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matze3004
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BeitragVerfasst am: 31.07.2017 15:12    Titel: Totschlag im Park. eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Ach herrje!
Das wollte ich nicht. Verdammte Sch ... Jetzt ist mir tatsächlich die Hand ausgerutscht. Und der Fuß. Und das nicht nur einmal. Warum hab ichs getan? Vielleicht hätt ichs ja doch geschafft. Mir wurde immerhin Mut gemacht, wenn ich mich nur ganz dolle anstrenge und die richtigen Taktiken anwende, dass es dann schon klappen würde und ich kein Donnerwetter erleben müsste. Aber nun liegt sie vor mir. Geschlagen und getreten. Und das nur, weil ich verdammter Idiot mich nicht im Griff hab. Ein absoluter Schwächling bin und statt auf richtige Taktiken zu setzen, mich nur so wehren kann.
Oh Gott, denke ich, als ich sehe und wünsche mir, die Zeiger würden rückwärts statt vorwärts laufen. Nein, nein, nein. Und nochmals Nein. Wie erkläre ich das nur? Vielleicht lasse ich es wie einen Unfall aussehen. Soll ja vorkommen. Nur wie stelle ich das an? Egal welch Geistesblitze mein Hirn treffen mögen, sie müssen sich damit beeilen, mich zu treffen, denn viel Zeit habe ich nicht mehr. Wenns gut läuft ...nein, fällt mir ein. Heut ist ja Dienstag. Es kann gar nicht gut laufen, immer dieser verdammte Dienstag. Wie schön, wenigstens ein Geistesblitz, der mich trifft.
Egal jetzt. Als Unfall kann ich es immer noch hinstellen. Lieber wahre ich den Schein erstmal, wenn gleich die Tür aufgeht, das verschafft mir etwas Zeit, und führe sie langsam heran, als dass sie gleich und sofort das Opfer hilflos und traktiert am Boden liegen sehen würden. Außerdem kann ich es von da unten viel besser, nein perfekt sogar, wie einen Unfall aussehen lassen. Wäre zwar der Klassiker schlechthin, von dem, was so passieren kann, aber soll man mir das Gegenteil beweisen.
Also los jetzt. Genug mit Geistesblitzen oder Gedankenspielerein. Nun müssen Taten folgen und einen Freund wie die Zeit habe ich nicht. Also weg mit ihr, ab nach unten. Auf geht's!

Mann Mann Mann, ist das eine Qual. Ich schleife sie über den nagelneuen Boden und obwohl es nur wenige Meter bis zum Abgrund sind, kommen sie mir vor wie eine Ewigkeit. Und der Boden erst. Oh nein, der Boden! Um den muss ich mich dann auch noch kümmern. Ganz schöne Sauerei. Das geht nie im Leben weg. Und selbst wenn, unmöglich das in dieser Zeit zu schaffen, Tick Tack. Halt, in der Kammer liegt ja noch ein Läufer, der müsste reichen, um die Spuren vorerst zu verdecken. Geschafft. Endlich am Abgrund angelangt. Gleich geht's für dich in die Tiefe, sage ich ihr. Aber vorher diesen verfluchten Läufer rauskramen. Wie praktisch es sich doch jetzt erweist, dass alles aufgehoben, aber nichts weggeworfen wird. Raus mit dir, du hässliches, verstaubtes Ding.
Passt. Juhuu.
Sämtliche Spuren beseitigt. Und nun bist du dran. Dran, deine letzte Reise anzutreten und möge dir diese Reise gut bekommen. Möge sie dir viele authentische Spuren verpassen. Je mehr, desto besser für mich, obwohl mich das auch nicht ganz retten wird. Immerhin könnte man mir sowas wie Fahrlässigkeit oder Unachtsamkeit vorwerfen. Auch Dummheit wäre wahrscheinlich. Aber das werde ich dann sehen. Einen allerletzten Zentimeter schleife ich sie noch. Dann richte ich mich auf und positioniere mich in die gewünschte Richtung. Strecke meinen Fuß zu ihr aus, lehne ihn an und jetzt heißt es, nur noch einmal kräftig drücken und Goodbye.
Ding Dong.
 Nicht wirklich jetzt, oder? Hat es gerad tatsächlich geklingelt? Das darf doch nicht wahr sein. Wer zum Geier ist das? Meine Güte, schießt es wie Gewehrkugeln durch meinen Kopf. Das werden doch wohl nicht Sie sein? Sie werden doch nicht wieder so intelligent gewesen sein und beide ihre Schlüssel vergessen haben?, euphorisch in ihrer Sucht nach Vergnügen und Unterdrückung.
Ich warte, rühre mich nicht und horche. Verdammt. Erneutes Ding Dong. Einfach nicht aufmachen, bin nicht da, denke ich mir. Aber dieser primitive Schachzug würde nur beim Postboten oder den Nachbarn funktionieren, nicht bei Ihnen.
 Ich wage mich langsam zur Tür. Mein Hemd durchtränkt, rechts und links und in der Mitte. Versuche nicht mal zu atmen. Ziehe vorsichtig eine Zwischentür zu. Gott sei Dank, sie hat nur einen leisen Laut von sich gegeben. Ich schaue nach links. Keine Schlüssel auf der Kommode zu sehen. Aber das muss nichts heißen. Ich trete an die Tür heran, der Spion direkt vor meiner Nase. Ich riskiere einen Blick. Toll, nichts. Alles mehr oder weniger schwarz. Wer auch immer da ist, versperrt mir die Sicht. Ding Dong.
Ich zucke zusammen, gehe einen Schritt zurück. Den Gedanken an DHL oder Nachbarn habe ich längst aufgegeben. Nur Sie können es sein. Und faul und selbstgefällig wie Sie sind, genauso lehnen sie sich auch an die Tür. Ich habe keine andere Wahl, ich muss aufmachen. Ok, denke ich, also es war ein Unfall. Ein ganz dummer Unfall. Bitte glaubt mir das und habe den Türgriff zwischen meiner Hand. Ein fast erfrischendes Erlebnis, so schön kalt und glatt fühlt er sich an.
Ich öffne.
,,Was machst du denn hier ``, frage ich.
,,Hab gehört, du könntest Hilfe gebrauchen ``, antwortet er mir.
,,Was denn für Hilfe und woher weißt du das? ``
,,Ich habe vorhin eine SMS bekommen. ``
,,Von wem? ``
,,Von wem schon ``, und hält mir sein Handy hin. Typisch, denke ich mir.
Wir befinden uns im Flur und alles, was uns jetzt noch trennt, ist eine quietschende Zwischentür.
 ,,Das Problem hat sich mittlerweile erledigt ``, erkläre ich ihm. Quietsch und Knack. ,,Aber sieh selbst. ``
,,Holla, wie ist denn das passiert? ``
,,Eine Folge unglücklicher Umstände ``, murmel ich. ,,Hilfst du mir? ``
,,Na viel zu helfen ist da aber nicht mehr ``, und grinst. ,,Aber komm ``, fügt er hinzu, ,,Du meinst jetzt auch, wenn schon, dann richtig, oder? ``
 ,,Sehr schlau erkannt. Hoffen wir mal, dass ich auch bei Ihnen damit durchkomme. `` ,,Das wirst du dann schon spüren, hehe. Das schlimmste, was dir passieren kann, ist ein ähnliches Schicksal zu erleiden wie sie am Boden. ``
Das beruhigt mich.

Wir drücken beide kräftig und der Bug sinkt und das Heck hebt sich. Wir sehen und hören gespannt zu. Das wars. Ende vom Lied. Hörte sich gut an, aber ob es ein My Heart will go on für mich wird, wird sich herausstellen. Schon bald. Oder jeden Moment.

,,Was zu trinken ``, frage ich meinen Kumpel.
Daniel lässt sich ein halbes Gläschen füllen. Er überlässt mir das Feld. Einsam stehe ich hier wieder nun, mitten an der Front.
Mein Handy vibriert. Eine neue Nachricht.
 Ich lache, da es wohl später werden wird und ich noch Margarine und Toast besorgen soll und diesen einen widerlichen süßen Aufstrich. So typisch. Werde ich nie verstehen. Entweder oder, aber doch nicht beides zusammen.

Gut eine Stunde später wie sonst höre ich Geräusche vor der Tür. Schnatternde Feuerechsen marschieren auf und etwas neusilbriges dringt in das Schloss ein.
Sie sind da!
 Nun heißt es tapfer seinen Mann stehen. Und immer schön dran denken, Chris, es war nur ein Unfall. Eine Verkettung von Ereignissen, in der die Schwerkraft ein großes Wörtchen mitzureden hatte. Ich wollte sie nie schlagen oder gar eintreten, so dass es bricht und splittert. Aber sie brachte mich zur Weißglut und ja, ich gebe es zu, stellte ich Sie mir dabei vor. Aber nur ein wenig. Haben Sie doch auch ihre guten Seiten.
Sie treten ein. Immer noch schnatternd.
 ,,Da seit ihr ja ``, sage ich zu ihnen. Meine geliebten Schwestern, denke ich mir. Sie begrüßen mich und legen ab. Sofort schauen beide durch die Zwischentür, zur großen Essecke hinein.
,,Gut gemacht ``, meinen sie, ,,geht doch ``, sind sich beide einig. Aber wann sind sich Elvira und Silvia schon mal nicht einig. Ich kläre zögernd auf, dass sie mal mit nach unten kommen sollen. Mir ist da ein kleines Malheur passiert.
Sofort horchen sie auf, wie Velociraptoren. Und genauso sehen sie mich auch an: Hungrig, die Krallen ausfahrend und zum Sprung bereit.
Sie folgen mir nach unten an den Ort des Geschehens, dem Keller. Erst starren sie nur, vielleicht knurren sie auch, so genau will ich das gar nicht wissen.
Dann fragt Elvira: ,,Hattest du keine Hilfe ``, und murrt hinzu, ,,Dann sieh mal zu! Ihr beide seit echt zu nichts zu gebrauchen oder wer von euch war mal wieder zu blöd? ``
Ich schweige. Silvia schüttelt den Kopf.
 ,,Da darf wohl jemand eine neue Waschmaschine kaufen gehen, aber lass dir diesmal bloß von echten Männern helfen. Lass sie es am besten gleich ganz tun. ``
,,Auf jeden Fall macht er das. ``, pflichtet Elvira bei und es klatscht von hinten gegen meinen Kopf.
Sie gehen wieder nach oben.
,,Aber nett von dir ``, schallt es von oben, ,, dass du es wenigstens versucht hast, nachdem wir uns Tage den Mund fusselig geredet haben, das Teil endlich weg zu schaffen und an Ort und Stelle zu platzieren. ``
Gern geschehen, denke ich mir. Scheiß auf die Waschmaschine. Geht euern Mist im Bach waschen, da ertränke ich euch dann.

Ich habs echt nicht leicht. Die Eltern tot, nur einen Freund zu haben und mit zwei indotyrannischen Schwestern ein Haus zu teilen.
Intelligent, knurrend und unheimlich. Schnaubend und stampfend. Lieber würde ich mit einem Indominus Rex Gassi gehen, als unter einem Dach mit diesen beiden eingebildeten Echsen leben zu müssen.
Und so vergeht ein weiterer Tag. Ein weiterer Tag , in meinem ganz persönlichen Jurassic Park. Nur ohne Pflanzenfresser und einen Großwildjäger, der mir hilft, und sie am liebsten alle töten würde.
Aber ich hab euch trotzdem lieb, geliebte Schwestern, und ziehe mich in mein Gehege zurück, um Musik zu hören.
John Williams Main Theme from Jurassic Park.



Doch schaffe ich beinahe nur diesen Track, als ich aus meinen Träumen gerissen werde. Die Saurier sind wieder im Anmarsch.
,,Chris!, wolltest du nicht schon längst diesen ekelhaften Teppich entsorgt haben. Was macht der immer noch hier? Und dann auch noch auf dem schönen Laminat? ``


Ps. Keine Sorge, all das ist nur Fantasie.



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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 06:09    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Matze,

es fing so gut an. Ein toller Anfang, hab ich gedacht, juhu!

[quote)Ach herrje!
Das wollte ich nicht. Verdammte Sch ... Jetzt ist mir tatsächlich die Hand ausgerutscht. Und der Fuß. Und das nicht nur einmal. (/quote)

Vielversprechend! Ich habe mich schon so gefreut.

Dann aber wird es leider von Zeile zu Zeile chaotischer. Da kommen Abgründe in Wohnungen und plötzlich ist man auf einem Schiff, nur um auf  das langweiligste aller Enden zuzusteuern, das du mit deinen surrealen Ausflügen längst verraten hast-  das Aufwachen aus einem Traum.

Niemals am Anfang oder Ende jemanden aufwachen lassen, wenn man nicht langweilen will...

So schade, es fing so vielversprechend an. Vielleicht kannst du es noch mal überarbeiten.
Viel interessanter wäre der Konflikt, der zu der Tat geführt hat. Und ein anderes Ende. Störend sind alle Randfiguren - der Freund ginge noch als Spannungsträger (vielleicht hat die Tote: HILFE gesmst und er denkt nun, er solle seinem Freund helfen), warum dann noch als Dinosaurier getarnte Schwestern auftauchen müssen, ist mir ein Rätsel.

Bleib in der Realität, gib deinem Prota dort die Aufgabe, die Leiche zu entsorgen und lege ihm ein paar Hindernisse in den Weg, voila.

Wieso eigentlich Totschlag im Park (und warum ist da ein Punkt dahinter?)

You lost me.

Rechtschreib-/Kommafehler hab ich ignoriert. Waren aber einige drin.


Schreib es noch mal um, bitte, derAnfang ist zu schön, um ihn zu verschwenden!

LG
Ansch[/quote]


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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 06:10    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, ich bin zu blöd, um die Zitate anständig zu kennzeichnen! Bitte um Anleitung!!!

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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 06:24    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ach herrje!
Das wollte ich nicht. Verdammte Sch ... Jetzt ist mir tatsächlich die Hand ausgerutscht. Und der Fuß. Und das nicht nur einmal.


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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 06:25    Titel: Antworten mit Zitat

Habs gerade kapiert! War so einfach....oh je..sorry

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matze3004
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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 10:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber Ansch,
vielen Dank für deine Kritik erstmal. Du hast es bis zum Schluss gelesen, das freut mich.

Das war so ein Text, den ich in den letzten 2 Tagen bei mir runter geschrieben habe, ohne groß vorher nachzudenken. Wirklich wild drauf los geschrieben, da mir diese kurze Idee, auch wenn klischeehaft, ganz plötzlich in den Sinn kam.

Ich habe das Ganze fürs Forum lediglich halbwegs gegliedert, damit es sich einfacher lesen lässt.
Ich muss dir aber sagen, bitte nicht böse nehmen, ist bestimmt auch mein Fehler, dass du die Geschichte nicht ganz verstanden hast.
Aber wie gesagt, vermutlich auch mein Fehler.

Es ging nie um eine Leiche und es gab auch nie eine Leiche. Das Opfer war von Anfang an eine Waschmaschine, an der ich meine Wut ausgelassen habe, weil ich sie nicht in Keller hab allein tragen können.

Der Sinn der ganzen Geschichte war, dass dieser Chris mit seinen beiden Schwestern in einem Haus lebt, nach dem Tod der Eltern vor paar Jahren.
Und dieser Chris ist phlegmatisch und cholerisch zu gleich und hat nur einen Freund in seinem Leben.
Sowohl Chris als auch sein Freund haben regelrecht Angst vor den Schwestern. Trotzdem hat Chris sie lieb. Fühlt sich aber ständig unterdrückt bzw wie in einem Gefängnis bei ihnen.

Da die beiden Schwestern in Chris Augen viel von einem Raptor und T Rex haben, fing Chris irgendwann an, sich daheim wie in einem Jurassic Park zu fühlen. Einem Park, in dem es aber nur hungrige, fordernde Fleischfresser gibt.

Zudem sieht es Chris selbst nicht so, aber oft, ist er auch selber Schuld daran, dass seine Schwestern so zu ihm sind oder wieder aufmarschieren, um ihn angeblich zu unterdrücken.

Wie gesagt, die Idee kam mir ganz spontan. Daher dachte ich mal, schreibe ich eine Kurzgeschichte, in der erst viel angedeutet, aber erst später mehr oder weniger aufgeklärt wird.

Ps.
Auch hat Chris nie geträumt. Er war lediglich im Tagtraum fast, als er wieder Musik hören ging. Alles davor ist wirklich passiert, also in der Geschichte.


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Jenny
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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 10:09    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Matze,

im Gegensatz zu Ansch habe ich verstanden, dass es sich nicht um eine Leiche, sondern um eine Waschmaschine handelt - allerdings nicht gerafft, dass der Prota sie in den Keller tragen sollte.
Die Dinger sind verteufelt schwer, groß und unhandlich. So zwischen 70 und 100 kg hat so ein Ding schon. Das ist zwar ein Gewicht, was man, solange es handlich genug ist, grad noch alleine stemmen kann mit entsprechender Kraft, aber als Waschmaschine? Keine Chance, die allein zu tragen.

Daher bin ich ehrlich gesagt gar nicht auf den Gedanken gekommen, dass er sie hätte tragen sollen. Ich dachte, sie hätte einfach rumgezickt oder er wollte sie reparieren und es hat nicht geklappt und er ist dann ausgeflippt.

Den Abgrund habe ich auch nicht verstanden Rolling Eyes Soll das die Kellertreppe sein?

Dagegen fand ich Chris' Gefühle seinen Schwestern gegenüber gut ausgedrückt.
Ich frage mich aber, wie alt ist dein Prota? 13 oder 14? Dann würde ich seine Gedanken und auch das Ausgeliefertfühlen verstehen. Aber mit 13 oder 14 wird er doch keineswegs dazu aufgefordert werden, alleine eine Waschmaschine zu befördern. Das wäre ja noch absurder, als einem Erwachsenen die Aufgabe zu stellen, denn auch zu zweit dürften zwei Kinder das Gerät nicht tragen können. Also falls die Schwestern davon ausgingen, dass er sich noch Hilfe holt und wissen, dass er nur einen einzigen Freund hat.
Und wenn er älter ist, warum hat er dann noch so infantile Gedanken?

Aber insgesamt eine nette Geschichte, von dem Logikfehler einmal abgesehen wink


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matze3004
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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 10:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo Jenny,
auch dir erstmal vielen Dank.

Der eigentliche Hintergrund, um die Logik besser zu verstehen, ist folgender.

Chris hatte am Morgen an diesem besagten Dienstag ein indirektes Ultimatum bekommen. Die Waschmaschine die aus der Küche endlich in den Keller bzw in die Waschküche nach unten gebracht werden sollte, hatte Chris kürzlich nur bis in die Essecke mühevoll geschleppt  und sie dort einfach stehen lassen.
Von der Essecke geht es noch eine Etage tiefer. Eine Treppe führt in die Tiefe in den Keller bzw zu den Kellerräumen.
Da Chris ein erwachsener Mann ist, aber nur auf dem Papier, traute man ihm auch zu, diese Waschmaschine die paar Stufen nach unten in Keller zu schleppen, wenn er sich Viel Mühe gibt, die richtigen Taktiken anwendet, wie zb aus den Knien/Oberschenkeln heben statt den Rücken groß zu beanspruchen bzw aus dem Rücken heraus zu heben.

Da seine Schwester aber erstens nicht vollends gemein sind, wie Chris denkt, und sie sich eh schon denken konnten, dass er es nicht packt oder auch nicht packen will, haben Elvira und Silvia seinem Freund, Daniel, noch im Lauf des Tages Bescheid gegeben, dass ihr Pflegefall von Bruder höchstwahrscheinlich Hilfe gebrauchen könnte bei der Waschmaschine.


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Jenny
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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 11:03    Titel: Antworten mit Zitat

Hm, also wenn Chris erwachsen ist und trotzdem noch so kindlich drauf, dass er von dir in deiner Erklärung sogar als "Pflegefall" beschrieben wird, dann halte ich es für noch unlogischer, dass er ganz allein die Waschmaschine bewegen soll.
Sorry, das geht mir nicht in den Kopf rein. Die Schwestern müssten doch dann auch befürchten, dass er sich ernsthaft etwas tut, einen Bruch hebt oder dergleichen. Oder dass die Treppe danach nicht mehr existiert oder ...
Also mit deiner Erklärung hast du mich noch weniger überzeugt.


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matze3004
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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 11:18    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Na gut, nur kurz zu Chris.

Chris ist ein phlegmatischer, aber auch cholerischer Tagträumer, der aber vollends körperlich und geistig fit ist, wenn er denn nur will und mal ein bißchen sein eigentliches Wesen abstreift.
Das will er aber gar nicht und kann es auch nicht. Er mag sich so, wie er ist und ein anderer Teil in ihm erkennt es nicht mal, was er wirklich ist. Daher auch häufig keine Einsicht und so ein extremes Denken über seine Schwestern.
Die Schwestern sind wirklich gemein, arrogant und in vielem das genaue Gegenteil von Chris, aber nicht so extrem, wie Chris es sich in seinem Kopf zurecht spinnt bzw empfindet.

Chris lebt ganz in seiner eigenen Welt. Traum, Film und Musikwelt, in der Er immer der Held ist.

Ps.
Das Haus indem Chris, Elvira und Silvia leben ist übrigens das Elternhaus. Aber die Eltern sind vor paar Jahren gestorben.


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matze3004
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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 14:23    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Auf den ersten Blick mögen nicht viele Änderungen da sein, da ich vorwiegend nur Kleinigkeiten geändert habe, die aber den Lesefluss, Ausdruck usw besser machen. Denke ich.


Ach herrje! 
Das wollte ich nicht. Verdammte Sch ... Jetzt ist mir tatsächlich die Hand ausgerutscht. Und der Fuß. Und das nicht nur einmal. Warum hab ichs getan? Vielleicht hätt ichs ja doch geschafft. Mir wurde Mut gemacht, wenn ich mich nur ganz doll anstrenge und die richtigen Taktiken anwenden würde, dass es dann schon klappt und ich kein Donnerwetter erleben müsste.
Aber nun liegt sie vor mir. Geschlagen und getreten. Und das nur, weil ich verdammter Idiot mich nicht im Griff hab. Ein absoluter Schwächling bin und statt auf richtige Taktiken zu setzen, mich nur so wehren kann. Oh Gott, denke ich, als ich sehe, wie spät es ist, und wünsche mir, die Zeiger würden rückwärts statt vorwärts laufen. Nein, nein, nein. Und nochmals Nein. Wie erkläre ich das nur? Vielleicht lasse ich es wie einen Unfall aussehen. Soll ja vorkommen. Nur wie stelle ich das an? Hier? Egal welch Geistesblitze mein Hirn treffen mögen, sie müssen sich damit beeilen, mich zu treffen, denn viel Zeit habe ich nicht mehr. Wenns gut läuft ...nein, fällt mir ein. Heut ist ja Dienstag. Es kann gar nicht gut laufen, immer dieser verdammte Dienstag. Wie schön, wenigstens ein Geistesblitz, der mich trifft.

Egal jetzt. So machen wirs! Unfall hin oder her. Lieber den Schein erstmal wahren, sollte gleich die Tür aufgehen, das verschafft mir Zeit, und dann führe ich beide langsam heran, als dass sie sofort das Opfer hilflos und traktiert am Boden liegend sehen würden. Außerdem kann ich es von da unten viel besser, nein perfekt sogar, wie einen Unfall aussehen lassen. Wäre zwar der Klassiker schlechthin, von dem, was so passieren kann, aber soll man mir das Gegenteil beweisen. Also los jetzt. Genug mit Geistesblitzen oder Gedankenspielerein. Nun müssen Taten folgen und einen Freund wie die Zeit habe ich nicht. Also weg mit ihr, ab nach unten. Auf geht's!  
Mann Mann Mann, ist das eine Qual. Ich schleife sie über den nagelneuen Boden und obwohl es nur wenige Meter bis zum Abgrund sind, kommen sie mir vor wie eine Ewigkeit. Und der Boden erst. Oh nein, der Boden! Um den muss ich mich auch noch kümmern. Ganz schöne Sauerei. Das geht nie im Leben weg. Und selbst wenn, unmöglich das in dieser Zeit zu schaffen, Tick Tack. Halt, in der Kammer liegt ja noch ein Läufer, der müsste reichen, um die Spuren vorerst zu verdecken. Geschafft. Endlich mit ihr am Abgrund angelangt. Gleich geht's für dich in die Tiefe, sage ich zu ihr. Aber vorher diesen verfluchten Läufer rauskramen. Wie praktisch es sich doch erweist, dass alles aufgehoben, aber nichts weggeworfen wird. Raus mit dir, du hässliches, verstaubtes Ding.
Passt. Irgendwie. Juhuu. Gut gemacht Chris! Spuren beseitigt.
Und nun ist sie dran, dieses fette Miststück. Dran, die letzte Reise anzutreten und möge ihr diese Reise gut bekommen. Möge sie ihr viele authentische Spuren verpassen. Je mehr, desto besser für mich, obwohl mich das auch nicht ganz retten wird. Immerhin könnte man mir Fahrlässigkeit oder Unachtsamkeit vorwerfen. Auch Dummheit wäre wahrscheinlich. Aber das werde ich dann sehen.
Einen allerletzten Zentimeter schleife ich sie noch. Dann richte ich mich auf und positioniere mich in die gewünschte Richtung. Strecke meinen Fuß zu ihr aus, lehne ihn an und jetzt heißt es ...noch einmal kräftig drücken und Goodbye. Ding Dong.
Nicht wirklich jetzt, oder? Hat es gerad tatsächlich geklingelt? Das darf doch nicht wahr sein. Wer zum Geier ist das? Meine Güte, schießt es wie Gewehrkugeln durch meinen Kopf. Das werden doch nicht Sie sein? Sie werden doch nicht wieder so intelligent gewesen sein und beide ihre Schlüssel vergessen haben?, euphorisch in ihrer Sucht nach Vergnügen und Unterdrückung.  
Ich warte, rühre mich nicht und horche. Verdammt. Erneutes Ding Dong. Einfach nicht aufmachen, bin nicht da, denke ich mir. Aber dieser primitive Schachzug würde nur beim Postboten oder den Nachbarn funktionieren, nicht bei Ihnen. Ich wage mich langsam zur Tür. Mein Hemd durchtränkt, rechts und links und in der Mitte. Versuche nicht zu atmen. Ziehe vorsichtig eine Zwischentür zu. Gott sei Dank, sie hat nur einen leisen Laut von sich gegeben. Ich schaue nach links. Keine Schlüssel auf der Kommode zu sehen. Aber das muss nichts heißen. Ich trete an die Tür heran, der Spion direkt vor meiner Nase. Ich riskiere einen Blick. Toll, nichts. Mehr oder weniger schwarz. Wer auch immer das ist, versperrt mir die Sicht. Ding Dong.
Ich zucke zusammen, gehe einen Schritt zurück. Den Gedanken an DHL oder Nachbarn habe ich aufgegeben. Nur Sie können es sein. Und faul und selbstgefällig wie Sie sind, genauso lehnen sie sich auch an die Tür. Ich habe keine andere Wahl, ich muss aufmachen. Ok, denke ich, also es war ein Unfall. Ein ganz dummer Unfall. Bitte glaubt mir das und habe den Türgriff zwischen meiner Hand. Ein fast erfrischendes Erlebnis, so schön kalt und glatt fühlt er sich an.  
Ich öffne.  
 ,,Was machst du denn hier ``, frage ich.  
 ,,Hab gehört, du könntest Hilfe gebrauchen ``, antwortet er mir.  
,,Was denn für Hilfe und woher weißt du das? ``  
,,Habe vorhin eine SMS bekommen. ``  
,,Von wem? ``  
,,Von wem schon ``, und hält mir sein Handy hin. Typisch, denke ich mir.  
Wir befinden uns im Flur und alles, was uns jetzt noch trennt, ist eine quietschende Zwischentür.    
,,Das Problem hat sich mittlerweile erledigt ``, erkläre ich ihm. Quietsch und Knack. ,,Aber sieh selbst. ``  
,,Holla, wie ist das denn passiert? ``
,,Eine Folge unglücklicher Umstände ``, murmel ich. ,,Hilfst du mir? ``  
,,Na, viel zu helfen ist da aber nicht mehr ``, und grinst. ,,Aber komm ``, fügt er hinzu, ,,Du meinst jetzt auch, wenn schon, dann richtig, oder? ``    
,,Sehr schlau erkannt. Hoffen wir mal, dass ich auch bei Ihnen damit durchkomme. ``
,,Das wirst du schon spüren, hehe. Das schlimmste, was dir passieren kann, ist ein ähnliches Schicksal zu erleiden, wie sie da am Boden. ``
 
Das beruhigt mich.
 
Wir drücken beide kräftig und der Bug sinkt und das Heck hebt sich. Wir sehen und hören gespannt zu. Das wars. Ende vom Lied. Hörte sich gut an, aber ob es ein My Heart will go on für mich werden wird, wird sich herausstellen. Schon bald. Oder jeden Moment. Aber eins weiß ich, mein Herz möchte auch noch morgen schlagen. 
,,Was zu trinken ``, frage ich meinen Kumpel.  
Daniel lässt sich ein halbes Gläschen füllen. Gluck und Tschüss. Er überlässt mir das Feld. Einsam stehe ich hier nun wieder, mitten an der Front.
Mein Handy vibriert. Eine neue Nachricht.
Aufgesetzt lache ich, da es wohl später werden wird und ich noch Margarine und Toast für die beiden besorgen soll und diesen einen widerlichen süßen Aufstrich. So typisch. Werde ich nie verstehen. Entweder oder, aber doch nicht beides zusammen.

Gut eine Stunde später wie üblich, höre ich Geräusche vor der Tür. Schnatternde Feuerechsen marschieren auf und etwas neusilbriges dringt in das Schloss ein.
Sie sind da!  
Nun heißt es tapfer seinen Mann stehen. Und immer schön dran denken, Chris, es war nur ein Unfall. Eine Verkettung von Ereignissen, in denen die Schwerkraft ein großes Wörtchen mitzureden hatte. Ich wollte sie nie schlagen oder gar eintreten, so dass es bricht und splittert. Aber sie brachte mich zur Weißglut und ja, ich gebe es zu, stellte ich Sie mir dabei vor. Aber nur ein wenig. Haben Sie doch auch ihre guten Seiten.  
Sie treten ein. Immer noch schnatternd.    
,,Da seit ihr ja ``, sage ich zu ihnen. Meine geliebten Schwestern, denke ich mir.
Sie begrüßen mich und legen ab. Sofort schauen beide durch die Zwischentür, zur großen Essecke hinein.
,,Gut gemacht ``, meinen sie, ,,geht doch ``, sind sich beide einig. Aber wann sind sich Elvira und Silvia schon mal nicht einig.
Ich kläre zögernd auf, dass sie mal mit nach unten kommen sollen. Mir ist da ein kleines Malheur passiert. Sofort horchen sie auf, wie gierige Velociraptoren. Und genauso sehen sie mich auch an: Hungrig, die Krallen ausfahrend und zum Sprung bereit.
Sie folgen mir nach unten, an den Ort des Geschehens, dem Keller. Erst starren sie nur, vielleicht knurren sie auch, so genau will ich das gar nicht wissen.
Dann fragt Elvira: ,,Hattest du keine Hilfe ``, und murrt hinzu, ,,Dann sieh mal zu! Ihr beide seit echt zu nichts zu gebrauchen oder wer von euch war mal wieder zu blöd? ``
Ich schweige. Silvia schüttelt den Kopf.
,,Da darf wohl jemand eine neue Waschmaschine kaufen gehen, aber lass dir diesmal bloß von echten Männern helfen. Lass sie es am besten gleich ganz tun. ``
,,Auf jeden Fall macht er das. ``, pflichtet Elvira ihr bei und es klatscht von hinten gegen meinen Kopf.
Sie gehen wieder nach oben.  
,,Aber nett von dir ``, schallt es von oben, ,, dass du es wenigstens versucht hast, nachdem wir uns Tage den Mund fusselig geredet haben, das Teil endlich weg zu schaffen und an Ort und Stelle zu platzieren. ``  
Gern geschehen, denke ich mir. Scheiß auf die Waschmaschine. Geht euern Mist im Bach waschen, da ertränke ich euch dann.

Es ist echt nicht leicht: Beide Eltern tot, nur einen Freund zu haben und mit zwei indotyrannischen Schwestern ein Haus zu teilen. Intelligent, knurrend und unheimlich. Schnaubend und stampfend, wie sie beide sind. Lieber würde ich mit einem Indominus Rex Gassi gehen, als unter einem Dach mit diesen beiden eingebildeten Echsen leben zu müssen.
Und so vergeht ein weiterer Tag. Ein weiterer Tag , in meinem ganz persönlichen Jurassic Park. Nur ohne Pflanzenfresser und Großwildjäger, der mir hilft, sie am liebsten alle zu töten. Aber ich hab euch trotzdem lieb, geliebte Schwestern, und ziehe mich in mein Gehege zurück, um Musik zu hören.  

John Williams Main Theme from Jurassic Park.

Doch schaffe ich beinahe nur diesen Track, als ich aus meinen Träumen gerissen werde. Die Saurier sind wieder im Anmarsch.  
,,Chris!, wolltest du nicht schon längst diesen ekelhaften Teppich entsorgt haben. Was macht der immer noch hier? Und dann auch noch auf dem schönen Laminat? ``
,,Sofort runter damit! ``


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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 14:27    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo matze,

welche Art von Texten genau im Feedback-Bereich erwartet wird, wurde schon des öfteren kontrovers diskutiert.
Dass aber diese Definition
dsfo.de hat Folgendes geschrieben:
Euer Text ist formvollendet, ihr seid ans Äußerste gegangen. Hier geht es nicht mehr um Details, hier geht es um das große Ganze. Was will der Text, wo führt er hin, funktioniert er? Was ihr hier präsentiert, stellt eure persönliche Bestleistung dar. Doch Vorsicht! Hier wird das Gewicht der Schläge in Karat gemessen. Das Lob aber auch.

kaum hiermit in Einklang zu bringen ist:
matze3004 hat Folgendes geschrieben:
Das war so ein Text, den ich in den letzten 2 Tagen bei mir runter geschrieben habe, ohne groß vorher nachzudenken. Wirklich wild drauf los geschrieben, da mir diese kurze Idee, auch wenn klischeehaft, ganz plötzlich in den Sinn kam.

... liegt für mich auf der Hand.
Zumal man dem Text das "Runterschreiben, ohne groß vorher nachzudenken" durchaus anmerkt. Das geht mit der seltsamen Interpunktion (insbesondere diese schließenden Anführungszeichen!) los und hört mit dem intensiven Nacherklärungsbedarf noch länger nicht auf.

Ist jetzt keine große Sache, aber (für die Zukunft): Wenn du an so einem Spontantext arbeiten willst, gehört er in die Werkstatt. Wenn nicht, eventuell auf den Komposthaufen.


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fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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matze3004
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BeitragVerfasst am: 01.08.2017 15:44    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo nebenfluss,

ja, du hast natürlich recht. Allerdings war ich wirklich recht überzeugt von meinem Text und würde ihn schon als einer meiner besseren Texte bezeichnen. und diese kommen meist zum vorschein, wenn ich einfach drauf los schreibe, was ich gerad im kopf habe.

Das gilt ganz besonders für die Neue Version, mit der ich noch zufriedener bin.

Für mich funktioniert der Text und geht auch runter wie ÖL. Meine persönliche Einschätzung. Ist nur mein Gefühl beim lesen.
Ihr werdet das anders sehen, aber ich kann ja nur danach gehen, was ich selbst davon halte.

Aber stimmt schon. Vermutlich ist auch die zweite bzw überarbeitete Fassung in der Werkstatt besser aufgehoben.


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Fantasie kennt keine Grenzen
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Abari
Geschlecht:männlichAutor

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Beiträge: 839
Wohnort: ich-jetzt-hier


BeitragVerfasst am: 01.08.2017 17:06    Titel: Antworten mit Zitat

matze3004 hat Folgendes geschrieben:

Das gilt ganz besonders für die Neue Version, mit der ich noch zufriedener bin.

Für mich funktioniert der Text und geht auch runter wie ÖL. Meine persönliche Einschätzung. Ist nur mein Gefühl beim lesen.


Bei sowas weiß ich gar nicht mehr, was ich sagen soll. Klar kannst Du finden, dass Du auf Deinen Text stolz sein kannst: Ich finde es nicht.

Für wörtliche Rede gibt es die Gänsefüßchen, davor und danach.

Ich würde etliches erstmal strukturieren und klarer hervortreten lassen. Mir kommt das ganze eher wie Brainstorming als eine abgeschlossene Geschichte vor. Du packst viel zu viele planlose Ideen in den kleinen Text, dass ich am Ende verwirrt dastehe und gar nicht mehr weiß, wo mir der Kopf stehen soll.

Nach dem kreativen Flash kommt immer die ordnende Hand, um den Leser zu führen und in ihm ein Bild zu gestalten. Du gestaltest in mir Verwirrung. Wenn das Dein Ziel war, ok. Aber ich fände es schade, weil Du schon interessante Ideen hast. Die sind halt bloß völlig durcheinander hingeschmissen. Dadurch geht viel von ihrer Wirkung verloren.

Überleg mal, was Du in einem Satz mit der Geschichte erreichen willst. Nein, bitte nicht posten, einfach für Dich. Und dann klopf den Text darauf ab, ob er sich damit immer deckt. Ich weiß, wie verlockend es ist, es "einfach fließen" zu lassen, aber übertreib es nicht. Es wirkt so, als fehlten Dir handwerkliche Grundsachen, um den Text schön zu machen. Beschäftige Dich mal damit und Du wirst entdecken, was ich meine.

1. Schritt: Gedanken laufen lassen (hast Du getan).
2. Schritt: Gedanken ordnen.
3. Schritt: [???]

Ich glaube einfach, dass Du noch nicht in der Verfassung bist, einen Text einfach runterzuschreiben. Daher erstmal die Übung.


_________________
Das zeigt Dir lediglich meine persönliche, höchst subjektive Meinung.
Ich mache (mir) bewusst, damit ich bewusst machen kann.

LG
Abari
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kioto
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 66
Beiträge: 337
Wohnort: Rendsburg


BeitragVerfasst am: 01.08.2017 18:25    Titel: Antworten mit Zitat

matze3004 hat Folgendes geschrieben:
Hallo nebenfluss,
....
Für mich funktioniert der Text und geht auch runter wie ÖL. Meine persönliche Einschätzung. Ist nur mein Gefühl beim lesen.
Ihr werdet das anders sehen, aber ich kann ja nur danach gehen, was ich selbst davon halte.
....


Hallo matze3004,

Wenn du willst, dass auch andere als du selber deine Texte lesen und gut finden, wirst du dein Gefühl eichen und trainieren müssen, also einen Lernprozess durchlaufen. Dabei helfen dir die Kritiken, deren Erstellung den Foristen Zeit und Mühe kosten. Wenn du aber so zufrieden bist, wozu brauchst du dann das Forum?

Gruß Werner

PS.
"geht auch runter wie ÖL" - Kennst du das Gedicht von Eugen Roth "Ein Mensch, der sich ein Schnitzel briet" ?


_________________
Stanislav Lem: Literatur versucht, gewöhnliche Dinge ungewöhnlich zu beschreiben, man erfährt fast alles über fast nichts.
Phantastik beschreibt ungewöhnliche Dinge (leider m.M.) meist gewöhnlich, man erfährt fast nicht über fast alles.

Gruß, Werner am NO-Kanal
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V.K.B.
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Beiträge: 2086
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Das bronzene Niemandsland Die lange Johanne in Silber
Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 01.08.2017 22:50    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo matze3004,

hab deine Geschichte auch gerade gelesen (nur neue Version). Immerhin fing sie gut genug an, dass ich sie zuende gelesen habe. Ein paar Dinge haben mich allerdings gestört:

Irgendwie kann ich mir das ganze nicht vorstellen. Zuerst dachte ich auch, er hätte jemanden totgeprügelt, doch dann wurde mir aufgrund der absichtlichen Schwammigkeit so ziemlich aller Ausdrücke recht schnell klar, dass da ein Twist kommen soll. Das funktioniert leider nicht (jedenfalls bei mir). Da wird immer so um den Brei rumgeredet, dass völlig klar ist, da will sich jemand offenhalten, den entstandenen Eindruck zu ändern.

Zwischenzeitig dann völliges Chaos bezüglich der Verständlichkeit. Ich versuch mal für dich, meine Gedanken beim Lesen zu rekonstruieren:

Bug? Heck? Wieso sind wir plötzlich auf einem Schiff? Waren wir das die ganze Zeit schon, ich überlege zurück, nee, auf Schiffen klingelt selten DHL an der Tür und … oh nee, wir sind gar nicht auf einem Schiff. Häh, was sollte das denn jetzt … WTF? Sind das alles Saurier? Was soll das denn für ein Twist sein? Ne, Moment, Saurier-DHL … wie, jetzt doch Schwestern ach so ja nee was denn nun Ach so, ja, okay aber… was sollte das ganze jetzt eigentlich? *ratlos kopfschüttel*

Fazit: Fängt interessant an, aber verläuft sich dann in Unstimmigkeiten und Undeutlichkeiten.


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