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das laub gefegt


 

 
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Perry
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 69
Beiträge: 2246



BeitragVerfasst am: 10.11.2017 10:07    Titel: das laub gefegt eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

das laub gefegt

zieht nebel sein tuch über bäume
sträucher schmücken sich mit
späten beeren vögel fliegen auf

dem teich treiben bunte blatt
inseln landeplätze für falter im tor
schlussrausch letzter hochzeitsflüge

sitzen zwei junge frauen auf dem
steg lassen ihre röcke geschürzt
die beine baumeln träume treiben

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Gast







BeitragVerfasst am: 10.11.2017 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Perry,

gefällt mir bis auf zwei Stellen gut.

1.
Zitat:
sträucher schmücken sich mit
späten beeren vögel fliegen auf


Wäre es im Fokus des Rhythmus vertretbar, folgend zu korrigieren:
"sträucher schmücken sich
mit späten beeren vögel fliegen auf"

Das "mit" zerreißt in der dargestellten Weise des Originaltexts den Satz so unglücklich. Ansonsten sind die Enjambements bemerkenswert gut gesetzt.

2.
Zitat:
die beine baumeln träume treiben


Hier habe ich beim ersten Mal gelesen: "die beine baumeln Bäume treiben"
Raffiniert sind die Stabreime schon, klanglich auch, nur allzu nah beieinander, zu verdichtet. Hier wäre weniger vielleicht mehr.

Ansonsten find ichs gut,

Grüße
Monochrom
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Perry
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 69
Beiträge: 2246



BeitragVerfasst am: 10.11.2017 15:29    Titel: Hallo Monochrom, pdf-Datei Antworten mit Zitat

freut mich, dass Dich der Text ansprechen konnte.
Bei satzzeichenlosen Prosatexten ist die Betonung beim Lesen, bzw. Vortragen sehr wichtig.
Bei zeilenübergreifenden Bilder betone ich meist das letzte Wort der entsprechenden Zeile, dann funktioniert das Enjambement am besten. In der letzten Zeile des Textes hilft eine Lesepause, um den gedanklichen Übergang zwischen den Beinen und den Träumen zu schaffen.
Danke fürs Interesse und LG
Perry
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Gast







BeitragVerfasst am: 14.11.2017 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin mir nicht sicher, ob ein Text, der ohne Interpunktion geschrieben wird, für einen Leser, der nur eben mal drüber fliegt, dann wirklich verständlich bleibt. Der Leser kann seine Fragen ohne das Gehörte nicht beantworten.
Das ist Schade.

Ich gebe zu, mein Vorschlag, das "mit" zu verlagern, ist klanglich auch mit unangenehmer Wirkung verbunden. Deine Lösung ist klanglich besser, nur der Leser bleibt zurück.

Dem letzten Vers "die beine baumeln träume treiben" täte es dann klanglich allerdings gut, wenn auf das "au" ein anderer Laut folgen würde. "Äu" klingt sehr ähnlich und verzerrt die Stabreime, find ich. Wenn Du den Satz laut sprichst, wirst Du das Aufbäumen merken, hoffe ich.

Würdest Du den Text eher langsamer und getragen vorbringen, oder schneller und flüchtig?

Grüße,
Monochrom
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Perry
Geschlecht:männlichExposéadler

Alter: 69
Beiträge: 2246



BeitragVerfasst am: 15.11.2017 00:25    Titel: Hallo Monochrom, pdf-Datei Antworten mit Zitat

da ich Lyrik als Kunstform betrachte, setze ich beim interessierten Leser voraus, dass er den Text nicht nur überfliegt, sondern sich Zeit nimmt diesen wirken zu lassen. Wink
Ich würde hier eine getragene Lesart mit Schwerpunkt auf gedehnte Überleitungen bei den zeilenübergreifenden Bildern setzen.
Danke fürs Interesse und LG
Perry
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Gast







BeitragVerfasst am: 15.11.2017 06:19    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,

ich habe ein wenig den Eindruck, dass Du nicht ganz verstanden hast, was ich meine.

Dann lassen wir den Text, wie er ist. Auch gut.

Grüße,
Monochrom
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