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Schwarz und Grau


 

 
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Autor Nachricht
Christian Böhm
Geschlecht:männlichAbc-Schütze

Alter: 32
Beiträge: 3



BeitragVerfasst am: 10.08.2016 08:49    Titel: Schwarz und Grau eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo liebe Lyriker,

ich versuche mich von Zeit zu Zeit im Schreiben von Gedichten. Jegliche Kritik ist wünschenswert. wink

Tatenlos wirkt die Welt auf mich,
Menschheit, Schande über dich,
Die Hoffnung, die vergeht in mir,
Was mach' ich überhaupt noch hier.

Langsam verliere ich den Halt,
Viel zu groß ist die Gewalt.
Ich sehe nur schwarz und grau,
Warum ist alles so steinig und rau?

Ich will was ändern,
Doch ich bin zu nichtig.
Nur die eine Lösung
erscheint mir noch richtig.

Ich habe jetzt ein Bild vor mir,
Ganz recht, noch bin ich hier.
Mein Blut erwacht zu neuem Leben,
Ich versuch' nochmal, alles zu geben.

Und jemand sagt zu mir:
Du bist aus gutem Grunde hier.
Und als ich dann das Lächeln sah,
War die Zukunft wieder da.

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Soleatus
Autor


Beiträge: 795



BeitragVerfasst am: 10.08.2016 21:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Christian!

Rechte Begeisterung mag bei mir nicht aufkommen. Du wendest fünf Strophen auf, wo drei genügten (1 - Zustand vorher, 2- Veränderung, 3 - Zustand jetzt), und findest in ihnen nur zu einer sehr oberflächlichen Sprache, die nirgendwo genau und eindringlich wird, sondern immer in der Allgemeinheit sehr vager Oberbegriffe bleibt: Welt, Menschheit, Hoffnung, Gewalt, Lösung, Zukunft, um die schlimmsten zu nennen.

Auch auf formaler Ebene macht sich dieses Grundproblem bemerkbar, etwa bei den Reimwörtern der ersten Strophe, die, als Pronomen, schon an sich "leer" sind: mich, dich, mir. Dadurch werden sie aber weder der hervorgehobenen Stellung am Ende des Verses gerecht noch helfen sie, den Leser für den Text einzunehmen. Darüber hinaus habe ich einige Male den Eindruck, der Reimzwang führt zum Auffüllen von Versen oder sogar zu reinen Füllversen, die das Gedicht eigentlich gar nicht braucht und die da nur stehen, weil eben gereimt werden muss.

Hm. Das klingt jetzt nicht sehr aufbauend, fürchte ich; aber ich denke wirklich, in dieser Fassung wirst du kaum Leser für deine Verse begeistern können. Wenn du noch arbeiten magst an dem Text, wären meine Vorschläge: Kürzen, bildhafter und lebendiger schildern, und Form und Inhalt enger aufeinander beziehen.

Gruß,

Soleatus
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichFlachmann-Preisträger


Beiträge: 6052
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 10.08.2016 22:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ich stimme Soleatus zu.
Mir erscheint es immer wieder so, das Leute meinen,
ein Gedicht besteht aus Reimen,
und dann drehen sie ihre Texte darauf hin.

Die Gedanken der ersten Strophe habe ich mal unten stichwortartig kurzgefasst,ohne Reime, so als Ausgangspunkt:

"Tatenlos wirkt die Welt auf mich,
Menschheit, Schande über dich,
Die Hoffnung, die vergeht in mir,
Was mach' ich überhaupt noch hier. "

Welt tatenlos
Schande Menschheit
Hoffnung vergeht
Was tun?
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llll
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 125



BeitragVerfasst am: 11.08.2016 01:04    Titel: Antworten mit Zitat

"Tatenlos wirkt die Welt auf mich,
Menschheit, Schande über dich,
Die Hoffnung, die vergeht in mir,
Was mach' ich überhaupt noch hier."

Leider besteht jede Zeile dieser ersten Strophe
aus einem in sich geschlossenen Satz.
Seltsam gesetzte Kommata können keine Verbindung zwischen diesen einzelnen Sätzen herstellen.
Die erste Zeile gibt sich in dichterischer Formulierung mit betonend vorausgestelltem Adjektiv "Tatenlos...... ",
obwohl die Welt selbst ja gar keine Taten vollbringen kann !
Die zweite Zeile ist eigentlich ein spontaner Ausruf direkter Rede
und nähert sich der Alltagssprache,
unmittelbar danach folgt ( zwecks Rhythmus und Reim ) eine dichterisch
umständliche Satzgestaltung :
"Die Hoffnung, die vergeht in mir"
Die letzte Zeile wirkt wiederum wie Umgangssprache und wie eine Frage
in einem Selbstgespräch, aber das Fragezeichen am Ende fehlt.
Ich muss leider die vorletzte Zeile dahingehend variieren :
Der Appetit auf weiteres Lesen, der verging mir.

Dein Prosatext ("schmerzverzerrt") ist viel besser !
llll
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jon
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 53
Beiträge: 257
Wohnort: Leipzig


BeitragVerfasst am: 11.08.2016 13:04    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schließe mich Soleatus an: zu allgemein, zu oft aufgefüllt und/oder spürbar wegen des Reimes/Rhythmus künstlich verdreht, vieles inhaltlich doppelt.

Zitat:
Leider besteht jede Zeile dieser ersten Strophe
aus einem in sich geschlossenen Satz.

Wieso leider?


_________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt. (Klaus Klages)
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llll
Schreiber-Lehrling


Beiträge: 125



BeitragVerfasst am: 11.08.2016 13:53    Titel: Antworten mit Zitat

Leider d.h. es ist bedauerlich, dass die 4 Sätze trotz Kommata stilistisch unvereinbar
und daher "ungenießbar" bleiben bzw. den "Appetit" auf Weiteres verderben :
1. zweifelhaftes Statement ("Tatenlos wirkt die Welt....")
    mit "dichterischer" Voranstellung des Adjektivs
2. umgangssprachlicher Ausruf (eigentlich mit !)
3. umständlich "dichterisches" Satzgebilde "Die Hoffnung, die...."
4. Frage wiederum in Alltagssprache (eigentlich mit ?)
llll
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