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DKZV- nicht immer der falsche Weg!

 

 
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Peter Hort
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 34
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 20.07.2019 15:30    Titel: DKZV- nicht immer der falsche Weg! eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Kollegen.

Also eins wollte ich noch los werden und eine Lanze für die sonst so sehr geschmähten Dienstleister brechen. Wollte vor Jahren mal einen Lyrikband veröffentlichen und hatte nach einem Jahr Suche auch schon drei Verlage, darunter einen DKZV, gefunden. Natürlich dachte ich gleich an die zwei Kleinverlage, die wollten ja kein Geld von mir, doch, wollten sie etwas anderes. Da die Lyrikbände fast nie Gewinn abwerfen, hätte ich mich verpflichten sollen ständig an Lesungen und Veranstaltungen teilzunehmen und mein Buch damit selbst zu vermarkten. Das kam für mich aus zeitlichen Gründen nicht in Frage und wie viele Veranstaltungen es am Ende hätten seien sollen, war ebenfalls unklar. Deshalb habe ich mich bewusst für die eigene Freiheit entschieden und bin zum DKZV gegangen, der mich sehr gut betreut hat. Es gab Werbung für mein Buch und die Lesungen konnte ich mir selbst aussuchen. Im Nachhinein bin ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden, da sich die ganze Auflage verkauft hat. Denn die Independent Verlage haben mir von Anfang an ganz klar gesagt, das ich mich auf kein Honorar einstellen soll, da sich Lyrik kaum verkauft. Man sollte auf keinen Fall vergessen: Wir hätten die halbe Schullektüre nicht, gebe es keine DKZVs.

Gruß

Peter


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schwarzistdiekatz
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 281
Wohnort: Graz


BeitragVerfasst am: 20.07.2019 15:55    Titel: Antworten mit Zitat

Klar, kann man sich taktisch dafür entscheiden. Aber dann geh ich zum AAVAA Verlag zb, die alles gratis machen. So war's zumindest bei denen mal und mehrere Bekannte waren sehr zufrieden. Natürlich kein vernünftiges Lektorat etc. Ansonsten, warum nicht Amazon KDP Print? Generell, gibt es keinen Grund auch nur einen Cent zu bezahlen. Punkt. Und wenn Lektorat, dann bitte von Profis.
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Peter Hort
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 34
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 20.07.2019 18:53    Titel: Hallo schwarz ist die Katz! pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, so war mein Beitrag auch gemeint. Selfpublishing ist natürlich auch eine sehr gute Sache, wenn man die Zeit und die Möglichkeiten hat sein Buch auch würdig zu vermarkten. Da fallen mir schon ein paar Namen ein. Wichtig für mich war es noch mal zu sagen, dass wir alle Formen des Verlags für eine freie und demokratische, aber vor allem freie Gesellschaft brauchen. Nur so können wir auch weiter eine der ersten Literaturnationen bleiben.

Bester Gruß

Peter


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Murmel
Geschlecht:weiblichSchlichter und Stänker

Alter: 63
Beiträge: 7566
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BeitragVerfasst am: 20.07.2019 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Na, die Frage ist vor allem, was verstehst du unter DKZV? Einen Dienstleister mit transparenten Bedingungen und Preisen, der nicht vorgibt, ein Verlag zu sein, oder einen, der dich unter der Vorgabe, ein Verlag zu sein, über den Tisch ziehen möchte?

Schullektüre und anderes werden nicht bei DKZV gedruckt, sondern bei Dienstleistern wie Druckereien. Großer Unterschied!

https://www.dsfo.de/dsfopedia/index.php/Verlag


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*Koppelmord - Carlsen Instantbooks 2013
*Flauschangriff - Piper/Weltbild 2014, Piper Fahrenheit 2017
*Katertage zum Verlieben - Thienemann 2014
*Bocktot - Gmeiner-Verlag 2017
*Brunnenleich - Gmeiner-Verlag Juli 2018
*Gut Gebellt, Katze - Edel Elements September 2018
*Schwarze Küste - Gmeiner Verlag Februar 2019
*Marias Geheimnis - Weltbild/Edel Elements 01.03.2019
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Peter Hort
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 34
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 21.07.2019 07:01    Titel: Hallo Murmel pdf-Datei Antworten mit Zitat

Nein, ich meine nicht nur BoD und Co. sondern auch Verlage, die einen DKZ vom Autor nehmen, denn wie soll man einen noch unbekannten Autor denn sonst vermarkten. Entweder man scheucht ihn durchs Land, oder man nimmt Geld von ihm, aber zu sagen; jeder noch so unbekannte Autor soll gleich ein ordentliches Honorar bekommen, ist zwar sehr idealistisch, doch empirisch einfach nicht zu halten. Ich hätte das zeitlich gar nicht schaffen können, an mehreren Lesungen die Woche teilzunehmen um dann vielleicht ein paar Bücher von mir an den Mann zu bringen. Da war der DKZV eine echte Alternative, der mich sehr gut behandelt hat. Das Buch wurde richtig vermarktet, bei einem Kleinverlag hätte ich dafür noch richtig ackern müssen, ihn Form von Eigenwerbung auf Lesungen und Veranstaltungen. Einfach zu sagen; die nehmen Geld, die sind böse, ist zu einfach gedacht. Denn man muss Anfangs immer investieren, ob in Form von Blut und Schweiß oder finanziellen Mitteln, denn ohne Startkapital läuft es nirgendwo, auch nicht in der Literatur. Mit der Schullektüre meine ich, dass selbst Männer wie Wedekind und Tolstoi für die einen oder anderen Werke Zuschuss drauflegen mussten, sei es, weil das Manuskript zu avantgardistisch war ( Frühlingserwachen), oder man sie einfach noch nicht kannte ( Krieg und Frieden), kurzgesagt auf die DKZVs oder selbst auf die SKVs zu beschimpfen ist ziemlich blauäugig, denn sie haben alle ihren Zweck und solange alles das erfüllt wird was im Vertrag steht, ist das auch legal.

Gruß

Peter


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Eris Ado
Schreiberling


Beiträge: 168



BeitragVerfasst am: 21.07.2019 11:44    Titel: Antworten mit Zitat

Wie hoch war denn die Auflage deines Lyrikbandes? Wieviel musstest Du zahlen? Wie hoch war der Verkaufspreis?
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Peter Hort
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 34
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 21.07.2019 13:23    Titel: Hallo Eris Ado. pdf-Datei Antworten mit Zitat

Kann ich dir eine PN schicken?

Gruß

Peter


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Eris Ado
Schreiberling


Beiträge: 168



BeitragVerfasst am: 21.07.2019 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

Gut. Dann mach mal. Es wäre aber besser, wenn andere auch mitlesen könnten.
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V.K.B.
Geschlecht:männlichNebelpreisträger

Alter: 46
Beiträge: 2094
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 21.07.2019 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke wirklich, man muss da zwischen sogenannten Verlagen und Dienstleistern unterscheiden.

Ein seriöser Verlag glaubt an den Erfolg eines Werkes, oder er würde es nicht annehmen. Und trägt alle Kosten und das Risiko.

Ein unseriöser DKZ-Verlag nimmt jeden Müll, verspricht dir, das würde ein Bestseller, lässt alles von dir finanzieren, lagert das Zeug dann eine paar Jahre, ohne es zu vermarkten, und lässt dich dann die "Restbestände" aufkaufen.

Ein seriöser Dienstleister macht gegen Bezahlung Lektorat, Korrektorat, das ganze rechtliche Gedöns (Impressum, ISBN, etc.), Druck, Werbung und alles weitere, was in Auftrag gegeben wird. Transparent und vorkalkulierbar.

Gegen einen seriösen Dienstleister spricht nichts, wenn man etwas trotzdem auf den Markt bringen will, ohne einen Verlag zu haben und dafür keine Kosten scheut. Für den DKZ gilt auch da: Finger weg.

Das ist in etwa der Unterschied zwischen einem Taxifahrer, und jemandem, der Anhalter "kostenlos" mitnimmt, um sie dann auszurauben.


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Warning: Cthulhu may occasionally scare people …
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Peter Hort
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 34
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 21.07.2019 15:51    Titel: Hallo V. K. B pdf-Datei Antworten mit Zitat

Natürlich meine ich hier nur seriöse Häuser. Das Problem bei mir waren die Verpflichtungen die mir Mäzene oder Stiftungen dann auferlegt hätten, wenn ich ihr Geld genommen hätte. Da hab ich ein wenig kalte Füße gekriegt.

Gruß

Peter


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Gerling
Geschlecht:männlichDichter und Denker

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BeitragVerfasst am: 21.07.2019 17:18    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Peter Hort, bislang haben alle, die sich hier beteiligt haben, auf den Unterschied zwischen Dienstleister und DKZV hingewiesen.
Du bist der einzige, der diesen Unterschied scheinbar nicht hinnehmen will.
Die einschlägig bekannten DKZV sind nicht seriös, da sie eine sehr hohe Summe vom Verfasser verlangen und nichts, aber auch gar nichts dafür tun, das Buch zu vermarkten. Wozu auch? Verdient haben sie am hoffnungsvollen Autor, der glaubt, dass sie etwas tun.
Darüber hinaus kenne ich nicht einen DKZV, der mehrere Lesungen wöchentlich organisiert. Das machen nicht einmal mittelgroße, seriöse Verlage.
Auf mich wirkt dieser Thread hier wie der Versuch, eine Lanze für DKZV zu brechen.


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Das Kanzlerspiel - Periplaneta Verlag (Sep. 2009)
Pakt des Bösen - Periplaneta Verlag (Apr. 2011)
Das Programm - Bookspot Verlag (Juli 2014)
Falsche Fährten - Bookspot Verlag (Juli 2015)
Sieben Gräber - Bookspot Verlag (März 2016)
Die Farm - Bookspot Verlag (Sep 2017)
Die Ewigen (Juni 2018)
Architekt des Bösen - Edition M (Aug 2019)
Tag X (2020)
Die Blutlinie (2020)
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Lapidar
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BeitragVerfasst am: 21.07.2019 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Also: BoD zum Beispiel bietet gegen Entgeld Lektorat und diverse Marketingmöglichkeiten. Somit hat man dann einen Anbieter, der klar sagt: Du schreiben, ich veröffentlichen und du eben zahlen, wenn du extra willst.
Dies ist KEIN DKZV

Klassische DKZVs schreiben dir "Lieber Autor, ich/wir sind total begeistert. Dein Werk hat uns aus den Socken gehauen. Wir veröffentlichen dich gerne in unserem Verlag. Aaaber, du verstehen, von nix kommt nix, also must du ein bisschen Geld rausrücken. Macht aber  gar nix, denn du schreibst sooooo super, das kriegste locker wieder rein."

Lieber Peter H. wo würdest du nun deine Veröffentlichung einordnen?

klar die klassischen DKZVs sind auch nicht doof. Die bieten inzwischen auch so Pakete an, wo man dann spezielles Marketing und so dazu kaufen kann.


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"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
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Peter Hort
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BeitragVerfasst am: 22.07.2019 07:26    Titel: Hallo Gerling, Hallo Lapidar pdf-Datei Antworten mit Zitat

Also die Lesungen hätte ich bei den Kleinverlagen machen müssen, nicht bei den ZVs. Und gut also für mich hat der Verlag Werbung gemacht, es hat sich fast die ganze Auflage verkauft, also wäre es dann wohl ein Dienstleister und kein ZV. Bei BoD gibts halt gar keine Werbung, da musst alles selber machen, sonst verkaufst du gar nichts.
Man muss eben den Vertrag ganz genau lesen. Wenn dort nichts von Werbung steht, dann lohnt es sich natürlich nicht einen Zuschuss zu bezahlen, in meinem Fall hat sich die Investition aber gelohnt. Alles was im Vertrag stand wurde erfüllt. Das wurde mir von Verdi so auch nahe gelegt, das ist das Kriterium für seriös und unseriös. Man muss eben genau lesen was man unterschreibt.

Gruß

Peter


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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

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BeitragVerfasst am: 22.07.2019 07:31    Titel: Antworten mit Zitat

Dann sind wir uns ja fast einig. smile
Aber dann muss man auch genau definieren und somit ist zumindest dein Gebrauch des Wortes DKZV (oder Kürzel um genau zu sein wink ) nicht so ganz konform.
Denke ich mal


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Peter Hort
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BeitragVerfasst am: 22.07.2019 08:21    Titel: Hallo Lapidar. pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja stimmt, das war der Fehler des ganzen. Sonst wäre es ja nicht zu seiner Diskussion gekommen. Aber gut, wo wir uns einig sind, da sind wir uns einig. Very Happy

Gruß

Peter


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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 23.07.2019 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute

Ich denke, die Grenzen sind hier fließend zwischen Verlagsdienstleistern und Dienstleistungsverlagen. Wie genau hier die Definitionen zu treffen sind, vermag ich aus dem Stegreif nicht zu sagen. Das ist ein sehr komplexes Thema. Rechtlich gesehen ist vieles, was wir gemeinhin als Dienstleistungen bezeichnen, ja bereits dem Verlagsgeschäft zuzuordnen.
Wichtig scheint mir vor allem zu sein, dass das gemachte Angebot seriös ist, dass die versprochenen Leistungen also auch erfüllt werden.
Das Schlüsselwort heißt also Seriosität.

Das Kürzel DKZV hat diesbezüglich leider einen schlechten Ruf, denn es meint vorwiegend die nicht ganz so vertrauenswürdige Seite dieses Geschäfts. Dann also, wenn oftmals sehr teuren "Druckkostenzuschüssen" nur eine mangelhafte Verlagsleistung gegenüber steht.

Aber es gibt eben auch ganz seriöse Dienstleistungsverlage, die Bücher gegen Geld herausbringen.
Viele wissenschaftliche Werke werden auf diese Weise verlegt, weil hier oftmals sehr hohen Herstellungskosten (sehr anspruchsvolles Lektorat, schwieriges Layout dank der Einarbeitung von Bildern, Grafiken, Formeln u.v.m.) nur ein sehr kleiner Käufermarkt gegenüber steht.

Im Falle von Lyrik kann ich mir diese Art an eine Veröffentlichung heranzugehen durchaus auch vorstellen. Peter Hort hat seine Gründe ja genannt.
Wenn die erbrachte verlegerische Leistung dann einen reellen Gegenwert zur verlangten Kostenbeteiligung darstellt, ist auch ein solches Geschäft durchaus als seriös zu bewerten.

Man muss halt vorher genau hinsehen, mit wem man sich geschäftlich einlässt - wie überall im Geschäftsleben.
Bei Peter Hort hat das Paket offensichtlich gestimmt und die vertragliche Leistung wurde zufriedenstellend erbracht. Was will man mehr?

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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Peter Hort
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Beiträge: 34
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 23.07.2019 10:28    Titel: Hallo Merlinor pdf-Datei Antworten mit Zitat

Also ja, dass Gedichte sich gar nicht verkaufen, das stimmt nicht. Da hat man mir schon einige Namen genannt, auch jenseits von Jan Wagner und Til Lindeman. Doch wenn man keinen großen Namen hat muss man schon ziemlich ackern und ob dass dann zum Leben reicht, ist wieder eine andere Frage. Ich bin mit den Verkäufen fast in den vierstelligen Bereich vorgedrungen- was will ich mehr. Grundsätzlich sage ich natürlich, dass Lyrik sich auch ohne Zuschuss verkauft, man muss aber viel Zeit und rhetorisches Geschick mitbringen um sich selbst richtig zu vermarkten.

Gruß

Peter


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Fjodor
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1447



BeitragVerfasst am: 25.07.2019 16:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ehrlich gestanden habe ich jetzt erst einmal das Profil von Peter angeklickt, um einigermaßen ausschließen zu können, dass er hier im Auftrag eines DKZV/Dienstleisters etwas die Stimmung beeinflusst. - Sorry, das gab es schon.

Leider laufen Diskussionen über DKZV immer unter falschem Label, weil ja die schwarzen Schafe eben KEINE Druckkostenzuschüsse nehmen, sondern eine überteuerte Gesamtfinanzierung mit satter Gewinnmarge. Dienstleister sind sie natürlich auch - aber schlechte.

Mit den an sich richtigen Argumenten von Dir, Peter, werben leider auch die Betrüger, das lässt sich nicht umgehen. Die Frage ist immer, was dahinter steckt.

Aber nicht alles was "nichts kostet", ist gut. Auch bei einem seriösen Unternehmen wie BOD kann man viel Geld in den Sand setzen, wenn man neben der Veröffentlichung an sich noch Dienstleistungen buchen muss.

In der Tat weiß ich auch um Projekte, gute eher anspruchsvolle  Bücher, wo ich weiß, dass sich Autoren da selbst finanziell eingebracht haben, wo ich aber -auch vom Rahmen der Kosten her- ausschließen kann, dass sich da ein Verlag unangemessen bereichert hat. Es sind in der Tat die schwierig vermarktbaren Genres; die Verlage können auch regional einen guten Ruf haben, so dass ihnen in der Nische auch Bücher abgenommen werden, ergo dem Autor einen tatsächlichen Mehrwert bieten.

Daher gut, dass du es mal angesprochen hast. Schreibern von nomalgängigen Genres würde ich aber immer empfehlen, nur mit Verlagen zu arbeiten, die ohne wenn und aber die üblichen Leistungen bieten, weil sie die Kosten durch den Verkauf erwirtschaften - und falls es euch nur darum geht, euren Namen auf einem richtigen Buch zu sehen, wenigstens anhand des Verlagsprogramms und der Buchvorschauen zu prüfen, ob der Dienstleister für sein Geld (auf Kostentransparenz achten) wenigstens solides Handwerk bietet.
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Peter Hort
Geschlecht:männlichSchreiberassi

Alter: 33
Beiträge: 34
Wohnort: Stuttgart


BeitragVerfasst am: 27.07.2019 12:30    Titel: Hallo Fjodor. pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ja, also ich stand vor der Wahl; die Unterstützung von einer Stiftung oder einem Mäzen anzunehmen, oder eben selbst was drauf zu legen. Im ersten Falle hätte ich dann Schulden und nicht nur pekuniäre sondern auch moralische. Das habe ich mich dann nicht getraut. Ich kann nur nochmals wiederholen: Gute Lyrik findet heute erst recht einen Verlag, auch ohne Zuschuss, doch man muss dafür was tun, denn ohne Werbung läuft in unserer Zeit gar nichts und das kostet wiederum Zeit, die ich nicht hatte.

Danke für deinen Post Fjodor.

Bester Gruß

Peter


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