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Kann Preudonymwunsch Verlagsfindung schwieriger machen?

 
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Nordica
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 121



BeitragVerfasst am: 27.09.2019 08:37    Titel: Kann Preudonymwunsch Verlagsfindung schwieriger machen? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo allerseits!
In einem anderen Thread, den ich leider nicht mehr finde, wurde mal erwähnt, dass Verlage mit Autoren zusammenarbeiten möchten, die zuverlässig und regelmäßig liefern (klar) und die gut präsentierbar sind (Lesungen, Autorenfoto im Buch oder auf der Website ...).

Die Verwendung eines Pseudonyms verkompliziert die Präsentierbarkeit eventuell. Daher meine Frage: Kann der Wunsch, unter Pseudonym zu veröffentlichen, Verlage abschrecken?

(Eine theoretische Frage, bei meinem Kinderbuch sehe ich keine Notwendigkeit für ein Pseudonym.)
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Lki
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 192



BeitragVerfasst am: 27.09.2019 15:15    Titel: Antworten mit Zitat

Das kommt darauf an, ob man ein offenes oder geschlossenes Pseudonym will. Bei einem offenen ist ja nur der Name ein anderer als im Ausweis, aber der Autor tritt dennoch als Person in Erscheinung. Bei einem geschlossenen Pseudonym hingegen findet er als Person nicht statt und im Zeitalter von Social Media und Markenbildung von Autoren halte ich das in manchen Genres für unklug. Im literarischen Bereich geht das vermutlich eher als im Unterhaltungssektor.

Mir wurde allerdings am Anfang gesagt, ich könne selbst entscheiden, ob ich Lesungen/Veranstaltungen mache oder nicht. Da war mein Buch schon eingekauft. Ob es die Verlage also abschreckt, kann ich nicht sagen. Es ist aber auch nicht nötig, das bereits vor Vertragsschluss zu erwähnen.


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azareon35
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Beiträge: 217
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 15:20    Titel: Antworten mit Zitat

Kommt auch auf das Pseudonym an sich an. Jessica Winter klingt deutlich seriöser als Dark Mistress Shadowgale.

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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 15:38    Titel: Antworten mit Zitat

Lki hat Folgendes geschrieben:
Mir wurde allerdings am Anfang gesagt, ich könne selbst entscheiden, ob ich Lesungen/Veranstaltungen mache oder nicht. Da war mein Buch schon eingekauft. Ob es die Verlage also abschreckt, kann ich nicht sagen. Es ist aber auch nicht nötig, das bereits vor Vertragsschluss zu erwähnen.


Kann ich nur bestätigen: Verlag lässt mir frei, ob ich präsent bin oder nicht, und auch, ob ich unter Pseudonym schreibe oder nicht.

... obwohl, Dark Mistress Shadowgale ist schon reizvoll.


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azareon35
Geschlecht:männlichSchreiberling


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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 15:44    Titel: Antworten mit Zitat

... dann eben Dark Lord Evisceratix O'Kittensquisher.

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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

kurz: Dle O'k ... klingt wie aus nem schlechten Fantasyroman.

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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 27.09.2019 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

azareon35 hat Folgendes geschrieben:
Kommt auch auf das Pseudonym an sich an. Jessica Winter klingt deutlich seriöser als Dark Mistress Shadowgale.
lol Sich kaputt lachen Daumen hoch

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Unstern
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BeitragVerfasst am: 28.09.2019 17:02    Titel: Antworten mit Zitat

Manche Verlage wollen sogar ein Pseudonym - beispielsweise, wenn wer einen sehr häufigen Namen hat. Oder umgekehrt einen, der sich schwer aussprechen lässt - zumindest eben im Fall eines deutschsprachigen Buches mit Muttersprache Deutsch. Auch in dem Kulturraum nicht gebräuchliche diakritische Zeichen werden zumindest gerne weggelassen.

Was allerdings einen schlechten Eindruck macht: Wenn man unter offensichtlich erfundenem Namen hinschreibt. Also Pseudonym aufs Manuskript, in der Korrespondenz mit dem Verlag intern schreibt man mit seinem normalen Namen. Den braucht er ohnehin, wenn es dann hoffentlich Bücher zu schicken gilt oder eine Überweisung ansteht. Wink
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BWU45
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Beiträge: 7
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BeitragVerfasst am: 03.10.2019 18:42    Titel: Antworten mit Zitat

Das Thema ist nicht banal, denn früher oder später erwartet man vielleicht, dass du dich mit deinem Künstlernamen identifizierst.
"Ich bin die Shadowprincess, hallo!"
Wenn dir das leicht von den Lippen geht, fein.

Der Vorteil ist, dass man unter einem anderen (Real- oder Künstler-) Namen dann auch einmal ganz andere Themen ansprechen kann, ohne dass einem die (erste) Autor-Identität auf die Füße fällt.
"Ach die Princess schreibt jetzt über Cellulite? - Schräg."

Bei Sachbüchern ist es anders, da kennen dich meist schon Leute aus dem vor-Buch-Leben, und es macht eher Sinn, diesen Bezug herzustellen bzw. zu ermöglichen.
Dem Verlag wiederum dürfte das alles schnuppe sein. Wenn 'Shadowprincess' den Verkauf ankurbelt, bitte gern.


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- Konfuzius kann ich immer noch fragen. -
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schwarzistdiekatz
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 281
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BeitragVerfasst am: 04.10.2019 00:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ist bei größeren Verlagen komplett egal. Die einzige Frage ist, ob "soft" oder "hard" bzgl evtl. Lesungen.
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Maunzilla
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 103



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 07:55    Titel: Antworten mit Zitat

Wie ist das, wenn man sich eines Agenten bedient? Dann hat man mit dem Verlag nicht viel zu tun und könnte doch ihm gegenüber auch anonym bleiben, da alle Verhandlungen und Geldflüsse über den Agenten laufen.

Es gibt schließlich einige brühmte Autoren, bei denen man auch nach Jahren nicht herausgefunden hat, wer wirklich hinter dem Namen steckt.
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Lki
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 192



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 08:46    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Wie ist das, wenn man sich eines Agenten bedient? Dann hat man mit dem Verlag nicht viel zu tun und könnte doch ihm gegenüber auch anonym bleiben, da alle Verhandlungen und Geldflüsse über den Agenten laufen.

Es gibt schließlich einige brühmte Autoren, bei denen man auch nach Jahren nicht herausgefunden hat, wer wirklich hinter dem Namen steckt.


 Sich kaputt lachen Dein Ernst? Und wie machst du das dann mit dem Lektorat, der Absprache von Werbemaßnahmen usw.?

Glaub mir, bei diesen Autoren, bei denen niemand weiß, wer dahintersteckt, weiß der Verlag es sehr genau. Anders ist eine Zusammenarbeit gar nicht möglich. Die Agentur vermittelt dein Manuskript, kümmert sich um Verträge und hilft bei Schwierigkeiten, aber die Arbeit am Text und vieles andere findet ohne sie statt.


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Maunzilla
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 103



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 10:13    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn der Verlag etwas geändert haben will, soll er es gleich selber machen, oder es bleibt wie es ist.
Daß ein Agent so wenig für den Autor tut, enttäuscht mich jetzt doch ein wenig. Einen vertrag aushandeln kann ich selber. Und wenn ich mein Manuskript an 50 Agenten schicken muß, bis es einer kauft, oder an 50 Verlage, kommt das für mich auf das selbe heraus. Aber dann die nächsten 70 Jahre (wenn das Buch gut läuft) Prozente zahlen für eine einmalige Arbeit?

Was hat der Autor mit Werbung zu tun? Für das Foto auf dem Umschlag kann man ein Modell nehmen. Und für öffentliche Lesungen, Autogrammstunden usw. irgend einen Schauspieler engagieren. Hörbücher werden ja auch nicht vom Autor selber gelesen. Wieso also nicht auch für Live-Lesungen einen geeigneten Interpreten nehmen? Und wenn keiner weiß, wie der Autor ausschaut, merkt auch niemand ob der echte auf der Bühne steht. Razz
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Mysi101
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 27
Beiträge: 226



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 10:39    Titel: Antworten mit Zitat

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Wenn der Verlag etwas geändert haben will, soll er es gleich selber machen, oder es bleibt wie es ist.
Daß ein Agent so wenig für den Autor tut, enttäuscht mich jetzt doch ein wenig. Einen vertrag aushandeln kann ich selber. Und wenn ich mein Manuskript an 50 Agenten schicken muß, bis es einer kauft, oder an 50 Verlage, kommt das für mich auf das selbe heraus. Aber dann die nächsten 70 Jahre (wenn das Buch gut läuft) Prozente zahlen für eine einmalige Arbeit?

Was hat der Autor mit Werbung zu tun? Für das Foto auf dem Umschlag kann man ein Modell nehmen. Und für öffentliche Lesungen, Autogrammstunden usw. irgend einen Schauspieler engagieren. Hörbücher werden ja auch nicht vom Autor selber gelesen. Wieso also nicht auch für Live-Lesungen einen geeigneten Interpreten nehmen? Und wenn keiner weiß, wie der Autor ausschaut, merkt auch niemand ob der echte auf der Bühne steht. Razz


Wie stellst du dir das vor?

Die meisten Großverlage suchen sich ihre Autoren NUR über die Agenturen. Außerdem haben Agenten ein Know-How über Vertragsverhandlungen, die ein Autor als Laie eben nicht hat und betreuen dich zudem dann auch über das eine Projekt hinaus.

Ein Lektorat erhalten alle Manuskripte, selbst die der größten Bestsellerautoren. Das Manuskript wird von einem Lektor und danach IMMER vom Autoren bearbeitet. Für dich wird da niemand eine Ausnahme machen. Vor allem, da es zum Teil auch Vorschläge sind, die du annehmen oder ablehnen kannst. Wie würdest du es finden, wenn ein Verlag wirklich über deinen Kopf hinweg etwas an deiner Geschichte ändert, ohne es mit dir zu besprechen? Nicht schön, oder?

Natürlich kümmert sich hauptsächlich der Verlag um Werbung, aber es ist vollkommen natürlich, dass von dir als Autor verlangt wird, deinen Teil dazu beizutragen. Muss auch nichts kosten (Social-Media).

Für das Foto auf dem Umschlag ein Model und einen Schauspieler für Live-Auftritte zu nehmen, halte ich für mehr als unprofessionell. Das ist ehrlich gesagt schon frech, weil der Leser, der erwartet, dich als Autor zu sehen und zum Teil Geld dafür bezahlt, verar**** wird. Das kannst du nicht mit einem Hörbuch-Leser vergleichen. Dann lieber kein Foto auf dem Umschlag und Termine zu Live-Auftritten nicht annehmen.

Wenn du das Glück hast, ohne Agentur in einem Publikumsverlag unterzukommen, wirst du mit solchen Forderungen direkt unten durch sein.


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Maunzilla
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 103



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 11:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß nicht, was mich mehr nerven würde: wenn ein Redakteur meinen Text überarbeitet, oder wenn ich gezwungen werde, selber Hand anzulegen an etwas, das ich als fertig betrachtet habe.
Im ersten Fall entsteht etwas neues, mit dem ich nicht mehr direkt etwas zu tun habe. So als würde man von einem Gemälde Sammelteller oder Postkarten anfertigen. Im zweiten Fall wäre das als würde man Picasso sagen, wie er sein Bild zu verbessern und zu übermalen hätte. Dadurch wird das Original beschmutzt.
(A propos: findet ihr es nicht auch bemerkenswert, daß Schriftwerke so wenig respektiert werden? Keiner käme auf die Idee, ein Gemälde oder eine Skulptur nachbearbeiten zu lassen, egal wie schief oder abstrakt es gemalt ist, oder eine Musik umzukomponieren, oder alte Stummfilme zu synchronisieren, aber an Texten wird fröhlich herumgepfuscht und redigiert. Ganz schlimm ist es wohl bei Theaterstücken, die oft bis zur Unkenntlichkeit verändert werden.)
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Lki
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Beiträge: 192



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist doch Satire, oder? Wenn nicht, kann man dir nur empfehlen, dir eine andere Beschäftigung zu suchen als das Schreiben - oder es im Bereich deines Privatvergnügens zu belassen, wo du nie mit Verlagen in Berührung kommst.

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Bunt Speck
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BeitragVerfasst am: 21.10.2019 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

... das kann nur Satire sein ...

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Mysi101
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Beiträge: 226



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

Mir fehlen grad die Worte. Ich kann mich nur Lki und BuntSpeck anschließen. Das kann nicht ernst gemeint sein.

Wenn dem doch so ist, kann ich dir auch nur sagen, dass die Verlagswelt nichts für dich ist. Auch vom Self Publishing darfst du mit deiner Einstellung nicht viel erwarten.


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Kiara
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Alter: 39
Beiträge: 733
Wohnort: bayerisch-Schwaben


BeitragVerfasst am: 21.10.2019 15:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es gut, alles zu hinterfragen.

Wenn man "sein" Buch schreiben möchte - ohne jegliche Außeneinwirkung - dann ist das legitim und jedem selbst überlassen. Dabei pfuscht dir niemand ins Handwerk - deine Kunst ist und bleibt dein Werk, gut oder schlecht sei mal dahingestellt, aber: Es ist 100%ig deins.
Ob es dadurch Anklang findet sei ebenfalls dahingestellt. Man kann dabei den Weg des Selfpublishing gehen, was aber nicht bedeutet, dass man damit Geld verdient. Das Buch ist dann veröffentlicht, mehr nicht. Manchen reicht das - sie wollen ihr Buch im Freundeskreis oder im eigenen Regal sehen.
Reicht das nicht, soll das Buch etwas abwerfen. Dies hängt von vielen weiteren Faktoren ab - darunter der, dass man mit einem Auge immer im Blick haben sollte, was vom "Kunden" erwartet wird. Wer mit einem "persönlichen" Stil aus der Reihe tanzt, kann der Überraschungssieger werden, doch da diese Chance verschwindend gering ist, würde ich dieses Risiko als Neuautor nicht eingehen.

Will man allerdings eine Vermarktung und dazu, dass einem jemand beim Verkauf hilft - bspw. seitens eines Verlags - dann muss man damit leben, dass dieser "Helfer" seinen Senf dazu abgibt, damit das Buch seines Erachtens besser und damit erfolgreicher wird.
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Maunzilla
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 103



BeitragVerfasst am: 21.10.2019 22:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke es kommt darauf an, was man will:
Will man "Kunst" produzieren, dann darf man sich von keinem dreinreden lassen. Die echten Kunstwerke, die die Zeiten überdauert haben, sind immer in ihrer Art einzigartig und beugen sich nie dem Mainstream oder wurden nach Kriterien der Vermarktbarkeit erschaffen. Deshalb kennen wir heute noch ein paar Dutzend Autoren aus einer bestimmtren Epoche und die 1000 anderen Schriftsteller aus jener Zeit nicht mehr. Hätte Van Gogh so gemalt, wie man es ihm auf der Kunstschule beigebracht hatte, wäre er Postkartenmaler geworden und hätte sicher viele Postkarten verkauft...

Geht es einem darum, möglichst viele Bücher zu verkaufen und Geld zu verdienen, sollte man nichts dagegen haben, wenn andere, die mehr davon verstehen, die Werke überarbeiten.
Würde ich meine Bücher an Verlage verkaufen, hätte ich nichts dagegen, wenn sie von einem Redakteur komplett umschrieben oder um die Hälfte gekürzt würden, so lange ich meinen Scheck bekäme, aber ich würde niemals selbst etwas daran ändern. (Ich denke, es ist auch für den Verlag einfacher, zeitsparender und viel effizienter, wenn der Lektor/Redakteur die Änderungen gleich selbst vornimmt, anstatt sie dem Autor erst zu erklären, dann abwartet, ob und wie jener sie umsetzt und hinterher nochmal kontrolliert usw.)

Dabei könnte man natürlich auch die grundsätzliche Frage stellen, ob Lektoren (oder Verleger) wirklich so viel Ahnung haben, was erfolgreiche Bücher ausmacht, oder ob sie nicht genau so im Nebel stochern und einfach das kaufen, was schon mal erfolgreich war. Sonst hätten nicht Dutzende dieser hochqualifizierten Fachleute spätere Bestseller abgelehnt und statt dessen irgend etwas anderes gekauft, von dem heute kein Mensch mehr redet.
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Bunt Speck
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 368
Wohnort: Port Baris


BeitragVerfasst am: 22.10.2019 07:33    Titel: Antworten mit Zitat

Die Diskussion hatten wir ja schon weiter oben ... (Thread: Einfacher Schreibstil vs. linguistische Meisterwerke)

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Ich denke es kommt darauf an, was man will:
Will man "Kunst" produzieren, dann darf man sich von keinem dreinreden lassen. Die echten Kunstwerke, die die Zeiten überdauert haben, sind immer in ihrer Art einzigartig und beugen sich nie dem Mainstream oder wurden nach Kriterien der Vermarktbarkeit erschaffen. Deshalb kennen wir heute noch ein paar Dutzend Autoren aus einer bestimmtren Epoche und die 1000 anderen Schriftsteller aus jener Zeit nicht mehr. Hätte Van Gogh so gemalt, wie man es ihm auf der Kunstschule beigebracht hatte, wäre er Postkartenmaler geworden und hätte sicher viele Postkarten verkauft...


Das halte ich für größtenteils falsch, weil gerade "alte" Kunstwerke keine Produkte rein kreativen Schaffens sind, sondern bis in die Moderne oftmals Auftragsarbeiten, die einer klaren Erwartung folgen. Die großen Kunstwerke sind meist auch in Schulen/Werkstätten der Künstler entstanden und ein Gemeinschaftsprodukt der Schüler mit dem Meister. Das trifft vor allem in der Malerei und Bildhauerei zu. Auch in der Musik stehen hinter den Werken Mäzene, die sicherlich ihren Teil zum Werk beigetragen haben, gerade wenn es um Kritik und Änderungswünsche geht. Von der Antike gar nicht zu reden ... da ist der Künstlerbegriff ja eh heiß diskutiert und es stehen eher Handwerkergruppen im Vordergrund.
Es mag da bekannte Ausnahmen geben wie Rembrandt oder Dürer oder Dali, die sich gut zu vermarkten wussten. Aber auch die hatten Schüler, die in der Werkstatt ihre Vorstellungen vorgearbeitet haben, bis der Meister den letzten Schliff ansetzte. Gut ... Dali vielleicht ausgenommen, aber das war ja auch schon eine andere Zeit.

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Geht es einem darum, möglichst viele Bücher zu verkaufen und Geld zu verdienen, sollte man nichts dagegen haben, wenn andere, die mehr davon verstehen, die Werke überarbeiten.
Würde ich meine Bücher an Verlage verkaufen, hätte ich nichts dagegen, wenn sie von einem Redakteur komplett umschrieben oder um die Hälfte gekürzt würden, so lange ich meinen Scheck bekäme, aber ich würde niemals selbst etwas daran ändern. (Ich denke, es ist auch für den Verlag einfacher, zeitsparender und viel effizienter, wenn der Lektor/Redakteur die Änderungen gleich selbst vornimmt, anstatt sie dem Autor erst zu erklären, dann abwartet, ob und wie jener sie umsetzt und hinterher nochmal kontrolliert usw.)


Das zeugt m.E. von der Unkenntnis des Prozesses - daher auch der Satire"vorwurf". Und "Kunst" kann für sich jeder machen. Aber die Wahrnehmung als Kunstobjekt liegt ja mehr im Auge des Betrachters und weniger im Willen des Schaffenden. Wollen kann man viel ... die Schublade bleibt neutral.

Maunzilla hat Folgendes geschrieben:
Dabei könnte man natürlich auch die grundsätzliche Frage stellen, ob Lektoren (oder Verleger) wirklich so viel Ahnung haben, was erfolgreiche Bücher ausmacht, oder ob sie nicht genau so im Nebel stochern und einfach das kaufen, was schon mal erfolgreich war. Sonst hätten nicht Dutzende dieser hochqualifizierten Fachleute spätere Bestseller abgelehnt und statt dessen irgend etwas anderes gekauft, von dem heute kein Mensch mehr redet.


Ja, das ist immer das Problem ... Großes zu erkennen bevor es groß ist. Klar stochern auch die Fachleute im Dunkeln, aber mit mehr Gespür und Erfahrung. Und hier liegt der Vorteil der Profis: Sie wissen wie man einem Werk die Chance einräumt, groß zu werden. Und das wissen sie besser als die Nicht-Profis. Und sie haben hier mehr Einfluss auf die Möglichkeiten groß zu werden. Und das war m.E. noch nie anders solange Kunst als kreativer Ausdruck verstanden wird. Alle Kunstwerke brauchen eine Bühne und die baut selten der Schaffende, sondern der Mäzen, der Galerist, der Verleger, der Produzent usw. Ein Hans Holbein hätte keine "große Kunst" geschaffen, wenn er nicht am englischen Hof mit Portraits beauftragt worden wäre, seine Werke nicht so die Zeit hätten überdauern können bis sie Teil einer kunstgeschichtlichen und musealen Betrachtung geworden sind ... und das trifft auf viele andere große Künstler auch zu ...


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Selanna
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Beiträge: 542
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BeitragVerfasst am: 22.10.2019 08:24    Titel: Antworten mit Zitat

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