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Kurze Texte zwischen den Kapiteln

 
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Autor Nachricht
Trugbild
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 34
Beiträge: 35
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 18.11.2019 18:26    Titel: Kurze Texte zwischen den Kapiteln eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo, ich habe mal eine Frage.
Ich würde gerne knappe und kompakte Texte (Hintergrundwissen über die Welt und Charaktere) zwischen den Kapiteln platzieren.
Meine Frage lautet daher, schreibe ich diese Texte bereits ins Manuskript oder lasse ich sie für eine spätere Verwendung in einem anderen Textdokument schlummern?

Danke im Voraus Very Happy
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Reg
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 47
Beiträge: 66
Wohnort: Fast Berlin


BeitragVerfasst am: 18.11.2019 19:24    Titel: Antworten mit Zitat

In welcher Form sind dann die Texte? Als eine Art "Sachtext", alleingestellt ohne Zusammenhang zur Geschichte selbst oder baust du sie passend ein (Liedtexte oder "Aus den Büchern von ..."). Ich hoffe, ich drücke mich verständlich aus.

Also ich würde sie in jedem Fall gleich in das Manuskript einbauen, so wie es am Ende aussehen soll, wenn es in Buchform erscheint. Dann weiß man gleich, wie es sich darstellt.
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Herr Meier
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 58
Beiträge: 84
Wohnort: Mönchengladbach


BeitragVerfasst am: 18.11.2019 19:38    Titel: Antworten mit Zitat

sehe ich auch so ..
gekennzeichnet, damit ein Lektor direkt die Orientierung hat


und später, im Buch,
optisch auf eine andere Weise schön hervorgehoben
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Trugbild
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 34
Beiträge: 35
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 18.11.2019 19:39    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Reg hat Folgendes geschrieben:
In welcher Form sind dann die Texte? Als eine Art "Sachtext", alleingestellt ohne Zusammenhang zur Geschichte selbst oder baust du sie passend ein (Liedtexte oder "Aus den Büchern von ..."). Ich hoffe, ich drücke mich verständlich aus.

Die Texte haben nicht immer einen Bezug zum Plot. Sie bieten eher einen kleinen Happen Hintergrundwissen.

Spontan erdachtes Beispiel:
Rüsselvögel haben lange Rüssel damit sie rüsselige Rüsseldinge tun können. Aber längst nicht jeder Rüsselvogel rüsselt gerne. Viele geben sich damit zu frieden Orangensaft zu trinken. Frisch gepresst, das versteht sich von selbst.
Tamarth der Vogelbeobachter, aus dem Almanach der Vogelkunde.
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Maunzilla
Autor


Beiträge: 600



BeitragVerfasst am: 18.11.2019 21:31    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist mal etwas originelles. Mir gefällt die Idee. ich würde es unbedingt ins Manuskript einfügen. Fall es einem Verleger nicht passen sollte, kann er es immer noch monieren.

Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt, Kommentare einzufügen. Bei Filmen gibt es oft kommentiere Fassungen, wo der Regisseur erklärt, was er sich jeweils bei dieser oder jener Szene gedacht und wieso er sie genau so realisiert hat. Aus Büchern kenne ich das nicht, aber ich kenne auch nicht so viele aktuelle Romane. Es wäre jedenfalls mal etwas neues.


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"Im Internet weiß keiner, daß du eine Katze bist." =^.^=
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Reg
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 47
Beiträge: 66
Wohnort: Fast Berlin


BeitragVerfasst am: 18.11.2019 21:36    Titel: Antworten mit Zitat

Erinnert mich ein wenig an "Per Anhalter durch die Galaxis". Wink

Fand ich gut, also warum nicht.
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Thomas74
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 45
Beiträge: 591
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 18.11.2019 22:35    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Das ist mal etwas originelles. Mir gefällt die Idee. ich würde es unbedingt ins Manuskript einfügen. Fall es einem Verleger nicht passen sollte, kann er es immer noch monieren.

Ich habe auch mal mit dem Gedanken gespielt, Kommentare einzufügen. Bei Filmen gibt es oft kommentiere Fassungen, wo der Regisseur erklärt, was er sich jeweils bei dieser oder jener Szene gedacht und wieso er sie genau so realisiert hat. Aus Büchern kenne ich das nicht, aber ich kenne auch nicht so viele aktuelle Romane. Es wäre jedenfalls mal etwas neues.


Gibts.

Hatte neulich erst eine Dystopie, wo sich der Erzähler aus dem Off direkt an die Leser gewandt hat. So wie in der Fernsehserie Magnum "Ich weiß, was sie jetzt denken...."
War gut umgesetzt
Sadako Sayumi  - Sayu smiles A
(zweiteilige, leider unvollendete Crossover-Dystopie)


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Optimismus ist, bei Gewitter in einer Kupferrüstung auf dem höchsten Berg zu stehen und "Scheiß Götter!!" zu rufen.
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Trugbild
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 34
Beiträge: 35
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 18.11.2019 22:55    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für die Antworten.
Ich werde diese kleinen Zwischentexte einfach im Manuskript belassen. Wird schon niemand vor Schreck vom Stuhl fallen.

Zitat:
Das ist mal etwas originelles.

Ach, so originell ist das gar nicht. In Fantasy-Romanen kommt so etwas öfter mal vor. Beispiele, die mir direkt einfallen sind die Hexer Romane von Andrzej Sapkowski oder Prinz der Dunkelheit von Mark Lawrence.
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Corydoras
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 36
Beiträge: 773
Wohnort: Niederösterreich


BeitragVerfasst am: 18.11.2019 23:29    Titel: Antworten mit Zitat

Tad Williams macht das in seinen Otherland Romanen (das ist aber SciFi, Richtung Cyberpunk...) auch. Da stellt er an den Beginn jedes Kapitels immer eine Newsmeldung aus der Welt, die aber nur sehr selten direkt mit der Handlung zu tun hat. Sind nicht wichtig, um dem Roman folgen zu können, hat die ganze Welt aber begreifbarer gemacht und hab ich immer gern gelesen. smile

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Mysi101
Geschlecht:weiblichHobbyautor

Alter: 28
Beiträge: 355



BeitragVerfasst am: 19.11.2019 09:39    Titel: Antworten mit Zitat

Spontan musste ich jetzt an Tintenherz denken. Da stehen am Kapitelanfang Zitate aus Büchern, die nichts mit der Geschichte zu tun haben. Irgendwie haben sie dann aber zur Handlung im Kapitel gepasst. Zum Beispiel aus Harry Potter oder Der Hobbit. Hat mir sehr gut gefallen. Mach das ruhig, das klingt sehr originell.

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Vergessenes Reich - November 2019
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Maunzilla
Autor


Beiträge: 600



BeitragVerfasst am: 19.11.2019 13:05    Titel: Antworten mit Zitat

Wie altmodisch! Surprised
Das habe ich zuletzt bei Abafi und Moby Dick gesehen. Das war um 1850 anscheinend große Mode. Aber kehrt nicht alles irgendwann wieder? smile


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Taranisa
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 51
Beiträge: 1216
Wohnort: Frankenberg/Eder


BeitragVerfasst am: 19.11.2019 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Texte auf irgendeine Art und Weise zum Kapitel passen, sehe ich da kein Problem, diese im Manuskript voranzustellen.
Vielleicht wecken diese auch die Neugier, was nun folgt. Das müsste man sich jedoch, z.B. als TestleserIn, konkret mal anschauen.


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MarVeRiCk94
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 26
Beiträge: 74
Wohnort: Dülmen


BeitragVerfasst am: 22.11.2019 17:26    Titel: Antworten mit Zitat

Kurze Erklärungstexte sehe ich als etwas kritisch an. Viele der Leser suchen immer fantastische Geschichten, um sich in einer immersiven Welt wiederzufinden und für einen Moment den Trubel und Stress des Alltags zu vergessen. Darum sollte das Buch einen Fluss von Geschichte bieten.

Zwischen den Kapiteln immer eine Pause einzulegen um zu erklären, was eigentlich Sache ist, wirft den Leser sofort wieder aus der Immersion, was Glücksgefühle widerrufen kann und schlimmer noch, sie sogar genervt stimmen kann. Außerdem habe ich den Eindruck, wenn ich das so oberflächlich lese und versuche, mir vorzustellen, als hättest du irgendwann mal irgendwo einen Einschub hinzugefügt, weil du nicht wüsstest, wo ein geeigneter Zeitpunkt dafür wäre.

Ich bevorzuge am meisten folgende 3 Methoden, um meine Welten zu erklären:

1. In der Haupthandlung verweben. Das hilft vor allem auch, wenn du noch die Handlung etwas ausbauen möchtest. Bestücke z. B. die Identität eines fiktiven Reiches mit einer Geschichte, den Charakter mit einer Vergangenheit, die fremde Spezies mit einer Form der Evolution.

2. Fußnoten einfügen. Am besten immer mit Sternchen arbeiten, nicht mit Zahlen, und dann in der Fußzeile eine kleine, kurze Erklärung einfügen. Das würde ich aber in Kombination mit Punkt 3 machen, wenn überhaupt, weil sowas in Büchern auch mehr den Anschein einer wissenschaftlichen Arbeit erweckt - und Geschichten sind das nicht.

3. Enzyklopädie erstellen. Das muss kein eigenes Extra-Buch sein, wie ich es bevorzuge, sondern kann auch einfach am Ende der Geschichte angehängt werden, um dort alles zu erklären. Ich glaube, dieser Punkt ist auch der Geläufigste von allen, wenn ich mich so umsehe - viele, größere Fantasy-Projekte haben ja heute im Internet ihre eigenen Fandom-Wikis.
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Maunzilla
Autor


Beiträge: 600



BeitragVerfasst am: 22.11.2019 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

Man kann das Buch auch in zwei Versionen herausbringen: einmal mit Kommentaren und einmal ohne. Dann kann sich jeder das kaufen, was er lieber mag. Idea

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Willebroer
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3258
Wohnort: OWL


BeitragVerfasst am: 22.11.2019 23:17    Titel: Antworten mit Zitat

Bei E-Books wäre das kein Problem.
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Thomas74
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 45
Beiträge: 591
Wohnort: Annaburg


BeitragVerfasst am: 22.11.2019 23:24    Titel: Antworten mit Zitat

Marc Uwe Kling, Qualityland, schwarze und weiße Version.

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Wüstenfuchs
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Alter: 67
Beiträge: 16
Wohnort: München


BeitragVerfasst am: 25.12.2019 08:35    Titel: Alles ins Manuskript! Antworten mit Zitat

Wenn du das bei enem Verlag einreichen möchtest, sollte alles ins Manuskript, was du später auch im Buch wiederfinden möchtest. Nur so kann ein Lektor bequem und ohne zusätzlichen Aufwand enrscheiden, ob solche Einschübe sinnvoll sind oder den Textfluss eher beeinträchtigen.
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Scriptor56
Geschlecht:männlichSchreiberassi


Beiträge: 35



BeitragVerfasst am: 27.12.2019 01:16    Titel: Re: Kurze Texte zwischen den Kapiteln Antworten mit Zitat

Trugbild hat Folgendes geschrieben:
... Ich würde gerne knappe und kompakte Texte (Hintergrundwissen über die Welt und Charaktere) zwischen den Kapiteln platzieren.
...


Wenn es sich hierbei um Erklärungen bestimmter Begriffe oder Namen handelt, dann würde ich die Erklärungen in den Anhang verlegen. In der laufenden Geschichte scheinen sie mir eher hinderlich zu sein.
Man kann sie natürlich auch als Fußnoten anfügen.
Dafür zwei verschiedene Versionen des Buches herauszubringen, wie hier vorgeschlagen, halte ich nicht für wirklich hilfreich.
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BMuenster
Geschlecht:weiblichAbc-Schütze

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Beiträge: 2
Wohnort: Lehrte


BeitragVerfasst am: 03.03.2020 10:43    Titel: Gefällt mir! Antworten mit Zitat

Ich finde die Idee klasse. Füge sie direkt an der richtigen Textstelle ins Manuskript ein, am besten tatsächlich abgesetzt vom Rest, zum Beispiel kursiv gedruckt. Ich seh die Leser jetzt schon grinsen, wenn sie diese Textstellen erreichen. smile Wunderbarer Gedanke!

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Stoleti
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 39
Beiträge: 35
Wohnort: Wilder Süden


BeitragVerfasst am: 30.03.2020 12:15    Titel: Antworten mit Zitat

Du schreibst ja offensichtlich Fantasy und wenn du deine Welt damit lebendiger machen kannst, tu es. Dein Beispiel eines Zitates aus einem fiktiven Buch erinnert mich an die Anekdotentexte auf Magic-Karten. Die haben oft direkt mit der Karte zu tun, manchmal auch nur entfernt, manchmal beschreiben sie nur die Welt. Die Rüsselvögel aus dem Beispiel könntest du dann im folgenden Kapitel noch in einem Nebensatz erwähnen.

Mir gefällt die Idee!
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MinelleChevalier
Geschlecht:weiblichVorschüler

Alter: 56
Beiträge: 1
Wohnort: France


BeitragVerfasst am: 16.04.2020 15:14    Titel: Re: Kurze Texte zwischen den Kapiteln Antworten mit Zitat

Trugbild hat Folgendes geschrieben:
Hallo, ich habe mal eine Frage.
Ich würde gerne knappe und kompakte Texte (Hintergrundwissen über die Welt und Charaktere) zwischen den Kapiteln platzieren.
Meine Frage lautet daher, schreibe ich diese Texte bereits ins Manuskript oder lasse ich sie für eine spätere Verwendung in einem anderen Textdokument schlummern?

Danke im Voraus Very Happy


Ich würde eher dazu raten, ein Glossar anzuhängen. Zusätzlich zur Kapitelüberschrift kann man noch einen Untertitel dazu nehmen, aber ganze Texte würde ich nicht drunter setzen. #justmy2cents
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agu
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 45
Beiträge: 1969
Wohnort: deep down in the Brandenburger woods


BeitragVerfasst am: 16.04.2020 22:05    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde die Idee der Kurztexte - genau so, wie Du es auch in Deinem Beispiel verdeutlichst, also als (fiktives) Zeitdokument aus Deinem Universum - super.
In Fantasy und ScienceFiction wird das übrigens sogar sehr häufig gemacht - und ich habe mich dadurch eigentlich noch nie aus dem Lesefluss gerissen gefühlt. Im Gegenteil, wenn es gut gemacht ist, kann es als spannungssteigerndes Element für das jeweils nächste Kapitel funktionieren. Ansonsten ist es eine elegante Möglichkeit, um Informationen über die Welt zu vermitteln, die man im Textfluss ansonsten als Info-Dump wahrnehmen würde. Man sollte nur darauf achten, dass diese Abschnitte nicht zu lang werden. Nicht mehr als ein paar Sätze.
Wichtig ist nur später beim Buchsatz, dass es wirklich optisch deutlich abgesetzt ist. Meist wird das in kleinerer Schrift und auf einer eigenen Seite neben der nächsten Kapitelseite gemacht.

Ein paar prominente Beispiele von Fantasy-Autoren, die das tun:
Andrzej Sapkowski / Die Romane um den Hexer Geralt von Riva aka The Witcher

N.K.Jemisin / z.B. aktuell ihre vielfach preisgekrönte Trilogie, die auf deutsch unter 'Die große Stille' erschienen ist
(Sie stellt diese Einschübe allerdings immer ans Ende der Kapitel)

Michael Sullivan / The first Empire - Serie

Oder in der Science Fiction - Richard Morgan (einer der meiner Meinung nach besten SciFi-Thrillerautoren, die es gibt) macht das ebenfalls:
z.B.
Mars Override



An einigen Stellen hier im Thread wurde ja auch der Vorschlag gemacht, stattdessen mit Fußnoten oder einer Enzyklopädie zu arbeiten.
Ich finde, das beides nicht ansatzweise so gut funktioniert wie eben diese Auszüge aus "zeitgeschichtlichen" Dokumenten Deiner fiktiven Welt. Denn mit denen bleibst Du die ganze Zeit in der Geschichte, d.h. Du kannst erklären, ohne die Immersion verlassen zu müssen.
Fußnoten dagegen geben immer den Anstrich eines wissenschaftlichen Aufsatzes oder Sachbuchs. Bei historischen Romanen kann das gerade noch funktionieren (und tut's auch nicht immer) - bei Fantasy/SciFi wirkt es eher befremdlich.
Eine Enzyklopädie kann man natürlich immer machen - aber wie viele Leute blättern denn ständig nach hinten und lesen dort nach? Außerdem sprengt man da auch wieder die Immersion.

Meine persönliche Meinung - emfinden andere vielleicht anders. Aber ich glaube in der Tat, dass Dein Ansatz, wenn die Einschübe denn kurz und knapp gehalten sind, tatsächlich das beste Werkzeug sind, um zusätzliche Infos zum Weltenbau oder zur Hintergrund-Story stimmungsvoll und unaufdringlich unterzubringen.


_________________
Meine Bücher:
Engelsbrut (2009 Sieben, 2011 LYX) | Engelsjagd (2010 Sieben) | Engelsdämmerung (2012 Sieben)
Die dunklen Farben des Lichts (2012, SP)
Purpurdämmern (2013, Ueberreuter)
Sonnenfänger (2013, Weltbild)
Kill Order (2013 Sieben)
Choice / als Chris Portman (2014, Rowohlt)
Wie man ein Löwenmäulchen zähmt / als Eva Lindbergh (2016, Droemer Knaur)
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