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Literaturagenten: Länge der Wartezeiten auf Verlagsreaktionen

 
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meerenblau
Dichter und Denker


Beiträge: 1070



BeitragVerfasst am: 09.01.2019 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Und man kann noch hinzufügen, dass eine Agentur Erfahrungen mit Verträgen hat und weiß, welche Fallstricke in denen lauern können.
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Fjodor
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Beiträge: 1419



BeitragVerfasst am: 09.01.2019 14:41    Titel: Antworten mit Zitat

Emons und Gmeiner sind Regio-Krimi-Spezialisten, Erfahrungen aus meinem Bekanntenkreis zeigen, dass man da auch ohne Agent landen kann, wenn das Projekt dort richtig passt. Die Buchtitel sind in den jeweiligen Regionen dann auch gut im Handel vertreten.

Auch die Mitarbeiterin eines renommierten Literaturverlags hat betont, dass sie nicht auf Agenten fixiert seien.

Bei der Vielzahl von Bewerbungen gehört neben einer gewissen Qualität natürlich immer auch das Glück dazu.
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Niederrheiner
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BeitragVerfasst am: 09.01.2019 15:03    Titel: Antworten mit Zitat

Die Diskussion hatten wir ja schon zigfach.

Natürlich - wenn man erfolgreicher Autor/Selfpublisher, Promi oder bekannter Experte im Sachbuchbereich o.ä. ist, oder persönliche Kontakte in die Verlage hat, kann man auch ohne Agentur in die großen Verlage reinkommen.

Hat man das alles nicht, kann man das bei großen (!) Verlagen heute (!) vergessen (vor Jahren mag das mal anders gewesen sein).
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Murmel
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BeitragVerfasst am: 09.01.2019 15:07    Titel: Antworten mit Zitat

Lki hat Folgendes geschrieben:
Ja gut, da ist es naheliegend, dass eine Agentur nicht groß helfen kann. Aber dieses generelle Gebashe von wegen "die wissen ja auch nicht, was der Markt will" und "Warum soll man denn überhaupt eine Agentur wollen, das kann man doch auch alles selbst" stößt mir immer sauer auf. Klar, preusse hat es ohne zu Knaur geschafft, das ist Fakt und wird ja von ihm auch immer wieder betont. Aber er wird da eher die Ausnahme sein. Googelt man sich mal durch die deutschen Spitzentitel-Autoren (die nicht schon Jahrzehnte im Geschäft sind) aus den Programmen der großen Verlage, wird man kaum einen ohne Agentur finden.


preusses Weg war ein sehr spezifischer, und der ging zuerst über die Veröffentlichung in einem Kleinverlag. Also nicht direkt von Null zu Knaur. Sein Beispiel zeigt nicht nur, dass es über den Weg Kleinverlag auch ohne Agenten geht, aber auch, wie wichtig Genre und Zeitpunkt ist. Er hat mit seinem Subgenre historische Biografien genau ein eine Lücke hineingeschrieben und das zu einer Zeit, in der sich das historische Genre zu erholen begann. Ich wage zu bezweifeln, dass das mit einem historischen Liebesroman so gut geklappt hätte.


Regio-krimis sind ebenfalls sehr speziell, ihr Erfolg hängt vor allem von der Beliebtheit und Größe der Region ab. Deine Bücher liegen dann in der Region aus und werden von Einheimischen und Touristen gekauft. Einheimische suchen den Wiedererkennungseffekt und werden gerne auf die Schippe genommen, Touristen wollen Geheimnisse der Region entdecken.

Früher glaubte ich das nicht, aber heute, nach 10 Jahren, weiß ich, wie wichtig es ist, die Anforderungen an Genres gut zu kennen.


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*Koppelmord - Carlsen Instantbooks 2013
*Flauschangriff - Piper/Weltbild 2014, Piper Fahrenheit 2017
*Katertage zum Verlieben - Thienemann 2014
*Bocktot - Gmeiner-Verlag 2017
*Brunnenleich - Gmeiner-Verlag Juli 2018
*Gut Gebellt, Katze - Edel Elements September 2018
*Schwarze Küste - Gmeiner Verlag Februar 2019

*tbd - Edel Elements tbd
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preusse
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BeitragVerfasst am: 09.01.2019 15:30    Titel: Antworten mit Zitat

Murmel hat Folgendes geschrieben:
Lki hat Folgendes geschrieben:
Ja gut, da ist es naheliegend, dass eine Agentur nicht groß helfen kann. Aber dieses generelle Gebashe von wegen "die wissen ja auch nicht, was der Markt will" und "Warum soll man denn überhaupt eine Agentur wollen, das kann man doch auch alles selbst" stößt mir immer sauer auf. Klar, preusse hat es ohne zu Knaur geschafft, das ist Fakt und wird ja von ihm auch immer wieder betont. Aber er wird da eher die Ausnahme sein. Googelt man sich mal durch die deutschen Spitzentitel-Autoren (die nicht schon Jahrzehnte im Geschäft sind) aus den Programmen der großen Verlage, wird man kaum einen ohne Agentur finden.


preusses Weg war ein sehr spezifischer, und der ging zuerst über die Veröffentlichung in einem Kleinverlag. Also nicht direkt von Null zu Knaur. Sein Beispiel zeigt nicht nur, dass es über den Weg Kleinverlag auch ohne Agenten geht, aber auch, wie wichtig Genre und Zeitpunkt ist. Er hat mit seinem Subgenre historische Biografien genau ein eine Lücke hineingeschrieben und das zu einer Zeit, in der sich das historische Genre zu erholen begann. Ich wage zu bezweifeln, dass das mit einem historischen Liebesroman so gut geklappt hätte.


Regio-krimis sind ebenfalls sehr speziell, ihr Erfolg hängt vor allem von der Beliebtheit und Größe der Region ab. Deine Bücher liegen dann in der Region aus und werden von Einheimischen und Touristen gekauft. Einheimische suchen den Wiedererkennungseffekt und werden gerne auf die Schippe genommen, Touristen wollen Geheimnisse der Region entdecken.

Früher glaubte ich das nicht, aber heute, nach 10 Jahren, weiß ich, wie wichtig es ist, die Anforderungen an Genres gut zu kennen.


Liebe Murmel, dass ist, wie ich schon mehrfach geschrieben habe, alles richtig, was du sagst. Ich wollte nur auf meine ausgesprochen schlechten Erfahrungen mit Agenturen und ausgesprochen guten mit drei Verlagen (Dorfmeister, Weltbild, Knaur) hinweisen.
In der Reihenfolge haben sie mich mit offenen Armen aufgenommen als Agenturen noch nach dem PIRATEN abgewinkt haben.
Aber was soll's. Rolling Eyes


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Niederrheiner
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BeitragVerfasst am: 09.01.2019 16:04    Titel: Antworten mit Zitat

Gliese581 hat Folgendes geschrieben:
Der Emons-Verlag. Ich hab nur diesen Verlag angeschrieben, da es um einen Regional-Krimi ging. Dort erscheint im Herbst jetzt mein 3. Krimi. Warum muss es denn ein "großer" Verlag sein?


Muss es nicht!

Aber man darf das halt nicht verwechseln.

Bei kleineren und mittleren Verlagen (also Verlage, die nicht die erste Wahl von Agenturen bei der Verlagssuche sind), hat man mit einem unverlangten Manuskript eine Chance.
Bei den großen nicht.

Solange du mit der Zusammenarbeit und den Konditionen in dem Verlag zufrieden bist, brauchst du sicher keine Agentur.
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Lki
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BeitragVerfasst am: 09.01.2019 16:45    Titel: Antworten mit Zitat

Niederrheiner hat Folgendes geschrieben:
Gliese581 hat Folgendes geschrieben:
Der Emons-Verlag. Ich hab nur diesen Verlag angeschrieben, da es um einen Regional-Krimi ging. Dort erscheint im Herbst jetzt mein 3. Krimi. Warum muss es denn ein "großer" Verlag sein?


Muss es nicht!

Aber man darf das halt nicht verwechseln.

Bei kleineren und mittleren Verlagen (also Verlage, die nicht die erste Wahl von Agenturen bei der Verlagssuche sind), hat man mit einem unverlangten Manuskript eine Chance.
Bei den großen nicht.

Solange du mit der Zusammenarbeit und den Konditionen in dem Verlag zufrieden bist, brauchst du sicher keine Agentur.


Genau so ist das. Das hat auch was damit zu tun, was ich erreichen will - habe ich einen Brotjob, den ich mag und mit dem ich meinen Lebensunterhalt verdiene, und schreibe nebenher das eine oder andere Buch zum Vergnügen? Oder will ich langfristig davon leben und das Schreiben zum Beruf machen? Danach richtet sich der Grad der Professionalisierung, die Entscheidung für ein Genre, einen Verlag - und oft eben auch für oder gegen eine Agentur. Niemand sagt, jeder Autor muss zu einem großen Verlag. Aber wie Niederrheiner sagt: Wenn man dorthin will, geht es in den allermeisten Fällen nicht ohne eine (gute, seriöse, entsprechend vernetzte) Agentur.


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Murmel
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BeitragVerfasst am: 09.01.2019 17:23    Titel: Antworten mit Zitat

preusse hat Folgendes geschrieben:
Murmel hat Folgendes geschrieben:
Lki hat Folgendes geschrieben:
Ja gut, da ist es naheliegend, dass eine Agentur nicht groß helfen kann. Aber dieses generelle Gebashe von wegen "die wissen ja auch nicht, was der Markt will" und "Warum soll man denn überhaupt eine Agentur wollen, das kann man doch auch alles selbst" stößt mir immer sauer auf. Klar, preusse hat es ohne zu Knaur geschafft, das ist Fakt und wird ja von ihm auch immer wieder betont. Aber er wird da eher die Ausnahme sein. Googelt man sich mal durch die deutschen Spitzentitel-Autoren (die nicht schon Jahrzehnte im Geschäft sind) aus den Programmen der großen Verlage, wird man kaum einen ohne Agentur finden.


preusses Weg war ein sehr spezifischer, und der ging zuerst über die Veröffentlichung in einem Kleinverlag. Also nicht direkt von Null zu Knaur. Sein Beispiel zeigt nicht nur, dass es über den Weg Kleinverlag auch ohne Agenten geht, aber auch, wie wichtig Genre und Zeitpunkt ist. Er hat mit seinem Subgenre historische Biografien genau ein eine Lücke hineingeschrieben und das zu einer Zeit, in der sich das historische Genre zu erholen begann. Ich wage zu bezweifeln, dass das mit einem historischen Liebesroman so gut geklappt hätte.


Regio-krimis sind ebenfalls sehr speziell, ihr Erfolg hängt vor allem von der Beliebtheit und Größe der Region ab. Deine Bücher liegen dann in der Region aus und werden von Einheimischen und Touristen gekauft. Einheimische suchen den Wiedererkennungseffekt und werden gerne auf die Schippe genommen, Touristen wollen Geheimnisse der Region entdecken.

Früher glaubte ich das nicht, aber heute, nach 10 Jahren, weiß ich, wie wichtig es ist, die Anforderungen an Genres gut zu kennen.


Liebe Murmel, dass ist, wie ich schon mehrfach geschrieben habe, alles richtig, was du sagst. Ich wollte nur auf meine ausgesprochen schlechten Erfahrungen mit Agenturen und ausgesprochen guten mit drei Verlagen (Dorfmeister, Weltbild, Knaur) hinweisen.
In der Reihenfolge haben sie mich mit offenen Armen aufgenommen als Agenturen noch nach dem PIRATEN abgewinkt haben.
Aber was soll's. Rolling Eyes


lieber Preusse,
du bist für mich das Paradebeispiel, dass es auch ohne Agenturen geht, wenn das Gesamtpacket stimmt.

Agenturen sollten die Genres und die jeweilige Marktsituation kennen. Sollten - viele tun das nicht. Ok, irren ist menschlich, Fehleinschätzungen gehören dazu, aber mir kommt es so vor, als dass Agenturen sich etwas anbieten lassen, das sie nach dem Gießkannenprinzip verteilen, und fertig. Nur sehr wenige Agenten arbeiten mit dem Autor. Nur sehr wenige entwickeln eine Strategie, die sich an Markt und Autor orientiert. Das erfordert Arbeit und Marktkenntnis und, das ist wichtig, dass der Agent auch die Werke des Autors gelesen hat, und nicht nur den Pitch.

Ich sehe auch, dass eine Agentur mit 100+ Autoren an die Grenze des Machbaren gelangt. Nur bei den heutigen Verhältnissen kann eine Agentur mit nur 20 Autoren kaum überleben. Sie muss auf Masse setzen und damit geht die individuelle Betreuung verloren. Sie braucht dann immer noch 2,3 oder 5 Bestsellerautoren, um genügend Geld zu erwirtschaften.

Einzelerfolge bedeuten nichts in diesem Geschäft. Der Druck ist immens. Löst euch vom Erfolgsdruck, freut euch über den Vertrag und vermeidet den Blick auf die Charts.

smile


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preusse
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019 19:17    Titel: Antworten mit Zitat

Murmel hat Folgendes geschrieben:
Agenturen sollten die Genres und die jeweilige Marktsituation kennen. Sollten - viele tun das nicht. Ok, irren ist menschlich, Fehleinschätzungen gehören dazu, aber mir kommt es so vor, als dass Agenturen sich etwas anbieten lassen, das sie nach dem Gießkannenprinzip verteilen, und fertig. Nur sehr wenige Agenten arbeiten mit dem Autor. Nur sehr wenige entwickeln eine Strategie, die sich an Markt und Autor orientiert. Das erfordert Arbeit und Marktkenntnis und, das ist wichtig, dass der Agent auch die Werke des Autors gelesen hat, und nicht nur den Pitch.


Ich gebe dir in jedem Punkt völlig Recht.
Allerdings sollte man sich eben auch von der 100%igen Agenturgläubigkeit trennen.
Ich kann nur für meinen Verlag sprechen, aber da hat man das offenbar erkannt.
Deshalb hat Knaur auch zumindest ein/e ManagerIn für Acquisition und Autorenentwicklung, mit der ich sehr gut zusammenarbeite.
Etwas, dass, wie du schreibst, die Agenturen leisten sollten.
Meine rein persönliche Erfahrung: ich kenne keine, die das tut.
Aber ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen.
Bis dahin rufe ich aber lieber direkt beim Verlag an oder schreibe einen Zweizeiler per Mail mit neuen Vorschlägen für das nächste Projekt.
Und ich glaube nicht, dass das nicht auch anderen gelingen kann und gebe deshalb gern meine Erfahrungen weiter, so wie ich anfangs von denen des Forums profitiert habe und es immer noch tue.


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Niederrheiner
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BeitragVerfasst am: 10.01.2019 19:58    Titel: Antworten mit Zitat

@ preusse: Es geht doch gar nicht um Autoren, die schon jahrelang in einem Verlag sind und gut mit ihm arbeiten. Keiner hat gesagt, dass man sich dann trotzdem eine Agentur suchen soll!

Es geht um die Frage, wie man heute (nicht irgendwann vor Jahren) da reinkommt.
Und das wird hier nach wie vor nicht beantwortet, wie man das ohne Kontakte in den Verlag rein bzw. ohne schon erfolgreicher Autor/Selfpublisher zu sein, schaffen kann, wenn man keine Agentur hat.
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preusse
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019 09:37    Titel: Antworten mit Zitat

Niederrheiner hat Folgendes geschrieben:
@ preusse: Es geht doch gar nicht um Autoren, die schon jahrelang in einem Verlag sind und gut mit ihm arbeiten. Keiner hat gesagt, dass man sich dann trotzdem eine Agentur suchen soll!

Es geht um die Frage, wie man heute (nicht irgendwann vor Jahren) da reinkommt.
Und das wird hier nach wie vor nicht beantwortet, wie man das ohne Kontakte in den Verlag rein bzw. ohne schon erfolgreicher Autor/Selfpublisher zu sein, schaffen kann, wenn man keine Agentur hat.


Das ist mir schon klar, und ich habe schon mehrfach zu erklären versucht, dass es viele Möglichkeiten und nicht nur den oft propagierten Königsweg über Agenturen gibt.
Noch mit dem Roman, der 2017 - also vor gar nicht so langer Zeit - als Buch des Jahres 2017 bei den Histos ausgezeichnet wurde - habe ich versucht, bei Agenturen unterzukommen.
Pustekuchen!
Ich werde jetzt das letzte Mal über meine ganz persönlichen, speziellen Erfahrungen berichten - und dann macht, was ihr wollt.
Als ich 2011 meinen ersten Roman fertig hatte, habe ich ihn natürlich Agenturen und Verlagen (auch dem, der ihn jetzt als ganze Reihe herausbringt) angeboten und dabei alle Anfängerfehler gemacht, die es so gibt.
Große Verlage haben sich gar nicht gemeldet, von mehr als zwanzig Agenturen zwei mit Absagen.
Er wurde dann von einem kleinen Verlag in der Region gedruckt und offenbar lief er recht gut, denn der Verleger war zwei Fortsetzungen gegenüber nicht abgeneigt.
Für jede habe ich aber versucht, eine Agentur zu begeistern.
Jetzt kamen nicht einmal mehr Absagen.
Dafür aber eine Anfrage von Weltbild - man merke, wieder ein Verlag - ob sie die eBook-Rechte haben könnten.
Außerdem bestände die Option auf eine eigene Printausgabe.
Habe ich in Abstimmung mit dem Kleinverlag natürlich gerne gemacht und hatte damit einen Fuß in der Tür.
Das Angebot der Printausgabe kam dann auch, doch in der gleichen Woche ging Weltbild Konkurs (ein Schelm, der böses dabei denkt).
Dann habe ich den Piraten geschrieben und ihn vier Verlagen und vier Agenturen angeboten.
Ganz normal mit Expose, Leseprobe und Vita, wie es erwartet wird.
Von den vier Verlagen haben sich kurzfristig drei gemeldet, aber nur eine Agentur.
Und die so spät, dass das Angebot von Knaur schon vorlag.
Agu hier aus dem Forum hat mir damals bei der Entscheidungsfindung sehr geholfen.
Der Roman erschien 2016 und ist mittlerweile in der fünften Auflage auf dem Markt.
Ob sich da nicht im nachhinein die eine oder andere Agentur ärgert?
Ich weiß es nicht, denn es hat sich nie eine gemeldet.
Auch nicht, als ich ihnen den Bogenschützen angeboten habe.
Gleichzeitig hatte ich auch wieder die Rechte an den Löwen und bin auch damit bei Agenturen vorstellig geworden.
Keine Antwort, keine Reaktion, nichts.
Noch Fragen, wieso ich Agenturen skeptisch gegenüberstehe?
Mittlerweile hat Knaur alle Rechte übernommen, und sie scheinen damit nicht ganz unglücklich zu sein.
Jedenfalls baten sie mich um einen abschließenden fünften Band exklusiv, gaben mir einen Doppelvertrag für den Aquitanier und den Angevinen, brachten ein Projekt zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ins Gespräch und stehen auch meinen weiteren Projekten positiv gegenüber.

Murmel hat es weiter oben absolut auf den Punkt gebracht.  
ich war mit dem richtigen Projekt zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hatte das Glück, auf den richtigen Ansprechpartner zu treffen.
Das ist ein Fakt.
Aber die Chance, Geld mitzuverdienen, hatten viele Agenturen auch.
Nur haben sie offenbar NICHT gewusst, was der Markt gerade wollte und auch kein Interesse an Autorenentwicklung gezeigt, ja sind noch nicht einmal auf den fahrenden Zug aufgesprungen.
Zu satt, zu bequem, zu einseitig orientiert?
Ich weiß es nicht, keine Ahnung.
Wie gesagt - eine rein persönliche Erfahrung.
Aber daraus resultierend zeigt sich, dass der Weg über Agenturen eben auch nicht die alleinseligmachende Variante ist.
Es gibt viele und individuelle Wege zu der gewünschten Veröffentlichung.
Auf alle Fälle gehören Beharrlichkeit, ein langer Atem und das einstecken von Rückschlägen dazu, um als Autor seinen Weg gehen zu können.

Und um das ganz klar abschließend zu sagen: ich verteufle keineswegs Agenturen und will auch keineswegs ausschließen, nicht später einmal mit einer zusammenzuarbeiten.
Bisher habe ich aber einfach diesbezüglich keine guten Erfahrungen gemacht.
Vielleicht hätten sie an der einen oder anderen Stelle auch ein Prozent mehr herausgeschlagen, dafür aber zwanzig kassiert. Laughing


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Lki
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019 09:55    Titel: Antworten mit Zitat

Dein persönlicher Weg steht ja gar nicht zur Debatte und es ist schön, dass es am Ende bei dir auf die Art geklappt hat. Aber wenn ich mir anschaue, welche Zeit das Ganze gedauert hat und dass dieser Weg kaum 1:1 für andere so kopierbar ist, frage ich mich doch, warum ich diese sehr kurvenreiche Strecke über Kleinverlag, E-Book-only usw. wählen soll, wenn ich mit einer Agentur sehr viel direkter und schneller (schnell ist relativ, es dauert auch da bis zur Veröffentlichung, aber geht doch insgesamt zügiger) in einen Großverlag komme?

Wie du es gemacht hast, ist in meinen Augen nur dann eine Alternative, wenn man keine Agentur findet, sowieso in den Kleinverlag will oder eben eine spezielle Nische bedient, bei der man auch so Kontakt in die entsprechenden Häuser bekommt. Aber wieso sollte ein Autor, der sein Debüt verkaufen will, sich freiwillig für so verschlungene Pfade entscheiden, wenn er einen Partner an der Seite haben kann, der ihm dabei hilft? Weil er dafür 15 Prozent abgeben muss? Ich bitte dich. In der Zeit, die man mit den Aufgaben verbringen müsste, die eine Agentur für einen übernimmt, kann man ein neues Buch schreiben und damit deutlich mehr wieder reinholen.

Der Weg über Agenturen ist sicher nicht alleinseligmachend, da hast du recht. Wenn ich deine offenbar tiefsitzenden Enttäuschungen in dem Bereich erlebt hätte, würde ich das wohl auch sagen. Aber es ist momentan der direkteste und meiner Ansicht nach auch professionellste Weg, um Fuß in einem Publikumsverlag zu fassen.


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BeitragVerfasst am: 11.01.2019 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Lki hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich deine offenbar tiefsitzenden Enttäuschungen in dem Bereich erlebt hätte, würde ich das wohl auch sagen. Aber es ist momentan der direkteste und meiner Ansicht nach auch professionellste Weg, um Fuß in einem Publikumsverlag zu fassen.


Keine Küchentischpsychologie bitte!
Ich bin nicht enttäuscht, eher belustigt. Very Happy
Dein Glauben an die Agenturen in Ehren.
Ich habe ihn verloren.


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BeitragVerfasst am: 11.01.2019 10:30    Titel: Antworten mit Zitat

Der Glaube entspringt meinen Erfahrungen, genau wie bei dir, deswegen gebe ich sie auch jedes Mal weiter, wenn das Thema "Wieso wir keine Agenturen brauchen" erneut aufkommt. Smile Ich habe eine tolle, professionelle Agentur mit einer Ansprechpartnerin, die immer an meiner Seite ist, mir alle Fragen beantwortet, neue Ideen mit mir bespricht und immer in meinem Sinne denkt und agiert. Vielleicht ist das selten, mag sein. Aber deswegen ist es trotzdem wahr. Cool

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preusse
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019 11:12    Titel: Antworten mit Zitat

Lki hat Folgendes geschrieben:
Ich habe eine tolle, professionelle Agentur mit einer Ansprechpartnerin, die immer an meiner Seite ist, mir alle Fragen beantwortet, neue Ideen mit mir bespricht und immer in meinem Sinne denkt und agiert. Vielleicht ist das selten, mag sein. Aber deswegen ist es trotzdem wahr. Cool


Schön für dich, das zweifle ich auch gar nicht an.
Ich kann das Gleiche von meinem Verlagskontakt sagen.
Der eine so, der Andere so.
Mir geht nur das ewige Mantra: "der Weg zu den Verlagen führt ausschließlich über eine Agentur" auf die Nerven.
Das beschreibt ein völlig falsches Bild und verhindert wohl auch die eine oder andere vielversprechende Karriere.


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Lki
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019 11:47    Titel: Antworten mit Zitat

preusse hat Folgendes geschrieben:


Das beschreibt ein völlig falsches Bild und verhindert wohl auch die eine oder andere vielversprechende Karriere.


Glaubst du das wirklich? Dass jemand, der eine buchmarkttaugliche, gute Story im Gepäck hat, dann aufgibt, wenn die Agenturen sein Potenzial verkennen sollten? Das kann ich mir nicht vorstellen. Wenn man wirklich schreiben und veröffentlichen will, gibt es auch noch andere Wege als Agenturen oder sogar Verlage. Da sagt doch niemand "Ach, die Agenturen wollten mich nicht, dann höre ich jetzt auf mit dem Schreiben und stricke stattdessen". Razz


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BeitragVerfasst am: 11.01.2019 12:03    Titel: Antworten mit Zitat

Lki hat Folgendes geschrieben:
preusse hat Folgendes geschrieben:


Das beschreibt ein völlig falsches Bild und verhindert wohl auch die eine oder andere vielversprechende Karriere.


Glaubst du das wirklich? Dass jemand, der eine buchmarkttaugliche, gute Story im Gepäck hat, dann aufgibt, wenn die Agenturen sein Potenzial verkennen sollten? Das kann ich mir nicht vorstellen.


Ich mir schon.
Eigentlich wollte ich nur einen Roman schreiben.
Hätte ich den bei keinem Verlag untergebracht, hätte ich danach aufgehört.
Bevor ich meine Zeit vergeude, gehe ich lieber mit meiner Enkelin spielen, mit meiner Frau ausreiten oder schwimmen.
Da gibt es viele andere Beschäftigungen, die mir auch Spaß machen würden.
Außerdem habe ich noch einen Job.
Der kommt jetzt, zugegeben, etwas zu kurz, aber ich habe ja Frauenpower im Betrieb. Very Happy
Doch jetzt, wo die Angelegenheit recht lukrativ geworden ist, ich schreiben kann, was ich möchte und mir niemand Vorschriften macht (außer bei den Seitenzahlen, aber das bekomme ich auch noch hin Embarassed ), sieht das natürlich ganz anders aus und ich brauche auch kein schlechtes Gewissen mehr zu haben.
Beim ersten Roman sagte meine Tochter noch: "Du hast nur noch dein Schei.. Buch im Kopf."
Heute geht sie auf Zehenspitzen, wenn sie mich tippen hört.
So ändern sich die Zeiten - auch ohne Agentur. Very Happy
Und jetzt Schluss damit, ich muss meinen Jahresabschluss machen. Kopf an die Wand


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Beka
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BeitragVerfasst am: 11.01.2019 22:56    Titel: Antworten mit Zitat

LKi hat Folgendes geschrieben:
Aber wenn ich mir anschaue, welche Zeit das Ganze gedauert hat und dass dieser Weg kaum 1:1 für andere so kopierbar ist, frage ich mich doch, warum ich diese sehr kurvenreiche Strecke über Kleinverlag, E-Book-only usw. wählen soll, wenn ich mit einer Agentur sehr viel direkter und schneller (schnell ist relativ, es dauert auch da bis zur Veröffentlichung, aber geht doch insgesamt zügiger) in einen Großverlag komme?


Was du bei der Diskussion außer acht lässt, LKi, ist, dass eben nicht jeder mit seinem Projekt auch eine Agentur findet. Und das muss nicht immer  mit der Qualität zu tun haben.  Ich habe meinen Erstling 2013 ca. 10 Agenturen angeboten, 9 Absagen kassiert, eine  forderte das Gesamtmanuskript an - und meldete sich dann ein halbes Jahre nicht mehr und danach nur selten.  Die gibt es jetzt nicht mehr , die waren damals wohl schon in Auflösung.
Ein Ebook only Imprint von HarperCollins hat es dann veröffentlicht, und ich war froh drüber.  Mehr, ich war stolz, dass ich einen Verlag gefunden hatte  (2014). Es gab ein zweites Projekt mit ihnen und dann von mir den Vorschlag für ein drittes, das sie machen wollten. Da wollte ich dann aber in den "echten" Verlag, in den Print. Auf meine diesbezügliche Nachfrage reagierte man erst nicht, dann ausweichend und ich habe mich so geärgert, dass ich mein Angebot zurückgezogen habe und das Exposé der Agentur geschickt habe, die mir zwei Jahre zuvor die nettestes Absage geschickt hat. Zwei Tage später hatte ich den Vertrag, drei Monate später war das Teil vermittelt. Inzwischen habe ich mit ihr 5 Projekte bei dem Verlag untergebracht, darunter die beiden E-Only, für die ich mir letztes Jahr die Rechte zurückgeholt haben. Es lag also nicht an der Qualität, sondern daran, dass ich keinen "Namen" hatte, dass es nicht das richtige Thema zur richtigen Zeit war. Ich habe meine Agentin gefragt, warum sie die Albatrosse 2013 abgelehnt hat und sie sagte: Die Schreibe war toll, die Geschichte war toll, doch ich habe dafür keine Chancen auf dem Markt gesehen.  - Jetzt ist das anders.

@Preusse, die Agentur, die deinen Piraten abgelehnt hat, hat auch meine Toskanatochter abgelehnt, allerdings kam die Absage erst, als ich schon eine Agentur und einen Verlagsvertrag hatte lol

preusse hat Folgendes geschrieben:

Beim ersten Roman sagte meine Tochter noch: "Du hast nur noch dein Schei.. Buch im Kopf." Heute geht sie auf Zehenspitzen, wenn sie mich tippen hört.


Ot:  Als ich im Sommer 2013 die Albatrosse fertig hatte, sagte mein Mann: Jetzt hast du ja dein Buch geschrieben,dann könen wir wieder zur Normalität zurückkehren.
Inzwischen geht er mit mir auf Rechercherreisen, redet mir in meine Plots rein und steuert richtig gute Ideen bei.  Wink


_________________
*Die Sehnsucht der Albatrosse* ( November 18 Aufbau Taschenbuch)
*Das Geheimnis des Nordsterns* ( Dezember 18 Aufbau Taschenbuch)
*Die Tochter der Toskana - Wie alles begann* ( Aufbau Digital)
*Die Tochter der Toskana* (Aufbau Taschenbuch)
*Das Gutshaus in der Toskana* (Februar 2019 - Aufbau Taschenbuch)
*Sterne über der Toskana* (August 2019 - Aufbau Taschenbuch)
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Lki
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 88



BeitragVerfasst am: 13.01.2019 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Außer Acht gelassen habe ich das nicht. Smile Natürlich kann es sein, dass man für gute Projekte keine Agentur findet, weil die in dem Moment die Markttauglichkeit verkennen. Mir haben die Agenturen auch nicht die Bude eingerannt - eine hat mein Projekt, das im März erscheint, sogar nur abgelehnt, weil es eine Dystopie ist und sie deswegen keine Vermittlungchancen gesehen haben. Das ist eben ein sehr subjektives Geschäft. Aber das nur am Rande. Worauf ich eigentlich hinauswollte - dass man nach einer gescheiterten Agentursuche andere Wege beschreitet, ist für mich völlig logisch. Es aber von vornherein gar nicht erst bei den Agenturen zu versuchen, sondern gleich diese langwierigen und kräftezehrenden Alternativen anzusteuern, wie preusse es vorschlägt, das leuchtet mir nicht ein.

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preusse
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1131
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 13.01.2019 10:40    Titel: Antworten mit Zitat

Lki hat Folgendes geschrieben:
Es aber von vornherein gar nicht erst bei den Agenturen zu versuchen, sondern gleich diese langwierigen und kräftezehrenden Alternativen anzusteuern, wie preusse es vorschlägt, das leuchtet mir nicht ein.


Das habe ich doch gar nicht gesagt, ließ bitte mal richtig nach.
Nur, dass der Weg über Agenturen nicht der alleinseligmachende ist, wie oft behauptet wird.
Auch ich habe mich bei Agenturen beworben.
Aber hätte ich ihnen geglaubt, was sie mir erzählt haben - Histos gehen überhaupt nicht, keine Chance, nehmen sie doch erst einmal an unseren Schreibkursen teil etc - oder auch nicht gesagt haben, weil keinerlei Reaktion, wäre heute von mir kein Buch veröffentlicht.
Agenturen sind EINE Möglichkeit zu den Verlagen.
Nicht mehr, nicht weniger.


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Auxiliare tibi deus et vult auxiliari!

Das Herz des Löwen, 06/2011
Das Blut des Löwen, 11/2012
Die Pranken des Löwen, 03/2014
Das Banner des Löwen, 11/2015
Der Pirat - ein Francis-Drake-Roman, 07/2016
Der Herr der Bogenschützen, 08/2017
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Der Aquitanier, 2019
Die geteilten Jahre, 2019
Der Angevine (AT), 2020
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Niederrheiner
Geschlecht:männlichSchreiberling


Beiträge: 198



BeitragVerfasst am: 14.01.2019 11:10    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, eure Aussagen widersprechen sich gar nicht.

Dass man auch über den Umweg kleinere Verlage/Selfpublishing irgendwann ohne Agentur in die großen Verlage kommen kann, ist richtig.

Nur wenn man dazu nicht bereit ist (und ich kenne erfolgreiche Autoren, die dazu niemals bereit gewesen wären), oder es zumindest erstmal auf dem direkteren Weg versuchen will und dazu keinen persönlichen Kontakt in die Verlage hat, bleiben wirklich nur die Agenturen.
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Fjodor
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1419



BeitragVerfasst am: 14.01.2019 15:06    Titel: Antworten mit Zitat

Der Weg von preusse ist nicht der ganz typische, aber verglichen mit Erlebnissen, die einige aus meinem Bekanntenkreis mit Agenturen gemacht haben, ist es keineswegs der „umständlichere“ oder „kurvenreichere“ Weg, denn mit der ersten Stufe war er zwar noch nicht beim großen Publikumsverlag, doch sein Projekt hat da das Tageslicht gesehen, Leser gefunden, gute Kritiken erhalten, den Weg für Fortsetzungen gebahnt. Es ist nach meiner Beobachtung kontinuierlich gewachsen.    Demgegenüber kenne ich Autoren, für die die Zusammenarbeit mit Agenturen sich für mich nach fruchtloser Beschäftigungstherapie anhörte. – Ich würde mit einem Mainstream-Genre-Roman vermutlich eher den Weg über Agenturen probieren, mit einem Liebhaber-Projekt würde ich eher direkt bei Verlagen anklopfen, wenn es ein Nischenprodukt ist eher bei passenden kleineren Verlagen.
Bei vielen Autorinnen/Autoren spielt ja das Geldverdienen zunächst eine völlig untergeordnete Rolle, auch kleinere Verlage leisten es sich mitunter, nicht nur auf große Verkäufe zu schielen, während Agenturen von Tantiemen-Beteiligungen leben, sich folglich noch stärker am Markt bzw. an Trends ausrichten müssen.
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