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Der Traumbaum


 

 
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Autor Nachricht
Cholyrika
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 56
Beiträge: 285



BeitragVerfasst am: 19.09.2019 16:10    Titel: Der Traumbaum eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Der Traumbaum


Er steht schon da seit Ewigkeiten,
er ist ein Teil von meinem Glück.
Besuch ich ihn, dann mal bei Zeiten,
bringt er die Kindheit mir zurück.

Wir wohnten hoch in seinen Ästen
meist blutig waren unsere Knie,
Mit alten Zeug und vielen Resten
erschufen wir uns Fantasie.

Ich war der Fürst in meinem Reich,
der Kapitän auf hoher See.
Der Lotse selbst im kleinsten Teich,
der gute Förster und das Reh.

Ich war der Falke in der Luft,
das Schilf, das sich im Wind bewegte.
Der allerschönste Blumenduft,
der Träumer, der ins Gras sich legte.

Ich war der Prinz auf meinem Schloss,
der Drache, der den Berg bewohnte.
Ein Ritter hoch auf weißem Ross,
Der Fluss, der sich mit Glanz belohnte.

Oh Traumbaum halte mich noch mal
entführe mich ins Kinderland.
Denn hätte ich heut noch die Wahl,
mir wären Sorgen unbekannt.

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Nina
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4317



BeitragVerfasst am: 19.09.2019 21:02    Titel: Re: Der Traumbaum Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

Traumbaum, das Wort gefällt mir gut.

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Der Traumbaum

Er steht schon da seit Ewigkeiten,
er ist ein Teil von meinem Glück.
Besuch ich ihn, dann mal bei Zeiten,
bringt er die Kindheit mir zurück.


Finde ich gut, als Setting geeignet, erzählt mir die erste Strophe wo ich bin und worum es geht. (also nicht ich, sondern das Lyrische ich, wo das ist und wovon es erzählt).

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Wir wohnten hoch in seinen Ästen
meist blutig waren unsere Knie,
Mit alten Zeug und vielen Resten
erschufen wir uns Fantasie.


Hier machst Du einen Sprung vom Ich zum Wir. Warum? Die Strophe funktioniert m.E. besser mit einem "ich", so wie im Einstieg formuliert. M.E. gewinnt es an Intensität mit einem konstanten, beibehaltenen "ich".

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Ich war der Fürst in meinem Reich,
der Kapitän auf hoher See.
Der Lotse selbst im kleinsten Teich,
der gute Förster und das Reh.


Das finde ich richtig schön.

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Ich war der Falke in der Luft,
das Schilf, das sich im Wind bewegte.
Der allerschönste Blumenduft,
der Träumer, der ins Gras sich legte.


Schön, auch dies.

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Ich war der Prinz auf meinem Schloss,
der Drache, der den Berg bewohnte.
Ein Ritter hoch auf weißem Ross,
Der Fluss, der sich mit Glanz belohnte.


"auf" oder "in" meinem Schloss? Ich würde zu "in" tendieren, ist aber vielleicht Geschmackssache. Mir gefällt, dass Du hier und auch in den Strophen davor vom Konkreten zum Abstrakten erzählst.

Inkognito hat Folgendes geschrieben:
Oh Traumbaum halte mich noch mal
entführe mich ins Kinderland.
Denn hätte ich heut noch die Wahl,
mir wären Sorgen unbekannt.


Leider finde ich das Ende nicht so gelungen. Das liegt vor allen Dingen daran, dass Du in der ersten Strophe davon erzählst, dass das lyrische Ich einfach zum Baum hingehen kann und dort ist und damit auch gleich in den Kindheitserinnerungen. Hier, in der letzten Strophe wird das Ich plötzlich ... wie soll ich sagen? Passiv. Es möchte dass der Baum es hält. Doch es braucht doch nur hinzugehen und ist dort? Jedenfalls steht das so in der ersten Strophe. Hätte ich die Wahl, mir wären Sorgen unbekannt. Das finde ich ... ähem, ... nein. Es ist abgesehen davon ja auch nicht wahr. Selbst wenn das lyrische Ich ins Traumbaumland geht, tut es dies ja solang es dorthin geht und die Sorgen sind ja trotzdem da. Also nicht im Traumland aber im Leben des Lyrischen Ichs. Insofern möchte ich empfehlen, das Ende noch einmal zu überdenken und neu zu schreiben.
Was ich logischer finde wäre beispielsweise ein Sprung heraus aus dem Traum ins Jetzt. Das vielleicht formuliert. Oder: Eine Mischung aus Traum und "Realität" (der Traum ist ja auch eine Realität.
Es gäbe noch mehr Möglichkeiten. Das sind jetzt zwei, die mir einfielen. Vielleicht hast Du ja noch eine andere irgendwo in Deinem (Unter-)Bewusstsein schlummern.

LG
Nina


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