt. So erlebe ich das zumindest.

Die Geschichte muss das sein, was ich wirklich schreiben will, nicht, was gut ankommt, nicht, was ich vielleicht selber gern lesen würde.


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Merlinor
Geschlecht:männlichArt & Brain

Alter: 68
Beiträge: 8077
Wohnort: Bayern
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BeitragVerfasst am: 03.06.2020 13:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Outsider:

Natürlich kannst Du einen Charakter anlegen, indem Du Dir aus dem Nichts einen Katalog von Eigenschaften ausdenkst, die Du ihm zuordnest und ihm danach einen Steckbrief verpasst.
Aber Du siehst ja selbst, dass das eine "schale" Angelegenheit ist. So ein Typ lebt nicht und lässt sich auch schlecht in einer Geschichte zum Leben erwecken.

Nein: Was Du brauchst ist zumindest das Gerüst einer Geschichte, die erste Idee eines Handlungsablaufs und einen groben Überblick über die Dramaturgie.  
Persönlich könnte ich nichts schreiben, das ich nicht erst einmal in meinen Tagträumen durchlebt habe, und/oder das mir unwiderstehlich beim Schreiben vor das innere Auge flattert. Eine Geschichte soll schließlich leben, soll bunt sein, spannend und fesselnd. Das kann sie nur, wenn sie auch mich selbst packt und mit sich reißt.

Kurz: Ohne Geschichte gibt es keine Personen. Diese Personen müssen zur Geschichte passen, müssen plausibel sein, sonst wirken sie künstlich und puppenhaft.
Beim Aufschreiben der Geschichte kann es dann passieren, dass die Geschichte auf einmal eine unerwartete Wendung nimmt, eine Wendung, die den Autor so fasziniert, dass er ihr freien Lauf lässt, weil er sie unwiderstehlich findet, da sie die Geschichte bereichert und oft auch besser macht.

Das passiert in vielen Fällen, wenn eine oder mehrere der fiktiven Personen, dem ihnen zugeschriebenen Charakter folgend, beim Ausarbeiten der Geschichte plötzlich andere Reaktionen zeigen, als der vorgesehene Plot ihnen zugesteht. Einfach, weil diese Reaktionen "natürlicher" sind und "besser" zu ihnen passen, als das vorgesehene Handlungskorsett es vorschreibt.

Natürlich ist es der Autor selbst, der dieser Versuchung beim Schreiben nachgibt, und diese Reaktionen sind Produkte der Fantasie des Autors. Er ist ja der Verantwortliche für die Geschichte, also auch für die Personen, die in ihr spielen. Aber oft ist diese Versuchung unwiderstehlich, weil das neuartige Verhalten eines Protagonisten, das dem Autor beim Schreiben plötzlich vorschwebt, viel besser zu der jeweiligen Person passt, als das, was der Autor sich bei den Vorarbeiten noch vorstellte.

Wenn Autoren einem solchen Impuls nachgeben und so dem Plot ihrer Geschichte eine neue Wendung verleihen, dann sprechen manche von ihnen gerne davon, dass ihre Protagonisten ein "Eigenleben" entwickeln - einfach, weil sie dieser Versuchung beim Schreiben nicht widerstehen konnten.
So etwas kann ein Romanprojekt an die Wand fahren, aber sehr oft entstehen aus solchen Änderungen erst die wirklich guten Geschichten ... smile
Ich hoffe, dass ich Dir mit diesen Zeilen etwas Klarheit darüber verschaffen konnte, was gemeint ist, wenn Autoren vom "Eigenleben" der Protagonisten sprechen. Aber ich sehe gerade, dass sich mittlerweile noch eine Reihe anderer Stimmen zu Worte gemeldet haben. Du solltest Dir also eine gute Vorstellung davon machen können, worum es hier geht.

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
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V.K.B.
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Alter: 47
Beiträge: 2594
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BeitragVerfasst am: 03.06.2020 15:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Outsider,
ich denke, du gehst es mit deiner Herangehensweise auch völlig falsch an, aber das sagten andere auch schon ähnlich. Deine Steckbriefmethode mit möglichst vielen aus den Fingern gesaugten Daten ist eher Gift dafür. Stell dir das so vor: Du willst, dass die Charaktere ein Eigenleben entwickeln, willst eine Geschichte in deinem Kopf frei laufen lassen, ihnen dabei zusehen und dann oder dabei aufschreiben, was in deinem Kopf passiert ist. Du willst also eine Art Sims-Game oder Wachowski-Simulationsmatrix in deinem Kopf laufen lassen. Dein Kopf soll also der Server sein, auf dem die Welt deiner Geschichte läuft. Das kann man durchaus lernen, ich arbeite tatsächlich so, aber habe über fünfzehn Jahre pen and paper Spielleitererfahrung dafür gebraucht.
Das Wichtigste dabei ist aber: Keep it simple. Zuerst zumindest. Willst du eine Figur in deinem Kopf emulieren, musst du alle Daten über sie parat haben, aber nicht auf irgendeinem Steckbrief, sondern objektorientiert mit dem Charakter verbunden. Das muss "natürlich" zu dem Charakter gehören, nicht aus einem Steckbrief kommen. Also eben nicht eine Menge Details, sondern ein paar zentrale Eigenschaften, der rohe Entwurf einer Hintergrundgeschichte und eine Motivation, Ziele und Absichten. Dann kannst du den Charakter tatsächlich emulieren, und alle weiteren Details entwickeln sich quasi von selbst, wenn die Figur in deinem Kopf zu wachsen beginnt. Dann erst schreibst du Details in einen Steckbrief, damit du sie nicht wieder vergisst, aber nicht vorher. Damit die Steckbrief/Charakterbogenmethode funktioniert, muss sie deskriptiv (beschreibend, was schon da ist) und nicht präskriptiv (vorschreibend, was sein soll) sein. Letzteres kann schon deshalb nicht funktionieren, weil dein Gehirn nicht wie ein PC arbeitet. Es kann sich keine Unmengen von Daten merken und damit arbeiten, solange diese nicht neuronal miteinander verknüpft sind. Und wenn du es so angehst, kann auch keine Simulation zum Laufen kommen. Verstehst du, was ich meine?

beste Grüße,
Veith


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a.no-nym
Autor


Beiträge: 519



BeitragVerfasst am: 03.06.2020 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Outsider,

ich möchte bekräftigen, was V.K.B. geschrieben hat – es entspricht auch meiner Erfahrung.

Und wie andere hier habe auch ich erlebt, dass die Charaktere immer lebendiger werden, je intensiver ich mich gedanklich mit ihnen beschäftigte.

Bei mir läuft das Schreiben so, dass ich eine Szene vor mir haben muss, um sie überhaupt aufschreiben zu können. Am ehesten ist das  vergleichbar mit einer Filmszene. Dabei sehe ich nicht nur die Protagonisten, ihre Mimik, Gestik, Kleidung usw. deutlich vor mir, sondern auch die Räume, das Umfeld, nehme Geräusche/Gerüche  wahr usw. Nicht alles, was ich in diesem  "Film" sehe, schreibe ich dann auch auf – aber ich muss es mir bis ins Kleinste vorstellen, um überhaupt etwas zu Papier bringen zu können. Dafür sind oft viele Anläufe nötig und das ist (bei mir) keine Nebenbei-Beschäftigung, sondern eine Phase, in der ich so versinken muss, dass ich keine Ablenkung vertrage.

Als die ersten Charaktere zum ersten Mal lebendig wurden, habe ich das als kaum zu beschreibendes Glücksgefühl erlebt. Das war übrigens auch der Zeitpunkt, ab dem meine Protagonisten in meinem Kopf saßen und anfingen, "aus dem Off" meinen Alltag zu kommentieren. Zeitweise war ich ehrlich gesagt sogar etwas in Sorge, nicht mehr ganz richtig im Oberstübchen zu sein ... Wenn am Familientisch Gespräche stattfanden, gab es dazu manchmal in meinem Kopf Protagonisten-Kommentare, über die ich grinsen musste. Die Familie guckte komisch und ich wirkte vermutlich etwas unkonzentriert, weil ich nebenbei so intensiv mit diesen Charakteren beschäftigt war. Mittlerweile gestaltet sich das entspannter und sie reden nicht mehr dauernd dazwischen. Wink

Die Charaktere wurden (so habe ich es empfunden) so lebendig, dass sie mir phasenweise nah waren (bzw. sind) wie Familienmitglieder. Ich habe mal ein Interview mit Rebecca Gablé gesehen, in dem sie äußert, dass es ihr schwerfällt, einen Roman abzuschließen – weil sie dann von den Charakteren Abschied nehmen muss. Damals konnte ich das nicht recht einordnen – mittlerweile habe ich eine sehr genaue Vorstellung davon, was sie gemeint hat Wink

Mehr als einmal habe ich versucht, die Handlung in eine bestimmte Richtung zu planen. Manchmal funktioniert das zwar, aber es kommt immer wieder vor, dass einzelne Protagonisten sich wortreich und lebhaft gegen etwas sträuben, was ich mir für sie ausgedacht habe – so dass ich dann in eine andere Richtung weiterdenke. Ich nehme mal an, das Phänomen ist letztlich nur das eigene Empfinden von Unstimmigkeiten, aber das Erleben ist so, dass die Protagonisten aktiv Widerspruch einlegen.

Das Festlegen eines Plots funktioniert für mich nicht – ich komme (bisher jedenfalls) nur zurecht, wenn ich den Dingen Raum gebe, sich zu entfalten. Vermutlich wird das dazu führen, dass ich nie was fertigkriege – aber das macht nix, mich zwingt keiner.

Um die einzelnen Szenen zu entwickeln, brauche ich wie gesagt Ruhe und Muße, um die Handlung insgesamt weiterzudenken, brauche ich vor allem Zeit. Manchmal geht es zwar sehr schnell oder ist "schon da", zuweilen knabbere ich aber auch wochen- oder monatelang und hänge fest. Die Frage, wie es weitergeht, beschäftigt mich dann nicht nur tagsüber und nebenbei, sondern auch als Letztes vor dem Einschlafen, als Erstes nach dem Aufwachen und auch dazwischen (in Träumen und beim (leider häufigen) Aufwachen.

Da die Arten des Schreibprozesses aber vermutlich so vielgestaltig sind wie die Schreibenden selbst, muss das alles für Dich nicht viel bedeuten. So oder so – ich wünsche Dir viel Freude beim Schreiben!

Freundliche Grüße
a.
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Ralphie
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BeitragVerfasst am: 03.06.2020 16:48    Titel: Antworten mit Zitat

In meinen Romanen haben die Figuren sehr oft ein Eigenleben entwickelt. So wurde eine Frau, die ich nur als Nebenfigur vorgesehen hatte, plötzlich zur Schriftstellerin, Chefredakteurin, Figurensammlerin, Kunsthistorikerin und Rennstallbesitzerin, obwohl sie eigentlich nur als Abenteuer vorgesehen war. Das ließ sich nicht vermeiden.

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LG
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Taranisa
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BeitragVerfasst am: 03.06.2020 17:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, das von Veith angesprochene Pen-and-Paper hilft beim Schreiben, nicht nur, weil es die Fantasie anregt. Ich kann mich dadurch in mehr Figuren einfühlen und habe auch, sobald ich einen weiteren Nebencharakter brauche, jemand passenden "an der Hand". Nein, ich leite nicht, spiele aber auch schon seit seeeehr vielen Jahren.
Einmal überkam es mich gegen Ende des Romans, meine leidgeprüfte Protagonistin in einem für sie endlich sicheren Umfeld gegenüber ihrem Widersacher auszutickern. Meine TestleserInnen empörten sich, so wäre sie doch gar nicht. OK, ich habe es dann abgeschwächt.
Alles in allem verstehen die Charakter, die sich für das Projekt bei mir gemeldet haben, und ich uns ausgezeichnet.


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Outsider
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BeitragVerfasst am: 03.06.2020 18:15    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die vielen guten Ratschläge. Ich werde versuchen, sie zu beherzigen.

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Ribanna
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BeitragVerfasst am: 04.06.2020 07:26    Titel: Antworten mit Zitat

Outsider hat Folgendes geschrieben:
Danke für die vielen guten Ratschläge. Ich werde versuchen, sie zu beherzigen.


Vielleicht lässt du uns ja mal was davon lesen. Wink

Was auf jeden Fall hilft, ist, sich Zeit zu nehmen, zu beobachten. Gerade jetzt ist die beste Gelegenheit: setz dich in ein Straßencafe (allein!) und beobachte die Leute, die vorüber gehen.
 Wer fällt dir besonders auf, und warum? Wo wird diese Person wohl hin gehen, wo kommt sie her? Was ist ihr heute Vormittag zugestoßen? Hat sie Kinder? Ist sie verheiratet? Welchen Beruf hat sie?
Überlege genau, ob "der Dicke mit dem Schießerunterhemd" wirklich als Bankbeamter bei der Deutschen Bank arbeiten kann. Was tut er da gerade, und warum?
Da, die Frau mit dem mondänen Hut! Hat sie tatsächlich vier hungernde Kleinkinder zu Hause? Warum rückt sie ständig den Hut gerade?
usw.
Das kannst du natürlich auch in der Straßenbahn tun, im Wartezimmer, in der Schlange vor der Kasse beim Aldi. Je mehr Übung du hast, desto mehr Spaß macht das. Diese Eindrücke, Ideen und Minigeschichten kannst du dann in deine Geschichten aufnehmen.
Du hast sie agieren sehen, also sind sie lebendig! Laughing Laughing


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Outsider
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 13
Beiträge: 16
Wohnort: am Meer


BeitragVerfasst am: 05.06.2020 22:09    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mein Projekt ist derzeit ein Fantasy Roman. Gerne kann ich mal etwas im ,,Werkstatt“ - Teil
reinstellen. Allerdings bin ich gerade noch beim kreieren der Welt, und eben beim kennenlernen der Figuren. Das erste Kapitel wird also noch ein bisschen auf sich warten lassen.


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Rodge
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Beiträge: 480
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 06.06.2020 08:29    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn man nicht aufpasst, können die Steckbriefe zu schablonenhaften Wesen ohne Charakter führen. Irgendwann sind alle blond, schlank, wortgewandt etc. Ich nutze das nicht und ich beschreibe es auch nicht, soll sich doch jeder Leser selbst vorstellen, wie der Protagonist aussieht.

Viel wichtiger scheinen mir Charakterzüge und die Motivation, wegen der der Prota in die Ausgangslage (des Romans) kommt, in die er gekommen ist.

Ich fand einmal folgende Schreibübung hilfreich: Interviewe deinen Protagonisten, indem du ihm Fragen stellst, die auch ungewöhnlich sein können. Beim Interview versuchst du dann, ein Gespür für den Proa zu entwickeln. Befrage ihn solange, bis du ein Gefühl für ihn entwickelst.

Grüße
Rodge
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fibeline
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 20
Wohnort: So in der Mitte


BeitragVerfasst am: 06.06.2020 11:48    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Outsider,
was für mich gut funktioniert ist, dass meine Charaktere einzelne Facetten meines eigenen Charakters als Ausgangspunkt haben. Anders könnte ich sie nicht authentisch darstellen. Auch trage ich meine Charaktere mit mir herum und frage mich in bestimmten Alltagssituationen, wie die Charaktere hier reagieren würden. Auf diese Weise ergeben sich manchmal spannende Ideen. Beispielsweise wächst ein Charakter in einer Situation über sich hinaus, zeigt eine bisher unterdrückte Eigenschaft usw.
Einen Steckbrief erstelle ich mir auch. Allerdings eher, damit ich nichts vergesse und vieles mal ausformuliert habe. Je nachdem, wie ausführlich der Steckbrief ist, stelle ich mir dadurch Fragen, auf die ich sonst vielleicht nicht gekommen wäre, wodurch sich dann wieder neue Ideen ergeben können. Die nehme ich dann wieder mit in die Alltagssituationen und gucke, ob sie funktionieren. Das ist bei mir also quasi ein iterativer Prozess, bei dem ich meine Charaktere irgendwann nicht mehr fragen muss, was sie machen würden. Sie tun es einfach.
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sternenhimmel
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber


Beiträge: 15
Wohnort: in den Wolken


BeitragVerfasst am: 06.06.2020 20:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Outsider!
Ich gehe ähnlich vor wie fibeline. Bei mir reicht aber ein Steckbrief nie, ich brauche immer ein ganz besonderes Merkmal. Ein außergewöhnlicher Tick, eine ungewöhnliche Verhaltensweise, etwas, das mir ein klares Gefühl der Art des Charakters gibt. Ansonsten sind sie irgendwie einfach leere Hüllen.
Die besonderen Merkmale sind meistens Dinge, von denen sie regelrecht besessen sind, Ängste oder Träume, die sie um jeden Preis erreichen wollen. Meistens widerspricht es einem anderen Charakterzug, das verleiht dem Ganzen noch eine Dreidimensionalität. Bestenfalls würden sie in einer Lage so handeln, in einer anderen komplett anders. Dann stelle ich mir unterschiedliche Szenen vor und entscheide entsprechend, wie sie reagieren würden, wie sich ihr besonderes Merkmal in der Situation zeigen würde.
Wenn ich sowas erst mal habe, ergibt die Handlung des Charakters immer Sinn und passiert irgendwann wie von selbst. Ergibt das einen Sinn? Ich weiß nicht, ob dir das irgendwie hilft, aber ich finde, so kommt noch etwas Leben in die Figuren.
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Outsider
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Alter: 13
Beiträge: 16
Wohnort: am Meer


BeitragVerfasst am: 06.06.2020 21:33    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, danke.
Eure Beiträge haben mir alle ein Stück weiter geholfen.


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Kris
Hobbyautor


Beiträge: 415



BeitragVerfasst am: 06.06.2020 21:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

ich habe keine Steckbriefe, aber Charaktere mit einem sehr regen Eigenleben. Shocked Laughing

Es ist meiner Ansicht nach nicht nur eine Frage der Technik, sondern auch Typsache. Bist du eher ein explorativer Schreiber, dann werden deine Figuren tun und lassen, was sie wollen. Und dich mehr als einmal überraschen. Bist du eher ein Plotter, der von A bis Z plant und genau weiß, was wann von wem getan oder gesagt wird - tja, dann werden auch deine Figuren (für dich!) berechenbar sein.

Lass das mit dem Steckbrief sein, wenn du merkst, dass du dir eh nur was aus dem Finger saugst. Schreib deine Geschichte möglichst unbefangen und ohne inneren Lektor, der dir oder deinen Figuren direkt alles verbietet oder in Frage stellt.

Erst schreiben, dann lesen und gegebenenfalls redigieren. Das ist ein Umfeld, in dem sich eigenwillige Figuren wohlfühlen. Wink
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LadyPintana
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 28
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Wohnort: Zwischen Fantasie und Chaos


BeitragVerfasst am: 08.06.2020 16:11    Titel: Antworten mit Zitat

Steckbriefe habe ich einmal benutzt, da wollte ich meinen ersten Roman schreiben und dachte, man braucht sowas Laughing Zugegeben, es hilft dabei, sich auf Seite dreihundert noch zu erinnern, ob der Prota auf Seite vierundzwanzig nun blaue oder braune Augen hatte, aber lebendiger wird er daduch ja nicht.

Mir hilft es immer direkt aus der Figur anzufangen, also ihre Perspektive einzunehmen und ihr dann eine Situation zum agieren zu geben. Meistens bringen die Figuren ihre Geschichte sogar direkt mit, oder entstehen aus einem Bruchstück einer Idee, die sie dann erst zur Geschichte ausbauen. Ein paar Figuren sind für mich immer zugänglicher als andere. Mit einer kann ich beginnen und habe sofort ihr komplettes Innenleben "gesehen", die Nächste stellt sich stur und will einfach nichts über sich verraten. Das hört sich wahrscheinlich ziemlich irre an. Mein Weg zu schreiben ist wohl auch ein bisschen gestört Very Happy

Da ich meist einfach drauf los schreibe (auch wenn die Methode ein wenig unpopulär ist, ich mag s einfach) brauche ich am besten direkt Figuren, die von sich aus agieren und wenig "Anleitung" brauchen und habe gar nicht darüber nachgedacht, wie sich am einfachten ein Eigenleben entwickeln sollte. Vielleicht hilft es dir, auch einfach mal drauf los zu schreiben. Nur um ein Gefühl für spontane Figurenentwicklung zu bekommen?
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MrBombadil
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BeitragVerfasst am: 08.06.2020 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ich merke immer, dass meine Charaktere mit während dem schreiben zeigen, was sie alles können.

Hab gestern erst wieder in meinem vierten Kapitel rausgefunden, dass der Vater von meiner Protagonistin ein Hobbyfotograf ist. Dass musste ich natürlich dann in Kapitel eins nochmal reinschreiben. Aber so funktioniert es bei mir eigentlich immer sehr gut.
Freu mich auch immer, wenn ich merke, was die Personen alles können. smile
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LadyPintana
Geschlecht:weiblichSonntagsschreiber

Alter: 28
Beiträge: 23
Wohnort: Zwischen Fantasie und Chaos


BeitragVerfasst am: 09.06.2020 08:52    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Hab gestern erst wieder in meinem vierten Kapitel rausgefunden, dass der Vater von meiner Protagonistin ein Hobbyfotograf ist. Dass musste ich natürlich dann in Kapitel eins nochmal reinschreiben. Aber so funktioniert es bei mir eigentlich immer sehr gut.


Das kenn ich auch Laughing In meinem letzten Projekt hat sich erst ganz zum Schluss gezeigt, dass die Protagonistin schon ewig in ihren Erzfeind verknallt ist. Jetzt muss ich das ganze Manuskript umschreiben. Meine aktuelle Prota hat mir erst nach fast fünfzig Seiten gesagt, dass sie im Herzen Musikerin ist, ihre Mutter aber verlangt, dass sie etwas anständiges lernt und sie sich deshalb jedes Semester für einen neuen Studiengang einschreibt. Und ich hab mich am Anfang gewundert, als sie keine Antwort auf die Frage hatte, was sie eigentlich studiert. Laughing

Mich nervt das Umschreiben tatsächlich immer etwas, aber kann man nix machen, wenn sie das erst so spät bekannt geben.
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Elbenkönigin1980
Schreiberling


Beiträge: 152
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BeitragVerfasst am: 10.07.2020 02:52    Titel: Antworten mit Zitat

Mir passiert das mit dem Eigenleben der Charaktere ganz häufig.
Meistens kommt dann ein anderer Schluß dabei heraus als den den ich ursprünglich geplant habe, weil die Charaktere sich beim Schreiben einfach anders entwickelt haben als von mir geplant.
Das ist schon ein wenig unheimlich, das ist dann als ob jemand anderes bestimmen würde was ich da schreibe, in dem Moment ist es ehr als wäre ich die Chronistin des Charakters und müsste ihn auf seiner Reise schriftlich begleiten und alles dokumentieren, aber er entscheidet was alles geschieht Laughing
Ist ein bisschen schwer zu erklären...aber ja, genauso läuft bei mir das Schreiben oft ab..die Charaktere machen dann einfach was sie wollen Twisted Evil
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