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Kapitellängen wichtig für Rhythmus?

 

 
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MrT
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 453

Ei 3


BeitragVerfasst am: 13.06.2018 22:06    Titel: Kapitellängen wichtig für Rhythmus? eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielleicht ist es gar kein Problem, aber ich bin mir nicht sicher, in wie weit die Länge eines Kapitels bei einer Geschichte ein besonderes Gewicht hat. Es geht mir um folgendes:

In einem Kapitel  beschreibe ich eine nicht alltägliche Unterrichtsstunde. Im folgenden Kapitel dreht sich alles um eine Auseinandersetzung zweier Charakteren.

Wie jeder weiß, ist eine Unterrichtsstunde einiges länger als eine Pause. Doch genau da liegt mein Problem. Denn wenn es nach der Länger beider Kapitel (gemessen an der Seitenzahl) geht, dann ist die Pause fast genauso lang wie die Unterrichtsstunde.

Wenn dies ein Problem für den Leser wäre, dann würde es aber bedeuten, dass ich entweder die Unterrichtsstunde unnötig mit Input füllen oder das Kapitel mit der Pause um wichtige Details erleichtern müsste.

Was meint ihr? Oder mache ich mir mal wieder unnötig Gedanken?


_________________
"Zwei Engel wider Willen", theaterboerse, 08/2017
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Ron Swanson
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 27
Beiträge: 784
NaNoWriMo: 4094
Wohnort: Ahlen


BeitragVerfasst am: 13.06.2018 22:16    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn in der Pause mehr passiert, als in der Unterrichtsstunde, ist es doch völlig legitim und mMn notwenig, dass die Szene länger ist. ^^
Man beschreibt detaillierter.
Musste grad an Disneys große Pause denken.
Du musst nur aufpassen, dass es zeitlich hinkommt. Also nicht, dass sie in der Pause fünfzehn Kilometer laufen und dreihundert Dinge hintereinander passieren.

Würde die Unterrichtsstunde keinesfalls füllen.  

 Wink


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"Frauenfußball ist, wenn der Abstieg genauso gefeiert wird, wie der Aufstieg" \m/
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Aneurysm
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 464



BeitragVerfasst am: 13.06.2018 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, das ist kein Problem. In einem Roman können zwanzig Jahre in wenigen Sätzen beschrieben werden, und ein einziger Augenblick kann sich über ein ganzes Kapitel erstrecken. Solange jedes Element so viel Raum einnimmt, wie es die Geschichte erfordert, wird sich kein Leser daran stören.
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Merlinor
Geschlecht:männlichArt & Brain

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Beiträge: 7867
Wohnort: Bayern
DSFo-Sponsor


BeitragVerfasst am: 13.06.2018 23:37    Titel: Antworten mit Zitat

Aneurysm hat Folgendes geschrieben:
Nein, das ist kein Problem. In einem Roman können zwanzig Jahre in wenigen Sätzen beschrieben werden, und ein einziger Augenblick kann sich über ein ganzes Kapitel erstrecken. Solange jedes Element so viel Raum einnimmt, wie es die Geschichte erfordert, wird sich kein Leser daran stören.


Hallo MrT

So und nicht anders.
Du erzählst eine Geschichte. Mit dieser willst Du den Leser fesseln.
Wichtig für die Länge einzelner Abschnitte sind nur die Erfordernisse der Geschichte.

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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MrT
Geschlecht:männlichHobbyautor


Beiträge: 453

Ei 3


BeitragVerfasst am: 14.06.2018 09:21    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke für euren Antworten.

Jetzt bin ich beruhigt und kann wieder entspannt an die Arbeit gehen.


_________________
"Zwei Engel wider Willen", theaterboerse, 08/2017
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Dr. Fusselpulli
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling

Alter: 33
Beiträge: 86
Wohnort: Prag


BeitragVerfasst am: 14.06.2018 15:34    Titel: Antworten mit Zitat

In der Regel ist eine Geschichte ja auch eine sehr subjektive Angelegenheit, solange man keinen auktorialen Erzähler verwendet, schreibt man aus der Perpektive des oder der Protagonisten.

Die menschliche Zeitwahrnehmung ist dabei ja sehr subjektiv.
Momente der Langeweile ziehen sich scheinbar Ewig, Augenblicke in denen man sich Amüsiert sind in der Regel schnell vorbei.
In der Retrospektive ist es in der Regel genau andersrum, die Stunde die man beim Arzt gewartet hat, hat ihre Relevanz verloren, während die gleiche Stunde die man mit Freunden verbracht hat viel Inhalt und Sigifikanz hat.

Allerdings möchte man einen Leser niemals wirklich langweilen, denn dann legt er das Buch beiseite.
Es ist also nicht nur von der Gestaltung einer Geschichte her sinnvoll, Zeit zu Raffen und oder zu Verkürzen, sondern auch aus der subjektiven Perspektive der Protagonisten. Von daher ist es vollkommen legitim bestimmten Ereignissen mehr Raum zu geben, als anderen.
Schreibst du in der Vergangenheitsform, entspricht deine Schilderung sogar vermutlich ziemlich den Erfahrungen deiner Protagnisten, die den Unterricht vermutlich mehr oder weniger an sich vorbeilaufen lassen, während ihre Aufmerksamkeit in der Pause gesteigert ist.
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meerenblau
Dichter und Denker


Beiträge: 1056



BeitragVerfasst am: 14.06.2018 18:52    Titel: Re: Kapitellängen wichtig für Rhythmus? Antworten mit Zitat

MrT hat Folgendes geschrieben:

Was meint ihr? Oder mache ich mir mal wieder unnötig Gedanken?


Möglicherweise sehr viele unnötige Gedanken, falls Du das Buch über einen Verlag veröffentlichen möchtest. Es gibt Verlage, wo das Lektorat Dir dann munter ein Kapitel noch in mehrere aufteilt oder auch zusammenfasst.

Schreib einfach, wie Du es für richtig hälst. Die Kapiteleinteilung ist zweitrangig.
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