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Dragonfighter - Prolog


 

 
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Gast







BeitragVerfasst am: 17.06.2017 14:07    Titel: Dragonfighter - Prolog eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

PROLOG


„Ist sie noch wach?“ fragte Martin.

„Was?“ fragte ich und riss mich aus meinen Gedanken. „Ehm, nein! Sie ist gerade eingeschlafen...“

„Na... na gut. Ist besser so, glaube ich. Tut ihr bestimmt gut...“ sagte Martin als er sich in den Sessel setzte.

„Nach der letzten Nacht aber auch kein Wunder! Sie hatte im Delirium gesprochen... Wirres Zeug! Über einen Kampf, Fabelwesen und so Zeugs!“ Ich runzelte die Stirn.

Mein Bruder rollte nur die Augen und seufzte. „Das ist bestimmt wegen der heftigen Medikamente, ich sag's dir. Was die Ärzte ihr da gegeben hatten war schon krass!“ Er rieb sich den Schlaf aus den Augen.

Ich stand am Fenster vom Aufenthaltsraum des Krankenhauses und beobachtete den Regen, wie er am Fenster abprallte. Die Tropfen knallten für mich wie Paukenschläge an die Scheiben.

Ich atmete tief aus, mein warmer Atem trübte die kalte Scheibe.

„Weißt du...“ fing ich an. „Ich glaube, es geht zuende mit ihr!“

Eine lange Pause entstand durch meine Aussage. Und doch hattte ich gehofft, damit die Stille zu durchbrechen und das Unaussprechliche endlich auszusprechen.

„Wie kannst du so etwas sagen?“ fauchte mein Bruder und sprang auf. Ich zuckte zusammen, als er wutschnaubend vor mir stand. Ich nahm ihn augenblicklich in den Arm und mein zwei-Meter-großer Bruder fing an zu weinen. Denn ich hatte genau das gesagt, was er sich nicht traute.

„Aber...“ weinte er.
„Ich weiß!“ sagte ich. Wieso war ich jetzt gerade so stark? Mir ging es doch innerlich nicht anders wie ihm. „Ich weiß... Aber, ich glaube, die Krankheit ist schon so weit fortgeschritten. Sie wird schwächer!“

Eine Ewigkeit vering. „Micha, du hast ja eigentlich Recht!“ sagte mein Bruder.

Eine Krankenschwester huschte lautlos in den Aufenthaltsraum.
„Entschuldigen Sie... aber, bitte! Kommen Sie mit mir. Ihre Mutter... Sie ist wieder wach. Sie ist aus ihrem Traum hochgefahren und verlangt nach ihnen beiden!“
Augenblicklich gingen wir zügig mit ins Zimmer.

„Da sind ja meine Jungs!“ flüsterte Mutter laut. Ihr erschöpftes Lächeln sprach Bände. Mir wurde mein Herz so schwer.
„Mama...“ sagten wir synchron.
„Jungs. Versprecht mir, immer gut aufeinander aufzupassen! Haltet hier die Stellung für mich!“
„Aber Mama..“ fing Martin an. „Das ist hier nicht das Ende!“
„Ja!“ sagte sie lächelnd. „Ich weiß, es wird immer weitergehen. Achtet beide auf die Zeichen! Sie werden euch beide leiten!“

Wir schauten uns an und ahnten, dass sie sich abgefunden hatte mit der Situation den Kampf gegen den „Schwarzen Mann“ nicht zu gewinnen.

„Martin, du hast die Gabe zu leiten und zu führen und Kraft zu geben! Ebenso hast du die Kraft, Neues zu erschaffen und Menschen zu inspirieren! Nutze dies in deinem Leben!“ fing sie an. „Und Michael... du hast die Gabe, Hoffnung zu schenken und Menschen zusammenzuführen. In Zeiten von Trauer und Angst schaffst du Licht ins Dunkel zu  bringen und Menschen Positives zu schenken! Höre immer deiner Intuition.  Nutze dies nicht nur in dieser Welt! Höre auf die Zeichen...“
Sie flüsterte nur noch bereits.
„Mama, was meinst du?“ fragte ich noch schnell.
„Achte einfach auf die Zeichen! Folge deinem Instinkt. Es wird eine Zeit kommen, in der du gebraucht wirst!“
Sie legte mir ihre geschlossene linke Hand in meine beiden Hände. Langsam schlief sie ein bis ihr letzter Atemzug entwich.
Wir brachen jeder für sich in Tränen aus, denn es war zuende mit ihr. Sie war friedlich und leise nach lauter Krankheit eingeschlafen.

Als ich mir die Tränen wegwischen wollte, merkte ich in meinen Händen Etwas. Meine Mutter hatte mir Etwas noch in die Hände gelegt. Eine Halskette mit einem Anhänger.

Ein Anhänger geformt als silberfarbener Drache...

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GloriaTab
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 27
Beiträge: 54



BeitragVerfasst am: 17.06.2017 18:29    Titel: Re: Dragonfighter - Prolog Antworten mit Zitat

Zitat:
PROLOG


„Ist sie noch wach?“(Komma) fragte Martin.

„Was?“(Komma) fragte ich und riss mich aus meinen Gedanken. „Ehm, nein! Sie ist gerade eingeschlafen...“

„Na... na gut. Ist besser so, glaube ich. Tut ihr bestimmt gut...“(Komma) sagte Martin als er sich in den Sessel setzte.

„Nach der letzten Nacht aber auch kein Wunder! Sie hatte im Delirium gesprochen... Wirres Zeug! Über einen Kampf, Fabelwesen und so Zeugs!“ Ich runzelte die Stirn.

Mein Bruder rollte nur die Augen und seufzte. „Das ist bestimmt wegen der heftigen Medikamente, ich sag's dir. Was die Ärzte ihr da gegeben hatten war schon krass!“ Er rieb sich den Schlaf aus den Augen.

Ich stand am Fenster vom Aufenthaltsraum des Krankenhauses und beobachtete den Regen, wie er am Fenster abprallte. Die Tropfen knallten für mich wie Paukenschläge an die Scheiben.

Ich atmete tief aus, mein warmer Atem trübte die kalte Scheibe.

„Weißt du...“(Komma) fing ich an. „Ich glaube, es geht zuende mit ihr!“ Hier finde ich ein Ausrufezeichen unpassend, weil ich mir vorstelle, dass er diese schlimme Vermutung eher leise ausspricht.

Eine lange Pause entstand durch meine Aussage überflüssig. Und doch hattte ich gehofft, damit die Stille zu durchbrechen und das Unaussprechliche endlich auszusprechen.

„Wie kannst du so etwas sagen?“(Komma) fauchte mein Bruder und sprang auf. Ich zuckte zusammen, als er wutschnaubend vor mir stand. zuckte er zusammen, als der Bruder aufsprang, oder wirklich erst als er vor ihm stand? Ich nahm ihn augenblicklich in den Arm und mein zwei-Meter-großer Bruder fing an zu weinen. Denn ich hatte genau das gesagt, was er sich nicht traute.

„Aber...“(Komma) weinte er.
„Ich weiß!“(Komma) sagte ich. Wieso war ich jetzt gerade so stark? Mir ging es doch innerlich nicht anders wie ihm. „Ich weiß... Aber, ich glaube, die Krankheit ist schon so weit fortgeschritten. Sie wird schwächer!“

Eine Ewigkeit vering verging. „Micha, du hast ja eigentlich und uneigentlich?? Füllwort Recht!“ sagte mein Bruder.

Eine Krankenschwester huschte lautlos in den Aufenthaltsraum.
„Entschuldigen Sie... aber, bitte! Kommen Sie mit mir. Ihre Mutter... Sie ist wieder wach. Sie ist aus ihrem Traum hochgefahren und verlangt nach ihnen beiden!“
AugenblicklichWir gingen wir zügig mit ins Zimmer. Hier fehlt meines Erachtens die Reaktion der Brüder. Freuen sie sich, dass die Mutter aufwacht, sind sie überrascht, besorgt..?

„Da sind ja meine Jungs!“ flüsterte Mutter laut entweder sie flüstert, oder sie spricht in normaler Lautstärke. Ihr erschöpftes Lächeln sprach Bände. Wieso? Was sagt ihr Lächeln denn aus? Mir wurde mein Herz so schwer. Füllwort
„Mama...“(Komma) sagten wir synchron.
„Jungs. Versprecht mir, immer gut aufeinander aufzupassen! Haltet hier die Stellung für mich!“
„Aber Mama..“(Komma) fing Martin an. „Das ist hier nicht das Ende!“
„Ja!“(Komma) sagte sie lächelnd. „Ich weiß, es wird immer weitergehen. Achtet beide auf die Zeichen! Sie werden euch beide leiten!“

Wir schauten uns an und ahnten haben sie das nicht schon die ganze Zeit?, dass sie sich abgefunden hatte mit der Situation den Kampf gegen den „Schwarzen Mann“ nicht zu gewinnen. zu verlieren.

„Martin, du hast die Gabe zu leiten und zu führen und Kraft zu geben! Ebenso hast du die Kraft, Neues zu erschaffen und Menschen zu inspirieren! Nutze dies in deinem Leben!“(Komma) fing sie an. „Und Michael... du hast die Gabe, Hoffnung zu schenken und Menschen zusammenzuführen. In Zeiten von Trauer und Angst schaffst du es, Licht ins Dunkel zu  bringen und Menschen Positives zu schenken! Höre (Vertraue) immer auf deiner Intuition.  Nutze diese nicht nur in dieser Welt! Höre auf die Zeichen...“
Sie flüsterte nur noch bereits. Den Satz brauchst nicht nochmal, sie hat ja vorhin bereits nur noch geflüstert.
„Mama, was meinst du?“(Komma) fragte ich noch schnell.
„Achte einfach auf die Zeichen! Folge deinem Instinkt. Es wird eine Zeit kommen, in der du gebraucht wirst!“
Sie legte mir ihre geschlossene linke Hand in meine beiden Hände. Langsam schlief sie ein bis ihr letzter Atemzug entwich.
Wir brachen jeder für sich in Tränen aus, denn es war zuende mit ihr. Sie war friedlich und leise nach lauter Hä? Meinst du "langer"? Krankheit eingeschlafen.

Als ich mir die Tränen wegwischen wollte, merkte ich in meinen Händen Etwas. Meine Mutter hatte mir eine Halskette in die Hände gelegt. Etwas noch in die Hände gelegt. Eine Halskette mit einem Anhänger.

Ein Anhänger geformt als silberfarbener Drache...


Hallo draconis!

Ich habe ein paar Füllwörter rausgestrichen, außerdem benutzt du für mich zu oft "sagte" und "fragte" usw. Aber diese ganzen Grammatik- und Rechtschreibfehler lassen sich verbessern. An deinem Text stört mich am meisten, dass er mich nicht berührt. Kein Stück. Dabei geht es um den Tod einer Mutter. Normalerweise ist das eines der schlimmsten Erlebnisse, aber so beschreibst du es nicht. Die Brüder weinen. Ja, das schon. Aber mehr auch nicht. Was denkt und fühlt dein Protagonist, als es "mit ihr zu Ende geht"? (Diese Beschreibung finde ich zudem unglücklich gewählt, sagt doch einfach, wie es ist. Sie stirbt und verlässt damit ihre Söhne.)
Natürlich ist meine Meinung subjektiv und du kannst damit anfangen was du willst. Den Inhalt kann ich noch nicht wirklich bewerten, dafür sagt dein Prolog zu wenig aus. Aber es ist ja auch nur ein Prolog, da finde ich das noch nicht unbedingt notwendig.

LG
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Corydoras
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BeitragVerfasst am: 17.06.2017 20:35    Titel: Antworten mit Zitat

Servus,

auf die unzähligen Rechtschreib- und Grammatikfehler gehe ich nicht ein. Wenn es dir ernst ist, dann wirst du dich ohnehin auf deinen Hosenboden setzen (müssen) und das selber lernen.

Also ein paar Anmerkungen zu Logik, Stil und Ausdruck:

Zunächst einmal habe ich mich gefragt, ob du mit einer englischen Geschichte im DEUTSCHEN Schriftstellerforum richtig bist. Dann war ich aber überrascht, dass sie gar nicht englisch ist. Warum dann der Titel?

Man sollte mit Ausrufezeichen äußerst sparsam umgehen. Bei deinem Text merkt man auch wieso: Es liest sich einfach nicht schön, wenn jeder Satz als unglaublich wichtig dargestellt wird. Die berühmten drei Punkte (...) sind typischer Internetjargon, und in Foren oder Chats benutze ich die auch, aber im geschriebenen Text haben die einfach gar nix verloren.

Viele "als" schwächen einen Text. Jedes Ereignis für sich wirkt viel stärker.

Im Fließtext benutzt man eine Leerzeile NUR, wenn man sich danach zeitlich oder geographisch ganz woanders befindet. Du hast ja beinahe nach jedem Satz eine verwendet.

Atem ist immer warm. Das zu erwähnen ist redundant.

"das Unaussprechliche aussprechen", da findest du sicher schönere Wörter ohne Wiederholungen.

Er GLAUBT, dass die Krankheit fortgeschritten ist? Die sind doch in einem Krankenhaus, da gibt es Ärzte, da braucht er keine laienhaften Vermutungen abgeben.

Letzte Worte sind selten bedeutungsschwanger. Das ist eine Unart in Literatur und Filmen, die mir nie gefallen hat. Dass Leute noch eine große Weisheit hinausposaunen und eine halbe Stunde später das Zeitliche segnen ist höchst unwahrscheinlich.

Das obige (letzte Worte) ist leider genauso gähnend langweilig klischeehaft, wie ein Oberböser, der jetzt schon als "dunkel" bezeichnet wird. Warum müssen in Fantasy Böse immer auch schon äußerlich böse und hässlich aussehen? Abgesehen davon setzt du dich mit "Schwarzer Mann" eh in die Nesseln, da so die große Nemesis in Stephen Kings "Dunkler Turm" Buchreihe heißt. Nicht nur ist das Stephen King, nicht nur hat der allererste Satz der Reihe (The black man fled across the desert and the gunslinger followed.) längst Kultstatus erreicht, kommt der Film dazu auch noch in den nächsten Wochen ins Kino. Ich würde dir also dringend raten, einen anderen Namen zu wählen.

Soviel von mir, ich hoffe etwas davon ist hilfreich.


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Gast







BeitragVerfasst am: 17.06.2017 21:30    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallihallo!
Danke ihr Zwei für die beiden Antworten! Ja, der Titel ist mir kurz und knapp mal eingefallen. Wieso englisch? Ich weiss es nicht. Deutsch wäre besser gewesen!

Ja, ich muss es definitiv grammatikalisch wohl überarbeiten! Aber danke für die Kritiken, dafür bin ich hier! Es ist ein erster Versuch gewesen, jedoch nicht der letzte Versuch.

Ich habe versucht, alles in diesem Prolog sehr stark und deutlich (mit vielen Ausrufezeichen) zum Ausdruck zu bringen - was jedoch nicht immer gelungen ist.

Oh ja.... ich bin noch baff von Euren zwei Antworten, jedoch empfinde ich es als sehr positiv!

Einige "Wortspiele" wurden extra eingebaut - wurden vielleicht nur von mir so verstanden, daran werde ich noch arbeiten.

Es hat dich nicht berührt, GloriaTab? Verdammt... Das wollte ich eigentlich bezwecken und dies "nervt" mich am meisten Wink  !

Ich gebe mir weiterhin Mühe, um meiner Idee und meiner Geschichte noch mehr Leben einzuhauchen!

Vielen Dank euch!

GLG, Michael
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Corydoras
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 35
Beiträge: 769
Wohnort: Niederösterreich


BeitragVerfasst am: 17.06.2017 21:42    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Ich habe versucht, alles in diesem Prolog sehr stark und deutlich (mit vielen Ausrufezeichen) zum Ausdruck zu bringen - was jedoch nicht immer gelungen ist.


Mach das mit starken Worten. Die Flut an Ausrufezeichen wirkt leider dilettantisch.

Ich habe irgendwo mal einen Merksatz gelesen, dass man nur alle 10 Seiten mal ein Ausrufezeichen verwenden sollte. Muss man sich nicht akribisch daran halten, aber ist ein guter Richtwert.


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Gast







BeitragVerfasst am: 17.06.2017 21:53    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Corydoras hat Folgendes geschrieben:
Zitat:

Ich habe versucht, alles in diesem Prolog sehr stark und deutlich (mit vielen Ausrufezeichen) zum Ausdruck zu bringen - was jedoch nicht immer gelungen ist.


Mach das mit starken Worten. Die Flut an Ausrufezeichen wirkt leider dilettantisch.

Ich habe irgendwo mal einen Merksatz gelesen, dass man nur alle 10 Seiten mal ein Ausrufezeichen verwenden sollte. Muss man sich nicht akribisch daran halten, aber ist ein guter Richtwert.


Hallo Corydoras,

danke Dir für deine Antwort. Ich suche mehr oder weniger oft nach stärkeren bis starken Worten, die ich für einen starken Ausdruck nutzen kann/könnte. Und ich verfalle oft in eine Flut von Ausrufezeichen. Das stimmt!

Deinen Merksatz merke ich mir. Danke!

Da ich wirklich ein bis zwei wirklich gute Ideen für Geschichten/Werke habe, kribbelt es mir richtig in den Fingern, dies auch zu Papier zu bringen. Und ich merke des öfteren, dass mir das richtige sprachliche "Werkzeug" bis dato fehlt. Daher bin ich wirklich dankbar, hier Anregungen und Kritik zu kriegen.

Liebe Grüße, Micha Exclamation Very Happy
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Pickman
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Alter: 52
Beiträge: 534
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BeitragVerfasst am: 17.06.2017 22:26    Titel: Re: Dragonfighter - Prolog Antworten mit Zitat

Zitat:
„Ist sie noch wach?“ fragte Martin.

„Was?“ fragte ich und riss mich aus meinen Gedanken. „Ehm, nein! Sie ist gerade eingeschlafen...“

„Na... na gut. Ist besser so, glaube ich. Tut ihr bestimmt gut...“ sagte Martin als er sich in den Sessel setzte.

„Nach der letzten Nacht aber auch kein Wunder! Sie hatte im Delirium gesprochen... Wirres Zeug! Über einen Kampf, Fabelwesen und so Zeugs!“ Ich runzelte die Stirn.

Mein Bruder rollte nur die Augen und seufzte.


Das ist für mich eine Lesebremse. Im ersten Absatz spricht Martin, im zweiten der Ich, im dritten wieder Martin, im vierten sagt der Bruder des Erzählers auch mal was. Oder? Wie viele Personen soll der Leser sich vorstellen?
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Bananenbrot
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BeitragVerfasst am: 18.06.2017 09:40    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo draconis

einiges wurde zu deinem Text bereits gesagt deshalb beschränke ich mich auf ein zwei Dinge, die mir besonders aufgefallen sind.
Erst einmal muss auch ich sagen, dass mich der Text überhaupt nicht berührt hat. Aber ich finde, dass du dir das nicht zu sehr zu Herzen gehen lassen solltest.
Du hast für den Einstieg deiner Geschichte einen sehr emotionalen Moment gewählt (Zwei Brüder verlieren ihre Mutter). Dass der Leser auf den paar Zeilen nicht direkt die Trauer der Brüder nachempfinden kann, ist normal - technisch sicherlich machbar aber dafür muss man als Schriftsteller wohl schon einiges an Können besitzen.

Zitat:
„Was?“ fragte ich und riss mich aus meinen Gedanken. „Ehm, nein! Sie ist gerade eingeschlafen...“

Überleg dir, was du mit dem "Ehm" ausdrücken möchtest und lass deinen Prota dementsprechend handeln. Meinetwegen soll er etwas vor sich hinmurmeln, sich räuspern oder die Stirn runzeln. Das sollen hier nur Gedankenanstöße sein - dir fällt sicherlich noch was besser ein. Auf diese Ausrufwörter würde ich aber prinzipiell verzichten.
In einem Dialog schreibst du ja auch nicht "Haha" oder "Ahhhh", sondern: Er lachte bzw. er schrie.


Zitat:
„Wie kannst du so etwas sagen?“ fauchte mein Bruder und sprang auf. Ich zuckte zusammen, als er wutschnaubend vor mir stand. Ich nahm ihn augenblicklich in den Arm und mein zwei-Meter-großer Bruder fing an zu weinen. Denn ich hatte genau das gesagt, was er sich nicht traute.

An der Stelle geht es mir viel zu schnell. Ich will ehrlich sein, hier musste ich lachen. Der Bruder springt auf, wütend und schwups hängt er dem andern in den Armen und weint.
Lass deinen Ich-Prota vielleicht erst einmal Martin beschreiben, wenn er wutschnaubend aufsteht. Fuchtelt er mit den Armen, ballt er die Hände zu Fäusten, wird er laut? Was emfpindet dein Ich-Prota dabei? Ist Martin immer so emotional? Braucht er die Unterstützung von deinem Ich-Prota? Kurzum, gib dem Leser ein wenig Zeit für den Gefühlsumschwung.


Das Ende ist mir definitiv zu kitschig. Gestalte das Ableben der Mutter realistischer, nicht derart romantisch verklärt. Mit den letzten Worten der Mutter den beiden Brüdern bestimmte Charakterzüge anzuhaften finde ich arg plump.
Du könntest doch versuchen, dass sich die Brüder stattdessen später an diesem Tag in der Krankenhaus-Cafeteria oder sonst wo über Mutter die unterhalten und dabei in Erinnerungen schwelgen. Sie erzählen sich alte Geschichten und was sie so zusammen durchgemacht haben. Denk dir vielleicht einen ganz bestimmten Tag aus, an dem etwas besonderes passiert ist und die Mutter die beiden Brüder das erste mal auf ihre besonderen Charaktereigenschaften aufmerksam gemacht hat.

Ich hoffe, du kannst mit dem einen oder anderen etwas anfangen. Auch wenn mein Feedback recht negativ rüberkommen mag, bin ich mir sicher, dass du mit etwas mehr Mühe und Arbeit noch mehr aus dem Text machen kannst. Very Happy

Lieben Gruß
Bananenbrot
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Drakenheim
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Beiträge: 267
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BeitragVerfasst am: 18.06.2017 11:40    Titel: Re: Dragonfighter - Prolog Antworten mit Zitat

Hallo draconis,

ich gehe deinen Text gerade zum zweiten Mal durch und hinterlasse dir da tiefe Kratzer, wo ich mich beim Lesen gestört fühlte.

Zwei Dinge vorher:
1.) Ja, der Titel ist ein wenig englisch, was deutsches wäre fein. Lateinisch oder französisch hatten wir hierzulande auch schon lange nicht mehr.
2.)
Zitat:
Ich habe versucht, alles in diesem Prolog sehr stark und deutlich (mit vielen Ausrufezeichen) zum Ausdruck zu bringen - was jedoch nicht immer gelungen ist.

Tu das nicht. Wenn du einen Text künstlich so aufbläst, fühlen sich deine intelligenten Leser veräppelt, und die Stimmung kommt zu kurz.


Zitat:
PROLOG


„Ist sie noch wach?“ fragte Martin.

„Was?“ fragte ich und riss mich aus meinen Gedanken. „Ehm, nein! Sie ist gerade eingeschlafen...“ (Frage: Sitzt der Prota neben der Mutter am Bett? Das klingt danach.)

„Na... na gut. Ist besser so, glaube ich. Tut ihr bestimmt gut...“ sagte Martin als er sich in den Sessel setzte.

„Nach der letzten Nacht aber auch kein Wunder! Sie hatte im Delirium gesprochen... Wirres Zeug! Über einen Kampf, Fabelwesen und so Zeugs!“ Ich runzelte die Stirn. (Hier kriegt dein Leser den ersten Zaunpfahl auf den Kopf geballert.)

Mein Bruder rollte nur die Augen und seufzte. „Das ist bestimmt wegen der heftigen Medikamente, ich sag's dir. Was die Ärzte ihr da gegeben hatten war schon krass!“ Er rieb sich den Schlaf aus den Augen.

Ich stand am Fenster vom Aufenthaltsraum des Krankenhauses und beobachtete den Regen, wie er am Fenster abprallte. Die Tropfen knallten für mich wie Paukenschläge an die Scheiben.

Ich atmete tief aus, mein warmer Atem trübte die kalte Scheibe.

„Weißt du...“ fing ich an. „Ich glaube, es geht zuende mit ihr!“

Eine lange Pause entstand durch meine Aussage. Und doch hattte ich gehofft, damit die Stille zu durchbrechen und das Unaussprechliche endlich auszusprechen.

„Wie kannst du so etwas sagen?“ fauchte mein Bruder und sprang auf. ("Fauchen" und "Aufspringen" beschreiben üblicherweise schnelle Reaktionen, die direkt nach einer Reizung auftreten, nicht nach einer langen Pause.) Ich zuckte zusammen, als er wutschnaubend vor mir stand. Ich nahm ihn augenblicklich in den Arm und mein zwei-Meter-großer Bruder fing an zu weinen. Denn ich hatte genau das gesagt, was er sich nicht traute. (Das große Heulen nach dem großen Wutschnauben nach der langen Pause. Das kann funktionieren, muss aber dringend überarbeitet werden.)

„Aber...“ weinte er.
„Ich weiß!“ sagte ich. Wieso war ich jetzt gerade so stark? Mir ging es doch innerlich nicht anders wie ihm. „Ich weiß... Aber, ich glaube, die Krankheit ist schon so weit fortgeschritten. Sie wird schwächer!“ (Welche Krankheit eigentlich? Wie wirkt die sich sonst aus, außer dass Zaunpfähle winken?)

Eine Ewigkeit ver(g)ing. „Micha, du hast ja eigentlich Recht!“ sagte mein Bruder.

Eine Krankenschwester huschte lautlos in den Aufenthaltsraum.
„Entschuldigen Sie... aber, bitte! (Was bedeutet das "Aber, bitte"? In welchem Ton ist das zu lesen? Was will sie damit sagen?) Kommen Sie mit mir. Ihre Mutter... Sie ist wieder wach. Sie ist aus ihrem Traum hochgefahren und verlangt nach ihnen beiden!“ (Eine hochdramatische Krankenschwester, ui ui ui. Eine unbeteiligte Person hätte wohl gesagt: Ich Mutter ist wach und möchte Sie sehen.)
Augenblicklich gingen wir zügig mit ins Zimmer.

„Da sind ja meine Jungs!“ flüsterte Mutter laut. Ihr erschöpftes Lächeln sprach Bände. Mir wurde mein Herz so schwer. (Schlagerfuzzi. Pffft.)
„Mama...“ sagten wir synchron.
„Jungs. Versprecht mir, immer gut aufeinander aufzupassen! Haltet hier die Stellung für mich!“
„Aber Mama..,“ fing Martin an. „Das ist hier nicht das Ende!“
„Ja!“ sagte sie lächelnd. „Ich weiß, es wird immer weitergehen. Achtet beide auf die Zeichen! Sie werden euch beide leiten!“ (Autsch, da war die nächste Zaunlatte auf meinem Kopf. Gleich zwei davon!)

Wir schauten uns an und ahnten, dass sie sich abgefunden hatte mit der Situation den Kampf gegen den „Schwarzen Mann“ nicht zu gewinnen. (Ein Zick-Zack-Satz. Lässt sich nicht geradeaus lesen.)

„Martin, du hast die Gabe zu leiten und zu führen und Kraft zu geben! (Gut, dass sie das ausspricht, der Leser hätte es beim Warten im Aufenthaltsraum nicht selber mitgekriegt. Wo kommen denn die vielen Holzsplitter an meinem Kopf her?) Ebenso hast du die Kraft, Neues zu erschaffen und Menschen zu inspirieren! Nutze dies in deinem Leben!“ fing sie an. „Und Michael... du hast die Gabe, Hoffnung zu schenken und Menschen zusammenzuführen. In Zeiten von Trauer und Angst schaffst du Licht ins Dunkel zu  bringen und Menschen Positives zu schenken! Höre immer deiner Intuition.  Nutze dies nicht nur in dieser Welt! Höre auf die Zeichen...“
Sie flüsterte nur noch bereits. (Diese bedeutungsschwangere Rede zu schwingen stelle ich mir auch ermüdend vor und sterbenslangweilig. Ok, das tut sie ja auch gerade. Wie alt ist sie eigentlich? Ist ihr Haar grau? Ihr Mund faltig wie eine süße Rosine? Die Augen schwarz beringt? Die Haut gelb und schlaff oder eher hell wie das saubere Bettlaken unter ihr? Was sehen die Jungs, wenn sie ihre Mama sehen, das interessiert mich viel mehr als diese gekünstelte "Setzt meine Mission fort"-Rede)
„Mama, was meinst du?“ fragte ich noch schnell. ("Kratz nicht ab, bevor du dem Leser nicht noch eine Zaunlatte auf den Schädel gedeppert hast, ja?")
„Achte einfach auf die Zeichen! Folge deinem Instinkt. Es wird eine Zeit kommen, in der du gebraucht wirst!“
Sie legte mir ihre geschlossene linke Hand in meine beiden Hände. Langsam schlief sie ein bis ihr letzter Atemzug entwich.
Wir brachen jeder für sich in Tränen aus, denn es war zuende mit ihr. Sie war friedlich und leise nach lauter Krankheit eingeschlafen. (Was ist eine laute Krankheit?)

Als ich mir die Tränen wegwischen wollte, merkte ich in meinen Händen Etwas. Meine Mutter hatte mir Etwas noch in die Hände gelegt. (Das liest sich, als ob dir die Worte ausgegangen sind, aber nicht das Gefühl von durchdringender Wichtigkeit dieses Details.) Eine Halskette mit einem Anhänger.

Ein Anhänger geformt als silberfarbener Drache... (Dramatische Punkte!!!! Der Drache ist aber sowas von wichtig, wahrscheinlich wird es in dem Buch um ihn gehen! Beachtet den Drachen!!!!11elf)


So, jetzt habe ich aber genug gerupft und gerissen. Aber ich hoffe, du siehst, was mich beim Lesen gestört hat. Vor mir haben schon einige geschrieben, dass die Szene sie nicht berührt hat, es könnte auch daran liegen, dass sie zu zweckgerichtet geschrieben ist. Ich hoffe, ich konnte dir da weiter helfen und habe dir die Nase nicht blutig gestoßen.

LG
Drakenheim
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Ruyi
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Wohnort: in meiner eigenen kleinen Welt


BeitragVerfasst am: 19.06.2017 14:58    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss mich leider den anderen anschließen, denn mich haben ungefähr dieselben Dinge gestört.

- dein Text berührt mich leider auch nicht
- dass die Mutter in ihren letzten Atemzügen noch die besonderen Charakterzüge der Brüder hervorheben kann, glaube ich nicht (außerdem lesen die sich wie die Auswertung eines Psychotests)
- viele Sätze wirken ungelenk, vor allem Formulierungen in wörtlicher Rede, so dass Dialoge oft unnatürlich und gestelzt wirken
- viele Ausrufezeichen und ... (in meinen eigenen Geschichten benutze ich in der ersten Fassung übrigens auch ganz viele Ausrufezeichen, einfach um die Gefühlslage schnell festzuhalten. In der Überarbeitung formuliere ich die Passagen dann so um, dass sie auch ohne Ausrufezeichen nach Ausrufezeichen klingen.)
- stating the obvious ("Aber, ich glaube, die Krankheit ist schon so weit fortgeschritten. Sie wird schwächer!“)

Ich nehme an, du verwendest den Prolog nur, um diese Art Prophezeiung vorzustellen. Wahrscheinlich brauchst du ihn aber gar nicht. Der Anhänger kann später als "Amulett, das ihm seine Mutter kurz vor ihrem Tod zugesteckt hatte" erscheinen, Verwandtschaftsbeziehung und Charaktereigenschaften können wir auch durch aktive Szenen kennenlernen. Vielleicht kannst du den Prolog auch ganz einfach weglassen - dann müsstest du auch nicht mit einer schwierigen Trauerszene ganz am Anfang deiner Geschichte kämpfen, sondern kannst etwas später einsteigen, etwa wenn die Brüder den Tod der Mutter bereits (halb) überwunden haben.

Viele Grüße
Ruyi
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yung33
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 36
Beiträge: 4
Wohnort: Innsbruck


BeitragVerfasst am: 19.06.2017 22:34    Titel: Antworten mit Zitat

hier nur ganz roh ein paar sachen die ich mir direkt gedacht hab... manche gut, manche schlecht...

also das ist einfach nur eine wiedergabe meiner spontanen gedanken, aber vielleicht hilft es um diesen rohen diamanten von prolog zu schleifen Smile

"Die Tropfen knallten für mich wie Paukenschläge an die Scheiben. "
diese metapher / veranschaulichung hat mich ziemlich raus gerissen... kann regen wie ein langer tiefer paukenschklag klingen... ich hab da ein langes "pumm" im ohr oder die einleitung der apokalpsye... vielleicht ist ein besserer vergleich knöchel die energisch, vielleicht verspätetet, an eine tür klopfen... das bringt genauso ein foreshadowing und das gefühl für ein intensiv wirkendes geräusch... aber gleich danach ein genialer satz

"Ich atmete tief aus, mein warmer Atem trübte die kalte Scheibe. "
das sah ich direkt vor meinem internen auge und fühlte als ob ich da wäre... more like this...


"„Martin, du hast die Gabe zu leiten und zu führen und Kraft zu geben! Ebenso hast du die Kraft, Neues zu erschaffen und Menschen zu inspirieren! Nutze dies in deinem Leben!“ fing sie an. „Und Michael... du hast die Gabe, Hoffnung zu schenken und Menschen zusammenzuführen. In Zeiten von Trauer und Angst schaffst du Licht ins Dunkel zu bringen und Menschen Positives zu schenken! Höre immer deiner Intuition. Nutze dies nicht nur in dieser Welt! Höre auf die Zeichen...“ "

da dachte ich mir sofort, dass kein normaler mensch so spricht... ok... die situation und dass es die mutter ist, macht es tolerierbar, aber es hättew mehr effekt auf den leser, wenn es etwas subtiler ist... sie meint natürlich genau das, aber es so direkt zu sagen, ist irgendwie fad... also irgendwie 90 % andeuten und den lerser die letzten 10 prozent ausfüllen lassen, wer diese charktere sind, welche eienschaften sie haben... das ist viel spannender ... eine möglichkeit wäre, dass sie sich erinnert, wie martin in der schule das fussball team anführte und sie da so stolz auf ihn war, weil ihm alle folgten... so redet auch ne mutter oft... in alten erinnerungen...

"Sie war friedlich und leise nach lauter Krankheit eingeschlafen."
super formulierung, aber sie wäre noch wirkungsvoller wenn es davor ein foreshadowing geben würde... wie im delrium ind em sie war schrie sie das oder das... dann schließt sich da ein kreis und es ist noch besser...
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Gast







BeitragVerfasst am: 25.06.2017 14:34    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich danke euch für die Kritiken und Antworten!!
Ich setze mich noch mal ran! Ist mir selbst irgendwie noch alles zu suspekt, ich sortiere mich da noch mal neu - Textumgestaltung, etc!!

GLG, Micha
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Yorinde
Geschlecht:weiblichSchreiber-Lehrling

Alter: 31
Beiträge: 135
Wohnort: Stendal


BeitragVerfasst am: 01.07.2017 16:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Draconis,
es ist zwar schon ein bisschen her, dass du deinen Text hier gepostet hast, aber ich würde dir gern auch noch ein, zwei Gedanken mitgeben.
Also erst mal kann ich mir vorstellen, dass in deinem Kopf eine interessante Idee für eine Story steckt.
Einiges wurde ja schon gesagt. Ja, auch ich empfinde das Ableben der Mutter etwas kitschig, zumindest sehr klischeehaft. Grundsätzlich ist etwas Klischee aber in Ordnung, m.E., wenn es sich nicht durch die ganze Geschichte zieht. Klischee in der ersten Szene, um danach voll damit zu brechen - das fände ich persönlich auch mal ganz spannend.  
Winkende Zaunspfähle wiederrum sind dann aber etwas zuviel des Guten. Wink
An einigen Stellen hab ich mich gestört:

Zitat:
„Wie kannst du so etwas sagen?“ fauchte mein Bruder und sprang auf. Ich zuckte zusammen, als er wutschnaubend vor mir stand. Ich nahm ihn augenblicklich in den Arm und mein zwei-Meter-großer Bruder fing an zu weinen. Denn ich hatte genau das gesagt, was er sich nicht traute.


Der zwei-Meter-Typ, der heulend im Krankenhaus steht. Ja, ich weiß, seine Mutter liegt im Sterben und du möchtest damit Dramatik ausdrücken. Aber leider wird der junge Mann mir nicht richtig sympatisch dadurch. Es ist eben auch wieder... Klischee? Ich weiß nicht...

Zitat:
Eine Ewigkeit vering. „Micha, du hast ja eigentlich Recht!“ sagte mein Bruder.


Eieiei, da hast du mich völlig überrascht. Bis zu diesem Punkt dachte ich tatsächlich, der Ich-Erzähler sei eine Frau. Wink
Im Übrigen würde ich dir raten, den Protas Namen zu geben, die sich stärker unterscheiden. Und vor allem nicht deinen eigenen! Ich als Leser fände das arg befremdlich...

Zitat:
Sie legte mir ihre geschlossene linke Hand in meine beiden Hände.


Was du damit sagen willst, ist so offensichtlich. Geschlossene Hand, sterbende Frau, letzte Worte: Alles klar, jetzt kommt das geheimnisvolle Etwas um die Ecke. Wink
Das ist gut gemeint, aber es ist einfach zu viel. Pack nicht alle wichtigen Hinweise in die erste Szene. Es ist wirklich ein Hagel von Zaunspfählen. Füttere den Leser langsam an, hier ein Bröchkchen, da eins. Die Kette können sie finden beim Nachlass sortieren. Im Nachtschrank neben dem Krankenhausbett. In einem Bankschließfach. Was weiß ich, wo.

Und noch was: Versuche doch, das Plusquamperfekt zu vermeiden.

Zitat:
Sie hatte im Delirium gesprochen ... Was die Ärzte ihr da gegeben hatten war schon krass!“


Auf alle Fälle aber: Lass dich nicht entmutigen! Viel Freude beim Weiterschreiben!
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