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Klavierspielen


 

 
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gold
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BeitragVerfasst am: 10.01.2016 16:20    Titel: Klavierspielen eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

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Klavierspielen

Ihre Gichtfinger krümmten sich über den Tasten.
Vorzugsweise den schwarzen.
Der Enkel glaubte sich auf einem Höllenritt, als er den Lärm vernahm, den die Greisin vollzog.
Irgendwie blieben sie hängen. Die Finger. Immer wieder derselbe Ton.
Ihr Mann rief:„Gundula Du spielst ja gar nicht, Gundula Du musst üben, Gundula.Ich höre nichts.“
„Sie spielt doch, die Oma spielt doch.“
„Wie bitte? Hast du etwas gesagt?“
„Oma spielt doch, Opa, und wie sie spielt.“
„Das stimmt nicht. Du brauchst sie nicht immer in Schutz zu nehmen, deine Oma! Verbündet euch nur gegen mich, ihr zwei, aber das wird sie mir büßen. Gundula, das wirst du mir büßen, Gundula, hörst du? Von jetzt ab übst du jeden Tag. - Zwei Stunden am Tag!“
„Nicht doch, Opa, sie spielt doch, Opa, sie ist ganz fleißig. Da, hörst du es nicht? Das hohe Fis“ – oh, wie fies, dachte der Enkel. Es schrillte und schrillte. Ihm war es Angst und Bang um sein Trommelfell.
„Was hast du gesagt?“, stellte sich der Opa jetzt drohend in den Weg.
„Nichts, Opa, nichts, das Fis, das Fis, es ist so fies.“ Der Enkel hielt sich die Ohren zu.
Trotzdem vibrierte es in seinen Ohren, es vibrierte noch, als seine Mutter kam und Gundula zu befreien versuchte. Diese aber schien sich festgehakt zu haben, das Fis schrillte und schrillte bis es schließlich in einem Plong endete. Es waren Töne, sie schienen hundertfach, neben dem Fis, ein Gis, ein A-Moll, ein B-Dur und unzählige mehr. Es war eine Sinfonie, die Sinfonie der Greisin Gundula. Höchst entzückt drückte ihr Sohn auf die Stopptaste des Taperekorders.
Die Sinfonie der Greisin Gundula war geboren!
Sie würde durch die Lande schallen, dessen war er sich gewiss.



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Constantine
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Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 10.01.2016 17:19    Titel: Re: Klavierspielen Antworten mit Zitat

Liebe gold,

eine neue Geschichte von dir zu lesen, freut mich ungemein. Deine "Freund und Feind"-Geschichte fand ich toll und sehr gelungen.

Leider überzeugt mich diese Geschichte über Gundula wenig und ich denke, es könnte sich hierbei eher um eine Fingerübung von dir handeln.
Dein Szenenaufbau ist mir an manchen Stellen zu sprunghaft, als würdest du manches voraussetzen und bräuchtest es nicht beschreiben oder bräuchtest nicht hinführen. Mich als Leser reißt es raus.

zu deinem Text:
gold hat Folgendes geschrieben:
Klavierspielen

Ihre Gichtfinger krümmten sich über den Tasten.
Vorzugsweise den schwarzen.
Der Enkel glaubte sich auf einem Höllenritt, als er den Lärm vernahm, den die Greisin vollzog <-- wird Lärm vollzogen? Wie wäre es mit "veranstaltete"?.
Irgendwie blieben sie hängen. Die Finger. Immer wieder derselbe Ton. <-- Gundula spielt die ganze Zeit über den gleichen Ton, richtig? Sie benötigt dafür nur einen Finger, oder? Wieso bleiben ihre Finger hängen? Warum im Plural?
Ihr Mann rief:  „Gundula Du spielst ja gar nicht, Gundula Du musst üben, Gundula.Ich höre nichts.“
„Sie spielt doch, die Oma spielt doch.“
„Wie bitte? Hast du etwas gesagt?“
„Oma spielt doch, Opa und wie sie spielt.“
„Das stimmt nicht. Du brauchst sie nicht immer in Schutz zu nehmen, deine Oma! Verbündet euch nur gegen mich, ihr zwei, aber das wird sie mir büßen. Gundula, das wirst du mir büßen, Gundula, hörst du?
Von jetzt ab übst du jeden Tag. - Zwei Stunden am Tag!“ <-- Wie wäre es, er schlägt einen Klavierlehrer vor?
„Nicht doch, Opa, sie spielt doch Opa, sie ist ganz fleißig. Da, hörst du es nicht? Das hohe Fis“ – oh, wie fies, dachte der Enkel. <-- Daumen hoch Für mich die witzigste Stelle. Es schrillte und schrillte. Ihm war es Angst und Bang um sein Trommelfell.
„Was hast du gesagt?“, stellte sich der Opa jetzt drohend in den Weg. <-- schwierig vom Bild her, da ich nur Gundula am Klavier sitzend "sehe", aber wo der Enkel und der Großvater sind, wo im Raum oder in der Wohnung oder im Haus, weiß ich nicht, und kann jetzt mit dem "drohend im Weg stehen" nichts anfangen.
„Nichts, Opa, nichts, das Fis, das Fis, es ist so fies.<-- würde ich weglassen, Hier finde ich es als Wiederholung in der direkten Rede nicht mehr witzig und mir gefiel es eher als privater Gedanke des Enkels, als dass er es jetzt sagt und dem Opa mitteilt. Der Enkel hielt sich die Ohren zu.
Trotzdem vibrierte es in seinen Ohren, es vibrierte noch, als seine Mutter kam <-- noch jemand ist in der Wohnung anwesend?und Gundula zu befreien versuchte. Diese aber schien sich festgehakt zu haben, das Fis schrillte und schrillte bis es schließlich in einem Plong endete. Es waren Töne, sie schienen hundertfach, neben dem Fis, ein Gis, ein A-Moll, ein B-Dur <-- das sind keine Töne, sondern Tonarten bzw. Tonleitern! Eine Komposition kann in B-Dur verfasst sein, aber B-Dur an sich ist kein Ton. und unzählige mehr. Es war eine Sinfonie, die Sinfonie der Greisin Gundula. Höchst entzückt drückte ihr Sohn auf die Stopptaste des Taperekorders. <-- und noch jemand ist anwesend? Der Sohn von Gundula oder ist damit der Enkel gemeint? Was allerdings noch mehr verwirrt, ist dieser plötzlich auftauchende Rekorder, der aufgezeichnet hat. Das reißt mich auch raus.
Die Sinfonie der Greisin Gundula war geboren!
Sie würde durch die Lande schallen, dessen war er sich gewiss.
<-- Das Ende verstehe ich nicht. Wer war sich gewiss? Der Enkel? Der Sohn? Der Erzähler? Vor allem mit dem ganzen Gerede des Großvaters und des Enkels, die mit aufgenommen worden sind, ergibt die "Sinfonie" für mich keinen Sinn. Und warum diese Sinfonie durch die Lande schallen soll, bleibt mir auch unklar. Wer oder was sollte die Aufzeichnung verbreiten? Und warum?



Was mir sehr gefällt, ist, dass ich als Leser nur das über Gundula erfahre, was der Enkel und der Großvater über die sagen und wahrnehmen. Der Erzähler bleibt ihr gegenüber geheimnisvoll, was in ihr vorgeht, erwähnt er nicht. Aber sie scheint recht stur zu sein, vielleicht auch ein Trotzverhalten an den Tag zu legen, ihr Klavierspiel als eine Art Befreiung zu nutzen und ihrem angestauten Frust damit Luft zu verschaffen.

Dennoch überzeugt mich deine kurze Szene leider nicht, was den Szenenaufbau und das Ende angeht.

Falls du an deinem Text arbeiten magst, vielleicht ist etwas Hilfreiches unter meinen Anmerkungen.

LG,
Constantine
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gold
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BeitragVerfasst am: 10.01.2016 18:50    Titel: Re: Klavierspielen pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber Constantine,

ich danke Dir sehr herzlich für Deine - wie immer - kompetente Unterstützung. Wink Der Text ist, als Trash, tatsächlich als Fingerübung gedacht. Vielleicht wird ja daraus auch eine Sinfonie. Aber ob diese durch die Lande schallt, will ich bezweifeln. Laughing


Klavierspielen

Ihre Gichtfinger krümmten sich über den Tasten.
Vorzugsweise den schwarzen.
Der Enkel glaubte sich auf einem Höllenritt, als er den Lärm vernahm, den die Greisin veranstaltete. Irgendwie blieben sie hängen. Die Finger. Immer wieder erklangen dieselben Töne.
Ihr Mann rief:  „Gundula Du spielst ja gar nicht, Gundula, Du musst üben, Gundula. Ich höre nichts.“
„Sie spielt doch, Opa, die Oma spielt doch.“
„Wie bitte? Hast du etwas gesagt?“
„Oma spielt doch, und wie sie spielt.“
„Das stimmt nicht. Du brauchst sie nicht immer in Schutz zu nehmen, deine Oma! Verbündet euch nur gegen mich, ihr zwei, aber das wird sie mir büßen.Gundula, das wirst du mir büßen, Gundula, hörst du? Von jetzt ab übst du jeden Tag. - Zwei Stunden am Tag!“
„Nicht doch, Opa, sie spielt doch, Opa, sie ist ganz fleißig. Da, hörst du es nicht? Das hohe Fis“ – oh, wie fies, dachte der Enkel.
Es schrillte und schrillte. Ihm war es Angst und Bang um sein Trommelfell.
„Was hast du gesagt?", stellte sich der Opa jetzt in seiner Breite vor ihn hin.
„Nichts, Opa, nichts",  ließ sich der Enkel etwas kleinlaut vernehmen.
 Der Enkel hielt sich die Ohren zu. Trotzdem vibrierte es in seinen Ohren, es vibrierte noch, als seine Mutter aus der Küche kam und Gundula zu befreien versuchte .Diese aber hatte sich festgehakt, das Fis schrillte und schrillte bis es schließlich in einem Plong endete. Es waren Töne, sie schienen  hundertfach, neben dem Fis, ein Gis, ein A, ein B und unzählige mehr. Es war eine Sinfonie, die Sinfonie der Greisin Gundula. Höchst entzückt drückte ihr Sohn, der sich die ganze Zeit im Hintergrund aufgehalten hatte, die Stopptaste des Taperekorders. Die Dialoge würde er rausschneiden und diese Sinfonie kopieren, sodass ein Musikstück entstünde. Dieses würde durch die Lande schallen, der Sohn war sich gewiss.

Anmerkung: würde den Text gerne als Audiodatei - übers Telefon - anhängen, aber das funktioniert im Moment nicht. Vielleicht klappt´s ja später.


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BeitragVerfasst am: 10.01.2016 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

neben dem Fis, ein Gis, ein A-Moll, ein B-Dur <-- das sind keine Töne, sondern Tonarten bzw. Tonleitern! Eine Komposition kann in B-Dur verfasst sein, aber B-Dur an sich ist kein Ton.

A-Moll und B-Dur sind sind nicht nur Tonarten, sondern auch Akkorde - und dass die Klavierspielerin neben einzelnen Tönen auch Akkorde spielt, ist naheliegend. Die Akkorde würde ich also im Text lassen. Allerdings beißt sich für mich, dass du (in der ersten Vairante) ausgerechnet als Akkord A-Moll erwähnst (= keine Kreuze bzw. "schwarze Tasten"), wobei vorher die "schwarzen Tasten" explizit herausgestellt wurden. Daneben ist das sowieso sehr komisch, wenn die Gichtfingerspielerin ausgerechnet auf den schwarzen (kleinen, dünnen) Tasten spielt - zum einen spielt man bei jeder Tonart  mehr auf den weißen als auf den schwarzen Tasten, zum anderen ist es viel anstrengender (für die Gichtfinger), auf den schwarzen zu spielen.  

Des weiteren heißt es ihm war angst und bang und nicht "Ihm war es Angst und Bang"
Zitat:

das Fis schrillte und schrillte bis es schließlich in einem Plong endete.

Warum "schrillte und schrillte" 2 x. Mir gefällt es schon beim ersten Mal nicht! Was soll ein "Plong" sein? Wie kann ein Fis am Klavier in einem "Plong" enden?
Zitat:

Es waren Töne, sie schienen hundertfach, neben dem Fis, ein Gis, ein A, ein B und unzählige mehr. Es war eine Sinfonie, die Sinfonie der Greisin Gundula.

Zwei Satzanfänge mit "Es war". Sie schienen hundertfach was? Warum erwähnst du das Fis, Gis, A und das B, wenn es dann doch "unzählige mehr" Töne sind?

Warum "Taperekorders" halb englisch, halb deutsch und nicht ganz englisch oder deutsch?
Zitat:

diese Sinfonie kopieren, sodass ein Musikstück entstünde. Dieses würde durch die Lande schallen, der Sohn war sich gewiss.

Wieso soll daraus eine Sinfonie entstehen und durch die Lande schallen? Im Radio? Das ist doch eigentlich ziemlicher Unsinn, oder? Was willst du damit sagen? Ich sehe in deinem Text eher eine Verunglimpfung von Musik, ein sich lustig Machen über (klassische) Musik oder über Menschen mit Gebrechen (Gicht, Schwerhörigkeit).

Seltsamer Text - bzw. seltsame Intention!
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gold
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BeitragVerfasst am: 10.01.2016 21:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

oooops, diese Musiker!!!!

und: It´s trash!!! (also nicht ganz ernst gemeint, lieber Blue)


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BeitragVerfasst am: 11.01.2016 00:42    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

[quote="BlueNote"]
Zitat:

 Ich sehe in deinem Text eher eine Verunglimpfung von Musik, ein sich lustig Machen über (klassische) Musik oder über Menschen mit Gebrechen (Gicht, Schwerhörigkeit).

Seltsamer Text - bzw. seltsame Intention!


ne, die klassische Musik wollte ich eigentlich nicht auf die Schippe nehmen, eher die Zwölftonmusik Wink

Sich lustig Machen über Menschen mit Gebrechen: Eigentlich war dies nicht meine Intention - eher der Realität ins Auge blicken


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BeitragVerfasst am: 11.01.2016 01:33    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

ne, die klassische Musik wollte ich eigentlich nicht auf die Schippe nehmen, eher die Zwölftonmusik

Du bestätigst meine schlimmsten Befürchtungen! Um etwas auf die Schippe zu nehmen, muss man die Thematik wenigstens ansatzweise verstehen. Wenn man nur sein eigenes Unverständnis demonstriert, verlagert sich die Kritik oder der Witz schnell ins Absurde.
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BeitragVerfasst am: 11.01.2016 01:51    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Zitat:

ne, die klassische Musik wollte ich eigentlich nicht auf die Schippe nehmen, eher die Zwölftonmusik

Du bestätigst meine schlimmsten Befürchtungen! Um etwas auf die Schippe zu nehmen, muss man die Thematik wenigstens ansatzweise verstehen. Wenn man nur sein eigenes Unverständnis demonstriert, verlagert sich die Kritik oder der Witz schnell ins Absurde.


Mag sein, dass ich die Thematik, hier wahlweise die Zwölftonmusik, nicht verstehe, na und? Sie sagt mir nicht zu und daher nehme ich sie auf die Schippe.


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BeitragVerfasst am: 11.01.2016 08:37    Titel: Antworten mit Zitat

Wahlweise die Zwölftonmusik? Was genau willst du denn nun auf die Schippe nehmen? Die "Thematik"? Dein Text jedenfalls enthält keinen einzigen Hinweis auf die Zwölftonmusik.

Ohne sich mit "der Thematik" auseinanderzusetzen, bzw. diese wenigstens eindeutig zu benennen oder zu beschreiben, kann man wohl nichts "auf die Schippe" nehmen. Wozu auch, wenn man sich damit gar nicht beschäftigt hat? Ein Normalmensch wird in keinster Weise mit dieser Art von Musik konfrontiert oder von ihr belästigt. Zwölftonmusik schallt nicht, wie du schreibst, durch die Lande. Wozu dann diese oberflächliche Auseinandersetzung mit dem Thema (was immer es auch wahlweise ist)?
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Constantine
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Goldener Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 11.01.2016 19:32    Titel: Antworten mit Zitat

Was man doch wieder für Eindrücke bekommt, lässt man eine Geschichte länger wirken und liest sie ein weiteres Mal.

Gold, ich denke mit Vernunft kommt man bei deiner Geschichte nicht wirklich weiter, oder? Du beschreibst sehr überspitzt eine absurde Familie und die Initialzündung liefert Gundula mit ihrem "Klavierspiel". Die Protagonisten sind nicht ernst zunehmen und in ihrem Verhalten und ihren Äußerungen (Opa/Enkel) sehr ironisch gehalten. Auch das Musikverständnis ist bei ihnen verkehrt. Während es dem Enkel und dem Großvater an die Nerven geht, sieht der Sohn darin eine Sinfonie, die er einer größeren Hörerschaft zugänglich machen möchte. Diese ironischen Brüche, die überspitzte Darstellung der Familienverhältnisse erinnern mich ein wenig an Loriot und die Familie Hoppenstedt.

Es ist eine absurde Situation:
Gundula "spielt" stur Klavier und sie ist fast nicht wegzubekommen vom Klavier,
der Opa schimpft fast durchgehend nur über Gundula,
der Enkel hält sich die Ohren zu und hört nur schrilles und schrilles,
die Tochter sagt nichts, stürmt rein und versucht ihre Mutter vom Klavier wegzureißen,
und der schelmische Sohn steht im Raum und nimmt das "Spiel" seiner Mutter auf, um sich einen Spaß damit zu machen.

Gundulas Verhalten offenbart mir mehr über ihre Familienverhältnisse, darüber wie ihr Ehemann, ihre Tochter, ihr Sohn und ihr Enkel ticken. Die Familie steht für mich im Vordergrund, insofern lese ich hier eine Parodie auf eine Familie.

LG,
Constantine
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gold
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BeitragVerfasst am: 12.01.2016 09:50    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Lieber Constantine,

danke für Dein Dir erneutes Gedanken machen. Wink

Constantine hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Gundula "spielt" stur Klavier und sie ist fast nicht wegzubekommen vom Klavier,
der Opa schimpft fast durchgehend nur über Gundula,
der Enkel hält sich die Ohren zu und hört nur schrilles und schrilles,
die Tochter sagt nichts, stürmt rein und versucht ihre Mutter vom Klavier wegzureißen,

Ich gehe mit Dir mit dieser Situationsbeschreibung d´accord.

Constantine hat Folgendes geschrieben:
Zitat:
Und der schelmische Sohn steht im Raum und nimmt das "Spiel" seiner Mutter auf, um sich einen Spaß damit zu machen.


Zum Sohn:
Meine Gedanken zu ihm (die ich in diesem Stück nicht ausgeführt habe, weil das m.E. diesen Sketch verwässern würde - ich bin mittlerweile der Meinung, dass der Text eher unter dieses Genre und nicht unter das der KG fällt) sind jedoch andere:

Der Sohn kennt die Übungen seiner Mutter und überlegt sich, wie es wäre, diese aufzunehmen. So wie er Musik an sich manches Mal erlebt hat, kommt er auf die Idee, das Klavierspielen seiner Mutter aufzunehmen und dies einem Musikverlag anzubieten.

Liebe Grüße
gold


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