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Dunkle Worte


 

 
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Juna_Wölfchen
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 26
Beiträge: 7
Wohnort: Mainz


BeitragVerfasst am: 10.05.2020 17:23    Titel: Dunkle Worte eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo smile
Ich muss mich doch nochmal melden mit einer kurzen Geschichte. Sie kam mir einfach in den Sinn und ich dachte mir, ich könnte sie hier posten.

Dunkle Worte
Am Abend kam Emilia nach einem langen Arbeitstag nach Hause. Sie legte ihre Autoschlüssel in die Schale auf der Kommode, rechts neben der Tür.
Es war ein anstrengender Arbeitstag und sie war einfach nur erschöpft. Emilia warf ihre Tasche unachtsam neben die Kommode, zog sich auf dem Weg in die Küche ihren Mantel aus und warf diesen über einen Stuhl im Esszimmer.
Der Kühlschrank war leer. Sie hatte vergessen einzukaufen. Seufzend schloss sie den Kühlschrank wieder und sie dachte kurz darüber nach nochmal loszufahren, um sich was zu Essen zu kaufen. Aber sie beschloss es lieber nicht zutun und griff sich eine Tüte Gummibärchen, füllte sie in eine Schüssel und stellte den Wasserkocher an.
Nichts sollte sie von ihrem Freitagabend abbringen. Sie hatte endlich mal wieder ein freies Wochenende und ihr neues Buch wartete auf sie.
Emilia eilte hoch ins Schlafzimmer und zog sich schnell um. Als sie zurück in die Küche kam, war der Wasserkocher schon fertig und sie goss sich ihren Lieblingskräutertee auf.
Endlich konnte sie sich entspannen. Emilia schnappte sich ihre Schale mit Gummibärchen und ihren Tee, um sich in ihre Bibliothek zurückzuziehen. Sie liebte Bücher schon immer und war eine wahre Leseratte. Sie konnte an keinem Buchladen vorbei gehen, ohne ein oder zwei Bücher zukaufen. Nur für ihr liebstes Hobby hatte sie sich in dem alten englischen Haus einen eigenen Raum eingerichtet.
Emilia setzte sich in ihren roten Lieblingssessel, den sie über die Jahre perfekt eingesessen hatte. Und stellte Gummibärchen und Tee auf den Beistelltisch aus Walnussholz.
Sie lebte allein in diesem großen alten Haus. Vor einigen Jahren hatte sie es sich mit ihrem Verlobten gekauft. Allerdings verließ er sie kurz darauf. Emilia konnte das Haus aber nicht verkaufen. Sie hatte sich verliebt. Es war ihr Traumhaus, also blieb sie.
Emilias neues Buch hatte sie an einer Büchersammelleihstelle gefunden, während sie auf Geschäftsreise war. Sie sah das Buch im Regal stehen und musste es einfach mitnehmen. Schon die ersten Seiten fesselten sie. Es war ein Krimi, wie sie in liebte. Mit ganz viel Spannung und einem leidenschaftlichen Protagonisten.
Jetzt hatte Emilia endlich Zeit, und zwar das ganze Wochenende, um es zu lesen.
Sie schlug es auf, entfernte das Lesezeichen und begann zu lesen. Emilia genoss die Stille beim Lesen, so konnte sie sich ganz auf ihr Buch einlassen. Manchmal knarzten ein paar Dielen oder sie hörte den Wind durch das alte Haus ziehen. Aber bei so einem alten Haus war das nicht verwunderlich.
Doch plötzlich wurde ihr kalt und sie fühlte sich nicht mehr allein. Emilia sah von ihrem Buch auf und sah sich um. Hier war nichts. In den anderen Zimmern war es zwar dunkel, aber durch das Licht von draußen konnte man alles grob erkennen. Sie dachte sich nichts dabei, vielleicht hatte sie sich zu sehr von dem Buch mitreißen lassen.
Emilia las den Absatz nochmal:
Inspektor Roger sah sich die Leiche der Frau nochmal genau an. Sie war gänzlich mit Blut überströmt und hatte überall Wunden. Er fragte sich, ob überhaupt noch Blut in der armen jungen Frau war. Sie war schon die Fünfte.
Neben der Leiche lag ein Zettel. Merkwürdigerweise war er nicht blutig. Roger kam es komisch vor, aber er las die Nachricht trotzdem: „Kannst du sie sehen? Die Frau im Dunkeln? Kannst du?“

Emilia durchfuhr abermals ein kalter Schauer und wieder sah sie sich um. Diesmal beschloss sie aufzustehen und machte überall das Licht an. Sie war allein in dem Haus.
Emilia wollte zur Bibliothek zurückgehen, doch als sie an der Treppe nach oben vorbei lief, lief es ihr wieder kalt den Rücken runter. Schnell drehte sie sich um und starrte ins Dunkel. Ihr Herz raste und sie versuchte sich zu beruhigen.
Langsam ging sie um den Treppenabsatz herum und lies ihren Blick fest in die Dunkelheit gerichtet. Als sie mit ihrer Hand die Wand spüren konnte, versuchte sie den Lichtschalter zu finden und machte das Licht an.
Nichts. Emilia atmete erleichtert auf und schüttelte den Kopf. Das Buch muss sie wohl doch sehr mitgerissen haben.
Sie ging wieder zurück in die Bibliothek und klappte das Buch zu. Vielleicht tat es ihr nicht gut nach so einem Arbeitstag noch einen spannenden Krimi zu lesen. Emilia beschloss schlafen zugehen und nahm ihren Tee mit.
Nachdem sie überall das Licht ausgemacht hatte und nach oben ging, warf sie nochmal einen letzten Blick nach unten ins Dunkel. Sie nickte sich selbst zu, sie war allein. Es ist alles gut.
Emilia stellte den Tee auf ihr weißes Nachtschränkchen und ging ins Bad, um sich Bett fertig zu machen. Entspannt und müde kletterte sie in ihr Bett und kuschelte sich ein. Sie machte noch einige entspannende Atemübungen.
Als sie fertig war griff sie nach ihrer Teetasse, um den letzten Schluck Tee zu trinken, als ihr das Buch auf dem Nachttisch auffiel. Emilia war kein Buch aufgefallen, als sie die Tasse hinstellte. Sie setzte sich auf und sah sich in ihrem Schlafzimmer um. Wie war das Buch da hingekommen, fragte sie sich und nahm es.
Es war das Buch, was sie vorhin in der Bibliothek gelesen hatte. Emilia schüttelte den Kopf und redete sich ein, dass sie es wahrscheinlich doch mit hochgenommen hatte. Es war wohl ein sehr harter Arbeitstag.
Sie legte das Buch wieder auf den Nachttisch und schaltete das Licht aus. Emilia konnte schon immer schnell einschlafen, besonders nach einem langen Arbeitstag.
Mitten in der Nacht schlug sie panisch die Augen auf. Ihr Herz raste und sie schwitzte stark. Dabei war es Herbst und es wurde eine kühle Nacht vorhergesagt. Doch sie beschäftigte nicht das Wetter, sondern die Augen in die sie sah.
Kannst du sie sehen? Die Frau im Dunkeln? Kannst du?

Wie gesagt es ist nur eine kleine Geschichte, die mir in den Sinn kam.

Weitere Werke von Juna_Wölfchen:
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Bea H2O
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 185



BeitragVerfasst am: 10.05.2020 20:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Juna_Wölfchen,

bei mir ist leider überhaupt keine Stimmung bei dem Lesen des Textes aufgekommen. Aufgrund der Überschrift hatte ich gehofft, dass es irgendwann spannend werden würde, nach den ersten Sätzen hatte ich dann gehofft, dass du es schaffen könntest, mehr Atmosphäre im Sinne der Gemütlichkeit zu erzeugen. Das fand ich allerdings beides nicht gelungen. Den ersten Abschnitt fand ich ziemlich langweilig, der zweite Teil nach der Buchpassage sehr aufgesetzt und das Ende sogar wieder langweilig.

Ich versuche mal zu ergründen, woran das lag.
Was mich auf jeden Fall immer wieder rausgeworfen hat, war das ständige Wiederholen des Namens Emilia. Das schafft Distanz. Ich würde dir empfehlen, öfter einmal einfach nur "sie" zu schreiben.

Dann wäre es wahrscheinlich ganz gut, den ersten Teil zu kürzen und weniger zu erklären, dass sie Bücher liebt, sondern es mehr zu "zeigen". Der Teil mit dem Mann ist in meinen Augen komplett überflüssig. Tee ist ein ganz gutes Bild für Gemütlichkeit, aber ich denke, Gummibärchen machen es doch eher wieder kaputt, wenn man im Hinterkopf hat, dass Emilia vllt Hunger hat. Wirkvoller wäre es zu schreiben, wie sie sich momentan fühlt, nicht, wie sie sich in der Vergangenheit beim Hauskauf gefühlt hat.

Die Spannungselemente waren mir auch viel zu passiv, beschreibend und erklärend. Ich habe Emilia in keiner Sekunde abgekauft, dass sie Angst hat. Schon gar nicht abe ich mit ihr mitgefiebert. Da müsste meiner Meinung nach mehr passieren. Ruft sie vllt ins Haus, wenn es knarzt, um heruaszufinden wer da ist, guckt dann aus dem Fenster und glaubt einen Schatten zu erkennen?
Wieso beschließt sie aufzustehen und steht nicht einfach auf? Das sind so Kleinigkeiten, die für mich beim Lesen große Unterschiede machen.

Die Buchpassage gefiel mir leider auch gar nicht, sie klang viel zu abgedroschen.

Und als sie dann am Ende erwacht und erst einmal auf die Temperaturen zu der Jahreszeit eingegangen wird... das macht mMn spätestens jede Stimmung kaputt.

Auch die Rechtschreibung solltest du noch einmal überprüfen, da haben sich einige Fehler eingeschlichen.

Ich hoffe, das hilft dir etwas weiter.
Alles Gute
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Xeomer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 32
Beiträge: 127
Wohnort: Xeothon


BeitragVerfasst am: 10.05.2020 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Juna_Wölfchen,

mir war es im ersten Absatz auch zu viel Beschreibung.

Zitat:
Vor einigen Jahren hatte sie es sich mit ihrem Verlobten gekauft. Allerdings verließ er sie kurz darauf.

Warum hat er sie verlassen? Kämpft sie noch damit? Hat sie es längst überwunden? Mir kommt Emila hier zu passiv herüber. Es ist ein kurzer Text und von daher sicherlich in Ordnung. Ein bisschen Hintergrund würde mir aber gefallen und mir die Protagonistin sympatischer machen.

Zitat:
Aber bei so einem alten Haus war das nicht verwunderlich.
Das würde ich an deiner Stelle streichen. Das es sich um ein altes Haus handelt, wurde bereits mehrfach erwähnt und ist daher nicht mehr notwendig.

Zitat:
Sie setzte sich auf und sah sich in ihrem Schlafzimmer um. Wie war das Buch da hingekommen, fragte sie sich und nahm es.
Hier hätte sie für meinen Geschmack, etwas geschockter sein können.

Zitat:
Sie legte das Buch wieder auf den Nachttisch und schaltete das Licht aus. Emilia konnte schon immer schnell einschlafen, besonders nach einem langen Arbeitstag.
Wäre es nicht spannender, wenn sie an diesem Abend, dabei Schwierigkeiten gehabt hätte? Weil sie Geräusche hört. Pfeifen und Knarzen, dass ihr normalerweise keine Sorgen bereitet, aber sie sich trotzdem, zu unwohl fühlt um einzuschlafen?

Doch sie beschäftigte nicht das Wetter, sondern die Augen in die sie sah. Das war gut! Hier hatte ich zum ersten Mal einen Gruseleffekt.

Ich habe dir meine Gedanken dazu geschrieben, wie sie mir als erstes in den Sinn kamen. Vielleicht helfen Sie dir ja.

Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß mit deinem Text.
Xeomer


_________________
"Zone 84" Buchtrailer: youtube.com/watch?v=ZygK3Te0jV8
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Rodge
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 481
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 11.05.2020 08:11    Titel: Antworten mit Zitat

Mir gefällt deine Geschichte ganz gut, auch finde ich die Stimmung spannend beschrieben. Dennoch könntest du noch an einigen Stellen feilen, z. B.:

- Die Prota könnte noch etwas nahbarer werden (z. B. was arbeitet sie, fühlt sie sich einsam, wenn sie abends alleine ist? etc.)
- Die Textpassage, die sie gruseln lässt ist für mich noch nicht gruselig genug
- Den Bezug auf den Herbst würde ich nicht an der Stelle mit der höchsten Spannung machen, es sei denn, sie wacht z. B. auf, weil ihr kalt wird.

Mein persönliches Fazit: Gutes Grundgerüst, braucht noch etwas Arbeit!

Grüße
Rodge
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Juna_Wölfchen
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

Alter: 26
Beiträge: 7
Wohnort: Mainz


BeitragVerfasst am: 11.05.2020 09:35    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo
Vielen Dank für die Kommentare und Anregungen smile

@Bea H2O:
Das Problem mit dem Aufbau der Spannung hab ich mir schon gedacht. Ich kann sowas (noch) nicht zu Papier bringen. Das muss ich definitiv üben.
Ich fand es nicht gut, wenn ich immer nur sie schreibe, darum habe ich ihren Namen öfter eingebunden. Aber das es den Lesefluss stören könnte, ist mir nicht aufgefallen. Vielen Dank für den Hinweis.

@Xeomer:
Es war nur eine fixe Idee, weshalb ich mir keine Gedanken über mehr Hintergrund gemacht habe. Sollte ich bei meiner nächsten Idee beachten.
Ich werde versuchen deine Hinweise bei meiner Überarbeitung zu beachten.

@Rodge:
Es freut mich, dass bei dir wenigstens ein bisschen Spannung rüberkam, aber ich muss daran noch feilen. Spannung aufzubauen ist wohl mein größtes Problem.
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Xeomer
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 32
Beiträge: 127
Wohnort: Xeothon


BeitragVerfasst am: 11.05.2020 20:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Juna_Wölfchen,

vielleicht kam mein Feedback etwas zu hart rüber. So sollte es nicht sein. Bitte bedenke immer, dass es sich auch nur um meine persönliche Meinung handelt und ich im Wesentlichen nur darauf hingewiesen habe, wo ich Verbesserungsmöglichkeiten sehe.

Das klingt erst einmal so, als wenn mir der Text nicht gefallen hätte. Das stimmt aber nicht. Ich mag das Setting und ich konnte mir auch das gemütliche alte Haus, samt Emilia sehr gut vorstellen und das Ende fand ich gelungen.

Ein bisschen mehr Grusel an der einen Stelle, ein bisschen feilen an der anderen und du hast mich!

Also bitte nicht entmutigen lassen! Cool

Viele Grüße,
Xeomer


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Jirka
Schreiberassi


Beiträge: 51



BeitragVerfasst am: 11.05.2020 21:26    Titel: Antworten mit Zitat

Also mich hat es gegruselt.  Ich bin aber auch ein kleines Nervenbündel. Horrorfilme mit Decke über Kopf oder Kopf auf Freundes Brust. Laughing

Ich habe jetzt total Lust auf Tee mit Gummibärchen. *Gemütlichkeit on*.

Also irgendwie kam es ehrlich gesagt bei mir so an, als hätte ein Mädchen versucht das Leben einer erwachsenen Frau zu beschreiben. Das mit dem Tee und den Gummibärchen (nur als eindrückliches Beispiel) kam bei mir total authentisch rüber, das alte englische Haus mit der Bibliothek eher nicht. Vielleicht solltest du aus der Perspektive einer Jugendlichen schreiben, die alleine zu Hause ist, damit es stimmiger wirkt.

Dann sind mir auch viele Wortwiederholungen aufgefallen, die den Lesefluss gestört haben, die lassen sich aber leicht beheben, denke ich.

Und ich liege gerade im Bett. Danke Verstecken Laughing
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Peter_M
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 55
Beiträge: 14
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 14.05.2020 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Vorab, ich lese normal weder Krimi noch Horror etc, also nix Gruseliges.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, bis auf Winzigkeiten:
- Büchersammelleihstelle ... ehrlich? Ich würd was weniger Sperriges nehmen.
- Emilia hier und da, der Name kommt mir zu oft vor,
- teilweise auch andere Wortwiederholungen z.B. »aufgefallen«
- »Dabei war es Herbst und es wurde eine kühle Nacht vorhergesagt. Doch sie beschäftigte nicht das Wetter, ...« Find ich nicht so stark, gerade am Ende, vielleicht kürzer »Dabei war es kühl in ihrem Zimmer, ...

Aber diese Details verhindern nicht, dass ich das insgesamt sehr gelungen finde. Mir gefällt vor allem, dass Du nicht zu dick aufträgst, also eher subtil die Stimmung und Wahrnehmungen beschreibst. So hast Du mich in die Geschichte gezogen und so entsteht für mich spürbares Unbehagen. Daumen hoch
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Rodge
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 481
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 14.05.2020 09:59    Titel: Antworten mit Zitat

Juna_Wölfchen hat Folgendes geschrieben:


@Rodge:
Es freut mich, dass bei dir wenigstens ein bisschen Spannung rüberkam, aber ich muss daran noch feilen. Spannung aufzubauen ist wohl mein größtes Problem.


Nein, das ist nicht dein Problem, es ist eher so, dass das eben genau das Schwierigste am Schreiben ist, das die meisten Übung braucht. Das bewusste Erzielen bestimmter Stimmungen. Also nicht sagen, das kann ich leider nicht, sondern üben, bis es gelingt.

Grüße
Rodge
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schreibmalwieder
Schreiberassi


Beiträge: 60



BeitragVerfasst am: 14.05.2020 11:04    Titel: Noch ein paar Ideen Antworten mit Zitat

Hallo Juna_Wölfchen,

Du hast schon viele gute Hinweise bekommen, die ich eigentlich alle teile. Ich möchte Dir nur zwei Gedanken mit auf den Weg geben, die Deine Geschichte besser machen könnten.

Du benutzt sehr viele "statische" Verben, die keine Aktion ausdrücken, sondern Dinge lediglich positionieren (stellen, legen, sitzen, befinden) oder verwendest generische Verben wie "sein", "kommen", "haben": Sie legte die Autoschlüssel, Es war ein anstrengender Tag, sie war erschöpft, ihr Buch wartete, der Wasserkocher war fertig, sie konnte sich entspannte ... ich denke, da ist es a) sinnvoll zu kürzen und b) wenn, dann prägnanteren Ausdrücken den Vorzug zu geben.

Und - Du wirst es schon gehört haben - "Show don't tell". Der verschwundene Verlobte. Sie ist erschöpft. Endlich konnte sie entspannen. Sie liebte Bücher schon immer und war eine echte Leseratte.

All diese Beispiele kannst Du schön erzählen (oder weglassen).

Wenn Du das schaffst, wird auch die logische Struktur Deiner Geschichte noch schöner. Ich nehme mal nur das Beispiel "Sie ist erschöpft". Wenn man sich anschaut, was sie macht, nachdem das behauptet wurde, dann bricht das: Sie überlegt loszufahren, sie eilte hoch, zog sich schnell um, sie gießt den Tee auf, Sie schnappte sich die Schale ... Sie ist also den Verben zufolge sehr aktiv. Das ist so ein kleines Detail, was die Stimmung für mich ambivalent macht. Sie ist nicht "nur erschöpft", sondern entwickelt eher eine starke Energie, um den perfekten Freitag zu haben.

Vielleicht helfen Dir die Denkanstöße ja noch...
LG
schreibmalwieder
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Mondokin
Sonntagsschreiber


Beiträge: 15



BeitragVerfasst am: 25.05.2020 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

[quote="Xeomer"]Hallo Juna_Wölfchen,

mir war es im ersten Absatz auch zu viel Beschreibung.

[quote]

Jap, zu wenig Raum für das Kopfkino des Lesers/der Leserin
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sovaltor
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber


Beiträge: 15
Wohnort: Sachsen


BeitragVerfasst am: 13.06.2020 18:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Juna,

mir hat die Grundidee deiner Geschichte sehr gefallen!

Was mir nicht so gefallen hat, wurde hier auch schon genannt: Am Anfang zu viel Beschreibung, überflüssige Infos, etc.

In der Mitte des Textes habe ich mich auch gegruselt. Ich habe aber eigentlich die ganze Zeit darauf gewartet, dass Emilia einen Zettel findet, auf dem die Worte aus dem Buch stehen. Also dass so ein Zettel auf ihrem Nachttisch liegt. Das hätte dann sogar schon das Ende der Geschichte sein können, finde ich. Smile


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