Diskussion:Historischer Roman

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Die Diskussion ist eröffnet ... --Merlinor 14:25, 4. Apr 2009 (CEST)

sehr schön... --Michael 14:31, 8. Apr 2009 (CEST)

Fantasy

Ich kann dem Abschnitt über Fantasy nicht zustimmen. Obwohl wir über die frühzeit nicht soviel wissen, sollten Fantasy nicht mit historischem Roman verwechselt werden.

Fantasy ist alles was paranormal, supernatural etc ist.

Ich würde dennoch z.B. Cornwells "Stonehenge" als beiden Genres zugehörig bezeichnen. In eine ähnliche Sparte gehört wahrscheinlich auch der neue deutsche Roman "Nebra", den ich aber noch nicht kenne.--DasProjekt 14:21, 12. Apr 2009 (CEST)

Ich eben nicht. Das ist Ansichtssache, aber wahrscheinlich bin ich zu sehr von der Historical Novel Society beeinflusst. Historische Fantasy hat ihre Daseinsberechtigung, und ich lese sie auch, aber trotzdem ist es eine subgenre. Daher würde ich eine Trennung auch bei unserem Wiki vorschlagen.

Genauso wie bei dem Kommentar zur Authenzität.

Einigen wir uns so: Bis wir einen Unterbereich "Historical Fantasy" mit Artikel im Wiki haben, bleibt das "Fantasy-Element" stehen - ist der "HF"-Artikel drin, wird's rübergezogen und gelöscht, ok?
Juliet Marillier ist teilweise auch so ein Grenzfall. "Sevenwaters" ist reine Fantasy, aber bei "Wolfskin" bin ich ziemlich hin- und hergerissen, weil der größte Teil des Buches die Besiedelung Orkneys durch die Wikinger sehr historisch darstellt, es aber eben auch mit Fantasy einhergeht (siehe der deutsche Titel "Priesterin der Insel"). Es gibt ziemlich viele Grenzfälle, und manchmal wäre es fast schade drum, ein Buch als "HF" zu bezeichnen und den "reinen" Histo-Leser, der Fantasy nicht ausstehen kann (*winkewinke*) deshalb möglicherweise um ein wirklich gutes Buch bringt...--DasProjekt 15:13, 12. Apr 2009 (CEST)

Das ist dem Leser vorbehalten, wie weit er sich auf die Fantasy Schiene vorwagt. Historischer Roman ist ein in die historische Realität eingebettete Fiktion mit so weit wie möglicher Authenizität und Realität. Es gibt auch Beispiele von Frühzeit Stories, die auf Fantasy Elemente verzichten. Des Konundrums Lösung liegt darin, dass man dem HR subgenres zugesteht und Histo-Fantasy ist nun einmal genauso stark und gut vertreten wie die überstrapazierte Histo-Romanze. --Murmel 16:04, 12. Apr 2009 (CEST)

Ich glaube nicht, dass ich "Wolfskin" oder "Das Rätsel der Templer" gelesen hätte, wenn ich sie als "Histo-Fantasy" beworben gesehen hätte. Und mir wäre was entgangen. Ich fänd's auch bitter, weil ein Autor, der da reinrutscht, gleich belächelt und ihm die ernsthafte Recherche abgesprochen wird - er hat sich ja in Fantasy "geflüchtet". Und ja, gleiches gilt für die "Histo-Romanze". Das schmeißt mein Buch slap bang zwischen all die scheusslichen "Highlander"-Romänchen einer Karen Marie Moning, die für mich "Histo-Romanzen" sind, aber ich finde einfach nicht, dass meine Geschichte da rein gehört, weil ich dazu viel zuviel recherchiert habe... :o( --DasProjekt 16:43, 12. Apr 2009 (CEST)

Da stimme ich dir ja zu. Trotzdem kannst du nicht von dir auf andere schliessen. Das Ausmass einer Recherche bestimmt doch nicht das Genre, und auch sind nicht alle Fantasy Romane über einen Kamm zu scheren. Ich kenne eine ganze Latte guter Autoren, die super fantasy schreiben, in historischen oder auch sci fi Gewand. Es gab und gibt schon immer cross genre writer, die es verstehen, gute Kombinationen zu zaubern. Trotzdem ist es so, dass man bei einer Defintion aufpassen muss. Wenn du den Abschnitt so schreibst, wie du, ja, wo sind dann die Grenzen? Was ist dann deiner Ansicht nach noch als Historoman akzeptierbar und was nicht mehr? Der einfachere Weg ist klar abzugrenzen und die von dir zitierten Romane als cross genre einzustufen. --Murmel 21:51, 12. Apr 2009 (CEST)

Off Topic ein kleiner Trick: Wenn ihr abwechselnd einen (oder auch mehrere) Doppelpunkt(e) vor Eure Diskussionsbeiträge setzt, wird die Diskussion lesbarer, weil die Beiträge sich optisch besser abgrenzen. Doppelpunkt bewirkt "Einrücken" von Text. Ich hab das hier mal gemacht, weil ich mir beim Lesen schwer tat, zu unterscheiden, von wem welcher Beitrag stammte. ;) --Merlinor 23:09, 12. Apr 2009 (CEST)

Danke dir. Ich bin also die Doppelpunktlose. ;) Es ist der Satz, an dem ich mich störe: Es gibt Epochen, über die man beinahe nicht schreiben kann, ohne ein Fantasy-Element einzuweben. Vor Tausenden von Jahren lebten die Menschen nach Glaubensrichtungen, die für uns heute positiv zur Fantasy gehören. Weil es nicht stimmt. Allerdings hängt es stark von dem ab, was du hier als Fantasy Element bezeichnest. Einer, der heute über Aborigines, Pygmäen oder Karibischen Woodookult schreibt, muss noch lange kein Fantasy Schreiber sein. Andere Glaubensrichtungen machen keine Fantasy. Zeitreisen, echte Zauberer und Geister machen Fantasy oder paranormal. Eventuell eine Definitionsfrage. --Murmel 01:20, 13. Apr 2009 (CEST)

Mach dir nix draus, das mit dem Doppelpunkt hab ich auch nicht begriffen.
Was die "Definition" angeht - ich hatte deswegen extra die Teilüberschrift Fantasy-ELEMENT gewählt. Es geht hier nicht darum, irgendwelche unerklärlichen Wesen oder sowas zu verwenden. Nehmen wir "Stonehenge" (ich weiß ja nicht, ob di es gelesen hast). Vieles wird darin durch den Einfluss der "Götter" erklärt, durch Rituale, Opfer etc, die das Leben beeinflussen. Für uns heute ist das Fantasy. Für die damals war das Usus. Wo ist jetzt die Grenze zwischen der Betrachtungsweise der Figuren und dem, was für uns heute Fantasy ist? Die ganzen Rituale etc lesen sich wie Fantasy... aber im historischen Kontext und wegen der Perspektive innerhalb der Gesellschaft ist es lediglich "Religion", "Leben" und völlig normal. Gleiches gilt für "Wolfskin" - die Rituale der Wikinger, Wolfsfelle, Opfer etc etc... Juliet Marillier ist eigentlich eine Fantasy-Autorin, das Buch fasziniert ganz sicher auch Fantasy-Leser, aber im Grunde ist es das nicht, weil es lediglich die Wikinger zeichnet, wie sie sich (möglicherweise, wer weiß das schon) selber sahen. Histo-Fantasy ist für mich dann doch sehr viel extremer, das sind die Tolkien-Abklatsche, die keine eigenen Settings für ihre Fantasy suchen mögen und lieber das Mittelalter klauen. Das, was ich mit dem "Fantasy-Element" meinte, sind eben die Einwebungen von "Phänomenen" wie in meinen Beispielen. (Zeitreise-Elemente sind nochmal was anderes, sind positiv Fantasy aber der dazugehörige Roman KANN historisch echt wertvoll sein... KANN auch völliger Mist sein, kommt auf die Verarbeitung an...). Tja, und da sind wir wieder bei den fließenden Übergängen...
Ist halt net ganz so einfach... es kommt nicht zuletzt auch auf die Zeit an, über die man schreibt. In Renaissance und Rokoko ließ sich die Welt chon ganz anders erklären als bei König Arthur... *zwinker* --DasProjekt 09:54, 13. Apr 2009 (CEST)

Ich denke, wir nähern uns dem Kernpunkt - yipie! Fantasy versus Fantasie. Klar, dass da wo die geschriebene Geschichte aufhört, der Autor seine Fantasie einsetzen muss, um die Lücken zu füllen. Religionsrituale und andere Vorstellungen sind trotzdem im Rahmen der menschlichen Möglichkeiten. Wenn die Kulturen von Hexen redeten, dann dachten sie, Hexen existierten, aber de facto existierten sie eben nicht. Damit kann der Autor über Hexen reden, aber er kann eine Hexe a la MacGonagall auftreten lassen, die sich in eine Katze verwandelt. Fantasy beinhaltet Elemente, die in der natürlichen Welt nicht vorkommen können. Die Grenzen sind allerdings fliessend. --Murmel 14:21, 13. Apr 2009 (CEST)

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