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Diese Werke sind ihren Autoren besonders wichtig Prolog und Anfang erstes Kapitel Selene Band 2


 

 
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BluesmanBGM
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BeitragVerfasst am: 09.01.2020 08:49    Titel: Prolog und Anfang erstes Kapitel Selene Band 2 eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Bisher hatte ich nur nach Kritik zu Textauszügen aus meinem ersten Selene-Band gefragt. Was zugegeben wenig Sinn ergibt, weil das Buch ja bereits gedruckt und zumindest auf dem "Markt für verschenkte Bücher" ist. Hier nun die ersten paar Seiten aus dem zweiten Band, an dem ich gerade arbeite. Das hat jetzt den Nachteil, dass es auf dem ersten Band aufbaut, aber rein von der Textform und dem Stil her kann man sicher auch so kritisieren. Ich habe nach dem Prolog auch noch den Anfang von Kapitel 1 mit angefügt - wie findet ihr hier den Übergang?

Und mir ist klar, dass der Auftakt ein bißchen nach generischer Fantasy mit pseudo-historischem Götter-Hintergrund klingt. Das wird aber im Verlauf der Story auch noch ironisch gebrochen.

---------

Prolog

Mit einem leisen Knarren des trockenen Holzes neigten sich die großen Bäume an den Ufern des stillen Flusses Euphrat im warmen Morgenwind. Ihre Äste streiften über das lebensspendende Wasser, dass in der spätsommerlichen Sonne glitzerte. Es war Erntezeit und die Getreidespeicher füllten sich.

Ein Schatten huschte an den Bäumen entlang. Schnell. Schneller, als ein gewöhnlicher Mensch hätte laufen können. Wie ein Windhauch wehten ein geflochtener Zopf aus langen Haaren und ein weites Kleid aus edlem Leinenstoff vorbei. Das Kleid war schmutzig und mit braunen und roten Flecken bedeckt.

Das Mädchen bremste schlitternd ab, als sie die mächtigen Mauern des Königspalastes umrundet hatte, und lief dann keuchend die Steinstufen der großen Zikurrat nach oben. Atemlos. Beinahe wie ein Mensch. Der Tag hatte seinen Tribut gefordert.
Die Glasur auf den gebrannten Lehmziegeln der akkurat nach der Überlieferung bemessenen Terassen wechselte nach einer jeweils exakten Zahl die Farbe, je näher sie der obersten Plattform kamen. Nur die untersten Stufenreihen wirkten grob und naturbelassen, um den Pfad aus der Menschenwelt hinaus zu weisen.
Das Mädchen stolperte über die rissigen Steine am Fundament der Pyramide aufwärts gen Himmel.
Vorbei an einem jungen Wachsoldaten, der zuerst einschreiten, und die Blasphemie von weiblichen Füßen auf den Stufen des Tempels verhindern wollte, dann jedoch kreidebleich wurde, und hastig zur Seite wich. Er fiel auf die Knie und verbarg sein Antlitz.

Sie verließ den irdischen Pfad und spürte nun die glasierten Ziegel an ihren Zehen. Eine symbolische Apotheose in Lehm und Farbe. Ihre nackten Füsse patschten laut auf der schimmernden Oberfläche, während sie das flirrende Farbenspiel unter sich in ihren Geist aufsog.
Grün wie die blühende Erde. Rot wie die Glut des Kupfers. Blau wie das schöpfende und heilige Firmament. Und all die anderen. Die Schichten des ewigen Universums. Der Pfad zur obersten Ebene. Zum Tempel und dem Allerheiligsten. Dem Ort der Gegenwart der Götter.
Das Mädchen, das jung und alt war, schnaufte für einen Moment verächtlich, und ihr grenzenloses Bewußtsein füllte sich mit wenig schmeichelhaften Begriffen für die Götter. Für ihre eigene Art.

Sie war aus einer Laune heraus in dieser bescheidenen Form auf der Erde inkarniert und hatte sich nach einer kurzen Weile des Menschseins wieder selbst erkannt.
Und die Menschen hatten sie wegen ihres Wissens und ihrer Kräfte Göttin genannt. Herrin genannt, auch wenn sie nicht ihre Kinder waren.
Das unabwendbare Schicksal, das oben auf der Tempelplattform auf sie wartete, brachte sie dazu, in sich zu gehen. Sie dachte zurück an ihr Leben.
Geboren als Tochter eines Steinmetzes und Schriftgelehrten, der trotz seiner unerschöpflichen Neugierde in einem ärmlichen Quartier vor den Toren von Uruk gelebt hat.
Schon als Kind war sie anders gewesen. Sie hatte sich standhaft geweigert, dem Stadtgott zu dienen. Er war nicht ihr Herr gewesen. Niemals.
Und da war mehr. Ihr Haar war anders. Ihre Haut war anders. Ihr Geist war anders. Ihre Augen waren anders. Es war ein Licht im Dunkel.
Als sie erwacht war, und ihre Macht in einem breiten Strom in die Welt hinaus floss, und die Tempel des Stadtgottes zerbrachen,  hatten sie die Menschen erkannt. Der König selbst hatte ihr das Haus von Eanna als Wohnstatt errichtet. Der König selbst hatte das Haupt vor ihr gesenkt.
Königin der Nacht. Königin der Welt. Der lebende Morgenstern.
Die Menschen hatten ihr in der alten Sprache den Namen gegeben, an den sie sich nun klammerte. Und ihr menschlicher Vater hatte Angst gefühlt und war gegangen.
Kulturbringer. Lichtbringer. An diese Namen hätte sie sich gewöhnen können. Und für eine Weile war es gut gewesen, und der Schmerz hatte sich verringert.

Und dann hatte sie an jenem Tag in einem zweiten Moment der Epiphanie eine Gegenwart gefühlt. Eine Präsenz, die sie lange nicht mehr...
Sie war nicht mehr allein in ihrer Größe gewesen. Ihre Schwester war durch Zufall auf dem selben Planeten inkarniert und erwacht. Und sie hätten beide niemals gemeinsam auf diese Welt kommen sollen. Zuviel stand seit langer Zeit zwischen ihnen. Genozid und Schuld aus alten Zeiten. Lange vor den Menschen.
Gedankenfetzen blitzten durch ihren Kopf. Gedanken und Erinnerungen, die nicht die eines Menschen waren.
Von großer Freiheit zwischen den Sternen. Von brennendem Schmerz. Von Kontinenten, die zerbrachen und zersplitterten wie morsche Knochen. Von Asche und Feuer und Ozeanen in Flammen. Und von den letzten Gedanken, die im Raum trieben. Und dem Geheimnis.
Ihre Mundwinkel zuckten unwillkürlich nach oben. Doch. Es war gut gewesen.
Und nun hatte ihr Zwist einmal mehr Kreise und Wellen geschlagen, und das Mädchen hatte ebenso unwillkürlich eine Träne für diesen Planeten hier vergossen. Für die Erde. Sie hatte von einer Erlösung geträumt, und sie hatte Menschen gefunden, die ihr dabei helfen wollten. Die einen neuen Anfang wollten.
Sie hatte einen Menschen gefunden, den sie nach ihrem Bilde hätte formen und lehren können. Sie hatte ihm die Wahrheit enthüllt am Brunnen der Tiefe.

Aber ihre Schwester hatte sich eingemischt. Ihre Schwester war die Dunkle Königin geworden, und sie hatte sich aus den Schatten der Unterwelt erhoben, um den Plan nach ihrem eigenen Bilde zu verändern.
Das Mädchen war bis in die Tiefen der Unterwelt gegangen, um ihre Schwester zu suchen. Hatte die sieben Tore durchschritten und den Preis bezahlt.
Um die Dinge zu klären. Und es hatte wieder in zuviel Dunkelheit geendet.
Die Schriftgelehrten hämmerten die Geschichte nun verfremdet in ihre bröckelnden Steintafeln und hatten doch nicht verstanden.
Am Ende enthüllte sich ihr eine bedrückende Erkenntnis. Sie hatte sich zu sehr an eine fremde Schöpfung gebunden, die nicht ihre eigene war. Deren Kinder sie nicht wirklich bis zum Grunde ihrer Seelen verstehen konnte, weil sie nicht aus ihrem Geist geboren waren.

Ihre Gedanken schnappten zurück in die Gegenwart und setzten sich wieder wie glimmende Partikel in die Enge des menschlichen Gefässes ab.
Aus dem Augenwinkel bemerkte das aufwärts stolpernde Mädchen einen leblosen und zusammengekrümmten Körper auf den Stufen. Die blütenweiße Kleidung wies ihn als einen Hohepriester von Uruk aus.
Ein großer, roter Fleck breitete sich feuchtwarm und in der Sonne glitzernd über den Leinenstoff seines Ritualgewandes. Er war offenbar auf dem Weg zur Plattform gewesen, als ihn der gnadenlose Tod ereilt hatte.
Sie war hier. Die Dunkle Königin war hier. Das Mädchen sprintete erneut los, und sprang dabei über weitere tote Körper, die nun mehr und mehr die Stufen bedeckten. Schließlich erreichte sie die oberste Plattform und hielt mit einem heiseren Laut der Qual inne.
Ihre menschlichen Lungen rasselten, als sie nach Luft schnappte. Sie war zu spät gekommen.

Das perfekte Quadrat aus kosmischen Maßeinheiten und heiliger Ackererde von den fruchtbaren Ebenen am Ufer des Euphrat bildete ein Symbol für die wahre Form der Welt. Ein Huluppu-Baum strebte aus dem Zentrum des Quadrats zum Himmel und verband Erde und Kosmos.
Die Zikkurat war ein Speculum Mundi.
Alle Farben des Universums auf dem Weg über die Stufen und die vier Ecken des Kosmos in Verbindung mit der Saat des Lebens.
Und genau wie die imperfekte Welt, die es spiegelte, war das Quadrat zerwühlt und von Pfützen aus Blut bedeckt. Ein rotes Rinnsal ergoß sich die Stufen hinab und spülte kleine Klumpen aus brauner Erde mit sich.
Auf dem Boden vor dem Baum lag hingestreckt ein großer Mann in herrschaftlicher Kleidung. Sein langer Bart war in elegante Knoten geflochten. Seine Kleidung war durchwoben von feinen Metallfasern, die wie Adern aus Gold schimmerten. Ein großer Bronzeschild auf seiner Brust verherrlichte seine Taten.
Der Adler, der zu den Sternen fliegt. Der Adler, der die Schlange tötet, die die Unsterblichkeit gestohlen hat. Hoher König von Uruk.
Seine toten Augen starrten gebrochen und leer in den wolkenlosen Himmel, und durch die klaffenden Wunde in seiner Brust sickerte das Leben aus der durchbohrten Herzkammer und vermischte sich mit Lehm und Schmutz.

Die Dunkle Königin stand wie ein Gebirge aus schwarzen Haaren und nachtfarbenen Stoffwolken einer flatternden Krähe gleich über ihn gebeugt. Ein Schleier aus ebenso schwarzer Spitze verhüllte ihre blassen Züge. Auch sie war jung und alt zugleich.
Eine massive Krone aus kaltem Eisen mit sieben Sternen aus flammender Bronze saß schwer auf ihrem Haupt. In ihrer Hand hielt sie einen blutigen Dolch.
"Warum, Schwester...?" stieß das Mädchen in einer alten Sprache schrill hervor und wankte nach vorne. "Warum hast du das getan?"
"Warum...?" Die dunkle Königin schien für einen langen Moment irritiert über die kindliche Frage. "Weil es notwendig war..."
Das Mädchen kniete sich neben die Leiche und fuhr mit der Hand über seine erkaltende Schulter.
Tränen liefen über ihre brennenden Wangen und sie beweinte das grausame Schicksal. Weinte, solange sie noch verbunden war, und die Möglichkeit hatte, all diese kleinen und flüchtigen Emotionen berühren zu können. Aber sie drifteten bereits davon.
Dann fasste sie sich ruckartig. Sie blickte trotzig über die Stadt und ihre kupfernen Zinnen, die das Licht in flirrenden Mustern auf den Tempel spiegelten. Sie fragte sich, wie man dieses menschliche Gefühl nannte, dass sich gerade mit kalten Fingern um jenen Teil ihrer Seele schloß, der mit diesem Gefäß in sie geboren war.

Das Mädchen weinte noch immer und ihre feuchten Augen schimmerten nun in ihrer wahren Natur.
In einem bernsteinfarbenen Licht wie die uralte Feuerglut aus den Tiefen eines Schmelzofens. Und Zorn füllte sie. Zorn auf ihre Schwester. Zorn auf die Menschen und ihren Planeten. Sie würden alle für diese Emotionen bestraft werden.
"Dafür wirst du bezahlen, Schwester Ereshkigal-Irkalla..." sagte das Mädchen mit drohender Schärfe und erhob sich zu ihrer vollen Größe. Schatten flossen um ihre nackten Füsse und tauchten die Zikkurat in pure Nacht.
Ein poliertes Schwert materialisierte sich in einem goldfarbenen Energiewirbel in ihrer Hand und sie richtete es auf die Brust der Dunklen Königin.
"Tatsächlich? Werde ich das, Schwester Ischtar-Inanna?" fragte die Dunkle Königin mit seltsam gebrochenener Stimme und lüftete den Schleier. "Wir werden sehen. Die Zeit wird es zeigen..."
Sie leckte mit der Zunge genüßlich das Blut von der Klinge wie eine gierige Harpyie und ein grünes Feuer flackerte wie Smaragde in der Tiefe ihrer Augen.

Mit einem schrillen Schrei stürzten sich beide aufeinander. Blitze zuckten und Schatten wirbelten um ihre Füße, als ihre physischen Körper sich gegenseitig mit Dolch und Schwert durchbohrten.
Mit einem feuchten Ratschen platzten die Klingen durch Fleisch und Haut und Gewebe. Rippenknochen splitterten.
Schwarzes Blut spritzte in einer breiten Fontäne auf, sprudelte wie ein Wasserfall auf den Boden und vermengte sich sofort zu einem feurigen, wie flüssiger Phosphor brennender Morast. Ihrer beider Haut kräuselte sich zu Ascheflocken, als das Licht aus den Gefäßen herausbrach.

Ein weiterer kollektiver Schrei gellte in unmenschlicher Schrillheit und Lautstärke, stieb wie eine Druckwelle vom Tempel hinweg, und fegte einen großen Wind über das Land. In der Wüste erhoben sich gewaltige Sandmassen aus den Dünen und prasselten über die Stadt der Könige wie Heuschreckenschwärme, während der Schrei aus zwei Kehlen die Grundfesten der Welt erschütterte. Dann verklang der Laut und Stille senkte sich.

Und alle Menschen im Tal von Uruk verstanden nicht, und fielen mit dem Gesicht in den Staub. Und alle Bauern und Krieger und Schreiber und Hohepriester lagen dort für lange Minuten und zitterten.
Und so sahen sie nicht, wie die beiden Lichter wie glühende Funken von der obersten Plattform der heiligen Zikkurat in den Himmel davontrieben.
Wie zwei taumelnde Blätter im Aufwind waren sie geworden und wie ein Kern aus Glut und ein funkelnder Smaragd. Und die Welt mit ihren Mauern und Zinnen und Seelen verschwand trudelnd in der bedeutungslosen Tiefe unter ihnen. Bald würde die Zeit kommen und die Werke großer Königreiche zu Staub machen.

Aber nicht alles endet im Staub und diese Geschichte ist noch nicht zu Ende. Sie hat gerade erst begonnen...
 
Kapitel I - Der Same des Feuers (im übertragenen Sinn)

"Staub..." beschwerte sich Rick mit einem theatralischen Husten. "Überall..."
Er stocherte mit einem regenbogenbunten Staubwedel, der entfernte Ähnlichkeit mit einer poppigen Federboa hatte, in ein Holzregal, das mit altertümlich wirkenden Messgeräten, Metallgehäusen, Skalen, Kolben und Zahnrädern beladen war. Er konnte Kompasse entdecken. Thermometer. Uhrwerke. Und einige seltsame Objekte, die vermutlich nicht einmal von der Erde stammten.
Zumindest eine Eigenschaft hatten sie alle gemeinsam. Ihr ursprünglicher Glanz war matt geworden, und sie waren von einer dicken, grauen Staubschicht bedeckt, die sich nun in einer dunstigen Wolke in den Raum entfaltete.
"Hmmm?" fragte eine eher desinteressierte Stimme im Hintergrund.
"Staub...." wiederholte Rick genervt, und fächelte sich mit der Hand vor der Nase herum. "Warum ist hier alles voller Staub? Draußen im Treppenhaus und in den Bibliotheken ist die Luft blitzesauber wie frisch gewaschen. Aber der Ostflügel ist ein einziger Kramladen und Staubloch. Logische Frage - wieso?"
"Auch der Staub braucht einen Ort, den er zuhause nennen kann..." entgegnete Seli trocken. Rick prustete einen Schwall Luft durch den Mundwinkel nach draußen. Die Nummer mit dem Sanktuarium für Staub hatte er daheim auch schon versucht, als er sein Zimmer im Frühjahr blitzeblank hatte putzen sollen. Seine Mutter hatte die Ausrede nicht geschluckt.
Er hatte dann trotzdem eine Möglichkeit gefunden, sich zu drücken, als er eine mittelschwere Putzmittelallergie und Atemnot simuliert hatte. Leider klappte das hier weit weniger gut, und einmal mehr fühlte er sich wie die Reinigungskraft vom Dienst. So hatte er sich seine abenteuerlich-magischen Sommerferien wahrlich nicht vorgestellt.
"Dann lass mich die Frage umformulieren..." murrte er. "Warum muß ich den Staub von Jahrzehnten in seinem gemütlichen Zuhause belästigen?"
"Weil du derjenige bist, der Antworten auf seine neugierigen Fragen möchte. Und Antworten müssen verdient werden..."

So ging das nun schon die ganze Zeit seit Beginn der Ferien. Rick hatte eine Frage über die wahre Natur des Universums? Hopp. Unkraut jäten. Eine Frage über das Wesen der Materie? Regenrinne säubern. Eine Frage über Raumzeit und Entropie? Treppen feucht wischen. Und heute früh hatte er sich erdreistet, zu fragen, ob es überhaupt eine Möglichkeit gäbe, eine schlüssige Quantentheorie der Gravitation zu formulieren.
Neben einem amüsierten Kichern hatte ihm die Frage die Aufgabe eingebracht, hier im Ostflügel von Xanadu die museumsartigen Regale vom Staub zu befreien.
Und anders als der Rest des Gebäudes, der wie in der Zeit konserviert und ewig jung wirkte, waren die holzvertäfelten Zimmer in diesem Trakt noch am ehesten mit einer Müllhalde der interplanetaren Geschichte zu vergleichen.

Viel lieber wäre er in die Bibliotheken von Akasha gegangen, aber sein Zugang dort war noch immer stark beschränkt. Es wäre eine höchst persönliche Sache, hatte Seli gesagt, und nur weil er zufällig bei der Rettung der Welt behilflich gewesen war, könnte er sich noch lange keine Frechheiten erlauben.
Besonders hilfreich waren ihre launigen Antworten auf seine gewichtigen Fragen übrigens auch nicht.
Sein Notizbuch trug den mit blauem Kugelschreiber aufgekritzelten Titel "Geheimnisse des Universums", aber der Inhalt war eher ein Potpourri aus Fragmenten und kurzen Denkanregungen. Große Antworten müssen erst verdient sein? Bah. Rick war der Meinung, er hatte sich an jenem Tag im Juni mehr als genug verdient.
Und ein Teil von ihm wollte neue und unerwartete Abenteuer erleben.
Wollte alle Möglichkeiten nutzen, die ihm die soeben entdeckte Welt voll mit Wissen, Magie und Wundern zu bieten hatte. So, wie es den glücklichen Leuten in Filmen, Serien und Büchern erging, wenn sich ihnen erst einmal eine neue Zauberwelt erschlossen hatte.
"A mind that is stretched by a new experience can never go back to its old dimensions..." hatte einmal ein kluger Mensch gesagt.

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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 09.01.2020 10:22    Titel: Re: Prolog und Anfang erstes Kapitel Selene Band 2 Antworten mit Zitat

Hallo BluesmanBGM,

du hast einen schönen, melodischen Text geschrieben. Leider bin ich nicht besonders weit gekommen. Das lag vor allem daran, dass du mich mit Beschreibungen und zu vielen hübschen Wörtern erschlagen hast. Hier ist weniger mehr.

Hier mal der Anfang und ein paar Sachen, die mir aufgefallen sind:  

BluesmanBGM hat Folgendes geschrieben:

Prolog

Mit einem leisen Knarren des trockenen Holzes neigten sich die großen Bäume an den Ufern des stillen Flusses Euphrat im warmen Morgenwind.

Das sind zum Beispiel zu viele Adjektive. Man kommt gar nicht hinterher.
Worin unterscheid sich ein Morgenwind von einem Abendwind?

Zitat:
Ihre Äste streiften über das lebensspendende Wasser, dass in der spätsommerlichen Sonne glitzerte.

Wasser ist in der Regel immer lebenspendend.

Zitat:
Es war Erntezeit und die Getreidespeicher füllten sich.

Von alleine?
Du hast gerade einen Fluss beschrieben und springst plötzlich zu Getreidespeichern. Wo kommen die her?
Zitat:

Ein Schatten huschte an den Bäumen entlang. Schnell. Schneller, als ein gewöhnlicher Mensch hätte laufen können. Wie ein Windhauch wehten ein geflochtener Zopf aus langen Haaren und ein weites Kleid aus edlem Leinenstoff vorbei. Das Kleid war schmutzig und mit braunen und roten Flecken bedeckt.

Du sagst gerade, dass da ein Schatten vorbeihuscht, und erzählst gleich, dass er einen Zopf hat und ein weites Kleid.
Zitat:


Das Mädchen bremste schlitternd ab, als sie die mächtigen Mauern des Königspalastes umrundet hatte, und lief dann keuchend die Steinstufen der großen Zikurrat nach oben. Atemlos. Beinahe wie ein Mensch. Der Tag hatte seinen Tribut gefordert.

Wo kommt der Königspalast jetzt her?
Unter einem Zikurat können sich vermutlich die wenigsten Menschen etwas vorstellen.
Wenn du ein Augenmerk darauf legen willst, dass das Mädchen atemlos ist, würde ich davor nicht "keuchend" schreiben.
Der letzte Satz erschließt sich mir nicht ganz.

Zitat:

Die Glasur auf den gebrannten Lehmziegeln der akkurat nach der Überlieferung bemessenen Terrassen wechselte nach einer jeweils exakten Zahl die Farbe, je näher sie der obersten Plattform kamen.


Das ist ein sehr schwieriger Satz. Vor allem der markierte Teil macht es für mich schwierig. Ich weiß nicht so recht, was du mir damit sagen willst.
Was ist die exakte Zahl? Wenn sie wichtig ist, musst du mir glaube ich auch nennen.
Der letzte Nebensatz verwirrt mich bisschen. Ist die exakte Zahl jeweils unterschiedlich?
Zitat:

Nur die untersten Stufenreihen wirkten grob und naturbelassen, um den Pfad aus der Menschenwelt hinaus zu weisen.
Das Mädchen stolperte über die rissigen Steine am Fundament der Pyramide aufwärts gen Himmel.
Vorbei an einem jungen Wachsoldaten, der zuerst einschreiten, und die Blasphemie von weiblichen Füßen auf den Stufen des Tempels verhindern wollte, dann jedoch kreidebleich wurde, und hastig zur Seite wich. Er fiel auf die Knie und verbarg sein Antlitz.

Das verstehe ich nicht. Es gibt also Mädchen-Göttinnen in deiner Welt und die Menschen erkennen sie auch? Aber sterbliche Frauen haben mal wieder nichts zu melden?
Zitat:


Sie verließ den irdischen Pfad und spürte nun die glasierten Ziegel an ihren Zehen. Eine symbolische Apotheose in Lehm und Farbe. Ihre nackten Füsse patschten laut auf der schimmernden Oberfläche, während sie das flirrende Farbenspiel unter sich in ihren Geist aufsog.

Das mit dem irdischen Pfad hab ich verstanden, das musst du nicht erneut erwähnen.
Was da nach "während" passiert, weiß ich nicht.

Insgesamt benutzt du mir zu viele hübsche Worte, die zwar eine Atmosphäre schaffen, aber die Geschichte sich dahinter nicht erkennen lässt. Auch zu viele Fachbegriffe. Was ist eine Apotheose, was ist ein Zikurat? Natürlich kann ich das googeln (und vielleicht kenne nur ich diese Worte nicht), aber der normale Leser wird das nicht tun. Wer ist deine Zielgruppe?
Weiterhin hast du einige Rechtschreibfehler, die du leicht mit einem Rechtschreibprogramm ausmerzen könntest.


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Pickman
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BeitragVerfasst am: 09.01.2020 11:43    Titel: Antworten mit Zitat

Hi BluesmanBGM,

Prologe lese ich höchst selten, und wenn, dann nie mehr als die erste Seite. Bei dir haben mich schon die Adjektive des ersten Satzes erschlagen.

Ich bin also mehr oder weniger sofort zum ersten Kapitel gesprungen, und das - liest sich verdammt gut! Weiter so!

Cheers

Pickman


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BluesmanBGM
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Beiträge: 25



BeitragVerfasst am: 09.01.2020 11:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Hallo BluesmanBGM,

du hast einen schönen, melodischen Text geschrieben. Leider bin ich nicht besonders weit gekommen. Das lag vor allem daran, dass du mich mit Beschreibungen und zu vielen hübschen Wörtern erschlagen hast. Hier ist weniger mehr.


Danke für dein Feedback. Da komme ich jetzt trotzdem nicht ganz mit - einerseits bezeichnet bzw. lobst du den Text als "schön" und "melodisch" mit hübschen Wörtern, schreibst aber dann, dass du nicht weit gekommen bist. Wenn der Text melodisch ist, sollte er doch beim Lesen nicht ermüden und vom Weiterlesen abschrecken? Oder funktioniert mein Ironiedetektor mal wieder nicht ordentlich? Wink

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Das sind zum Beispiel zu viele Adjektive. Man kommt gar nicht hinterher. Worin unterscheid sich ein Morgenwind von einem Abendwind?


Dahingehend, dass man auf diese Weise gleich eine Zeitangabe unterbringen kann. Das wird eventuell noch wichtig. Es sind aber eventuell wirklich zu viele Adjektive.

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Du sagst gerade, dass da ein Schatten vorbeihuscht, und erzählst gleich, dass er einen Zopf hat und ein weites Kleid.


Richtig. Könnte sich das nicht am Schattenriss abzeichnen? Wenn also z.B. ein Schatten als Umriss auf einer Mauer "vorbeifliegt"? Kann ein Schatten keinen Zopf und ein Kleid haben?

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Der letzte Satz erschließt sich mir nicht ganz.


Soll er auch nicht. Der Satz "Der Tag hatte seinen Tribut gefordert" bezieht sich zum Teil auf Andeutungen aus dem ersten Band, soll sich aber auch erst später auflösen.

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Das ist ein sehr schwieriger Satz. Vor allem der markierte Teil macht es für mich schwierig. Ich weiß nicht so recht, was du mir damit sagen willst.
Was ist die exakte Zahl? Wenn sie wichtig ist, musst du mir glaube ich auch nennen.
Der letzte Nebensatz verwirrt mich bisschen. Ist die exakte Zahl jeweils unterschiedlich?


Jupp. Daher das "jeweils". Eine Zikkurat bzw. ein assyrischer Tempelturm stellt mit ihren Ebenen quasi das Universum dar (Erde, Mond, Sternenwelt etc.) daher könnte es sein, dass jeweils unterschiedliche Stufenzahlen zwischen den farbig "kodierten" Ebenen liegen. Man denke z.B. auch an südamerikanische Pyramiden, bei denen auch komische Ordnungen in den Stufenzahlen verschlüsselt sind. Kennen muß man diese exakte Zahl als Leser IMO nicht, sie ist eher ein Feature der religiös motivierten Architektur und hat mit der Story selbst wenig zu tun.

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Das verstehe ich nicht. Es gibt also Mädchen-Göttinnen in deiner Welt und die Menschen erkennen sie auch? Aber sterbliche Frauen haben mal wieder nichts zu melden?


Die Aussage ist bei mir etwas holprig und ich bin in dieser Kürze und Simplifizierung selbst nicht ganz zufrieden damit.

Es war aber in diesem (pseudo)historischen Umfeld im Bereich um das Gilgamesch-Epos oder auch dem klassischen Mythos von Inannas Reise in die Unterwelt (auf den sich Aspekte der Story subtil beziehen) wohl nicht unüblich. Das war kulturell eine Übergangsphase vom alten Muttergöttinenkult hin zu einem patriarchalischen Polytheismus. Da sollte es im Rahmen des Möglichen sein, dass einerseits an Göttinnen geglaubt wurde, andererseits aber Frauen immer mehr an Stellenwert in der Gesellschaft verloren haben bzw. männliche Stadt- und Kriegsgötter und ihre Vertreter auf Erden die Führungsetagen übernommen haben. Das ist ein historisch komplexes Thema und kaum auf einen Satz zu reduzieren.

Als aktuelleres Beispiel für diesen Widerspruch könnte man übrigens den japanischen (Staats-)Shintoismus heranziehen. Dort ist die oberste Gottheit eigentlich auch weiblich (die Sonnengöttin Omikami Amaterasu) und verehrungswürdig. Auf der anderen Seite war es Frauen aber z.B. bis in das 19. Jahrhundert verboten, den Berg Fuji zu betreten, weil sie unrein wären. Und selbst die aktuelle japanische Kultur ist von starkem Sexismus geprägt. Aber das Thema gehört jetzt nicht in diese Story.

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Das mit dem irdischen Pfad hab ich verstanden, das musst du nicht erneut erwähnen.
Was da nach "während" passiert, weiß ich nicht.


Das Farbenspiel ist der eigentlich wichtige Punkt und bezieht sich wieder auf Band 1.

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Insgesamt benutzt du mir zu viele hübsche Worte, die zwar eine Atmosphäre schaffen, aber die Geschichte sich dahinter nicht erkennen lässt. Auch zu viele Fachbegriffe. Was ist eine Apotheose, was ist ein Zikurat? Natürlich kann ich das googeln (und vielleicht kenne nur ich diese Worte nicht), aber der normale Leser wird das nicht tun. Wer ist deine Zielgruppe?


Ich persönlich halte Wörter wie Zikkurat und Apotheose nicht für extrem kompliziert oder ungewöhnlich. Band 2 hält sich mit Fachbegriffen bisher sogar sehr zurück, Band 1 hat dann schnell physikalische Themen wie Branentheorie und mehrdimensionale Raumzeitfaltungen behandelt. Wink  Ich kenne auch junge Leute, denen diese Begriffe durchaus bekannt sind. Aber generell liegt die Zielgruppe wohl wirklich im Bereich von Lesern, die solche Begriffe nicht googeln müssen. Was die Zielgruppe kleiner macht, aber das stört mich nicht.

nothingisreal hat Folgendes geschrieben:
Weiterhin hast du einige Rechtschreibfehler, die du leicht mit einem Rechtschreibprogramm ausmerzen könntest.


Leider hat meine 30 Jahre alte Software keine Rechtschreibkorrektur. Das werde ich noch von Hand korrigieren.
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Pickman
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BeitragVerfasst am: 09.01.2020 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

"Apotheose" ist mir geläufig, "Zikkurat" musste ich nachschlagen.

In einem Buch für 14jährige würde ich beide Begriffe entweder vermeiden oder erklären.


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nothingisreal
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BeitragVerfasst am: 11.01.2020 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

BluesmanBGM hat Folgendes geschrieben:


Danke für dein Feedback. Da komme ich jetzt trotzdem nicht ganz mit - einerseits bezeichnet bzw. lobst du den Text als "schön" und "melodisch" mit hübschen Wörtern, schreibst aber dann, dass du nicht weit gekommen bist. Wenn der Text melodisch ist, sollte er doch beim Lesen nicht ermüden und vom Weiterlesen abschrecken? Oder funktioniert mein Ironiedetektor mal wieder nicht ordentlich? Wink

Lieber BluesmanBGM, da war keine Ironie. Wenn ich deinen Text laut vorlese, klingt es melodisch. Leider reichen mir die hübschen Wörter nicht, um weiterzulesen.

Zitat:


Dahingehend, dass man auf diese Weise gleich eine Zeitangabe unterbringen kann. Das wird eventuell noch wichtig.

Dann bring es in einem anderen Satz unter. Du muss nicht alles in einem Satz erzählen.
Zitat:

Richtig. Könnte sich das nicht am Schattenriss abzeichnen? Wenn also z.B. ein Schatten als Umriss auf einer Mauer "vorbeifliegt"? Kann ein Schatten keinen Zopf und ein Kleid haben?

Natürlich kann ein Schattenriss einen Zopf und ein Kleid haben, aber man kann an einem Schatten nicht erkennen, dass es ein Leinenstoff ist und schon gar nicht, dass er edel ist.


Zitat:

Jupp. Daher das "jeweils". Eine Zikkurat bzw. ein assyrischer Tempelturm stellt mit ihren Ebenen quasi das Universum dar (Erde, Mond, Sternenwelt etc.) daher könnte es sein, dass jeweils unterschiedliche Stufenzahlen zwischen den farbig "kodierten" Ebenen liegen. Man denke z.B. auch an südamerikanische Pyramiden, bei denen auch komische Ordnungen in den Stufenzahlen verschlüsselt sind. Kennen muß man diese exakte Zahl als Leser IMO nicht, sie ist eher ein Feature der religiös motivierten Architektur und hat mit der Story selbst wenig zu tun.

Warum erwähnst du sie dann? Warum sagst du nicht bloß, dass die Treppen mehrfarbig sind? Warum legst du ein Gewicht darauf, machst den Satz kompliziert, obwohl die Zahl völlig unnötig ist?


Zitat:

Es war aber in diesem (pseudo)historischen Umfeld im Bereich um das Gilgamesch-Epos oder auch dem klassischen Mythos von Inannas Reise in die Unterwelt (auf den sich Aspekte der Story subtil beziehen) wohl nicht unüblich. Das war kulturell eine Übergangsphase vom alten Muttergöttinenkult hin zu einem patriarchalischen Polytheismus. Da sollte es im Rahmen des Möglichen sein, dass einerseits an Göttinnen geglaubt wurde, andererseits aber Frauen immer mehr an Stellenwert in der Gesellschaft verloren haben bzw. männliche Stadt- und Kriegsgötter und ihre Vertreter auf Erden die Führungsetagen übernommen haben. Das ist ein historisch komplexes Thema und kaum auf einen Satz zu reduzieren.

Hm. Da wüsste ich auch keine Lösung, aber im Moment liest sich das komisch. Wird das in deiner Geschichte insgesamt behandelt? Wenn nicht, würde ich das einfach streichen.
Zitat:

Das Farbenspiel ist der eigentlich wichtige Punkt und bezieht sich wieder auf Band 1.

Muss man den ersten Teil gelesen haben, um diese Geschichte zu verstehen? Wird das im ersten Teil erklärt? Vielleicht versteht jemand, der den ersten Band gelesen hat, was da passiert, aber ich nicht.
Zitat:


Ich persönlich halte Wörter wie Zikkurat und Apotheose nicht für extrem kompliziert oder ungewöhnlich. Band 2 hält sich mit Fachbegriffen bisher sogar sehr zurück, Band 1 hat dann schnell physikalische Themen wie Branentheorie und mehrdimensionale Raumzeitfaltungen behandelt. Wink  Ich kenne auch junge Leute, denen diese Begriffe durchaus bekannt sind. Aber generell liegt die Zielgruppe wohl wirklich im Bereich von Lesern, die solche Begriffe nicht googeln müssen. Was die Zielgruppe kleiner macht, aber das stört mich nicht.

Na, wenn das okay für dich ist, ist es deine Sache. Ich verstehe trotzdem nicht, was du damit bezwecken willst. Willst du denn nicht gelesen werden? Wenn ich ein Buch lese, das sagt, es ist für vierzehnjährige, es sich aber so nicht liest, hab ich das Gefühl, der Autor wollte irgendwas beweisen. Wie klug er ist, wie viele tolle Wörter er kennt. Dann werde ich dieses Buch nicht lesen. Mich interessiert der Autor erstmal nicht, sondern die Geschichte. Überzeugt mich die Geschichte, interessiert mich auch der Autor.  
Zitat:

Leider hat meine 30 Jahre alte Software keine Rechtschreibkorrektur. Das werde ich noch von Hand korrigieren.

Du hast nicht mal den foruminternen Gerold benutzt. Zudem unterstreichen einige Browser falsch geschriebene Worte ebenfalls.


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"Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten." - William Somerset Maugham
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Bea H2O
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Beiträge: 139



BeitragVerfasst am: 20.01.2020 22:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,

ich würde mich nothingisreal anschließen. Für mich ist der Text auch etwas umständlich geschrieben. Ich bin dadurch tatsächlich schon nach den ersten Sätzen ausgestiegen. Würdest du die Kommentare von nothingisreal umsetzen, hätte ich definitiv mehr Lust, den Text weiterzulesen wink

Übrigens habe ich nach Pickmans Kommentar dann auch noch einmal bei Kapitel 1 angefangen - vllt könntest du überlegen, den Prolog wegzulassen? Kapitel 1 wirkte für mich direkt lebendiger (auch hier habe ich nach dem ersten Abschnitt abgebrochen, aber eher, weil ich das Staub-Thema zu uninteressant fand, den Schreibstil fand ich ok)

Viele Grüße
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