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Fragmente einer Zukunft (I): Hoffnung


 

 
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Mr.Goose
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 21
Beiträge: 3
Wohnort: Thüringen


BeitragVerfasst am: 27.03.2019 22:12    Titel: Fragmente einer Zukunft (I): Hoffnung eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo miteinander. Ich habe den Text hier schon vor über einem Jahr geschrieben und jetzt gerade wieder ausgegraben und nochmal ein bisschen überarbeitet. Vielleicht findet ihn der/die ein oder andere ja ganz ansprechend. Ich habe auch eigentlich vor, außer diesem noch einige Texte mehr in dem gleichen Setting zu verfassen, um die ganze Welt so Stück für Stück zu erschließen, weil ich auch noch selbst nicht genau weiß, wohin das gehen soll.

Fragemente einer Zukunft (I): Hoffnung

 „Hey komm raus. Hier ist keiner mehr!“
  Lena’s Stimme, die mich irgendwie an den Geschmack von Honig erinnert, reißt mich aus meinem Halbschlaf. Ich brumme unverständlich und halblaut durch die offene Tür, dass das doch sicher auch bis morgen warten könne und zieh mir die Decke über den Kopf. Das leise Ticken der Wanduhr zeigt 1:30 Uhr morgens an. Plötzlich steht sie neben mir und strahlt mich mit breitem Grinsen an, während sie mir die Decke wegzieht.
  „Nein, das kann nicht warten. Jetzt beeil‘ dich und steh auf! Die anderen sind schon alle fertig. Marco meint, er hat etwas Wunderschönes entdeckt. Aber er will es uns allen auf einmal zeigen.“ Dann erstirbt ihr Lächeln plötzlich und der Zauber fällt von ihr ab. „Außerdem ist eh keiner mehr da, der dich morgen früh irgendwie aus dem Bett holen könnte“, fügt sie mit leiser Stimme hinzu und die gewohnte Trauer kehrt wieder in ihr Gesicht zurück. Ich setze mich in meinem Bett auf und werfe ohne einen Kommentar die Decke von meinen Beinen. Besser ich halte jetzt den Mund. Ich wüsste sowieso nicht, was ich dazu erwidern sollte. Nachdem ich nochmal ausgiebig gegähnt habe, tippe ich Lena auf die Schulter und schenke ihr ein aufmunterndes Lächeln. Ihr Blick hatte sich im Nichts verloren.
  „Wir sind immer noch hier. Zusammen“, flüstere ich ihr zu. „Und jetzt lass uns mal schauen, was Marco so entdeckt hat, okay?“ Sie nickt und steht auf. Das Lächeln kehrt allerdings nicht zurück.
  „Die anderen warten vorn an der Ecke“, sagt sie, während wir uns einen Weg durch ein Trümmerfeld bahnen, das irgendwann mal eine Straße dargestellt hatte. Es ist noch gar nicht so lange her...
  „Hey, du Schlafmütze!“ Marco kommt mir mit seiner Taschenlampe in der Hand entgegen. An den anderen vier Lichtern hinter ihm, sehe ich, dass er die ganze Truppe versammelt hat. Da muss er sich seiner Sache echt sicher sein. „Wir warten jetzt schon ewig auf dich!“
  „Wunderbare Willkommensworte“, murmele ich leicht genervt, weil immer noch müde. „Hast du mal geschaut wie spät es ist?“
  „Ja“, sagt er und seine Stimme bekommt etwas Feierliches. „Zeit für eine Überraschung. Komm mit!“
  Also lasse ich mich mitschleifen und wir laufen alle zusammen im Gänsemarsch durch die Trümmer hinter Marco her. Nebenbei frage ich Patrick und Lynn, ob sie eine Ahnung haben, was das hier soll. Doch sie zucken nur mit den Schultern. Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Seit dem Ende der Katastrophen sind inzwischen fast zwei Monate vergangen. Genug Zeit um intensiv und lange über die Verluste nachzugrübeln. Keiner von uns redet mehr wirklich viel. Nicht einmal meine Schwester Lena, die Lebenslust in Person…
  Die Straße ist links und rechts mit kahlen Bäumen gesäumt. Knorrig ragen ihre Äste in den klaren Himmel, als würden sie ihn anflehen, ihnen ihre Blätter, Früchte und Samen widerzugeben. Doch vergeblich, alles ist auf ewig zerstört. Der Weg wird jetzt schmaler, der Asphalt weicht festgetrampeltem Boden und wir können aufhören, uns einen Pfad durch das Labyrinth ausgebrannter Autos und umgestürzter Bäume zu suchen. Es wird abschüssig und in der Ferne ertönt ein eigentümliches Rauschen, das in mir Erinnerungen wachruft, die ich nicht zuordnen kann.
  „Hey Marco“, rufe ich nach vorn. „Wo bringst du uns bitte hin?“
  „Hörst du nicht das Rauschen?“ fragt der zurück. Seine Stimme klingt freudig und ich kann das Grinsen in seinem Gesicht förmlich heraushören. So gut gelaunt habe ich ihn noch nie erlebt.
  „Doch“, antworte ich. „Aber was ist das?“   
  Patrick, der vor mir läuft, bleibt plötzlich stehen und schaut mich überrascht an. „Sag mal, warst du noch nie am Meer?“, fragt er ungläubig.
  Ich halte verdutzt mitten im Laufen inne. Das Meer. Natürlich. In meinem Kopf fliegt eine Tür aus den Angeln, als mich eine Flut von Erinnerungen überrumpelt. Möwengeschrei. Wind, der nach Salz schmeckt. Kleine Sandkörnchen, die an der Haut haften bleiben und kribbeln. Das beruhigende, stetige Rauschen der Wellen. Und ein unendliches Blau, allumfassend, riesig. Mama, Papa auf ihren Handtüchern. Lena in ihrem knallgelben Badeanzug. Der Geruch von Sonnencreme. Eine Sandburg, die bis zum Mond reicht.
  „Was ist mit dir?“ Lenas sanfte Berührung an meinem Arm zieht mich zurück in die Wirklichkeit. Ich muss blinzeln. Warum ist auf einmal alles so verschwommen? Ich wische mir über die Augen und stelle überrascht fest, dass sie tränennass sind. Ich lächele Lena an und in diesem Lächeln stecken so viele, so gegensätzliche Emotionen, dass ich sie selbst nicht alle ganz begreife. „Erinnerst du dich an das Meer?“, Meine Stimme ist fast nur ein Flüstern.
  Sie runzelt die Stirn. „Wir waren noch nie am Meer.“
  „Doch“, erwidere ich, jetzt mit einem breiten Grinsen. „Komm mit!“ Und mit diesen Worten renne ich voraus, ohne auf die Warte – oder Protestrufe der anderen zu achten. In meinem Kopf herrscht nur noch dieser eine Gedanke: Meer!
  Der Schein meiner Taschenlampe erleuchtet eine Gabelung. Ein Weg führt nach rechts, der andere nach links. Notgedrungen bleibe ich also davor stehen und warte auf Marco und die anderen. Er kennt den Weg. Überraschenderweise taucht aber meine Schwester als erste aus der Dunkelheit auf. Sie muss mir hinterhergerannt sein.
  „Links“, keucht sie atemlos. „Aber mach mal ein bisschen langsamer. Allein losziehen ist nicht so gut.“ Natürlich hat sie Recht, also warte ich kurz, bis sie sich wieder gefangen hat und wir nehmen gemeinsam die linke Abzweigung. Schon nach wenigen Schritten beginnt es, unter unseren Sohlen zu knirschen. Lena zuckt kurz zusammen, aber ich grinse nur und ziehe sie weiter.
  Nur noch ein paar Meter. Das Rauschen ist lauter geworden. Vor uns erscheint eine Wand aus Bäumen, vermutlich war das hier einmal ein wunderschöner Regenwald gewesen. Wir schlüpfen zwischen den tiefhängenden, kahlen Ästen hindurch, die so zahlreich sind, dass man kaum noch den Himmel dahinter erkennen kann. Plötzlich wird es heller. Zumindest um so viel heller, dass ich instinktiv meine Lampe ausmache und ein paar Sekunden benötige, um mich an das ziemlich diffuse, weiß-grünliche Dämmerlicht zu gewöhnen. Neben mir stößt Lena einen Laut des Erstaunens aus und auch ich stehe mit offenem Mund daneben, unfähig auch nur ein Wort herauszubringen, ob der Schönheit dieses Anblicks.
  In dem natürlichen Dämmerlicht wird der tiefschwarze Himmel erleuchtet von tausenden und abertausenden Sternen. Die kleinen Punkte blinken munter gegen die allumfassende Dunkelheit, die sie umgibt. Sie sind so zahlreich, dass es, wenn man genau hinschaut, aussieht wie Nebel. Nur dass jedem Wassertropfen die Größe eines Erdballs und die Leuchtkraft von zehn Sonnen innewohnt. Sie alle scheinen ähnlich einer Spirale angeordnet, in deren Mitte Trimur liegt. Der riesige Planet, Ursprung des grünlich-weißen Lichts, trohnt wie eine schwarze Sonne auf halber Höhe über dem Horizont. Seine lichtlose Oberfläche erinnert an ein Loch mitten im Himmel. Wie ein verlorenes Portal in eine andere Welt, nur durchkreuzt von seinen drei, weiß leuchtenden Meteoritenringen und begrenzt von der eigenartigen, grün schimmernden Helligkeit, die ihn wie einen Zauber umgibt. Ein schwarzes Tor im Himmel, nur begrenzt durch seine allumfassende Aura und beschützt von unendlich vielen, blinkenden Wächtern in ewiger Finsternis.
  Der Anblick ist atemberaubend. Ich blicke zu Lena, die mit offenem Mund in den Himmel starrt. Die Sterne glitzern in ihren Augen. Zum ersten Mal ist ihr Gesicht voller Hoffnung und plötzlich ist es, als wäre all das nie passiert. Als hätte der Planet die Erdgravitation nicht verändert, als hätte es all die Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche nie gegeben. Als wären unsere Eltern noch am Leben. Als wären wir nicht die einzigen, die noch übrig sind…
  Hinter mir erklingen Überraschungsrufe und lautes, erstauntes Aufstöhnen und reißen mich aus meinen Gedanken. Die anderen sind angekommen. Marco steht mit glänzenden Augen neben mir „Wunderschön, nicht?“ Seine Stimme scheint von weit her zu kommen, aus den unendlichen Tiefen.
  Wir stehen noch eine Zeit lang da und keiner sagt etwas. Ich habe inzwischen meine Schuhe ausgezogen und das wohlige Gefühl des Sandes zwischen meinen Zehen ruft alte Erinnerungen wach. Lena steht neben mir und auf ihren Wangen glitzern die Tränen im Licht des Planeten. Auch sie scheint sich inzwischen zu erinnern. Plötzlich hebt sie den Arm und zeigt auf die anrauschenden Wellen. „Schau mal da. Wow!“, ruft sie und sprintet durch den Sand auf die Wasserkante zu. Ich grinse und spurte ihr hinterher. Ihre ganze Lebensfreude, das, was sie ausmacht, scheint wieder hervor zu blitzen, und sei es nur für diesen einen Augenblick. Ich war seit Jahren nicht mehr so glücklich.
  „Schau dir das Meer an!“, fordert sie mich auf, als ich neben ihr stehen bleibe.
Ich blicke hinaus auf die dunkle Fläche. Der Horizont ist kaum auszumachen, weil sich die Sterne und Trimur im Wasser spiegeln. Ich blicke nach unten. Kurz wird mir schwindlig und ich habe das Gefühl, am Rand der Welt zu stehen. Nur ein Schritt weiter und mich umgibt nichts als die dunkle Leere des Universums. Nur ein Schritt und ich bin für immer gefangen in den unendlichen Weiten des Weltraums. Doch dann ist der Moment vorbei und die Spiegelungen beginnen zu tanzen, sich zu bewegen, werden mit den Wellen an den Strand gespült. Ich reiße erstaunt die Augen auf. Jetzt erst fällt mir auf, dass auch das Meer leuchtet, nur von innen heraus! Biolumineszierende Mikroorganismen treiben wie gefallene Sterne mit jeder Welle an den Strand und umspülen unsere Füße.  
  Lena zieht mich bei der Hand. „Komm, wir gehen ins Wasser.“ Ich folge ihre, ohne vor lauter Staunen wirklich zu realisieren, was hier gerad um mich drum herum geschieht. Plötzlich kann ich nicht mehr stehen und beginne, auf der Stelle zu schwimmen.  Etwas Unglaubliches passiert. Um mich herum beginnt das Meer zum Weltraum zu werden. Überall, wo ich das Wasser in Bewegung versetze, erscheinen tausende kleiner Sterne aus dem Nichts, bilden sich unzählige Galaxien und fallen wieder in sich zusammen, als ob es sie nie gegeben hätte.
Der ganze Ozean leuchtet. Hinter mir jauchzen Patrick und Marco vor Freude, als sie sich gegenseitig mit funkelndem Wasser abspritzen. Ich lege mich auf den Rücken und lasse mich von den Wellen durch die Galaxien treiben, den Blick auf die stummen Wächter des schwarzen Planeten gerichtet.
  Es gibt wenige, perfekte Moment im Leben. Solche, die man nicht nur nachträglich beginnt zu vermisse, sondern denen man schon nachtrauert, während sie überhaupt geschehen. Dieser Abend, dieses Schweben durch den Weltraum, unendliche Weiten über und unter mir, das Gelächter und Gejauchze der anderen im Hintergrund, Lena, in deren Augen sich die Sterne spiegeln; Dieser Abend gehört auf jeden Fall zu den wenigen perfekten Momenten, von denen ich glaubte, sie nie wieder erleben zu dürfen.

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markbannstorm
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BeitragVerfasst am: 30.03.2019 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mr.Goose,

Vielen Dank für deinen Text. Hier ein paar Anmerkungen:
Für meinen Geschmack verwendest du zu viele Adjektive und verwickelst dich in kleine Widersprüche, die es mir schwer machen ein Bild zu formen:

Zitat:
brumme unverständlich und halblaut
=> nur eins von beiden
Zitat:
zieh mir die Deck über den Kopf. Das leise Ticken der Wanduhr zeigt 1:30
=> wie sieht er/sie das mit der Decke über dem Kopf? Bzw. wie kann ein Ticken die Zeit anzeigen.
Zitat:
leicht genervt, weil immer noch müde.
=> streichen, der nächste Satz sagt das schon.
Zitat:
ihre Äste in den klaren Himmel
=> warum ist der Himmel hier klar, aber über dem Meer sehen sie den Planeten.
Zitat:
Und ein unendliches Blau, allumfassend, riesig.
=> zu viele Superlative, das wird später noch schlimmer (abertausende, allumfassend, unendlich, ewiger Finsternis, Unglaubliches, perfekt.....), damit bevormundest du den Leser.

So ganz habe ich das beim ersten Mal Lesen nicht verstanden: zuerst Stadt und Straßen, dann nach ein paar Schritten Regenwald und dann ein Meer, das plötzlich von einem Tag auf dem anderen aufgetaucht ist (mit Sand!). Das liegt vielleicht an den Erdbeben, aber die sind doch schon zwei Monate vorbei.


Hoffe die Hinweise helfen dir und lass dich von Kritik nicht entmutigen.


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RocketJo
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BeitragVerfasst am: 31.03.2019 15:39    Titel: Re: Fragmente einer Zukunft (I): Hoffnung Antworten mit Zitat

Aloha und Willkommen ^^

Ich bin so frei, deinen Text im Text auseinander zu nehmen, ja? Fazit setze ich dann brav ganz am Ende ^^
Aber zuerst: Der Text hat durchaus Potenzial, vor allem als Anfang einer längeren Geschichte, weniger als auf sich selbst gestellte kurze Erzählung. Es wirkt wie eine Szene im Ganzen, nicht wie etwas in sich abgeschlossenes ^^

Mr.Goose hat Folgendes geschrieben:

 „Hey komm raus. Hier ist keiner mehr!“
  Lena’s Stimme, die mich irgendwie an den Geschmack von Honig erinnert, reißt mich aus meinem Halbschlaf. Ich brumme unverständlich und halblaut durch die offene Tür, dass das doch sicher auch bis morgen warten könne und zieh mir die Decke über den Kopf. Das leise Ticken der Wanduhr zeigt 1:30 Uhr morgens an. Das Ticken zeigt die Zeit an? Plötzlich steht sie neben mir und strahlt mich mit breitem Grinsen an, während sie mir die Decke wegzieht. Ich verstehe den Einsatz von "plötzlich", aber schöner wäre es dichter am Charakter und weg vom "plötzlich".
  „Nein, das kann nicht warten. Jetzt beeil‘ dich und steh auf! Die anderen sind schon alle fertig. Marco meint, er hat etwas Wunderschönes entdeckt. Aber er will es uns allen auf einmal zeigen.“ Dann erstirbt ihr Lächeln plötzlich Hier gehört plötzlich gar nicht hin und der Zauber fällt von ihr ab. „Außerdem ist eh keiner mehr da, der dich morgen früh irgendwie aus dem Bett holen könnte“, fügt sie mit leiser Stimme hinzu und die gewohnte Trauer kehrt wieder in ihr Gesicht zurück. Ich setze mich in meinem Bett auf und werfe ohne einen Kommentar die Decke von meinen Beinen. Besser ich halte jetzt den Mund. Ich wüsste sowieso nicht, was ich dazu erwidern sollte. Nachdem ich nochmal ausgiebig gegähnt habe, tippe ich Lena auf die Schulter und schenke ihr ein aufmunterndes Lächeln. Ihr Blick hatte sich im Nichts verloren.
  „Wir sind immer noch hier. Zusammen“, flüstere ich ihr zu. „Und jetzt lass uns mal schauen, was Marco so entdeckt hat, okay?“ Sie nickt und steht auf. Das Lächeln kehrt allerdings nicht zurück.
  „Die anderen warten vorn an der Ecke“, sagt sie, während wir uns einen Weg durch ein Trümmerfeld bahnen, das irgendwann mal eine Straße dargestellt hatte. Es ist noch gar nicht so lange her...
  „Hey, du Schlafmütze!“ Marco kommt mir mit seiner Taschenlampe in der Hand entgegen. An den anderen vier Lichtern hinter ihm, sehe ich, dass er die ganze Truppe versammelt hat. Da muss er sich seiner Sache echt sicher sein. „Wir warten jetzt schon ewig auf dich!“
  „Wunderbare Willkommensworte“, murmele ich leicht genervt, weil immer noch müde. „Hast du mal geschaut wie spät es ist?“
  „Ja“, sagt er und seine Stimme bekommt etwas Feierliches. „Zeit für eine Überraschung. Komm mit!“
  Also lasse ich mich mitschleifen und wir laufen alle zusammen im Gänsemarsch durch die Trümmer hinter Marco her. Das Bild, was sich da abzeichnet, widerspricht sich. Wird er geschleift oder läuft er freiwillig?  Nebenbei frage ich Patrick und Lynn, ob sie eine Ahnung haben, was das hier soll. Doch sie zucken nur mit den Schultern. Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet. Seit dem Ende der Katastrophen sind inzwischen fast zwei Monate vergangen. Genug Zeit um intensiv und lange über die Verluste nachzugrübeln. Keiner von uns redet mehr wirklich viel. Anmerkung: Verneinung + wirklich funktioniert im Deutschen so nicht. Entweder sie reden "nicht mehr viel" - was wohl gemeint ist - oder sie reden"wirklich nicht mehr viel". Nicht einmal meine Schwester Lena, die Lebenslust in Person…
  Die Straße ist links und rechts mit kahlen Bäumen gesäumt. Knorrig ragen ihre Äste in den klaren Himmel, als würden sie ihn anflehen, ihnen ihre Blätter, Früchte und Samen wiederzugeben. Doch vergeblich, alles ist auf ewig zerstört. Der Weg wird jetzt schmaler, der Asphalt weicht festgetrampeltem Boden und wir können aufhören, uns einen Pfad durch das Labyrinth ausgebrannter Autos und umgestürzter Bäume zu suchen. Es wird abschüssig und in der Ferne ertönt ein eigentümliches Rauschen, das in mir Erinnerungen wachruft, die ich nicht zuordnen kann.
  „Hey Marco“, rufe ich nach vorn. „Wo bringst du uns bitte hin?“
  „Hörst du nicht das Rauschen?“ fragt der zurück. Seine Stimme klingt freudig und ich kann das Grinsen in seinem Gesicht förmlich heraushören. So gut gelaunt habe ich ihn noch nie erlebt.
  „Doch“, antworte ich. Den Inquit braucht es nicht. „Aber was ist das?“   
  Patrick, der vor mir läuft, bleibt plötzlich Auch hier: Geh  näher an den Erzähler ran. Nimm das "plötzlich" raus. stehen und schaut mich überrascht an. „Sag mal, warst du noch nie am Meer?“, fragt er ungläubig.
  Ich halte verdutzt mitten im Laufen inne. Das Meer. Natürlich. In meinem Kopf fliegt eine Tür aus den Angeln, als mich eine Flut von Erinnerungen überrumpelt. Möwengeschrei. Wind, der nach Salz schmeckt. Kleine Sandkörnchen, die an der Haut haften bleiben und kribbeln. Das beruhigende, stetige Rauschen der Wellen. Und ein unendliches Blau, allumfassend, riesig. Mama, Papa auf ihren Handtüchern. Lena in ihrem knallgelben Badeanzug. Der Geruch von Sonnencreme. Eine Sandburg, die bis zum Mond reicht.
  „Was ist mit dir?“ Lenas sanfte Berührung an meinem Arm zieht mich zurück in die Wirklichkeit. Ich muss blinzeln. Warum ist auf einmal alles so verschwommen? Ich wische mir über die Augen und stelle überrascht fest, dass sie tränennass sind. Ich lächele Lena an und in diesem Lächeln stecken so viele, so gegensätzliche Emotionen, dass ich sie selbst nicht alle ganz begreife. „Erinnerst du dich an das Meer?“,. Meine Stimme ist fast nur ein Flüstern.
  Sie runzelt die Stirn. „Wir waren noch nie am Meer.“
  „Doch“, erwidere ich, jetzt mit einem breiten Grinsen. „Komm mit!“ Und mit diesen Worten renne ich voraus, ohne auf die Warte – oder Protestrufe der anderen zu achten. In meinem Kopf herrscht nur noch dieser eine Gedanke: Meer!
  Der Schein meiner Taschenlampe erleuchtet eine Gabelung. Ein Weg führt nach rechts, der andere nach links. Notgedrungen bleibe ich also davor stehen und warte auf Marco und die anderen. Er kennt den Weg. Überraschenderweise taucht aber meine Schwester als erste aus der Dunkelheit auf. Sie muss mir hinterhergerannt sein.
  „Links“, keucht sie atemlos. „Aber mach mal ein bisschen langsamer. Allein losziehen ist nicht so gut.“ Natürlich hat sie Recht, also warte ich kurz, bis sie sich wieder gefangen hat und wir nehmen gemeinsam die linke Abzweigung. Schon nach wenigen Schritten beginnt es, unter unseren Sohlen zu knirschen. Lena zuckt kurz zusammen, aber ich grinse nur und ziehe sie weiter.
  Nur noch ein paar Meter. Das Rauschen ist lauter geworden. Vor uns erscheint eine Wand aus Bäumen, vermutlich war das hier einmal ein wunderschöner Regenwald gewesen. Jetzt frage ich mich, wo die Geschichte eigentlich spielt? Wir schlüpfen zwischen den tiefhängenden, kahlen Ästen hindurch, die so zahlreich sind, dass man kaum noch den Himmel dahinter erkennen kann. Plötzlich Nein. Nicht plötzlich. Reaktion! wird es heller. Zumindest um so viel heller, dass ich instinktiv meine Lampe ausmache und ein paar Sekunden benötige, um mich an das ziemlich diffuse, weiß-grünliche Dämmerlicht zu gewöhnen. Neben mir stößt Lena einen Laut des Erstaunens aus und auch ich stehe mit offenem Mund daneben, unfähig auch nur ein Wort herauszubringen, ob der Schönheit dieses Anblicks.
  In dem natürlichen Dämmerlicht wird der tiefschwarze Himmel erleuchtet von tausenden und abertausenden Sternen. Die kleinen Punkte blinken munter gegen die allumfassende Dunkelheit, die sie umgibt. Sie sind so zahlreich, dass es, wenn man genau hinschaut, aussieht wie Nebel. Nur dass jedem Wassertropfen die Größe eines Erdballs und die Leuchtkraft von zehn Sonnen innewohnt. Sie alle scheinen ähnlich einer Spirale angeordnet, in deren Mitte Trimur liegt. Der riesige Planet, Ursprung des grünlich-weißen Lichts, trohnt wie eine schwarze Sonne auf halber Höhe über dem Horizont. Seine lichtlose Oberfläche erinnert an ein Loch mitten im Himmel. Wie ein verlorenes Portal in eine andere Welt, nur durchkreuzt von seinen drei, weiß leuchtenden Meteoritenringen und begrenzt von der eigenartigen, grün schimmernden Helligkeit, die ihn wie einen Zauber umgibt. Ein schwarzes Tor im Himmel, nur begrenzt durch seine allumfassende Aura und beschützt von unendlich vielen, blinkenden Wächtern in ewiger Finsternis. Ok, hier fehlt mir definitiv mehr Drumherum. Ich vermute, dir auch, nach deinem Vorstellungsabsatz? ^^
  Der Anblick ist atemberaubend. Ich blicke zu Lena, die mit offenem Mund in den Himmel starrt. Die Sterne glitzern in ihren Augen. Zum ersten Mal ist ihr Gesicht voller Hoffnung und plötzlich ist es, als wäre all das nie passiert. Als hätte der Planet die Erdgravitation nicht verändert, als hätte es all die Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüche nie gegeben. Ok. Du hast eine Katastrophe aufgrund von Gravitation erschaffen. Gut. Punkt 1: Wenn der Gegenplanet so dicht ist, sind deine Auswirkungen nicht verheerend genug. Punkt 2: Wo ist der Mond? Punkt 3: Zwei Monate ist nicht ausreichend Zeit, damit nach massiven Vulkanausbrüchen weltweit der Himmel völlig aufgeklart ist ^^ Als wären unsere Eltern noch am Leben. Als wären wir nicht die einzigen, die noch übrig sind…
  Hinter mir erklingen Überraschungsrufe und lautes, erstauntes Aufstöhnen und reißen mich aus meinen Gedanken. Die anderen sind angekommen. Marco steht mit glänzenden Augen neben mir „Wunderschön, nicht?“ Seine Stimme scheint von weit her zu kommen, aus den unendlichen Tiefen.
  Wir stehen noch eine Zeit lang da und keiner sagt etwas. Ich habe inzwischen meine Schuhe ausgezogen und das wohlige Gefühl des Sandes zwischen meinen Zehen ruft alte Erinnerungen wach. Lena steht neben mir und auf ihren Wangen glitzern die Tränen im Licht des Planeten Nein. Der Sterne. Oder des "was auch immer um den Planeten schwirrt". Der Planet hat, laut deiner eigenen Aussage, kein Licht, dass er abstrahlt. Was mich zur Frage bringt: Hat der Planet die Sonne zerstört? Kann ich mir, rein physikalisch, nur schwer vorstellen. . Auch sie scheint sich inzwischen zu erinnern. Plötzlich hebt sie den Arm und zeigt auf die anrauschenden Wellen. „Schau mal da. Wow!“, ruft sie und sprintet durch den Sand auf die Wasserkante zu. Ich grinse und spurte ihr hinterher. Ihre ganze Lebensfreude, das, was sie ausmacht, scheint wieder hervor zu blitzen, und sei es nur für diesen einen Augenblick. Ich war seit Jahren nicht mehr so glücklich.
  „Schau dir das Meer an!“, fordert sie mich auf, als ich neben ihr stehen bleibe.
Ich blicke hinaus auf die dunkle Fläche. Der Horizont ist kaum auszumachen, weil sich die Sterne und Trimur im Wasser spiegeln. Ich blicke nach unten. Kurz wird mir schwindlig und ich habe das Gefühl, am Rand der Welt zu stehen. Nur ein Schritt weiter und mich umgibt nichts als die dunkle Leere des Universums. Nur ein Schritt und ich bin für immer gefangen in den unendlichen Weiten des Weltraums. Doch dann ist der Moment vorbei und die Spiegelungen beginnen zu tanzen, sich zu bewegen, werden mit den Wellen an den Strand gespült. Ich reiße erstaunt die Augen auf. Jetzt erst fällt mir auf, dass auch das Meer leuchtet, nur von innen heraus! Biolumineszierende Mikroorganismen treiben wie gefallene Sterne mit jeder Welle an den Strand und umspülen unsere Füße. Kennt dein Charakter das Wort Biolumineszenz? Ansonsten schreib "leuchtende". Oder schreib es generell. Fachsprache passt nicht in den Text.
  Lena zieht mich bei der Hand. „Komm, wir gehen ins Wasser.“ Ich folge ihre, ohne vor lauter Staunen wirklich zu realisieren, was hier gerad um mich drum herum geschieht. Plötzlich kann ich nicht mehr stehen und beginne, auf der Stelle zu schwimmen.  Etwas Unglaubliches passiert. Um mich herum beginnt das Meer zum Weltraum zu werden. Überall, wo ich das Wasser in Bewegung versetze, erscheinen tausende kleiner Sterne aus dem Nichts, bilden sich unzählige Galaxien und fallen wieder in sich zusammen, als ob es sie nie gegeben hätte. Der ganze Absatz ist schief. Von dem "plötzlich" abgesehen: Er hat das Bild mit dem Weltall im Spiegel des Wassers oben schon beschworen. Es jetzt hier nochmal (und dann auch noch wie etwas ganz Neues) darzustellen, wirkt unbeholfen.
Der ganze Ozean leuchtet. Hinter mir jauchzen Patrick und Marco vor Freude, als sie sich gegenseitig mit funkelndem Wasser abspritzen. Ich lege mich auf den Rücken und lasse mich von den Wellen durch die Galaxien treiben, den Blick auf die stummen Wächter des schwarzen Planeten gerichtet.
  Es gibt wenige, perfekte Moment im Leben. Solche, die man nicht nur nachträglich beginnt zu vermisse, sondern denen man schon nachtrauert, während sie überhaupt geschehen. Dieser Abend, dieses Schweben durch den Weltraum, unendliche Weiten über und unter mir, das Gelächter und Gejauchze der anderen im Hintergrund, Lena, in deren Augen sich die Sterne spiegeln; Dieser Abend gehört auf jeden Fall zu den wenigen perfekten Momenten, von denen ich glaubte, sie nie wieder erleben zu dürfen.


Ich mag die Szenerie und im Gegensatz zu meinem Vorposter finde ich die Superlative auch nicht bevormundend, sondern durchaus im Charakter des Erzählers begründet. Allerdings frage ich mich zwei Dinge:
1. Wie alt sind die Figuren?
2. Warum erinnern sich die Geschwister nicht mehr an ihr Erlebnis am Meer?

Im Hinblick auf die Geschichte stellen sich mir noch ein paar Fragen mehr (jetzt hätte ich beinahe Meer geschrieben ;-p):
3. Wo spielt die Geschichte? So ist das für mich "unmögliche Geographie", sie sich auch mit den Katastrophen nicht erklären lässt.
4. Warum haben offensichtlich alle Leute das Meer vergessen?
5. Siehe Anmerkungen im Text: Die Katastrophe passt nicht zum Szenario, ebenso der klare Himmel.
6. Überhaupt schwächelt das Szenario an vielen Stellen, was aber vermutlich daher kommt, dass du selbst nicht recht weißt, wo du hin willst.

Und handwerklich:
Der Text ist gut lesbar, leidet aber unter einigen überflüssigen Inquits und Adjektiven, die den Erzähler beschreiben. Geh hier mehr in die Figur und lass ihn handeln und fühlen.
Das bringt mich zu meinen Erzfeinden: Du verwendest viel zu oft (und völlig überflüssig) das Wörtchen "plötzlich". Prüfe mal, wie sich der Text ohne das Wort liest und da, wo du es für wirklich nötig erachtest, ersetz es mal mit einer Reaktion des Erzählers auf das unerwartete Ereignis.
Ansonsten:
Ich mag direkte Rede lieber als indirekte. An einigen Stellen hat es mich daher gestört, dass du die Aussagen zusammenfasst, anstatt einen Dialog zu spinnen. Zumal du eine Menge Konfliktpotenzial verschenkt hast (zwischen Bruder und Schwester, zwischen Erzähler und Gruppe, zwischen verschiedenen inneren Anteilen des Erzählers -> Da vor allem).
Und die Taste neben dem Fragezeichen sind Akzente, keine Apostrophe ^^

So, wie gesagt, Potenzial hat der Text, vor allem im Rahmen eines längeren Textes, der mir mehr von der Welt und den Figuren zeigt (die waren alle sehr flach). Und du hast so viele Möglichkeiten, die Szene spannender und konfliktreicher zu machen und tust es nicht. Das ist sehr schade.
Ich meine, gerade in der Ich-Perspektive kann es schwer sein, den Erzähler in Schwierigkeiten zu bringen (das Problem habe ich zumindest ^^), aber versuch es mal. Lass ihn sich mit der Schwester streiten oder Ärger von Marco kriegen. Oder meinetwegen im Wasser erst einmal untergehen und alle in Schrecken versetzen ^^
Mich würde auf jeden Fall mehr zu der Welt interessieren ^^
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BeitragVerfasst am: 31.03.2019 21:59    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Dankeschön für deine detaillierte Kritik. Ich habe mir zu dem Ganzen schon ein paar mehr Gedanken gemacht und habe das alles so selbst für mich in einen Zusammenhang eingeordnet. Aber du hast  vollkommen Recht, das habe ich zu wenig nach außen getragen und wohl so einiges an Potenzial nicht genutzt. Aber ich werde das wohl noch einmal grundlegend überarbeiten smile

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