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Dramaqueen
Sonntagsschreiber


Beiträge: 16



BeitragVerfasst am: 01.09.2019 18:46    Titel: Ein Ende finden eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo meine Lieben,

die Handlung / Geschichte meines Romans ist nun mit über 54.000 Wörtern abgeschlossen. Ich habe alles gesagt (geschrieben), was gesagt werden musste. Wenn ich mir meinen Roman durchlese, finde ich dennoch immer wieder Stellen, die ich mit mehr Details ausschmücken könnte oder deren Stil ich ja vielleicht noch irgendwie verbessern könnte.

Leider macht das bei mir meistens alles nur noch schlimmer. Ich bin mit dem Werk soweit wirklich zufrieden, aber wenn ich es lese, dann bin ich so kritisch, dass manche Seiten am liebsten komplett wegschmeißen möchte. Da kommt der Perfektionismus bei mir etwas durch.

Wann könnt ihr sagen: Ja, die Geschichte ist fertig und sie ist gut, ich sende sie zur Agentur/Verlag? Wenn die Handlung gerade abgeschlossen ist? Wenn die ersten Testleser sie als gut befunden haben? Oder macht ihr das einfach nach Gefühl? Habt ihr auch das Bedürfnis, immer noch mehr und mehr Details zu erwähnen, die für die Story aber irgendwie nicht wichtig sind und sie stattdessen nur weiter in die Länge ziehen?

Ich denke, dass 54.000 Wörter eigentlich eine gute Länge sind, für ein Erstlingswerk. Es ist nicht besonders lang, aber auch nicht zu kurz. Alles, was ich jetzt noch hinzu schreibe, ist eigentlich überflüssig.

Ich würde mein Manuskript jetzt gerne testlesen lassen, aber ich habe immer noch das Gefühl, dass es nicht perfekt ist (obwohl es wahrscheinlich keinen Autor gibt, der seine Werke als perfekt betiteln würde).

Vielleicht könnt ihr ja mal von euren Erfahrungen berichten Smile
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Gliese581
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 98
Wohnort: Sankt Augustin


BeitragVerfasst am: 01.09.2019 19:57    Titel: Antworten mit Zitat

Oft hilft es, das Manuskript ein paar Wochen liegenzulassen. Dann sieht man die Sache in der Regel ganz anders. Tatsächlich geht es mir sogar manchmal so, dass ich die Story nach dem zeitlichen Abstand wieder ganz gut finde (manchmal staune ich dann sogar, wie ich es zustande bringen konnte Very Happy ).
Mit der Länge meiner Manuskripte (sind immer zu kurz) hab ich ständig Probleme. Das Ausschmücken funktioniert bei mir nicht. Ich erwische mich dabei, dass ich die Ergänzungen fast immer als überflüssig empfinde. Das einzige was hilft, ist, einen neuen Handlungsstrang aufzumachen (der aber irgendwie mit der Haupthandlung verbunden sein sollte). Mein derzeitiges Manuskript hat 64000 Wörter. Mein Ziel war ursprünglich 74000. Es liegt jetzt zwei Wochen rum. Und bald werde ich es mir wieder vorknöpfen.


_________________
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein
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Care
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 111
Wohnort: Österreich


BeitragVerfasst am: 01.09.2019 20:45    Titel: Antworten mit Zitat

Das Überarbeiten eines Romans ist eine unendliche Geschichte. Erstens ist man nie hundertprozentig zufrieden, gleich nach dem Fertigschreiben nicht und auch nicht nach einem Jahr. Vor allem tritt dabei das Problem auf, dass man sich ja ständig weiterentwickelt, als Mensch und als Autor. Nach einem Jahr hast du vermutlich eine völlig andere Perspektive.

Im Grunde kannst du nur selbst sagen: Das passt, jetzt reicht es. Was nicht heißen soll, dass man einen Roman schreibt, einmal korrekturliest und dann weiterreicht. Zwei bis drei Monate Abstand sind schon gut, zu lange finde ich jetzt auch nicht ideal - siehe oben.

Ich finde folgenden Ablauf für mich okay: Ideen sammeln, Charaktere erstellen, Hintergrundgeschichte, Plot basteln. Dann mal loslegen und schreiben, wobei sich die Charaktere und der Plot in der Regel mitentwickeln.
Ist man durch, beginnt die Grobarbeit.

Ist alles logisch?
Passen die Perspektiven?
Schwafelt man öfter nur herum oder sind die Absätze erforderlich?
Hat man abgedroschene Phrasen drinnen?
Gibt es genügend Konflikte?
Sind die Dialoge stimmig?

Wenn du alle diese Fragen mit Ja beantworten kannst, ist die Zeit für deine Testleser gekommen. Je ehrlicher und kritischer sie sind, desto besser. Das dauert dann meist ohnehin ein paar Monate, bis die Antworten kommen.

Jetzt kommt die Feinarbeit. Mit genügend Abstand alles LAUT durchlesen. Letzte Fehler ausbessern.
Und dann einfach sagen: Ich hab mein Bestes getan - es reicht!
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Anoa
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 62
Beiträge: 124
Wohnort: Berlin


BeitragVerfasst am: 02.09.2019 10:08    Titel: Antworten mit Zitat

Bei meinem letzten Roman hatte ich ein gutes Gefühl. Da hatte ich den ganzen Stress in die Vorarbeit gesteckt einschließlich Kapitel und Handlungsstränge. Da brauchte ich nur noch aufzuschreiben und das wie ich gerade Lust hatte- auch mit etwas Ausschmückung.

Ansonsten finde auch ich den Rat mit dem erstmal liegenlassen gut.


_________________
Mona Ullrich, Berlin
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BirgitJ
Autor


Beiträge: 560
NaNoWriMo: 51762
Wohnort: DD


BeitragVerfasst am: 03.09.2019 11:18    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,
Zitat:
Wann könnt ihr sagen: Ja, die Geschichte ist fertig und sie ist gut, ich sende sie zur Agentur/Verlag? Wenn die Handlung gerade abgeschlossen ist? Wenn die ersten Testleser sie als gut befunden haben? Oder macht ihr das einfach nach Gefühl? Habt ihr auch das Bedürfnis, immer noch mehr und mehr Details zu erwähnen, die für die Story aber irgendwie nicht wichtig sind und sie stattdessen nur weiter in die Länge ziehen?

Wenn der Abgabetermin naht! Dann will ich zu einem Ende kommen. Natürlich kann ich den Text wieder und wieder lesen und werde immer was finden. Ob das den Text besser macht, ist eine andere Frage.

Einen Text an Verlag/Agentur senden, ist eine Sache von Mut. Man muss den Mut finden und sein Baby loslassen. Ein Abgabetermin hilft dafür. Hast du den nicht, kannst du die Überarbeitung strukturieren:
Plotlöcher, Logiklöcher, fehlende Szenen, zu viele Szenen usw. in einem ersten Durchgang ausmerzen. Dann geht es um Stil, Satzlänge, Wortwiederholungen, Füllwörter, Adjektive usw. korrigieren. Zuletzt geht es nur noch um Rechtschreibung und Grammatik. Das ist so mein grobes Gerüst für die Überarbeitung.

Ich lasse den Text zwischen der Rohversion und der 1. Überarbeitung immer eine Weile liegen, um Abstand zu gewinnen. Das verschafft mir einen neuen Blickwinkel, und ich sehe hoffentlich Dinge, die mir sonst nicht auffallen würden. Meine Testleser lesen parallel, sonst muss ich den Text schneller abgeben, als sie ihn durchgelesen haben.

Grüße von Birgit


_________________
"Das Erbe der Porzellanmalerin" Aufbau Taschenbuch Juni 2019
"Das Geheimnis der Zuckerbäckerin" Aufbau Taschenbuch Oktober 2018
"Das Geheimnis der Porzellanmlerin" Aufbau Taschenbuch Dezember 2017
"Der Duft des Teufels" Aufbau Taschenbuch Juli 2017
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