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Von Mandeln bis Granatsplittern (Arbeitstitel)

 
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BerndHH
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 56
Beiträge: 560
Wohnort: HH


BeitragVerfasst am: 02.12.2019 05:16    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann hier leider nicht einmal ansatzweise transportieren, was mir wichtig ist. Wer kann sich schon vorstellen, wie eine unterirische Lazarettstadt wie das HKH Wedel / Hilfskrankenhaus Wedel / SanBunker Wedel funktioniert?
Wedel an der Elbe - kleiner Ort westl. v. Hamburg (Ks Pinneberg, Schleswig-Holstein), hatte für den KALTEN KRIEG einen großen SanBunker, der zusammen mit dem BWK Hamburg HH-Wandsbek-Gartenstadt einen Teil des Massenfalls von (Schwer-)Verwundeten wuppen sollte.
=> wir reden immer noch vom Konventionellen Krieg, also keine A-Waffen: dafür schlimmste Splitter- und Brandverletzungen infolge der Panzergefechte und vielleicht später auch Opfer von C-Angriffen mit Nervenkampfstoffen --- aber die kontaminierten Soman-/Sarin-/Tabun-Opfer dürfte man nicht mit konventionellen Kriegsopfern mischen. ABC-Abwehrtruppe, ABC-Dekontamination und Behandlung von C-Opfern in speziellen Feldlazaretten unter ABC-Vollschutz. Operieren unter ABC-Vollschutz mit Overgarment und ABC-Schutzmaske --- darauf war die SanTruppe der BW eh nicht vorbereitet.

Aber darum geht es mir nicht.
Hier werden zusammengeschossene Opfer der Großen Panzerschlacht in der Norddeutschen Tiefebene angeliefert. Und zwar am Fließband. Hunderte, tausende … Die Operateure müssen unter höchsten Stress und Druck in offenen Eingeweiden herumwühlen und retten, was zu retten ist.

Der Leser sollte jedoch im Intro erst einmal einen stimmungsvollen Einblick in die klaustophobischen Enge eines SanBunkers bekommen. Stahlbeton, Zwangsbelüftung, da der OP-Saal, dort die Plastikeimer für die entnommenen Organe und amputierten Körperteile, da die schwarzen Leichensäcke … wie kann man das besser schildern?

Habt Ihr da eine bessere Idee?


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Kiara
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 40
Beiträge: 912
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 02.12.2019 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

BerndHH hat Folgendes geschrieben:

Der Leser sollte jedoch im Intro erst einmal einen stimmungsvollen Einblick in die klaustophobischen Enge eines SanBunkers bekommen. Stahlbeton, Zwangsbelüftung, da der OP-Saal, dort die Plastikeimer für die entnommenen Organe und amputierten Körperteile, da die schwarzen Leichensäcke … wie kann man das besser schildern?

Warum schreibst du es nicht einfach in dieser Richtung? Beginnend mit "Fast schon sanft legte sich die abgetrennte Hand in eine andere, die bereits auf dem Stapel der amputierten Körperteile lag. Gemeinsam mit hunderten weiteren..." Und weiter geht's mit der Beschreibung, was ein "Arzt" da macht, wie es aussieht - und los geht's mit der Story.
Nein?


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BerndHH
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 56
Beiträge: 560
Wohnort: HH


BeitragVerfasst am: 03.12.2019 06:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Kiara,

ja, der SanBunker, das Hilfskrankenhaus Wedel, unterhalb des Johann-Rist-Gymnasiums, im Holsteinischen Wedel bei Hamburg ist als Relikt des Kalten Krieges tatsächlich zu besichtigen.
Es hat 35cm/50cm dicke Stahlbetonwände, eine Ausdehnung von 6.200 Quadartmeter, 154 Räume, 2 OP-Säle, Räume für die Frischoperierten, Hochbetten für die anderen Patienten, unheimlich leuchtende gelbe Wandstreifen, Zwangsbelüftung, bietet ABC-Vollschutz und hat 2 riesige Notaggregate. Eine Stromanlage wie eine Schiffsturbine. 700 Betten unterirdisch und 900 Betten oberirdisch in der Turnhalle des JR-Gymnasiums - Hubschrauberlandeplatz auf dem Sportplatz. 16 Ärzte und x Krankenschwestern, SanPersonal, etc.
Das unterirdische HKH Wedel sollte im Katastrophenfall und im V-Fall/Ernstfall bei Beginn eines konventionellen bzw. atomaren Krieges mit dem Warschauer Pakt seinen Dienst aufnehmen. Und tatsächlich bei der großen Sturmflut wurden dort in den 1960er Jahren Verletzte behandelt.

Unser Held Alexander wird im nasskalten Herbst 1986 mit dem SanHubschrauber von den Schlachtfeldern der Großen Panzerschlacht in der Norddeutschen Tiefebene zum SanBunker Wedel geflogen.
Er und sein Nierendurchschuss genießen (auf Befehl des Divisionsarztes - ein Golfkumpel seines Vaters) eine besonders hohe Priorität. Während Alexander gleich zweimal operiert wird, müssen andere Kameraden verbluten, weil er ihnen vorgezogen wird.
Es wird hochdramatisch. Mitten während der Operation kommt es zu einem massiven Luftschlag eines sowjetischen Bomberverbandes, der in ein fürchterliches Flammeninferno ausartet.
1943 starben während der Operation Gomorrha 40.000 Zivilisten im ausgebombten Hamburg. Im Oktober 1986 sind es sogar 80.000 - die Stadt ist vollgestopft mit Flüchtlingstrecks aus dem Osten. Es ist eine beispiellose humanitäre Katastrophe.
Man könnte weiter eskalieren, indem aus Panik flüchtende Zivilisten versuchen, die Rampe des HKH Wedel zu stürmen. Halt - hier Militärhospital! Na ja, das HKH Wedel war geheim und die Rampe unter dem JR-Gymnasium ist nicht so gut zu erkennen. Wenn Straßenzüge brennen, dann haben die Menschen wohl auch andere Sorgen, als einen Lazarettbunker zu stürmen. Und da fehlt mir die Vorstellungskraft.

Und wieder ist es Alexander, der zu den ganz wenigen gehört, der mit dem allerletzten SanHubschrauber aus dem HKH Wedel ausgeflogen wird, kurz bevor eine "Bunkerknacker-Bombe" den SanBunker atomisiert.
Die Russen nennen ihre Operation Божий уголовный суд – Boschij Ugolownij Sud – „Gottes Strafgericht“ oder ganz einfach „Die Faust Gottes“. Und sie sind fest entschlossen, Hamburg für alle Zeiten auszumerzen.
Woher der große, vernichtende Hass und die Kriegspropaganda kommt, ist eine andere Sache, die ich aber nicht weiter erläutern möchte.
Der SanHubschrauber bringt Alexander 440 km in ein anderes Militärkrankenhaus nach Utrecht/Holland, wo nicht gekämpft wird und wo er vorerst in Sicherheit ist.

Kiara, ja das ist auch mein Ziel, dem Leser die unterirdische Welt des SanBunkers Wedel nahezubringen.
Aber dazu muss man sehr genau wissen, wie so ein Hilfskrankenhaus funktioniert. Wer ist der Chefarzt über die 15 anderen Ärzte und welche Privilegien besitzt er? Was bedrückt das SanPersonal? Was sind ihre Ängste? Sie behandeln die ganze Zeit schwerverwundete Bundeswehrkameraden, wissen aber ganz genau, dass es den Zivilisten in der gleichen Zeit weitaus schlechter geht. Die medizinische Versorgung der Soldaten geht vor --- viele werden dabei an ihre Eltern, Frauen und Kinder denken, die derzeit einem ungewissen Schicksal entgegen gehen.

Wie ist der Betrieb vorgesehen? Das HKH war auch für den ABC-Betrieb ausgelegt, sprich für Verwundete aus Angriffen mit chemischen Kampfstoffen (z.B. sesshafte Nervenkampfstoffe, farb-, geschmack- und geruchlos und in den kleinsten Dosen absolut tödlich). D.h. die kontaminierten Personen müssen von SanPersonal im Vollschutz versorgt werden.
Es gab also bestimmte Schleusen, Bereiche nur für autorisierte Personen, ein Abwurfschacht für C-kontaminierte Kleidung, etc. Also alles schon ziemlich unheimlich ...

In meiner Geschichte wird (noch) kein ABC-Krieg geführt aber allein eine Panzerschlacht ist aufgrund der vielen Splitter- und Brandverletzungen schon schlimm genug.
Alles geht wie immer auf Zeit. Der Verwundete wird auf der Trage angeliefert, im OP-Vorbereitungsraum auf den Tisch geknallt, dort wird ihm dann die Uniform vom Leib geschnitten und weggeworfen, dann ab in die Dusche - Blut, Urin und Scheiße abwaschen. Den nackten Kameraden mit Jod einpinseln [Jod wurde in den 1980er glaube ich schon gar nicht mehr i.d. OP-Vorbereitung verwendet, das muss ich noch mal nachlesen] und dann gleich auf den OP-Tisch, wo er notoperiert wird.
Man kann sich den zivilen Chirurgiebetrieb eigentlich ganz gut vorstellen, doch schwierig wird es, wenn es auf einmal tausende sind, DIE ALLE AUF EINEN SCHLAG KOMMEN UND DIE JETZT BEHANDELT WERDEN MÜSSEN, sonst überleben die nicht. Und die haben die schlimmsten Verwundungen: Brust zerquetscht, mehrfacher Lungendurchschuss, Wirbelsäulensteckschuss, linkes Bein hängt nur noch an einer Sehne, die Haut des Kameraden ist zu 80% verbrannt, und, und, und ...
 
Man kann die menschlichen Dramen nur erahnen, kann aber, wenn man es selbst nicht erlebt hat, nur seicht an der Oberfläche kratzen.

Gruß


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BerndHH
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BeitragVerfasst am: 13.12.2019 07:06    Titel: Antworten mit Zitat

Ich will auch mal wieder … Shocked

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BerndHH
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BeitragVerfasst am: 13.12.2019 07:09    Titel: Antworten mit Zitat

II. 2. Der Schwarze Wittwer

                                             Halle an der Saale, 1979
                                             (lange vor Ausbruch des Dritten Weltkrieges)

Seien wir mal ehrlich, die glückseligen Weiden des satten Westens sind uns allen nur allzu wohlbekannt. Niedersachsen und die Wonnen seiner Glückseligkeit, wie sie zum Beispiel auf Gut Bienenbüttel herrschten. Aber werfen wir doch mal einen frechen Schlüssellochblick mitten durch den Eisernen Vorhang auf die andere Seite.
Und was wir dort erblicken, könnte von einer so gewaltigen Dramatik sein, wie der Dreiakter Macbeth. Fast so ähnlich wie der schaurige Hauptakt während eines donnernden Gewitters.
 
Und wie ein reißender Gewitterstrom durchbrach er würgend unsre Reihen,
Alles unwiderstehlich vor sich nieder mähend.
Verloren war die Schlacht, als Macbeth kam,
Dein heldenmüth'ger Feldherr.
Mit dem Schwert durch das gedrängteste Gewühl der Schlacht …
 
Es donnert und blitzt. Die drei Hexen stehen da.
 
Erste Hexe: „Wann kommen wir drei uns wieder entgegen, in Donner, in Blitzen oder in Regen?“
Zweite Hexe: „Wann das Kriegsgetümmel schweigt, wann die Schlacht den Sieger zeigt.“
Dritte Hexe: „Also eh der Tag sich neigt.“
Erste Hexe: „Wo der Ort?“
Zweite Hexe: „Die Heide dort.“
Dritte Hexe: „Dort führt Macbeth sein Heer zurück.“
Zweite Hexe: „Dort verkünden wir ihm sein Glück.“

Blitze zuckten.
Ihre spitzen Schreie waren irgendwann verstummt. Das Mädchen konnte einfach nicht mehr. Jetzt im Angesicht des nahen Todes war sie still geworden. Völlig verängstigt, nackt und wehrlos lag die schöne Jungfrau auf einem blumengeschmückten Altar. Sie ergab sich am Ende in ihr trauriges Schicksal und war bereit, als Blutopfer von den Templerrittern gemein-schaftlich erdolcht zu werden. Dazu die von einer ungarischen Violine begleiteten Klänge eines alten Moritätensängers, der von gar schauerlichen Ereignissen zu berichten hatte.
Er sang von Sühne, einer unschuldigen Schönen und von ganz viel Blut.
Es war nur eine abstruse alte Mär, denn nicht alle schlechten Menschen trugen das Panzerhemd der blutgierigen Tempelritter, so wie es uns eine Volkssage weismachen wollte.
Die Tempelritter in der „Nacht der reitenden Leichen“, die nichts anderes taten, als ruhelos umherzustreifen und Jungfrauen der Umgebung zu entführen, um sie in einem barbarischen Ritual einer fremden Gottheit, nämlich dem Scheusal Molech, zu opfern.

Man wusste damals noch nicht viel über die Ursachen, warum der Homo sapiens so war wie er nun mal war und warum einige dem Abgrund sehr viel näher waren als dem gottesfürchtigen Christenmenschen. Doch Verhaltensforscher gaben keinerlei Zweifel daran, dass der Mensch im Unterbewusstsein größtenteils von seinen dumpfen Trieben gesteuert und daher von Natur radikal böse ist. So oder in abgewandelter Form hatte es der Philosoph Kant formuliert.
Aber das war falsch. Grundfalsch!
Das Böse präsentiert sich niemals offen und für alle sichtbar, sondern vielmehr im Verborgenen in seinen unterschiedlichsten Erscheinungsformen.
Doch es war nie weit weg. Es war die ganze Zeit unter uns. Ein schlafender Dämon. Nicht immer trug er sichtbare Erkennungszeichen. Manchmal trug er auch das Ehrenkleid der Sozialistischen Einheitspartei und war an der Brust mit dem Lametta der Ehrenorden der Nationalen Volksarmee behängt. Und längst nicht alle pflegten die weiche Dekadenz des Westens und interessierten sich für Kirschblüten und Espresso, sondern hegten weitaus düsteres Gedankengut.

So auch in einer vornehmen Jugendstilvilla. Mitten im Paulusviertel von Halle.
Hier wo die Goldfasane unter sich waren und sich vollständig vom Proletariat zurückziehen konnten. Hinter hohen Mauern und mit einem Heer aus dressierten Dienstboten, die die ganze Zeit devot um sie herumwuselten und kratzbuckelten. Den Rest des Tages konnte die Parteielite, allein unter Ihresgleichen und ihrer dekadenten Zerstreuungen, Leidenschaften bis hin zu Perversionen verbringen. Und dass alles, ohne sich dafür vor Gott rechtfertigen zu müssen.
Und sie taten nur das, was ihnen gefiel.
Die hübschen brünetten Mädels der Stadt, zumindest ab einer gewissen Oberweite, wurden turnusmäßig in Tschaika-Luxuslimousinen mit getönten Scheiben angekarrt, um den hohen Genossen mit ihren Körpern zu Diensten zu sein.
All diese schmutzigen Dinge geschahen auch in jenem besagten Haus.
Nur ging es dort zwar meistens immer problemlos hinein, doch nicht immer wieder heraus. Zumindest nicht lebendig.
Aber darüber wurde nicht gesprochen. Stille zäh wie Bienenhonig. Kein Wort darüber.

Der Hausherr war heute mal anwesend. Er, etwa Mitte Fünfzig, immer noch erstaunlich gut in Schuss (Fallschirmjägerblut), stand mitten in der Gartendiele und starrte stundenlang schweigend vor sich hin. In die Leere. Nur kalter bläulicher Zigarrenqualm umhüllte ihn.
Das Wohnzimmer wie bei Blaubart in mannigfaltigen Ultramarintönen gehalten. Bläulich so schimmerten auch seine streng zusammengekniffenen Lippen. Alles wirkte wie die totale Ab-kehr vom Leben. Der mittelalte Mann hatte etwas von einem bösartigen Cherub an sich, der mit den seidenschwarzen Schwingen einer Fledermaus direkt aus der finsteren Grotte der Hölle enteilt war und gekommen war, um sich wie ein Nachtalp auf die Brust der Menschen zu setzen und sie auszusaugen.
Sentimentalität in Tüten.
Auf dem Plattenspieler lief in automatischer Wiedergabe Bärbel Wachholz Foxgrott „Die Nacht ist viel zu schön“, anschließend Frank Schöbel „Schreib es mir in den Sand“, Peggy March „Mit 17 hat man noch Träume“ und dann sang die großartige Alla Pugatschowa ihren Estrada-Hit von 1982 „Миллион роз – Eine Millionen Rosen”.

Der Hausherr mit der adlerartigen Hakennase befand sich in einem Alter, in dem die Natur langsam zurückschlug und man es nicht mehr ganz so einfach hatte. Siegbert E. Dahlienburg litt unter einer chronischen Gallenentzündung, die seinen zynischen Humor noch weiter runter in den Keller zog und ihm den letzten Genuss des irdischen Daseins vermieste.

Aber das war noch nicht alles.
Im Keller waren auch die Folterinstrumente.
Der ganze Mist, um weh zu tun: die Zangen, die Klemmen, die unterschiedlichsten Skalpelle und alles Weitere. Fein säuberlich aneinandergereiht, wie das gut sortierte Chirurgenbesteck in einem Feldlazarett. Doch die waren dazu da, um anderen Menschen zu helfen. Der Mann mit den verkniffenen Gesichtszügen besaß ganz andere Absichten.
Siegbert E. Dahlienburg hatte Spaß am Quälen von Menschen. Es bereitete ihm ganz einfach Vergnügen. Er genoss es, wenn er sie ganz unten am Boden hatte, wenn sie wie die Ferkel winselten und um ihr armseliges Leben bettelten.


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BeitragVerfasst am: 13.12.2019 07:16    Titel: Antworten mit Zitat

Was haltet Ihr von diesem Text, in dem erstmalig der Antagonist der Geschichte vorgestellt wird.

Na ja, gequirrlte Scheiße, viel zu wirr und zu abstrus - kommt mir auch so vor. Der Bogen von Macbeth zu der "Nacht der reitenden Leichen" ist einfach Mist!
DDR-feindlich, aberwitziges Feindbild, bewusst falsche Darstellung der Menschen in Ostdeutschland? Dämonisierung?
Viel zu weit über's Ziel hinausgeschossen.

Die SED hat sicherlich viel gemacht aber einen perversen Serienmörder in eigenen Reihen hätte sie mit Sicherheit nicht gedeckt.
Meine Absicht ist es, einen dienstuntauglichen NVA Fallschirmjäger (also Luftsturmtruppen)-Oberst zu entwerfen, der in einem der Stellvertreterkriege in Afrika entdeckt hat, dass es ihm großen Spaß macht, andere Menschen zu quälen.

Um das dem Leser glaubhafter zu verkaufen, muss ich da wohl sehr viel filigraner vorgehen. Hat jemand gute Gedankenanstöße?


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