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RECHERCHE Medizin: Fragen und Antworten


 
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Coma Beth
Sonntagsschreiber

Alter: 30
Beiträge: 12



BeitragVerfasst am: 15.10.2019 17:10    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht noch zwei hilfreiche Gedanken dazu:
Die Arterien im Fuß (wenn die Scherbe durch die Fußsohle eintritt) sind sehr tief drin und eher klein. Eine gefährliche Blutung ist da jetzt nicht so wahrscheinlich. Außer vielleicht die Dame nimmt Blutverdünner.
Was man auch bedenken sollte, ist, dass die Sehnen und Nerven ebenfalls verletzt werden. Die müssen im Fall des Falles auch geflickt werden. Es kann dann sein, dass die Dame nachher ein bisschen ein taubes Gefühl an den Zehenspitzen hat und die Zehen auch eine Weile nicht mehr krümmen kann.
Insgesamt gebe ich meinen Vorschreibern recht, dass man in so einem schweren Fall die Scherbe erst in Anwesenheit des Chirurgen im OP entfernt.
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Gewürz
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 30
Beiträge: 186



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 13:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo alle miteinander,

ich hab zwar selbst Erfahrung was Medizin angeht, aber ich habe eine Frage an alle (Hobby-)Psychologen.

Mein Prota hat nach einem traumatischen Erlebnis (körperliche Folter, mehrfach gedacht, er wird jetzt sterben) lebhafte Flashbacks in denen er auch teilweise nichts um sich herum wahrnimmt. Ich weiß selbst, was das ist, aber nicht wie heftig die ausfallen können. Auch nicht wirklich welche Strategie ein Psychologe wählen würde um ihm zu helfen.

Es ist ein Urban Fantasy MS also wird er jetzt nicht einfach zum nächst besten Psychologe gehen und sich dort mit ihm austauschen können. Er wird seine Freunde und Mentoren fragen, was er noch alles machen kann.
Außer Gesprächstherapie irgendwelche Ideen? Selbst im Gespräch, was könnten/würden seine Mentoren ihm raten? Wie kann er sich davon lösen?

Und ist es für Außenstehende erkennbar, wenn er gerade so einen Flashback hat?

Freu mich über Antworten, da das ein Teilbereich ist in dem ich mich nicht gut auskenne und meine Online Recherche hat bis jetzt leider nur wenig hilfreiches zu Tage gefördert.


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Für jeden Grund zu lügen gibt es einen besseren die Wahrheit zu sagen.

Halbwesen - Diener zweier Welten, Hybrid Verlag, 2018

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Michel
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

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Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 21.10.2019 15:04    Titel: Antworten mit Zitat

Erleben: Höchst unterschiedlich. Manchmal lediglich in Form lebhafter, bildhafter Erinnerungen, meist mit starkem Gefühl gekoppelt (Hilflosigkeit, Angst, Panik, Beschämung, Demütigung u.a.m.), manchmal so stark, dass die Erinnerung die Gegenwart vollständig überdeckt und man sich zurück in der alten Situation findet: Sich zusammenkrümmen unter Schlägen, die nur im Gedächtnis existieren, "Nein! Nein!", auf keinen Außenreiz mehr reagieren, Hyperventilation, aufgerissene Augen, verkrümmte Haltung, starke Schmerzen mit entsprechender körperlicher Reaktion, Einfrieren (Kaninchen vor der Schlange), vereinzelt Umkippen (anders als beim epileptischen Anfall häufig ohne Verletzungen).

Was man ohne spezifische Psychotherapie dagegen machen kann? V.a. bei leichteren Fällen: Sich den Auslösereizen gestuft (!) stellen und gleichzeitig aktivieren, dass man nicht mehr in der Situation ist.

Auch wichtig: Bei den meisten Traumata verschwinden die Symptome in 3-6 Monaten von allein. Allerdings würde ich bei Man-made-Trauma eher nicht davon ausgehen, v.a. wenn Folter im Spiel ist.
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Gewürz
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 30
Beiträge: 186



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 15:46    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für die ausführliche und schnelle Antwort!! Das hilft schon sehr viel. Die Symptome decken sich sehr gut mit dem was ich schon wusste und mir vorgestellt habe. Schön das bestätigt zu sehen.

Auch die Therapievorschläge könnte ich einigermaßen gut einbauen. Top!! Schon jetzt danke!! Freu mich über weitere Antworten smile


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Michel
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

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Das goldene Niemandsland Der silberne Spiegel - Prosa
Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 21.10.2019 16:01    Titel: Antworten mit Zitat

Zum Erinnern an das Trauma: Häufig kein lineares Abrufen möglich, einzelne Szenen überdeutlich, andere hinter einer Amnesie verschwunden. Auch das Zeitempfinden kann extrem variieren; ich erinnere mich an eine Beschreibung eines Autounfalls, in dem die Krümel der Frontscheibe in starker Zeitlupe auf den Pat. zuflogen - laut ihm einer der schönsten Anblicke, die er je gesehen hat.
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Gewürz
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 30
Beiträge: 186



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 16:23    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
ich erinnere mich an eine Beschreibung eines Autounfalls, in dem die Krümel der Frontscheibe in starker Zeitlupe auf den Pat. zuflogen - laut ihm einer der schönsten Anblicke, die er je gesehen hat.

Interessant. Tatsächlich etwas was ich noch sehr gut gebrauchen kann. Klingt wirklich spannend.

Ich arbeite als NFS im Rettungsdienst, da ist mir die PTBS natürlich nicht fremd. So genau, hat das mir aber noch keiner beschreiben können. Danke!!!


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femme-fatale233
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Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 13.02.2020 21:28    Titel: Antworten mit Zitat

Welche Krankheiten können bei einer Routineuntersuchung / beim Durchchecken festgestellt werden?

Meine Protagonisten sind ein Mann und eine Frau Mitte/Ende 20, idealerweise lässt sich das Leiden sofort feststellen und nicht erst durch das Blutbild. Und idealerweise hat das Leiden auch Symptome, die man zwar vorher wahrgenommen hat, aber erst hinterher zuordnen kann (z.B. Blähungen, Müdigkeit, Augendruck ... was man halt so hat und mit Ende Zwanzig für normal hält, bis einem jemand sagt, dass einem was fehlt).

Ich suche keine großen Schocker wie Krebs eher so die Wehwehchen aus der Kategorie "Muss man halt jetzt mit leben".
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Catalina
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Alter: 47
Beiträge: 418
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 13.02.2020 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

femme-fatale233 hat Folgendes geschrieben:
Welche Krankheiten können bei einer Routineuntersuchung / beim Durchchecken festgestellt werden?

Meine Protagonisten sind ein Mann und eine Frau Mitte/Ende 20, idealerweise lässt sich das Leiden sofort feststellen und nicht erst durch das Blutbild. Und idealerweise hat das Leiden auch Symptome, die man zwar vorher wahrgenommen hat, aber erst hinterher zuordnen kann (z.B. Blähungen, Müdigkeit, Augendruck ... was man halt so hat und mit Ende Zwanzig für normal hält, bis einem jemand sagt, dass einem was fehlt).

Ich suche keine großen Schocker wie Krebs eher so die Wehwehchen aus der Kategorie "Muss man halt jetzt mit leben".


Schilddrüsenunter- bzw. überfunktion, Diabetes, kleiner Schlaganfall... sowas?
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

Alter: 26
Beiträge: 2096
Wohnort: München
Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 13.02.2020 22:30    Titel: Antworten mit Zitat

Ja genau, sowas in die Richtung. Danke Dir!
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Eliane
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 707



BeitragVerfasst am: 13.02.2020 23:14    Titel: Antworten mit Zitat

Schilddrüsenunterfunktion. Definitiv. Die kommt schleichend, und du merkst nicht viel davon, wenn sie noch nicht zu stark ist. Symptome sind v.a. Gewichtszunahme (ohne dass du mehr isst) sowie Müdigkeit/Antriebslosigkeit (bei schwereren Fällen kann das bis hin zu Depressionen gehen). Die Schilddrüse kann erst mal anschwellen, aber das muss man nicht zwingend sehen, es kann sich auch als Druckempfindlichkeit bei Berührung des Halses äußern.

Ursache ist relativ häufig eine Autoimmunerkrankung, google mal "Hashimoto Thyreoditis". Die kann auch in den meisten Fällen gut behandelt werden - Du suchtest ja etwas nicht so Dramatisches, oder? -, indem man einfach die fehlenden Schilddrüsenhormone substituiert. Nach der anfänglichen Einstellungsphase, in der die Dosis ausgebosselt wird, ist es dann mit einer Tablette täglich morgens vor dem Frühstück getan.

edit: Nachtrag: Der Arzt könnte beim Verdacht auf Thyreoditis sofort einen Ultraschall machen, womit sich die Verdachtsdiagnose erhärten ließe (normaler Ultraschall, evtl. auch Doppler), und er würde zur Bestätigung auf jeden Fall eine Blutuntersuchung anordnen. Dazu muss der Patient nochmal wiederkommen, weil das Blut morgens (nüchtern) abgenommen werden muss. Untersucht wird auf "Schilddrüsenantikörper" sowie die Hormone TSH und T3/4.
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Michel
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BeitragVerfasst am: 14.02.2020 09:35    Titel: Antworten mit Zitat

Generell scheinen da Autoimmunerkrankungen ganz brauchbar. Schmerzen? → Polyarthritis, Morbus Bechterew. (Oder einfach eine früh einsetzende Kniegelenksarthrose.) Erschöpfung, Bauchweh? Morbus Crohn, aber das ist schon eine Nummer größer und kann in Einzelfällen gefährlich werden.

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Minnewall
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Alter: 28
Beiträge: 36
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BeitragVerfasst am: 14.02.2020 11:21    Titel: Antworten mit Zitat

Michel hat Folgendes geschrieben:
Generell scheinen da Autoimmunerkrankungen ganz brauchbar.


 Laughing
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

Alter: 26
Beiträge: 2096
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Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 21.02.2020 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen vielen Dank für die Tipps! Jetzt muss ich nur noch auswählen, womit ich meine Figuren quäle. Laughing
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Rübenach
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2477



BeitragVerfasst am: 25.02.2020 08:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich suche Infos über die Sterilisation des Mannes. Das gängige Verfahren ist ja die Vasektomie.

Seit wann wird die Vasektomie standardmäßig durchgeführt?
Welches Verfahren benutzten die Nazis bei der Zwangssterilisation?

Danke schonmal!


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"Nothing bad can happen to a writer. Everything is material." (Philip Roth)
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Merlinor
Geschlecht:männlichArt & Brain

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Beiträge: 8006
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BeitragVerfasst am: 25.02.2020 11:15    Titel: Antworten mit Zitat

*Zwangssterilisation im Nationalsozialismus*

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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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