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Einsamkeit beschreiben?

 

 
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Vogelsucher
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 14
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 29.03.2020 12:30    Titel: Einsamkeit beschreiben? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,
für eine Kurzgeschichte soll ein Soldat, der allein in den Wäldern Sibiriens stationiert ist, in seinem Schützenloch unter furchtbarer Einsamkeit leiden. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich diese Einsamkeit beschreiben soll, sodass man tatsächlich mitfühlt. Diese Waldeinsamkeit zieht sich aufbauend über die ganze Kurzgeschichte, bis am Schluss der Höhepunkt der Handlung erreicht wird. Wie fülle ich ein, zwei Seiten damit?
Schöne Grüße,
Vogelsucher.


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Ribanna
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 57
Beiträge: 466
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 29.03.2020 13:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo und willkommen im Forum.
Leider kann ich dir auf deine Frage keine Antwort geben, die dir gefallen würde.

Schreiben ist ja gerade auch die Kunst, sich in Menschen hineinzuversetzen und ihre Gefühle, Ängste und Ideen dem Leser nahe zu bringen. Dies mache ich aber anders, als du es tun würdest, und jede(r), der schreibt, hat da seinen eigenen Stil.
Du könntest dir überlegen, was "Einsamkeit" bedeutet. Was tut man, wenn man mit niemandem reden, seine Gedanken teilen kann? Welche Gefahr lauert da? Was empfindet man, wenn man weit weg von allem ist?

Einsamkeit findest du auch um dich herum. Wie wird sich die alte Frau unten an der Strasse wohl fühlen, die nach fast 60 Ehejahren ihren Mann verloren hat?
Wie fühlt sich der syrische Junge, der zwar jetzt sicher in Deutschland lebt, aber niemanden kennt und sie Sprache nicht versteht, die Eltern im Krieg verschollen, vielleicht tot?

Aber eigentlich kann ich dir nur einen Rat geben: du bist noch sehr jung, kannst also wahrscheinlich wahre Einsamkeit noch nicht kennen und die Gefühle eines Soldaten in Sibirien erst recht nicht.

Schreib über etwas, das du kennst. Wenigstens für den Anfang. Damit übst du automatisch, dich in andere zu versetzen.


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Gerling
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 55
Beiträge: 1911
Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 29.03.2020 13:30    Titel: Antworten mit Zitat

Sehr gute Antwort

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Das Kanzlerspiel - Periplaneta Verlag (Sep. 2009)
Pakt des Bösen - Periplaneta Verlag (Apr. 2011)
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Ribanna
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 57
Beiträge: 466
Wohnort: am schönen Rhein...


BeitragVerfasst am: 29.03.2020 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Gerling hat Folgendes geschrieben:
Sehr gute Antwort


rotwerd


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Vogelsucher
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 14
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 29.03.2020 15:02    Titel: Einsamkeit und Langeweile beschreiben? pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo,
für eine Kurzgeschichte soll ein Soldat, der allein in den Wäldern Sibiriens stationiert ist, in seinem Schützenloch unter furchtbarer Einsamkeit und Langeweile leiden. Das Problem ist, dass ich nicht weiß, wie ich diese Gefühle beschreiben soll, sodass man tatsächlich mitfühlt. Ich habe die Hauptfigur erst einmal verschiedene Beschäftigungen ausführen, zum Beispiel in einen Maulwurfshügel schießen und einen Käfer zerquetschen lassen, aber noch kommt die Eintönigkeit und Leere nicht überzeugend beim Leser an, glaube ich. Diese Waldeinsamkeit zieht sich aufbauend über die ganze Kurzgeschichte, bis am Schluss der Höhepunkt der Handlung erreicht wird, als ein anderer Mensch als erster seit einer (gefühlten) Ewigkeit die Lichtung, in der sich der Soldat vergraben hat, betritt (und schließlich doch von selbigem erschossen wird). Doch wie fülle ich ein, zwei Seiten davor mit der Verlassen- und Abgeschiedenheit, ohne, dass es dem Leser zu langweilig oder aber zu ereignisreich wird?
Schöne Grüße,
Vogelsucher.


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a.no-nym
Autor


Beiträge: 519



BeitragVerfasst am: 29.03.2020 15:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vogelsucher,

herzlich willkommen im dsfo.

Warum ist es Dir denn wichtig, eine bestimmte Anzahl an Seiten zu füllen? Wenn das, was Du erzählen möchtest, zwei Seiten kürzer ist, aber dafür genau das transportiert, was Du zu sagen hast, scheint mir das allemal besser als ein künstlich "aufgeschäumter" Text. Oder bist Du an bestimmte Vorgaben gebunden?

Freundliche Grüße
a.
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sleepless_lives
Geschlecht:männlichSchall und Wahn

Administrator
Alter: 56
Beiträge: 7014
Wohnort: Fürth
DSFo-Sponsor Ei 4
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BeitragVerfasst am: 29.03.2020 15:50    Titel: Antworten mit Zitat

Themen zusammengeführt.

@Vogelsucher
Bitte nur einen Faden pro Thema. Lieber mal antworten, anstatt neue Threads zu eröffnen.


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Es sollte endlich Klarheit darüber bestehen, dass es uns nicht zukommt, Wirklichkeit zu liefern, sondern Anspielungen auf ein Denkbares zu erfinden, das nicht dargestellt werden kann. (Jean-François Lyotard)

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Vogelsucher
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 14
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 30.03.2020 09:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

sleepless_lives hat Folgendes geschrieben:
Themen zusammengeführt.

@Vogelsucher
Bitte nur einen Faden pro Thema. Lieber mal antworten, anstatt neue Threads zu eröffnen.

Lag daran, dass man beantwortete Themen ja nicht mehr bearbeiten darf. Also war ich gezwungen, ein neues zu erstellen, in dem ich es ausführlicher schildere. Bei einer schlichten Antwort lesen meine Frage ja nur wenige.


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Vogelsucher
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 14
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 30.03.2020 09:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

a.no-nym hat Folgendes geschrieben:
Hallo Vogelsucher,

herzlich willkommen im dsfo.

Warum ist es Dir denn wichtig, eine bestimmte Anzahl an Seiten zu füllen? Wenn das, was Du erzählen möchtest, zwei Seiten kürzer ist, aber dafür genau das transportiert, was Du zu sagen hast, scheint mir das allemal besser als ein künstlich "aufgeschäumter" Text. Oder bist Du an bestimmte Vorgaben gebunden?

Freundliche Grüße
a.

Naja, eigentlich ist die Anzahl der Seiten natürlich egal. DIe aktuelle Anzahl an Seiten beträgt aber etwa anderthalb, also wollte ich diese Dimension einfach beibehalten. Aber es geht selbstverständlich auch kürzer, der INhalt ist das wichtige und, dass man mit dem LI mitfühlt, damit das Ende glaubwürdig ist.


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MarVeRiCk94
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 26
Beiträge: 74
Wohnort: Dülmen


BeitragVerfasst am: 30.03.2020 11:52    Titel: Antworten mit Zitat

Um mal zurück zum Thema des in sibirischen Wäldern lebenden Soldaten zu kommen, der sich einsam fühlt;

Einige, die hier jetzt mitlesen, werden vielleicht sich schon denken können was kommt, und ich will es auch gar nicht allzu stark raushängen lassen, wie schlecht es mir geht oder sonst irgendetwas, aber ich denke, für dein Thema ist es passend, Vogelsucher: ich leide schon seit einigen Jahren unter einer depressiven Störung, und "Einsamkeit" ist da so ein Faktor, der da mit reinspielt bei mir.

Ich bin jetzt kein Russe, der in Sibirien lebt und abgeschieden ist von der modernen, fortgeschrittenen Zivilisation. Und darüber hinaus werde ich dir auch keinen Leitfaden erstellen können und wollen, wo ich dir diktiere, wie du deine Geschichte zu schreiben hast. Stattdessen werde ich dir einfach meine Eindrücke und meine Gefühlslage bei meiner Einsamkeit und meinem Umgang damit schildern. Das will ich allerdings nicht hier ad coram publico machen - nichts für ungut wink Stattdessen kannste mich einfach per PN anschreiben und mir nochmal deine Fragen direkter stellen, welche auch immer du zu dem Thema hast.


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DLurie
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 247
Wohnort: Zwischen den Stühlen
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BeitragVerfasst am: 30.03.2020 12:03    Titel: Re: Einsamkeit und Langeweile beschreiben? Antworten mit Zitat

Hallo Vogelsucher,

Vogelsucher hat Folgendes geschrieben:
,
Ich habe die Hauptfigur erst einmal verschiedene Beschäftigungen ausführen, zum Beispiel in einen Maulwurfshügel schießen und einen Käfer zerquetschen lassen, aber noch kommt die Eintönigkeit und Leere nicht überzeugend beim Leser an..
Vogelsucher.


Würde er in seiner Einsamkeit in einen Maulwurfshügel schießen und einen Käfer zerquetschen?  Abgesehen davon, dass der Schuss gehört werden könnte, warum sollte er die wenigen Anzeichen von Leben um sich herum auch noch zerstören?
Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass er den Maulwurfshügel beobachtet, in der Hoffnung, dass sich der Maulwurf blicken lässt oder dass er den Käfer auf seiner Hand krabbeln lässt. Aber vielleicht passt das ja nicht zum Charakter deines Prota?
Andere Vorschläge: Er wird ein wenig paranoid, achtet misstrauisch auf die Geräusche in seiner Umgebung.  Diese Phasen, in denen er die Flöhe husten hört, wechseln sich ab mit Phasen der völligen Abgestumpftheit.
Denkbar auch, dass er sich immer wieder an bestimmte Schlüsselszenen aus seinem Leben erinnert.

LG
DLurie
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Vogelsucher
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 14
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 30.03.2020 12:31    Titel: Re: Einsamkeit und Langeweile beschreiben? pdf-Datei Antworten mit Zitat

DLurie hat Folgendes geschrieben:
Hallo Vogelsucher,

Vogelsucher hat Folgendes geschrieben:
,
Ich habe die Hauptfigur erst einmal verschiedene Beschäftigungen ausführen, zum Beispiel in einen Maulwurfshügel schießen und einen Käfer zerquetschen lassen, aber noch kommt die Eintönigkeit und Leere nicht überzeugend beim Leser an..
Vogelsucher.


Würde er in seiner Einsamkeit in einen Maulwurfshügel schießen und einen Käfer zerquetschen?  Abgesehen davon, dass der Schuss gehört werden könnte, warum sollte er die wenigen Anzeichen von Leben um sich herum auch noch zerstören?
Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass er den Maulwurfshügel beobachtet, in der Hoffnung, dass sich der Maulwurf blicken lässt oder dass er den Käfer auf seiner Hand krabbeln lässt. Aber vielleicht passt das ja nicht zum Charakter deines Prota?
Andere Vorschläge: Er wird ein wenig paranoid, achtet misstrauisch auf die Geräusche in seiner Umgebung.  Diese Phasen, in denen er die Flöhe husten hört, wechseln sich ab mit Phasen der völligen Abgestumpftheit.
Denkbar auch, dass er sich immer wieder an bestimmte Schlüsselszenen aus seinem Leben erinnert.

LG
DLurie


Hallo DLurie,
vielen Dank für deine Hinweise. Allerdings habe ich mir diese Gedanken vorher auch schon gemacht und deine Ideen bereits in die Geschichte eingebaut.
Tatsächlich haben die Handlungen des Soldaten mit seinem Charakter zu tun. Er ist ein "Arier", der den "Lebensraum im Osten" erobert. Demenstprechend fühlt er sich "niederen" Lebensformen überlegen. Außerdem ist er den Maulwürfen abgeneigt, da er sie bzw. ihre Erdbauten als Gleichnis zu seiner Lage sieht, was ein weiterer Grund für den Schuss ist. Durch den Schuss erhofft er sich zusätzlich, dass feindliche Soldaten erscheinen, sodass seine Einsamkeit untebrochen wird. (Dieser würde er sich aber trotzdem mit Waffengewalt erwehren.) Also zieht er die Möglichkeit, vom Feind gehört zu werden, tatsächlich in Betracht.
Auch an "bestimmte Schlüsselszenen in seinem Leben" erinnert er sich bereits, durch die er abgestumpft ist. (Beispielsweise erinnert ihn die blühende Tundra im Sommer an seinen Kameraden, der im Stacheldraht verblutet ist.)
Grüße,
Vogelsucher.


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Vogelsucher
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 14
Beiträge: 41



BeitragVerfasst am: 30.03.2020 13:00    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

MarVeRiCk94 hat Folgendes geschrieben:
Um mal zurück zum Thema des in sibirischen Wäldern lebenden Soldaten zu kommen, der sich einsam fühlt;

Einige, die hier jetzt mitlesen, werden vielleicht sich schon denken können was kommt, und ich will es auch gar nicht allzu stark raushängen lassen, wie schlecht es mir geht oder sonst irgendetwas, aber ich denke, für dein Thema ist es passend, Vogelsucher: ich leide schon seit einigen Jahren unter einer depressiven Störung, und "Einsamkeit" ist da so ein Faktor, der da mit reinspielt bei mir.

Ich bin jetzt kein Russe, der in Sibirien lebt und abgeschieden ist von der modernen, fortgeschrittenen Zivilisation. Und darüber hinaus werde ich dir auch keinen Leitfaden erstellen können und wollen, wo ich dir diktiere, wie du deine Geschichte zu schreiben hast. Stattdessen werde ich dir einfach meine Eindrücke und meine Gefühlslage bei meiner Einsamkeit und meinem Umgang damit schildern. Das will ich allerdings nicht hier ad coram publico machen - nichts für ungut wink Stattdessen kannste mich einfach per PN anschreiben und mir nochmal deine Fragen direkter stellen, welche auch immer du zu dem Thema hast.


Hallo MarVeRiCk94,
danke für das Angebot. Ich habe dir eine Nachricht dazu geschrieben, ich hoffe, sie ist angekommen.
Schöne Grüße,
Vogelsucher.


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51MONSTER2
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Alter: 29
Beiträge: 85
Wohnort: Limburg


BeitragVerfasst am: 01.04.2020 11:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Vogelsucher,

um Gefühle zu beschreiben, hilft es mir oft, die Gedankenwelt eines Charakters offen zu legen. Im Falle von Einsamkeit könnte er sich beispielsweise ständig daran erinnern, dass niemand da ist.
Er sieht etwas Interessantes und will es jemandem zeigen, aber niemand ist da.
Er macht eine lustige Beobachtung, die er niemandem erzählen kann, und wird darüber wieder traurig.
Etwas erinnert ihn an eine frühere Erfahrung, und er fragt sich, wie es wohl jetzt wäre, wenn die Person aus seiner Erinnerung bei ihm wäre - um sie dann schmerzlich zu vermissen.

Grundsätzlich muss ich vielen Kommentaren meiner Vorredner aber auch zustimmen - du musst keine Seiten füllen. Durch betont langweilige, ausschweifende Beschreibungen kannst du auch mit verhältnismäßig wenigen Zeilen ein Gefühl von "Länge" erzeugen.
Und auf eigene Erfahrungen zurückzugreifen ist auch ein sehr guter Tipp. Vielleicht lohnt es sich, wenn du mal einen kurzen Text darüber schreibst, wie du die Welt wahrnimmst, wenn du dich einsam fühlst. Das könnte deine Gedanken soweit anregen, dass es dir auch bei deiner fiktiven Erzählung weiterhilft.
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Abari
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 39
Beiträge: 1023
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 01.04.2020 18:12    Titel: Antworten mit Zitat

Einsamkeit ist nichts neues in der Literaturwelt. Bekanntestes Beispiel dürfte "Robinson Crusoe" sein, der vielleicht inspirierend wirken könnte. Oder, falls Du die harte Kost verträgst, "Im Westen nichts neues", wenn ich nicht irre in "Nackt unter Wölfen" oder "Wer einmal aus dem Blechnapf fraß". Da sind solche Szenen drin, wenngleich sie sich nicht über Seiten erstrecken und die Protas in menschlicher Gesellschaft waren. Hmmm.

Natürlich ist das nicht Deine Lösung, soll es auch gar nicht sein. Aber Du kannst Deine Phantasie anregen, indem Du sowas liest.


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Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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Willebroer
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3165
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 01.04.2020 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Robinson Crusoe ist ein guter Hinweis. Daran dachte ich auch schon. Er beschreibt ja ausführlich, wie er sich einrichtet. Allerdings hat(te) er mehr Bewegungsfreiheit ... Wink
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