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Autor Nachricht
Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3941

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 02.12.2015 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Danke, liebe Lara, dass du dich nochmal dazu zu Wort gemeldet hast.
Ithanea hat Folgendes geschrieben:
Dass RL und virtual life nicht so klar getrennt sind, sondern fließende Grenzen haben und sich ergänzen - das sehe ich nämlich ganz und gar genauso, so nehme ich (Shell-"Jugendlicher") das war. Für mich kam dein Text allerdings nicht wie eine wertfreie Beobachtung dessen rüber, sondern als wäre das eher kritisch zu sehen. Das ist so das, was ich mit "Böse-Technik-Message" meine und dein Kommentar klingt so, als könnte an dieser Lesart was dran sein?

Damit hast du Recht, und das ist mir eigentlich selbst so allmählich klargeworden, während ich eure Kommentare beantwortet habe. Ich sehe das inzwischen wirklich als Schwäche meines Textes, denn ich bin auf etwas zurückgefallen, von dem ich dachte mich gedanklich zu entfernen - zudem durch etwas, zu dem ich öfter mal neige, meine Charaktere zu überzeichnen nämlich. Insofern helfen mir deine Ausführungen sehr, daran zukünftig weiter zu arbeiten.
Ich habe ihn mir eigentlich nicht so als unsympathischen Langweiler vorgestellt, eher so: er hat ja etwas an sich, was Klara an ihm mag, hat auch vielleicht in Wahrheit etwas zu sagen, nur vertraut er zu wenig darauf, oder meint mit einem Bild mithalten zu müssen, dass er von sich hat, oder mit Erwartungen, die er anderen (Klara) unterstellt.

Danke dir! smile
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nebenfluss
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3981
Wohnort: mittendrin, ganz weit draußen
Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 02.12.2015 22:00    Titel: Antworten mit Zitat

Jenni hat Folgendes geschrieben:
(Das hier ist aber nicht das Ende … wenn jemand noch mit mir „streiten“ mag oder sonst irgendetwas anzumerken hat, darf er oder sie gern.)

Ich würde da tatsächlich noch gern das ein oder andere zu sagen, warte aber noch, damit's auch ganz sicher hiermit klappt:
Jenni hat Folgendes geschrieben:
muss halt immer das letzte Wort haben, der Nebenfluss

Quatsch, ich habe nur gerade meinen eigenen Sermon hinter mir und bin nun etwas platt im Kopf.


_________________
fehlende Quellenangabe: mein Kopf.
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rieka
Geschlecht:weiblichSucher und Seiteneinsteiger


Beiträge: 981



BeitragVerfasst am: 04.12.2015 14:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Jenni
Es war mir nicht möglich, diesem Text, auch anderen Texten nicht, gerecht zu werden. Aus Zeitmangel allgemein, aus Mangel an Erfahrung in der Arbeit mit Texten und auch weil mich der Zehntausender regelrecht überflutet hat. Beim Lesen jetzt im Nachhinein sehe ich Manches, was ich während des Wettbewerbs gar nicht aufgenommen habe.
Auch das Thema spielt eine Rolle. Es ist so, dass ich zunehmend hinter dem Umgang mit der virtuellen Welt herhinke. Ich habe einen PC, den ich zum Arbeiten benutze, selten zum Surfen, bin in diesem Forum und habe ein uraltes Handy. Umso wertvoller dieser Wettbewerb, weil er mich doch etwas mehr mit dieser Welt – in Spuren – konfrontiert.

Aus dieser Fremdheit im Umgang damit habe ich deinen Text eher von außen betrachtet, konnte mich nur wenig selbst erlebend einlassen. Jetzt, wo ich die Kommentare lese und auch deine Interpretation, erweitert sich mein Blick.
Ich möchte deshalb noch einmal kurz auf deine Antwort zu meinem Kommentar eingehen.

Jenni schrieb:
---und vielleicht meint das auch Rieka mit:
rieka hat Folgendes geschrieben:
Hier wird wohl das Leben mit Internetkontakten, facebook, etc. problematisiert und hin und wieder dem realen Leben gegenüber gestellt?

Du beziehst dich dabei auf vorherige Kommentatoren.
Deine Wahrnehmung meiner Interpretation deines Textes stimmt nur teilweise. Den Prota erlebte ich sehr wohl hin und her flirrend zwischen virtueller und realer Welt.
Allerdings habe ich die Verflechtung von virtueller und realer Welt, die du inzwischen erläutert hast, nicht erfasst. Ich habe die Fähigkeit zur Integration beider Welten nicht wahrgenommen. Also versuchte ich die Zuordnung dazu zu finden, versuchte zu erfassen, wo das Geschehen denn nun stattfindet und konnte mir die Bruchstellen, als solche hatte ich sie empfunden, nicht erklären. Was ich erst einmal mir zuschrieb. Denn, nach meiner Lesart musste es in deiner Geschichte EINE von beiden Welten sein.

Und zur Bewertung zum Umgang mit der virtuellen Welt?
Ich las tatsächlich eine verschlüsselte Bewertung/Verurteilung dieses Verhaltens von Nutzern dieser Medien in deinem Text. Ein Leben von Menschen in der virtuellen, statt in der realen Welt.
Ob diese Bewertung/Verurteilung von dir veranlasst wurde, bezweifele ich jedoch inzwischen. Wie akiragirl schrieb, schilderst du lediglich das Geschehen. Diese Offenheit, der inneren Haltung dem Geschehen gegenüber lässt dann aber auch Raum, für die Aktivierung der eigenen Haltung. Zumindest muss ich von mir feststellen/zugeben, dass ich unreflektiert so denke/gedacht habe. Nämlich, die virtuelle Welt schmälert das zu Hause sein in der realen Welt.

Die Erwähnung der Shell-Studie, bzw. deine Erklärung dazu finde ich hochinteressant,
Zitat:
Wie schon erwähnt, war der Gedankenanstoß für meinen Text diese Erkenntnis aus der Shell Jugendstudie, die heute jugendliche Generation (=12- bis 25-Jährige) unterscheide nicht mehr so definitiv zwischen online und offline Aktivitäten, und das hat mich deshalb so ins Grübeln gebracht, weil in meinem Kopf wohl doch sehr dieses verbreitete dystopische Bild (Klischee) verankert war, das vermutlich auch Nebenfluss und euch andere zu obiger Vorstellung verleitet hat, nämlich: die ständige Verfügbarkeit des Internets müsse in einer Entwicklung weg von realen sozialen Beziehungen resultieren, oder auch: diese würden durch die "sozialen" Online-Netzwerke ersetzt. Eben als handele es sich um eine entweder-oder-Frage.
Jedoch scheint diese Frage falsch gestellt zu sein. Die Generation, die mit dem - mobilen - Internet schon aufwächst, nutzt das ganz anders als wir (meine Generation und älter) uns vorstellen, und die Entwicklung scheint nicht vom Real Life zum Internetleben/social network zu gehen, sondern beides sich eher zu vermischen und gegenseitig zu verändern.  

und sie lässt mich meinen Blickwinkel verändern, ein Aha-Effekt also. Very Happy
rieka
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holg
Geschlecht:männlichDichter und Denker


Beiträge: 1505
Wohnort: knapp rechts von links
Der bronzene Roboter


BeitragVerfasst am: 04.12.2015 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Jenni hat Folgendes geschrieben:

Und dann aber auch gleich in die Vollen:
nebenfluss hat Folgendes geschrieben:
"Nach meiner Interpretation liegt hier der Ich online auf dem Sofa und träumt sich in ein Treffen mit einer Frau hinein, die er nur von einem Foto (oder mehreren Fotos) aus dem Internet kennt."

Nach meiner Intention ist das nicht der Fall. Aber eine Interpretation ist ja nie "falsch", und du warst nicht der Einzige, der den Text so aufgefasst hat:

Holg hat Folgendes geschrieben:
"Eine Schachtel Vakuum, in der sich statt Energie und Materie Erleben und Vorstellung (im Sinne von eingebildete Freundin) ineinander verwandeln."


Ich glaube, da hast du mich nicht verstanden. Ich wollte damit ausdrücken, dass ich genau die von dir in Referenz zur Shell-Studie angedeutete Unschärfe zwischen realem und virtuellem (Er)Leben in deinem Text finde. Es gibt Stellen, die beschreiben eindeutig in der Welt der Dinge tatsächlich stattfindende Erlebnisse. Und es gibt Stellen, die eindeutig virtuelle Erlebnisse schildern. Und es gibt Stellen, da ist nicht ganz klar, was nun. Ich sehe das als Stärke des Textes (den ich die ersten drei Male dank der Reader-Funktion meines IOS_Safaris ohne jegliche Formatierung und Farbe gelesen habe).

Diese Jungs, die während eines Gespräches gedanklich abschweifen, gefühlt minutenlang nix sagen, nach schlagfertigen Antworten suchen, bis das Gespräch tot ist, sich alle Optionen von Ironie bis Begeisterung offen halten, irgendwie alles zu kennen scheinen, gab es schon in den achtzigern. Sie hatten damals kein Smartphone, mussten in ihrer Erinnerung nach gelesenem, gehörtem stöbern. Ich glaube, sie waren schwierig. Manchmal cool.
Ich glaube, ich war schwierig.


_________________
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3941

Das goldene Aufbruchstück Die lange Johanne in Gold


BeitragVerfasst am: 04.12.2015 21:38    Titel: Antworten mit Zitat

rieka hat Folgendes geschrieben:
Es war mir nicht möglich, diesem Text, auch anderen Texten nicht, gerecht zu werden. Aus Zeitmangel allgemein, aus Mangel an Erfahrung in der Arbeit mit Texten und auch weil mich der Zehntausender regelrecht überflutet hat. Beim Lesen jetzt im Nachhinein sehe ich Manches, was ich während des Wettbewerbs gar nicht aufgenommen habe.

Das kann ich nur zu gut nachvollziehen. Und ich freue mich sehr, dass du dich jetzt nochmal damit beschäftigt hast und über deine Erläuterungen. Vielen Dank dafür!

rieka hat Folgendes geschrieben:
Auch das Thema spielt eine Rolle. Es ist so, dass ich zunehmend hinter dem Umgang mit der virtuellen Welt herhinke. Ich habe einen PC, den ich zum Arbeiten benutze, selten zum Surfen, bin in diesem Forum und habe ein uraltes Handy. Umso wertvoller dieser Wettbewerb, weil er mich doch etwas mehr mit dieser Welt – in Spuren – konfrontiert.

Das war ein mir bewusstes Risiko, dass es auch Leser geben könnte, die einiges dessen gar nicht nachvollziehen können, weil sie Facebook, WhatsApp und derartiges nicht benutzen und deshalb nicht erkennen. Ich musste es in Kauf nehmen, weil sonst (wenn ich das etwa erklärt hätte) der Text nicht funktioniert hätte.

rieka hat Folgendes geschrieben:
Den Prota erlebte ich sehr wohl hin und her flirrend zwischen virtueller und realer Welt.
Allerdings habe ich die Verflechtung von virtueller und realer Welt, die du inzwischen erläutert hast, nicht erfasst. Ich habe die Fähigkeit zur Integration beider Welten nicht wahrgenommen. Also versuchte ich die Zuordnung dazu zu finden, versuchte zu erfassen, wo das Geschehen denn nun stattfindet und konnte mir die Bruchstellen, als solche hatte ich sie empfunden, nicht erklären. Was ich erst einmal mir zuschrieb. Denn, nach meiner Lesart musste es in deiner Geschichte EINE von beiden Welten sein.

Und zur Bewertung zum Umgang mit der virtuellen Welt?
Ich las tatsächlich eine verschlüsselte Bewertung/Verurteilung dieses Verhaltens von Nutzern dieser Medien in deinem Text. Ein Leben von Menschen in der virtuellen, statt in der realen Welt.
Ob diese Bewertung/Verurteilung von dir veranlasst wurde, bezweifele ich jedoch inzwischen. Wie akiragirl schrieb, schilderst du lediglich das Geschehen. Diese Offenheit, der inneren Haltung dem Geschehen gegenüber lässt dann aber auch Raum, für die Aktivierung der eigenen Haltung. Zumindest muss ich von mir feststellen/zugeben, dass ich unreflektiert so denke/gedacht habe. Nämlich, die virtuelle Welt schmälert das zu Hause sein in der realen Welt.

Die Erwähnung der Shell-Studie, bzw. deine Erklärung dazu finde ich hochinteressant, (...)
und sie lässt mich meinen Blickwinkel verändern, ein Aha-Effekt also.

Rieka, deine Worte freuen mich ganz massiv und versöhnen mich gerade doch ein bisschen mit meinem Text, nachdem ich mir doch inzwischen Fehler eingestehen musste. Ich freue mich sehr, dass der Text diese Gedanken bei dir ausgelöst hat, besonders über den "Aha-Effekt", denn ein solcher war auch für mich, was die Entstehung der Idee zum Text überhaupt erst ausgelöst hat. smile


Holg hat Folgendes geschrieben:
Diese Jungs, die während eines Gespräches gedanklich abschweifen, gefühlt minutenlang nix sagen, nach schlagfertigen Antworten suchen, bis das Gespräch tot ist, sich alle Optionen von Ironie bis Begeisterung offen halten, irgendwie alles zu kennen scheinen, gab es schon in den achtzigern. Sie hatten damals kein Smartphone, mussten in ihrer Erinnerung nach gelesenem, gehörtem stöbern. Ich glaube, sie waren schwierig. Manchmal cool.
Ich glaube, ich war schwierig.

Und das bringt jetzt erstmal mich zum Nachdenken. Du hast so Recht, und was dann dann wiederum bedeutet für die Mensch-Maschine Relation in meinem Text ... das weiß ich noch gar nicht. *grübel*
Danke auch dir für deine Rückmeldung, Holg! smile

LG.
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