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Erfahrungen mit der KSK?

 
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Maunzilla
Hobbyautor


Beiträge: 391



BeitragVerfasst am: 15.01.2020 14:21    Titel: Antworten mit Zitat

Was pasiert, wenn man mehrere Einkommensquellen hat? Kann man sich dann aussuchen, wo und wie man sich versichern läßt? Confused

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agu
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 45
Beiträge: 1853
Wohnort: deep down in the Brandenburger woods


BeitragVerfasst am: 15.01.2020 14:43    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Was pasiert, wenn man mehrere Einkommensquellen hat? Kann man sich dann aussuchen, wo und wie man sich versichern läßt? Confused

Das hängt vom Einzelfall ab und von der Gewichtung dieser Einkommensquellen. Meines Wissens ist entscheidend, was als Haupteinkommen angesehen wird, also wo der Löwenanteil der Einnahmen her kommt. Aber vielleicht wissen andere wie Nina hierzu mehr, die selbst über die KSK versichert sind.

Ich für meinen Fall war lange Zeit auch Freiberufler und habe den Großteil meines Geldes mit Werbung/Grafik/Film verdient; einen gewissen (kleineren) Prozentsatz aber auch über Schriftstellerei.
Ich hatte KSK als Option damals mal prüfen lassen, die hätten mich aber nicht genommen, weil ich den größeren Teil meiner Brötchen mit einem Beruf verdient habe, der nicht direkt unter die KSK-Kriterien fällt (ist allerdings schon an die 8 Jahre her ... damals haben die fein unterschieden zwischen 'Kunst' und 'Kunsthandwerk' - und meins war zu kommerziell).
Ich weiß aber, dass das alles sehr schwammig ist und bei der nächsten Person schon wieder ganz anders aussehen kann.

Was man sich auf jeden Fall bewusst machen muss, wenn man die Option hat, sich über die KSK versichern zu lassen: Einmal drin, kommt man nicht mehr ohne weiteres raus. Das erweist sich dann als Bumerang, wenn sich die  Arbeit als übermäßig lukrativ herausstellt und entsprechend hohe Gewinne abwirft. Ich habe mir außerdem mal sagen lassen, dass man mit einer freiberuflichen Tätigkeit, die den KSK-Kriterien entspricht, sogar verpflichtet ist, sich über sie zu versichern. Ob dem tatsächlich so ist, weiß ich allerdings nicht.


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zwima
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Beiträge: 811
Wohnort: Reihenhausidyll


BeitragVerfasst am: 15.01.2020 15:22    Titel: Antworten mit Zitat

In diesem Artikel hier ist das Prinzip der KSK sehr schon erklärt http://www.matthias-lang.st/2014/08/ksk-fuer-dummies-die-kuenstlersozialkasse-einfach-erklaert/

Darin wird auch sichtbar, dass das Gerücht, die KSK würde sich ab einer gewissen Verdienstgrenze nicht mehr rentieren, nicht stimmt. DIe KSK ist ja keine Krankenkasse - die Beitragsbemessungsgrenze ist für Künstler dieselbe wie für andere freiwillig gesetzlich Versicherte. Ab einem Jahreseinkommen von 56.250 € steigen die Beitragssätze nicht mehr. Auch DANN noch zahlt aber die KSK den Arbeitsgeberanteil. Der über die KSK versicherte Künstler mit einem Jahreseinkommen von 58.000 € zB ist also immer noch besser dran, als der freiberufliche IT-Consultant mit demselben Jahreseinkommen.


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agu
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 45
Beiträge: 1853
Wohnort: deep down in the Brandenburger woods


BeitragVerfasst am: 15.01.2020 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

zwima hat Folgendes geschrieben:
In diesem Artikel hier ist das Prinzip der KSK sehr schon erklärt http://www.matthias-lang.st/2014/08/ksk-fuer-dummies-die-kuenstlersozialkasse-einfach-erklaert/


Der Artikel ist tatsächlich super und beantwortet eigentlich alle Fragen.

Ich glaube, die Problematik bei hohen Einkommen ergibt sich eher daraus, dass man, wenn man in Bereichen jenseits der 60K unterwegs ist, sich in der Regel privat versichert - was per se dann massiv günstiger ist als die gesetzliche KV (jedenfalls solange man halbwegs jung und fit ist). Und sich die Rentenversicherung sparen kann (aber dann natürlich privat für die Rente vorsorgen muss, was leider viele nicht tun).


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Nina C
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BeitragVerfasst am: 16.01.2020 02:02    Titel: Antworten mit Zitat

- Man MUSS sich künstlerisch und freiberuflich tätig über die KSK versichern lassen.

- Egal wie hoch das Einkommen ist, das ist immer eine gute Sache, denn die KSK zahlt die eigenen Beiträge noch einmal ein.

- Zum Vergleich: Bist du selbstständiger IT’ler kostet dich allein die KK locker 300 €, reduziert auch mal „nur“ 220 € im Monat – auch wenn du nur 4000 € / Jahr verdienst. Bei der KSK zahlst du beim gleichen Einkommen knapp unter 90 € - und zwar für KK, Pflege und Rente (!) zusammen. Das ist schon ganz fein.

- Für die volle Versicherung (Kranken, Pflege, Renten) musst du oben genannte Kriterien erfüllen: Mehr als 3900 € / Jahr, mehr als (durchschnittlich) 20 h Wochenarbeitszeit künstlerisch, KEIN anderer nicht-künstlerischer oder angestellter Job, der mehr als 5400 € / Jahr einbringt (als mehr als geringfügig ist).

- Sind nur die ersten Kriterien erfüllt, aber du hast eine weitere Tätigkeit, die über 5400 € liegt, zahlst du über die KSK eine Teilversicherung, die nur Rente, nicht aber Kranken- und Pflege abdeckt.

Ich bin bei der KSK, weil meine Tätigkeit überwiegend dem Bereich „Wort“ zugeordnet wird, allerdings nicht-belletristisch (gilt als künstlerisch, weil ich trotzdem eine eigene Leistung erbringt, ich schreib’ ja keine Beipackzettel Smile ). Die Belletristik gebe ich aber bei der Schätzung etc. immer mit an, da sie ohnehin auch zum Bereich Wort gehört und ich sie ja schon mache, um irgendwann ein wenig Geld damit zu verdienen. Smile

Liebe Grüße

Nina


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