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Ein Spaziergang im leuchtenden Herbst meiner Stille


 

 
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Autor Nachricht
Windes_Urpoesie
Gänsefüßchen

Alter: 24
Beiträge: 26
Wohnort: Europa


BeitragVerfasst am: 12.11.2018 14:41    Titel: Ein Spaziergang im leuchtenden Herbst meiner Stille eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Wahrlich golden fällt das Licht auf mich herab, denn ich bin der Einzige, der lächelt in dieser finsteren Menschenstadt. Hab ich mich im Umblick den Kindern noch träumerisch nah gefühlt, hat die Schule ihnen bald den letzten Gedanken der Fantasie aus dem Kopf gespült. Schon spielend, laufend am tippen und auf Nachrichten hoffend, gibt es keinen mehr, der nicht ist von der Krankheit betroffen. Die Seuche schleicht sich sogar bei Erstklässlern rum und bestimmt fortwährend den Lauf der Dinge - im dunklen Blick getäuscht - gut fürs Maschinensystem und seine wandelnden Kinder des Glücks. - In der Hand die Trophäe. Obschon sie mir eher traurig erscheinen, bei dem Schrei nach Netflix und Süßigkeiten. Jeder trägt schon bald das Cap auf Halbmast, findet sich stumm gestellt, im Massenbordell. Alles wie geplant, alles wie vorgeschrieben. So bekommt der Massenmagnet sie alle - schläfrig und übertrieben. Die Sonnenbrillen verraten ihre Schüchternheit und ihr posiges Verhalten zeugt von einer Selbst-Unsicherheit. Schon bald habe ich auch den letzten Lümmel ertarnt, ist er jedoch im Suff nicht ansprechbar. Alles zum Finsteren Hura des nächsten Tages. Sie berufen sich lieber auf Kopfschmerzen am Morgen, als auf ihre lächerlichen Sorgen. In der Schule eine sechs kassiert, mensch wen juckt es, ob du im Kreißsaal der Zombifabriken abschmierst? Kein Lehrer lernt dort mehr das Selbst-Sein, denn auch er ist schon klein. Anweisung nach Maßstab- vom goldenen Ministerium unserer Maschine, die ewig dreht und dem wahren Mensch-Sein im Wege steht.


_________________
Wie ein Irrlicht schwebt die Traumfigur des Windes durch die Weltgeschichte. Folgt seiner alten Weise, und geht mit mir zusammen auf die Reise. Wir treffen uns am Portal der Himmelsschneise.
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Justadreamer
Geschlecht:männlichLeseratte

Alter: 23
Beiträge: 132
Wohnort: Bayern


BeitragVerfasst am: 17.11.2018 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Windes_Urpoesie

Ich kenne diese Stimmung, in der du diesen Text verfasst hast. Tage später liest man solche Texte, die man geschrieben hat fragt sich nach dem Sinn der Übung... so geht es zumindest mir.

Was ich hiermit sagen will: Dein Stil lässt auf Potential schließen. Das Thema des Textes ist natürlich auch ein ewig aktuelles. Nur ist es eher ein "Auskotzen" als ein "Aufmerksam machen" in meinen Augen.

Mir hat es geholfen, die Texte auf eine konkrete Handlung zu beziehen, in der dann das "höhere Thema" versteckt ist.
Lass beispielsweise dein lyrisches Ich spazieren gehen und unentwegt auf seine Schuhe starren - Kinderarbeit und dein vernichtendes Uhrwerk der Gesellschaft blitzen dann durch den Schleier der Handlung auf und werden dem Leser nicht ins Gesicht geworfen. Da gibt es natürlich tausende Möglichkeiten. Wink

Ich hoffe, du kannst meine nicht böse gemeinte Kritik verwerten und die guten sprachlichen Ansätze, die du hast, noch besser zur Geltung bringen!

Liebe Grüße
Tobias
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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 1596
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 08.12.2018 23:33    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Ehrlich gesagt denke ich, der Text wäre in der Lyrik besser aufgehoben. In Zeilenform. Smile

_________________
NEU - NEU - NEU im September 2020:
"Hexenherz - Goldener Tod"
----------------------------------
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag, Januar 2019.
"Die Tote in der Tränenburg", Alea Libris, 31. Oktober 2019.
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