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Arche Noah

 
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Eliane
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 568



BeitragVerfasst am: 01.10.2017 19:00    Titel: Arche Noah eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

„Es wird Sturm geben“, sagte Noah und schloss das Küchenfenster hinter dem Kater.

„Bist du sicher?“ Emma stellte den Brotkorb auf den Tisch und warf einen Blick aus dem Fenster. Draußen ging die Sonne unter. Strahlendes Orangegelb vor silbrigblauem Himmel.

„Ganz sicher.“ Er verscheuchte den Kater, der, die Vorderpfoten auf einem Stuhl abgestützt, nach der Wurst schnupperte.

Emma seufzte. „Ich hatte gehofft, wir könnten einmal in Ruhe essen.“

Noah zuckte nur mit den Schultern und holte die Butter aus dem Kühlschrank. Während Emma die Teller auf den Tisch stellte, ging Noah zur Haustür und öffnete sie. Einen Augenblick lang genoss er die Aussicht.

Vor ihm breitete sich das Tal aus, dünnes Gras, durchsetzt mit Moos. Hie und da ein Felsbrocken, der von den Hängen an den Seiten gestürzt war. Noah atmete die klare Luft tief ein. An seinem Fuß vorbei sauste ein kleines Tier ins Haus. Er brauchte nicht nach unten zu sehen, um zu wissen, dass es der Siebenschläfer war, dessen Nest sich im Apfelbaum hinter dem Haus befand. Dem Siebenschläfer folgten seine drei Jungen, dann der Hund. Schwanzwedelnd blieb er vor Noah stehen, während der Siebenschläfer das Schuhregal erklomm. In Emmas Wanderstiefel blieb das kleine Tier sitzen und rief fiepend nach seinen Jungen. Noah nahm den Hund mit in die Küche. Die Haustür ließ er weit offen.

Emma hatte inzwischen den Tisch fertig gedeckt. Das Wasser im Kessel kochte, und Noah goss noch schnell eine Kanne Tee auf. Dann setzte er sich neben Emma, lächelte ihr zu und sagte: „Fangen wir lieber schnell an. Wer weiß, wie viel Zeit uns bleibt.“ Sie erwiderte sein Lächeln, ein wenig resigniert, und schob den Brotkorb zu ihm hinüber.

Im Flur trippelte es. Erst kleine Pfoten (das Eichhörnchen, dachte Noah), dann größere. Der Fuchs. Hoffentlich erinnerte er sich an die Standpauke, die Noah ihm das letzte Mal gehalten hatte. Noah strich sich Butter aufs Brot und biss herzhaft hinein.

„Meinst du, der Flur wird reichen?“, fragte Emma.

Noah schloss die Augen und horchte in die Stille hinein, die das kleine Haus umgab. Die Stille vor dem Sturm, die sich, nur in seinen Ohren, mischte mit vielen Stimmen, die von dem kündeten, das kommen würde. Er schüttelte den Kopf. „Diesmal nicht.“

„So schlimm?“ Emma griff nach seiner Hand.

Er drückte sie. Ihre Finger waren zart und kalt. „Jedes Mal schlimmer. Jeder Sturm ist stärker als der vorige. Und ich sehe kein Ende.“

Im Flur rumpelte es. Emma erwiderte seinen Händedruck, bevor sie aufstand und in den Flur ging. Sie drückte sich eng an die Wand, um an dem Hirsch vorbeizukommen, der neugierig am Bilderrahmen des „Röhrenden Hirsches“ an der Wand schnüffelte. Zwischen seinen Hufen saßen neben einer Menge Kaninchen zwei Igel. Flügelrauschen erklang, und Emma beeilte sich, die Tür zum Wohnzimmer zu öffnen. Gerade noch rechtzeitig, bevor der Adler zur Haustür hereinflog. Etwas ungeschickt – seine Flügelspannweite übertraf die Breite des Flurs um ein Erhebliches – landete er und wackelte zweibeinig ins Wohnzimmer. Fünf Krähen folgten ihm.

Emma kehrte zurück in die Küche. Sie musste Slalom laufen, um auf keines der Tiere zu treten, die als stetiger Strom ins Haus fluteten.

„Es tut mir leid“, murmelte Noah, als sie sich auf ihren Stuhl setzte und nach dem Käse griff.

„Deine Schuld ist das nicht“, sagte sie. „Du hast alles versucht. Jetzt ist da draußen nichts mehr, das ihnen Schutz gibt. Kein Wunder, das sie kommen.“ Sie legte eine Tomatenscheibe auf ihr Brot und aß weiter, als wäre alles vollkommen normal, obwohl im Flur ununterbrochen neues Hufgepolter, Pfoten- und Flügelklänge ertönten.

Noah biss von seinem Brot ab, doch es fühlte sich in seinem Mund an wie Sägespäne. Zäh und geschmacklos. Er kaute endlos lange darauf herum, bis er endlich schaffte, es herunterzuschlucken. Er wünschte so sehr, alles könnte wieder normal sein.

Draußen vor dem Fenster wurde es dunkel. Blaues Vollmondlicht floss über die Felsen. Es würde nie mehr werden wie früher. Der Sturm, der heraufzog, war nicht der erste, und er würde nicht der letzte sein.

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MoL
Geschlecht:weiblichQuelle


Beiträge: 1128
Wohnort: NRW
Das bronzene Stundenglas


BeitragVerfasst am: 02.10.2017 12:58    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Text bekommt von mir leider keine Punkte.

Zunächst einmal: Ganz tolle Idee, lieber Inco, Klasse!
Allerdings hätte ich den Namen der Frau weggelassen. Das verwirrt nur und kratzt an der Authentizität ("Emma"???).
Etwas weniger Tiere, etwas mehr Düsternis würden dem Text gut tun. Etwas mehr Tiefe: Wie vertragen sich die Tiere untereinander? Ist hinterher der ganze Flur voller Kot? Wieso ist draußen nichts mehr, worin die Tiere Schutz suchen können? Wo sind Noahs Söhne und Schwiegertöchter?
Ein "Warum" wäre auch noch schön gewesen, muss aber nicht sein. Noah als moderner Seher? Wer weiß.

Der Ansatz ist richtig klasse, lieber Inco, und gefällt mir richtig gut. Auf sowas muss man natürlich auch erstmal kommen! Ich fänd`s schön, Du würdest Deiner Geschichte noch etwas von Deiner Zeit und Deiner Energie widmen - sie ist es ganz sicherlich wert! Smile


_________________
"Hexenherz - Eisiger Zorn", acabus Verlag, Februar 2017.
"Die große acabus-Jubiläumsanthologie", acabus Verlag, Oktober 2018.
"Hexenherz - Glühender Hass", acabus Verlag, Januar 2019.
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V.K.B.
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 46
Beiträge: 1804
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 02.10.2017 17:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
deine Geschichte gefällt mir sehr gut, ich mag die Umdeutung von Mythen echt gerne. Und zudem ist das noch witzig geschrieben und richtig absurd, wie da die ganzen Tiere in der Wohnung verteilt sind. Sie suchen Schutz vor dem Sturm (den Stürmen durch globale Erwärmung?), weil ihre Umwelt zerstört ist, nehme ich an. Noah als Öko-Aktivist, der nichts tun konnte, außer den Tieren hinterher sein Haus zur Verfügung zu stellen. Finde ich klasse, die Idee. Und schlecht geschrieben ist es auch nicht, das gibt garantiert Punkte.

Aber die verteile ich erst, wenn ich alles gelesen habe.

Meine Nummer 2, 10 Punkte


_________________
Warning: Cthulhu may occasionally scare people …
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traumLos
Schreiberling


Beiträge: 261



BeitragVerfasst am: 02.10.2017 20:31    Titel: Antworten mit Zitat

Ein lieber Gruß in deine Arche.

Das ist eine so schöne leichte Geschichte, dass dir die 12 Punkte hereinwehen. Verzeih, wenn es dadurch noch etwas enger wird, in diesem kleinen heimeligen, schützenden Haus.


_________________
Meine Beiträge geben nur meine Meinung wieder. Jede Einbeziehung realer oder fiktiver Personen wäre nur ein Angebot. Zwinkersmiley
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Schlomo
Geschlecht:männlichSchreiberling

Alter: 62
Beiträge: 158
Wohnort: Waldperlach


BeitragVerfasst am: 03.10.2017 01:00    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwie schwer nachvollziehbar. Kann mich da nicht hinein versetzen.

_________________
#no13
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Frau Bratbecker
Geschlecht:weiblichSchreiberassi


Beiträge: 41
Wohnort: Jenseits des Weißwurst-Äquators


BeitragVerfasst am: 03.10.2017 06:20    Titel: Antworten mit Zitat

Wie schon geschrieben, ich erbitte Welpenschutz Embarassed

_________________
LG
Frau Bratbecker
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femme-fatale233
Geschlecht:weiblichFüßchen

Alter: 26
Beiträge: 2045
Wohnort: München
Das Bronzene Pfand


BeitragVerfasst am: 03.10.2017 10:21    Titel: Antworten mit Zitat

Eine süße Idee, mag ich, bekommt Punkte. Ich bezweifle zwar, dass Adler und kleinere Nagetiere in einem Haus sein können, ohne dass der Adler so ein Siebenschläferbaby verputzt, aber egal, das hier ist irgendwo mehr Sage als Wirklichkeit, insofern sollte man diese Maßstäbe nicht so streng anlegen.
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 5984
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BeitragVerfasst am: 03.10.2017 22:48    Titel: Antworten mit Zitat

Schöne Idee und wunderbar umgesetzt.
Ich wäre ja gerne da in dem Haus mit den Tieren.
Bin ich mir unsicher. ob die letzten beiden Abschnitte nötig sind.
Die Gelassenheit von Emma davor gefällt mir so gut.
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Constantine
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 2681

Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 04.10.2017 21:39    Titel: Antworten mit Zitat

Bonjour

Feine Geschichte in Anlehnung des alttestamentarischen Noah. Tolle Idee und Umsetzung der Vorgaben.
Gut zu lesen, ich mag die Protas, die gelungenen Dialoge und die schönen Beschreibungen.
douce points

Merci beaucoup
Constantine
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hobbes
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3130

Das goldene Aufbruchstück Das goldene Gleis
Ei 4 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 04.10.2017 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hihi. Feine Idee. Noah als Teil eines alten Ehepaares und Mensch, was hat er für einen nervigen Job. Dass man da nicht mal in Ruhe essen kann.

Das Ende ist mir ein bisschen zu dramatisch, tragisch, tränendrüsig. Nun ja, muss wohl so. War schließlich eine Sintflut. Vermutlich schwingt da leichte Enttäuschung bei mir mit, denn nach diesem meinem Lieblingssatz
Zitat:
Emma seufzte. „Ich hatte gehofft, wir könnten einmal in Ruhe essen.“

habe ich wohl insgeheim auf ein amüsanteres Ende gehofft.

Ansonsten fällt mir recht wenig dazu ein. Im Grunde überhaupt nichts. Vielleicht beim nächsten Lesen.


Punkte-Edit:
Hallo siebter Gewinner-Text smile
Auch du landest wegen "zu gewollt tränendrüsig" viel weiter hinten als zuerst vermutet. Irgendwie schade, aber ich gehe schwer davon aus, du wirst andere begeisterte Leser finden.
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Michel
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1826
Wohnort: Südwest
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Silberne Neonzeit


BeitragVerfasst am: 05.10.2017 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Noah reloaded. Nein: Re-re-reloaded, denn der Sturm kommt immer wieder. Sturm? War es nicht der Regen und die Arche? Aber so nah klammert sich die Geschichte nicht ans Original.
Was mir gefällt, ist der leise Erzählton, etwas melancholisch, der viel offen lässt und im Detail ein paar komische Situationen einfängt (der ungeschickte Adler). Was mir nicht gefällt: Ich schwimme. (Nicht in der Sintflut, in der Geschichte.) Das ist für mich keine Kurzgeschichte, sondern ein Fragment, das zu viel andeutet, ohne es in die Geschichte hereinzunehmen. Warum gibt es keinen weiteren Schutz? Das Haus selbst scheint noch zu stehen, der Apfelbaum auch. Worin besteht die Bedrohung durch die Stürme? Usw.. Zu viel offen.
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Uwe Helmut Grave
Geschlecht:männlichOpa Schlumpf

Alter: 64
Beiträge: 1029
Wohnort: Wolfenbüttel


BeitragVerfasst am: 06.10.2017 13:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Eine originelle Fantasy(?)-Geschichte, würde ich mal sagen. Spontan kam mir beim Lesen in den Sinn: "Scheißen die jetzt das ganze Haus voll?"

_________________
U.H.G. - Freude am Lesen
"Wie sind des Kaisers neue Kleider unvergleichlich!" - "Aber er hat ja gar nichts an!" (Hans Christian Andersen) - Die Welt ist anders(en) als sie es dir erzählen.
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Heidi
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

Alter: 38
Beiträge: 1223
Wohnort: Hamburg


BeitragVerfasst am: 06.10.2017 20:36    Titel: Antworten mit Zitat

Eine interessante Idee, Noah (und Emma) immer wieder dem Sturm auszusetzen und jedes Mal wird er heftiger. Am Stil könntest du noch feilen, auch hätte es mir gefallen, wenn du die Gefühle der Figuren mehr zum Ausdruck gebracht hättest, die fallen etwas hinten runter.
Insgesamt könnten die letzten Zeilen dramatischer sein, wenn ich bedenke, dass hier bald der Sturm toben und die Welt vom Wasser verschluckt wird.

Zitat:
Vor ihm breitete sich das Tal aus, dünnes Gras, durchsetzt mit Moos. Hie und da ein Felsbrocken, der von den Hängen an den Seiten gestürzt war. Noah atmete die klare Luft tief ein. An seinem Fuß vorbei sauste ein kleines Tier ins Haus. Er brauchte nicht nach unten zu sehen, um zu wissen, dass es der Siebenschläfer war, dessen Nest sich im Apfelbaum hinter dem Haus befand. Dem Siebenschläfer folgten seine drei Jungen, dann der Hund. Schwanzwedelnd blieb er vor Noah stehen, während der Siebenschläfer das Schuhregal erklomm.


Diese Stelle mag ich am liebsten.

Aber trotzdem: Wegen der Idee bekommst du so einige Punkte.
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shatgloom
Geschlecht:weiblichHobbyautor


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NaNoWriMo: 27985
Wohnort: ja, gelegentlich


BeitragVerfasst am: 07.10.2017 18:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hier wird wohl das Wohnhaus von Noah zur zweiten oder wievielten? Arche.
Ich finde die Idee originell, nett geschrieben und Tiere retten gefällt mir.
Habe erst gezögert, aber nun gibt es doch Punkte von mir.


_________________
Gruß von Karolin
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Lapidar
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger

Alter: 56
Beiträge: 3004
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BeitragVerfasst am: 08.10.2017 21:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde, du hast die Vorgaben sehr kreativ umgesetzt. Gerne gelesen.

_________________
"Dem Bruder des Schwagers seine Schwester und von der der Onkel dessen Nichte Bogenschützin Lapidar" Kiara
If you can't say something nice... don't say anything at all. Anonym.
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TZH85
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Beiträge: 307
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BeitragVerfasst am: 11.10.2017 12:02    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht ist meine philosophische Ader unterentwickelt. Wann spielt die Szene? Nachdem die Menschheit die Wälder zerstört hat? Ist Noah der biblische Noah oder eine Allegorie? Ich glaube nicht, dass du eine konkrete Antwort auf diese Fragen im Sinn hattest. Für mich ist diese Art von Text immer wie ein Gang durch ein Museum für moderne Kunst. Ich kann die generelle Ästhetik würdigen, aber mit den Hintergedanken nicht viel anfangen.
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Tjana
Geschlecht:weiblichDichter und Denker

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Beiträge: 1908
Wohnort: Inne Peerle


BeitragVerfasst am: 11.10.2017 14:08    Titel: Antworten mit Zitat

Was für eine wunderbare Parabel!
Sämtliche Ängste, Hilflosigkeit und dennoch entschlossene Hilfsbereitschaft, die im Zusammenhang mit einem „Flüchtlingsproblem“ auftauchen können, werden hier in Sprache und Aufbau hervorragend transportiert.  Das vordergründige Geschehen so lebhaft mit angenehm kleinen Bildern eingeflochten, dass ich mich mitten zwischen den Tieren wiederfand, die Sorgen und das Brot mit Emma und Noah teilte.
Ein Favorit!


_________________
Wir sehnen uns nicht nach bestimmten Plätzen zurück, sondern nach Gefühlen, die sie ins uns auslösen
In der Mitte von Schwierigkeiten liegen die Möglichkeiten (Albert Einstein)
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1415
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 11.10.2017 18:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko.
Entschuldige, wenn ich mich kurz fasse und eventuell nicht mehr zum Bewerten komme. Bin gerade eher mit existentiellen Dingen beschäftigt und einer immer wieder Streikenden iPad-Tastatur.

Das ist eine nette kleine Geschichte. Ein Sturm zieht auf. Abendbrot wird bereitet. Bei Noah, einer modernen, lakonischen Inkarnation der biblischen Figur stellen sich die Tiere ein. Vornehmlich im Hasuflur. Das wird so nebenbei und unaufgeregt erzählst, dass es ein Vergnügen ist.


_________________
Froh zu sein bedarf es wenig.
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rieka
Geschlecht:weiblichSucher und Seiteneinsteiger


Beiträge: 980



BeitragVerfasst am: 11.10.2017 20:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko.
Ja das sind ja mal Ideen. Eine seltsame Mischung aus Ironie, zur Herzen gehendem und biblischem Geschehen, die es vermag, mich einzunehmen in deine Geschichte. Es hat eine Weile gedauert, bis mir dir Parallele zur Arche deutlich war, obwohl du sie sofort aufgezeigt hast und im Titel doch auch eindeutig benannt hast. Das nenne ich Geschick, wenn es gelingt, die Geschichte erst am Ende aufzudröseln.
Punkte für die Fantasie und das saubere Arbeiten.
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Terhoven
Geschlecht:weiblichHobbyautor


Beiträge: 337



BeitragVerfasst am: 12.10.2017 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Die Geschichte gefällt mir. Auch wenn sie sich gegen Ende etwas wiederholt, eine sehr schöne Idee.
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fabian
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 121



BeitragVerfasst am: 13.10.2017 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Einfach, bescheiden, lieb und etwas fatalistisch erzählt, schön in den Details, ich mag den Text. Auch noch oberstes Drittel.
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Eliane
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 568



BeitragVerfasst am: 13.10.2017 22:12    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Danke, danke, danke Euch allen! Für die vielen Punkte und die tollen konstruktiven und gedankenreichen Kommentare, die mich grade mit einem dämlich-breiten Grinsen im Gesicht vor dem Rechner hocken lassen! Hätte ich mir nie träumen lassen, dass meine kleine, schnell hingeworfene Geschichte, die eigentlich mit unserem Kater anfing, der beim Abendessen nach der Themenbekanntgabe zum Fenster hereinkam, und sich dann vermischte mit eben gehörten Nachrichten über den Klimawandel, auf den zweiten Platz kommt ...
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